Miriam Georg
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Die Verlorene (eBook, ePUB)
Der neue fesselnde Roman der Bestsellerautorin von Elbleuchten
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Ein vergessener Gutshof, eine verhängnisvolle Liebe, eine junge Frau auf der Suche nach ihren Wurzeln: Der neue Roman von Bestsellerautorin Miriam Georg (»Elbleuchten«) Laura ist schwanger. Ein Wunschkind. Warum kann sie sich nicht freuen? Als ihre geliebte Großmutter Änne schwer erkrankt, merkt Laura, wie wenig sie über ihre eigene Familiengeschichte weiß. Auf der Suche nach Antworten fährt sie zum ehemaligen Gutshof ihrer Familie und taucht immer tiefer ein in die Vergangenheit. Und plötzlich geht es nicht mehr nur um Fragen nach dem Früher, sondern auch um Lauras eigenes Glück.Ã...
Ein vergessener Gutshof, eine verhängnisvolle Liebe, eine junge Frau auf der Suche nach ihren Wurzeln: Der neue Roman von Bestsellerautorin Miriam Georg (»Elbleuchten«)
Laura ist schwanger. Ein Wunschkind. Warum kann sie sich nicht freuen? Als ihre geliebte Großmutter Änne schwer erkrankt, merkt Laura, wie wenig sie über ihre eigene Familiengeschichte weiß. Auf der Suche nach Antworten fährt sie zum ehemaligen Gutshof ihrer Familie und taucht immer tiefer ein in die Vergangenheit. Und plötzlich geht es nicht mehr nur um Fragen nach dem Früher, sondern auch um Lauras eigenes Glück.
Über sieben Jahrzehnte zuvor: Die Dachkammer des Gutshofs ist Ännes ganze Welt. Frei bewegen kann sie sich nur nachts. Bis die Begegnung mit Karl ihr Leben und das ihrer Lieben ins Wanken bringt ...
»Eine berührende Familiengeschichte über mehrere Generationen, die von Frankfurt nach Schlesien führt und immer wieder die Frage aufwirft: Wie viel wissen wir eigentlich wirklich über unsere eigene Familie?« Katharina Mahrenholtz
Lesegenuss pur in einem Einzelband
Laura ist schwanger. Ein Wunschkind. Warum kann sie sich nicht freuen? Als ihre geliebte Großmutter Änne schwer erkrankt, merkt Laura, wie wenig sie über ihre eigene Familiengeschichte weiß. Auf der Suche nach Antworten fährt sie zum ehemaligen Gutshof ihrer Familie und taucht immer tiefer ein in die Vergangenheit. Und plötzlich geht es nicht mehr nur um Fragen nach dem Früher, sondern auch um Lauras eigenes Glück.
Über sieben Jahrzehnte zuvor: Die Dachkammer des Gutshofs ist Ännes ganze Welt. Frei bewegen kann sie sich nur nachts. Bis die Begegnung mit Karl ihr Leben und das ihrer Lieben ins Wanken bringt ...
»Eine berührende Familiengeschichte über mehrere Generationen, die von Frankfurt nach Schlesien führt und immer wieder die Frage aufwirft: Wie viel wissen wir eigentlich wirklich über unsere eigene Familie?« Katharina Mahrenholtz
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Miriam Georg, geboren 1987, schrieb sich mit den Hamburg-Dilogien »Elbleuchten«, »Das Tor zur Welt« und »Im Nordwind« an die Spitze der Bestsellerlisten. Für »Die Verlorene« hat sie sich von ihrer eigenen Familiengeschichte und ihrer Ausbildung zur Systemischen Therapeutin inspirieren lassen. Sie hat einen Studienabschluss in Europäischer Literatur und lebt mit ihrer gehörlosen Hündin Rosali in Berlin-Neukölln. Auf Instagram ist sie unter @miriam__georg zu finden.
Produktdetails
- Verlag: FISCHER E-Books
- Seitenzahl: 512
- Erscheinungstermin: 27. August 2025
- Deutsch
- ISBN-13: 9783104919713
- Artikelnr.: 73869538
Wirklich ein atmosphärisches und gutes Buch. [...] Das ist wirklich ein Geschenk. Daniel Kaiser eat.READ.Sleep 20251205
»So wie Miriam Georg die starken Frauenfiguren und die Geschichte erstrahlen lässt, so lässt Tanja Fornaro genau diese mit ihrer Stimme erstrahlen. Eine packende und kraftvolle Lesung!« Alex Dengler denglers-buchkritik.de 20251020
Der Beginn ist dramatisch, als Änne fiel, wusste sie, dass sie sterben würde. Mit weit über 80 Jahren steigt Änne auf einen Stuhl um an einen Karton zu gelangen bis sie vom Hocker fällt und mit dem Kopf auf dem Boden aufschlägt. Sie stirbt allerdings erst später im …
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Der Beginn ist dramatisch, als Änne fiel, wusste sie, dass sie sterben würde. Mit weit über 80 Jahren steigt Änne auf einen Stuhl um an einen Karton zu gelangen bis sie vom Hocker fällt und mit dem Kopf auf dem Boden aufschlägt. Sie stirbt allerdings erst später im Krankenhaus ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben. Die Tochter Ellen und ihre Enkelin Laura sind im Krankenhaus und erstaunt über die Aussage der Ärztin, Änne hatte nie Epilepsie obwohl sie nach eigenen Aussagen seit Jahren Tabletten nimmt. Neugierig begeben sich die beiden auf Spurensuche in dem alten Haus und finden Bilder einer längst vergangen Zeit von einem Gutshof in Schlesien.
Laura ist neugierig geworden und macht sich auf den Weg ins ehemalige Schlesien, heute Polen. Tatsächlich gelingt es ihr den ehemaligen Gutshof zu finden und die neue Eigentümerin die das Haus gepachtet hat, läßt sie dort übernachten. Sie findet Spuren der Vergangenheit und weitere Fotos von Zwillingen.
Abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit 1945 wird hier die Geschichte der Zwillinge Änne und Luise in der Nachkriegszeit erzählt. Das Buch gibt einen guten Überblick über Landschaft und Geschichte Schlesiens. Am Ende wird es etwas verwirrend und man muss diese gewaltige Lebenslüge erst einmal sacken lassen.
Der Schreibstil ist ruhig und lebendig. Die Personen werden gut eingeführt und man kann sich gut in die grausame Nachkriegszeit hineinversetzen. Das Cover ist etwas nichtssagend und auch vom Klappentext war ich zunächst nicht so angetan, habe es aber keinesfalls bereut das ganze Buch gelesen zu haben. Längen kommen auch bei über 500 Seiten in der Geschichte nicht auf.
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Bewegende Familiengeschichte
Lauras Großmutter Änne hat oft von ihrer Kindheit in Schlesien erzählt, allerdings nie von den Menschen von damals oder ihrer Familie. Sie wollte nicht über damals und die Zeiten auf dem Gutshof sprechen, hat nur von der Landschaft und den Tieren …
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Bewegende Familiengeschichte
Lauras Großmutter Änne hat oft von ihrer Kindheit in Schlesien erzählt, allerdings nie von den Menschen von damals oder ihrer Familie. Sie wollte nicht über damals und die Zeiten auf dem Gutshof sprechen, hat nur von der Landschaft und den Tieren erzält.
Als Änne nach einem Sturz plötzlich stirbt, wird Laura klar, dass sie eigentlich kaum etwas über die Geschichte ihrer Großmutter weiß und auch nie so richtig nachgefragt hatte, und es jetzt dafür zu spät ist. Ausgelöst durch ein Bild, dass ihre Großmutter kurz vor ihrem Tod zugeschickt bekommen hat, reist sie nach Polen, um herauszufinden, wo der Gutshof, auf dem ihre Großmutter aufgewachsen ist, liegt und ob evtl jemand dort noch lebt und sie so doch noch etwas über die Vergangenheit Ännes erfahren kann.
Erzählt wird in zwei Zeitebenen, einmal der Gegenwart, ausgehend von Laura und ihrer Mutter Ellen. Einmal in der Vergangenheit, der Kriegszeit in Schlesien, Änne.
Mich hat der Roman nach dem Lesen eine Weile nicht losgelassen, die Geschichte und die Art wie sie geschrieben ist hat mich beeindruckt.
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Vorab möchte ich mich bedanken, dieses Buch lesen zu dürfen. Die Geschichte hat mich besonders berührt, da auch meine Oma im Krieg aus Schlesien mit meinem Vater fliehen musste. Auch Sie hat über diese Zeit wenig erzählt, nach der Lektüre des Romans kann ich dieses sehr …
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Vorab möchte ich mich bedanken, dieses Buch lesen zu dürfen. Die Geschichte hat mich besonders berührt, da auch meine Oma im Krieg aus Schlesien mit meinem Vater fliehen musste. Auch Sie hat über diese Zeit wenig erzählt, nach der Lektüre des Romans kann ich dieses sehr gut verstehen.
Miriam Georg hat mich mit Ihren Romanen schon immer begeistert und auch hier ist ihr ein wundervoller Roman gelungen.
Dieser Roman wird in zwei Zeitebenen erzählt, während des zweiten Weltkriegs und im Jahre 2019.
Nach dem Tod ihrer Oma reisst Laura nach Schlesien um mehr über die Vergangenheit und Familiengeheimnisse zu erfahren.
Man erfährt viel über das Leben während des Krieges, die Enteignugn, Vertreibung, aber auch die Liebe kommt nicht zu kurz.
Die Handlung ist sehr intensic, die Protangonisten toll gewählt und der Schreibstil wunderbar uns sehr bildreich.
Von mit gibt es eine klare Leseempfehlung.
Danke Miriam Georg für das tolle Leseerlebnis.
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Tiefgründig, absolut lesenswert
„Die Verlorene“ ist Miriam Georgs persönlichstes Buch, wie sie im Nachwort verrät. Es ist nicht autobiographisch und doch erzählt es viel von ihrer Familie. Von ihrem Großvater etwa, der mit gerade mal zweiundzwanzig …
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Tiefgründig, absolut lesenswert
„Die Verlorene“ ist Miriam Georgs persönlichstes Buch, wie sie im Nachwort verrät. Es ist nicht autobiographisch und doch erzählt es viel von ihrer Familie. Von ihrem Großvater etwa, der mit gerade mal zweiundzwanzig Jahren auf der Krim stationiert und dann Jahre in russischer Gefangenschaft war, der als anderer Mensch heimgekehrt ist. In kleinen Schnipseln hat er ab und an erzählt, das meiste aber für sich behalten, wie so viele, die über ihre traumatischen Erlebnisse nicht sprechen konnten.
Miriam Georg hat mich sofort ins Buch gezogen und auch jetzt, nachdem ich um die ganze Geschichte weiß, bin ich noch bei ihnen. Bei Änne, die im hohen Alter gestorben ist, die von Schlesien erzählt hat, über ihre Familie jedoch hat sie geschwiegen. Laura, ihre Enkelin, findet in einer Pferdeskulptur aus Ännes Nachlass ein Bild, das ihre Großmutter in jungen Jahren zeigt, auf der Rückseite jedoch liest sie den ihr unbekannten Namen Luise. Was hat es damit auf sich? Kurzerhand beschließt Laura, auf den ehemaligen Gutshof der Familie zu fahren, der im heutigen Polen liegt. Ellen, ihre Mutter, will nicht mit, kommt aber ein paar Tage später dann doch nach – die beiden Frauen graben tief in der Vergangenheit. Was sie zutage fördern, ist so unglaublich und doch so erschreckend real…
…der Blick zurück beginnt 1941 auf der Krim mit Karl, der sich vor dem Feindesbeschuss in einen Schützengraben rettet. Mit einem Brief, den er immer wieder hervorholt. „Komm heim“ - geheimnisvolle Worte. Waren es tröstliche Worte? Worte voller Sehnsucht?
Zwei Zeitebenen sind es, die sich abwechseln. Wobei ich die Erzählung um die Kriegsjahre noch ein Stück weit intensiver empfinde. Das Leben auf dem Gutshof der Familie und der Helfer in Haus und Hof, die auch aus Kriegsgefangenen bestehen, ist hart. Es gilt, eine Krankheit zu vertuschen, denn die Deutschen fackeln nicht lange. Die Vernichtung lebensunwerten Lebens schwebt im Raum und nicht zuletzt treibt sie auch die Furcht vor den Russen um. Das Traumata um diese Kriegsjahre ist greifbar. Es geht um Vertreibung und Verlust - nicht nur von Hab und Gut - und um familiäre Geheimnisse, die ein Leben lang nicht angesprochen werden.
Diese beiden Erzählebenen nähern sich immer mehr an. Ich bin tief erschüttert, fühle mit ihnen, begreife das ganze Ausmaß dieser dramatischen, so traurigen und der so eindringlich erzählten Geschichte erst ganz zum Schluss so richtig, der so einiges vom meinem Denken, von meinen vorschnellen Urteilen, zurechtrückt. „Die Verlorene“ ist ein Roman, der im Gedächtnis bleibt und trotz aller Tragik ist es ein wundervolles, ein sehr lesenswertes Buch.
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Reise in die Vergangenheit
Mutter und Tochter auf der Spur nach der Wahrheit
Nach dem Tod ihrer Großmutter in Frankfurt am Main findet Laura Unterlagen, die deren Erzählungen über die Vergangenheit widersprechen. Spontan macht sie sich auf den Weg nach Schlesien, um die …
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Reise in die Vergangenheit
Mutter und Tochter auf der Spur nach der Wahrheit
Nach dem Tod ihrer Großmutter in Frankfurt am Main findet Laura Unterlagen, die deren Erzählungen über die Vergangenheit widersprechen. Spontan macht sie sich auf den Weg nach Schlesien, um die Wahrheit herauszufinden. Ihre Mutter ist nicht begeistert, fährt ihr aber nach, als sie erste Erfolge aufweisen kann. Ein zweiter Erzählstrang begibt sich in die letzten Kriegsjahre und beschreibt das Leben der Großmutter auf einem Gutshof in Schlesien zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Einmal gefunden, ist der inzwischen veränderte Gutshof ein Quell an Informationen, die immer tiefer in die damalige Zeit eintauchen.
Dieser sehr emotionale Roman ist zudem äußerst tiefgründig. Er behandelt das Thema Verlust, Vertreibung und Ängste unterschiedlichster Art während des zweiten Weltkrieges und lässt uns tief in das Familienleben und die Seelen der Familienmitglieder blicken. Der bildhafte Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, die Wortwahl ist emotional und treffend zugleich. Die Charaktere sind authentisch. Gerne möchte ich dieses Buch ohne Einschränkung denjenigen empfehlen, die gute Literatur zu schätzen wissen.
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Das Beste, das ich seit langem gelesen habe!
Eine Familiengeschichte, die sich spannend liest und dabei Geschichte vermittelt, beziehungsweise einer Generation Kriegserlebnisse (die sie hoffentlich niemals erleben muss), auf eine Weise vermittelt, die so unfassbar sie auch sind, auf diesem Wege …
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Das Beste, das ich seit langem gelesen habe!
Eine Familiengeschichte, die sich spannend liest und dabei Geschichte vermittelt, beziehungsweise einer Generation Kriegserlebnisse (die sie hoffentlich niemals erleben muss), auf eine Weise vermittelt, die so unfassbar sie auch sind, auf diesem Wege erträglich erzählt werden. Die Hauptpersonen wachsen mit jedem Kapitel mehr ans Herz, man lebt mit, egal in welcher Zeit die Geschichte gerade weitererzählt wird.
An sich kein Freund von wechselnden Erzählperspektiven und Zeiten, weil es gerade, wenn viele Personen involviert sind, schwierig wird, den Geschichten zu folgen, stellt dies hier kein Problem dar.
Der Erzählstil gefällt hier auch sehr, sogar das Nachwort und die Danksagung sind in diesem Fall sympathisch verfasst und lesenswert!
Mein erstes aber sicher nicht letztes Buch dieser Autorin!
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Tragische, erschütternde Familiengeheimnisse auf zwei Ebenen erzählt
Dass Lauras Großmutter Änne in Schlesien aufwuchs und nach dem Krieg ihre Heimat verlassen musste, weiß Laura bereits. Aber was Änne sonst noch über ihre Familie erzählt, mag irgendwie …
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Tragische, erschütternde Familiengeheimnisse auf zwei Ebenen erzählt
Dass Lauras Großmutter Änne in Schlesien aufwuchs und nach dem Krieg ihre Heimat verlassen musste, weiß Laura bereits. Aber was Änne sonst noch über ihre Familie erzählt, mag irgendwie nicht so recht zusammenpassen. Als Laura auf Fotos eine bisher unbekannte Schwester Ännes entdeckt, kommen Fragen auf, die Änne leider nicht mehr beantworten kann. Also reist Laura nach Polen, um das Gut zu suchen, auf dem Änne aufwuchs. Ob sie dort Antworten finden wird?
Miriam Georg schreibt auf zwei Ebenen. Sie schildert Ännes Geschichte (von 1943 an) vor ihrer Flucht aus Schlesien und Lauras aktuelle Situation 2019, wie diese mehr über Ännes Vergangenheit erfahren möchte. Der Schreibstil liest sich angenehm, flüssig und leicht.
Änne ist eine unbequeme Hauptfigur. Sie hat es von Anfang an schwer mit anderen Menschen und wirkt sehr unzugänglich. Doch für ihr Verhalten gibt es einen nachvollziehbaren Grund. Und der Schein, dass sie eine Einzelgängerin ist und niemanden sonst braucht, trügt. Eine bestimmte Person bedeutet ihr alles… Mit Laura hatte ich so meine Schwierigkeiten. Ich empfand sie als schwer fassbar, „blass“ und spröde, fand keinen Zugang zu ihr.
Wieder einmal erzählt Autorin Miriam Georg eine hochdramatische, historische Geschichte. Ännes schweres Schicksal ist berührend und wird absolut mitreißend dargestellt. Änne gibt trotz vieler Rückschläge nicht auf, zeigt in ihrem Unglück stets bemerkenswerte Stärke. Die Geschichte um Laura hat mich allerdings weniger überzeugt, im Vergleich zu Ännes Perspektive empfand ich Lauras als deutlich schwächer. Wie die beiden Handlungen zusammengeführt werden, war für mich zwar nachvollziehbar, der doch recht überraschende, unglaubliche Schluss wirft allerdings Fragen auf. Insgesamt ein toller, packender Schmöker, aber nicht ganz so stark, emotional und dramatisch wie Georgs vorherige Romane.
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Familiengeheimnisse
In "Die Verlorene" von Miriam Georg geht es um Familie, Liebe, Schuld, Traumata & Identität.
Laura reist nach Schlesien, um mehr über die Vergangenheit ihrer verstorbenen Oma Änne zu erfahren und stößt auf dunkle Familiengeheimnisse. …
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Familiengeheimnisse
In "Die Verlorene" von Miriam Georg geht es um Familie, Liebe, Schuld, Traumata & Identität.
Laura reist nach Schlesien, um mehr über die Vergangenheit ihrer verstorbenen Oma Änne zu erfahren und stößt auf dunkle Familiengeheimnisse. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen: Es beginnt 2019 in Frankfurt und führt zurück nach
Schlesien während des 2. Weltkriegs.
Es ist der persönlichste Roman der Autorin und von ihrer eigenen Familiengeschichte inspiriert, zudem hat sie gut recherchiert. Einmal angefangen, konnte ich nur schwer mit dem Lesen aufhören. Es wird deutlich, wie Vergangenheit & Gegenwart miteinander verwoben sind, wie die Vergangenheit auch die nächsten Generationen prägt und welche Auswirkungen unausgesprochene Familiengeheimnisse & jahrzehntelanges Schweigen haben können.
Eine Familiengeschichte, die fesselt & bewegt, wobei die Kapitel der Vergangenheit ergreifender geschrieben sind. Für die Gegenwart mit Laura & ihrer Mutter Ellen hätte ich mir etwas mehr Raum & Tiefe gewünscht. Und das Ende / die Auflösung kommt für mich etwas zu abrupt und wirkt etwas konstruiert. Dennoch ist dieser Roman absolut lesenswert.
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Nichts ist, wie es scheint
Änne und Luise sind ein Zwillingspaar, das unterschiedlicher im Charakter nicht sein könnte. Trotz ihrer verblüffenden äußeren Ähnlichkeit wirken sie völlig unterschiedlich auf ihre Mitmenschen. Während die eine immer strahlt und …
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Nichts ist, wie es scheint
Änne und Luise sind ein Zwillingspaar, das unterschiedlicher im Charakter nicht sein könnte. Trotz ihrer verblüffenden äußeren Ähnlichkeit wirken sie völlig unterschiedlich auf ihre Mitmenschen. Während die eine immer strahlt und Lebensfreude versprüht, besitzt Änne ein eher düsteres Gemüt, fühlt sich vielleicht gerade durch ihre missmutige Ausstrahlung untrennbar verbunden mit ihrer immer freundlichen Schwester Luise. Sie wachsen auf einem großen Landgut in Schlesien auf. Ihre Jugendjahre fallen in die Zeit der letzten Jahre des Zweiten Weltkriegs. Der Vater ist unnahbar streng, trägt die Verantwortung für den laufenden Betrieb allein, duldet keine Widerrede und hat zwangsverpflichtete Fremdarbeiter als auch Kriegsgefangene als billige Arbeitskräfte, die für die seit mehreren Generationen ansässige deutschsprachige Familie schuften müssen und ein armseliges Leben führen, unter seiner Obhut. Als eines Tages ein scheinbar russischer Kriegsgefangener, ein junger, völlig abgemagerter aber gutaussehender Mann dem Gutshof für Frondienste zugeteilt wird, ändert sich das Leben der beiden Schwestern grundlegend mit prägender schicksalhafter Gestaltung ihrer Zukunft.
Miriam Georg ist eine Geschichtenerzählerin, die es vermag zu fesseln, zu unterhalten, Spannung aufzubauen und nicht zuletzt auch informativ geschichtliche Ereignisse lebensnah zu verpacken. In ‘Die Verlorene‘ verarbeitet sie persönliche Aufzeichnungen und Berichte ihrer Großeltern. Sie weiß, dass die ältere Generation ungern über die Zeiten der Vertreibung und des Neubeginns mit verletzender Ausgrenzung berichtete. Sie schwiegen über die Gräueltaten, die sie erdulden mussten, aber auch über ihr Leben in den ehemaligen Ostgebieten wurde nicht viel berichtet. So begeben sich Laura und Ellen in dem Roman auf Erkundungstour in die Vergangenheit, um die Rätsel, die ihnen ihre Großmutter und Mutter aufgegeben hat zu lösen. Doch nichts ist wie es scheint.
Die Autorin liefert eine berührende Geschichte, die mit vielen rätselhaften Gegebenheiten, unerwarteten Wendungen, verblüffenden Tatsachen ausgestattet ist und ein Teil unserer deutschen Geschichte darstellt. Schon aus diesem Grund finde ich den Roman lesenswert.
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Familiengeschichte
Die Verlorene erzählt die Geschichte von Änne, die auf einem Gutshof in Schlesien aufwächst und ihrer Enkeltochter Laura die sich viele Jahre später auf die Suche nach der Geschichte ihrer Großmutter macht. Als Änne schwer erkrankt wird Laura …
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Familiengeschichte
Die Verlorene erzählt die Geschichte von Änne, die auf einem Gutshof in Schlesien aufwächst und ihrer Enkeltochter Laura die sich viele Jahre später auf die Suche nach der Geschichte ihrer Großmutter macht. Als Änne schwer erkrankt wird Laura bewusst wie wenig sie eigentlich über die Kindheit und die Herkunft von Änne weiß. Als sie dann ein rätselhaften Foto findet beschließt sie nach Schlesien zu reisen.
Ännes Geschichte wird ab 1943, mitten im zweiten Weltkrieg. Ännes Geschichte ist sehr spannend und voller Geheimnisse. Das Leben der jungen Frau ist so realistisch beschrieben, daß ich mir jede Situation bildlich vorstellen konnte. Es geht um die Familie, aber natürlich auch um den Krieg der alles überschattet.
Aber auch Lauras Spurensuche hat mir gut gefallen. Ich glaube das es viele Familien gibt denen es ähnlich ging. Das einfach nicht über die Vergangenheit gesprochen worden ist. Stellvertretend dafür steht diese Geschichte und doch ist es auch eine ganz Besondere.
Ich war vor allem von den Ereignissen in der Vergangenheit gefangen, so überraschend und emotional.
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