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Leo
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Aalen

Bewertungen

Insgesamt 183 Bewertungen
Bewertung vom 18.01.2026
Meyer, Kai

Das Antiquariat am alten Friedhof


sehr gut

Der erste Teil des Buches. Felix, Julius, Eddie und Vadiem sind beste Freunde und sie verbindet auch die Leidenschaft für Bücher, antiquarisches und besonderes und das führt sie in das graphische Viertel von Leipzig. Sie frönen der Leidenschaft, aber dann kommt es zu einer schicksalshaften Begegnung und das Geschehniss begleitet sie für immer. Im zweiten Teil des Buches. 1945 in den USA, nach dem Ende des Krieges, arbeitet Felix und dann ruft Leipzig. Er soll zurück kehren und die Schatten seiner Vergangenheit holen ihn dann ein und endlich kann es ein Ende geben, oder?

Kai Meyer führt uns wieder ins alte Leipzig und siedelt seinen vierten Band nicht minder spannend an. Verwicklungen mit der Historie und gekonnte kniffe in die Trickkiste, machen das Buch zu einem großartigen Großen und Ganzen. Felix ist eine großartige Figur, die sich über die Jahrzehnte prima entwickeln kann und wir dürfen an allem Teil haben. Es ist aber auch wieder eine Homage an die Welt der Bücher und ich muss wieder mal nach Leipzig.

Bewertung vom 18.01.2026
Borrmann, Mechtild

Lebensbande


ausgezeichnet

Lene verliebt sich in Joop, aber ihre Eltern dulden es nicht, dass sie sich mit dem Niederländer vermählt und die junge, lebenslustige Frau, heiratet einen Anderen und sie bekommen Leo. Je älter er wird, desto offensichtlicher wird es, dass er eine Behinderung hat. Der Zweite Weltkrieg bringt Unruhen, Leid und Leo wird “Reichsausschusskind” bezeichnet. Lene will nicht, dass sie ihn verliert und lernt die Krankenschwester Nora kennen und diese hilft ihr, damit Leo frei kommt, aber ein Arzt kommt ums Leben. Der Krieg tobt und Nora kommt 1942 in ein russisches Gulag. Dort lernt sie Lieselotte kennen und die Frauen werden Vertraute, Freundinnen und hegen einen lebensgefährlichen Plan.

Mechtild Bormann lässt ihre drei Frauenfiguren in den Wirren der Zeit lebendig werden und wir begleiten sie über viele Jahrzehnte. Der Wechsel der Zeiten und Erzählperspektiven, machen das Buch zu etwas Großem und Besonderem. Neben all dem Leid und Elend, wird wieder einmal deutlich, dass Zusammenhalt, Freundschaft und Liebe, einfach alles überdauern und überstehen können. Bewegendes Buch.

Bewertung vom 16.01.2026
Woywod, Torsten

Mathilde und Marie


ausgezeichnet

Inmitten der belgischen Ardennen liegt Redu. Ein kleines Dörfchen mit nicht mal 400 Einwohnern. Hier kommt Marie an. Die junge Französin ist auf der Flucht vom lauten, schnellen Paris und auch vor sich selbst und hat im Zug Jonina und Thomas kennen gelernt und die nehmen sie mit nach Redu. Hier gibt es nur eine Stunde am Tag Internet und sonst ist das Leben hier eben langsamer, bedächtiger, ehrlicher und ruhiger. Brot backen braucht seine Zeit, Papierschöpfen ist eine stille Kunst und Bücher sind wichtig und der Schlüssel zur Seele. Marie lernt all das kennen und sie zögert, hadert und schaut aufs stille Handy, aber immer wieder sieht sie die mürrische Mathilde. Diese wiederum ist argwöhnisch und ihr ist die Fremde ein Dorn im Auge. Aber Redu ist auch ein Ort, wo die Menschen sich verändern, aufwachen, wieder leben und sich auf neue Straßen trauen. Wo führt der Weg von Jonina, Thomas, Mathilde und vor allem von Marie hin?

Torsten Woywod hat ein Kleinod geschaffen, einen Ort zum wohlfühlen und eine Geschichte, die verzaubert. Mit sanften Tönen und einer klugen Sprache, erzählt er die Geschichte und seine Figuren haben viel Platz um sich zu entwickeln und zu entfalten und so kommen wir Leser auch zur Ruhe, in Redu an und ich musste oft Pause machen und nachdenken und ich habe Appetit bekommen und während mein Brotteig im Gärkörbchen ruht, lese ich weiter. Danke für dieses zauberhafte Geschichte, diesen Ort und das Schönste ist, Redu gibt es wirklich und so kann man diesen stillen Ort sogar besuchen. 2026 ist noch so jung, aber das erste große Buch Highlight ist schon da.

Bewertung vom 12.12.2025
Bjergfeldt, Annette

Mr. Saitos reisendes Kino


ausgezeichnet

Im Jahr 1927 wirbelt Fabiola in schönen Schuhen über die Tanzflächen in Beunos Aires und da wird ein Kind gezeugt. Litas Reise auf die Welt ist schon von Beginn an voller Abenteuer und völlig anders als bei den anderen Kindern. Das Tanzen ist Fabiola wichtig, aber Schuhe noch mehr. Da gerät sie in einen großen Schlamassel und muss mit ihrer Kleinen die Heimat verlassen und kommen in einem Seemannsheim in Neufundland unter. Lita hofft, dass sie dort bleiben, denn es ist schön, sie findet Freunde und es gibt so viele liebevolle Menschen. Doch das Leben hat viele Wellen auf Lager und es gibt so viele Überraschungen und Unwägbarkeiten. Immer wieder hört sie die Geschichten über Mr.Saito. Er reist mit seinem Kino umher und sie ist elektrisiert von den Geschichten. Als er eintrifft und seine Leinwand aufbaut und Lita zum ersten mal die Magie eines Filmes erlebt, verfällt sie dem Zauber und ihr Leben verändert sich wieder einmal von Grund auf und sie möchte ihren Weg gehen.

Mit einem feinen Gespür für die besonderen Momente, erzählt Annette Bjergfeldt diese große Geschichte. Historische Ereignisse sind gekonnt eingepackt in eine große Lebens- und Liebesgeschichte. Die Figuren wachsen einem sofort ans Herz und man leidet, liebt, weint, hofft, bangt und staunt mit ihnen. Ein großer Erzählbogen in sieben Wellen und die Charaktere sind einfach fantastisch beschrieben und geschrieben. Die Metaphern sind großartig und wenn “Humphrey Bogart auf der Leinwand auftaucht gab es ein Leck in den Kajüten in der fünften Reihe.” Das ist so groß und eine ganz besondere Erzählkunst. Einfach eintauchen in diese schöne Welt.

Bewertung vom 12.12.2025
Black, Uli

Amokalarm


ausgezeichnet

H.C. Nachtnebel spielt mit seinen Kumpels am liebsten Basketball und auch mit seinem Vater wirft er gerne ein paar Körbe. Er ist sechzehn Jahre alt und außer in Mathe, ist er in der Schule nicht besonders gut. Nach einer schwierigen Phase in seinem Leben, läuft alles in ruhigen Bahnen, aber dann kommt Kira in die Klasse. H.C.s Herz schlägt schneller, er ist verwirrt und angetan und sucht ihre Nähe und auch sie ist von ihm begeistert. Langsam kommen sie sich näher, aber es scheint etwas passiert sein, denn H.C. steht mit einer Bombe in einem Klassenzimmer und hält einige Lehrer in Schach und möchte die Wahrheit und für sich selbst kämpfen. Was ist nur passiert?

Uli Black baut eine enorme Spannung auf, die sich immer mehr steigert und die einen Bogen spannt, der von früher bist in die Gegenwart kommt und dadurch bekommen wir ein großes, ganzes Bild von allem. Die Figuren sind super beschrieben und durch den Perspektivwechsel, wird die Spannung immer größer und Themen wie Ausgrenzung, psychische Probleme und Zusammenhalt sind sehr wichtig und kommen durch Uli Black sehr gut rüber. Ein Jugendthriller der es in sich hat und der einen sofort packt und nicht mehr los lässt.

Bewertung vom 21.11.2025
Gerleit, Annegret

Wichtel Emil und die Waldtiere. 24 Geschichten zum Vorlesen im Advent. Für Kinder von 3 bis 6


ausgezeichnet

Es ist ganz viel los bei den großen Wichteln , denn Weihnachten ist nicht mehr fern. Aber für Emil ist es nicht so toll, denn er darf noch nicht wichteln und so muss er sich selber etwas suchen, dass ihn unterhält und begeistert. Er mag die Tiere und der Wald ist natürlich voll von ihnen und gemeinsam will er mit ihnen ein großes Weihnachtsfest. Viel ist zu organisieren, zu machen und zu tun und man muss zusammen helfen und halten, um dann auch ein gemeinsames Fest zu feiern.

Vier und zwanzig tolle Karten mit schönen Bildern von Emil und seinen Freunden und immer eine super schöne Geschichte. Einfach toll gemacht wieder einmal vom Don Bosco Verlag.

Bewertung vom 20.11.2025
Ahrens, Jürgen

Tegernsee-Verhängnis


ausgezeichnet

Ein Ehepaar kommt vom Tauchen nicht zurück und wird von der Polizei tot geborgen. Ein neuer Fall für Hauptkommissar Markus Kling. Wie kam es im Tegernsee dazu? Kling und sein Team ermittelt los und es gibt einige Spuren und der Fall wird immer spannender und verzwickter. Die Presse berichtet von dem Fall und auch über den Superstürmer vom FC Martinsried und je länger Kling nachforscht, umso mehr kommt er zu der Überzeugung, dass da irgendein Zusammenhang besteht. Dann bekommt er noch unverhofft ein Jobangebot und erfährt dort auch etwas über die Leichen vom See und dann gibt es einen weiteren Toten und Kling muss schnell handeln.

Ein super genialer Krimi mit vielen Überraschungen, großartigen Wendungen und sympathischen und tollen Charakteren. Neben der spannenden Fall, erlebt man auch das nicht weniger spannende Privatleben von Markus Kling. Viel Lokales lässt Jürgen Ahrens mit einfließen. Klasse gemacht!

Bewertung vom 06.11.2025
Abidi, Heike

Und Tschüss!


ausgezeichnet

Es gibt so viele Menschen und jeder von uns ist anders, das ist gut so, aber es gibt natürlich auch die Krafträuber. Die , die uns den letzten Nerv rauben. Heike Abidi hat hier fünf Kapitel geschrieben und so einen super amüsanten Ratgeber geschrieben, der neben all dem Witz, eben viele Tipps und Tricks für den Alltag gibt. Es fängt an mit den nervigen Freunden, Nachbarn und so weiter und da geht es gleich zur Sache, aber Heike weiß Rat. Social Media, das Netz, hier tummeln sich viele, die ihren Frust abladen wollen und ihren Spott und Hohn verteilen und hier gibt es natürlich kluge Wege im Umgang mit diesen Menschen. Familie, ja, ein ganz großes Thema und Kapitel und auch wenn ich da super Glück habe, gibt es bei vielen große Probleme und Unstimmigkeiten und ungewollte Ratschläge und da muss man erstmal einen Ausweg finden. Mit praktischen und klugen Sätzen, kann man da so manchen in die Schranken weisen. Dann gibt es die Menschen, die unser Hobby, unsere Freizeit stören und auch hier gibt es hilfreiche Tipps. Im letzten Kapitel geht es um die Arbeit, denn hier verbringt man ja die meiste Zeit, aber es gibt halt auch immer wieder Leute, die einem den Alltag zerstören. Heike Abidi gibt hier Wege vor und Ideen und das hilft.

Ein Ratgeber, der mega viel Spaß macht und unterhält, aber eben auch super hilfreich ist und mit klugen Ratschlägen und tollen Antworten und praktischen Tipps und Tricks weiter hilft.

Bewertung vom 05.11.2025
Perego, Carlotta

Carlottas vegane Küche


weniger gut

Sie ist aus Italien und Influencerin und sie ist wohl sehr bekannt und beliebt und bringt die Vegane Küche näher. Ich gebe seit über 15 Jahren Vegane Kochkurse und bin immer auf der Suche nach neuen Rezepten und Anregungen. Ich hatte auf viel Italien gehofft, aber da wurde ich bitter enttäuscht. Das Buch sieht super aus und hat ein tolles Format. Es sind knapp 60 Seiten Einleitung, was für Anfänger eine super Sache ist. Hier erfährt man eine Menge über Einkaufstechniken, Vorrat, Kniffe und Tricks und natürlich darf auch das Modewort Meal Prep (ist ja nichts anderes als vorkochen, vorbereiten) nicht fehlen. Dann kommen die Rezepte. Für mich leider nichts Neues. Da wiederholt es sich leider zu oft und ich brauche nicht nochmal Humus, Toast oder Linsenrezepte (außer sie sind ganz innovativ). Bei jedem Kochbuch lege ich mir einen Zettel zur Seite und notiere alle Rezepte die ich unbedingt nach kochen will oder die ich auch super für meine Kochkurse verwenden kann. Hier gibt es gerade mal vier Sachen und die sind ja nicht mal sonderlich aufregend. Farinata mit Zucchini, Cannellinibohnensalat, Orecchiette mit Mandelpesto und der Ratatouille Kuchen. Etwsa mager für über 80 Rezepte. Für Anfänger und Fans sicher ein super Buch, aber für mich, der so viele Vegane Kochbücher hat und Kurse gibt, leider nichts.

Bewertung vom 03.11.2025
Schwarzhuber, Angelika

Der Weihnachtssee


ausgezeichnet

Jana ist bei ihren Eltern im Bayerischen Wald und der Schnee fällt unablässig auf die Erde. Ihre Familie wird an Heilig Abend nicht da sein, denn ihre Schwester hat den Eltern und sich und ihrer kleinen Familie eine Kreuzfahrt geschenkt. Jana ist etwas gekränkt, dass sie da bleiben muss. Aber sie macht sich mit einem voll bepackten Auto auf zur Tante und dann nach Hause. Aber das Schneetreiben wird immer dichter und sie muss auch noch von der großen Straße runter und dann geht alles ganz schnell. Ihr Auto dreht sich und sie kommt gerade so zum stehen und stapft in den Schnee. Kälte und alles voller Schnee und der Wagen fährt nicht mehr los, aber dann erblickt sie ein hell erleuchtet Haus am See und macht sich auf und als sich die Türe öffnet, beginnt für Jana ein Weihnachten, dass sie nie wieder vergessen wird und das nicht nur ihr Leben für immer auf den Kopf stellen wird.

Voller Wärme, Gefühl und auch Tiefgang erzählt Angelika Schwarzhuber die Geschichte. Es sind so viele liebevolle und tolle Figuren und Charaktere und es gibt alle Zutaten für das perfekte Weihnachtsbuch. Wärme, Schnee, einen geheimnisvollen Wunschsee, tolle Charaktere, Familiengeheimnisse, Liebe und der Bayerische Wald und besonders Bodenmais sind auch noch eine hervorragende Kulisse. Als Bonus gibt es so viele tolle kulinarische Momente in dem Roman und damit man sie nachkochen kann, gibt es hinten im Buch einen tollen Rezeptteil.