Rachel Ward
Broschiertes Buch
Den Tod im Blick / Numbers Trilogie Bd.1
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Augen, so heißt es, sind das Fenster zur Seele. Doch wenn Jem in fremde Augen blickt, sieht sie eine Zahl. Und die ist unauslöschlich. Denn die Zahl ist ein Datum. Der Tag, an dem ihr Gegenüber sterben wird. Diese Gewissheit hat Jem seit dem Tod ihrer Mutter. Deshalb meidet sie Menschen. Ist am liebsten allein. Bis sie Spinne kennenlernt - und mit ihm das Leben. Jem ist glücklich, zum ersten Mal. Doch als die beiden zum Riesenrad, dem London Eye fahren, passiert es - um sie herum haben alle dieselbe Zahl. Jem weiß: Etwas Furchtbares wird passieren. Heute. Hier. Fluchtartig verlassen Spinn...
Augen, so heißt es, sind das Fenster zur Seele. Doch wenn Jem in fremde Augen blickt, sieht sie eine Zahl. Und die ist unauslöschlich. Denn die Zahl ist ein Datum. Der Tag, an dem ihr Gegenüber sterben wird. Diese Gewissheit hat Jem seit dem Tod ihrer Mutter. Deshalb meidet sie Menschen. Ist am liebsten allein. Bis sie Spinne kennenlernt - und mit ihm das Leben. Jem ist glücklich, zum ersten Mal. Doch als die beiden zum Riesenrad, dem London Eye fahren, passiert es - um sie herum haben alle dieselbe Zahl. Jem weiß: Etwas Furchtbares wird passieren. Heute. Hier. Fluchtartig verlassen Spinne und sie das Gelände. Und lösen damit eine Kettenreaktion aus. Spinne und Jem werden zu Gejagten. Von der Polizei, den Medien, den Menschen. Und Spinnes Todestag rückt näher und näher ...
Rachel Ward, 1964 geboren, wuchs in der Grafschaft Surrey südlich von London auf und studierte in Durham Geografie. Erst mit 40 Jahren widmete sie sich dem Schreiben. Ihr Debüt Numbers - Den Tod im Blick ist international vielfach ausgezeichnet und 2011 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert worden. Die daraus entstandene Numbers-Trilogie wurde weltweit zum Bestseller. Rachel Ward lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Bath, England. Weitere Informationen unter: www.rachelwardbooks.com
Produktdetails
- Verlag: Carlsen
- Originaltitel: Numbers - Time to Run
- 21. Aufl.
- Seitenzahl: 368
- Altersempfehlung: ab 14 Jahren
- Erscheinungstermin: 24. April 2012
- Deutsch
- Abmessung: 187mm x 121mm x 33mm
- Gewicht: 304g
- ISBN-13: 9783551311511
- ISBN-10: 355131151X
- Artikelnr.: 34516204
Herstellerkennzeichnung
Carlsen Verlag GmbH
Völckersstr. 14-20
22765 Hamburg
info@carlsen.de
Der Tod spielt Krocket
Blauer Himmel, tiefe See, und nichts zu lesen? Bücher für junge Leser in der Ferienzeit, empfohlen von Tilman Spreckelsen
Ein Haus mit Geschichte.
Fast hundert Jahre ist das Holzhaus nun alt, das ein Arzt 1927 für seine Familie an einem See bei Berlin erbaute. Einige Jahre später wurden sie vertrieben, dafür zog ein systemkonformes Ehepaar mit seinen Kindern ein, nach dem Krieg dann ein Straßenreiniger, der seine Mitbürger in der DDR bespitzelte und hier auch die deutsche Einheit erlebte.
Erst vor wenigen Jahren kam Thomas Harding, der Urenkel des Erbauers, zum mittlerweile leerstehenden Haus und kümmerte sich um dessen Wiederherstellung und neue Nutzung: als ein 2019
Blauer Himmel, tiefe See, und nichts zu lesen? Bücher für junge Leser in der Ferienzeit, empfohlen von Tilman Spreckelsen
Ein Haus mit Geschichte.
Fast hundert Jahre ist das Holzhaus nun alt, das ein Arzt 1927 für seine Familie an einem See bei Berlin erbaute. Einige Jahre später wurden sie vertrieben, dafür zog ein systemkonformes Ehepaar mit seinen Kindern ein, nach dem Krieg dann ein Straßenreiniger, der seine Mitbürger in der DDR bespitzelte und hier auch die deutsche Einheit erlebte.
Erst vor wenigen Jahren kam Thomas Harding, der Urenkel des Erbauers, zum mittlerweile leerstehenden Haus und kümmerte sich um dessen Wiederherstellung und neue Nutzung: als ein 2019
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eröffnetes "Zentrum für Bildung und Versöhnung".
Harding hat diese Geschichte verständlich und kindgerecht, aber nicht undifferenziert aufgeschrieben. Britta Teckentrup hat daraus ein Bilderbuch gemacht, das gekonnt immer wieder eine Brücke schlägt zwischen Historie und Erleben, zwischen unserer Gegenwart und derjenigen der früheren Hausbewohner. Und so wie der Text sich auf das Leben der Einzelnen konzentriert und die große Geschichte eher durchscheinen lässt, so zeigen auch Teckentrups Bilder schlaglichtartig meist den Alltag - durch fast ein Jahrhundert.
Thomas Harding, Britta Teckentrup: "Sommerhaus am See". Verlag Jacoby & Stuart, Berlin 2020. 48 S., geb., 15 Euro. Ab 8 J.
Landlust ist nichts für jeden.
Am Anfang dieses Wochenendes wird ein Paket geliefert. Es ist riesig, der Inhalt wird in das Auto gepackt, mit dem die dreiköpfige Familie aus der Stadt in das vor einiger Zeit gekaufte Haus auf dem Land fährt, und der Wille, dass nun alles schön werden soll, steht den Eltern ins Gesicht geschrieben.
Dem Kind nicht. Seinen Namen - Otto - erfahren wir erst, als das Buch schon halb wieder vorbei ist, auch seine Wünsche bleiben lange Zeit verborgen. Immerhin: Dass Otto Hörbücher liebt, erfahren wir bald und ahnen außerdem, dass der Klang aus dem Kopfhörer die aufmunternden, fordernden, ärgerlichen Stimmen der Eltern auf Distanz hält. Die wiederum hätten so gern einen aktiven Sohn, einen, der draußen herumspringt, was sie nicht daran hindert, jeden seiner Schritte zu kontrollieren.
Im Paket sind die fertig zugeschnittenen Teile eines Baumhauses, das der Vater zusammen mit dem Sohn im Garten auf dem Land bauen will. Ein Unfall setzt ihn für Stunden außer Gefecht, und was dann passiert, hat Gerda Raidt, von Haus aus Illustratorin, in einer wunderbaren Emanzipationsgeschichte erzählt und selbst gezeichnet. Es ist Otto, der dann zögerlich die Zügel in die Hand nimmt und den Eltern unauffällig vor Augen führt, wie man mit anderen umgeht. Brauchen können sie es.
Gerda Raidt: "Limonade im Kirschbaum". Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2020. 144 S., geb., 13 Euro. Ab 8 J.
Die Tage der Beeren.
"Es kommt eine Zeit, / da wachsen die Bäume / in den Himmel. / Die Blumen wollen so groß sein / wie Bäume." So beginnt ein Gedicht der Lektorin und Lyrikerin Elisabeth Borchers (1926 bis 2013), die auch für Kinder geschrieben hat. Eine Sammlung ihrer schönsten Gedichte für junge Leser ist im vergangenen Jahr unter dem Titel "Oben schwimmt die Sonne davon" erschienen, was an den sehr ähnlichen Titel ihres bekanntesten Kinderlyrikbandes von 1965 erinnert.
"Es kommt eine Zeit, / da gehen rote Pilze / durch den Wald / und schwarzgelackte Käfer", heißt es weiter im Augustgedicht aus ihrem lyrischen Zyklus durch die Jahreszeiten. Sie bilden das Herz dieses Bandes, sie sprechen von Ruhe und Aufbruch und davon, was die Natur, der Himmel, die Sonne mit uns machen und wie wir all das erleben: "Da ist die Sonne so heiß, / daß man sie nicht anfassen kann. / Da wächst es rot an den Sträuchern / und blau an den Gräsern. / Das sind die Tage der Beeren."
Kinderlyrik ist auf dem Buchmarkt gerade in Mode gekommen, jedenfalls erscheinen immer mehr entsprechende Bände. Borchers' Gedichte sind zum Teil schon mehr als fünfzig Jahre alt, und trotzdem treffen sie zuverlässig einen Ton, der auch heutige Kinder erreicht. Ihre Texte verknüpfen Anschauung mit Phantasie, die Vorstellung einer heißen Sonne, die man lieber nicht berührt, mit der Erfahrung der Sommerhitze, und auch für selbstbewussten kindlichen Trotz findet Borchers einen Ausdruck im Gedicht: "Wenn du's so willst - lebwohl, ade! / Vier Jahre bleib ich fort. / Der Himmel blau und tief die See. / Mehr sag ich nicht. Kein Wort."
Natürlich sagt sie dann doch mehr in diesem Band, zum Glück. Wir Leser aber tun gut daran, einige dieser Gedichte laut vorzulesen. Und dann das Buch denjenigen weiterzureichen, für die es gedacht ist.
Elisabeth Borchers: "Oben schwimmt die Sonne davon". Gedichte für Kinder. Mit Bildern von Hildegard Müller. Dtv, München 2019. 120 S., geb., 16,95 Euro. Ab 8 J.
Mit Liebe und leichter Hand.
Wenn sich der Tod langweilt, wenn er sich gar in einen Menschen verliebt, dann heißt es aufpassen. Der Junge Sasja hat ein Auge auf seine Mutter, als die immer schwächer wird. Er kann zwar ihr Sterben nicht verhindern, aber er kann dem Schiff folgen, in dem sie fortgebracht wird - ins Totenreich, wie er vermutet. Dass aber er, ein Lebender, dort ankommt, dass er gar um seine Mutter kämpft, die der Tod so gern um sich hat, ist nicht vorgesehen. Schon gar nicht, dass er sich dabei so listig und tapfer schlägt.
Frida Nilssons Bücher gehören zu den witzigsten, klügsten und anrührendsten Büchern, die derzeit für junge Leser geschrieben werden. Wer ihre Kinderromane um "Hedvig" kennt oder "Die maskierte Makrone" oder "Frohe Weihnachten, Zwiebelchen", der wird zuverlässig einer Autorin verfallen, die mit leichter Hand und voller Liebe ihre Figuren durch eine Welt schickt, die es ihnen nicht leicht macht und in der sie doch in Würde bestehen können. Sasja ist da keine Ausnahme, nur dass das, was er vor hat, vollkommen unmöglich scheint und sich dann doch Schritt für Schritt bewältigen lässt - bis der Junge vor dem Tod steht, der nun mit seiner Mutter zusammenlebt und keine Anstalten macht, sie freizugeben.
Er werde den Tod überlisten, hatte Sasja noch im Diesseits angekündigt, und weil sich im Jenseits der lässig krocketspielende Gegner allzu sicher ist, den Jungen auf Abstand zu halten, hat Sasja tatsächlich eine Chance.
Vielleicht, weil er die Dinge eben nicht hinnimmt wie der träge Tod, weil er die Augen weit aufreißt und weil er auf seinem Weg durch das Land der Gestorbenen und in anderer Gestalt Neugeborenen noch eine Reihe anderer Sachen zurechtrückt, die das verdienen. Von der Heimholung der Mutter ganz zu schweigen.
Frida Nilsson: "Sasja und das Reich jenseits des Meeres". Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2019. 496 S., geb., 20 Euro. Ab 11 J.
Ein Traum von Irland.
Das Dorf Velgow gibt es nicht in der Realität, aber wer Susan Krellers Roman "Elektrische Fische" liest, könnte daran zweifeln. Nicht weil es da so unwiderstehlich schön wäre - Emma, die Erzählerin, will sofort wieder weg, als ihre Mutter sie und die beiden Geschwister von Irland nach Mecklenburg-Vorpommern gebracht hat, in das Dorf, in dem sie selbst einst ihre Kindheit verbracht hatte und aus dem sie geflohen war, sobald es möglich war.
Emma in Velgow - das ist die Geschichte einer vorsichtigen Annäherung an den Ort, die Landschaft und vor allem die Menschen. Was es für das Mädchen bedeutet, sich auf all das einzulassen, während im Hinterkopf ein Fluchtplan reift, beschreibt die Autorin mit stiller Energie. Emma jedenfalls kneift irgendwann nicht mehr die Augen zu, um von Irland zu träumen, sondern übernimmt Verantwortung für sich, die Geschwister, den Ort. Und so eindringlich, wie Susan Kreller dieses Velgow schildert, kann man sich als Leser irgendwann nicht mehr vorstellen, dass es das Dorf nicht geben soll.
Susan Kreller: "Elektrische Fische". Carlsen Verlag, Hamburg 2019. 192 S., geb., 15 Euro. Ab 12 J.
Die große Explosion.
Begabung oder Fluch? Das Mädchen Jem lebt seit Jahren damit, dass sie erkennt, wann jemand sterben wird - in seinen Augen leuchtet dann ein Datum auf, das nur Jem sehen kann. Und es stimmt immer.
Ein Fluch, natürlich, Jem ist das klar. Und als sie den Außenseiter, der sich Spinne nennt, näher kennenlernt, fünfzehnjährig wie sie selbst, als sie ein erschreckend nahes Todesdatum in seinem Gesicht liest, will sie trotz allem dagegen ankämpfen. Denn Spinne steht mit ihr in der Schlange zum "London Eye" an, dem Riesenrad am südlichen Themse-Ufer, und diejenigen, die vor und hinter ihnen warten, haben alle dasselbe Datum im Gesicht - das des aktuellen Tages.
Also zieht Jem Spinne aus der Schlage, sie verlassen die Gegend fluchtartig, weil das Riesenrad, wie Jem richtig geahnt hat, einem Anschlag zum Opfer fällt, und mit ihm seine Passagiere. Zugleich aber sind die beiden Teenager durch ihre Flucht hoch verdächtig, von dem Anschlag gewusst und vielleicht noch mehr damit zu tun zu haben. Dass Spinne in Drogengeschäften steckt und auch deshalb gejagt wird, macht die Sache nicht besser.
Inzwischen hat Rachel Ward "Numbers" noch zweimal fortgesetzt. Am spannendsten ist der erste Teil, auch weil er die ethische Frage stellt: Wenn man weiß, dass ein anderer bald sterben wird - muss man es ihm sagen?
Rachel Ward: "Numbers - Den Tod im Blick". Chicken House, Hamburg 2010. 368 S., br., 8,99 Euro. Ab 14 J.
Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
Harding hat diese Geschichte verständlich und kindgerecht, aber nicht undifferenziert aufgeschrieben. Britta Teckentrup hat daraus ein Bilderbuch gemacht, das gekonnt immer wieder eine Brücke schlägt zwischen Historie und Erleben, zwischen unserer Gegenwart und derjenigen der früheren Hausbewohner. Und so wie der Text sich auf das Leben der Einzelnen konzentriert und die große Geschichte eher durchscheinen lässt, so zeigen auch Teckentrups Bilder schlaglichtartig meist den Alltag - durch fast ein Jahrhundert.
Thomas Harding, Britta Teckentrup: "Sommerhaus am See". Verlag Jacoby & Stuart, Berlin 2020. 48 S., geb., 15 Euro. Ab 8 J.
Landlust ist nichts für jeden.
Am Anfang dieses Wochenendes wird ein Paket geliefert. Es ist riesig, der Inhalt wird in das Auto gepackt, mit dem die dreiköpfige Familie aus der Stadt in das vor einiger Zeit gekaufte Haus auf dem Land fährt, und der Wille, dass nun alles schön werden soll, steht den Eltern ins Gesicht geschrieben.
Dem Kind nicht. Seinen Namen - Otto - erfahren wir erst, als das Buch schon halb wieder vorbei ist, auch seine Wünsche bleiben lange Zeit verborgen. Immerhin: Dass Otto Hörbücher liebt, erfahren wir bald und ahnen außerdem, dass der Klang aus dem Kopfhörer die aufmunternden, fordernden, ärgerlichen Stimmen der Eltern auf Distanz hält. Die wiederum hätten so gern einen aktiven Sohn, einen, der draußen herumspringt, was sie nicht daran hindert, jeden seiner Schritte zu kontrollieren.
Im Paket sind die fertig zugeschnittenen Teile eines Baumhauses, das der Vater zusammen mit dem Sohn im Garten auf dem Land bauen will. Ein Unfall setzt ihn für Stunden außer Gefecht, und was dann passiert, hat Gerda Raidt, von Haus aus Illustratorin, in einer wunderbaren Emanzipationsgeschichte erzählt und selbst gezeichnet. Es ist Otto, der dann zögerlich die Zügel in die Hand nimmt und den Eltern unauffällig vor Augen führt, wie man mit anderen umgeht. Brauchen können sie es.
Gerda Raidt: "Limonade im Kirschbaum". Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2020. 144 S., geb., 13 Euro. Ab 8 J.
Die Tage der Beeren.
"Es kommt eine Zeit, / da wachsen die Bäume / in den Himmel. / Die Blumen wollen so groß sein / wie Bäume." So beginnt ein Gedicht der Lektorin und Lyrikerin Elisabeth Borchers (1926 bis 2013), die auch für Kinder geschrieben hat. Eine Sammlung ihrer schönsten Gedichte für junge Leser ist im vergangenen Jahr unter dem Titel "Oben schwimmt die Sonne davon" erschienen, was an den sehr ähnlichen Titel ihres bekanntesten Kinderlyrikbandes von 1965 erinnert.
"Es kommt eine Zeit, / da gehen rote Pilze / durch den Wald / und schwarzgelackte Käfer", heißt es weiter im Augustgedicht aus ihrem lyrischen Zyklus durch die Jahreszeiten. Sie bilden das Herz dieses Bandes, sie sprechen von Ruhe und Aufbruch und davon, was die Natur, der Himmel, die Sonne mit uns machen und wie wir all das erleben: "Da ist die Sonne so heiß, / daß man sie nicht anfassen kann. / Da wächst es rot an den Sträuchern / und blau an den Gräsern. / Das sind die Tage der Beeren."
Kinderlyrik ist auf dem Buchmarkt gerade in Mode gekommen, jedenfalls erscheinen immer mehr entsprechende Bände. Borchers' Gedichte sind zum Teil schon mehr als fünfzig Jahre alt, und trotzdem treffen sie zuverlässig einen Ton, der auch heutige Kinder erreicht. Ihre Texte verknüpfen Anschauung mit Phantasie, die Vorstellung einer heißen Sonne, die man lieber nicht berührt, mit der Erfahrung der Sommerhitze, und auch für selbstbewussten kindlichen Trotz findet Borchers einen Ausdruck im Gedicht: "Wenn du's so willst - lebwohl, ade! / Vier Jahre bleib ich fort. / Der Himmel blau und tief die See. / Mehr sag ich nicht. Kein Wort."
Natürlich sagt sie dann doch mehr in diesem Band, zum Glück. Wir Leser aber tun gut daran, einige dieser Gedichte laut vorzulesen. Und dann das Buch denjenigen weiterzureichen, für die es gedacht ist.
Elisabeth Borchers: "Oben schwimmt die Sonne davon". Gedichte für Kinder. Mit Bildern von Hildegard Müller. Dtv, München 2019. 120 S., geb., 16,95 Euro. Ab 8 J.
Mit Liebe und leichter Hand.
Wenn sich der Tod langweilt, wenn er sich gar in einen Menschen verliebt, dann heißt es aufpassen. Der Junge Sasja hat ein Auge auf seine Mutter, als die immer schwächer wird. Er kann zwar ihr Sterben nicht verhindern, aber er kann dem Schiff folgen, in dem sie fortgebracht wird - ins Totenreich, wie er vermutet. Dass aber er, ein Lebender, dort ankommt, dass er gar um seine Mutter kämpft, die der Tod so gern um sich hat, ist nicht vorgesehen. Schon gar nicht, dass er sich dabei so listig und tapfer schlägt.
Frida Nilssons Bücher gehören zu den witzigsten, klügsten und anrührendsten Büchern, die derzeit für junge Leser geschrieben werden. Wer ihre Kinderromane um "Hedvig" kennt oder "Die maskierte Makrone" oder "Frohe Weihnachten, Zwiebelchen", der wird zuverlässig einer Autorin verfallen, die mit leichter Hand und voller Liebe ihre Figuren durch eine Welt schickt, die es ihnen nicht leicht macht und in der sie doch in Würde bestehen können. Sasja ist da keine Ausnahme, nur dass das, was er vor hat, vollkommen unmöglich scheint und sich dann doch Schritt für Schritt bewältigen lässt - bis der Junge vor dem Tod steht, der nun mit seiner Mutter zusammenlebt und keine Anstalten macht, sie freizugeben.
Er werde den Tod überlisten, hatte Sasja noch im Diesseits angekündigt, und weil sich im Jenseits der lässig krocketspielende Gegner allzu sicher ist, den Jungen auf Abstand zu halten, hat Sasja tatsächlich eine Chance.
Vielleicht, weil er die Dinge eben nicht hinnimmt wie der träge Tod, weil er die Augen weit aufreißt und weil er auf seinem Weg durch das Land der Gestorbenen und in anderer Gestalt Neugeborenen noch eine Reihe anderer Sachen zurechtrückt, die das verdienen. Von der Heimholung der Mutter ganz zu schweigen.
Frida Nilsson: "Sasja und das Reich jenseits des Meeres". Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2019. 496 S., geb., 20 Euro. Ab 11 J.
Ein Traum von Irland.
Das Dorf Velgow gibt es nicht in der Realität, aber wer Susan Krellers Roman "Elektrische Fische" liest, könnte daran zweifeln. Nicht weil es da so unwiderstehlich schön wäre - Emma, die Erzählerin, will sofort wieder weg, als ihre Mutter sie und die beiden Geschwister von Irland nach Mecklenburg-Vorpommern gebracht hat, in das Dorf, in dem sie selbst einst ihre Kindheit verbracht hatte und aus dem sie geflohen war, sobald es möglich war.
Emma in Velgow - das ist die Geschichte einer vorsichtigen Annäherung an den Ort, die Landschaft und vor allem die Menschen. Was es für das Mädchen bedeutet, sich auf all das einzulassen, während im Hinterkopf ein Fluchtplan reift, beschreibt die Autorin mit stiller Energie. Emma jedenfalls kneift irgendwann nicht mehr die Augen zu, um von Irland zu träumen, sondern übernimmt Verantwortung für sich, die Geschwister, den Ort. Und so eindringlich, wie Susan Kreller dieses Velgow schildert, kann man sich als Leser irgendwann nicht mehr vorstellen, dass es das Dorf nicht geben soll.
Susan Kreller: "Elektrische Fische". Carlsen Verlag, Hamburg 2019. 192 S., geb., 15 Euro. Ab 12 J.
Die große Explosion.
Begabung oder Fluch? Das Mädchen Jem lebt seit Jahren damit, dass sie erkennt, wann jemand sterben wird - in seinen Augen leuchtet dann ein Datum auf, das nur Jem sehen kann. Und es stimmt immer.
Ein Fluch, natürlich, Jem ist das klar. Und als sie den Außenseiter, der sich Spinne nennt, näher kennenlernt, fünfzehnjährig wie sie selbst, als sie ein erschreckend nahes Todesdatum in seinem Gesicht liest, will sie trotz allem dagegen ankämpfen. Denn Spinne steht mit ihr in der Schlange zum "London Eye" an, dem Riesenrad am südlichen Themse-Ufer, und diejenigen, die vor und hinter ihnen warten, haben alle dasselbe Datum im Gesicht - das des aktuellen Tages.
Also zieht Jem Spinne aus der Schlage, sie verlassen die Gegend fluchtartig, weil das Riesenrad, wie Jem richtig geahnt hat, einem Anschlag zum Opfer fällt, und mit ihm seine Passagiere. Zugleich aber sind die beiden Teenager durch ihre Flucht hoch verdächtig, von dem Anschlag gewusst und vielleicht noch mehr damit zu tun zu haben. Dass Spinne in Drogengeschäften steckt und auch deshalb gejagt wird, macht die Sache nicht besser.
Inzwischen hat Rachel Ward "Numbers" noch zweimal fortgesetzt. Am spannendsten ist der erste Teil, auch weil er die ethische Frage stellt: Wenn man weiß, dass ein anderer bald sterben wird - muss man es ihm sagen?
Rachel Ward: "Numbers - Den Tod im Blick". Chicken House, Hamburg 2010. 368 S., br., 8,99 Euro. Ab 14 J.
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Anderen Menschen in die Augen zu schauen ist nicht einfach für Jem.. In den Augen anderer sieht sie deren Todesdatum.
Jem lebt bei einer Pflegemutter, da ihre eigene den Drogen zum Opfer gefallen ist. Das Mädchen aus London ist nicht besonders gut in der Schule, rebellisch und hat ihre …
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Anderen Menschen in die Augen zu schauen ist nicht einfach für Jem.. In den Augen anderer sieht sie deren Todesdatum.
Jem lebt bei einer Pflegemutter, da ihre eigene den Drogen zum Opfer gefallen ist. Das Mädchen aus London ist nicht besonders gut in der Schule, rebellisch und hat ihre ganz eigene Vorstellung vom Leben. Durch ihre Gabe scheut sie sich davor anderen zu nahe zu treten oder sich sogar zu verlieben. Das ändert sich allerdings, als sie Spinne kennen lernt, ein Junge, der wie sie einfach anders ist. An einem Nachmittag beschließen sie an einer Fahrt auf dem London Eye teil zu nehmen, doch dieser Tag endet mit ihrer Flucht. Jem sieht in den Augen der anderen Fahrgäste überall das selbe Datum, das Datum eben dieses Tages. Sie weiß, hier und heute wird etwas furchtbaren passieren. Und tatsächlich, das Riesenrad explodiert und Jem und Spinne sind die Hauptverdächtigen, da sie kurz vorher auf und davon sind. Mit der Polizei auf den Versen, ziehen sie durch England und kommen des Öfteren an die Grenzen ihrer Kräfte. Jem hat aber noch ein viel größeres Problem, als die Polizei: Spinnes Datum rückt mit jedem Tag gefährlich näher.
Am Anfang war ich weniger begeistert von Numbers, da ich mit den Personen nicht zurechtkam. Der Beginn war etwas langatmig, dann kam es allerdings zu einer rasanten Steigerung. Es wurde spannend, abwechslungsreich und Jem und Spinne wurden mir von Seite zu Seite sympathischer. Das unerwartete Ende begeisterte mich besonders.
Ich freue mich schon auf die weiteren Bände!
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Inhalt:
Jem hatte es nicht leicht im Leben. Als 7-jährige verliert sie ihre Mutter, die sich den Goldenen Schuß setzte, und wandert von einer Pflegefamilie zur nächsten. Nirgendwo scheint sie dazu zu gehören, bis sie Spinne kennenlernt. Der große Junge, der immer in …
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Inhalt:
Jem hatte es nicht leicht im Leben. Als 7-jährige verliert sie ihre Mutter, die sich den Goldenen Schuß setzte, und wandert von einer Pflegefamilie zur nächsten. Nirgendwo scheint sie dazu zu gehören, bis sie Spinne kennenlernt. Der große Junge, der immer in Bewegung ist, hat es Jem angetan. Schlimm nur, dass Jem bei jedem Menschen, den sie ansieht, eine Zahl vor Augen hat – das Todesdatum der Person – und Spinnes Datum liegt in naher Zukunft …
Schreibstil:
Der Schreibstil von Rachel Ward ist jugendlich und der Übersetzer (Uwe-Michael Gutzschhahn) hat wirklich alles daran gesetzt es entweder noch zu übertreiben oder das Lektorat hat sämtliche Fehler übersehen. Bei den Unterhaltungen von Jem und Spinne ist alles locker, flockig und es wird Wert auf eine super coole Sprache gelegt. Es mag ja ein Jugendbuch sein, aber ein Buch hat auch einen Bildungsauftrag und da sollte ein Satz nicht immer mit “Mann” enden und auch Wörter komplett ausgeschrieben werden und nicht nur angeschrieben, weil es einfach cooler klingt.
Charaktere:
Ich beschreibe diesmal nicht jeden Charakter einzeln, sondern pauschalisiere jetzt, da es doch zu viele “unglücke” im Verhalten der Personen gibt.
Jem und Spinne flüchten vor einer Explosion und wollen mit Sack und Pack verschwinden. Als kluge und treusorgende Oma erwarte ich von Val, dass sie den beiden Teens davon abrät und ihnen ins Gewissen redet, dass wenn sie nichts gemacht haben einfach bleiben können. Aber nein! Val gibt den beiden auch noch Geld und findet es super, dass Spinne mit einem geklauten Auto vorfährt und Jem abholt – ja gehts noch?!
Spinne scheint eine Angst vor Wasser und Seife zu haben. Zumindest wird immer erzählt, dass er stinkt und immer in dreckigen Klamotten herumläuft, das findet Jem zu Beginn auch total widerlich, aber später will sie sich selber nicht mehr waschen, weil sie so lecker nach Spinne riecht – brech …
Cover:
Das Cover finde ich interessant und gelungen.
Fazit:
Alles in allem muss ich sagen, dass ich alle Personen absolut weltfremd fand und ich die Story nicht unbedingt für jugendfreundlich halte. So wird suggeriert, dass 1. unser Symstem ganz schlimm ist 2. sich nicht waschen total ok ist 3. durchbrennen und Babys machen ist auch klasse, vor allem wenn man noch nicht mal mit der Schule durch ist und 4. wenn man schon nen Baby hat, dann sorgt der Staat schon für einen. Ganz ehrlich: miese Number, daher nur 2 Sterne.
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In dem Buch geht es um ein 16 jähriges Mädchen das in den Augen anderer Menschen das Todesdatum dieser Person sieht. Als sie mit ihrem Kumpel an das Londoner Eye fährt sieht sie bei allen Leuten die selbe Zahl. Dieser Tag war der tag, an dem sie da waren. Sie liefen weg. Das Londoner …
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In dem Buch geht es um ein 16 jähriges Mädchen das in den Augen anderer Menschen das Todesdatum dieser Person sieht. Als sie mit ihrem Kumpel an das Londoner Eye fährt sieht sie bei allen Leuten die selbe Zahl. Dieser Tag war der tag, an dem sie da waren. Sie liefen weg. Das Londoner Eye ging in die Luft. Da die zwei genau kurz vor dem Unfall weg gelaufen sind sucht die Polizei die beiden. deswegen fliehen sie und das 16 jährige Mädchen erzählte ihrem kumpel ihr geheimniss. Ihr Kumpel war sehr groß und war ein bisschen brutal.<br />Mir hat das Buch gefallen wegen der Spannung :)
Ja ich empfele das Buch weiter.
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Die Erzählung ist in der Ich-Form geschrieben. Die 15-jährige Jem spricht den Leser direkt an und schildert die Handlung aus ihrer Sicht. Durch den frühen Tod der Mutter und ihr weiteres Leben in unterschiedlichen Pflegefamilien, steht sie nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens. …
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Die Erzählung ist in der Ich-Form geschrieben. Die 15-jährige Jem spricht den Leser direkt an und schildert die Handlung aus ihrer Sicht. Durch den frühen Tod der Mutter und ihr weiteres Leben in unterschiedlichen Pflegefamilien, steht sie nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens. Die Gabe belastet Jems Leben zusätzlich und drängt sie in die Rolle der Außenseiterin. Schon zu Beginn ihrer Erzählung weist sie darauf hin, dass sie anders ist und sich zu den langweiligen, traurigen, schäbigen und relativ chancenlosen Jugendlichen zählt, die sich mit Vorliebe in dunklen Gassen oder unter Brücken herumtreiben. Sie wirkt sehr abweisend und kann Zuwendung nicht annehmen. Dadurch bekommt man das Gefühl, dass sie allein gegen die ganz Welt kämpft.
Sie erzählt ihre Geschichte in einfachen Worten. Teilweise wählt sie dafür einen derben Sprachstil und verwendet nicht gerade salonfähige Ausdrücke. Doch dadurch wirkt ihre Erzählung authentisch und lebendig, sodass man wirklich das Gefühl hat, die Geschichte von der Jugendlichen selbst zu lesen. Es fällt dadurch auch leicht in die Handlung einzutauchen und Jems Schilderung zu folgen.
Durch Jems besondere Gabe, dass Todesdatum in den Augen einer Person zu erkennen, erhält die Erzählung einen Hintergrund aus dem Fantasybereich. Doch dies ist auch der einzige Fantasyaspekt, denn sonst befasst sich Jems Schilderung mit den Ereignissen am London Eye und der folgenden Flucht vor der Polizei. Da sich die beiden Jugendlichen unter den extremen Fluchtbedingungen näher kommen, als Jem jemals für möglich gehalten hätte, kommt auch die beginnende Liebesbeziehung zwischen den beiden nicht zu kurz. Die Gefühle der beiden fügen sich natürlich in die Handlung ein, ohne dabei ins Romantische abzudriften.
Insgesamt gesehen liest sich das Buch recht flüssig. Die Handlung ist spannend, da die Flucht detailliert beschrieben wird. Außerdem möchte man unbedingt erfahren, ob es Jem gelingen wird, Spinnes Zahlen zu überlisten und seinen bedrohlich nahen Tod zu verhindern. Das Ende ist überraschend und weckt die Hoffnung auf eine Fortsetzung. Obwohl die Handlung durchaus unterhaltsam und spannend ist, gab es für mich auch einige Längen, deshalb vergebe ich "nur" drei von fünf Bewertungssternchen.
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Eigene Meinung:
Rachel Wards Roman "Numbers" überzeugt vor allem durch seine realistischen Charaktere. Jem und Spinne sind normale Teenager, mit denen es das Leben nicht gut gemeint hat: Jems Mutter starb an einer Überdosis Drogen, seitdem wächst sie bei wechselnden …
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Eigene Meinung:
Rachel Wards Roman "Numbers" überzeugt vor allem durch seine realistischen Charaktere. Jem und Spinne sind normale Teenager, mit denen es das Leben nicht gut gemeint hat: Jems Mutter starb an einer Überdosis Drogen, seitdem wächst sie bei wechselnden Pflegeeltern auf. Spinne wurde von seiner Großmutter aufgezogen und finanziert sein Leben durch illegale Geschäfte wie Drogenhandel und Autodiebstahl. Jems großzügiger Umgang mit Schimpfwörtern, Spinnes nachlässiger Umgang mit seiner Körperpflege und das soziale Umfeld der beiden machen sie zu Anfang des Buches nicht zu Sympathieträgern.
Die Sprache des Buches ist authentisch jugendlich, vor allem in den Dialogen zwischen Jem und Spinne. Als Erwachsener kann einen die Umgangssprache mit ihrer Rotzigkeit und Ruppigkeit fast nerven. Man merkt dem Wortschatz der beiden an, aus welcher Gesellschaftsschicht sie stammen. Die Geschichte fängt spannend und durch Jems furchtbare Gabe auch sehr mysteriös an. Eine Gabe, die sie an den Rand der Gesellschaft drängt, weil sie den Umgang mit Menschen meidet. Jem hat insbesondere keinen Bezug zu Kindern, denn gerade bei ihnen findet sie es erschreckend die Zahlen lesen zu müssen - abgestempelt zum Tod bereits am Tag der Geburt . Neue Bekanntschaften werden bei Jem immer durch den ersten Augenkontakt bestimmt: frühes Todesdatum - ein Unfall, eine Krankheit? Oder die beruhigende Gewissheit, dass das Gegenüber noch ein langes Leben vor sich hat.
Bis Jem durch ihre kurze, aber intensive Freundschaft zu Spinne lernt, dass sie ihr Leben nicht von dem Wissen um die Todesdaten ihrer Mitmenschen bestimmen lassen darf und keine Schuld an deren Tod trägt, nur weil sie deren Zahl sehen kann. Jems positive Erfahrungen auf ihrer Flucht mit wahren Freundschaften und ihrer ersten Liebe bilden einen schönen Kontrast zu den Kernproblemen ihres "früheren" Lebens wie das Aufwachsen als Waisenkind und dem Drogenkonsum ihrer verstorbenen Mutter. Es ist ein langer Weg für Jem, bis sie lernt sich ihren Mitmenschen für Freundschaften und Liebe zu öffnen.
Stellenweise fand ich die Handlung etwas langatmig, weil fast nur von der Flucht Jems und Spinnes vor ihren Verfolgern erzählt wurde, trotzdem hatte ich das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen, weil die Sprache sehr einfach gehalten ist und der Stil flüssig. Durch die direkte Erzählperspektive aus Jems Sicht wird überdies ein richtiger Sog auf den Leser ausgeübt. Außerdem wollte ich unbedingt wissen, ob Spinnes Todesdatum entgegen allen Vernunftdenken doch abgewendet werden kann oder mit welchen überraschenden Wendungen die Autorin sonst aufwartet. Der Schluss, mit dem ich so nicht gerechnet hätte, hat das Buch dann für mich trotz einiger Längen noch zu einem überraschenden Lesegenuss werden lassen, dem ich ansonsten vielleicht nur eine durchschnittliche 3-Sterne-Bewertung gegeben hätte. Mehr kann ich dazu leider nicht verraten, denn dieses unerwartete Ende ist DER Knaller, ein Überraschungsmoment, den man nur ein einziges Mal erleben kann!
Fazit:
Sprachlich zielt dieses Buch eindeutig auf das empfohlene Lesealter ab. Dennoch ein kurzweiliger Lesegenuss, mit einer außergewöhnlichen Thematik, zwei Antihelden und einer ungewöhnlichen Auflösung am Ende! Bis auf den fantastischen Hintergrund von Jems "Fluch" ist "Numbers" ein sehr realitätsbezogener Jugendroman.
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Jem ist anders als alle anderen, denn sie kann in den Augen der Menschen sehen, an welchem Tag sie sterben werden. Sie erfuhr erst,was die Zahlen bedeuteten, als ihre Mutter starb. Seitdem wird Jem von der einen Pflegefamilie zur nächsten gebracht.
Sie ist nicht gern mit Menschen zusammen, …
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Jem ist anders als alle anderen, denn sie kann in den Augen der Menschen sehen, an welchem Tag sie sterben werden. Sie erfuhr erst,was die Zahlen bedeuteten, als ihre Mutter starb. Seitdem wird Jem von der einen Pflegefamilie zur nächsten gebracht.
Sie ist nicht gern mit Menschen zusammen, vor allem nicht mit Kindern, weil sie jedesmal wieder betroffen ist, wenn sie deren Zahlen sieht.
Eines Tages kommt sie zu einer Pfelgefamilie nach London. Dort lernt sie den gleichaltrigen Spinne kennen. Mit ihm freundet sie sich an und öffnet sich ihm gegenüber. Sie beginnt das erste Mal in ihrem Leben wirklich zu leben.
Und dann passiert es. Als sie vor dem London Eye stehen , sieht Jem nur Personen mit der selben Zahl. Sie alle werden heute sterben. Jem packt Spinne und sie rennen weg, denn Jem weis, gleich wird etwas schlimmes passieren, bei dem all diese Menschen sterben werden.
Durch ihre plötzliche Flucht fallen sie auf, und werden verdächtig. Sie beschließen zu flüchten. Eine rasante Verfolgungsjagd mit der Polizei beginnt.
Während all dieser Ereignisse lassen die Zahlen Jem nicht los. Und das schlimmste für sie ist. Spinnes Todestag rückt näher und näher...<br />Ich finde, dass Buch ist sehr spannend und mich hat es sehr interessiert, wie Jem damit umgeht, das Todesdatum sehen zu können.
Ich finde außerdem die Entwicklung von Jem und ihr Verhältnis zu Spinne sehr interessant.
Das Buch ist einfach verständlich und durch die Verfogungsjagd wird das Buch nicht langweilig.
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Das Buch "Den Tod im Blick von Rachel ward" ist ein jugenthriller. Es geht um die 15-Jährige Jem. Wenn sie in die Augen von fremden Menschen sieht, sieht sie eine Zahl, es ist die Zahl an dem ihr Gegenüber sterben wird. Diese Zahlen sind nicht veränderbar. Aus diesem grund …
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Das Buch "Den Tod im Blick von Rachel ward" ist ein jugenthriller. Es geht um die 15-Jährige Jem. Wenn sie in die Augen von fremden Menschen sieht, sieht sie eine Zahl, es ist die Zahl an dem ihr Gegenüber sterben wird. Diese Zahlen sind nicht veränderbar. Aus diesem grund mag jem keine Menschen oder besser gesagt, sie meidet sie. Doch eines tages sieht sie, dass viele Menschen am London Eye sterben wird. Völlig gehetzt flieht sieund trifft dabei den Übertdrehten Spinne, und verliebt sich in ihn. Durch ihre flucht ziehen sie die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich, die die Attentäter des London Eyes suchen. Eigentlich will sich Jem gar nicht in Spinne (Jerry) verlieben, da sie ihn erstens anfangs nicht mochte und zweitens sie weiß, dass er nächste Woche sterben wird. Doch kann man die daten ändern? Und was wird mit den zwei passieren? Wenn ihr dies wissen wollt, solltet ihr diese buch unbedingt lesen.<br />Mir hat dieser zum Teil Fantasythriller sehr gut gefallen. Die geschichte ist einfach nur toll. Sie ist gut verständlich und man kann sich sehr gut in die Personen hineinversetzen. Am Ende musste ich weiene, da es sehr traurig ist, es dennoch einen Hoffnungsschimmer gibt. Die Autor ist wirklich toll, denn man kann sich die Charaktere sehr gut vorstellen. ich kann dieses Buch jedem ab 15-jahren empfehlen, auch Preisleistungsverhältniss stimmt mit dem Buch überein. Wirklich nur empfehlenswert!!!!!!!!!
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Jem ,ein fünfzehnjähriges Mädchen, hat eine besondere Gabe. Fluch und Segen und zugleich. Wenn sie ihren Gegenüber in die Augen blickt, sieht sie deren Todestag. Sie mag es gerne allein zu sein, doch dann lernt Spinne kennen, mit ihm ist sie glücklich und sieht das Leben von …
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Jem ,ein fünfzehnjähriges Mädchen, hat eine besondere Gabe. Fluch und Segen und zugleich. Wenn sie ihren Gegenüber in die Augen blickt, sieht sie deren Todestag. Sie mag es gerne allein zu sein, doch dann lernt Spinne kennen, mit ihm ist sie glücklich und sieht das Leben von der positiven Seite. Doch als die beiden zum Londener Riesenrad, dem London Eye gehen,geschieht es-jeder um sie herum hat die selbe Zahl, das heißt jeder wird am selben Tag sterben. Etwas furchtbares wir passiern, deshalb flüchten Spinne und Jem, doch damit lösen sie eine Massenreaktion aus. Die beiden werden von der Polizei,Medien und Menschen verfolgt.Doch zuvor hat Jem Spinnes Todestag gesehen, und es rückt immer näher..<br />Das Buch hat mir sehr gefallen, da es sehr realistisch ist, doch wie jedes Buch hat es ein paar Schattenseiten, zum Beispiel gefällt mir Jems Art nicht. Ich empfehle es 100% weiter, aber nur ab 12 Jahren.
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Das Jugendbuch „Numbers: Den Tod im Blick“ wurde von Rachel Ward geschrieben und ist ab dem 14ten Lebensjahr empfehlenswert. Allerdings ist das Buch natürlich nicht nur etwas für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene.
Jem ist etwas ganz besonderes, sie sieht in den …
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Das Jugendbuch „Numbers: Den Tod im Blick“ wurde von Rachel Ward geschrieben und ist ab dem 14ten Lebensjahr empfehlenswert. Allerdings ist das Buch natürlich nicht nur etwas für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene.
Jem ist etwas ganz besonderes, sie sieht in den Augen der anderen Menschen Zahlen. Das sind nicht irgendwelche Zahlen, sondern es ist das Datum an dem ihr Gegenüber sterben wird.
Mit ihrer Gabe hatte sie es nie leicht gehabt, vor allem als sie nach dem Tod ihrer Mutter die Bedeutung der Zahlen erkannte. Seit dem hat Jem Angst anderen Menschen in die Augen zu schauen, dementsprechend lässt sie niemanden an sich ran. So kommt es, dass sie von einer Pflegefamilie zur anderen gereicht wird. Erst jetzt bei ihrer Pflegemutter Karen versucht sie sich zu bessern.
In der Schule lernt sie dann Spinne kennen und freundet sich gegen ihren eigenen Willen mit ihm an. Leider ist sein Tod nicht mehr weit entfernt, denn die Zahlen geben ein Datum an, welches nur noch 3 Monate entfernt ist. Aber Spinne und Jem haben ein ähnliches Schicksal und von nun an hängen sie immer zusammen rum. So auch an dem Tag als sie einen Ausflug zum London Eye machten. Dort sah Jem bei allen Menschen in der Menge dieselbe Zahl. Und zwar das Datum des Tages. Schnell wusste Jem Bescheid und sie und Spinne konnten gerade noch fliehen, denn im London Eye ging eine Bombe hoch.
Da ihre „Flucht“ auffiehl werden Jem und Spinne nun zu gejagten.
Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, aber nicht zu einfach. Das Lesen macht durchaus noch viel Spaß.
Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, ist dass sich Jem und Spinne immer sehr vulgär unterhalten. Allerdings sind es ja beide „schwierige Jugendliche“, deshalb scheint es sehr realistisch.
Im Großen und Ganzen ist das definitiv ein Buch welches ich mir sofort wieder kaufen würde. Die Geschichte ist interessant und macht einen auch total neugierig.
Bin wirklich auf weitere Bücher von Rachel Ward gespannt.
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NUMBERS
Den Tod im Blick
Die Autorin ist Rachel Ward. Der englische Verlag heißt Chicken House und der deutsche Verlag heißt Carlsen. Dieses Buch ist 2010 in Hamburg zum ersten Mal erschienen, Das Buch ist ab 14 Jahren und hat 368 Seiten. Die Hauptfiguren sind Jem (ein …
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NUMBERS
Den Tod im Blick
Die Autorin ist Rachel Ward. Der englische Verlag heißt Chicken House und der deutsche Verlag heißt Carlsen. Dieses Buch ist 2010 in Hamburg zum ersten Mal erschienen, Das Buch ist ab 14 Jahren und hat 368 Seiten. Die Hauptfiguren sind Jem (ein 15-jähriges Mädchen) und ihr Freund Spinne. In diesem Buch geht es um ein Mädchen namens Jem, das eine ungewöhnliche Gabe besitzt, denn sie sieht das Todes -Datum derjenigen Person die sie gerade vor ihren Augen hat. Jem hat ein schwierige Kindheit gehabt, denn ihre Mutter stirbt an einer Überdosis. Deshalb wird sie in eine Pflegefamilie gesteckt, wo sie aber nicht lange bleibt. Sie muss immer wieder zu einer neuen Familie weil sie sich niemandem öffnet und niemanden in die Augen sieht. Doch sie lernt einen Jungen namens Spinne in ihrer Schulklasse besser kennen und ist zum ersten Mal wieder glücklich. An einem Tag wollen die beiden zum London Eye, doch dort sieht Jem in den Augen der Menschen etwas Schlimmes…. Mehr möchte ich euch nicht verraten, da müsst ihr schon selbst weiterlesen. Das Buch ist sehr spannend und bewirkt viele Emotionen. Es ist das erste Buch der NUMBERS Reihe. Ich empfehle euch das Buch nur weiter, weil man einfach in diesen Band verwickelt wird und unbedingt wissen will, wie es weiter geht.
Von Christine Stroh
St. Franziskus Realschule
Klasse 7Ra<br />siehe oben
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