Yonatan Sagiv
Gebundenes Buch
Der letzte Schrei
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Oded »Wühlmaus« Chefer ist nicht der typische Detektiv. Als mürrischer und impulsiver Schwätzer zieht er meist die falschen Schlüsse, lässt sich beim Anblick jedes gut aussehenden Mannes ablenken und hat mit privaten Ermittlungen, nun ja, keinerlei Erfahrung. Als er den vermeintlich einfachen Auftrag annimmt, sich um ein 15-jähriges Pop-Sternchen zu kümmern, wittert er seinen Durchbruch. Und tatsächlich bedeutet es für Oded den Zutritt in eine Welt des Glamours und des Reichtums. Wäre da nicht dieser andere Fall, der mit seinem irgendwie in Verbindung zu stehen scheint: das Verschw...
Oded »Wühlmaus« Chefer ist nicht der typische Detektiv. Als mürrischer und impulsiver Schwätzer zieht er meist die falschen Schlüsse, lässt sich beim Anblick jedes gut aussehenden Mannes ablenken und hat mit privaten Ermittlungen, nun ja, keinerlei Erfahrung. Als er den vermeintlich einfachen Auftrag annimmt, sich um ein 15-jähriges Pop-Sternchen zu kümmern, wittert er seinen Durchbruch. Und tatsächlich bedeutet es für Oded den Zutritt in eine Welt des Glamours und des Reichtums. Wäre da nicht dieser andere Fall, der mit seinem irgendwie in Verbindung zu stehen scheint: das Verschwinden einer transsexuellen Frau. Als seine Ermittlungen die verborgenen Verbindungen zwischen Israels wohlhabender Elite und jener Schichten aufdecken, deren Schweiß und Arbeit diese glamouröse Fassade ermöglichen, wird ihm klar, dass er nicht einmal denen trauen kann, die ihm am nächsten stehen.
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Yonatan Sagiv, geboren 1979, ist Autor mehrerer Romane und Wissenschaftler für moderne hebräische Literatur. "Der letzte Schrei" ist sein erstes Buch, das auf Deutsch erscheint. Yonatan Sagiv lebt und arbeitet in Tel Aviv und in London. Markus Lemke übersetzt aus dem Hebräischen und Arabischen und hat u. a. Autoren wie Dror Mishani, Abraham B. Yehoshua, Noa Yedlin und Eshkol Nevo ins Deutsche übertragen. 2021 wurde Lemke mit dem Deutsch-Hebräischen Übersetzerpreis ausgezeichnet.
Produktdetails
- Verlag: Kein & Aber
- Originaltitel: Hatze'aka haachrona
- Artikelnr. des Verlages: 290/05865
- 1. Auflage, neue Ausgabe
- Seitenzahl: 400
- Erscheinungstermin: 12. April 2022
- Deutsch
- Abmessung: 187mm x 121mm x 31mm
- Gewicht: 404g
- ISBN-13: 9783036958651
- ISBN-10: 3036958657
- Artikelnr.: 62949234
Herstellerkennzeichnung
Kein + Aber
Gutenbergstraße 1
82205 Gilching
vertrieb@keinundaber.ch
www.keinundaber.ch
0041 442971233
»Sein Ermittler Oded Chefer gilt inzwischen nicht mehr als schrille Ausnahmeerscheinung, sondern spätestens seit diesem Roman als ein neuer Charakter der israelischen Gegenwartsliteratur.« Carsten Hueck, SWR 2 lesenswert, 14.08.2022 SWR 2 Lesenswert 20220814
super!
Der Titel wie auch das Cover sind schon sehr düster. Genauso wie die Geschichte. Oded der Privatdetektiv mit großem Hang zum Divendasein hat den Megaauftrag! Endlich hat er die Möglichkeit in die Welt der oberen Zehntausend von Tel Aviv aufgenommen zu werden. Dafür …
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super!
Der Titel wie auch das Cover sind schon sehr düster. Genauso wie die Geschichte. Oded der Privatdetektiv mit großem Hang zum Divendasein hat den Megaauftrag! Endlich hat er die Möglichkeit in die Welt der oberen Zehntausend von Tel Aviv aufgenommen zu werden. Dafür steht natürlich alles andere hinten an. Im lauf der Geschichte verwickeln sich aber die Lebenslinien seines privaten Umfelds mit dem beruflichen und dann wird's richtig haarig.
Mir persönlich haben die Irrungen und Wirrungen der queeren Szene von Tel Aviv im Zusammenhang des Falls und des Privatlebens von Oded sehr gut gefallen. Auch der Schreibstil und die Persönlichkeiten sind mal ganz anders und sehr aus der Community gegriffen. Am meisten begeistert hat mich allerdings das Ende. Das ist wirklich nicht vorhersehbar und das ist mir schon lang nicht mehr passiert.
Von mir eine klare Empfehlung an alle die Krimis lieben!
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"Der letzte Schrei" ist ein Kriminalroman von Yonatan Sagiv.
Er beschreibt die Arbeit, aber auch das Privatleben des Privatdetektivs Oded auf humorvolle Weise.
Obwohl er Privatdetektiv ist, so ist die Arbeitsweise von Oded sehr unkonventionell bis fast schon dilettantisch. Fehler …
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"Der letzte Schrei" ist ein Kriminalroman von Yonatan Sagiv.
Er beschreibt die Arbeit, aber auch das Privatleben des Privatdetektivs Oded auf humorvolle Weise.
Obwohl er Privatdetektiv ist, so ist die Arbeitsweise von Oded sehr unkonventionell bis fast schon dilettantisch. Fehler gehören zu seinen Leben, ebenso wie seine Homosexualität, welche seiner konventionellen Familie arg missfällt. Seine finanzielle Situation ist obendrein auch nicht gerade rosig, was sich aber durch einen neuen, prestigeträchtigen Auftrag ändern soll.
Das Cover des Buches ist simpel, aber stilvoll und der Lippenstift deutet schon auf die Glamour-Szene hin, in welcher sich dieser Kriminalroman abspielen wird. Dadurch, dass der Autor selbst in Tel Aviv arbeitet, ist es ihm brillant gelungen, die Personen und das Leben der Stadt in seinem Buch zu integrieren.
Respekt gilt auch der deutschen Übersetzung, welche sich sehr stimmig anfühlt und gleichzeitig die humorvollen Beschreibungen gut ins Deutsche transferieren konnte.
Auf jeden Fall eine Leseempfehlung für Liebhaber des Genres, die auch mal zwischen der Handlung lachen wollen.
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"Der letzte Schrei" ist der Debut-Kriminalroman von Yonatan Sagiv.
Ich hatte Anfangs echt meine Schwierigkeiten um in das Buch rein zu kommen und hatte auch so meine Schwierigkeiten mit dem Hauptprotagonisten.
Trotzdem hat es dann irgendwann Spaß gemacht das Buch zu lesen. …
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"Der letzte Schrei" ist der Debut-Kriminalroman von Yonatan Sagiv.
Ich hatte Anfangs echt meine Schwierigkeiten um in das Buch rein zu kommen und hatte auch so meine Schwierigkeiten mit dem Hauptprotagonisten.
Trotzdem hat es dann irgendwann Spaß gemacht das Buch zu lesen.
Kurzbeschreibung
Oded »Wühlmaus« Hefer ist nicht der typische Detektiv. Als mürrischer und impulsiver Schwätzer zieht er meist die falschen Schlüsse, lässt sich beim Anblick jedes gut aussehenden Mannes ablenken und hat mit privaten Ermittlungen, nun ja, keinerlei Erfahrung. Als er den vermeintlich einfachen Auftrag annimmt, sich um ein 15-jähriges Pop-Sternchen zu kümmern, wittert er seinen Durchbruch. Und tatsächlich bedeutet es für Oded den Zutritt in eine Welt des Glamours und des Reichtums. Wäre da nicht dieser andere Fall, der mit seinem irgendwie in Verbindung zu stehen scheint: das Verschwinden einer transsexuellen Frau. Als seine Ermittlungen die verborgenen Verbindungen zwischen Israels wohlhabender Elite und jener Schichten aufdecken, deren Schweiß und Arbeit diese glamouröse Fassade ermöglichen, wird ihm klar, dass er nicht einmal denen trauen kann, die ihm am nächsten stehen.
An den Schreibstil des Autoren muss man sich erst etwas gewöhnen.
Bei dem Cover hätte ich nicht vermutet, dass dahinter ein Krimi steckt. Dennoch gefällt es mir sehr gut.
Ich vergebe gern eine Leseempfehlung und 4 Sterne.
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Fesselnd mit Spannung und Charme
Ein sehr guter Kriminal Roman, der ebenso düster wie witzig ist, mit viel Charme und dabei mit den Codes des klassischen Krimi-Genres spielt außerdem ungehemmt und mit scharfsinniger Prosa. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen weil mich die …
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Fesselnd mit Spannung und Charme
Ein sehr guter Kriminal Roman, der ebenso düster wie witzig ist, mit viel Charme und dabei mit den Codes des klassischen Krimi-Genres spielt außerdem ungehemmt und mit scharfsinniger Prosa. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen weil mich die Geschichte so sehr gepackt und begeistert hat! Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und leicht zu lesen, es kommen keine langatmigen Passagen vor was mich immer sehr stört bei anderen Romanen dieses Genres. Die Dialoge sind oft sehr direkt, was regelrecht abstoßend wirkt aber auch sehr amüsant rüber kommt in manchen Teilen , vor allem die des Protagonisten, der sehr sympathisch rüber kommt. Vermutlich ist das Buch mit seiner Geschichte und den Charakteren nicht jedermanns Sache, allerdings war ich aber gut unterhalten und kann das Buch auf jeden Fall weiter empfehlen!!
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Als ich dieses Buch entdeckt habe, war ich richtig, richtig gespannt, was mich hier nun erwarten wird. Auf den ersten Blick erweckt das Cover den Eindruck, dass es sich hier um einen gewöhnlichen amerikanischen Thriller handelt. Doch weit gefehlt! Ich war total überrascht, als ich …
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Als ich dieses Buch entdeckt habe, war ich richtig, richtig gespannt, was mich hier nun erwarten wird. Auf den ersten Blick erweckt das Cover den Eindruck, dass es sich hier um einen gewöhnlichen amerikanischen Thriller handelt. Doch weit gefehlt! Ich war total überrascht, als ich feststellte, dass der Autor aus Tel Aviv kommt und das Buch aus dem Hebräischen übersetzt wurde. Wenn ich an Israel denke, kommen mir Bilder von orthodoxen Menschen, Unruhen, Rückständen etc. in den Kopf. All das, was dieses Buch definitiv nicht ist! Der Leser kann sich hier auf ein komplett neues Leseerlebnis gefasst machen. Ein Buch, welches es so vorher nie gab! Modern und ungewöhnlich und dabei so unglaublich spannend und unterhaltsam. Ich bin begeistert sowohl vom Schreibstil des Autors also auch von der Handlung und der Thematik entgegen alles Klischees die es über die LGBTQ Community gibt. Wirklich cool!
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Das Buch 'Der letzte Schrei' von Yonatan Sagiv macht mit einem wirklich schönen Cover auf sich aufmerksam. Es zeigt einen herausgedrehten Lippenstift, an dem seitlich Blut herunterläuft. Auch wenn man den Schutzumschlag des Buches abnimmt, ist es in einem schlichten Weiss gehalten, den …
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Das Buch 'Der letzte Schrei' von Yonatan Sagiv macht mit einem wirklich schönen Cover auf sich aufmerksam. Es zeigt einen herausgedrehten Lippenstift, an dem seitlich Blut herunterläuft. Auch wenn man den Schutzumschlag des Buches abnimmt, ist es in einem schlichten Weiss gehalten, den Buchrücken ziert eine schöne Neonschrift.
Oded „Wühlmaus“ ist alles andere als der typische, verstaubte Detektiv. Er lebt und arbeitet in Tel Aviv, verguckt sich immer in die falschen Männer und will endlich in die High Society einsteigen, um auf die richtig guten Partys zu kommen.
Hierfür scheint sein neuer Fall geradezu perfekt zu sein: er soll herausfinden, warum die Fünfzehnjährige Carine nun doch kein Popstar mehr werden möchte und kurz davor ist, ihre Karriere an die Wand zu fahren, bevor sie so richtig begonnen hat.
Dann kommt noch ein weiterer Fall dazu – eine junge Transfrau und Bekannte von Oded verschwindet spurlos..
Ich hatte bei dem Buch leider ziemlich große Probleme reinzukommen, ich bin mit dem Schreibstil einfach nicht warm geworden. Trotzdem war mir Oded als Protagonist sehr sympathisch, eben weil er nicht der Norm entspricht. Die Sprache ist oft vulgär und politisch inkorrekt, was mir persönlich sehr gefallen hat. Es kommt nicht oft vor, dass man beim Lesen eines Kriminalromans lachen muss.
Auch die anderen, größtenteils queeren Personen habe ich ins Herz geschlossen.
Zudem habe ich viel über die offene und tolerante israelische Gesellschaft gelernt.
Super finde ich, dass der queeren Community auch in einem Kriminalroman Raum gegeben wurde. Bücher in dieser Kombination habe ich bisher noch nicht gelesen.
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Als ich die Leseprobe gelesen hatte, war ich zunächst skeptisch. Ich habe schon Erfahrungen mit hebräischen Krimis gemacht und fand bisher, dass sie, ähnlich wie asiatische Krimis, manchmal einfach zu nüchtern sind und die Charaktere mir eher unsympathisch sind. Demnach habe ich …
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Als ich die Leseprobe gelesen hatte, war ich zunächst skeptisch. Ich habe schon Erfahrungen mit hebräischen Krimis gemacht und fand bisher, dass sie, ähnlich wie asiatische Krimis, manchmal einfach zu nüchtern sind und die Charaktere mir eher unsympathisch sind. Demnach habe ich hier auch einen eher konformen Protagonisten erwartet, der stets rational handelt. Dies war hier aber ganz nicht der Fall! Oded hat mir nicht selten einen Lachkrampf beschert, der mehrere Seiten anhielt. Zudem konnte ich auch wirklich mit seiner Position als "schwarzes Schaf der Familie" mitfühlen und er tat mir hier auch wirklich leid. Die Kombination der LQBTQ-Szene mit dem klassischen Krimi empfand ich als äußerst gelungen und ich hatte nie das Gefühl, z.B beim Aufeinandertreffen von Oded und Stas, dass diese Beziehungen erzwungen und aus dem Auge eines Heterosexuellen, der krampfhaft versucht, solches wahrheitsgetreu rüberzubringen, geschrieben wurden. Dies war mein erstes Buch von Yonatan Sagiv, aber garantiert nicht mein letztes!
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Queere Reise durch Tel Aviv
Warnung: Dieses Buch enthält politisch nicht korrekte Sprache und spielt mit traditionellen Bildern von Mann und Frau. Kurzum, es geht ziemlich bunt, schrill, laut und lustig im nicht so traditionellen Krimi "Der letzte Schrei" von Yonatan Sagiv …
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Queere Reise durch Tel Aviv
Warnung: Dieses Buch enthält politisch nicht korrekte Sprache und spielt mit traditionellen Bildern von Mann und Frau. Kurzum, es geht ziemlich bunt, schrill, laut und lustig im nicht so traditionellen Krimi "Der letzte Schrei" von Yonatan Sagiv zu.
Oded Chefer, ein eher erfolgloser Privatermittler aus Tel-Aviv, der von sich selbst im femininen spricht und schwul ist, träumt vom großen Erfolg und Reichtum. Sein neuer, auf den ersten Blick einfacher Auftrag scheint ihm auch die Tür in Israels High Society zu öffnen. Er soll herausfinden, was mit dem 15-jährigen aufsteigenden Pop-Sternchen Carine Carmeli in letzter Zeit los ist. Oded sieht sich schon bei den Reichen und Schönen Israels ein- und ausgehen, doch schnell verkomplizieren sich seine Ermittlungen, weist sein Auftrag doch schon bald Überschneidungen mit dem Verschwinden von Gabriela, einer transsexuellen Frau, auf. Ehe er sich versieht, ist er mit zwei Leichen und Ermittlungen in der LGBTQ-Community von Tel Aviv und den Abgründen der israelischen High Society konfrontiert.
Schon die Handlung zeigt, dass es sich hier nicht um den traditionellen Kriminalroman handelt. Oded entspricht auch nicht dem Bild des "klassischen" zynischen, stillen und einzelgängerischen Detektivs vieler Kriminalromane. Er ist geschwätzig, nimmt kein Blatt vor dem Mund und ist oftmals unverschämt und provozierend in seinen Gesprächen. Auch lässt er sich leicht von schönen und muskulösen Männern ablenken und zieht oft die falschen Schlüsse. Auch wenn er auf dem ersten Blick unsympathisch rüberkommen mag, zeigt er auch Momente tiefen Mitgefühls und Verletzlichkeit. Er ist mit alle seinen Makeln menschlich und das macht ihn sympathisch.
Trotz des eher schrillen und humorvollen Stils des Kriminalromans, spricht der Roman auch geschickt ernstere Themen an und schreckt auch vor gesellschaftskritischen Tönen nicht zurück. Neben dem modernen, liberalen und lebensfrohen Tel Aviv, zeigt Yonatan Sagiv auch dass Tel Aviv, das von einer wirtschaftlichen und sozialen Kluft sowie von Gentrifizierung geprägt ist. Ebenso werden auch die Probleme Israels und in dessen Gesellschaft angesprochen wie z.B. soziale und ethnische Spannungen und der ambivalente Umgang mit Flüchtlingen und Immigranten, auch der israelisch-palästinensischer Konflikt ist in der Handlung präsent.
Mein Fazit: Ein Kriminalroman, der queer und anders ist, der einen von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann zieht und einen Tel Aviv bzw. Israel von einer anderen Seite kennenlernen lässt. Absolute Leseempfehlung!
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Privatermittler Oded Chefer auf Verbrecherjagd queer durch Tel Aviv
Schon allein das schrill gestaltete Buchcover von "Der letzte Schrei" von Yonatan Sagiv mit einem roten Lippenstift, an dem ein roter Blutstropfen herunterläuft im Mittelpunkt deutet an, dass es sich hierbei nicht …
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Privatermittler Oded Chefer auf Verbrecherjagd queer durch Tel Aviv
Schon allein das schrill gestaltete Buchcover von "Der letzte Schrei" von Yonatan Sagiv mit einem roten Lippenstift, an dem ein roter Blutstropfen herunterläuft im Mittelpunkt deutet an, dass es sich hierbei nicht um einen klassischen Kriminalroman handelt. Im Mittelpunkt steht nicht ein zynischer, grübelnder und auf hart machender lonely wolf, als Ermittler:in, sondern Oded Chefer, ein geschwätziger und eher erfolgloser schwuler Privatermittler aus Tel Aviv, der von sich selbst als Frau spricht und oftmals die falschen Schlüsse zieht. Auch lässt er sich häufig von gut aussehenden muskulösen Männern ablenken und träumt vom großen Durchbruch, der ihm Ruhm und Geld einbringt. Sein neuer Auftrag scheint da genau der Richtige zu sein, um dieses Ziel zu erreichen. Oded soll sich um das 15-jährige Pop-Sternchen Carine Carmeli kümmern und herausfinden was sie bedrückt. Was für Oded anfangs als einfacher Auftrag wirkt, der ihm Zutritt in die Welt der Schönen und Reichen von Israel verschaffen wird, nimmt bald eine tödliche Wendung. Ebenso scheint das Verschwinden von Gabriela, einer transsexuellen Frau, ebenfalls in Verbindung mit seinem Fall zu stehen.
Im Laufe der Ermittlungen tauchen die Leser:innen gemeinsam mit Oded in die Abgründe in die israelische High Society ein, werden Zeuge einiger Probleme Israels und dessen Gesellschaft wie z. B. die Kluft zwischen Arm und Reich, die sozialen und ethnischen Spannungen sowie Rassismus, der besonders im widersprüchlichen Umgang mit Immigranten und Flüchtlingen deutlich wird. Passend zum LGBTQ-Thema wird auch die gewisse Verletzlichkeit der Community aufgrund der inhärenten gesellschaftlichen Diskriminierung ihr gegenüber angesprochen.
Trotz der ernsten und gesellschaftskritischen Themen ist der Kriminalroman kein düsterer, sondern ein spannender und eher humorvoller Krimi. Ein perfektes Gleichgewicht zwischen lauten und teils schrillen sowie leisen Tönen, was sich ich auch in Odeds Charakter widerspiegelt. Oded spricht ohne Filter, er ist sarkastisch, oftmals politisch inkorrekt, provozierend und unverschämt in seinen Reden und Verhalten, aber hinter all dem steckt auch ein verletzlicher und unsicher Mensch, der voller Mitgefühl ist.
Was "Der letzte Schrei" auch so besonders in meinen Augen macht, ist die Tatsache, dass die im Buch vorkommenden LGBTQ-Charaktere die Helden der Ermittlungen sind. Oft sind sie nur die Opfer, werden stereotyphaft und auf erniedrigende Weise dargestellt, aber hier dürfen sie laut, bunt, queer und stolz auf ihr Anderssein sein.
Fazit: Ein erfrischend anderer Krimi aus Israel, der spannend und humorvoll geschrieben ist und Lust macht auf mehr Fälle mit Oded als Privatermittler. Klare Leseempfehlung!
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Oded Hefer, ein ungewöhnlicher Detektiv, träumt von einem Leben in Saus und Braus. Sein bescheidenes Leben langweilt ihn und so ist er voller Vorfreude, als er den Auftrag bekommt, sich um ein 15-jähriges Pop-Sternchen zu kümmern. Er sieht seine Aufstiegsmöglichkeit und den …
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Oded Hefer, ein ungewöhnlicher Detektiv, träumt von einem Leben in Saus und Braus. Sein bescheidenes Leben langweilt ihn und so ist er voller Vorfreude, als er den Auftrag bekommt, sich um ein 15-jähriges Pop-Sternchen zu kümmern. Er sieht seine Aufstiegsmöglichkeit und den Zutritt in Israels wohlhabende Elite. Was ihm wie ein Kinderspiel vorkommt, endet mit einigen Überraschungen. Außerdem verschwindet eine Bekannte von ihm, deren Verschwinden auch geklärt werden muss.
Bei seinen Ermittlungen blickt er hinter die Fassade der Welt, von der er träumt und deckt dabei mehr auf, als er eigentlich sollte. Dabei merkt er schnell, dass er niemandem mehr trauen kann.
Oded ist wirklich ein besonderer Protagonist. Er ist queer, wird als Mann gelesen, bezeichnet sich selbst aber regelmäßig als Frau. Ich habe mich jetzt für die männliche Form entschieden, weil das im Klappentext auch so gemacht wird. (Soweit ich mitbekommen habe, ist das der dritte Roman über Oded, leider aber der erste, der ins deutsche übersetzt wurde. Ich weiß nicht, ob das Thema in den ersten Bänden behandelt wurde)
Außerdem sind viele Charaktere in seinem Umfeld trans. Ich finds total interessant, dieses Thema mal so in einer Geschichte zu erleben, sollte viel häufiger so sein und hat total Spaß gemacht. Das Buch wird getragen von den Gespräche und der Interaktion zwischen diesen liebevollen, besonderen Charakteren. Mir haben die Einblicke in das queere Leben in Israel sehr interessiert.
Aber zurück zu Oded. Er hat kaum Erfahrungen mit Ermittlungen und eigentlich genug mit sich selbst zutun. Er ist impulsiv und labert zu viel, lässt sich von jedem hübschen Mann ablenken und ist schnell beleidigt. Trotzdem hätte ich gern viel mehr von ihm gelesen. Ich hab ihn einfach ins Herz geschlossen.
Die Spannung kommt natürlich auch nicht zu kurz. Ich hatte beim Lesen immer mal wieder kleine Tiefs, in denen das Buch mich etwas verloren hatte. Irgendwie hat zwischendurch in dem Bereich ein bisschen was gefehlt. Das Ende kam dann aber sehr überraschend, die letzten 100 Seiten haben mich total gekriegt.
Ein netter Krimi, der sich gut lesen lässt, einige neue Elemente einbringt und uns nach Tel Aviv entführt, dazu ein (meistens) spannender Fall, hinter dem sich einiges verbirgt. Was wollt ihr mehr von einem Krimi?
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