Schuld - Schirach, Ferdinand von

Ferdinand von Schirach 

Schuld

Stories

Gebundenes Buch
 
7 Kundenbewertungen
***** ausgezeichnet
Sofort lieferbar
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
18 ebmiles sammeln
EUR 17,95
Alle Preise inkl. MwSt.
Empfehlen


Produktbeschreibung zu Schuld

Der Erzählungsband "Verbrechen" von Ferdinand von Schirach hat die Leser im deutschsprachigen Raum begeistert und bewegt, wie es Büchern nur ganz selten gelingt. Nun legt der als die literarische Entdeckung des Jahres 2009 gefeierte Autor und Strafverteidiger einen neuen Band Geschichten vor.

Ein Mann bekommt zu Weihnachten statt Gefängnis neue Zähne. Ein Junge wird im Namen der Illuminaten fast zu Tode gefoltert. Die neun Biedermänner einer Blaskapelle zerstören das Leben eines Mädchens und keiner von ihnen muss dafür büßen Neue Fälle aus der Praxis des Strafverteidigers von Schirach die der Autor von Schirach in große Literatur verwandelt hat. Mit bohrender Intensität und in seiner unvergleichlichen lyrisch-knappen Sprache stellt er leise, aber bestimmt die Frage nach Gut und Böse, Schuld und Unschuld und nach der moralischen Verantwortung eines jeden Einzelnen von uns.

Produktinformation


  • Verlag: (Piper)
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 199 S.
  • Seitenzahl: 208
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 138mm x 25mm
  • Gewicht: 363g
  • ISBN-13: 9783492054225
  • ISBN-10: 3492054226
  • Best.Nr.: 29749644
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.08.2010

Gut erfundene Erinnerungen
Verbrechen und Schuld: Ferdinand von Schirachs Stories / Von Alexander Ignor

Ferdinand von Schirach schreibt gut, verdammt gut. Kann es sein, dass er in gewisser Hinsicht "zu gut" schreibt?

Der Autor präsentiert sich der Öffentlichkeit nicht als Literat, sondern als schreibender Strafverteidiger. Er gibt vor, Fälle aus seiner Praxis zu erzählen, literarisch verfremdet zwar, aber aus dem Leben gegriffen. Er beansprucht Authentizität, die er erzählerisch unterstreicht. In jeder Geschichte taucht er irgendwann selbst auf, als Rechtsanwalt, der mehr oder weniger auf die strafrechtliche Abwicklung des geschilderten Kriminalfalls Einfluss nimmt. Damit erhöht er die suggerierte Authentizität und die Spannung. Das also sind die Fälle, die das Leben schreibt, denkt der Leser, und das also ist der Beruf des Anwalts im Strafrecht. Ist das so?

Ja und nein. Wer viel an Strafgerichten tätig ist, begegnet in von Schirachs Geschichten vertrauten Gestalten. Großen und kleinen Kriminellen, solchen, die aus Gier, anderen, die aus Not handeln, Berufsverbrechern und Gelegenheitstätern, Persönlichkeitsgestörten und …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Der hier rezensierende Heribert Prantl hat viel Lob und ein wenig Tadel für den zum Schriftsteller gewordenen Strafverteidiger Ferdinand von Schirach. Für Prantl ist Schirach ohne Frage ein "geschickter Protokollant" der Abgründe, die aus Menschen Verbrechern machen. Die Sprache, derer sich der Autor dabei bedient, ist "nüchtern, furios karg, staubtrocken". Prantl stört sich jedoch ein bisschen an den Momenten, in denen Schirach allzu literarisch auftritt, und ziemlich stark an jenen, in denen Schirach als Ich-Erzähler in Erscheinung tritt. Hier beschlich Prantl mitunter das Gefühl, eine Werbeschrift für die Kanzlei Schirach in der Hand zu halten. Trotzdem überwiegen in den Augen des Rezensenten Schirachs Verdienste. Er sei zwar nicht der erste schreibende Anwalt, doch vermeide er erfolgreich "das Anekdotische, das Juristengeburtstagsgeschenkmäßige", das seinen Vorgängern anhaftete.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.08.2010

Der Täter steckt in unserer eigenen Haut
Das neue Buch des Strafverteidigers Ferdinand von Schirach heißt „Schuld“ – aber es sucht keine Schuldigen
In Deutschland gibt es hundertfünfzigtausend Rechtsanwälte; unter ihnen sind viele, die über ihre Fälle so beredt erzählen können, dass man ihnen gern zuhört. Unter den hundertfünfzigtausend deutschen Rechtsanwälten wiederum gibt es zweieinhalbtausend, die auf Strafverteidigung spezialisiert sind. Wenn Strafverteidiger beim Abendessen von ihren Fällen erzählen, lässt man die Spaghetti vongole gern kalt werden. Das Strafrecht ist nun einmal, weil es dabei um Leib und Leben geht, ein erregendes Fach. Es ist so erregend, dass man kein besonders guter Erzähler sein muss, um sein Publikum zu finden; der Fall erzählt sich selbst. Wenn man ein sehr guter Erzähler ist wie der Berliner Strafverteidiger Ferdinand von Schirach: umso besser.
Schirach ist ein geschickter Protokollant von erschreckenden und verstörenden, skurrilen und tragischen Begebenheiten. Sein Buch heißt „Schuld“, aber er sucht keine Schuldigen. Er richtet nicht, er schreibt nur auf. Er tut das in einer genial nüchternen, …

Weiter lesen

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Wenn man sagt, die Geschichte "Der Schlüssel" könnte gut und gerne von Tarantino verfilmt werden, denn sie hat "Pulp Fiction"-Potenzial, dann ist das einerseits richtig. Andererseits tut es Autor von Schirach unrecht. Ferdinand von Schirach ist in Berlin Strafverteidiger. Wenn man ihm glauben darf, stammen seine Geschichten mitten aus dem Leben. Er zaubert sie für uns zwischen den Aktendeckeln hervor und präsentiert sie uns literarisch verdammt schlicht. Doch er bewirkt dabei ein Wunder: Die Schuld, und das ist ja angeblich genau das Thema des Buches, spielt überhaupt keine zentrale Rolle. Trotzdem wollen wir immer mehr wissen von diesen Verbrechern und manchmal auch Unschuldigen. (jw)

»Schuld ist ein großes Buch.« Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Georg Oswald »Beim Lesen dieser Geschichten hatte man Glückserlebnisse wie sonst nur bei der Lektüre von Fitzgerald oder Capote, da sitzt jedes Wort, da ist alles an seinem Platz, Poesie durch Klarheit, im Leserkopf entsteht ein soghafter - man kann es nicht anders sagen - Film.« Welt am Sonntag, Benjamin von Stuckrad-Barre »In Verbrechen glaubte man noch diverse Handlungsoptionen der Protagonisten zu erblicken. In Schuld nicht mehr. Schuld ist radikaler, die Geschichten sind schlanker, sie sind überwältigend kalte Versuchsanordnungen.« Die Zeit, Adam Soboczynski »Der Berliner Strafverteidiger Ferdinand von Schirach setzt seine im vergangenen Herbst mit Verbrechen fulminant begonnene literarische Karriere mit Schuld nahtlos fort.« Frankfurter Allgemeine Zeitung, Felicitas von Lovenberg »Es sind kleine Meisterwerke darunter von enormer sprachlicher Präzision und Darstellungskraft. [...] Sie lesen sich, als würde man den Schritten eines Unheils lauschen, das unaufhaltsam vorwärts drängt.« Die Welt, Uwe Wittstock

"Schuld ist ein großes Buch." (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)"Es sind kleine Meisterwerke darunter von enormer sprachlicher Präzision und Darstellungskraft. [...] Sie lesen sich, als würde man den Schritten eines Unheils lauschen, das unaufhaltsam vorwärts drängt." (Die Welt)

»Schuld ist ein großes Buch.« Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Georg Oswald »Beim Lesen dieser Geschichten hatte man Glückserlebnisse wie sonst nur bei der Lektüre von Fitzgerald oder Capote, da sitzt jedes Wort, da ist alles an seinem Platz, Poesie durch Klarheit, im Leserkopf entsteht ein soghafter - man kann es nicht anders sagen – Film.« Welt am Sonntag, Benjamin von Stuckrad-Barre »In Verbrechen glaubte man noch diverse Handlungsoptionen der Protagonisten zu erblicken. In Schuld nicht mehr. Schuld ist radikaler, die Geschichten sind schlanker, sie sind überwältigend kalte Versuchsanordnungen.« Die Zeit, Adam Soboczynski »Der Berliner Strafverteidiger Ferdinand von Schirach setzt seine im vergangenen Herbst mit Verbrechen fulminant begonnene literarische Karriere mit Schuld nahtlos fort.« Frankfurter Allgemeine Zeitung, Felicitas von Lovenberg »Es sind kleine Meisterwerke darunter von enormer sprachlicher Präzision und Darstellungskraft. [...] Sie lesen sich, als würde man den Schritten eines Unheils lauschen, das unaufhaltsam vorwärts drängt.« Die Welt, Uwe Wittstock

"Da sitzt jedes Wort, da ist alles an seinem Platz, Poesie durch Klarheit." Benjamin von Stuckrad-Barre, Welt am Sonntag "Es sind kleine Meisterwerke darunter von enormer sprachlicher Präzision und Darstellungskraft." Uwe Wittstock, Die Welt
Ferdinand von Schirach, geboren 1964 in München, arbeitet seit 1994 als Anwalt und Strafverteidiger in Berlin. Zu seinen Mandanten gehörten das frühere Politbüro-Mitglied Günter Schabowski, der ehemalige BND-Spion Norbert Juretzko, Industrielle, Prominente und Angehörige der Unterwelt.

Andere Kunden interessierten sich auch für

Kundenbewertungen zu "Schuld" von "Ferdinand von Schirach"

Durchschnittliche Kundenbewertung 5 von 5 Sterne bei 7 Bewertungen ***** ausgezeichnet
(aus 7 Bewertungen)
Kundenbewertungen sortieren:
hilfreichste - beste - neueste

Bewertung von Anja aus Kiel am 05.01.2011 ***** ausgezeichnet
Das Buch ist nicht umsonst auf der Empfehlungsliste der FAZ. Es war wirklich sehr gut.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von haggibaertom aus Geilenkirchen am 02.11.2010 ***** ausgezeichnet
Spannend bis zum Schluß ! Warte auf Fortsetzung. Hat man(n) einmal angefangen zu lesen, vergißt man sogar die Bundesliga zu schauen.

War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von bbqueen aus Calw am 17.10.2010 ***** ausgezeichnet
Und wieder ein Buch, dass ich in einer Nacht durchgelesen hatte.
Für mich ist es sogar ein Tick besser als sein erstes Buch 'Verbrechen'.
15 Fälle, die jeweils auf 10- 30 Seiten, dargestellt werden. Hierbei verwendet Schirach eine leichte, flüssige, unverblümte, direkte Sprache. Die Sätze sind kurz, knapp und prägnant.
Auch hier schafft es Schirach beide Seiten, Opfer und Täter, darzustellen, so dass man für beide Seiten Verständnis entwickeln kann. Traurig allerdings, dass aufgrund unserer Rechtsprechung Täter ohne Anklage auf freien Fuß kommen. Dies kann ein echt erschrecken. Die Opfer können einem hier echt leid tun.
Dieses Buch zeigt Einblicke in die Welt und Arbeitsweise von Anwälten, Staatsanwälten und Justiz. Es zeigt, wie schnell man Täter, aber auch Opfer sein kann.
Noch Tage später, beschäftige ich mich mit der Thematik unserer Justiz.
Schirach zeigt Einblicke in unser System, dass zum Nachdenken, Umdenken,... anhält.

11 von 12 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von HK aus Templin am 13.09.2010 ***** ausgezeichnet
Sehr gutes Buch! Fesselnde Geschichten!

1 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Mottenkugel aus Breuna am 29.08.2010 ***** ausgezeichnet
Dieses Buch begeistert und bewegt und die Geschichten lassen einen nicht so schnell wieder los.

3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Melinda Koster aus Berlin am 24.08.2010 ***** ausgezeichnet
Sehr imposant und tiefgründig!
Großer Lesespaß für alle die es wie ich nicht mögen, mit endlosen Sprachbildern über Seiten hinweg
("Der Turm") geschunden zu werden. Schirach ist ein meisterlicher Erzähler. Seine spannenden Stories fesseln von Anfang bis Ende. Mit Sarkassmus und Humor stellt er die Frage nach Schuld und Unschuld.
Sein frostig-spröder Stil ist für mich der einzige Minuspunkt.
Etwas mehr sprachliche Flüssigkeit, etwa wie bei Klaus Köhlers Schelmenroman "Aus dem Leben eines geilen, kleinen Arschlochs" (!) währe wünschenswert und würde das Lesevergnügen um ein Vielfaches erhöhen.
Trotzdem und ZWEIFELSFREI fünf Punkte. (Für -ZWEI- talentierte Autoren!)

8 von 8 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Roswithaundreinhard aus Dietzenbach am 18.08.2010 ***** ausgezeichnet
wir waren von dem Buch begeistert.

3 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Schuld" von Ferdinand von Schirach ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

11 Marktplatz-Angebote für "Schuld" ab EUR 8,50

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 8,50 1,10 Banküberweisung topos45 100,0% ansehen
wie neu 10,00 2,00 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung keuk1 100,0% ansehen
wie neu 11,90 1,10 Banküberweisung isomob 100,0% ansehen
wie neu 12,00 1,10 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung erbeli 100,0% ansehen
wie neu 12,00 1,30 offene Rechnung joeplath 100,0% ansehen
wie neu 14,45 3,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, moneybookers, PayPal, Lastschrift, Banküberweisung Steinberger Hof 100,0% ansehen
15,00 1,40 Banküberweisung Südstadt Antiquariat 97,0% ansehen
wie neu 16,30 0,00 Lastschrift, Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Buchversand Zorneding 96,1% ansehen
wie neu 16,50 0,50 PayPal, Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung plusbooks 100,0% ansehen
wie neu 16,80 0,00 sofortueberweisung.de, Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Lastschrift, Banküberweisung Hausmanns Büchershop 99,4% ansehen
Sehr guter Zustand 19,90 0,00 PayPal, Nachnahme, Lastschrift, Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Versandantiquar iat 99,0% ansehen

Mehr von

Mehr zum Thema

Andere Kunden kauften auch