Nelio Biedermann
MP3-CD
Lázár
Lieblingsbuch der Unabhängigen 2025. 465 Min.. Lesung. Ungekürzte Ausgabe
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Lieblingsbuch der Unabhängigen 2025 und nominiert für den Schweizer Buchpreis 2025Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als ob er dessen Geheimnis ahnte. Mit Lajos' Geburt im Waldschloss bricht auch das 20. Jahrhundert an, das das alte Leben der Barone Lázár im südlichen Ungarn für immer verändern wird. Der Untergang des Habsburgerreichs berührt erst nur ihre Traditionen, aber alle spüren das Beben der Zeit, die schöne Mária ebenso wie der geisterhafte...
Lieblingsbuch der Unabhängigen 2025 und nominiert für den Schweizer Buchpreis 2025
Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als ob er dessen Geheimnis ahnte. Mit Lajos' Geburt im Waldschloss bricht auch das 20. Jahrhundert an, das das alte Leben der Barone Lázár im südlichen Ungarn für immer verändern wird. Der Untergang des Habsburgerreichs berührt erst nur ihre Traditionen, aber alle spüren das Beben der Zeit, die schöne Mária ebenso wie der geisterhafte Onkel Imre. Als Lajos in den 20er-Jahren sein Erbe antritt, scheint der alte Glanz noch einmal aufzublühen. Doch die Kinder Eva und Pista - der das Dunkle so liebt - müssen erleben, wie totalitäre Zeiten ihre wuchtigen Schatten werfen - und lernen, gegen sie zu bestehen.
Ein Hörbuch wie eine Welt, die überwältigende Saga einer Familie, getrieben von der Liebe und der Sehnsucht nach ihr, in den Strudeln des 20. Jahrhunderts. Fesselnd und berührend, zugleich voller Leichtigkeit, voller Träume und Geheimnisse, in denen sich die ganze Tragik und Schönheit der Existenz spiegelt. Und - ob angesichts historischer Katastrophen oder schöner Sommertage - die ewige Frage, wie man leben soll.
Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als ob er dessen Geheimnis ahnte. Mit Lajos' Geburt im Waldschloss bricht auch das 20. Jahrhundert an, das das alte Leben der Barone Lázár im südlichen Ungarn für immer verändern wird. Der Untergang des Habsburgerreichs berührt erst nur ihre Traditionen, aber alle spüren das Beben der Zeit, die schöne Mária ebenso wie der geisterhafte Onkel Imre. Als Lajos in den 20er-Jahren sein Erbe antritt, scheint der alte Glanz noch einmal aufzublühen. Doch die Kinder Eva und Pista - der das Dunkle so liebt - müssen erleben, wie totalitäre Zeiten ihre wuchtigen Schatten werfen - und lernen, gegen sie zu bestehen.
Ein Hörbuch wie eine Welt, die überwältigende Saga einer Familie, getrieben von der Liebe und der Sehnsucht nach ihr, in den Strudeln des 20. Jahrhunderts. Fesselnd und berührend, zugleich voller Leichtigkeit, voller Träume und Geheimnisse, in denen sich die ganze Tragik und Schönheit der Existenz spiegelt. Und - ob angesichts historischer Katastrophen oder schöner Sommertage - die ewige Frage, wie man leben soll.
Nelio Biedermann, geboren 2003, ist am Zürichsee aufgewachsen. Er studiert Germanistik und Filmwissenschaft an der Universität Zürich und arbeitet nebenbei als Nachhilfelehrer und Kellner. Lázárerscheint in über zwanzig Ländern. Max von Pufendorf spielte u.a. am Deutschen Theater Berlin und war in der Neu-Verfilmung der Buddenbrooks zu sehen. Für seine Lesung von Ich ist ein anderer - Heptalogie III-V von Jon Fosse wurde er 2023 mit dem Deutschen Hörbuchpreis als bester Interpret ausgezeichnet.
Produktdetails
- Verlag: Argon Verlag
- Anzahl: 1 MP3-CD
- Gesamtlaufzeit: 465 Min.
- Erscheinungstermin: 1. September 2025
- Sprache: Deutsch
- ISBN-13: 9783839822098
- Artikelnr.: 73896587
Herstellerkennzeichnung
Argon Verlag AVE GmbH (7%)
Waldemarstr. 33a
10999 Berlin
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»Der Familiensaga mit ihrer bildhaften, oft am Rande der Realität entlang balancierenden Sprache folgt Max von Pufendorf als Sprecher in bemerkenswerter Weise. Sehr direkt führt seine Stimme mitten in die Charaktere, doch lässt er ihnen stets ihre Geheimnisse. Auf berührende Weise vollzieht er den Wechsel zwischen Weltlichkeit und Traum. Die Rauheit der Realität, der sich die Nachkommen stellen müssen, bildet er in aller Klarheit ab. Das Mystische in seinem Tonfall zieht die Hörer machtvoll in Zeiten, die in der Erinnerung schon etwas sagenhaft erscheinen.« Beatrix Lampe Kölnische Rundschau 20251107
Rezensent Peer Teuwsen nimmt kein Blatt vor den Mund: ziemlich furchtbar findet er den neuen Roman des als Shootingstar gefeierten Jungschriftstellers Nelio Biedermann, der noch studiert, aber Romane im Voraus in über 20 Sprachen verkauft, resümiert Teuwsen verstimmt. Festhalten muss er: "Der Mann kann schreiben", an Vokabular und Stilistik mangele es Biedermann nicht. Aber wie er die an die eigene Familiengeschichte angelehnte Story um das titelgebende Adelsgeschlecht Lázár aufziehe, nämlich das 20. Jahrhundert lediglich als "Schauerkulisse" für einen "Kitsch-Porno" nutzend, stößt dem Kritiker übel auf. Zwischen bösen Nazis und vergewaltigenden Kommunisten tun die Lázárs dann vor allem eines: ausufernden Sex haben, der für Teuwsen mehr mit Klischees als mit dem echten Leben zu tun hat. Bei einigen halb obszönen, halb blumigen Sätzen stellen sich dem Kritiker die Haare auf. Dass dem Autor ein guter Roman gelingen könnte, will er gar nicht bezweifeln - aber hier sei sein Talent noch klar "vergeudet".
© Perlentaucher Medien GmbH
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Ein Pageturner erster Güte ... eine souveräne Lust am Erzählen ... Nelio Biedermanns Roman 'Lázár' ist die erstaunlichste Entdeckung der Saison. Süddeutsche Zeitung
Lázár ist ein historischer Roman, der eine ungarische Adelsfamilie in einer Zeit des Umbruches begleitet. Ich empfand die Sprache an manchen Stellen als poetisch, muss aber gestehen, dass die Handlung für mich etwas zu sprunghaft war. Immer wieder hat der Autor mich in den langen …
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Lázár ist ein historischer Roman, der eine ungarische Adelsfamilie in einer Zeit des Umbruches begleitet. Ich empfand die Sprache an manchen Stellen als poetisch, muss aber gestehen, dass die Handlung für mich etwas zu sprunghaft war. Immer wieder hat der Autor mich in den langen Schachtelsätzen verloren. Es geht um die Liebe und die Irrungen und Wirkungen vor und während des Weltkrieges, um eine Familie, die einst glanzvoll nun alles abgibt. Historisch betrachtet ist es ein lesenswertes Werk, doch mir war es etwas zu wiederholend (zum Beispiel „Kissen zwischen ihren Beinen“ habe ich zweimal gelesen). Zudem hätte ich in dieser Art von Buch keine Spice Szenen erwartet. An sich habe ich damit keine Probleme, hier waren sie aber schwerfällig beschrieben und abgeblendet. Oder so formuliert, dass es mich innerlich geschüttelt hat (nicht knochenvibrierend im Sinne des Werkes). Dann besser weglassen, wenn man es nicht gut schreiben kann.
Daher kann ich, trotz guter Sprache (zumindest in den meisten Szenen) und Bildererschaffenden Worten keine 5 Sterne geben. So Leid es mir tut, aber die Lobeshymnen auf dieses Buch kann ich nicht ganz nachvollziehen. Es hat was, aber überzeugen konnte es mich nicht.
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Ich fand dieses Buch leider ganz furchtbar. Ich hatte ihm Vorfeld nur Positives davon gehört und hatte ich darum darum gefreut. Erwartet habe ich so etwas wie eine spannende, historische Familiengeschichte, aber im Endeffekt konnte ich in der ganzen Geschichte keinen roten Faden finden. Es ist …
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Ich fand dieses Buch leider ganz furchtbar. Ich hatte ihm Vorfeld nur Positives davon gehört und hatte ich darum darum gefreut. Erwartet habe ich so etwas wie eine spannende, historische Familiengeschichte, aber im Endeffekt konnte ich in der ganzen Geschichte keinen roten Faden finden. Es ist eine Aneinanderreihung von Geschehnissen, die mich nicht interessiert haben. Die Charaktere blieben so oberflächlich und blass, dass ich ständig die Namen verwechselt habe und im Endeffekt war es einfach nur langweilig.
Der Schreibstil wirkte auf mich sehr künstlich und gewollt stilisiert. Und das hat mich wahnsinnig genervt. Ich habe keine Ahnung, warum dieses Buch so gute Kritiken bekommen hat.
Die Erzählstimme des Hörbuchs war das einzig positive, was dieses Buch für mich mitgebracht hat.
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Eine dramatische Zeitgeschichte voller Tragik und Verlust
Lajos von Lázár, Sohn eines Barons, wird in das 20. Jahrhundert hineingeboren und muss sich im Laufe seines Lebens mit dessen Wandel zurechtfinden. Das Habsburger Reich zerbricht, der Adel verliert seinen Status und der Krieg …
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Eine dramatische Zeitgeschichte voller Tragik und Verlust
Lajos von Lázár, Sohn eines Barons, wird in das 20. Jahrhundert hineingeboren und muss sich im Laufe seines Lebens mit dessen Wandel zurechtfinden. Das Habsburger Reich zerbricht, der Adel verliert seinen Status und der Krieg überrollt Ungarn. Und doch findet Lajos das Glück mit Lilli, seiner Frau, und den Kindern Eva und Pista, und erlebt sowohl wunderbare Augenblicke wie auch dramatische Momente voller Schmerz und Tragik, in denen es ums reine Überleben geht.
Der stolze Lipizzaner auf dem Cover steht gekonnt für den blaublütigen Adel, und Nelio Biedermanns Geschichte beginnt zu dessen besten Zeiten, als die von Lázárs noch Barone und reiche Grundbesitzer waren. Der junge Autor geleitet die Leserschaft durch deren Leben, von schillernden, unbeschwerten Bällen und langen Ausritten bis hin zum Verfall und durch den blutigen Krieg, dessen detaillierte Beschreibungen manchmal schwer auszuhalten sind. Gerade auch, weil man ähnliche Anklänge schon wieder unterschwellig spüren kann.
Der junge Autor schreibt sprachgewaltig, fast poetisch und schafft es spielerisch, zu fesseln. Sein Werk ist bewegend, dramatisch und voller Tragik und Verlust; ich denke, dieses Buch wird mir aufgrund seiner traurigen Thematik noch lange in Erinnerung bleiben.
Max von Pufendorf liest mit angenehmer Stimme und etwas zurückhaltend, sein unaufdringlicher Stil passt einfach perfekt.
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Ich war sehr gespannt auf Lázár, gerade weil der Roman als große, mehrgenerationale Familiensaga angekündigt wurde. Solche Geschichten mag ich eigentlich sehr. Besonders wenn sie historische Ereignisse mit persönlichen Schicksalen verbinden. Trotzdem muss ich sagen, …
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Ich war sehr gespannt auf Lázár, gerade weil der Roman als große, mehrgenerationale Familiensaga angekündigt wurde. Solche Geschichten mag ich eigentlich sehr. Besonders wenn sie historische Ereignisse mit persönlichen Schicksalen verbinden. Trotzdem muss ich sagen, dass mir das Hörbuch als Ganzes schwehr gefallen ist. Ich habe mich über weite Strecken schwer getan, wirklich dranzubleiben. Inhaltlich folgt die Geschichte der Familie Lázár über viele Jahrzehnte. Es beginnt mit der Geburt von Lajos. Im Buch geht es um Verlust, unerwiderte Liebe, politische Umbrüche, Flucht, Identitätssuche und die Frage, wie die Vergangenheit immer ein Stück weit in der Gegenwart weiterlebt. All das ist eigentlich unglaublich spannend. Doch für mich fehlte ein klarer roter Faden. Immer wenn es gerade interessanter wurde, driftete die Handlung für meinen Geschmack wieder ab. Der Schreibstil ist kraftvoll und bildhaft, manchmal poetisch, manchmal hart. Fast schon als würde jedes Wort bewusst gewählt. Für mich war Lázár als Hörbuch leider nicht einfach und nicht so fesselnd wie erhofft. Es ist definitiv nicht schlecht geschrieben, aber es ist nicht meins. Dennoch bin ich gespannt was der Autor in der Zukunft noch schreiben wird.
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Gebundenes Buch
Sehr langatmig
Lajos wird als Kind mit durchsichtig scheinender Haut in das Hause von Lazar geboren. Mit einem Vater, der selbst nur als zweiter in der Thronfolge den Baronentitel führt weil der Bruder psychisch krank ist, einer Mutter, die scheinbar depressiv ist und konstant lügt. So …
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Sehr langatmig
Lajos wird als Kind mit durchsichtig scheinender Haut in das Hause von Lazar geboren. Mit einem Vater, der selbst nur als zweiter in der Thronfolge den Baronentitel führt weil der Bruder psychisch krank ist, einer Mutter, die scheinbar depressiv ist und konstant lügt. So war Lajos beispielsweise nicht der leibliche Sohn des Barons, sondern Ergebnis einer heißen Nacht, der Mutter mit einem Stalljungen, Lazar erzählt vom Leben Lajos und seiner Schwester Ilona. Von einer Kindheit, die von Ignoranz, psychischen Krankheiten, dem Selbstmord der Mutter geprägt war. So beschreibt das Buch das Leben der Lazars im Laufe der Geschichte, streift den ersten und den zweiten Weltkrieg, die Judenverfolgungen und vieles mehr. Was mich sehr stört, sind die immer wieder unnötig dazwischen geschoben, sexualisierten Szenen, beziehungsweise nicht sehr ansprechend beschriebenen sexuellen Fantasien einige Charaktere. Der Autor eröffnet viele Erzählungen, löst aber keinen davon wirklich auf.
Die unnötig langen Schachtelsätze machen das Lesen dieses Buches nicht nur anstrengend, sondern auch eher langatmig. Einige der Nebensätze sind schlichtweg unnötig. Ich persönlich hab es leider nicht sehr genossen, dieses Buch zu lesen.
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Gebundenes Buch
Zerfall einer ungarischen Adelsfamilie
Schon vor der Veröffentlichung wurde "Lázár" von Nelio Biedermann in hohen Tönen gelobt. Danach kamen mehrere Nominierungen für Buchpreise und sogar die Auszeichnung "Lieblingsbuch der Unabhängigen". Umso …
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Zerfall einer ungarischen Adelsfamilie
Schon vor der Veröffentlichung wurde "Lázár" von Nelio Biedermann in hohen Tönen gelobt. Danach kamen mehrere Nominierungen für Buchpreise und sogar die Auszeichnung "Lieblingsbuch der Unabhängigen". Umso gespannter war ich auf den Roman, der vom Genre und der Thematik genau meinen Interessen entspricht.
In "Lázár" geht es um die Adelsfamilie "von Lázár", genauer Sándor und Mária von Lázár, die nach der Tochter Ilona den Sohn Lajos bekommen, der jedoch mit wasserblauen Augen und einer gläsernen Haut zur Welt kommt und seiner Familie nicht ähnlich sieht. Als Leser*in begleitet man die Familie ab diesem Zeitpunkt und über drei Generationen hinweg. Beginnend mit dem 20. Jahrhundert bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.
Dabei erlebt die Familie von Lázár neben familiären Problemen vor allem auch den Untergang ihrer Stellung in der Gesellschaft bis zur Enteignung und der Flucht in die Schweiz.
Biedermanns Sprache fühlt sich sehr erwachsen, verschachtelt und teilweise poetisch an. Dabei kann man als Leser*in wirklich vergessen, dass der Autor gerade einmal 22 Jahre alt ist.
Inhaltlich bietet der Roman viel Einblick in das Leben des Adels im 20. Jahrhunderts mit seinen Höhen und Tiefen. Leider waren die Charaktere für mich aber zu flach und in gewisser Weise nicht genug herausgearbeitet. Gewisse Gefühle wurden schon gezeigt, doch ich hatte das Gefühl, dass man noch viel viel mehr hätte herausholen können.
Hinzu kam, dass ich relativ lange gebraucht habe, um das Buch fertig zu lesen und mir ein gewisser Sog gefehlt hat. Auch das Pacing zum Ende des Buches entsprach nicht mehr ganz dem Pacing am Anfang des Buches.
Alles in Allem war es für mich kein schlechtes Buch. Es hatte sowohl gute als auch schlechte Aspekte. Trotzdem hat es einen gewissen Stellenwert und ich kann mir vorstellen weitere Bücher von Biedermann zu lesen.
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Gebundenes Buch
Ungarischer Adel im Wirrwarr des 20. Jahrhunderts
In der ereignisreichen Zeit vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die 1950er Jahre erzählt Nelio Biedermann die Geschichte einer ungarischen Adelsfamilie über drei Generationen hinweg. Mit Beginn des Jahres 1900 wird Sandors und Marias …
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Ungarischer Adel im Wirrwarr des 20. Jahrhunderts
In der ereignisreichen Zeit vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die 1950er Jahre erzählt Nelio Biedermann die Geschichte einer ungarischen Adelsfamilie über drei Generationen hinweg. Mit Beginn des Jahres 1900 wird Sandors und Marias Sohn Lajos geboren. Seine große Schwester Ilona ist da schon 6 Jahre alt. Die Kinder wachsen heran und der 1. Weltkrieg bricht aus. Erst heiratet Ilona, später auch Lajos. Die Eltern versterben unter unschönen Umständen. Während sich die Welt auf den 2. Weltkrieg zubewegt, flieht Ilona mit ihrer Familie in die USA. Lajos und Lilly bleiben mit ihren Kindern Pista und Eva in Ungarn. Dort werden sie nach dem Krieg enteignet und müssen in Budapest in den Revolutionswirren gegen die russischen Besatzer um ihr Leben fürchten. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Das Leben der Familie wird ehrlich, mit allen Schrulligkeiten und Verfehlungen, aber auch den guten Eigenschaften, geschildert. Die Geschichte wird ausserdem sehr gut in den geschichtlichen Kontext eingebettet. Die Schilderungen des Waldschlosses sind fast poetisch, man kann sich die Schönheit dessen sehr gut vorstellen. Ein rundum gelungene Familiengeschichte im Wandel der Zeit.
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eBook, ePUB
Lázár, Familienroman von Nelio Biedermann, EBook Rowohlt Verlag
Eine Familie in den Strudeln des 20. Jahrhunderts
Mit der Geburt Lajos, des weißhaarigen Kindes mit den blauen Augen, beginnt der Untergang der Familie Lázár. Das 20. Jahrhundert bricht an, das …
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Lázár, Familienroman von Nelio Biedermann, EBook Rowohlt Verlag
Eine Familie in den Strudeln des 20. Jahrhunderts
Mit der Geburt Lajos, des weißhaarigen Kindes mit den blauen Augen, beginnt der Untergang der Familie Lázár. Das 20. Jahrhundert bricht an, das feudale Leben der Barone Lázár im südlichen Ungarn wird für immer verändert ausgelöst durch den Untergang des Habsburgerreichs, beiden Weltkriegen, Flucht und der Verlust von Macht Geld und Ländereien.
Das Buch teilt sich in 60 kurze Kapitel, schnelle Szenenwechsel befeuern die Lesegeschwindigkeit. Im auktorialen Erzählstil aus der Sicht verschiedener Charaktere. Schon im ersten Kapitel hat sich bei mir Lesefluss eingestellt. Ich war verblüfft wie wortgewaltig und bildhaft der 22jährige Autor schreibt.
Insgesamt jedoch finde ich das Buch jedoch nicht ausgereift. Zum Teil sprunghaft im Verlauf und dann wieder verliert sich der Autor in Nebensächlichkeiten. Über die beiden dazwischengeschobenen Kapitel über Stalins Tod, habe ich mich gewundert, das hat keinen Bezug zur Geschichte. Fast alle Figuren sind mir fremd geblieben, ihre Handlungen konnte ich nicht immer nachvollziehen. Sie sind schwermütig und phlegmatisch, obwohl sie in Luxus leben. Erst Eva und auch Pista im letzten Drittel, engagieren sich, nehmen ihr Leben in die Hand.
Ich hätte auch mehr geschichtliche Fakten und Zusammenhänge erwartet. Über die Verhältnisse und Lebensumstände in Ungarn, zu Beginn des 20. Jahrhunderts und bezüglich der beiden Weltkriege hätte ich mehr Informationen gewünscht. Dies ist aktuell meine bevorzugte Ära in historischen Romanen. Dieser Debütroman lässt jedoch auf besseres hoffen, es ist noch viel Luft nach oben. Eine sorgfältigere Recherche hätte ich mir gewünscht.
Durch den Hype und die großen Ankündigungen um dieses Buch, habe ich mehr erwartet. Wer sich einen kurzen Überblick über diese Epoche verschaffen will, ist hier nicht verkehrt. Von mir schwache 3 Sterne.
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Gebundenes Buch
Lazar von Nelio Biedermann
Er saß dort, das schneeweiße Hemd mit rotbrauner Sauce bespritzt, an der Stelle des Herzens das Stück Rindfleisch, und konnte nicht sagen, wer dieses Kind war. Zwar wusste der Baron, dass es für sein Leben von Bedeutung war, aber weshalb fiel ihm …
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Lazar von Nelio Biedermann
Er saß dort, das schneeweiße Hemd mit rotbrauner Sauce bespritzt, an der Stelle des Herzens das Stück Rindfleisch, und konnte nicht sagen, wer dieses Kind war. Zwar wusste der Baron, dass es für sein Leben von Bedeutung war, aber weshalb fiel ihm nicht ein. So, jeder voreingenommenen Betrachtung enthoben, sah er Lajos zum ersten Mal, wie er wirklich war: blondhaarig, blauäugig, quallenhäutig.
Da fiel es ihm wieder ein: Das sollte sein Sohn sein. Dabei glich er ihm kein bisschen.
„Bist du dir sicher, dass das Kind von mir ist?“, fragte er spaßeshalber und gleichzeitig erkennend, dass er sich vor der Antwort fürchtete. S.18/19
In seinem 2. Roman erzählt der junge Autor Nelio Biedermann eine Familiengeschichte über mehrere Generationen. Diese ist inspiriert vom Schicksal seiner Anverwandten, einer ungarischen Adelsfamilie. Der Autor beschreibt die Blüte bis zum Niedergang des Adelsgeschlechts im zeitlichen Kontext zur historischen Geschichte des letzten Jahrhunderts. Beginnend kurz vorm Ausbruch des ersten Weltkrieges erstreckt sich die Erzählung bis in die 1950iger Jahre. Drei Generationen führen durch diesen sprachgewandten, anspruchsvollen Roman, den ich sehr gern gelesen habe. Seine sprachliche Exzentrizität lässt eindrucksvolle Bilder entstehen. Gerade die Landschaftsbeschreibungen und detailreichen Charakterzeichnungen sind äußerst gelungen, die Emotionalität bestechend. Nelio Biedermann haucht jeder seiner Figur eine absolute Intensität ein. Dabei entwirft er so unterschiedliche Wesenszüge, die der Geschichte Lebendigkeit bescheinigt.
Die erkenntliche Präzision der beschriebenen historischen Details lässt eine hervorragende Recherchearbeit vermuten. Bis ins Kleinste verliert er sich in Genauigkeit.
Das eindrückliche Cover finde ich besonders gelungend und passend. Ungarn ist seinerseit eine Pferdenation und das Pferd spielt traditionell eine wichtige Rolle in der Kutur und Geschichte des Landes. Die Pferdezucht in den Gestüten des Landes ist aus heutiger Sicht nicht wegzudenken. Des Weiteren verweist das Cover vielleicht auf eine Episode der Baronin Maria mit dem Pferdeknecht Pal, der dieselben wasserblauen Augen wie Lajos besitzt.
Fazit: Mit seinem vorliegenden Roman hat der Autor ein Stück Zeitgeschichte Ungarns und Europas eingefangen. Mit verschiedenen stilistischen Mitteln und literarischen Besonderheiten ist hier ein eindrücklicher Text entstanden. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl mich in seinen Worten zu verlieren oder zu verfahren, sondern fand das Geschriebene niveauvoll und gleichzeitig delikat. Ich hoffe zukünftig noch weitere Romane von Nelio Biedermann lesen zu dürfen!
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Gebundenes Buch
Ein Familienroman in klassischer Manier
„Lázár“ von Nelio Biedermann ist ein Familienroman im klassischen Gewand – und wirkt zunächst wie eine Veröffentlichung, die nicht so recht ins Jahr 2025 passen will. Erzählt wird die Geschichte einer …
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Ein Familienroman in klassischer Manier
„Lázár“ von Nelio Biedermann ist ein Familienroman im klassischen Gewand – und wirkt zunächst wie eine Veröffentlichung, die nicht so recht ins Jahr 2025 passen will. Erzählt wird die Geschichte einer ungarischen Adelsfamilie im 20. Jahrhundert, deren Schicksal erkennbar auf den eigenen Vorfahren des Autors basiert. In rascher Folge werden zahlreiche Familienmitglieder als handelnde Figuren eingeführt. Ausgangspunkt ist das abgelegene Waldschloss der Familie, in dem seit Generationen nach den immer gleichen Regeln „regiert“ wird. Doch mit den Kindern, die im Verlauf des Romans die Geschicke nicht nur der Familie, sondern auch der Handlung übernehmen, beginnt das starre Gefüge zu wanken – befördert durch die historischen Zäsuren des Weltkriegs und seiner Folgen.
Dabei begnügt sich „Lázár“ nicht mit einer reinen Nacherzählung von Zeitgeschichte oder einer bloßen Familienbiografie. Immer wieder findet der Roman Raum, die inneren Konflikte seiner Figuren – Lajo, Eva und Pista – auszuloten: ihre Zweifel, Ängste, Sehnsüchte und Hoffnungen. So entsteht ein dichtes Bild einer Epoche, die in all ihren Umbrüchen, Wirrungen und Gegensätzen greifbar wird und zugleich die individuelle Entwicklung der Protagonisten mit einschließt.
Das hohe Tempo der Erzählung erweist sich als notwendiges Stilmittel, um diesem weiten Panorama gerecht zu werden. Es birgt zwar die Gefahr der Oberflächlichkeit, doch Biedermann versteht es, den Rhythmus zu halten: sein Roman ist schnell, lebendig, zuweilen verspielt, wechselt zwischen realistischen Schilderungen historischer Ereignisse und beinahe surrealen Momenten innerer Kämpfe.
Die Geschichte, die im abgeschiedenen Herrschaftsgebiet der Familie ihren Anfang nimmt, entfaltet sich als eine Reise durch die Biografie einer ganzen Epoche – und zugleich als intime Erzählung einzelner Schicksale.
Natürlich ist diese Art Familienroman nicht neu. Zahlreiche Werke haben bereits das Leben adeliger Familien im Kontext von Vorkrieg, Krieg und Nachkriegszeit behandelt – sowohl von Zeitzeugen als auch von zeitgenössischen Autoren. Nelio Biedermann erfindet dieses Genre nicht neu, sondern schreibt in einem klassischen, erwartbaren Stil. Dennoch bewegt er sich dabei auf hohem Niveau: „Lázár“ ist ein unterhaltsamer, mitreißender Roman, der souverän mit Figuren, Historie und Fiktion spielt.
Und doch wirkt das Werk eher wie ein Nachtrag – solide, aber nicht zwingend notwendig für unsere Gegenwart. Zwar lassen sich die Verlorenheit und Orientierungslosigkeit der Figuren mühelos auf heutige Menschen übertragen, dennoch wirkt der Roman insgesamt zu konventionell, um wirklich herauszustechen. Somit ist „Lázár“ ist eine empfehlenswerte Lektüre – ein komplexes, souveränes Familienepos über eine ungarische Adelsfamilie, das die Leser nicht enttäuschen wird, auch wenn es im Genre keine neuen Maßstäbe setzt.
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