Frida Nilsson
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Sommer mit Krähe (und ziemlich vielen Abenteuern) (MP3-Download)
Ungekürzte Lesung. 192 Min.
Sprecher: Teichmüller, Ilka / Übersetzer: Buchinger, Friederike
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Ein schwedischer Sommer, eine Krähe und die absolute Freiheit Krähe hat seine Eltern verloren. Nur ein Foto ist ihm geblieben, auf dem man Wegweiser nach Schweden und Norwegen erkennt. Könnten seine Eltern vielleicht an der Grenze zu Norwegen sein? Krähe macht sich auf den Weg, begleitet von seiner menschlichen Freundin Ebba und mit Zuversicht und Freiheit im Gepäck. Die beiden erleben den Sommer ihres Lebens, begegnen den kauzigsten Typen und halten immer wieder die Zeiger in der schwedischen Natur an. Werden sie ein gefiedertes Happy End erleben? Frida Nilsson schreibt leicht wie eine F...
Ein schwedischer Sommer, eine Krähe und die absolute Freiheit Krähe hat seine Eltern verloren. Nur ein Foto ist ihm geblieben, auf dem man Wegweiser nach Schweden und Norwegen erkennt. Könnten seine Eltern vielleicht an der Grenze zu Norwegen sein? Krähe macht sich auf den Weg, begleitet von seiner menschlichen Freundin Ebba und mit Zuversicht und Freiheit im Gepäck. Die beiden erleben den Sommer ihres Lebens, begegnen den kauzigsten Typen und halten immer wieder die Zeiger in der schwedischen Natur an. Werden sie ein gefiedertes Happy End erleben? Frida Nilsson schreibt leicht wie eine Feder, ihre Figuren sind selbstbestimmt und mutig und die Reise des ungleichen Duos fühlt sich an wie die schönsten Sommerferien!
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Frida Nilsson, geb. 1979, schreibt seit 2004 äußerst erfolgreich für Kinder. Ihre Bücher, darunter die Geschichten rund um Hedvig!, wurden in viele Sprachen übersetzt und sind vielfach ausgezeichnet worden. 2019 erhielt sie den James Krüss Preis für internationale Kinder- und Jugendliteratur, 2020 wurde sie für ihren Kinderroman Sasja und das Reich jenseits des Meeres mit dem Jahres-Luchs 2019 der Wochenzeitung DIE ZEIT ausgezeichnet.
Produktdetails
- Verlag: argon Kinder- und Jugendhörbuch
- Gesamtlaufzeit: 192 Min.
- Altersempfehlung: 7 bis 99 Jahre
- Erscheinungstermin: 23. Februar 2022
- Sprache: Deutsch
- ISBN-13: 9783732444052
- Artikelnr.: 63338324
Dieser Vogel ist keine Allegorie
Kindskopf trifft Spaßbremse: Frida Nilssons Kinderbuch "Sommer mit Krähe"
Irgendwann kann Ebba nicht mehr. Ihr Freund Krähe stapft seit Stunden entschlossen und in einigem Abstand vor ihr durch den endlosen Wald, in dem er seine Eltern vermutet, und blickt sich nicht nach Ebba um, der die tagelange Reise hierher noch in den Knochen steckt. Auf ihre Rufe reagiert Krähe nicht. Seine Starrköpfigkeit macht sie aggressiv. Endlich ruft sie ihm zu, ob seine Eltern, die er vor Jahren aus den Augen verloren hatte, nicht auch schon tot sein könnten. Ihr sonst so energetischer Freund wirkt plötzlich wie vor den Kopf geschlagen. Um die Sache zu retten, sagt die erschrockene Ebba, eigentlich
Kindskopf trifft Spaßbremse: Frida Nilssons Kinderbuch "Sommer mit Krähe"
Irgendwann kann Ebba nicht mehr. Ihr Freund Krähe stapft seit Stunden entschlossen und in einigem Abstand vor ihr durch den endlosen Wald, in dem er seine Eltern vermutet, und blickt sich nicht nach Ebba um, der die tagelange Reise hierher noch in den Knochen steckt. Auf ihre Rufe reagiert Krähe nicht. Seine Starrköpfigkeit macht sie aggressiv. Endlich ruft sie ihm zu, ob seine Eltern, die er vor Jahren aus den Augen verloren hatte, nicht auch schon tot sein könnten. Ihr sonst so energetischer Freund wirkt plötzlich wie vor den Kopf geschlagen. Um die Sache zu retten, sagt die erschrockene Ebba, eigentlich
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habe sie gemeint, was denn sei, "wenn sie eine neue Telefonnummer haben", die Eltern. Dass Krähe nicht mal den Namen seiner Eltern kennt, auch ihren Wohnort nicht, schon gar nicht irgendeine alte Telefonnummer von ihnen, weiß Ebba auch. Aber sie versucht eben, eine ausweglose Situation vor Augen, in ihrer Verzweiflung trotzdem, das Blatt irgendwie zu wenden. Und das heißt hier: das Band, das Krähe und sie aneinander knüpft und durch weite Teile Schwedens bis hinter die norwegische Grenze geführt hat, nicht abreißen zu lassen.
So steht es in "Sommer mit Krähe", Frida Nilssons Debüt, erschienen 2004 im schwedischen Original und nun auch auf Deutsch, nachdem die Autorin mit der "Hedvig!"-Reihe, "Siri und die Eismeerpiraten" oder "Frohe Weihnachten, Zwiebelchen" bestens auf dem deutschen Buchmarkt angekommen ist und hierzulande mit dem James-Krüss-Preis ausgezeichnet worden ist. Man kann sich also ein ganz gutes Bild von der 1979 in Örebro geborenen Autorin machen, von ihrem Witz, von der tiefen Anteilnahme, die sie ihren Figuren entgegenbringt, und von ihrer unbedingten Wahrhaftigkeit, wenn es um Geschichten geht, die keine Ausflucht ins Seichte vertragen, selbst wenn das den Protagonisten einiges zumutet.
Wer prinzipiell keine Bücher mit sprechenden Tieren mag, hat Grund genug, vom literarischen Werk Nilssons einigermaßen verstört zu sein. So ist etwa in Nilssons meisterlichem Roman "Die maskierte Makrone" eine Stadt, die nach menschlichen Maßstäben eingerichtet ist, komplett von Tieren bevölkert, was der eigentlich ganz in unserer Gegenwart angesiedelten Geschichte um zwei in ihrer Arbeit zutiefst unglückliche Wesen eine besondere Farbe verleiht, fremd und intensiv zugleich. Im Roman "Sasja und das Reich jenseits des Meeres" kommt ein Junge auf der Suche nach seiner verstorbenen Mutter in ein Land, in dem die Toten als Schweine, Hunde oder Greifvögel leben und so, wie es heißt, ihre eigentliche Gestalt annehmen, eine, die ihrem Inneren entspricht. Hier ist Sasja, der Mensch, in der Gefahr, als Außenseiter Aufsehen zu erregen, während die drei Tierarten in größter Selbstverständlichkeit miteinander leben.
Diese Beiläufigkeit gilt auch für "Sommer mit Krähe", denn Ebbas Freund heißt nicht etwa nach dem Vogel im Titel des Romans, er ist auch einer: klein, gefiedert, alles Wesentliche mit dem Schnabel erledigend. Und zugleich verkörpert er alles, was man mit einer Krähe verbindet: Er ist neugierig, frech, unbekümmert um Eigentumsverhältnisse und - bei aller Freundschaft zu Ebba - in jeder Hinsicht unabhängig. "So lief das immer mit Krähe und mir", sagt Ebba, die Erzählerin: "Obwohl wir beste Freunde waren, wurde ich früher oder später sauer auf ihn, weil er so kindisch und unzuverlässig war. Und ich spürte, dass ich in seinen Augen eine Spaßbremse war." So klar, wie die Rollen verteilt scheinen, sind sie das allerdings nicht, wie sich im Lauf des Buches zeigt, und zugleich schiebt Nilsson allem allegorischen Verständnis ihres Romans - wie auch ihrer übrigen Romane, in denen Tiere mit Menschen interagieren - einen Riegel vor. Krähe ist kein Mensch in Tiergestalt, sondern tatsächlich ein Vogel, macht die Erzählerin immer wieder deutlich, und so ist auch das Ende nur konsequent, bei allen Schmerzen, die es für Ebba und womöglich auch für Krähe mit sich bringt.
Was bleibt, ist eine aufregende Reise, begonnen mit Leichtigkeit - einer kargen Botschaft an Ebbas Eltern eingeschlossen, sie sei dann mal weg und man möge sich bitte keine Sorgen machen - und durchgeführt mit dem größten Vertrauen auf Gelegenheitshilfen, die sich dann auch prompt und ausgesprochen vielfältig einstellen, vom Floßverleiher über das gelangweilte Luxusgeschöpf bis zu der freundlichen Band mit dem sprechenden Namen Nilzonzs. Und so ist, was zwischen Ebba und Krähe geschieht, bei aller Verbundenheit auch ein gegenseitiges Lernen, es sind Lektionen in der Frage, mit welcher Haltung man einem Leben gegenübertreten kann, das uns die Entscheidung zwischen Anstrengung und Langeweile aufbürdet.
Für Krähe ist das keine Frage, aber es ist Ebba, die am Ende die entscheidende Weiche stellt. Auch wenn sie ahnt, dass sie dadurch zum ersten Mal aufs Spiel setzt, was ihr selbstverständlich erschienen war: die enge Freundschaft mit Krähe. Aber was ist schon eine Entscheidung wert, wenn wir für sie kein Opfer bringen müssen? TILMAN SPRECKELSEN
Frida Nilsson: "Sommer mit Krähe (und ziemlich vielen Abenteuern)".
Aus dem Schwedischen von Friederike Buchinger. Mit Bildern von Anke Kuhl. Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2022. 144 S., geb., 14,- Euro. Ab 8 J.
Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
So steht es in "Sommer mit Krähe", Frida Nilssons Debüt, erschienen 2004 im schwedischen Original und nun auch auf Deutsch, nachdem die Autorin mit der "Hedvig!"-Reihe, "Siri und die Eismeerpiraten" oder "Frohe Weihnachten, Zwiebelchen" bestens auf dem deutschen Buchmarkt angekommen ist und hierzulande mit dem James-Krüss-Preis ausgezeichnet worden ist. Man kann sich also ein ganz gutes Bild von der 1979 in Örebro geborenen Autorin machen, von ihrem Witz, von der tiefen Anteilnahme, die sie ihren Figuren entgegenbringt, und von ihrer unbedingten Wahrhaftigkeit, wenn es um Geschichten geht, die keine Ausflucht ins Seichte vertragen, selbst wenn das den Protagonisten einiges zumutet.
Wer prinzipiell keine Bücher mit sprechenden Tieren mag, hat Grund genug, vom literarischen Werk Nilssons einigermaßen verstört zu sein. So ist etwa in Nilssons meisterlichem Roman "Die maskierte Makrone" eine Stadt, die nach menschlichen Maßstäben eingerichtet ist, komplett von Tieren bevölkert, was der eigentlich ganz in unserer Gegenwart angesiedelten Geschichte um zwei in ihrer Arbeit zutiefst unglückliche Wesen eine besondere Farbe verleiht, fremd und intensiv zugleich. Im Roman "Sasja und das Reich jenseits des Meeres" kommt ein Junge auf der Suche nach seiner verstorbenen Mutter in ein Land, in dem die Toten als Schweine, Hunde oder Greifvögel leben und so, wie es heißt, ihre eigentliche Gestalt annehmen, eine, die ihrem Inneren entspricht. Hier ist Sasja, der Mensch, in der Gefahr, als Außenseiter Aufsehen zu erregen, während die drei Tierarten in größter Selbstverständlichkeit miteinander leben.
Diese Beiläufigkeit gilt auch für "Sommer mit Krähe", denn Ebbas Freund heißt nicht etwa nach dem Vogel im Titel des Romans, er ist auch einer: klein, gefiedert, alles Wesentliche mit dem Schnabel erledigend. Und zugleich verkörpert er alles, was man mit einer Krähe verbindet: Er ist neugierig, frech, unbekümmert um Eigentumsverhältnisse und - bei aller Freundschaft zu Ebba - in jeder Hinsicht unabhängig. "So lief das immer mit Krähe und mir", sagt Ebba, die Erzählerin: "Obwohl wir beste Freunde waren, wurde ich früher oder später sauer auf ihn, weil er so kindisch und unzuverlässig war. Und ich spürte, dass ich in seinen Augen eine Spaßbremse war." So klar, wie die Rollen verteilt scheinen, sind sie das allerdings nicht, wie sich im Lauf des Buches zeigt, und zugleich schiebt Nilsson allem allegorischen Verständnis ihres Romans - wie auch ihrer übrigen Romane, in denen Tiere mit Menschen interagieren - einen Riegel vor. Krähe ist kein Mensch in Tiergestalt, sondern tatsächlich ein Vogel, macht die Erzählerin immer wieder deutlich, und so ist auch das Ende nur konsequent, bei allen Schmerzen, die es für Ebba und womöglich auch für Krähe mit sich bringt.
Was bleibt, ist eine aufregende Reise, begonnen mit Leichtigkeit - einer kargen Botschaft an Ebbas Eltern eingeschlossen, sie sei dann mal weg und man möge sich bitte keine Sorgen machen - und durchgeführt mit dem größten Vertrauen auf Gelegenheitshilfen, die sich dann auch prompt und ausgesprochen vielfältig einstellen, vom Floßverleiher über das gelangweilte Luxusgeschöpf bis zu der freundlichen Band mit dem sprechenden Namen Nilzonzs. Und so ist, was zwischen Ebba und Krähe geschieht, bei aller Verbundenheit auch ein gegenseitiges Lernen, es sind Lektionen in der Frage, mit welcher Haltung man einem Leben gegenübertreten kann, das uns die Entscheidung zwischen Anstrengung und Langeweile aufbürdet.
Für Krähe ist das keine Frage, aber es ist Ebba, die am Ende die entscheidende Weiche stellt. Auch wenn sie ahnt, dass sie dadurch zum ersten Mal aufs Spiel setzt, was ihr selbstverständlich erschienen war: die enge Freundschaft mit Krähe. Aber was ist schon eine Entscheidung wert, wenn wir für sie kein Opfer bringen müssen? TILMAN SPRECKELSEN
Frida Nilsson: "Sommer mit Krähe (und ziemlich vielen Abenteuern)".
Aus dem Schwedischen von Friederike Buchinger. Mit Bildern von Anke Kuhl. Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2022. 144 S., geb., 14,- Euro. Ab 8 J.
Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension
Rezensent Tilman Spreckelsen freut sich, dass Frida Nilssons Debüt "Sommer mit Krähe" nach 18 Jahren endlich auf Deutsch verfügbar ist. Die 1979 in Örebro geborene Autorin lässt darin die junge Ebba erzählen, die ihren tierisch gefiederten, neugierigen und frechen Freund Krähe bei der Suche nach seinen Eltern begleitet, erklärt der Rezensent. Wenn man sprechende Tiere nicht mag, sollte man das Buch also lieber nicht lesen, doch die Geschichte ist witzig, aufregend und lehrreich, versichert Spreckelsen, denn sie zeige auf, mit welcher Einstellung man dem anstrengenden und langweiligen Leben gegenübertreten kann, schließt der Rezensent.
© Perlentaucher Medien GmbH
© Perlentaucher Medien GmbH
»Warmherzig, witzig, abenteuerlich und herrlich unbekümmert: dieser sommerlich-märchenhafte Roadtrip ist mehr als nur perfekte Urlaubslektüre.« Stiftung Lesen, 09.08.2022 »Einfühlsam und mit Leichtigkeit über schwere Themen zu berichten, ist eine Stärke der schwedischen Autorin Frida Nilsson. In ihre Abenteuerromane taucht man regelrecht ab, Magisches ist dabei so selbstverständlich wie die Eigenständigkeit der Kinder.« Andrea Lüthi, Neue Zürcher Zeitung, 22.11.2024 »Eine heitere Geschichte über die Suche nach den Wurzeln, der Kindheit und dem Platz, wo man zuhause ist.« Heidi Lexe, Deutschlandfunk 'Beste 7 Bücher für junge Leser:innen', Juni 2022
»Witzig und weise führt diese schräge Reise durch Schweden mitten ins Herz. Unbedingt mitfliegen!« Christine Knödler Eltern Family 20220706
Gebundenes Buch
Ein ereignisreicher Roadtrip: lustig und verrückt, traurig und ernst, charmant und herzerwärmend!
Inhalt:
Ebba und Krähe sind die allerbesten Freunde.
In frühester Kindheit hat der Vogel seine Eltern verloren und nun ist endlich ein entscheidender Hinweis aufgetaucht. …
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Ein ereignisreicher Roadtrip: lustig und verrückt, traurig und ernst, charmant und herzerwärmend!
Inhalt:
Ebba und Krähe sind die allerbesten Freunde.
In frühester Kindheit hat der Vogel seine Eltern verloren und nun ist endlich ein entscheidender Hinweis aufgetaucht. Irgendwo an der norwegischen Grenze müsste seine Familie leben.
Mit Saft und Schokoküssen eingedeckt und ein Abschiedsbrief für Ebbas Eltern bereitgelegt, kann die Reise quer durch Schweden beginnen.
Unvergessliche Abenteuer warten auf die beiden Freunde ...
Altersempfehlung:
etwa ab 9 Jahre (normale Schriftgröße, Blocksatz, kurze Kapitel, geringer Bildanteil)
Illustrationen:
Den Stil von Anke Kuhl mag ich sehr. Mit viel Herz gestaltet finden sich in ihren Illustrationen immer liebevolle Details.
Auch hier sind Ebba und Krähe sympathisch und charmant gezeichnet. Bis auf wenige Bilder geht es aber nicht über die Darstellung der Hauptfiguren hinaus.
Über ein paar zusätzliche Illustrationen hätte ich mich sehr gefreut. Für das vom Verlag empfohlene Lesealter (8 Jahre) sind es überraschend wenig Zeichnungen.
Mein Eindruck:
Ebba erzählt mit reichlich Humor von ihrer abenteuerlichen Reise mit Krähe.
Die beiden sind beste Freunde und doch grundverschieden:
Krähe ist unternehmungslustig und vorlaut und dabei manchmal kindisch und auch unzuverlässig. Eben ein wahrer Draufgänger.
Ebba dagegen ist eher schüchtern und vorsichtig. Das Mädchen spürt, dass es in Krähes Augen oft eine Spaßbremse ist. Aber vernünftig zu sein und vorausschauend zu handeln, kann ja nicht schaden.
Die Suche nach den eigenen Wurzeln gestaltet sich nicht immer leicht.
Bei manchen Aktionen (per Anhalter im LKW fahren, ohne Geld ein Hotelzimmer beziehen und die Zeche prellen, mit fremden Touristen mitfahren) und der damit verbundenen Naivität muss man als Erwachsener ein paar Mal den Kopf schütteln.
Selbstverständlich geht trotz vieler Schlamassel und dummer Zufälle alles gut aus und der Humor kommt keineswegs zu kurz.
Am Ende verdrückt man dann doch noch ein Tränchen vor Rührung. Eine wundervolle Geschichte über eine ganz besondere Freundschaft.
"Auch wenn Krähe sich ein bisschen verändert hatte, seit wir nicht mehr in Schweden waren. So würde er immer bleiben: flatterig und flaumig. Komisch und kindisch. Oh, wie lieb ich ihn hatte."
(Ebba über Krähe, vgl. S. 137)
4,5 von 5 Sternchen für diese warmherzige und witzige Reise.
Eine Leseempfehlung für Jungen und Mädchen, für Jung und Alt!
Fazit:
Ein außergewöhnlicher Road-Trip durch Schweden: ein Mädchen und eine Krähe auf der Suche nach der gefiederten Verwandtschaft.
Das Abenteuer punktet mit viel Humor, charmante Charakteren und aberwitzigen Situationen.
...
Rezensiertes Buch: "Sommer mit Krähe (und ziemlich vielen Abenteuern)" - Neuauflage aus dem Jahr 2022
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MP3-CD
Dieses Hörbuch kam bei meiner 9 jährigen Tochter richtig gut an. Es ist die Geschichte von Krähe, der sich in einem Sommer auf den Weg macht, seine Eltern zu suchen, die er verloren hat, als er als Vogelbaby aus dem Nest gefallen war. Unterstützt wird er auf dieser …
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Dieses Hörbuch kam bei meiner 9 jährigen Tochter richtig gut an. Es ist die Geschichte von Krähe, der sich in einem Sommer auf den Weg macht, seine Eltern zu suchen, die er verloren hat, als er als Vogelbaby aus dem Nest gefallen war. Unterstützt wird er auf dieser abenteuerlichen Reise von seiner Freundin Ebba, einem Menschenmädchen.
Während Krähe oft ganz schön wild, draufgängerisch und vorlaut ist, ist Ebba eher vernünftig und schüchtern, so dass die zwei sich gut ergänzen. Und das ist auf einer Reise durch Schweden oft sehr sehr nützlich, denn die beiden müssen so einige Abenteuer miteinander bestehen.
Krähe ist ein vermenschlichter Charakter, er redet und handelt wie ein Mensch, wodurch er mit Ebba gleichgestellt ist und nicht nur ein tierischer Begleiter. Als Mutter fand ich es manchmal grenzwertig, was die beiden da erleben - denn so ganz ohne Eltern unterwegs, immer mal trampen, per Anhalter in Lastwagen mitfahren usw. - da kriegt man als Elternteil gerne mal Schnappatmung und möchte seinem Kind sagen: SOWAS DARFST DU NIEMALS MACHEN! Aber ich habe tapfer den Mund gehalten, denn solange sich meine Tochter nicht mit einer sprechenden Krähe anfreundet, wird sie wohl (hoffentlich) nicht auf so eine Idee kommen.
Die beiden unterschiedlichen Protagonisten machen für meine Tochter den Reiz dieser Geschichte aus. Und die Sprecherin des Hörbuches macht ihren Job wirklich gut. Es macht Spaß, ihr zuzuhören!
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eBook, ePUB
"Sommer mit Krähe" von Frida Nilsson, mit Bildern von Anke Kuhl, übersetzt aus dem Schwedischen von Frederike Buchinger, erschienen im Gerstenberg Verlag Juli 2023
Das Buch erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen Ebba und der vorlauten, …
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"Sommer mit Krähe" von Frida Nilsson, mit Bildern von Anke Kuhl, übersetzt aus dem Schwedischen von Frederike Buchinger, erschienen im Gerstenberg Verlag Juli 2023
Das Buch erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen Ebba und der vorlauten, draufgängerischen Krähe. Krähe hat als Küken seine Eltern verloren und möchte sie unbedingt wiederfinden. Ein altes Foto mit einem Hinweis auf die schwedisch-norwegische Grenze ist die einzige Spur. So begeben sich die beiden Freunde auf eine abenteuerliche Sommerreise durch Schweden. Diese Suche nach Krähes Eltern bildet den Kern ihrer Reise.
Frida Nilsson schreibt in einem leichten und humorvollen Ton. Die sprechende Krähe ist witzig, das hat mir gut gefallen. Die Reise ist ein Abenteuer, mit verrückten Ideen und gefährlichen Aktionen.
Das Buch ist leicht zu Lesen und eignet sich auch zum Vorlesen.
Die Zeichnungen von Anke Kuhl sind passend und sorgen für Abwechslung. Es gibt viel zu entdecken und es wird die Freundschaft von Ebba und Krähe klar dargestellt. Es entsteht eine fröhlich-freche Atmosphäre.
Ich würde allerdings einige Aktionen nicht zum nachmachen empfehlen, Ebba und Krähe sind da auch mal unverschämt. Sie sind zwar Teil ihres charmanten Draufgängertums, könnten aber von jüngeren Lesern missverstanden werden.
Fazit:
Es ist ein Buch, das mit Humor und viel Herz von der Bedeutung von Freundschaft erzählt. Es ist eine unkonventionelle, erfrischend erzählte Geschichte, die Kindern viel Freude bereiten wird. Wer sich auf die Prämisse eines sprechenden Vogels einlassen kann, wird hier eine charmante Erzählung finden.
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Gebundenes Buch
Ein ganz besonderer Roadtrip
Ebba und Krähe haben vor, in den Sommerferien nach Krähes Eltern zu suchen, die er seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hat, da er sie damals verloren hat. Also begeben sich die besten Freunde auf einen Roadtrip, der spannend und interessant werden wird. …
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Ein ganz besonderer Roadtrip
Ebba und Krähe haben vor, in den Sommerferien nach Krähes Eltern zu suchen, die er seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hat, da er sie damals verloren hat. Also begeben sich die besten Freunde auf einen Roadtrip, der spannend und interessant werden wird. Ihr Ziel ist die norwegische Grenze, denn dort vermutet Krähe seine Eltern.
Frida Nilsson hat einen kindgerechten Schreibstil, der zwar spannend und emotional ist, aber sich perfekt für Kinder ab neun Jahren, und eventuell auch schon früher, eignet. Die Illustrationen von Anke Kuhl, die hin und wieder im Buch zu finden sind, sind sehr schön und passen sehr gut zur jeweiligen Handlung.
Mein zehnjähriger Sohn und meine fünfjährige Tochter mochten die Geschichte sehr, die ich ihnen immer abends vorgelesen habe. Sie haben manchmal regelrecht mit den beiden mitgefiebert und wollten gar nicht, dass ich am Ende eines Kapitels aufhöre zu lesen. Auch das Ende, das doch etwas traurig ist, obwohl es für Krähe ein Happy End ist, fanden beide Kinder gut. Für mich hätten es noch ein paar Illustrationen mehr sein können, meine Kinder hat es aber nicht so sehr gestört.
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