Sofort per Download lieferbar
Statt: 22,00 €**
**Preis der gedruckten Ausgabe (Gebundenes Buch)
Weitere Ausgaben:
PAYBACK Punkte
0 °P sammeln!
Hinter der perfekten Idylle lauert die »Tradwife«-Szene - Hannah Lühmanns Roman über ein virales Thema und den Rechtsruck in unserem Land Als Jana mit ihrer Familie aufs Land zieht, merkt sie schnell: Hier gelten andere Regeln. Hinter der bürgerlichen Fassade lauert ein höchst problematisches Weltbild, wie selbstverständlich wird hier AfD gewählt. Auch Janas charismatische Nachbarin Karolin hat sich ganz der Rolle als Hausfrau und Mutter verschrieben. Je mehr Zeit Jana mit Karolin verbringt, desto klarer wird ihr, dass sie auf eine sehr zeitgemäße Weise ultrakonservativ ist - sie kä...
Hinter der perfekten Idylle lauert die »Tradwife«-Szene - Hannah Lühmanns Roman über ein virales Thema und den Rechtsruck in unserem Land Als Jana mit ihrer Familie aufs Land zieht, merkt sie schnell: Hier gelten andere Regeln. Hinter der bürgerlichen Fassade lauert ein höchst problematisches Weltbild, wie selbstverständlich wird hier AfD gewählt. Auch Janas charismatische Nachbarin Karolin hat sich ganz der Rolle als Hausfrau und Mutter verschrieben. Je mehr Zeit Jana mit Karolin verbringt, desto klarer wird ihr, dass sie auf eine sehr zeitgemäße Weise ultrakonservativ ist - sie kämpft als »Tradwife« im Namen der Tradition gegen alles, wofür Jana eigentlich steht. Jana versucht, sich gegen ihre Faszination zu wehren, und ertappt sich doch immer wieder bei dem verstörenden Gedanken, dass sie Karolin um ihr Leben beneidet ...
Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, D, L ausgeliefert werden.
- Geräte: eReader
- ohne Kopierschutz
- eBook Hilfe
- Größe: 1.58MB
- FamilySharing(5)
- Text-to-Speech
- Datum der letzten Bewertung der Barrierefreiheit: 20250819
- Alle Texte können hinsichtlich Größe, Schriftart und Farbe angepasst werden
- Text und Medien in logischer Lesereihenfolge angeordnet
- Navigierbares Inhaltsverzeichnis für direkten Zugriff auf Text und Medien
- Keine Einschränkung der Vorlesefunktionen, außer bei spezifischen Ausnahmen
- Entspricht EPUB Accessibility Spec 1.0 AA und WCAG Level AA
Hannah Lühmann, geboren 1987, hat Philosophie in Berlin und Paris studiert. Sie schrieb unter anderem für die "Süddeutsche Zeitung", die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und "Die Zeit". Von 2014 bis 2025 war sie als leitende Redakteurin im Kulturressort bei der "Welt" und "Welt am Sonntag" tätig. Hannah Lühmann lebt als freie Journalistin mit ihrer Familie in Berlin.
Produktdetails
- Verlag: Hanser Berlin
- Seitenzahl: 176
- Erscheinungstermin: 19. August 2025
- Deutsch
- ISBN-13: 9783446284999
- Artikelnr.: 73899140
"Heimat ist nicht nur ein Roman über rückschrittliche Tradwives, sondern will menschliche Abgründe und Machtlosigkeit ergründen. Lühmanns Faszination für Irrationales und Dunkles manifestiert sich im Roman ästhetisch. Gekonnt spielt die Autorin mit den verschiedenen Ebenen. Die atmosphärische Dichte, die so entsteht, lässt Heimat stellenweise wie einen Thriller wirken." Anna Weiß, Der Spiegel, 20.08.2025 "Hannah Lühmann taucht in die unheimliche Welt der Tradwives ab. Dabei ist es die Anti-Entwicklung der Protagonistin, die den Grusel in diesem Roman ausmacht. Dass eine eigentlich gebildete, intelligente Frau jede kritische Regung so erfolgreich verdrängen kann, sich jeder Auseinandersetzung mit dem Weg verweigert, den sie im Begriff ist
Mehr anzeigen
einzuschlagen, ist in der literarischen Konsequenz mutig - und bestürzend zu lesen." Julia Hackober, Stern, 15.08.2025 "Hannah Lühmanns verstörender Roman enthüllt die Schattenseiten traditioneller Frauenrollen im modernen Alltag. Ein fesselndes Buch, auch weil das Unbehagen stetig zunimmt, bis es zum Schluss richtig gruselig wird." Britta Schmeis, NDR Kultur, 25.08.2025 "Lühmann trifft die Mischung aus Ödnis und Repression der zubetonierten Kleinstadt gut. Ihr gelingt es, Tradwife Karolin darin frisch und authentisch darzustellen. Die Mahnung Lühmanns stellt sich schließlich als Kritik an der Gesellschaft und ihrem Frauenbild heraus." Jette Wiese, taz, 30.08.2025 "Hannah Lühmann blickt hinter die Idylle und erzählt, wie Radikalisierung schleichend verläuft. Sie schildert das Auseinanderdriften der Gesellschaft im Privaten. Eine spannende Lektüre." Uwe Sauerwein, Berliner Morgenpost, 23.08.2025 "Sanfter Grusel trifft subtile Gesellschaftskritik: Hannah Lühmanns brillianter Roman "Heimat" über die "Trad-Bubble" - eines der besten Bücher dieses Sommers." Stella Brikey, Brigitte.de, 01.08.2025 "Man stellt erschreckt fest, wie überzeugend verführerisch Lühmann Vieles an dem falschen Idyll zeichnet. Augenöffnender Alltagsgrusel!" Silvi Feist, emotion, 02.09.2025 "Die Qualität dieses Romans liegt darin, dass er keine auktorialen Überzeugungen entwickelt, sondern atmosphärische Bestandsaufnahmen. Die Logik des Erzählens gehorcht auf ihre Weise den genau arrangierten Instagram-Reels, denen Protagonistin Jana gebannt folgt. Wie mit Geheimtinte geschrieben wird lesbar, was dahinterliegt. Hannah Lühmann bringt zur Anschauung, was sich gerade zusammenbraut." Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung, 13.08.2025 "Hannah Lühmann erzählt von weiblichen Lebensentwürfen. Ein Buch, das ganz im hier und heute angesiedelt ist und sich mit Fragen wie Zugehörigkeit und Halt beschäftigt." NDR Kultur, Top 20 der Literaturredaktion, 12.08.2025
Schließen
Provokant und irritierend
So ein spannendes Thema, aber leider konnte mich „Heimat“ von Hanna Lühmann nicht abholen und schon gar nicht begeistern.
Im Mittelpunkt steht Jana, die mit Ehemann und 2 Kindern aufs Land zieht. Dort freundet sie sich mit Karolin an, die sie ziemlich …
Mehr
Provokant und irritierend
So ein spannendes Thema, aber leider konnte mich „Heimat“ von Hanna Lühmann nicht abholen und schon gar nicht begeistern.
Im Mittelpunkt steht Jana, die mit Ehemann und 2 Kindern aufs Land zieht. Dort freundet sie sich mit Karolin an, die sie ziemlich schnell idealisiert. Karolin gehört zur Tradwife-Szene und geht ganz in ihrer Rolle als Mutter von 5 Kindern auf und ordnet sich ihrem Ehemann unter. Obwohl Jana für völlig andere Werte steht, wird sie immer weiter von Karolin beeinflusst.
Schon nach wenigen Seiten habe ich mich unbehaglich gefühlt und konnte Jana immer weniger verstehen. Gleichzeitig hat mich die Nachbarin neugierig gemacht. Aber Hanna Lühmann hat vieles im Unklaren gelassen. Ich war ein wenig hin- und hergerissen war, weil Karolins Idylle schon zeitweise verlockend war und heile Welt suggerierte, aber die Autorin ließ mich nicht hinter die Kulissen blicken und blieb bei Andeutungen.
Vor allem Jana blieb mir emotional fern, ich habe die wirklichen Gründe für ihr Handeln nicht erfahren, sondern konnte vieles nur ahnen. Sie war angetan von der verführerischen scheinbar heilen Welt. Aber als intelligenter Mensch stellt man doch viele Fragen und das ist hier einfach nicht passiert. Die politischen Aspekte blitzten nur auf und es bleibt dem Leser selbst überlassen, wie er damit umgeht.
Heimat ist ein mutiges Buch, das irritiert und nachhallt. Aber ich fand es zu oberflächlich.
Weniger
Antworten 7 von 7 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 7 von 7 finden diese Rezension hilfreich
Fesselnde und bedrohliche Milieustudie
Jana zieht mit ihrem Ehemann Noah und den beiden Kleinkindern Louis und Ella aufs Land. Mit dem dritten Kind ist sie schwanger. Auf dem Land ist alles anders als in der Stadt Jana lernt andere Mütter kennen, allen voran Karolin, die einer seltsamen …
Mehr
Fesselnde und bedrohliche Milieustudie
Jana zieht mit ihrem Ehemann Noah und den beiden Kleinkindern Louis und Ella aufs Land. Mit dem dritten Kind ist sie schwanger. Auf dem Land ist alles anders als in der Stadt Jana lernt andere Mütter kennen, allen voran Karolin, die einer seltsamen Ideologie anhängen. Sie sind "Tradwives", sie verherrlichen einen konservativen Lebensstil, bei dem die Frau sich dem Mann unterordnet und sich ausschließlich um ihre Familie und das Zuhause kümmert. Jana, die einen ganz anderen Hintergrund hat und bis vor Kurzem beruflich erfolgreich war, spürt, wie sie der Lebensstil Karolins und ihrer Freundinnen immer mehr fasziniert ...
Das Buch besteht aus aneinandergereihten Szenen, in denen es um Alltägliches in Janas Leben geht. Dennoch ist der Roman sehr fesselnd und hochinteressant. Er schildert ein Milieu wohlhabender Bildungsbürger, die sich in einer Welt, die immer unsicherer wird – die Autorin schreibt immer wieder von Terrorattacken und ähnlich bedrohlichen Situationen – eine heile Welt schaffen, in der sie traditionelle Werte feiern. Die Werte sind nicht nur traditionell, die Dorfgemeinschaft ist politisch blau orientiert. Karolin und ihre Freundinnen sind Mitglieder der AFD. Während Jana mehr und mehr den Halt im Leben verliert – mit ihrem Mann Noah kriselt es, bis es zum endgültigen Bruch kommt – wird sie immer stärker in den Sog der neuen Freundinnen und ihrer Ideologie hineingezogen. Gierig nimmt sie alles auf, was diese propagieren; ihre Kinder gehen nicht mehr in die Kita, da Fremdbetreuung "schlecht" ist, sie lehnt Impfen und bestimmte Vorsichtsmaßnahmen in der Schwangerschaft ab, weil sie ihrem Körper vertraut, das Richtige zu tun.
Gleichzeitig wird klar, wie verlogen die Tradwives im Grunde sind. Sie sind Ausländern gegenüber feindlich eingestellt, halten sich aber Au Pairs aus exotischen Ländern, die sich um ihre Kinder kümmern.
Der Roman ist unterhaltsam, dabei aber hochaktuell und ein bisschen verstörend. Er ist wie ein Warnschuss vor einem Deutschland, indem die AFD endgültig das Sagen hat und die Bundesregierung stellt.
Der Schreibstil ist atmosphärisch, mit wenigen eindringlichen Beschreibungen und Schilderungen schafft die Autorin es, subtile Empfindungen und Entwicklungen wiederzugeben.
Ich muss zugeben, das Ende des Buches nicht so ganz verstanden zu haben. Für mich fühlte es sich sehr wirr und abrupt an.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
(Zu) Viele Themen
Jana zieht mit ihren zwei Kindern und ihrem Mann Noah aufs Land. Doch hier ist die Stimmung ganz anders, als sie es aus der Stadt kennt. Sie fühlt sich von ihrem Mann alleine gelassen und überfordert. Dann lernt sie Karolin kennen- eine »Tradwife« bei der …
Mehr
(Zu) Viele Themen
Jana zieht mit ihren zwei Kindern und ihrem Mann Noah aufs Land. Doch hier ist die Stimmung ganz anders, als sie es aus der Stadt kennt. Sie fühlt sich von ihrem Mann alleine gelassen und überfordert. Dann lernt sie Karolin kennen- eine »Tradwife« bei der alles zu klappen scheint: tolle Kinder, fürsorglicher Ehemann und Social-Media-Liebling. Und obwohl dies im krassen Gegensatz zu Janas eigentlicher Einstellung steht, dass sie gerne arbeiten gegangen ist und gerne auch mal Zeit ohne ihre Kinder verbracht hat, ist sie fasziniert und findet Gefallen an Karolin und ihrem Leben.
Der Schreibstil von Hannah Lühmann ist leicht lesbar und wirkt fast berichtartig. Dadurch kommt man sehr schnell durch die Geschichte. Sie spricht viele topaktuelle Themen in ihrem Buch an, die aber leider nicht weiter ausgeführt werden. Vieles wird auch nur angedeutet und bleibt ohne Erklärung, da dann ein Szenewechsel folgt ohne je zurück zu kommen. Teilweise hat mich die Geschichte eher frustriert als nachdenklich zurückgelassen. Die Umsetzung so viele schwere und wichtige gesellschaftliche Probleme nur anzureißen, aber keine Auseinandersetzung damit stattfinden zu lassen finde ich schwierig. Dennoch kann man an Janas Situation auch die Anfälligkeit von emotional bedürftigen Menschen gegenüber solchen Kreisen besser nachvollziehen, auch wenn sie sich doch sehr schnell verführen lassen hat ohne großartig über Konsequenzen nachzudenken oder Fragen zu stellen. Vielleicht hätten weniger Themen dieser Geschichte gut getan, um diesen dann etwas mehr Tiefe und mehr Erklärung zu geben.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Neubausiedlung
Jana und Noah ziehen mit ihren beiden kleinen Kindern in eine auf den ersten Blick idyllische Neubausiedlung hinter dem Speckgürtel. Nach der spontanen Kündigung frei vom Arbeitsdruck und in Erwartung des dritten Sprösslings ordnet Jana ihr Leben neu, freundet sich …
Mehr
Neubausiedlung
Jana und Noah ziehen mit ihren beiden kleinen Kindern in eine auf den ersten Blick idyllische Neubausiedlung hinter dem Speckgürtel. Nach der spontanen Kündigung frei vom Arbeitsdruck und in Erwartung des dritten Sprösslings ordnet Jana ihr Leben neu, freundet sich nach einiger Zeit mit anderen Müttern an. Allerdings scheint man hier anders zu denken und zu leben als Jana es bislang aus der Stadt gewohnt ist.
Überaus realistisch erzählt Hannah Lühmann von Jana und sogenannten Tradwives, Frauen, welche ganz und gar in ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter aufgehen und dieses Bild nach Möglichkeit auch noch auf diversen Social Media Kanälen veröffentlichen. Anfangs noch darüber verwundert, dass man den örtlichen Kindergarten nur bis zur Mittagszeit nützt, überlegt Jana bald, ob es nicht tatsächlich besser wäre, sich selbst mehr um den Nachwuchs zu kümmern. Ähnlich werden andere Themen aufgegriffen und hinterfragt, Kochrezepte übernommen und Handarbeitstechniken ausprobiert, bis Jana wie selbstverständlich in die Gemeinschaft der anderen Frauen aus der Neubausiedlung hineinwächst. Geschickt zeigt die Autorin dieses Buches Szenarien auf, die zum Nachdenken anregen, ohne selbst jedoch einzelne Aspekte als gut oder schlecht zu normieren. Dieses Sichtbarmachen von unterschiedlichen Lebensmodellen gelingt auf großartige Weise und geht einher mit einem spannenden Schreibstil, der mich sofort an die Seiten dieses eher schmalen Büchleins gefesselt hat. Auf wunderbare Weise entsteht aus schnödem Alltag eine lebendige Geschichte, die man sich bildlich und lebhaft vorstellen kann, genau so könnte es tatsächlich passieren. Das Ende ist erschütternd, insbesondere, wenn man noch einmal zum Anfang zurückblättert.
Höchst interessante Gedankenanstöße zu verschiedenen Lebensentwürfen und mehr oder minder auffällige Beeinflussung durch die Umwelt zeichnen diesen großartigen Roman besonders aus. Leseempfehlung!
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
verschenktes Potenzial
Aufgrund des vielversprechenden Klappentextes habe ich mich für das Buch Heimat der Autorin Hannah Lühmann entschieden.
Jana und Noah haben sich mit ihren beiden Kindern den Traum erfüllt, auf dem Land zu leben. Durch den Hauskauf geben sie allerdings auch …
Mehr
verschenktes Potenzial
Aufgrund des vielversprechenden Klappentextes habe ich mich für das Buch Heimat der Autorin Hannah Lühmann entschieden.
Jana und Noah haben sich mit ihren beiden Kindern den Traum erfüllt, auf dem Land zu leben. Durch den Hauskauf geben sie allerdings auch ihr Stadtleben mit all seinen Annehmlichkeiten auf. Zum Glück trifft Jana schnell auf Karolin, die quasi Vorzeigefrau der Dorfgemeinschaft und es entwickelt sich schnell eine Freundschaft, obwohl ihre Lebenseinstellung grundverschieden sind, zwischen den beiden ungleichen Frauen. Karolin lebt das Leben einer Tradwife und Jana bewundert sie maßlos. Als Janas Leben aus den gewohnten Bahnen fällt, wird Karolin zu ihrer Stütze.
Die Themen, die Hannah Lühmann in ihrem Roman anspricht, sind topaktuell, aber leider auch zu vielfältig, um sie in einem Roman von 170 Seiten adäquat und mit Tiefe zu behandeln. Jana erscheint planlos, nicht in sich gefestigt und dabei nicht sonderlich sympathisch.
Die vielen unterschiedlichen Themen, die die Gesellschaft momentan umtreiben(AfD, Social Media, Flüchtlinge, Gewalt ebenso wie das Mutter/-Frauenbild) werden, allesamt nur angerissen und wirken lose aneinandergereiht.
Eine starke Idee, die mich in ihrer Umsetzung leider nicht erreichen konnte.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Jana zieht mit ihrem Mann und den zwei Kindern aufs Land. Das dritte Kind ist unterwegs und hier erhofft sich die Familie, dass die Kinder glücklich aufwachsen können. Sie lernt ihre Nachbarin Karolin kennen und ist fasziniert von ihr. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt. Hannah …
Mehr
Jana zieht mit ihrem Mann und den zwei Kindern aufs Land. Das dritte Kind ist unterwegs und hier erhofft sich die Familie, dass die Kinder glücklich aufwachsen können. Sie lernt ihre Nachbarin Karolin kennen und ist fasziniert von ihr. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt. Hannah Lühmann beschreibt in dem Roman, wie Jana sich der neuen Nachbarschaft annähert und sich von Karolin blenden lässt. Ihre traditionellen Ansichten über Familienleben und Kindererziehung sind für Jana zwar interessant, sie traut sich aber nicht zu sagen, dass sie das anders sieht. Jana ist eine Protagonistin, die es jedem recht machen will und nicht den Mund aufmacht. Immer wieder zeigt die Autorin durch die Instagramposts von Karolin auf, dass vieles auf den sozialen Medien einfach nur Fake ist. Auf den sozialen Medien wird gepostet und geprotzt und im wahren Leben sieht es ganz anders aus. Hier gelingt öfter mal ein Blick hinter die Kulissen. Vieles wird in diesem Buch nicht wirklich ausgesprochen, man muss zwischen den Zeilen lesen. Das ist nicht ganz so mein Fall, daher lässt mich das Ende etwas zwiespältig zurück. Ich fand jedoch die Geschichte an sich sehr mitreißend und ich konnte nicht aufhören zu lesen, weil ich wissen wollte, wie es Jana weiter ergeht. Mein Fazit von dieser Geschichte: Man muss auf andere nicht neidisch sein, denn man kann nicht immer ganz hinter die Kulissen blicken und sieht, was wirklich im Leben der anderen vorgeht.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Gebundenes Buch
Die schwangere Jana zieht mit Noah und den gemeinsamen zwei Kindern raus aufs Land, das kleine Haus steht in einer neugebauten Siedlung am Wald. Dort freundet sie sich mit Karolin an, die sie von Anfang an fasziniert. Karolin ist eine sogenannte »Tradwife«, sie inszeniert ihr Leben offen …
Mehr
Die schwangere Jana zieht mit Noah und den gemeinsamen zwei Kindern raus aufs Land, das kleine Haus steht in einer neugebauten Siedlung am Wald. Dort freundet sie sich mit Karolin an, die sie von Anfang an fasziniert. Karolin ist eine sogenannte »Tradwife«, sie inszeniert ihr Leben offen auf Instagram. Jana verbringt mit ihr sowie weiteren Nachbarinnen viel Zeit und merkt bald, wie sehr sie sich deren Lebensstil annähert.
-
»Tradwife« ist ein englischer Begriff für traditionelle Ehefrau und bezeichnet Frauen, die sich bewusst für ein Leben in traditionellen Geschlechterrollen entscheiden, bei dem sie sich auf Haushalt, Familie und Kinder konzentrieren und auf eine berufliche Karriere verzichten. Mir war dieser Begriff bisher nicht geläufig, umso neugieriger war ich darauf, mehr darüber zu erfahren.
-
Jana war ein schwieriger Charakter, für mich persönlich stellte sie den typischen Mitläufer-Typ dar, was perfekt zur Geschichte passte. Diese fand ich ungemein unterhaltsam, wenn ich auch einige Aspekte nicht vollständig verstanden habe - einige Dinge fand ich zudem überflüssig, wenn auch interessant. Das Buch bot viel Stoff zum Nachdenken, aber auch zum Diskutieren und dies war es, was ich großartig fand. Gerne empfehle ich es weiter.
Weniger
Antworten 4 von 4 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 4 von 4 finden diese Rezension hilfreich
Gebundenes Buch
Titel: „Dorfgeträller“
Kurzmeinung: Ein eindrucksvoller Roman, der wie ein stiller Sog die Leser*innen in das Spannungsfeld zwischen Individualität und traditionellen Rollenbildern zieht.
Hannah Lühmann, bekannt durch ihre journalistische Tätigkeit, hat mit …
Mehr
Titel: „Dorfgeträller“
Kurzmeinung: Ein eindrucksvoller Roman, der wie ein stiller Sog die Leser*innen in das Spannungsfeld zwischen Individualität und traditionellen Rollenbildern zieht.
Hannah Lühmann, bekannt durch ihre journalistische Tätigkeit, hat mit ihrem Debütroman „Auszeit“ bereits literarisches Terrain betreten.
Nun meldet sie sich mit ihrem neuesten Werk „Heimat“ zurück und legt erneut den Finger in eine frische Wunde der Gegenwart: die Frage danach, wann eine Frau eine gute Ehefrau und Mutter ist. Kann eine Frau Karriere machen und Kinder großziehen, ohne dabei sich selbst zu verlieren?
Oder ist nicht vielleicht der bessere Traum, die traditionelle Rolle als liebende Ehefrau zu leben, die sich um die Kinder kümmert und den Haushalt organisiert?
Da sind wir schon mitten im Geschehen: Jana zieht schwanger mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern von der Stadt aufs Land. Ihren Job hat sie kurzerhand gekündigt, um einen Neuanfang zu wagen und den Traum vom Eigenheim zu realisieren.
Nur langsam gewöhnt sie sich an die neue Umgebung, das eng verflochtene Netz der Dorfgemeinschaft, die allgegenwärtige Migrationsfeindlichkeit und die Sehnsucht nach „alten Werten“.
Erst die Begegnung mit Karolin verändert alles. Die junge Frau ist tief in der Tradewife-Szene verankert und nach außen die perfekte Erscheinung: fürsorgliche Mutter, disziplinierte Hausfrau und treue, zugleich unterwürfige Ehefrau.
Sie führt ein scheinbar erfülltes, naturverbundenes Leben, das all das verkörpert, was Jana heimlich bewundert und vielleicht selbst anstrebt. Doch je näher sie Karolin kommt, desto stärker wächst der Verdacht: Hinter der makellosen Fassade verbirgt sich eine Wahrheit, die alles in Frage stellen könnte.
Bereits das Cover hatte mich angesprochen. Der großformatige Titel zog meinen Blicke auf sich, während das eigentliche Bild, eine ruhige Naturlandschaft, sich leise im Hintergrund einfügte. Für mich birgt diese vermeintliche ländliche Idylle eine trügerische Ruhe unter deren Oberfläche Verderbnis lauert.
Mit „Heimat“ greift Frau Lühmann viele bedeutende, hochaktuelle und spannende Themen auf. Wie die komplexe Frage nach Kindererziehung, Impfschäden, den gesellschaftlichen Rechtsruck, die aktuelle Gegenbewegung zum Feminismus in Form der Tradewife-Bewegung und nicht zuletzt die gefährliche Verlockung moderner Medien wie Instagram, die allzu schnell zur Suchtfalle werden können.
Die handelnden Figuren, allen voran Jana und Karolin, sind sehr interessant. Jana wirkt verloren, nach Halt suchend und doch unfähig, ihn zu finden. Besonders beeindruckend ist zu beobachten, wie sie immer wieder an ihren eigenen Glaubenssätzen zweifelt und wie schnell charismatische Menschen Einfluss auf ihre Umgebung ausüben können.
Ich bin etwas zwiegespalten in Bezug auf die Vielzahl an Andeutungen.
Außerdem blieb bis zum Schluss die Handlung in einem Nebel aus Möglichkeiten, ohne sich klar zu verdichten, wodurch viele offene Fragen entstanden, die nie geklärt werden.
Meiner Meinung nach hätte das vorhandene Material das Potenzial für eine viel größere Wirkung, wenn es konsequenter ausgestaltet worden wäre.
Die Autorin beherrscht es meisterhaft, durch ihren eindringlichen Schreibstil eine regelrechte Sogwirkung zu entfalten. Immer wieder musste ich mir Pausen auferlegen, um das Gelesene sacken zu lassen, es nachzuspüren und zu reflektieren.
Diese bewussten Unterbrechungen würde ich empfehlen, denn wie bereits erwähnt, berührt die Autorin zahlreich spannende und vielschichtige Themenkomplexe, die sie jedoch leider nicht vollständig entfaltet oder im größeren Kontext verankert. Dies regt zwar intensiv zum ausgiebigen Diskutieren ein, doch verliert der Text dadurch ein wenig von seiner durchschlagskräftigen Wirkung.
Persönlich hatte ich auf eine bitterböse Abrechnung gehofft oder zumindest auf einen tiefgründigen Einblick in die für mich noch recht fremde Tradewife-Szene. Doch stellenweise blieb die Darstellung zu eindimensional wie klischeehaft.
Dennoch hat mich der Roman sehr gut unterhalten und intensiv zum Nachdenken angeregt.
Ich würde den Roman jeden empfehlen, der nichts gegen lose Enden bei Erzählungen hat und viel Freude daran, die einzelnen Themenkomplexe zu analysieren und in einer Runde zu diskutieren.
Weniger
Antworten 1 von 1 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 1 von 1 finden diese Rezension hilfreich
Gebundenes Buch
Dieses Buch hängt mir immer noch in den Knochen. Ich wohne in Brandenburg, in einer Kleinstadt im Landkreis Ostprignitztruppin. Die Umfragewerte kann ich nicht ignorieren - hier ist die blaue Partei von jedem dritten gewählt worden. Ich kann mich also sehr gut in dieses Buch und die …
Mehr
Dieses Buch hängt mir immer noch in den Knochen. Ich wohne in Brandenburg, in einer Kleinstadt im Landkreis Ostprignitztruppin. Die Umfragewerte kann ich nicht ignorieren - hier ist die blaue Partei von jedem dritten gewählt worden. Ich kann mich also sehr gut in dieses Buch und die Thematik hineinversetzen. Mir sind die Themen - und Haltungen bekannt.
Im Buch geht es Jana und ihre Familie. Sie ziehen aus der Großstadt in ein ländliches Neubaugebiet. Dort begegnet sie sich selbst und den anderen Bewohnerinnen mit einer Art naiver Neugier. Schnell wird klar, hier läuft alles anders. Es herrscht ein blaues/braunes Klima - und traditionelle Werte. Sie lernt andere Frauen kennen, Frauen die eine klassische Familienkonstellation leben und selbstverständlich in der AFD sind.
Jana rutscht in diese ihr eigentlich fremde Welt.
Hannah schafft es auf recht wenigen Seiten eine Stimmung zu beschreiben, die ich ganz beeindruckend fand. Die Rolle der Frau - und die Darstellung des idyllischen Familienlebens fand ich nicht nur erschreckend, sondern auch unglaublich falsch. Leider ist eine Menge Wahrheit dabei - keine Dystopie (auch wenn es an vielen Stellen so klingen mag).
Gesellschaftlich ein relevantes und aktuelles Thema, die Auseinandersetzung mit dem Buch - und Thema ist also absolut notwendig.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Gebundenes Buch
Oberflächlich statt tiefgründig
Das Thema dieses Romans ist ohne Zweifel hochbrisant und könnte kaum aktueller sein: Es geht um gesellschaftliche Spaltung, konservative Rollenbilder und den subtilen Sog extrem rechter Strömungen. Umso enttäuschender ist es, dass die …
Mehr
Oberflächlich statt tiefgründig
Das Thema dieses Romans ist ohne Zweifel hochbrisant und könnte kaum aktueller sein: Es geht um gesellschaftliche Spaltung, konservative Rollenbilder und den subtilen Sog extrem rechter Strömungen. Umso enttäuschender ist es, dass die Umsetzung diesem Anspruch nicht gerecht wird. Statt eine differenzierte Auseinandersetzung mit den Gefahren solcher Weltbilder zu bieten, bleibt die Geschichte leider auf einer sehr oberflächlichen Ebene.
Besonders Janas Wandlung hat mich dabei irritiert. Nach einem einzigen Kapitel im Lesekreis wirft sie scheinbar ohne große innere Auseinandersetzung ihr gesamtes bisheriges Lebens- und Betreuungskonzept über den Haufen. Eine so abrupte Entwicklung wirkt konstruiert und wenig glaubwürdig. Ich hätte mir gewünscht, dass ihre Zweifel, ihre inneren Konflikte und die Dynamik der Beeinflussung ausführlicher dargestellt werden. So jedoch bleibt der Prozess zu sprunghaft und für mich nicht nachvollziehbar.
Hinzu kommt, dass die Nebenfiguren kaum eigene Konturen erhalten. Weder Janas Familie noch die Nachbarn, außer Karolin, entwickeln wirklich eine erkennbare Stimme. Alle anderen Figuren wirken wie Statisten, die lediglich dazu dienen, Janas Begegnungen mit Karolin zu rahmen. Gerade bei einem Stoff, der so sehr von unterschiedlichen Perspektiven und Reibungen leben könnte, ist das eine verschenkte Chance.
Zwar greift der Roman ein wichtiges und dringendes Thema auf, aber durch die fehlende Tiefe, die überhastete Charakterentwicklung und die blassen Nebenfiguren konnte er mich nicht überzeugen. Am Ende blieb das Gefühl, dass hier viel mehr möglich gewesen wäre.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Andere Kunden interessierten sich für
