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Suzanne Collins
Suzanne Collins, 1962 geboren, begann ihre Karriere Anfang der 90iger Jahre als Drehbuchautorin für das amerikanische Kinderfernsehen. 2003 veröffentlichte sie mit dem Roman "Gregor und die graue Prophezeiung" den ersten Band einer fünfteiligen Abenteuer-Reihe, die sich schnell zum internationalen Bestseller entwickelte.
2009 erschien "Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele" und erwies sich als Senkrechtstarter. Die packende Gesellschaftsutopie fesselte Leser in der ganzen Welt, errang die ersten Plätze der Beststellerlisten in den führenden Medien der USA, erntete begeisterte Kommentare von Autoren-Kollegen wie Stephenie Meyer und Stephen King und etablierte Suzanne Collins endgültig als internationale Starautorin.
Time Magazine wählte Suzanne Collins auf die Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten 2010.
In Deutschland wurde "Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele" für den Jugendliteraturpreis 2010 nominiert.
Suzanne Collins lebt mit ihrer Familie in Connecticut/USA.
2009 erschien "Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele" und erwies sich als Senkrechtstarter. Die packende Gesellschaftsutopie fesselte Leser in der ganzen Welt, errang die ersten Plätze der Beststellerlisten in den führenden Medien der USA, erntete begeisterte Kommentare von Autoren-Kollegen wie Stephenie Meyer und Stephen King und etablierte Suzanne Collins endgültig als internationale Starautorin.
Time Magazine wählte Suzanne Collins auf die Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten 2010.
In Deutschland wurde "Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele" für den Jugendliteraturpreis 2010 nominiert.
Suzanne Collins lebt mit ihrer Familie in Connecticut/USA.
Weil ihr Vater in der Luftwaffe war, interessierte sich Suzanne Collins schon früh für Themen wie Krieg und Unterdrückung. Daraus entstand ihre dystopische Romanreihe "Die Tribute von Panem", mit der sie Leser und Leserinnen weltweit fasziniert.
Kundenbewertungen
20.07.2025
Wir kehren zurück nach Panemm zum 2. Jubiläum der Hungergames. Diesesmal trifft es doppelt so viele Tribute, eines davon ist Haymitch Abernathy. Haymitch ist uns aus der Original Trilogie bekannt als Coach und Mentor. Dies ist seine Geschichte, wie er so wurde wie er jetzt ist. Wie er war vor den Hungergames. Was wir...
Wir kehren zurück nach Panemm zum 2. Jubiläum der Hungergames. Diesesmal trifft es doppelt so viele Tribute, eines davon ist Haymitch Abernathy. Haymitch ist uns aus der Original Trilogie bekannt als Coach und Mentor. Dies ist seine Geschichte, wie er so wurde wie er jetzt ist. Wie er war vor den Hungergames. Was wirklich geschah während „seinen“ Spielen. Wir erhalten Einblicke in die Vorgeschichte der Rebellion. In diesem Buch treffen wir einige Bekannte wieder natürlich Präsident Snow, aber auch Effie, Beetee und Plutarch Heavensbee aus treten hier das erstmals auf.
Haymitch ist ein sehr sympathischer Junge, der für seine Familie und Freunde sorgt. Nach der Ernte versucht er das kleine Nachbarmädchen zu schützen und gerät immer weiter in den Morast des Kapitols. In diesem Buch wird uns vor Augen geführt wie skrupellos und manipulativ Snow bereits damals vorging und wie sehr die Bürger des Kapitols belogen werden wollen. Wie naiv sie sind und wenig sie in den Tributen Menschen sehen.
Suzanne Collins bringt es fertig, trotzdem man weiss wie es ausgehen muss, ein spannendes und immer wieder überraschendes Buch zu schreiben. Mich hat es bereits von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr losgelassen.
Ich liebe die Original Trilogie und finde sie um Meilen besser als die Verfilmung ( meine Meinung) und war doch überrascht dass die beiden Vorgeschichten so gut sind und so spannend.
Die Charaktere gewinnen im Laufe des Buch immer weiter an Tiefe und man nimmt sie immer weiter ins Herz auf. Alle gewinnen an Stärke und durchlaufen eine Entwicklung, selbst die „Schlechten und Bösen“.
Ein richtig klasse Buch, als Panem -Fan muss man es lesen. Eine runde Sache.
22.06.2020
Coriolanus Snow, 18 Jahre und Schüler, wird zum Mentor der 16jährigen Lucy Gray Baird bestimmt, die an den zehnten Hungerspielen im Kapitol teilnehmen muss. Begeistert ist er davon nicht, stehen seine Chancen mit dem jungen, schmächtigen Mädchen im Regenbogenkleid sehr schlecht. Doch dann merkt er, dass er anfängt...
Coriolanus Snow, 18 Jahre und Schüler, wird zum Mentor der 16jährigen Lucy Gray Baird bestimmt, die an den zehnten Hungerspielen im Kapitol teilnehmen muss. Begeistert ist er davon nicht, stehen seine Chancen mit dem jungen, schmächtigen Mädchen im Regenbogenkleid sehr schlecht. Doch dann merkt er, dass er anfängt, mehr für das Mädchen aus Distrikt 12 zu empfinden. Doch lässt sich dies mit seinem Empfinden für Recht vereinen? Das Kapitol baut sich gerade wieder auf, nachdem der Krieg gegen die Rebellen so viel gefordert hat. Coriolanus versucht, einen Weg zu finden.
Dabei merkt er jedoch, dass alles nicht so scheint, wie es von dem Obersten des Kapitols vorgegeben wird. Dies bekommt Coriolanus am eigenen Leib zu spüren und weiß: wenn er für sich einstehen will und den Namen Snow wieder zu dem machen kann, für das er früher stand, muss er über Leichen gehen.
Was habe ich mich gefreut, als die Neuigkeit herauskam, dass es einen weiteren Teil zu der Reihe "Die Tribute von Panem" geben wird. Eine Vorgeschichte zu der eigentliche Reihe um Katniss Everdeen.
Doch diesmal aus Sicht des uns so verhassten Präsidenten Coriolanus Snow.
Die Autorin hat es geschafft, mich gleich von Anfang an in den Bann zu ziehen. Ihre Art, einen für sich einzunehmen, ist unvergleichlich. Sie packt einem mit wenigen Worten, zieht einem in die Geschichte hinein und plötzlich ist man ein absoluter Fan des 18jährigen Coriolanus, der nun an den 10. Hungerspielen als Mentor für die aus Distrikt 12 stammende Lucy Gray fungiert. Wie sehr hasst man diesen Kerl aber, wenn er - 64 Jahre später - seinen ganzen Unmut an unserer geliebten Katniss auslässt.
Wir beginnen an dem Tag, an welchem Snow erfährt, welcher Tribut ihm zugeteilt wird. Enttäuscht über die ihm zugewiesene Person sucht er dann jedoch die Vorteile. Diese fangen gleich bei der sog. Ernte an, dem Teil, wo verkündet wird, wer an den Hungerspielen teilnehmen muss. Zwei Tribute aus jedem Distrikt, jeweils ein Junge und ein Mädchen.
Snow erhält Lucy Gray, die gleich nachdem ihr Name gezogen wurde, mit ihrem bunten Kleid auffällt. Auch ihre Tat, die gleich nach der Namensziehung erfolgt, lässt sie bei vielen im Gedächtnis bleiben und zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch.
Gleich zu Anfang wird klar, dass man sich auf eine sehr gewalttätige Geschichte einlassen muss. Die Autorin beschönigt nichts. Was uns ja aber auch aus ihrer Trilogie ausreichend bekannt ist.
Snow wirkt sehr sympathisch, sein Interesse an seinem Schützling geht weiter, als sich manch anderer erlauben würde. Und doch lässt er sich nicht davon abbringen. Was er sich in den Kopf setzt, wird ausgeführt. Natürlich versucht er, die Gesetze einzuhalten, doch manchmal klappt dies nicht und so muss er etwas um die "Ecke denken", bis sich alles so ergibt, wie er es möchte. Gleichzeitig schreckt er jedoch auch vor nichts zurück. Diese Züge zeigen schon das Verhalten, dass wir von später kennen.
Ich bin wirklich begeistert von diesem Prequel, welches in drei Teile aufgegliedert ist. Der erste Teil zeigt die Vorbereitungen, bis die Tribute in die Arena gesperrt werden, der zweite Teil handelt zum größten Teil von den Spielen, während der Dritte sich um den Distrikt dreht. Man bekommt also einen Einblick in alle Bereiche.
Uns begegnen auch Namen, die wir aus der Trilogie kennen. Crane, Haevensbee, Flickermann oder das uns bekannte Lied "The Hanging Tree". Es lassen sich einige Parallelen ziehen. Ein besonderes Lächeln hat bei mir die Erwähnung des Namens "Katniss" hervorgebracht, in welchem Zusammenhang lasse ich jedoch hier unerwähnt da Spoiler.
Wer großer Fan der Dystopie ist, sollte sich das Prequel nicht entgehen lassen. Ich war fasziniert und würde mich sehr freuen, wenn es vielleicht noch weitere Prequels gibt, denn schließlich ist Snow am Ende des Buches noch sehr jung und sein weiterer Werdegang bis hin zum Präsidenten wäre sehr interessant zu erfahren.
Meggies Fussnote:
Die interessante E
3 von 3 finden diese Rezension hilfreich
05.04.2025
Dieser Band ist emotional nicht zu übertreffen. Man kannte Haymitch bisher nur als den grummeligen Mentor von Katniss und Peeta, der dem Alkohol sehr zugetan war. Jetzt lernt man in als 16-jährigen Tribut kennen und erfährt auch warum. So wie man Haymitch aus der Trilogie kannte, wusste man, dass etwas Schlimmes vor...
Dieser Band ist emotional nicht zu übertreffen. Man kannte Haymitch bisher nur als den grummeligen Mentor von Katniss und Peeta, der dem Alkohol sehr zugetan war. Jetzt lernt man in als 16-jährigen Tribut kennen und erfährt auch warum. So wie man Haymitch aus der Trilogie kannte, wusste man, dass etwas Schlimmes vorgefallen sein musste, damit er sich so extrem verändert. Doch es war noch viel schlimmer. Eine emotionale Achterbahn, die auch nach den 50. Hungerspielen nicht aufhören sollte.
Suzanne Collins hat es wieder geschafft, den Leser in eine spannende und emotionale Geschichte eintauchen zu lassen. Man fliegt nur so durch die Seiten und kann nicht aufhören, weil man unbedingt wissen muss, wie es weitergeht.
Die Tribute passen perfekt zusammen, nicht nur die aus Distrikt 12. Jeder auf seine Art besonders und einzigartig.
In diesem Band trifft man auch auf viele bekannte Figuren aus der Trilogie. Erfährt mehr über ihre Geschichte und Zusammenhänge zu den späteren Büchern. Alles fügt sich perfekt zusammen.
Das Cover ist wieder sehr schön und stimmig zu den anderen Bänden gestaltet.
Auch der Schreibstil der Autorin ist wie bereits aus der Trilogie bekannt. Spannend fast schon dystopisch, sehr emotional, nur die Lovestory von Haymitch kam nicht so rüber wie sie wohl sollte.
Davon abgesehen, hat mich der Band von der ersten Seite an super unterhalten. Für alle, die wieder in die Welt von Panem eintauchen wollen, kann ich den Teil jedem empfehlen.
1 von 1 finden diese Rezension hilfreich
04.07.2025
In Panem, einem dystopischen Staat, werden jedes Jahr die grausamen Hungerspiele veranstaltet. Dabei müssen 24 Jugendliche in einer Arena ums Überleben kämpfen – bis nur noch einer übrig bleibt. Als die 16-jährige Katniss Everdeen erfährt, dass ihre kleine Schwester Prim ausgelost wurde, meldet sie sich freiwil...
In Panem, einem dystopischen Staat, werden jedes Jahr die grausamen Hungerspiele veranstaltet. Dabei müssen 24 Jugendliche in einer Arena ums Überleben kämpfen – bis nur noch einer übrig bleibt. Als die 16-jährige Katniss Everdeen erfährt, dass ihre kleine Schwester Prim ausgelost wurde, meldet sie sich freiwillig an ihrer Stelle. Seite an Seite mit Peeta Mellark tritt sie in den Kampf, doch in der Arena zählt nur eines: überleben.
Dieses Buch ist der mitreissende Auftakt der weltberühmten Trilogie von Suzanne Collins. Die düstere Zukunftsvision ist erschreckend realistisch und übt scharfe Gesellschaftskritik, während die Geschichte gleichzeitig mit Spannung und Emotionen überzeugt. Katniss ist eine starke, vielschichtige Protagonistin, die sich nicht nur gegen das Kapitol, sondern auch gegen ihre eigenen Ängste behaupten muss. Besonders die Dynamik zwischen ihr und Peeta sorgt für emotionale Tiefe und moralische Konflikte. Collins‘ Schreibstil ist packend und bildhaft, sodass man sich mitten in der Arena wiederfindet. Die Handlung bleibt durchgehend spannend, und die brutale Realität der Hungerspiele sorgt für Gänsehautmomente.
Mein Fazit: Auch wenn man die Filme schon kennt, das Buch muss man lesen. Mir gefielen vor allem die starken Charaktere und Momente, die ans Herz gehen. 5 Sterne.
Dass Haymitches Geschichte nicht einfach werden würde, war mir von vornerein klar. Was für ein Leid er aber wirklich ertragen musste, hatte ich nicht geahnt. Suzanne Collins hat mit diesem Werk also eine wichtige Ergänzung der Reihe geschaffen, die einem ins Gesicht schreit, was in dieser Welt falsch läuft.
Vers...
Dass Haymitches Geschichte nicht einfach werden würde, war mir von vornerein klar. Was für ein Leid er aber wirklich ertragen musste, hatte ich nicht geahnt. Suzanne Collins hat mit diesem Werk also eine wichtige Ergänzung der Reihe geschaffen, die einem ins Gesicht schreit, was in dieser Welt falsch läuft.
Verschlungen habe ich das Buch innerhalb von weniger Tage. Als ich verreist bin und das Buch nicht mitnehmen konnte, habe ich mir die letzten Seiten abfotografiert, so unbedingt wollte ich wissen, wie es ausgeht. Daher kann ich nur sagen, dass Schreibstil und Spannung auch in diesem Band wieder phänomenal sind.
Inhaltlich hat Collins es aufs Neue geschaffen, eine Geschichte und eine Welt zu schaffen, die einen überrascht, erinnert und manchmal auch atemlos, geschockt und verzweifelt zurücklässt. Vieles davon lässt sich darüberhinaus auch noch (leider) auf unsere heutige Gesellschaft übertragen. Haymitch selbst kommt sehr nahbar herüber, man leidet und lebt mit ihm mit und erkennt sich in vielen Situationen (so ging es mir zumindest) auch selber in ihm wieder. Dass er an den Spielen teilgenommen hat, ist den meisten LeserInnen ja durchaus bekannt und dennoch ist der Weg dahin und auch danach von zahlreichen Überraschungen gepflastert.
Was ich besonders an dem Werk liebe, sind darüberhinaus die anderen Charaktere, insbesondere die weiteren Tribute. Sie alle haben ihre anfänglichen Stempel von der Gesellschaft und auch mir als Leserin aufgedrückt bekommen, aber recht schnell wird man bei jedem von ihnen eines besseren belehrt, bis man sie gemeinsam mit Haymitch alle in sein Herz schließt - was das Buch nur noch brutaler werden lässt. Auch viele bekannte Namen haben einen kürzeren oder längeren Auftritt. Außerdem kann man mehrere Schlüsse zu den vergangenen Büchern ziehen. Schlussendlich ist es quasi ein "Full-Circle-Moment" und ich habe das Gefühl, dass die Reihe mit diesem Band einen würdigen Abschluss gefunden hat, aber wer weiß, was die Autorin sich noch einfallen lässt.
Es war eine schmerzhafte Reise zurück nach Panem - aber es war auch wichtig, wieder darüber zu lesen. Großes Highlight.
1 von 2 finden diese Rezension hilfreich
30.05.2020
Mit Band 4 „Die Tribute von Panem - Das Lied von Vogel und Schlange“ ergänzt Autorin Suzanne Collins ihre „Tribute von Panem-Reihe“-Trilogie. Die Handlung spielt 64 Jahre vor Band 1.
Der 18jährige Coriolanus Snow, bester Schüler der Akademie, sieht im Mentorenprogramm und einem vielversprechenden Tribute ...
Mit Band 4 „Die Tribute von Panem - Das Lied von Vogel und Schlange“ ergänzt Autorin Suzanne Collins ihre „Tribute von Panem-Reihe“-Trilogie. Die Handlung spielt 64 Jahre vor Band 1.
Der 18jährige Coriolanus Snow, bester Schüler der Akademie, sieht im Mentorenprogramm und einem vielversprechenden Tribute die einzige Chance, seine Familie aus der Armut herauszuholen. Das Einzige, was sie noch besitzen ist das Penthouse im Kapitol. Die Demütigung, dass ihm ausgerechnet das Mädchen aus Distrikt 12 zugewiesen wird, ist schwer zu ertragen.
Der Einstieg mit dem jungen, verzweifelten Coriolanus, der mühsam den Schein zu wahren versucht, ist sehr gelungen. Nur die Wenigsten wissen, wie es tatsächlich mit dem Reichtum der Snows aussieht. Der Fokus der Geschichte liegt auf zwei Hauptfiguren. Mit dem Auftauchen von Coriolanus' eigenwilligem Tribute Lucy Gray Baird nimmt die Intensität zu. Das Mädchen fasziniert mit Mut, Klugheit und Einfallsreichtum und stiehlt Snow bald die Show. Das Kennenlernen der beiden, die wachsende Verbindung ist sehr gut in Szene gesetzt. Fast vergisst man als Leser die Brutalität, die hinter allem steckt, bis sie auf überraschende Weise Grauen verursacht. Nicht nur Lucy Gray hat Persönlichkeit, sondern auch alle weitere Akteure der Hungerspiele. Mentor Sejanus wird für Coriolanus zur ungewohnten Herausforderung. Zweifel an den Spielen fließt ein. Die an den Fäden ziehen lassen keine Auswege zu und verteilen Lektionen. Mentoren wie Tribute werden zu Schachfiguren in einem abgekarteten, grausamen Spiel. Zahlreiche Überraschungseffekte lassen den Atem stocken. Einiges ist nicht nur für die Charaktere schwer zu ertragen. Der Plot ist sehr gut gedacht und legt den Fokus auf Entwicklungen und Veränderungen. Verrat, Heimtücke, Manipulation, der Überlebenskampf hat längst begonnen. Es gibt keine Sicherheit mehr. Gut dargestellt sind Mitgefühl und Gewissensbisse. Keiner der Mentoren und Tribute ist eiskalt, sondern muss seine Emotionen in den Griff kriegen. Kaum etwas lässt sich vorhersehen. Geschickt eingefädelte Wendungen sorgen für Spannung. Im letzten Buchdrittel zieht sich die Geschichte mal etwas etwas hin, mal überschlagen sich die Ereignisse. Nicht immer lassen sich Misstrauen und Sinneswandel so richtig nachvollziehen. Manches bleibt im Dunkeln. Im Ende steckt Ironie.
Goldene Details und der Titel ziehen alle Blicke aufs Buch. Das Düstere wird mit dem schwarzen Hintergrund perfekt untermalt. „Die Tribute von Panem – Das Lied von Vogel und Schlange“ fesselt mit einem jungen, noch fast unverdorbenen Coriolanus und einer schicksalhaften Geschichte, die ihm den Stempel aufdrückt. Welche Grenzen überschreiten Menschen in Ausnahmesituationen? Steckt in jedem ein Monster? Die Fragen werden in eine originelle, packende und filmreife Story verpackt.
24.03.2025
Die 50. Hungerspiele stehen bevor, zum Jubiläum sollen doppelt so viele Tribute antreten als sonst, aus jedem der zwölf Distrikte vier Stück. Durch unvorhergesehene Ereignisse bei der Ernte wird Haymitch Abernathy gezwungen, an den Hungerspielen teilzunehmen. Zusammen mit drei weiteren Tributen wird er ins Kapitol g...
Die 50. Hungerspiele stehen bevor, zum Jubiläum sollen doppelt so viele Tribute antreten als sonst, aus jedem der zwölf Distrikte vier Stück. Durch unvorhergesehene Ereignisse bei der Ernte wird Haymitch Abernathy gezwungen, an den Hungerspielen teilzunehmen. Zusammen mit drei weiteren Tributen wird er ins Kapitol gebracht, wo sie gemeinsam mit den restlichen Teilnehmern auf die Kämpfe vorbereitet werden. Kurz bevor es losgeht, ergibt sich eine Möglichkeit, den Ausgang der Spiele zu beeinflussen. Aber wem kann man trauen, wer spielt ein falsches Spiel?
Seit ich vor über einem Jahrzehnt die ersten drei Bücher gelesen habe, die ich damals zufällig beim Stöbern fand, bin ich ein glühender Fan der Buchreihe. Groß war meine Freude, als im Jahr 2020 ein weiterer Band erschien, der sich mit dem grausamen Präsidenten Coriolanus Snow befasste und dessen Geschichte erzählte. Nun erscheint mit dem vorliegenden Buch die Geschichte von Haymitch Abernathy, der in der Panem-Trilogie zum Betreuungsteam der Tribute gehört und als Sponsorengewinner während der Spiele fungiert. Als Mentor von Katniss und Peeta sollte er jedem eingefleischten Fan der Buchreihe ein Begriff sein.
Ich gebe zu, dass ich ein bisschen skeptisch war, ob mich das Buch genauso begeistern würde, wie vor vielen Jahren die Trilogie. Meine anfängliche Skepsis wich jedoch bald einem regelrechten Zustand des Verzücktseins, fasziniert versank ich in der Erzählung, vergaß alles um mich herum und fieberte mit Haymitch und seinen Verbündeten mit. Die interessanten und vereinzelt skurrilen Charaktere entstanden genauso vor meinen Augen wie die Arena, in der die Hungerspiele ausgetragen wurden. Ich lernte liebenswerte Figuren kennen, verlor diese wieder und war am Boden zerstört. Ich litt und kämpfte, fühlte Trauer, Wut und Hass, hielt die Daumen und oft auch den Atem an, eilte durch die Seiten und versuchte, meine Emotionen im Zaun zu halten, kam gegen meine Gefühle aber irgendwann einfach nicht mehr an. Was für eine tolle Ergänzung zu den restlichen Bänden, ich bin immer noch total geflasht! Am liebsten würde ich direkt zurück nach Panem reisen und die ersten Teile erneut lesen, so großartig war das.
11 von 11 finden diese Rezension hilfreich
02.06.2020
Sichtweise/Erzählstil: Die Geschichte wird von Aussen erzählt aus Snow's Sicht. Man taucht tief in seine wirren Gedanken und Gefühle ein. Ein Strudel aus innerlicher Zerrissenheit und dem Wunsch berühmt und mächtig zu sein. Der Schreibstil ist einfach und locker flockig. Man fliegt nur so durch die Seiten und Zack...
Sichtweise/Erzählstil: Die Geschichte wird von Aussen erzählt aus Snow's Sicht. Man taucht tief in seine wirren Gedanken und Gefühle ein. Ein Strudel aus innerlicher Zerrissenheit und dem Wunsch berühmt und mächtig zu sein. Der Schreibstil ist einfach und locker flockig. Man fliegt nur so durch die Seiten und Zack hat man es schon durchgelesen.
Spannung/Story: Wir werden in eine Welt geworfen, wo man immernoch stark die Nachwirkungen des Krieges gegen die Rebellen spürt. Jeder versucht im Grunde nur zu Überleben und Sicherheit durch Geld oder Macht zu erlangen. Snow und seine Familie sind am Tiefpunkt und müssen den Schein vor anderen Wahren. Eine ziehmlich schwere Bürde für einen erst 18. Jährigen Akademiker. Wir begleiten einen jungen Mann, der durch äußere Einflüsse zu dem kaltherzigen, verbitterten Snow geworden ist den wir aus der Panem-Trilogie bereits kennen. Hier nimmt alles seinen Anfang und je tiefer man in seiner Geschichte vorran schreitet umso schokierter ist man als Leser. Man gerät in einen Strudel aus Verrat, Intriegen, Verzweiflung, Machtgier und Überlebenskampf. Oft hätte ich Snow am liebsten geschüttelt und ih angeschrien. Ein Egoist, der jeden Ausnutzt. Es ist einfach grausam wie stark Snow sich vom Kapitol beeinflussen lässt. Aber man versteht am Ende einfach was er alles durchgemacht hat und wieso er sich so entwickelt hat. Damit einverstanden ist vermutlich keiner der Leser. Wie stark Snow's Einfluss bei der Entwicklung der Hungerspiele ist, zeigt sich hier besonders. Er scheint anfangs eher angeekeld zu sein, jedoch ist ihm jedes Mittel recht für Macht und Geld. Er unterdrückt seine Gefühle und redet sich selbst alles schön.
Was Suzanne Collins wirklich gut gemacht hat, das sie wichtige Elemente aus der Panem-Trilogie gut eingebunden und aufgeklärt hat. Sie hat zwar hauptsächlich Snow's Geschichte erzählt, aber immer wieder Hinweise auf die Panem-Trilogie eingestreut. Das war wirklich schön und zeigt nochmal anschaulich wie alles zusammen hängt.
Das Ende scheint aber so ausgelegt zu sein, das der Leser sich Snow's weiteren Werdegang selber ausmalen kann oder vielleicht kommt ja sogar noch ein fünfter Band?!
Fazit: Eine spannende und packende Vorgeschichte um Präsident Snow, die Spielraum für noch weitere Bücher liefert. Eine Verfilmung kann ich mir ebenfalls sehr gut vorstellen und würde ich mir wünschen.
Die bekannte Autorin Suzanne Collins hat mit ihrem Buch „Der Tag bricht an – Die Tribute von Panem L“ einen weiteren Band zu ihrer Panem- Reihe geschrieben. Hier werden die Hungerspiele von Haymitch Abernathy beleuchtet. Es ist nicht zwingend notwendig, dass man andere Bände aus dieser Reihe kennt. Aber dadurch ...
Die bekannte Autorin Suzanne Collins hat mit ihrem Buch „Der Tag bricht an – Die Tribute von Panem L“ einen weiteren Band zu ihrer Panem- Reihe geschrieben. Hier werden die Hungerspiele von Haymitch Abernathy beleuchtet. Es ist nicht zwingend notwendig, dass man andere Bände aus dieser Reihe kennt. Aber dadurch würde man viele Anspielungen und Querverbindungen nicht verstehen, daher empfehle ich, dass man bereits die anderen Bücher über Panem gelesen hat.
Ich habe vor einigen Jahren die ursprüngliche Panem- Trilogie mit Begeisterung gelesen. Als dann eine Ankündigung kam, dass die Spiele von Haymitch näher beleuchtet werden sollen, habe ich mich gefreut. Daher habe ich mich voller Vorfreude an dieses Buch herangewagt und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
Der Schreibstil von Collins ist, wie ich es bereits aus den vorherigen Bänden gewohnt war, sehr angenehm. „Der Tag bricht an“ lässt sich flüssig lesen und entwickelt dabei eine Sogwirkung. Hat man das Buch erst einmal in die Hand genommen, möchte man es am liebsten nicht mehr weglegen. Außerdem ist es packend und spannend, Collins bietet hier einige Wendungen, welche ich persönlich so nicht erwartet hätte. Gekonnt wird hier eine bedrohliche Atmosphäre aufgebaut und man kann das Konfliktpotential quasi greifen. Jeder, der das Grundprinzip der Hungerspiele kennt, weiß, dass diese Bedrohung und Gefahr nicht lange auf sich warten lässt. Ergänzend zur eigentlichen Handlungen werden hier auch Lieder und Gedichte mit eingebunden. Diese geben der ganzen Handlung noch einen zusätzlichen melancholischen Ton. Sie verstärken die düstere Atmosphäre und runden die Handlung gekonnt ab, ergänzen sie und verstärken meiner Meinung nach die Emotionen.
Der Einstieg in dieses Buch war ziemlich direkt und schonungslos. Zu Beginn lernen wir den Alltag von Haymitch in Distrikt 12 kennen. Doch es dauert nicht lange und die Tribute für die Hungerspiele werden ausgelost. Man wird mitten in das Geschehen hineinkatapultiert und ist sofort dabei. Ich persönlich habe mich von der ersten Seite an wieder mitten in der Geschichte befunden und hatte keine Probleme, dass ich mich erst orientieren musste. Der Einstieg hat mir gefallen und passt zum Stil der Autorin.
In diesem Teil der Reihe werden die 50. Hungerspiele thematisiert. Aus vorherigen Bänden war bekannt, dass in diesem Jubel- Jubiläum die doppelte Anzahl an Tributen eingezogen wurden sind. Ich fand es interessant zu lesen, wie die Arena aufgebaut war, welche Gefahren diese mit sich brachte. Jedoch hätte ich mir stellenweise ein paar Details mehr gewünscht oder allgemein ein paar Ausführungen dazu mehr. An der Seite von Haymitch bekommt man nur einen recht einseitigen Einblick in die Arena und die Vorgänge in dieser. Ich kann verstehen, warum die Autorin dies so angelegt hat, der Protagonist selbst weiß auch nicht mehr. Dennoch hätte ich mir ein paar mehr Informationen über die Hergänge in der Arena gewünscht.
Die Charakterdarstellung fand ich größtenteils auch gelungen. Es gibt hier einige interessante Charaktere, welche mich in ihren Bann ziehen konnten. Haymitch hat ein gutes Herz und sorgt sich um seine Mitmenschen. Auch ist er clever und man erkennt eine Charakterentwicklung. Ich fand den Wandel vom dem jungen Haymitch ziemlich interessant. Wenn man weiß, wie er später mal wird und dann den Kontrast erkennt – dies hat mir recht gefallen. Haymitch war mir von der ersten Seite an sympathisch und ich mochte seine Darstellung. Im Gegensatz dazu konnte ich jedoch seine Liebesbeziehung zu Lenore Dove nicht so ganz fühlen. Für mich war sie nicht greifbar, ich habe nicht gespürt, was die beiden verbindet. Dafür waren andere zwischenmenschliche Interaktionen gelungener. Zum Beispiel zu den anderen Tributen aus seinem Distrikt, aber auch zu denen aus den anderen Distrikten. Maysilee fand ich gelungen gezeichnet. Zu Beginn denkt man, dass sie oberflächlich ist. Aber wenn man sie näher kennen lernt, wächst sie einem ans Herz. Negativ möchte ich im Gegensatz dazu erwähnen, dass hier zu intensiv name- dropping betrieben wurde. Einige Charaktere werden nur kurz erwähnt, ohne einen Anteil an der Story zu haben. Und dies nur, weil sie die Eltern von irgendwem sind oder später mal relevant sind. Hätten sie zur Handlung beigetragen, hätte ich dies weniger negativ aufgefasst.
Insgesamt konnte mich die Autorin Suzanne Collins mit „Der Tag bricht an – Die Tribute von Panem L“ wieder in ihren Bann ziehen. Bis auf ein paar kleine Kritikpunkte hat mir auch dieser Band wieder richtig gut gefallen. Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung.
1 von 2 finden diese Rezension hilfreich
26.05.2020
Für gewöhnlich haben Prequels einen schlechten Ruf. Falsch gedacht. Das Buch ist einfach super.
Es ist wie die Trilogie in 3 Teile aufgeteilt, was ich recht schön finde.
Es geht.um den 18 jährigen Coriolanus Snow (ich brauchte lange mir den Namen zu behalten) der auf einer Privatschule geht. Dort gibt es dieses ...
Für gewöhnlich haben Prequels einen schlechten Ruf. Falsch gedacht. Das Buch ist einfach super.
Es ist wie die Trilogie in 3 Teile aufgeteilt, was ich recht schön finde.
Es geht.um den 18 jährigen Coriolanus Snow (ich brauchte lange mir den Namen zu behalten) der auf einer Privatschule geht. Dort gibt es dieses Jahr das Pflichtprogramm dass die Abschlusschüler dieses Jahr als Mentoren für die Tribute auserkoren sind. Snow bekommt die 16 jährige Lucy Gray...
Und hier mache ich einen Cut. Ich möchte nicht spoilern.
Das Buch ist völlig anders, neu. Auch wenn man sich als Katnis Fan sträubt Lucy anzunehmen, sie ist keine Kopie. Beide Tribute sind einzigartig.
Wir erfahren viel von Snow und seiner Familie, seinen Freunden und Problemen. Wir schauen hinter den Kulissen und das ganze 10 Jahre nach Ende des Krieges. Wir erfahren von Essensmarken, den Labors für die Mutationen, wie die Hungerspiele zustande kamen und wieso Snow letztenendes so wurde wie in der Trilogie.
Man erkennt Vieles aus der Troligie wieder, z.B. den Henkersbaum, den Hop, wir schauen hinter die Kulissen der Friedenswächter (fand ich sehr aufschlussreich) und wir lernen etwas mehr über "Tölpel/Vögel" kennen.
Das Ende... ja es kam sehr überraschend. Es war sehr toll. Ich finde aber wenn die Person es vorher gewusst hätte, wo und weshalb er/sie hin muss, wären einige Sachen nicht so passiert.
Das Ende/das ganze Buch könnte Auftakt zur neuen Trilogie werden. Ich fragte aud FB nach und da hies es: "Wir geniessen erstmal dieses Buch."
Es gab einige sehr brutale Szenen. Ich denke das Alter müsste auf 16 hochgeschraubt werden. Und ich bin nicht pingelig.
Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim selber lesen.