Das erste Gesetz der Magie / Das Schwert der Wahrheit Bd.1 - Goodkind, Terry

Terry Goodkind 

Das erste Gesetz der Magie / Das Schwert der Wahrheit Bd.1

Roman

Dtsch. v. Caspar Holz
Broschiertes Buch
 
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Das erste Gesetz der Magie / Das Schwert der Wahrheit Bd.1

Richard Cypher zieht aus, um den Mörder seines Vaters zu finden, und trifft dabei auf die junge Kahlan. Die schöne Fremde braucht Hilfe, weil ihre Heimat Midland von dem machtgierigen Magier Darken Rahl bedroht ist...
Gleich mit seinem ersten Roman hat Terry Goodkind einen großartigen internationalen Erfolg bei Lesern und Kritikern erzielt.

Ein atemberaubendes Epos über Verrat und Ehre, Rache und Liebe!

Als der Waldläufer Richard Cypher eine junge Frau vor ihren unheimlichen Verfolgern rettet, kann er noch nicht ahnen, dass sich sein beschauliches Leben tiefgreifend verändern wird. Kahlan stammt aus den Midlands, einem sagenhaften Reich, das durch eine magische Barriere von Westland getrennt ist. Und sie hat den Auftrag, den Tyrannen Darken Rahl aufzuhalten, der die Welt mit seinen dunklen Kräften ins Chaos zu stürzen droht ...

'Wer einmal mit Terry Goodkinds `Schwert der Wahrheit´ begonnen hat, kann nicht wieder davon lassen! Pure Magie!' Romantic Times

'Terry Goodkind zieht die Leser in seinen Bann und lässt sie nicht wieder los!' Publishers Weekly

'`Das Schwert der Wahrheit´ ist eine wunderbar phantasievolle und aufregende Fantasy-Saga!' Kirkus Reviews


Produktinformation

  • Verlag: Blanvalet
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 1008 S.
  • Seitenzahl: 1008
  • Blanvalet Taschenbuch Nr.36967
  • Deutsch
  • Abmessung: 185mm x 130mm x 61mm
  • Gewicht: 642g
  • ISBN-13: 9783442369676
  • ISBN-10: 3442369673
  • Best.Nr.: 23324966
"Eine phänomenale Saga von unendlichem Einfallsreichtum!" Kirkus Reviews

"Wer einmal mit Terry Goodkinds `Schwert der Wahrheit´ begonnen hat, kann nicht wieder davon lassen! Pure Magie!" Romantic Times

"Terry Goodkind zieht die Leser in seinen Bann und lässt sie nicht wieder los!" Publishers Weekly

"`Das Schwert der Wahrheit´ ist eine wunderbar phantasievolle und aufregende Fantasy-Saga!" Kirkus Reviews

"Terry Goodkind ist der wahre Erbe von J.R.R. Tolkien!" Marion Zimmer Bradley

"`Das Schwert der Wahrheit¿ ist eine wunderbar phantasievolle und aufregende Fantasy-Saga!"
Terry Goodkind wurde 1948 in Omaha, USA, geboren und war nach seinem Studium zunächst als Rechtsanwalt tätig. 1994 erschien sein Roman »Das erste Gesetz der Magie«, der weltweit zu einem sensationellen Erfolg wurde und den Auftakt zu einer der erfolgreichsten Fantasy-Sagas aller Zeiten bildet. Terry Goodkind lebt in Neuengland.

Leseprobe zu "Das erste Gesetz der Magie / Das Schwert der..."

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Leseprobe zu "Das erste Gesetz der Magie / Das Schwert der..."

Rachel drückte ihre Puppe fest an die Brust und starrte auf das dunkle Etwas, das sie aus dem Gebüsch heraus beobachtete. Zumindest glaubte sie, daß es sie beobachtete. Es war schwer zu sagen, denn die Augen waren genauso dunkel wie alles übrige - außer wenn das Licht genau richtig darauf fiel, dann leuchteten sie golden auf.

Schon früher hatte sie Tiere im Wald gesehen, Kaninchen, Waschbären, Eichhörnchen und dergleichen, aber dieses hier war größer. Es war so groß wie sie selbst, vielleicht sogar noch größer. Und dunkel wie ein Bär. Sie überlegte, ob es vielleicht ein Bär war.

Aber das hier war eigentlich gar kein richtiger Wald, denn er befand sich in einem Haus. Sie war noch nie in einem Wald gewesen, der sich in einem Haus befand. Sie überlegte, ob in Wäldern in Häusern die gleichen Tiere lebten wie in denen draußen.

Wäre Chase nicht bei ihr gewesen, hätte sie vielleicht Angst gehabt. Bei ihm war sie jedoch sicher, das wußte sie. Chase war der mutigste Mann, den sie je gesehen hatte. Trotzdem, ein bißchen Angst hatte sie dennoch. Chase hatte gesagt, sie sei das tapferste kleine Mädchen, das er kannte. Und er sollte nicht glauben, sie hätte vor einem großen Kaninchen Angst.

Vielleicht war es tatsächlich nur irgendein großes Kaninchen, das auf einem Stein oder etwas Ähnlichem hockte. Aber Kaninchen hatten lange Ohren. Oder war es vielleicht doch ein Bär? Sie steckte sich den Fuß ihrer Puppe in den Mund.

Sie drehte sich um und schaute den Weg entlang, über die hübschen Blumen, die niedrigen, efeuüberwucherten Mauern und den Rasen hinweg, auf dem Chase sich mit Zedd, dem Zauberer, unterhielt. Sie standen neben einem Tisch aus Stein, betrachteten die Kästchen und sprachen darüber, was sie mit ihnen machen sollten. Rachel war froh, daß dieser böse Darken Rahl sie nicht erwischt hatte und daß er nie wieder jemand etwas antun konnte.

Rachel drehte sich um und wollte sich vergewissern, ob das dunkle Etwas näher kam. Aber es war verschwunden. Sie sah sich um, konnte es aber nirgendwo entdecken.

"Was meinst du, Sara, wo es hingelaufen ist?" flüsterte sie.

Ihre Puppe wußte keine Antwort. Rachel biß auf Saras Fuß und wollte zu Chase hinübergehen. Am liebsten wäre sie gerannt, doch Chase sollte nicht meinen, sie wäre vielleicht nicht tapfer. Er hatte gesagt, sie sei tapfer, und sie hatte sich dabei gut gefühlt. Beim Gehen blickte sie über die Schulter - zur Sicherheit -, konnte das schwarze Etwas aber nirgendwo entdecken. Vielleicht lebte es in einem Loch und war darin verschwunden. Noch immer wäre Rachel gern gerannt, beherrschte sich jedoch.

Bei Chase angekommen, drückte Rachel sich an ihn und umschlang sein Bein. Er und Zedd unterhielten sich, und sie wußte, daß es unhöflich wäre dazwischenzureden, also wartete sie und nuckelte dabei an Saras Fuß.

"Und was könnte passieren, wenn du den Deckel einfach schließt?" fragte Chase den Zauberer gerade.

"Alles mögliche!" Zedd reckte seine dürren Arme in die Luft. Sein welliges, weißes Haar war glatt zurückgestrichen, doch an manchen Stellen bäumte es sich immer noch auf. "Woher soll ich das wissen? Daß ich weiß, was die Kästchen der Ordnung bedeuten, heißt noch lange nicht, daß ich auch weiß, was man mit ihnen tun soll, nachdem Darken Rahl eins von ihnen geöffnet hat. Die Magie der Ordnung hat ihn dafür getötet. Sie hätte auch die ganze Welt vernichten können. Sie könnte mich töten, wenn ich es schließe. Oder noch etwas Schlimmeres."

Chase seufzte. "Nun, wir können sie nicht einfach hier herumstehen lassen, oder? Müssen wir nicht irgend etwas unternehmen?"

Der Zauberer legte die Stirn in Falten, betrachtete die Kästchen und dachte nach. Nachdem das Schweigen über eine Minute gedauert hatte, zupfte Rachel Chase am Ärmel. Er schaute zu ihr hinunter.

"Chase ...?"

">Chase
"Du bist erst seit ein paar Tagen meine Tochter, und schon brichst du die Regeln. Ich hab's dir schon einmal gesagt, du sollst mich >Vater< nennen. Keines meiner Kinder darf mich Chase nennen. Verstanden?"

Rachel nickte und mußte grinsen. "Ja, Ch ... Vater."

Er verdrehte die Augen und schüttelte den Kopf. Dann strich er ihr durchs Haar. "Was gibt's denn?"

"Da ist ein großes Tier in den Bäumen. Ich glaube, es könnte vielleicht ein Bär sein oder noch was Schlimmeres. Ich glaube, du mußt dein Schwert rausholen und nachsehen gehen."

Er lachte. "Ein Bär? Hier drinnen?" Wieder lachte er. "Das hier ist ein Garten in einem Haus, Rachel. In solchen Gärten gibt es keinen Bären. Vielleicht war es ein Schatten. Das Licht kann einen manchmal ziemlich täuschen."

Sie schüttelte den Kopf. "Das glaube ich nicht, Ch ... Vater. Es hat mich angesehen."

Lächelnd strich er ihr erneut durchs Haar, dann legte er ihr seine große Hand auf die Wange und drückte ihren Kopf an sein Bein. "Dann bleibst du eben bei mir, und das Tier wird dir nichts tun."

Sie nuckelte an Saras Fuß und nickte, derweil er ihren Kopf an sein Bein drückte. Jetzt, wo sie seine Hand spürte, hatte sie nicht mehr so viel Angst, deshalb sah sie noch einmal zu den Bäumen hinüber.

Das dunkle Etwas, größtenteils von einer der efeubewachsenen Mauern verborgen, huschte näher herbei. Rachel biß fester auf Saras Fuß und stieß ein leises Winseln aus, während sie zu Chase aufsah. Er zeigte gerade auf die Kästchen.

"Und was war dieses Ding, dieser Stein oder Schmuckstein, oder was das war? Stammte der aus dem Kästchen?"

Zedd nickte. "Allerdings. Aber solange ich mir nicht ganz sicher bin, möchte ich mich nicht dazu äußern. Jedenfalls nicht laut."

"Vater", jammerte Rachel. "Es kommt näher."

Er blickte nach unten. "Gut. Behalte es für mich im Auge." Er sah den Zauberer wieder an. "Was soll das heißen, du willst dich nicht dazu äußern? Hat es deiner Ansicht nach etwas damit zu tun, daß der Schleier vor der Unterwelt einen Riß bekommen haben könnte?"

Zedd runzelte die Stirn, rieb sich das glattrasierte Kinn mit den dürren Fingern und betrachtete den schwarzen Edelstein, der vor dem offenen Kästchen lag. "Genau das befürchte ich."

Rachel blickte zur Mauer hinüber, um nachzusehen, wo dieses schwarze Etwas steckte. Sie zuckte zusammen, als sie sah, wie Hände über die Mauerkante griffen. Es war noch näher gekommen.

Aber das waren gar keine Hände. Es waren Krallen. Lange, gebogene Krallen.

Sie schaute hoch zu Chase, betrachtete seine Waffen, um sich zu vergewissern, ob er genug davon hatte. Er hatte Messer, eine Menge Messer rings um seine Hüfte, trug ein Schwert über seine Schulter geschnallt, in seinem Gürtel steckte eine große Axt, und ein paar andere Dinge, die wie Keulen mit spitzen Dornen aussahen, hingen zusätzlich noch daran. Und auf dem Rücken trug er eine Armbrust. Hoffentlich reichte das.

Anderen Männern jagten diese Waffen Angst ein, doch das dunkle Etwas, das immer näher kam, schienen sie nicht abzuschrecken. Und der Zauberer hatte nicht mal ein Messer. Er trug nur diesen einfachen, dunkelbraunen Umhang. Und war auch noch dünn. Nicht so stark wie Chase. Aber Zauberer besaßen magische Kräfte. Vielleicht konnte er das Ding mit seinen magischen Kräften verscheuchen.

Magie! Rachel fiel der magische Feuerstab ein, den ihr der Zauberer Giller geschenkt hatte. Sie griff in ihre Tasche und umfaßte ihn.

Vielleicht brauchte Chase ihre Hilfe. Sie würde niemals zulassen, daß dieses Etwas ihrem neuen Vater weh tat. Sie wollte tapfer sein. "Ist er gefährlich?"

Zedd lugte unter seinen Brauen hervor zu Chase hinauf. "Wenn er das ist, wofür ich ihn halte, und er in die falschen Hände fällt, dann wäre >gefährlich< eine maßlose Untertreibung."

"Dann sollten wir ihn in ein tiefes Loch schmeißen oder ihn zerstören."

"Ausgeschlossen. Vielleicht brauchen wir ihn noch." "Und wenn wir ihn verstecken?"

"Darüber denke ich gerade nach. Die Frage ist nur: wo? Denn dabei muß man verschiedene Dinge berücksichtigen. Zuerst muß ich Adie nach Aydindril bringen und mit ihr zusammen die Prophezeiungen durchgehen, ehe ich mit Gewißheit sagen kann, was mit dem Stein zu tun ist - oder mit den Kästchen."

"Und bis dahin? Bis du es weißt?"

Rachel sah hinüber zu dem dunklen Etwas. Das legte die Krallen auf die Oberkante der Mauer, hob den Kopf und blickte ihr genau in die Augen.

Das Etwas grinste sie an und zeigte dabei seine langen, spitzen Zähne. Ihr stockte der Atem. Seine Schultern schüttelten sich. Es lachte. Rachel riß die Augen weit auf, so weit es eben ging. Ihr Herzschlag erzeugte ein dumpfes Rauschen in ihren Ohren.

"Vater ...", jammerte sie mit leiser Stimme.

Er blickte nicht nach unten. Er brachte sie lediglich zum Schweigen. Das Wesen setzte ein Bein über die Mauer und ließ sich, noch immer lachend, vor ihr herunterfallen. Es betrachtete Chase und Zedd mit glänzenden Augen, zischte, dann lachte es und ging in die Hocke.

Rachel zupfte an Chase' Hosenbein und hatte Mühe, daß ihr die Stimme nicht versagte. "Vater ... es kommt."

"Schon gut, Rachel. Zedd, ich weiß noch immer nicht ..."

Das Wesen brach mit Geheul ins Freie. Es lief wie der Blitz, nur ein verschwommener schwarzer Fleck. Rachel kreischte. Chase wirbelte im selben Augenblick herum, als es gegen ihn stieß. Krallen blitzten auf. Chase stürzte, während das Etwas Zedd ansprang.

Der Zauberer schlug mit den Armen um sich. Lichtblitze schossen aus Zedds Fingern, prallten von dem dunklen Wesen ab und schleuderten beim Aufprall auf dem Boden Dreck und Steine in die Höhe. Das Wesen stieß Zedd nieder.

Mit lautem, heulendem Lachen sprang es zurück zu Chase, als er gerade seine Axt aus seinem Gürtel zog. Rachel kreischte erneut, als es die Krallen in Chase hineinschlug. Das Bist war schneller als jedes andere Tier, das sie je gesehen hatte. Die Krallen waren kaum zu erkennen.

Rachel hatte fürchterliche Angst, Chase könnte etwas geschehen. Das Wesen schlug Chase die Axt aus der Hand und lachte furchterregend. Es tat Chase weh. Rachel hielt den Feuerstab in der Hand.

Sie sprang nach vorn und berührte den Rücken des Wesens mit dem Feuerstab. Dann schrie sie die magischen Worte, die den Zauber des Feuerstabs auslösten. "Brenne für mich!"

Das Etwas brach in Flammen aus. Mit entsetzlichem Gebrüll wirbelte es zu ihr herum. Sein Maul klaffte auf, während überall auf seinem Körper Flammen brannten. Dann lachte es wieder, aber nicht so wie Menschen, wenn sie etwas komisch finden. Dieses Lachen rief bei ihr eine Gänsehaut hervor. Das Etwas beugte sich vor und kam, immer noch brennend, auf sie zu. Rachel wich zurück.

Mit einem Ächzen schleuderte Chase eine der Keulen, aus denen die spitzen Dornen hervorlugten. Die Keule traf das Wesen in den Rücken und blieb in seiner Schulter stecken. Es drehte sich zu Chase um, griff lachend hinter sich und riß die Keule aus seinem Rücken. Dann wollte es erneut auf Chase losgehen.

Zedd war inzwischen wieder auf den Beinen. Feuer schoß aus seinen Fingern und überzog das Wesen mit noch mehr Flammen. Das Etwas lachte Zedd aus. Sämtliche Feuer erloschen. Rauch stieg von ihm auf. Sein Körper sah immer noch so aus wie vorher von Zedds magischen Flammen. Tatsächlich hatte es schon dunkel und verbrannt ausgesehen, bevor Rachel es in Brand gesteckt hatte. Und jetzt sah es genauso aus.

Chase war aufgestanden, doch war er blutüberströmt. Rachel kamen die Tränen, als sie das sah. Chase riß die Armbrust vom Rücken und feuerte blitzschnell einen Pfeil ab. Er blieb dem Wesen in der Brust stecken. Es riß den Pfeil heraus und lachte dabei sein entsetzliches Lachen.

Chase schleuderte die Armbrust fort, riß das Schwert von seiner Schulter, rannte auf das Wesen zu, sprang darüber hinweg und stach dabei mit dem Schwert zu. Das Wesen wich so flink aus, daß Chase es verfehlte. Zedd tat irgend etwas, wodurch das Wesen über den Rasen geschleudert wurde. Chase baute sich vor Rachel auf und stieß sie mit einer Hand zurück, während er in der anderen das Schwert hielt.

Das Wesen sprang wieder auf die Beine und sah sie einen nach dem anderen an.

"Geht!" schrie Zedd sie an. "Rennt nicht, und bleibt nicht stehen!"

Chase packte Rachel am Handgelenk und fing an, rückwärts zu gehen. Auch Zedd begann, rückwärts zu gehen. Das dunkle Wesen hörte auf zu lachen und sah sie fassungslos an. Chase' Atem ging schwer. Sein Kettenhemdpanzer und die dunkelbraune Lederbluse darunter waren von den Krallen zerfetzt. Beim Anblick des Blutes mußte Rachel noch heftiger weinen. Es lief seinen Arm hinunter bis an ihre Hand. Sie wollte nicht, daß ihm jemand weh tat. Sie liebte ihn so sehr. Sie drückte Sara und den Feuerstab noch fester an sich.

Zedd blieb stehen. "Geht weiter", wies er Chase an.

Das dunkle Wesen starrte den stehengebliebenen Zedd an, und das große Grinsen mit den spitzen Zähnen huschte wieder über sein Gesicht. Es lachte abermals fürchterlich und wühlte den Boden mit den Füßen auf, als es sich erneut blitzschnell auf den Zauberer stürzte.

Zedd hob die Hände. Rings um das Wesen wurden Dreck und Gras aufgewirbelt. Es wurde in die Luft gehoben. Blaue Lichtblitze trafen es von allen Seiten, bevor es auf den Boden schlug. Es heulte vor Lachen, derweil es mit dumpfem Schlag rauchend landete.

Dann geschah noch etwas anderes, Rachel konnte nicht genau erkennen, was, aber das Wesen blieb mit ausgestreckten Armen stecken, so als wollte es losrennen, doch seine Füße klebten fest. Heulend wand es sich, kam allerdings nicht von der Stelle. Zedds Arme wirbelten im Kreis herum, dann reckte er sich noch einmal nach vorn. Der Boden bebte wie nach einem Donnerschlag, und Lichtblitze schlugen in das Wesen ein. Es lachte, dann gab es ein Geräusch, als würde Holz brechen, und das Etwas stürzte sich auf

Zedd.

Zedd ging weiter. Das Wesen blieb stehen und legte die Stirn in Falten. Dann blieb der Zauberer stehen und streckte die Arme noch einmal nach vorn. Ein entsetzlicher Feuerball wirbelte durch die Luft auf das Wesen zu, welches auf Zedd zugerannt kam. Der Feuerball erzeugte ein lautes Kreischen und wurde auf seinem Weg zu dem dunklen Wesen immer größer.

Der Aufprall war so heftig, daß der Boden bebte, das blaugelbe Licht so grell, daß Rachel die Augen zusammenkneifen mußte. Der Feuerball verbrannte an Ort und Stelle und rief ein lautes Donnern hervor.

Qualmend trat das Wesen aus dem Feuer. Vor Lachen schüttelten sich seine Schultern. Die Flammen erloschen, als wären es nur Funken gewesen.

"Verdammt", meinte der Zauberer und ging weiter rückwärts.

Rachel hatte keine Ahnung, was damit gemeint war, Chase hatte Zedd jedoch gebeten, es vor >kleinen Ohren< nicht zu sagen. Wieso, wußte sie ebensowenig. Das wellige, weiße Haar des Zauberers war völlig zerzaust und stand büschelweise in alle möglichen Richtungen ab.

Rachel und Chase befanden sich jetzt auf dem Weg zwischen den Bäumen, hatten fast die Tür erreicht. Zedd kam unter den Blicken des Wesens rückwärts auf sie zu. Als Zedd stehenblieb, griff das Wesen erneut an.

Eine Feuerwand schoß vor ihm in die Höhe. Die Luft stank nach Rauch und war von tosendem Lärm erfüllt. Das Wesen trat durch die Feuerwand hindurch. Zedd erzeugte noch eine weitere, und auch durch die trat es hindurch.

Als der Zauberer sich wieder in Bewegung setzte, blieb es bei einer niedrigen, efeubewachsenen Mauer stehen und beobachtete ihn. Dicke Schlingpflanzen lösten sich aus eigener Kraft von der Mauer und begannen plötzlich, immens schnell zu wachsen. Sie umschlangen das dunkle Wesen und wickelten es völlig ein. Zedd hatte Rachel und Chase fast erreicht.

"Wohin?" fragte ihn Chase.

Zedd drehte sich um. Er wirkte erschöpft. "Mal sehen, ob wir es hier einschließen können."

Das Wesen zerrte an den Schlingpflanzen, die es zu Boden rissen, und während es sich damit beschäftigte, sie mit seinen Krallen zu durchtrennen, traten die drei durch das große Tor hinaus. Chase und Zedd packten jeweils eine der großen goldenen Metalltüren und knallten sie zu.

Von der anderen Seite erscholl ein Heulen, dann schepperte es laut. Eine riesige Beule drückte sich durch die Tür und stieß Zedd zu Boden. Chase stemmte sich, eine Hand auf jedem Flügel, mit seinem ganzen Gewicht gegen die Tür, derweil das Wesen von der anderen Seite dagegentrommelte.

Ein entsetzliches Kreischen drang durch das Metall, während das Vieh sich in der Tür verkrallte. Chase war schweiß- und blutüberströmt. Zedd war mit einem Satz auf den Beinen und half Chase, die Tür zuzuhalten.

Eine Kralle steckte in der Ritze zwischen den beiden Flügeln und glitt nach unten. Dann kam eine weitere von unten herauf. Rachel konnte das Wesen durch die Tür hindurch lachen hören. Chase stöhnte und drückte. Die Türen ächzten.

Der Zauberer trat zurück und streckte beide Arme aus, als wolle er sich gegen die Luft stemmen. Das Ächzen hörte auf. Das Geheul des Wesens wurde lauter.

Zedd packte Chase am Ärmel. "Nichts wie weg hier." Chase trat von der Flügeltür zurück. "Wird die Tür es zurückhalten?"

"Vermutlich nicht. Wenn es auf dich losgeht, geh langsam. Mit Laufen oder Stehenbleiben erregst du seine Aufmerksamkeit. Erzähl das jedem, den du triffst."

"Zedd, was ist das für ein Monster?"

Dann krachte es erneut, und in der Tür zeigte sich eine weitere Riesendelle. Die Krallenspitzen durchstießen das Metall und fetzten Risse in die Tür. Der tosende Lärm ließ Rachels Ohren schmerzen.

"Verschwindet! Sofort!"Chase legte Rachel eine Hand um die Hüfte, hob sie hoch und stürzte den Korridor entlang.

Kundenbewertungen zu "Das erste Gesetz der Magie / Das Schwert der..."

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Bewertung von Airam aus HH am 07.11.2011 ***** ausgezeichnet
Hallo erstmal,
ich muss gestehen, ich habe mir damals den dritten Teil gekauft und war beim Lesen sehr Irritiert, weil ein Buch eigentlich anders beginnt. Ich habe mich tierisch geärgert, weil ich mitten drin anfangen musste. Die ersten paar Kapitel waren sehr verwirren, was aber normal sein sollte. Nach einer Weile kam ich ganz gut rein und hatte keine Schwierigkeiten mehr.
Das tolle ist an den Büchern, mal abgesehen von der Story, das man immer wieder rein findet, selbst wenn man eine zeit lang nicht gelesen hat oder so wie ich mit dem dritten Teil anfange…
Terry Goodkind beschreibt die Umgebung so gut das ich dachte ich bin an diesem Ort. Die Story ist super und super spannen, ab und zu ein paar Kapitel, wo es langatmig ist aber es gehört dazu. Ich finde man kann sich besser in die Charaktere hineinversetzen. Ein großer Pluspunkt von mir das von allem etwas dabei ist und von nichts zu viel oder zu wenig. Auch wenn es Fantasy ist, hat er nichts mit Herr der Ringe zu tun, sondern ist eine eigenständige Saga.
Tipp: Wer die Serie Legend of the Seeker kennt, es hat meiner Meinung nach nichts mit dem Buch zu tun.

Viel Spaß beim lesen

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Bewertung von horrorbiene am 19.12.2010 ***** ausgezeichnet
„Das Erste Gesetz der Magie“ ist der Auftakt einer Fantasysaga mit dem Namen „Das Schwert der Wahrheit“. Bislang sind elf Teile erschienen:


Teil 1: Das Erste Gesetz der Magie
Teil 2: Die Schwestern des Lichts
Teil 3: Die Günstlinge der Unterwelt
Teil 4: Der Tempel der vier Winde
Teil 5: Die Seele des Feuers
Teil 6: Schwester der Finsternis
Teil 7: Die Säulen der Schöpfung
Teil 8: Das Reich des Dunklen Herrschers
Teil 9: Die Magie der Erinnerung
Teil 10: Am Ende der Welten
Teil 11: Konfessor

Zum Inhalt: Nachdem Richard Cypher, ein Waldläufer aus Westland, Kahlan Amnell bei ihrer Flucht vor einem Quadron Darken Rahls geholfen hat, ist sein Leben nicht mehr dasselbe: Darken Rahl hat die Kästchen der Ordnung ins Spiel gebracht und droht nun, da ihm nur noch eines fehlt, die Herrschaft über die Neue Welt an sich zu reißen. Kahlan will das verhindert und Richard fühlt sich dieser geheimnisvollen und schönen Frau verpflichtet zu helfen. Zunächst suchen sie bei seinem Mentor Zedd Hilfe. Doch nun soll Richard eine ganz andere Rolle in diesem Spiel spielen: Er ist der Sucher der Wahrheit.

Meine Meinung: Auf den etwas mehr als 1000 Seiten schafft es Goodkind eine Fantasy-Welt und eine Atmosphäre zu erschaffen, die den Leser an das Buch fesselt. Auf dem Weg Darken Rahl zu besiegen, passieren so viele unglaubliche Dinge, mit denen manch anderer Autor ein ganzes Buch füllt. Als frischer Leser der Saga habe ich mir gedacht: „Wieso verschießt Goodkind so viel Pulver bereits im ersten Buch? Was steht denn dann noch in den folgenden 10 Bänden?“ Doch im Laufe des Lesens der Reihe habe ich dann festgestellt, dass er noch sehr viel Pulver hat. Aber zurück zu diesem Teil: Goodkinds Schreibstil ist sehr ausführlich: Die Welt ist plastisch, die Charaktere haben genügend Raum sich zu entfalten, zu entwickeln und ihr eigenes Denken auszubreiten. Trotz aller Ausführlichkeit kann man das Buch sehr schnell lesen. Das liegt zum einen daran, dass es eine wirklich spannende und interessante Handlung hat und zum anderen, dass der Autor eine schön einfache Sprache verwendet. Durch geschickt eingebundene Beschreibungen der örtlichen Gegebenheiten schafft Goodkind ein wirklich atmosphärisch dichtes Werk, das zwischendurch immer durch kleine Kampfsequenzen spannend gehalten wird.
Da es sich um Fantasy handelt, dürfen natürlich bekannte Wesen wie Drachen hier nicht fehlen, jedoch kreiert Goodkind auch neue Wesenheiten und sogar Menschen mit speziellen Fähigkeiten: Konfessoren.
Beim Lesen habe ich jedoch eine Passage (Richard wurde entführt und wurde fernab seiner Freunde gefoltert) als recht langatmig empfunden. Im Nachhinein jedoch stellt sich heraus, dass diese Phase seines Lebens wichtig war und ihn nachhaltig geprägt hat. Von daher macht diese Gestaltung im Gesamtwerk betrachtet Sinn und führt daher zu keinem Punktabzug.

Fazit: Wer High-Fantasy-Werke mag und sich nicht scheut 11 Romane in Angriff zu nehmen, die jeder für sich sehr ausführlich sind, ist bei diesem Buch schon einmal richtig. Klar, wird hier das Rad nicht neu erfunden: Es geht ganz klassisch um einen zuerst unscheinbaren Charakter, der sich entwickelt und aufmacht die Welt zu retten. Doch ein wunderbar ausführlicher Schreibstil und viele neue Elemente lassen dieses Buch zu einem Highlight der Fantasywelt werden, das man einfach gelesen haben muss.

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Bewertung von SephirothGirl aus NRW am 03.12.2010 ***** ausgezeichnet
Ich konnte nicht mehr aufhören zulesen. Die Geschichte rund um Richard und Kahlan hat mich bis zur letzten seite gefesselt. :)

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Bewertung von Drachenfels aus Bad Honnef am 22.06.2010 ***** gut
Richard Cypher führt ein beschauliches Leben in den Wäldern Westlands. Doch die Idylle wird durch den schrecklichen Mord an seinem Vater George gestört. Auf der Suche nach dem Mörder rettet er Kahlan, eine junge Frau, vor ihren Verfolgern. Sie stammt aus den Midlands, einem Reich, in dem Magie zum Alltag gehört und das durch eine magische Barriere von Westland getrennt wird. Ihre Mission ist es, die Katastrophe zu verhindern, die den Midlands bevorsteht. Denn der Tyrann Darken Rahl ist dabei, die Welt mit seinen dunklen Kräften ins Chaos zu stürzen. Schon bald stellt sich heraus, dass die Ziele der beiden eng miteinander verknüpft sind. Denn Richard ist der Sucher, vom Schicksal dazu ausersehen, das Schwert der Wahrheit zu führen. Gemeinsam mit dem Zauberer Zedd machen sich die beiden auf eine beschwerliche Reise durch die Midlands. Für Richard wird es eine Reise, die ihn vielleicht mehr kosten wird, als er ahnt...
Zur Geschichte möchte ich an dieser Stelle nur wenige Worte verlieren. Die Story bekommt von mir volle Punktzahl. Durchaus hat dieses Werk das Potential, mit anderen Werken des gleichen Genres mitzuhalten. Eine zweite "Herr der Ringe" Saga ist es in meinen Augen aber nicht.

Einen Punkt ziehe ich jedoch ab, weil ich an einigen Stellen dieses Werkes kopfschüttelnd das Lesen unterbrach. Teils, weil Passagen in meinen Augen sehr lieblos übersetzt wurden. Teilweise aber auch, weil der Übersetzer (Caspar Holz) derartige Rechtschreibfehler in seiner Übersetzung hinterlässt, dass das Lesen dort überhaupt keinen Spaß mehr machte. Derartige Schnitzer ziehen sich durch das ganze Buch.

Den zweiten Punkt Abzug erteile ich, weil sich kurz vor Abfall der Spannungskurve eine für mich laaaanggezogene Durststrecke (der Teil mit Denna) auftut, welche nach vielen Seiten dann glücklicherweise von einer schnellen Handlungsflut abgelöst wird.

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Bewertung von Miramar aus Neunkirchen/Saar am 08.12.2009 ***** ausgezeichnet
Die Geschichte einer Welt voller Magie und starker Charaktere. Die Handlung fesselt und wer einmal angefangen hat diese Saga zu lesen, der möchte alle Bücher in seinem Besitz haben. Marion Zimmer-Bradley, Terry Brooks und nun Terry Goodkind, mein Bücheschrank füllt sich weiter und ich bin begeistert darüber dass die phantastischen Geschichten von Magie und Schwertern auch in unserer Zeit weiterleben.

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Bewertung von Linn am 08.12.2009 ***** ausgezeichnet
Ich habe nicht das Talent etwas zu schreiben, das diesem Buch gerecht würde, daher sage ich euch einfach, dass ihr es lesen solltet es lohnt sich wirklich!

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Bewertung von Julian aus Leingarten am 31.07.2008 ***** ausgezeichnet
Mein Lieblings Buch&"Serie"
Top Buch, Top Autor!

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