Annika Thor
Gebundenes Buch
Eine Insel im Meer
Roman Der Jugendbuchklassiker in wunderschöner Neuausgabe Erstmals illustriert von Sabine Wilharm
Übersetzung: Kutsch, Angelika;Illustration: Wilharm, Sabine
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Ein tief berührender Roman über Neuanfang, Schwesternliebe und die unerschütterliche Kraft der HoffnungWien, 1939: Die zwölfjährige Steffi und ihre kleine Schwester Nelli werden von ihren Eltern aus dem bürgerlichen Alltag in Wien auf eine kleine schwedische Schäreninsel geschickt, um dem Terror der Nazis zu entfliehen. Für ein halbes Jahr, dann wollen sie sich alle in Amsterdam wiedersehen. Doch Schweden ist kalt und so anders als Wien. Während Nelli schnell Anschluss findet, fühlt Steffi sich allein. Sie hat Heimweh, sehnt sich nach dem alten Leben, die Sprache ist ihr fremd, ebens...
Ein tief berührender Roman über Neuanfang, Schwesternliebe und die unerschütterliche Kraft der Hoffnung
Wien, 1939: Die zwölfjährige Steffi und ihre kleine Schwester Nelli werden von ihren Eltern aus dem bürgerlichen Alltag in Wien auf eine kleine schwedische Schäreninsel geschickt, um dem Terror der Nazis zu entfliehen. Für ein halbes Jahr, dann wollen sie sich alle in Amsterdam wiedersehen. Doch Schweden ist kalt und so anders als Wien. Während Nelli schnell Anschluss findet, fühlt Steffi sich allein. Sie hat Heimweh, sehnt sich nach dem alten Leben, die Sprache ist ihr fremd, ebenso wie die distanzierte Pflegemutter. Jeden Tag wartet sie auf Nachrichten von ihren Eltern - aber der Krieg wirft immer dunklere Schatten. Wird sie jemals nach Hause zurückkehren können? Oder ist diese Insel im Meer das Einzige, was ihnen bleibt?
Wien, 1939: Die zwölfjährige Steffi und ihre kleine Schwester Nelli werden von ihren Eltern aus dem bürgerlichen Alltag in Wien auf eine kleine schwedische Schäreninsel geschickt, um dem Terror der Nazis zu entfliehen. Für ein halbes Jahr, dann wollen sie sich alle in Amsterdam wiedersehen. Doch Schweden ist kalt und so anders als Wien. Während Nelli schnell Anschluss findet, fühlt Steffi sich allein. Sie hat Heimweh, sehnt sich nach dem alten Leben, die Sprache ist ihr fremd, ebenso wie die distanzierte Pflegemutter. Jeden Tag wartet sie auf Nachrichten von ihren Eltern - aber der Krieg wirft immer dunklere Schatten. Wird sie jemals nach Hause zurückkehren können? Oder ist diese Insel im Meer das Einzige, was ihnen bleibt?
Annika Thor, geboren 1950, wuchs als Kind jüdischer Eltern im schwedischen Göteborg auf. Sie verfasste zahlreiche Romane, Drehbücher und Theaterstücke für Kinder und Jugendliche. Sie zählt zu den wichtigsten und meistgelesenen schwedischen Kinderbuchautorinnen der Gegenwart.
Produktdetails
- Verlag: Insel Verlag
- Originaltitel: En ö i havet
- Illustrierte Neuausgabe
- Seitenzahl: 296
- Altersempfehlung: ab 12 Jahren
- Erscheinungstermin: 17. September 2025
- Deutsch
- Abmessung: 211mm x 153mm x 26mm
- Gewicht: 519g
- ISBN-13: 9783458645412
- ISBN-10: 3458645411
- Artikelnr.: 73744094
Herstellerkennzeichnung
Insel Verlag GmbH
Torstraße 44
10119 Berlin
info@suhrkamp.de
»[E]in Glücksfall, dass der zeitlose Roman nach fast drei Jahrzehnten neu herausgegeben wird und von einer jungen Generation entdeckt werden kann.« Martina Wehlte Die Rheinpfalz 20251011
Das Cover mit den fröhlich wirkenden Mädchen vor dem Hintergrund der Schäreninseln ist irreführend. Hier geht es nicht etwa um einen lustigen Sommerurlaub, zu dem das Cover besser passen würde, sondern um ein sehr ernstes Thema aus der europäischen Geschichte, das in …
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Das Cover mit den fröhlich wirkenden Mädchen vor dem Hintergrund der Schäreninseln ist irreführend. Hier geht es nicht etwa um einen lustigen Sommerurlaub, zu dem das Cover besser passen würde, sondern um ein sehr ernstes Thema aus der europäischen Geschichte, das in einer großartigen Weise kindgerecht aufgearbeitet wurde.
Annika Thor erzählt in "Eine Insel im Meer" die Geschichte der Schwestern Steffi und Nelli, die 1939 als jüdische Kinder aus Wien nach Schweden fliehen müssen. Die Eltern bleiben zurück, und die Mädchen finden sich plötzlich in einer völlig fremden Welt wieder – auf einer abgelegenen Schäreninsel.
Besonders eindrucksvoll ist die Perspektive: Durch Steffis Augen erleben wir Heimweh, Angst, Schuldgefühle und den mühsamen Versuch, in einer anderen Sprache und Kultur Fuß zu fassen. Der Kontrast zwischen dem lebendigen Wien und der rauen, stillen Inselwelt macht deutlich, wie groß die Umstellung für die beiden Kinder ist.
Thors Sprache ist klar und zugänglich, dabei aber nie oberflächlich. Sie schafft es, schwierige Themen wie Verfolgung, Verlust und Unsicherheit so zu schildern, dass auch junge Leser sie nachvollziehen können – ohne sie zu ängstigen, aber auch ohne dass das Geschehen verharmlost wirkt. Erwachsene wiederum spüren die Zwischentöne und erkennen die Tragweite hinter den kindlichen Eindrücken.
Das Buch zeigt, wie sehr kleine Gesten von Fürsorge, neue Freundschaften und die Schönheit der Natur Hoffnung spenden können. Es macht erfahrbar, dass Flucht und Fremdsein nicht nur historische Themen sind, sondern zeitlose menschliche Erfahrungen.
Fazit:
Eine Insel im Meer ist ein feinfühliger, intensiver Jugendroman, der historische Wahrheit kindgerecht vermittelt und gleichzeitig eine emotionale Tiefe entfaltet, die auch Erwachsene berührt. Eine Geschichte, die bleibt – nachdenklich, bewegend und voller leiser Hoffnung. Ich wollte, ich hätte dieses Buch als Jugendliche lesen dürfen. Jetzt, als Erwachsene, habe ich es in einer Nacht gelesen, weil ich keine Stelle in der Erzählung fand, an der ich bereit gewesen wäre, es beiseite zu legen.
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Eine Insel im Meer hat mich sehr berührt. Das Cover ist schlicht, aber stimmungsvoll und macht sofort neugierig. Erzählt wird von zwei Schwestern, die Ende der 30er-Jahre nach Schweden geschickt werden – mehr verrate ich nicht, damit nichts gespoilert wird 😉.
Die Autorin bringt …
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Eine Insel im Meer hat mich sehr berührt. Das Cover ist schlicht, aber stimmungsvoll und macht sofort neugierig. Erzählt wird von zwei Schwestern, die Ende der 30er-Jahre nach Schweden geschickt werden – mehr verrate ich nicht, damit nichts gespoilert wird 😉.
Die Autorin bringt die Gefühle der Mädchen wunderbar rüber: Heimweh, Unsicherheit, aber auch kleine Hoffnungen. Der Schreibstil ist angenehm und klar, sodass man schnell in die Geschichte hineinfindet. Besonders Steffi mit ihren inneren Konflikten wirkt sehr authentisch.
Auch die ruhigeren Passagen passen gut zur Stimmung. Mir gefällt besonders, dass die Geschichte nicht nur historische Fakten erzählt, sondern die persönlichen Gefühle in den Vordergrund rückt. Insgesamt ist es ein einfühlsames Buch, das nachhallt – und das ich Jugendlichen wie Erwachsenen absolut empfehlen kann.
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Das Buch "Eine Insel im Meer" von Annika Thor spielt in Schweden, im Gebiet der Schäreninseln. Nichts in der Erzählung erinnert an das liebliche, lustige Schweden einer Astrid Lindgren. Meiner Meinung nach wird das Buch daher auch zu Recht erst für Kinder ab 12 Jahren …
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Das Buch "Eine Insel im Meer" von Annika Thor spielt in Schweden, im Gebiet der Schäreninseln. Nichts in der Erzählung erinnert an das liebliche, lustige Schweden einer Astrid Lindgren. Meiner Meinung nach wird das Buch daher auch zu Recht erst für Kinder ab 12 Jahren empfohlen.
Wir begleiten die beiden jüdischen Schwestern Steffi und Nelli zunächst auf ihrer Reise im Jahr 1939 von Wien nach Schweden. Die Reise wurde von den Eltern geplant, um ihre Kinder vor den Nazis in Sicherheit zu bringen. Dabei muss die erst 12 Jahre alte Steffi die Verantwortung für sich und ihre jüngere Schwester tragen. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht Steffis, was viele Stellen der Geschichte sehr intensiv macht. Steffi und Nelli müssen sich in einem fremden Land, dessen Sprache sie nicht beherrschen, alleine zurechtfinden. Die dabei entstehenden Konflikte, Ängste aber auch hoffnungsvolle Momente werden von der Autorin in einer klaren, fast spröden Sprache erzählt. "Eine Insel im Meer" ist der erste von vier Teilen der Geschichten um Steffi und Nelli und hat daher ein eher offenes Ende. Viele Geschehnisse auf der Schäreninsel sind zum Ende des Buches abgeschlossen, doch für Steffi und Nelli ist die Reise zurück zu ihren Eltern noch nicht vorbei.
Ein tolles Buch mit wichtigem Inhalt!
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Stil und stark
Bewegend, still und kraftvoll – ein Jugendroman, der unter die Haut geht „Eine Insel im Meer“ erzählt die Geschichte von Steffi und Nelli, zwei jüdischen Mädchen, die 1939 aus Wien nach Schweden geschickt werden, um dem Terror der Nazis zu entkommen. …
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Stil und stark
Bewegend, still und kraftvoll – ein Jugendroman, der unter die Haut geht „Eine Insel im Meer“ erzählt die Geschichte von Steffi und Nelli, zwei jüdischen Mädchen, die 1939 aus Wien nach Schweden geschickt werden, um dem Terror der Nazis zu entkommen. Was folgt, ist keine einfache Fluchtgeschichte, sondern ein ehrliches und tief berührendes Porträt zweier Schwestern, die versuchen, in einer neuen Welt zu überleben. Besonders eindrücklich ist die Perspektive der älteren Schwester Steffi: ihre Einsamkeit, die Sprachlosigkeit in einem fremden Land, das Heimweh – und gleichzeitig die leise Hoffnung, dass alles gut wird. Die Autorin schildert diese Gefühle einfühlsam, klar und ohne Pathos, was das Buch umso stärker macht. Auch das historische Setting ist fein recherchiert und sehr greifbar. Leser:innen spüren die Kälte des schwedischen Winters, die Fremdheit, aber auch die kleinen Momente von Wärme, die Mut machen. Die Beziehung zwischen den Schwestern steht im Mittelpunkt und verleiht der Geschichte eine große emotionale Tiefe. Fazit: Ein stilles, starkes Buch über Flucht, Verlust, Hoffnung und Zusammenhalt. Ideal für Jugendliche ab 12 Jahren – aber auch für Erwachsene sehr lesenswert. Eine Geschichte, die lange nachhallt.
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Es ist das Jahr 1939 und die Nazis erobern Wien und für die jungen Schwestern Steffi und Nelli wird es gefährlich, denn sie sind Juden. Ihr Eltern entschließen sich zu einem schwierigen, aber für die Kinder lebensrettenden Schritt und so finden sich die Schwestern auf einem …
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Es ist das Jahr 1939 und die Nazis erobern Wien und für die jungen Schwestern Steffi und Nelli wird es gefährlich, denn sie sind Juden. Ihr Eltern entschließen sich zu einem schwierigen, aber für die Kinder lebensrettenden Schritt und so finden sich die Schwestern auf einem großen Schiff nach Schweden wieder. Sie sind Flüchtlinge und sollen im fernen Schweden ein sicheres Leben führen, bis die Eltern eine Ausreise nach Amerika organisiert bekommen. Angekommen werden sie getrennt und fern von der Heimat, ohne die Schwester und ohne ein Wort schwedisch zu können, wird es schwierig und auch oft einsam. Nelli fasst schneller Fuß und findet sich auch ganz gut zurecht, aber für Steffi ist es schwer und die Dame bei der sie wohnt, ist herrisch, aber immer wieder kommt der nette Onkel von der Schifffahrt vorbei und das gibt Steffi Auftrieb.
Vor fast 30 Jahren hat Annika Thor die Geschichte zuerst veröffentlicht, aber sie ist aktueller denn je. Flüchtlinge gibt es immer und leider müssen Kinder sich immer wieder in fremden Ländern zurecht finden. Mit viel Gespür für die Momente, Ängste und Gefühle ihrer jungen Heldinnen, schreibt Annika Thor diesen Auftakt einer Buchreihe. Man leidet, fiebert und liebt mit und die Illustrationen von Sabine Wilharm sind wirklich ganz großartig und ergänzenden den Text liebevoll und eindrucksvoll. Eine Lektüre, die leider nie alt wird.
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„Eine Insel im Meer“ heißt dieses Jugendbuch, in dem Steffi und Nelli, zwei jüdische Mädchen aus Wien, 1939 nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich zu ihrer eigenen Sicherheit nach Schweden geschickt werden. Anders als gedacht, kommen sie nicht in einer …
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„Eine Insel im Meer“ heißt dieses Jugendbuch, in dem Steffi und Nelli, zwei jüdische Mädchen aus Wien, 1939 nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich zu ihrer eigenen Sicherheit nach Schweden geschickt werden. Anders als gedacht, kommen sie nicht in einer Familie unter, sondern werden unterschiedlichen Pflegeeltern zugewiesen. Die zwölfjährige Steffi hat viel größere Schwierigkeiten, in der Fremde Fuß zu fassen als ihre jüngere Schwester, die sofort Freundinnen findet. Doch auch Steffi findet sich schließlich immer besser zurecht. Das Ende bleibt leider offen, man erfährt nicht, ob den Eltern schließlich auch noch die Ausreise nach Schweden gelingt oder nicht. Das Buch ist ein gelungenes Beispiel, wie man junge Leser mit dem düsteren Kapitel des Nationalsozialismus vertraut machen kann, ohne sie zu überfordern.
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Bei dem vorliegenden Buch von Annika Thor handelt es sich um eine Neuauflage eines Klassikers aus dem Bereich der Jugendliteratur und hat eine Altersempfehlung ab 12 Jahre. Mir war das Buch bisher ungekannt.
Die Schwestern Steffi und Nelli machen sich, wie viele Kinder in dieser Zeit um 1939, auf …
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Bei dem vorliegenden Buch von Annika Thor handelt es sich um eine Neuauflage eines Klassikers aus dem Bereich der Jugendliteratur und hat eine Altersempfehlung ab 12 Jahre. Mir war das Buch bisher ungekannt.
Die Schwestern Steffi und Nelli machen sich, wie viele Kinder in dieser Zeit um 1939, auf den Weg in eine sicherere Zukunft, auf der Flucht vor dem Nazi-Regime.
Ihre Reise führt sie von Wien auf eine Schäreninsel an der schwedischen Küste. Dort werden sie von Pflegeeltern aufgenommen. Während sich die kleine Nelli gut einlebt in ihrer Pflegefamilie, schnell Freunde findet und die fremde Sprache ohne Probleme lernt, hat ihre 12 jährige Schwester Steffi große Schwierigkeiten sich einzuleben. Geplagt von Heimweh, Einsamkeit und dem ablehnenden Verhalten ihrer KlassenkameradInnen, wartet sie sehnsüchtig auf eine Nachricht von ihren Eltern aus Wien, die auf die Einreise nach Amerika warten.
Der Schreibstil ist mitreißend und bildhaft, sodass man sich gut in die Geschichte einfühlen kann. Der Autorin gelingt es auf besondere Weise, die Geschehnisse dieser Zeit und die Gefühle der Schwestern begreifbar und nachfühlbar rüberzubringen. So bringt sie das geschichtliche Thema in die Lesewelt von Kindern und Jugendlichen.
Interessant finde ich, wie die Autorin es schafft, die unterschiedliche Entwicklung der beiden Schwestern deutlich zu machen. Nelli scheint sich mit den veränderten Lebensbedingungen rasch und gut zu arrangieren, Steffi hingegen tut sich schwer und sie begegnet auch in Schweden Menschen, die Vorbehalte gegenüber Juden haben.
Thematisch wird das Buch immer aktuell sein und die preisgekrönte Autorin schafft einen altersgerechten Zugang.
Das Cover macht für mich die Isolation der Schwestern auf der Insel deutlich und passt gut zur Geschichte.
Die Illustrationen von Sabine Wilharm sind auch ohne viel Farbe eindrücklich und verstärken gekonnt die Wirkung der Geschichte.
Da es der 1. Teil einer 4-teiligen Reihe rund um Steffi und Nelli ist, bin ich gespannt auf die folgenden Teile und begleite die Schwestern gern auf ihrem weiteren Weg!
Das Buch erhält von mir 4 von 5 Punkten!
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1938, zwei Kinder werden nach Schweden verschickt, um sie zu retten und erleben Fremde
1938, die Deutschen sind nun auch in Österreich einmarschiert. Eine jüdische Wiener Familie versucht, ein Visum für die Ausreise in die USA zu erhalten. Als dies vorerst scheitert, schicken sie …
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1938, zwei Kinder werden nach Schweden verschickt, um sie zu retten und erleben Fremde
1938, die Deutschen sind nun auch in Österreich einmarschiert. Eine jüdische Wiener Familie versucht, ein Visum für die Ausreise in die USA zu erhalten. Als dies vorerst scheitert, schicken sie ihre beiden Töchter Steffi und Nelli nach Schweden, um sie dort in Sicherheit zu wähnen. Die Geschwister landen auf einer kleinen Insel. Dort werden sie, entgegen der Absprachen, getrennt. Die jüngere Nelli kommt in eine nette Pflegefamilie. Steffi wird bei einer verhärmten Frau untergebracht, die wenig redet und dem Mädchen kaum positive Gefühle entgegen bringt. Es ist ein ganz anderes Leben, das hier auf die beiden einstürzt. Eine fremde Sprache, Ablehnung, gar Mobbing in der Schule und die einheimische Bevölkerung zeigt auch eine eher negative Einstellung gegenüber den Kindern. Das trifft vor allem die ältere Steffi, die durchaus auch mal aufbegehrt und so einfach zu einem guten Ziel für gängige Vorurteile und Anfeindungen wird. Im Inneren ist das erst 12-jährige Mädchen verängstigt und hat unsagbares Heimweh nach ihren Eltern. Schreiben tut sie ihnen natürlich nichts davon, denn sie sollen sich nicht noch mehr Sorgen machen. Die Hoffnung auf eine schnelle Wiederzusammenführung schwindet, denn die Immigration nach Amerika ist erst einmal nicht möglich. Doch ganz langsam wird es besser. Auch Steffi erfährt eine erste zaghafte Annäherung an eine Mitschülerin, in der Schule zeigen sich erste 'Erfolge' und ganz wider Erwarten stellt sich ihre Pflegemutter in einer entsprechenden Situation hinter 'ihr Kind'.
Dieses 1996 erschienene und nun neu aufgelegte Buch, es erschüttert und berührt zutiefst. Das Fühlen der Kinder, Fremdsein, Verlassenheit, die Angst vor der realen Bedrohung ihres Lebens und das herzzerreißende Heimweh nach Geborgenheit durch Eltern und Heimat, das ist einem so nah, wenn man dies hier liest. Und die Gedanken führen einen weiter, zu einem Heute, in dem Krieg und Flucht so aktuell und die Berührungspunkte mit diesen Themen so präsent und nah sind, wie dies für uns so schon lange nicht mehr der Fall gewesen ist. Menschen flüchten, suchen Schutz in der Fremde und fühlen genau das, was uns hier in diesem Buch so berührt.
Das sollten wir mitnehmen in unseren Alltag und es bewusst leben.
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Eine wichtige Lektüre
1996 wurde dieses Buch erstveröffentlicht, ist aber gut 30 Jahre später aktuell wie eh und je. Gerade in unserer aktuellen politischen Lage zeigt es dies nochmal klarer auf.
Wien, 1939. Die Nazis erobern die Stadt. Die Schwestern Nelli und Steffi sind …
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Eine wichtige Lektüre
1996 wurde dieses Buch erstveröffentlicht, ist aber gut 30 Jahre später aktuell wie eh und je. Gerade in unserer aktuellen politischen Lage zeigt es dies nochmal klarer auf.
Wien, 1939. Die Nazis erobern die Stadt. Die Schwestern Nelli und Steffi sind Juden. Die Eltern fassen eine schwere Entscheidung, um ihre Kinder vor den deutschen zu retten schicken sie sie als Flüchtlinge nach Schweden. Dort werden die beiden getrennt und müssen versuchen ohne Sprachkenntnisse klar zu kommen.
Es ist ein Kinderbuch, sprachlich würde ich das aufjedenfall so unterschreiben. Ich hatte beim lesen aber durchgehend ein bedrückendes Gefühl. Wenn man sich in die Mädchen hineinversetzt, gerade mit all dem Wissen welchen wir heute über den zweiten Weltkrieg haben finde ich es schon eine harte Kost.
Mag ein Kind welches vielleicht gerade im Übergang zur weiterführenden Schule ist anders sehen, da sie das oft anders verarbeiten.
Dennoch ein wichtiges und gutes Buch. Bei dem ich leider aber immer eine Kloß im Hals hatte.
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Das Ende der Welt
Kurz nach dem Anschluss Österreichs an Nazideutschland gelingt es den Eltern von Steffi und Nelli, ihre Töchter aus Wien ins sichere Schweden zu schicken. Dort sind sie erst einmal geschützt vor Übergriffen, von denen man im Laufe der Lektüre …
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Das Ende der Welt
Kurz nach dem Anschluss Österreichs an Nazideutschland gelingt es den Eltern von Steffi und Nelli, ihre Töchter aus Wien ins sichere Schweden zu schicken. Dort sind sie erst einmal geschützt vor Übergriffen, von denen man im Laufe der Lektüre erfährt, denn der Vater wurde sogar schon ins KZ gesteckt, und nun bemüht sich die Familie um ein Visum in die USA.
Trotzdem ist die Welt noch lange nicht in Ordnung für die beiden Mädchen, denn zu den offensichtlichen Problemen wie der fremden Sprache, dem ungewohnten Essen und dem Heimweh nach den Eltern kommt hinzu, dass es auch im Schweden der Dreißigerjahre fremdenfeindliche Tendenzen und Mobbing in der Schule gibt.
Während die jüngere Nelli sich relativ schnell in ihre freundliche Gastfamilie mit zwei Kindern eingewöhnt, leidet Steffi unter der Verbitterung ihrer Pflegemutter und deren christlichem Fundamentalismus, der ihr den Zugang zu dem andersgläubigen Kind erschwert.
Die preisgekrönte Kinderbuchautorin bereitet hier ein schwieriges Thema so kindgerecht wie möglich auf, und trotzdem blutet einem auch als Erwachsenem das Herz über all der Mühsal, die die Kinder bereits erlitten und die ihnen noch bevorstehen. Dabei verschont Annika Thor die junge Leserschaft auch nicht vor grausamen Episoden wie der Reichsprogromnacht und einem nächtlichen Übergriff der Gestapo inklusive Liquidierung des geliebten Hunds.
Kleine Lichtblicke erzeugen nur gelegentliche Begegnungen mit freundlichen Menschen wie Vera und der "Frau Doktor".
Dieser Kinderroman, 1996 im Original erschienen und in der deutschen Übersetzung 1998, wurde nun wieder neu aufgelegt, gerade rechtzeitig, um in der derzeitigen Debatte um die Immigration eine Stimme zu erheben. Sabine Wilharms ausdrucksvolle Illustrationen greifen die Stimmung der Geschichte adäquat auf und verdeutlichen deren Aussage noch.
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