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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Leseigel
Wohnort: Villingen
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Danksagungen: 6 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 301 Bewertungen
Bewertung vom 13.10.2019
Maschine (eBook, ePUB)
Stiller, Dana; Stiller, Barry

Maschine (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Gefährliche Neugierde
Der Schutzbund e.V. erregt die Aufmerksamkeit der Ägyptologiestudentin Lisa. Die wirren Ideen von Gedankenmanipulation durch Elektrowellen wecken ihre Neugierde. Voller Begeisterung nimmt sie an einer Campingwoche des Vereins in den Bergen teil. Mit spöttischem Interesse verfolgt Lisa das Geschehen, bis es aus dem Ruder läuft und zwei Menschen sterben. Als Lisa bei ihrem guten Freund Peter Conrad Hilfe sucht, erinnert er sich an seine Forschungsreisenach Jugoslawien vor 6 Jahren, die tragisch endete, und glaubt einen Zusammenhang zu erkennen. Bei ihren weiteren Nachforschungen befinden sich die beiden plötzlich inmitten militärischer Geheimdienste und Wissenschaftler von zweifelhaftem Ruf. Ein Wettlauf auf Leben und Tod beginnt.
Das ist das zweite Buch, das ich von diesem Autorenpaar gelesen habe und ich bin erneut restlos begeistert. Die Geschichte beginnt harmlos und mit einer gehörigen Portion Spott. Die Vorstellung mit einem Aluhut gegen elektrische Strahlen rumzulaufen und anderen skurrilen Abwehrmaßnahmen löste bei mir den einen oder anderen Lachanfall aus. Doch ganz allmählich kippt die Stimmung. Aus Lachen wird Irritation und am Schluss Entsetzen. Die Spannung wächst mit jeder Seite. Trotzdem gibt es immer wieder kurze Begebenheiten, die mich zum Schmunzeln brachten oder Erinnerungen wach riefen - das Buch spielt in den achtziger Jahren. Obwohl der Krimi humorvoll erzählt wird, geht es in meinen Augen dennoch um ein brisantes Thema, nämlich die ethnischen Grenzen der Wissenschaft.
5 Sterne und eine überzeugte Leseempfehlung für ein tolles Buch, das mich von der ersten Seite an fesseln konnte.

Bewertung vom 13.10.2019
Tagebuch meines Verschwindens / Profilerin Hanne Bd.2
Grebe, Camilla

Tagebuch meines Verschwindens / Profilerin Hanne Bd.2


sehr gut

Das Böse wohnt nebenan
Ormberg, ein vergessener, trostloser Ort irgendwo in Schweden. Bei dem Versuch einen Cold Case - das Skelett eines kleinen Mädchens wurde vor Jahren dort im Wald gefunden - aufzuklären, verschwindet der ermittelnde Kriminalbeamte Peter. Seine Partnerin Hanne wird verletzt und völlig verstört aufgefunden. Sie kann sich an nichts erinnern. Bei der Suche nach Peter findet die Polizei die Leiche einer Frau. Hängen die Fälle zusammen ? Haben die Bewohner des nahe gelegenen Flüchtlingswohnheims damit zu tun ? Der 15jährige Jake könnte Licht ins Dunkel bringen, aber dann müsste er sein eigenes Geheimnis verraten.
Die Autorin lässt die Ereignisse abwechselnd durch die drei Hauptbeteiligten berichten, als dies sind die Polizistin Malin, der Junge Jake und die Profilerin Hanne. Das ist zu Beginn etwas mühsam, weil mir die Zusammenhänge nicht klar waren. Zugleich bietet es Raum für zahlreiche Spekulationen. Die Erzählweise ist unaufgeregt. Wer blutige Details erwartet, wird enttäuscht sein. Meine Lieblingspersonen waren Jake und Hanne. Ein wenig fühlte ich mich an den Film "Harald und Maude" erinnert. Jake entwickelt sich im Laufe des Buches vom schüchternen, gemobbten Sonderling zum Helden, der sich seinen Ängsten stellt. Hanne mit ihrem Gedächtnisverlust fand ich sehr anrührend. Der Schrecken des Krimis enthüllt sich schleichend, bis er eine Dimension annimmt, die ich so nicht erwartet habe. Die Erklärung für die Morde hat mich fassungslos gemacht und ein Gefühl der Übelkeit erregt. Leider bin ich davon überzeugt, dass sie durchaus realistisch ist. Wer sich für Krimis begeistert, die sich gemächlich entwickeln und eher subtil sind, wird vom Buch begeistert sein.

Bewertung vom 06.10.2019
Die Kräutersammlerin
Hurst, Heidrun

Die Kräutersammlerin


sehr gut

Johanna und die vermissten Mädchen
Schiltach im Kinzigtal 1343 . Die junge Heilerin Johanna findet im Wald ein totes Mädchen. Es wurde offensichtlich von Wölfen getötet. Doch einige Spuren passen nicht dazu. Johanna lässt das Schicksal der Unbekannten nicht los. Zusammen mit dem jungen Flößer Lukas versucht sie, das Geheimnis um das junge Mädchen zu lösen , stößt aber nur auf eine Mauer des Schweigens. Als erneut ein Mädchen verschwindet, setzt Johanna alles daran, sie lebend zu finden und gerät selbst in Lebensgefahr.
Die Handlung des Krimis kommt eher beschaulich daher. Blutige Beschreibungen der Opfer sucht der Leser vergeblich. Die Geschichte lebt in meinen Augen in erster Linie von den anschaulichen Beschreibungen des Lebens zur damaligen Zeit. Besonders interessant fand ich die Ausführungen zum Beruf des Flößers. Die Krimihandlung selbst ist deswegen nicht weniger spannend. Johanna unterhält sich mit verschiedenen Leuten über die Mädchen und jedes Mal habe ich mich gefragt . "Könnte er der Täter sein ?" Johanna ist eine sehr modern denkende Frau, die selbst über ihr Leben bestimmen will und deshalb über die Werbung des Flößers Lukas nicht begeistert ist. Lukas lässt sich aber nicht entmutigen und ist Johanna ein verlässlicher Freund. Ich mochte die beiden sehr. Am Schluss wird es dann nochmals richtig turbulent. Das Ende fand ich nicht unbedingt gerecht, entspricht aber den historischen Gegebenheiten.
Mir hat der Krimi gut gefallen, gerade durch die ruhige Erzählweise und die geschichtlichen Hintergründe.

Bewertung vom 06.10.2019
Totentracht
Rieckhoff, Alexander; Ummenhofer, Stefan

Totentracht


ausgezeichnet

Ein Mord, Rückkehr in die alte Heimat und ganz viel Schwarzwald
Kommissarin Marie Kaltenbach, gebürtige Villingerin, kehrt nach einigen Jahren in Berlin nach Villingen zurück. Gleich zu Beginn haben es Marie und ihr neuer Kollege Winterhalter , Ur-Schwarzwälder, mit einem mysteriösen Mord zu tun. Da macht es die Ermittlungen nicht einfacher, dass sich die Zusammenarbeit zwischen der Veganerin Marie und dem Hobby- Jäger und Nebenerwerbslandwirt Winterhalter nicht konfliktfrei gestaltet.
Das Buch hat mich völlig überzeugt. Den beiden Autoren ist eine überzeugende Mischung zwischen Humor und spannungsgeladenem Krimi gelungen. Ich habe oft laut und herzhaft gelacht, was mir irritierte Blicke meiner Mitmenschen beschert hat. Das hat aber meine Neugierde auf die Lösung des Falles nicht gestört. Die Autoren spielen geschickt mit altbekannten Klischees und Vorurteilen und verweben es mit anschaulichen Schilderungen der landschaftlichen Schönheit des Schwarzwaldes. Auch die Krimihandlung konnte mich fesseln. Die Kommissaren gehen ganz klassisch ihrer Ermittlungsarbeit nach, in dem sie Verdächtige befragen. Dies führt letzten Endes mit einer schlüssigen Beweiskette zum Täter, den ich nicht verdächtigt hatte.
Der Krimi bekommt von mir eine überzeugte Leseempfehlung, was so wohl den Humor als auch die Spannung betrifft.

Bewertung vom 06.10.2019
Die Dame hinter dem Vorhang
Peters, Veronika

Die Dame hinter dem Vorhang


sehr gut

Edith Sitwell und ihre Dienerin
Die Autorin schildert das Leben der englischen Dichterin Edith Sitwell aus der Sicht ihrer Dienerin Emma Banister und deren Tochter Jane. Edith Sitwell war die Tochter eines englischen Barons und wurde auf einem Landsitz geboren. Eigentlich hätte Edith dementsprechend ein angenehmes und sorgenfreies Leben führen müssen. Dem war aber nicht so, denn Edith besaß anstatt Schönheit eine dichterische Begabung. Edith wurde , weil sie keinen Wert auf dem Heiratsmarkt hatte, vernachlässigt und ignoriert. Einzig Emma Banister, die Tochter des Obergärtners, war ihr eine Freundin. Die Beziehung endete, als Edith mit ihrer Gesellschafterin Helen nach London ging. 1927 trat Jane Banister, Emmas Tochter, in Ediths Dienste. Edith Sitwell hatte ständig Geldsorgen. Da ihr eine standesgemäße Heirat verwehrt blieb, war sie Zeit ihres Lebens auf die Zuwendungen ihrer Familie und treuer freunde angewiesen. Auf der anderen Seite hatte sie Zugang zum Kreis der bekanntesten Künstler jener Zeit. Sie war sehr exzentrisch und gehörte zur künstlerischen Avantgarde.
Bis ich das Buch gelesen hatte, sagte mir der Name Edith Sitwell nichts. So konnte ich mich ganz auf den Menschen konzentrieren. Für mich war Edith eine zutiefst verletzte Frau, die ständig bemüht war, zu beweisen, dass sie einen Wert besitzt und war nicht bereit Kompromisse zu schließen. Es wird im Buch hervorgehoben , dass Edith nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprach. Dies führte schon in ihrer Kindheit dazu, dass ihre Eltern sie ablehnten. Das muss für das Kind Edith eine prägende Erfahrung gewesen sein. Dadurch , dass die Autorin mich an Ediths Leben durch die Augen der Dienerin Jane teilhaben ließ, konnte ich mich gut distanzieren . Mein Mitgefühl galt eher Jane, die zwar Einblicke in die Künstlerkreise bekam, aber auch die dunklen Stunden und Seiten mit ihrer Herrin durch lebte. Obwohl Jane die intimsten Dinge wusste, blieb sie dennoch meiner Ansicht nach immer die Dienerin. insgesamt hat mich das Buch sehr bewegt. Es gibt einen guten Einblick in die damalige Gesellschaft und das Schicksal einer Frau von Adel, die die wichtigste Eigenschaft nicht besitzt : Schönheit.

Bewertung vom 06.10.2019
Senioren - Fit wie ein Turnschuh (eBook, ePUB)
Stuber, Christa

Senioren - Fit wie ein Turnschuh (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Unterhaltsame Reise durch die letzten 60 Jahre
Die Autorin, selbst 60+, nimmt den Leser mit auf Zeitreise in die Vergangenheit. Verschiedene Aspekte wie Mode, Kultur und Politik, nur um einige zu nennen, werden in ihrer Entwicklung beleuchtet und einige wichtige Meilensteine genannt. Dabei verwebt die Autorin die Fakten mit ihren persönlichen Erlebnissen. Am Ende des Buches gibt sie einen Ausblick, wie sich unsere Gesellschaft weiter entwickeln könnte unter der Berücksichtigung der Bedürfnisse der Generation 60+.
Da ich selbst bereits die 60 erreicht habe, war das Buch für mich eine spannende und manchmal auch sentimentale Reise in meine Vergangenheit. Was haben wir nicht alles erlebt. manches war in Vergessenheit geraten und wurde durch das Buch wieder in Erinnerung gebracht. Für mich war das Buch deshalb einfach nur wunderbar. Das Buch ist aber auch für Leser geeignet, die sich für die jüngere Geschichte der Bundesrepublik interessieren, da man hier in knapper Form die wesentlichen Fakten zu einer Vielzahl von Themen erhält. Durch die persönlichen Erinnerungen der Autorin wird das Ganze dann lebendig. Gut gefallen hat mir auch die Ausblicke auf mögliche Entwicklungen, die zum Nachdenken anregen.

Bewertung vom 06.10.2019
Tödliche Intrige / Profiling Murder Bd.6 (eBook, ePUB)
Dicken, Dania

Tödliche Intrige / Profiling Murder Bd.6 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Tod einer Geschworenen
Als Laurie das Zimmer von Richter Abbott betritt, wird sie zufällig Zeugin eines Gespräches, in dem eine junge Frau völlig aufgelöst den Richter darum bittet, aus der Jury entlassen zu werden, was dieser ablehnt. Es geht um den Prozess gegen einen mexikanischen Bandenboss. Am Tag darauf werden Laurie und Jake zum Fundort einer zerstückelten weiblichen Leiche beordert. Es ist die junge Frau aus dem Richterzimmer. Sollte sie an der Mitwirkung am Prozess gehindert werden als Drohung an die anderen Geschworenen ? Bald stellt sich heraus, dass die Tote und der leitende Staatsanwalt sich von früher kennen. Liegt hier das Mordmotiv ? Dann nehmen die Ereignisse eine überraschende Wendung.
Auch dieses Mal hat es die Autorin geschafft , mich mit ihrer Geschichte zu fesseln. Zu Beginn scheint der Ablauf der Tat klar. Die Tatsachen und die Motivlage überzeugen. Nun gilt es nur noch den Täter zu einem Geständnis zu verleiten. Dann tauchen Zweifel auf und ich konnte langsam den perfiden Plan erkennen. Ich hätte nie gedacht, dass sich der Fall so auflöst. Aber wie in bisher jeder Folge der Serie ist das Ende stimmig und überzeugend und ich habe durch die Autorin eine weitere Facette menschlicher Bösartigkeit kennen gelernt.

Bewertung vom 06.10.2019
Die Blutspur der Justitia
Fröhlich, Rüdiger; Hinrichsen, Jörn

Die Blutspur der Justitia


gut

Ein Serienmörder geht um unter norddeutschen Juristen
Ein Mörder tötet scheinbar wahllos Rechtsanwälte, Richter und Staatsanwälte. Er drapiert die Leichen in Hünengräbern und heftet ihnen den juristischen Amtseid an. Die leitende Hauptkommissarin van Busche und ihre Kollegen stehen vor einem Rätsel. Es beginnt die ermüdende Ermittlungsarbeit. Der Erfolgsdruck ist hoch, rechnet man doch mit weiteren Opfern und die Presse heizt die Atmosphäre zusätzlich an.
Die Autoren erzählen die Geschichte auf drei verschiedenen Ebenen. Den größten Raum nimmt die Schilderung der Ermittlungsarbeit ein. Das fand ich spannend und ich konnte mich gut rein finden. Parallel dazu kommt der Täter zu Wort. Dieses Stilelement gefiel mir gut, weil es die Spannung erhöhte und Einblicke in die Gedankenwelt des Täters gab. Der dritte Handlungsstrang schildert Ereignisse um den Privatermittler Gromow, die vor 5 Jahren passiert sind. Dieser Teil trug eher zu meiner Verwirrung bei und ich konnte den Bezug zu den aktuellen Vorgängen nur bedingt erkennen. Da eine Vielzahl von Ermittlern agiert, war es mir nicht möglich, mich mit jemanden zu identifizieren , was ich persönlich schade finde, weil ich dann weniger in die Handlung eingebunden bin. Bei der Auflösung des Falles bin ich gespalten. Das Schicksal des Mörders hat mir gut gefallen. Die Person des Täters hat mich dagegen eher geärgert, da er in meinen Augen aus dem Nichts auftaucht. Mein Fazit fällt entsprechend teil, teils aus. Der Aufbau des Falles und die Ermittlungen haben mir gut gefallen. Das war spannend gemacht und gut zu lesen. Die Rückblicke in die Vergangenheit erscheinen mir überflüssig und haben für mich den Spannungsbogen unterbrochen. Beim Täter hätte ich mir eine Einbindung in die Handlung über seine Funktion als Mörder hinaus gewünscht.

Bewertung vom 06.10.2019
Als wir zu träumen wagten / Die Hafenschwester Bd.1
Metzenthin, Melanie

Als wir zu träumen wagten / Die Hafenschwester Bd.1


ausgezeichnet

Vom Arme-Leute-Kind zur Kämpferin für Gerechtigkeit
Hamburg 1892. Die Cholera wütet in der Stadt. Martha, gerade 14 und Tochter eines Hafenarbeiters, verliert ihre jüngere Schwester und ihre Mutter durch die Epidemie. Der Vater ertränkt seinen Kummer in Alkohol. Nun muss Martha für sich und den jüngeren Bruder sorgen. Sie beginnt eine Tätigkeit als Hilfskrankenwärterin und schafft es durch ihren Fleiß und Intelligenz soziale Schranken zu überwinden und einen Ausbildungsplatz zur Krankenschwester zu bekommen. Entgegen herrschender Vorurteile und Anfeindungen von Kollegen absolviert Martha die Ausbildung mit Erfolg. Ihr weiterer Weg scheint vorgezeichnet. Wenn sie ihre soziale Herkunft vergessen könnte und wenn da nicht dieser junge Mann wäre, der ihr Herzklopfen bereitet.
Ich lese, um vom Alltag abzuschalten und möchte mich dabei gut unterhalten lassen. Und wenn ich dann noch meine Geschichtskenntnisse erweitern kann, ist mein Glück perfekt. Der Roman erfüllt meine Erwartungen an ein gutes Buch in jeder Beziehung. Choleraepidemie, Hafenarbeiteraufstand und die erbärmlichen sozialen Verhältnisse schildert die Autorin so anschaulich, dass ich das Gefühl hatte, ich sei mittendrin. Die Protagonistin Martha hatte ich von der ersten Seite an ins Herz geschlossen. Sie verkörpert perfekt ein junges Mädchen aus den unteren sozialen Schichten, die mit Herz, Verstand und ganz viel Mut ihren Lebenstraum verwirklicht. Ich habe mit ihr gelitten und war stolz auf ihre Erfolge.
Das Buch erhält von mir 5 Sterne plus und eine überzeugte, uneingeschränkte Leseempfehlung.

Bewertung vom 06.10.2019
Die Handschrift des Teufels
Stöhr, Heike

Die Handschrift des Teufels


sehr gut

Die Geschichte um Sophia und das geheimnisvolle Buch geht weiter
Sophia hat den Magister Heinrich Fuchs geheiratet, da sie ihren ehemaligen Verlobten Niklas für tot hält und einen Vater für das Kind braucht, das sie erwartet. Obwohl Sophia und Heinrich weiterhin versuchen , das geheimnisvolle Buch zu entschlüsseln, scheint das Leben der beiden in ruhigeren Bahnen zu verlaufen. Doch der Schein trügt. Der Stadtschreiber Wolf Schumann betreibt im Hintergrund seine Intrigen, um in den Besitz des gelüfteten Buchgeheimnisses zu kommen.
Das vorliegende Buch ist die Fortsetzung von "Die Fallstricke des Teufels". Ich kenne diesen Band nicht, das hat aber mein Lesevergnügen nicht gestört. Die Autorin hat die notwendigen Informationen geschickt in die aktuelle
Handlung eingefügt. Die Geschichte ist sehr abwechslungsreich. Ständig passiert etwas, das den Handlungsverlauf ändert. Nebenbei werden geschichtliche Informationen wie über das Leben der Flößer gegeben, die ich sehr interessant fand .Im Mittelpunkt der Geschichte steht Sophia, die unbedingt das Rätsel um den Buchinhalt lösen will. Sie hofft, dass sich ein Mittel gegen die Pest darin verbirgt. Dafür ist sie auch bereit, ihr persönliches Glück zu opfern. Ihr Gegenspieler ist der intrigante Stadtschreiber Schumann, dem jedes Mittel recht ist, die Informationen aus dem Buch in seinen Besitz zu bekommen. Er verspricht sich ein Mittel, um ewig zu leben. Ich konnte Schumann von Herzen nicht leiden. Das Buch erzählt eine in sich abgeschlossene Geschichte. Dennoch bleiben einige Fragen offen und die Handlung bricht etwas unvermittelt ab. Das ist der Tatsache geschuldet, dass es eine Fortsetzung geben wird. Auf jeden Fall ist das Buch sehr schön zu lesen und ich hatte einige spannende und sehr unterhaltsame Lesestunden.