Mick Herron
Broschiertes Buch
Down Cemetery Road
Zoë Boehm ermittelt in Oxford
Übersetzung: Schäfer, Stefanie; N., N.
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Sarah Tucker lebt in einem beschaulichen Vorort von Oxford, in der Rolle als Hausfrau gestrandet. Als jedoch nach einer Explosion in der Nachbarschaft ein Kind spurlos verschwindet, findet sie keine Ruhe mehr und holt sich Hilfe bei der Privatermittlerin Zoë Boehm. Gemeinsam bringen die beiden Frauen mehr Geheimnisse als Antworten ans Licht - Menschen, die lange für tot gehalten wurden, weilen unter den Lebenden, während sich immer mehr schnell zu den Toten gesellen. Vom ruhigen, abgründigen Pflaster Oxfords in ein Netz aus Verschwörungen von hochoffizieller Seite.
Mick Herron, geboren 1963 in Newcastle-upon-Tyne, studierte Englische Literatur in Oxford, wo er auch lebt. Seit 2024 ist er Mitglied der Royal Society of Literature. Seine Romane wurden vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Theakston's Old Peculier Crime Novel und dem Ellery Queen Readers Award; für sein Lebenswerk erhielt er 2025 den CWA Diamond Dagger. Sowohl seine in London angesiedelte ¿Slow Horses¿-Serie als auch die Oxford-Serie um die Privatermittlerin Zoë Boehm werden mit Starbesetzung von Apple TV+ verfilmt.
Produktdetails
- Verlag: Diogenes
- Artikelnr. des Verlages: 562/30115
- 02. Aufl. 2025.
- Seitenzahl: 560
- Erscheinungstermin: 22. Oktober 2025
- Deutsch
- Abmessung: 201mm x 122mm x 30mm
- Gewicht: 447g
- ISBN-13: 9783257301151
- ISBN-10: 3257301154
- Artikelnr.: 75321172
Herstellerkennzeichnung
Diogenes Verlag AG
Reinhard-Mohn-Straße 100
33333 Gütersloh
vertrieb@diogenes.ch
»Herrons unterhaltsame, aber auch ganz schön hintergründige Romane leben von komischen Situationen und brillanten Dialogen.«
Dies ist der erste Roman von Mick Herron, bereits 2003 im Original erschienen – und erstaunlich zeitlos. Auch hier (wie in vielen seiner anderen Bücher) geht es um derart geheime Geheimdiensttätigkeiten, dass ich mich beim Lesen fragte, wer eigentlich davon weiß. Vermutlich: …
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Dies ist der erste Roman von Mick Herron, bereits 2003 im Original erschienen – und erstaunlich zeitlos. Auch hier (wie in vielen seiner anderen Bücher) geht es um derart geheime Geheimdiensttätigkeiten, dass ich mich beim Lesen fragte, wer eigentlich davon weiß. Vermutlich: niemand. Und wenn doch, dann will es niemand wissen.
Im Mittelpunkt steht Sarah Tucker, die im Süden Oxfords ein unaufgeregtes, wenig erfüllendes Leben führt. Während ihr Mann Karriere macht, bleiben ihre eigenen Bemühungen erfolglos. Als in der unmittelbaren Nachbarschaft ein Haus teilweise in die Luft fliegt und ein Kind verschwindet, wird Sarah aus ihrer Lethargie gerissen. Sie beginnt, Fragen zu stellen, und engagiert einen Privatdetektiv, der tatsächlich Merkwürdiges zutage fördert: Tote werden wieder lebendig, nur um erneut zu sterben; Informationen werden zurückgehalten; und Menschen sterben mit einer gewissen Regelmäßigkeit. Kurz gesagt: In Sarahs Leben ist nichts mehr wie zuvor.
Das Wunderbare an Mick Herrons Büchern ist der Witz, mit dem sie erzählt werden. Obwohl es um spannende und schreckliche Geschehnisse geht – meist nur andeutungsweise geschildert –, grinst man beim Lesen immer wieder über den ironischen Ton und die herrlichen Schlagabtausche der Figuren.
Titel und Klappentext versprechen Zoë Boehm – tatsächlich ist sie eher eine Nebenerscheinung. Die eigentliche Hauptfigur ist Sarah Tucker, und das funktioniert hervorragend. Zoë Boehm tritt nur wenige Male auf und erst zum Schluss etwas deutlicher in Erscheinung. Gut möglich, dass Herron die Idee einer Serienfigur erst im Nachhinein entwickelte. Der Roman jedenfalls macht Lust auf mehr.
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2,5 von 5 (aufgewertet)
Als „Die Hard Fan“ der auf das Abstellgleis Slough House verfrachteten „Slow Horses“ habe ich mich sehr auf „Down Cemetery Road“ gefreut, dabei aber leider außer Acht gelassen, dass dies der allererste Roman von Mick Herron …
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2,5 von 5 (aufgewertet)
Als „Die Hard Fan“ der auf das Abstellgleis Slough House verfrachteten „Slow Horses“ habe ich mich sehr auf „Down Cemetery Road“ gefreut, dabei aber leider außer Acht gelassen, dass dies der allererste Roman von Mick Herron war.
Im Vergleich schneidet dieser Reihenauftakt wesentlich schlechter ab, was definitiv dem gesamten Aufbau geschuldet ist. Und wenn wir schon dabei sind, angeblich ermittelt, so man dem Untertitel Glauben schenken kann, Zoë Boehm in Oxford. Leider ist von der besonderen Atmosphäre dieser alten Universitätsstadt genauso wenig zu spüren wie von der Gegenwart der genannten Ermittlerin, die erstmalig im letzten Viertel des Romans aktiv ins Geschehen eingreift.
Der Großteil der Handlung kreist um Sarah Tucker, Teilzeit-Restauratorin und Hausfrau, die mit ihrem ereignislosen Leben höchst unzufrieden ist. Das ändert sich, als bei einer Dinner-Einladung das Nachbarhaus explodiert. Einzig das Kleinkind mit den gelben Gummistiefeln überlebt, wird aber in der offiziellen Berichterstattung nicht mehr erwähnt. Ein Umstand, der nicht nur Sarahs Misstrauen weckt, sondern auch dazu führt, dass sie mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln den Verbleib des Kindes herausfinden möchte. Die Behörden geben keine Auskunft, die Nachforschungen des von ihr beauftragten Privatdetektivs führen zu dessen Tod. Und seine Gattin, besagte Zoë Boehm, hat außer flapsigen Bemerkungen auch herzlich wenig zur Klärung beizutragen. Unterstützung erhält Sarah Tucker durch einen vom Tod gezeichneten Ex-Militär, dessen schockierende Informationen Hinweise darauf geben, worum es in diesem Fall eigentlich geht. Und die zahlreichen bösen Buben, die auf der Payroll der Regierung stehen und unmittelbar darauf die Bühne betreten, wollen und sollen mit aller Macht verhindern, dass die Schweinereien der Regierung ans Licht kommen. Auch wenn das die Leben von Unbeteiligten kostet.
Sarah Tucker wirkt unglaubwürdig, ist nervig und agiert planlos, stolpert ohne Sinn und Verstand durch eine Handlung, die sich über weite Strecken im Kreis dreht und mit Nebensächlichkeiten und ständigem Hin und Her künstlich aufgebläht wird. Und das ändert sich auch kaum, als endlich Zoë Boehm, eine zutiefst unsympathische Person, ins Geschehen eingreift. Qualifikation für den Job? Keine. Und der Showdown? Ach ja, da war doch was. Konnte aber auch nicht überzeugen.
Natürlich darf man die Erwartungen bei einem Debüt nicht zu hoch schrauben, wer aber hofft, zumindest ansatzweise eine gut geplottete Story in der Qualität der Slough House-Reihe zu bekommen, wird enttäuscht sein, denn nur in ganz wenigen Passagen blitzt der Herron‘sche Sarkasmus auf, der diese Reihe so lesenswert macht.
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Hatte mir etwas mehr von diesem Krimi versprochen!
Mick Herron, der gefeierte Meister der Spionageliteratur, liefert mit „Down Cemetery Road“ einen Krimi ab, der mich hin- und hergerissen zurücklässt.
Die Geschichte beginnt in einem beschaulichen Vorort von Oxford: Die …
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Hatte mir etwas mehr von diesem Krimi versprochen!
Mick Herron, der gefeierte Meister der Spionageliteratur, liefert mit „Down Cemetery Road“ einen Krimi ab, der mich hin- und hergerissen zurücklässt.
Die Geschichte beginnt in einem beschaulichen Vorort von Oxford: Die frustrierte Hausfrau Sarah Tucker wird durch eine Explosion in der Nachbarschaft aus ihrer Lethargie gerissen. Als ein Kind spurlos verschwindet, begibt sie sich gemeinsam mit der Privatermittlerin Zoë Boehm auf eine Suche, die sie tief in ein Netz aus hochoffiziellen Verschwörungen führt.
Sprachlich agiert Herron auf gewohnt hohem Niveau. Seine Einblicke in geheimdienstliche Abgründe sind präzise und scharfzüngig. Doch hier liegt auch die Schwäche: Für meinen Geschmack wurden diese Details zu ausführlich dargestellt, was den Lesefluss merklich hemmt.
In der Mitte des Buches treten leider deutliche Längen auf. Die Handlung entwickelt sich eher gemächlich, was zwar die düstere Atmosphäre betont, aber an der Spannung zehrt. Die vielen Perspektivwechsel und das furiose Finale können zwar einiges entschädigen, ließen mich jedoch auch etwas verwirrt zurück.
Ein Krimi mit großen Stärken in der Atmosphäre und Sprache, aber die zähen Passagen machen ihm zu schaffen. Für Herron-Fans interessant, für Freunde schneller Thriller eher eine Geduldsprobe.
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Spannende Krimireihe
Klappentext:
Sarah Tucker lebt in einem beschaulichen Vorort von Oxford, in der Rolle als Hausfrau gestrandet. Als jedoch nach einer Explosion in der Nachbarschaft ein Kind spurlos verschwindet, findet sie keine Ruhe mehr und holt sich Hilfe bei der Privatermittlerin Zoë …
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Spannende Krimireihe
Klappentext:
Sarah Tucker lebt in einem beschaulichen Vorort von Oxford, in der Rolle als Hausfrau gestrandet. Als jedoch nach einer Explosion in der Nachbarschaft ein Kind spurlos verschwindet, findet sie keine Ruhe mehr und holt sich Hilfe bei der Privatermittlerin Zoë Boehm. Gemeinsam bringen die beiden Frauen mehr Geheimnisse als Antworten ans Licht, Menschen, die lange für tot gehalten wurden, weilen unter den Lebenden, während sich immer mehr schnell zu den Toten gesellen. Vom ruhigen, abgründigen Pflaster Oxfords in ein Netz aus Verschwörungen von hochoffizieller Seite.
„Down Cemetery Road“, ist der 1. Band der Reihe „Zoë Boehm ermittelt in Oxford“ von Mick Herron.
Sarah Tucker lebt in Oxford. Sie ist Hausfrau und in ihrer Ehe mit Mark nicht wirklich glücklich. Nach einer Explosion in der Nachbarschaft, bei der zwei Menschen ums Leben kommen und die 4jährige Dinah geborgen werden kann, aber dann spurlos verschwindet.
Sarah, die auf ihre Fragen nach Dinah keiner Antworten bekommt, ahnt das hier etwas nicht stimmt. Sie beauftragt die Privatdetektiven Zoë Boehm, mit ihr zusammen das Kind zu suchen. Bald schon sehen sie sich eine Verschwörung gegenüber, die sie in tödliche Gefahr bringt.
Mick Herron versteht es gut, Spannung aufzubauen und sie über die gesamte Geschichte aufrechtzuhalten.
Die Charaktere sind gut gezeichnet und interessant. Sarah Tucker, die das Dasein einer gelangweilten Hausfrau fristet, ist schnell damit beschäftigt nach Dinah zu suchen. Später stößt dann noch Zoë Boehm hinzu. Die beiden Frauen als Team gefallen mir gut.
Die Handlungsorte werden gut beschrieben.
Die Geschichte schreitet in einem ordentlichen Tempo fort.
Der Schreibstil ist flüssig, gut verständlich und etwas anspruchsvoller als beide en meisten Kriminalromanen.
Mit seinem sarkastischen Humor, vor dem auch der britische Geheimdienst nicht verschont wird, lockert Mick Herron die Geschichte immer wieder auf.
„Mir hat „Down Cemetery Road“ gut gefallen und ich freue mich schon auf den 2. Band.
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Subtiler und langsamer Geheimdienst-Thriller als Debut;
Dieses Romandebut von Mick Herron erschien 2003 und spielt auch in den Nuller Jahren. Das wusste ich beim Lesebeginn noch nicht und es wirkte gleichzeitig zeitlos und doch ein bisschen antiquiert auf mich. Der Schreibstil ist mir aus der Reihe …
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Subtiler und langsamer Geheimdienst-Thriller als Debut;
Dieses Romandebut von Mick Herron erschien 2003 und spielt auch in den Nuller Jahren. Das wusste ich beim Lesebeginn noch nicht und es wirkte gleichzeitig zeitlos und doch ein bisschen antiquiert auf mich. Der Schreibstil ist mir aus der Reihe der Slow Horses bekannt, man erkennt ihn sofort, auch wenn er noch nicht so verfeinert ist. Ich mag den englischen, unterschwelligen Humor und die kleinen, bösen Analysen von Alltagsdetails. Der Titel ist etwas verwirrend, denn Zoe Boehm kommt im Buch kaum vor und steigt nie so richtig in den Fall ein. Der Plot an sich hat mir gut gefallen,. Eine gelangweilte Hausfrau sticht in ein Wespennest und das Ganze nimmt ungeahnte Ausmaße an, ein sehr subtiler Geheimdienst-Thriller. Allerdings zieht es sich in der ersten Hälfte doch, für mich hätte die Handlung gerade zu Beginn schneller Fahrt aufnehmen dürfen. Das Ende hat mir gut gefallen, obwohl es Raum für Interpretationen lässt.
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Verwirrend und oberflächlich
Das beschauliche Oxford wird zum Verbrechen. Eine Explosion erschüttert die Nachbarschaft um Sarah Tucker und dann verschwindet auch noch ein Kind... Das wird Sarah zuviel, sie will wissen was geschehen ist und kontaktiert die Privatermittlerin Zoe Boehm. …
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Verwirrend und oberflächlich
Das beschauliche Oxford wird zum Verbrechen. Eine Explosion erschüttert die Nachbarschaft um Sarah Tucker und dann verschwindet auch noch ein Kind... Das wird Sarah zuviel, sie will wissen was geschehen ist und kontaktiert die Privatermittlerin Zoe Boehm. Die beiden Frauen begeben sich auf Spurensuche und finden unglaubliche Dinge heraus. Totgesagte leben noch, es gibt noch mehr Tote und es wimmelt nur so von Intrigen und Undurchsichtigkeit.
Diese Geschichte ist zu flapsig erzählt und verwirrt ziemlich. Die Protagonisten sind sehr redselig und kommentieren einfach alles. Das ist etwas zu viel. Das kann Mick Herron besser, wie ich finde. Leider konnte ich mich so nicht für das Buch begeistern. Schade!
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Explosiv und abgründig
„Du wirst dir noch wünschen, dich wieder zu langweilen. Schon bald. Glaub mir nur das.“
Sarah Trafford, geb. Tucker lebt zusammen mit ihrem Ehemann Mike gut situiert in Oxford. Während er Karriere macht und sich dabei immer weiter von den …
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Explosiv und abgründig
„Du wirst dir noch wünschen, dich wieder zu langweilen. Schon bald. Glaub mir nur das.“
Sarah Trafford, geb. Tucker lebt zusammen mit ihrem Ehemann Mike gut situiert in Oxford. Während er Karriere macht und sich dabei immer weiter von den Idealen ihrer Studienzeit entfernt, führt Sarah nach gescheiterten beruflichen Versuchen das klischeehafte Leben einer gelangweilten Hausfrau. Der Glanz der Verliebtheit ist verblasst, Kinder gibt es nicht. Sarahs verrückte beste Freundin hingegen hat vier Kinder und einen neuen Ehemann, der langweilig und unsympathisch wirkt. Warum hat Sarah ausgerechnet diese beiden, Wigwam und Rufus, eingeladen, als Mike einen wichtigen Geschäftspartner und dessen aufgetakelte Frau zum Dinner erwartet? Während es drinnen immer weiter eskaliert, explodiert wenig entfernt ein Haus. Bereits in diesem Moment wüsste ich, dass ich das Buch lieben würde.
DOWN CEMETERY ROAD von Mike Herron ist im englischen Original bereits 2003 erschienen. Nun wurde der Auftakt zu einer Reihe um die Privatermittlerin Zoë Boehm erstmal in deutscher Übersetzung veröffentlicht. Grund dafür ist eine Verfilmung mit Emma Thompsen, die zu dieser Ausgabe ein enthusiastisches Vorwort beiträgt. Der Untertitel „Zoë Boehm ermittelt“ ist hier allerdings noch nicht so ganz passend, denn in diesem Band spielt Frau Boehm noch keine Hauptrolle.
Die Handlung führt uns zurück in die Zeit des Irakkrieges. Großbritannien steht an der Seite der Vereinigten Staaten, und da scheint jedes Mittel recht zu sein, um militärische Erfolge zu erzielen und dreckige Geheimnisse nicht an die Öffentlichkeit kommen zu lassen. Wer also bei den Stichworten Hausfrau und Privatermittlerin einen Cosy Crime erwartet, der wird mit diesem Buch nicht glücklich. DOWN CEMETERY ROAD ist ein Thriller mit Tiefgang, politisch, realistisch und dabei trotzdem nicht übertrieben bluttriefend. Gerade dadurch entsteht eine gewisse Glaubwürdigkeit. Mir hat die Komplexität der Handlung sehr gefallen, die zudem um unerwartete Plot Twists bereichert wird. Geprägt vom britischen Humor überzeugt der Erzählstil mit sarkastischen und zynischen Einschüben. Vielschichtige Gedanken bestimmen die Zeichnung der Charaktere und runden die Geschichte ab.
Fazit: Eine Lektüre, die sich lohnt. Ich vergeben gerne 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐⭐und spreche eine eindeutige Leseempfehlung aus.
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Spionagethriller mit und ohne Zoë Boehm:
„Down Cemetery Road“ ist das erste Buch einer vierteiligen Krimireihe des britischen Autors Mick Herron, die bereits zwischen 2003 und 2009 herausgegeben wurde. Die deutsche Übersetzung erscheint nun anlässlich der von Apple TV+ …
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Spionagethriller mit und ohne Zoë Boehm:
„Down Cemetery Road“ ist das erste Buch einer vierteiligen Krimireihe des britischen Autors Mick Herron, die bereits zwischen 2003 und 2009 herausgegeben wurde. Die deutsche Übersetzung erscheint nun anlässlich der von Apple TV+ 2025 veröffentlichten Verfilmung.
Das Cover ist typisch für den Diogenes Verlag: Die blasse Fotografie über Oxford passt zum Ort der Handlung, ist aber nicht unbedingt spektakulär.
Das Vorwort von Emma Thompson, die in der Serie die Figur Zoë Boehm verkörpert, schraubt die Erwartungen hoch. Wurden diese Erwartungen erfüllt? Zum größten Teil.
Sarah Tucker ist eine gelangweilte Hausfrau. Bei einer Explosion eines Wohnhauses in der Nachbarschaft überlebt nur die 4jährige Dinah, die aber spurlos verschwindet. Sarah setzt alles daran, das Mädchen zu finden und engagiert dafür sogar den Privatermittler Joe. Mit ihren Nachforschungen zieht sie allerdings die Aufmerksamkeit des Geheimdienstes auf sich, der sehr daran interessiert ist, die Spuren einer verdeckten Operation zu verwischen. Schon bald gerät Sarahs heile Welt aus den Fugen.
Der Schreibstil gefällt mir von Anfang an sehr gut. Vor allem die amüsanten Dialoge und der schwarze Humor sind hier hervorzuheben und machen das Buch von der ersten Seite an zu einem Lesevergnügen.
Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und tiefgründig. Sarahs fast zwanghafter Fokus auf ein Mädchen, das sie eigentlich gar nicht persönlich kennt, ist zunächst schwer nachzuvollziehen, doch im Laufe der Geschichte wird dies in Rückblicken schon eher verständlich.
Die Spannung nimmt kontinuierlich zu. In der Mitte des Romans kommt es dann zu einem Plot Twist, den ich so nicht erwartet hätte. Ab da überschlagen sich die Ereignisse und ich habe das Buch kaum noch aus den Händen legen können.
Der einzige Kritikpunkt ist der Untertitel des Buches, der für mich irreführend ist (Zoë Boehm ermittelt in Oxford). Es wird suggeriert, dass Zoë Boehm der Hauptcharakter der Handlung sei. Eventuell ist sie das auch in den folgenden restlichen Büchern der Reihe und in der Verfilmung, die ich bewusst noch nicht gesehen habe. Doch hier taucht sie bis zu Seite 450 nur zwei Mal kurz auf. In den letzten 100 Seiten ist sie präsenter, aber trotzdem ist der Fokus mehr auf Sarah als auf Zoë.
FAZIT: Ein lesenswert spannender Spionagethriller mit schwarzem Humor, in dem Zoë Boehm eher in den Hintergrund rückt.
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. Hast du Lust auf einen leicht düsteren
Kriminalroman voller schwarzem britischen Humor vor der Kulisse Oxfords?
Dann würde ich dir „Down Cementary Road“ empfehlen, vor allem wenn dich gewissen Grauzonen im politischen Weltgeschehen interessieren!
Ein wirklich guter …
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. Hast du Lust auf einen leicht düsteren
Kriminalroman voller schwarzem britischen Humor vor der Kulisse Oxfords?
Dann würde ich dir „Down Cementary Road“ empfehlen, vor allem wenn dich gewissen Grauzonen im politischen Weltgeschehen interessieren!
Ein wirklich guter Krimi, aber ich habe leider etwas ganz anderes erwartet! Deshalb nur gute 3,5/5 ⭐️
. Aber worum geht es genau…
Eine Explosion inmitten einer beschaulichen Wohnsiedlung Oxfords. Die Antwort… ein Gasleck… doch war es wirklich eines oder steckt mehr dahinter? Und wo ist das kleine Mädchen, das die Explosion überlebt hat abgeblieben?
Dieser Vorfall lässt Sarah Tucker, Nachbarin, einfach keine Ruhe und sie engagiert einen Privatdetektiv.
. In „Dowm Cementary Road“ verfolgen wir mehre Handlungsstränge, die am Ende ein vollständiges Bild ergeben. Dieser Roman beginnt unscheinbar und baut sich langsam, aber stetig zu einem tiefgründigen Kriminalroman auf. Hierbei mochte ich die Art, wie Herron diese Geschichte erzählt. Klar und ohne Geschnörkel beschreibt er Situationen und Gefühle. Klingt langweilig…
ist es aber definitiv nicht. Der klare Aufbau der verschiedene Puzzleteile gepaart mit genialem britischen Humor und Nüchternheit schafft eine einzigartige Atmosphäre, die oftmals mit einem Augenzwinkern zu betrachten ist!
Herron hat ein Talent wirklich authentische und sehr realistische Charaktere zu erschaffen! Egal ob Haupt- oder Nebenakteur, alles ist durchdacht. Ebenso ist die Geschichte und ihre Entfaltung spannend und nachvollziehbar, jedoch habe ich durch die große Ankündigung der Protagonistin Zoë Boehm mehr erwartet. Ganz konkret von ihr. Ich bin wirklich begeistert von Boehm als Charakter, jedoch kommt ihr Auftritt erst 100 Seiten vor Schluss. Dies hat mich ein wenig traurig gestimmt. Einfach enttäuschend. Ich hätte mir viel mehr von ihr gewünscht!
Nichtsdestotrotz, wenn du ein Faible für politische,moralische und menschliche Grauzonen hast…
dann solltest du „Down Cementary Road“ lesen!
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Vom langweiligen Hausfrauendasein hinein in einen Alptraum
Sarah Tucker lebt mit ihrem Ehemann in Oxford. Sie ist mit ihrem Hausfrauendasein und ihrem Ehemann, der sich vollkommen auf seine Karriere konzentriert, unzufrieden. Da schlägt im wahrsten Sinne eine Bombe in ihr Leben ein. Ein …
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Vom langweiligen Hausfrauendasein hinein in einen Alptraum
Sarah Tucker lebt mit ihrem Ehemann in Oxford. Sie ist mit ihrem Hausfrauendasein und ihrem Ehemann, der sich vollkommen auf seine Karriere konzentriert, unzufrieden. Da schlägt im wahrsten Sinne eine Bombe in ihr Leben ein. Ein Nachbarhaus fliegt in die Luft und die einzige Überlebende , ein vierjähriges Mädchen, verschwindet spurlos und niemanden kümmert es. Nur Sarah ist geradezu besessen davon, das Mädchen zu finden und schaltet den Privatdetektiv Joe ein. Ich mochte Joe, der gutherzig und im Grunde ein Träumer ist. Aber er ist gut im recherchieren und was er herausfindet, lässt einen Skandal großen Ausmaßes vermuten. Die Todesfälle in Sarahs Umfeld häufen sich und Tote melden sich zurück. Schließlich ist Sarah auf der Flucht und muss feststellen, dass nichts so ist, wie sie geglaubt hat.
Als ich mich für das Buch entschieden habe, war nicht der Name des Autors der Grund, der sagte mir nämlich nichts. Mir gefiel die Inhaltsangabe und die ersten Seiten ließen auf gute Unterhaltung hoffen. Sarah war mit zu Beginn eher unsympathisch, fand aber ihre sarkastische Art sehr erfrischend. Mich hat geärgert, dass sie so über ihren Mann herzieht, von seinem Geld profitiert und dabei passiv bleibt.
Es dauert einige Seiten, bis die Handlung langsam zum Krimi wird und unterhält trotzdem ausgesprochen gut durch den gelungenen Erzählstil . Als Sarahs Suche nach dem Kind immer mehr ihr Handeln bestimmt, geht es Schlag auf Schlag. Besonders gut fand ich , dass auch Sarahs Gegenspieler zu Wort kommt. Seine Gedankengänge waren zynisch, aber erschreckend überzeugend . Der Ausgangspunkt der Abläufe zieht immer weitere Kreise und den Grund dafür fand ich sehr realistisch.
Mittlerweile habe ich Sarah Respekt gezollt, weil sie Suche nicht aufgibt trotz Todesgefahr. Das Ende fand ich absolut überzeugend und ich musste tatsächlich lachen, weil diese Wendung so passend war.
Mich hat die Mischung aus ruhigeren Passagen und plötzlichen Ereignisse gefesselt. Genau wie Sarah war ich nie sicher und lag mit meiner Einschätzung oft weit daneben. Die sarkastischen Bemerkungen waren für mich das Salz in der Suppe.
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