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Bewertung von buchwürmchen aus reutlingen am 22.08.2011![]() |
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| Ausbruch aus dem Alltag und das von einem gewissenhaften Menschen, von dem man eine Kurzschlussreaktion nie erwartet hätte. Eine Begegnung auf einer Genfer Brücke, eine mysteriöse Frau, Spurensuche nach Zeitzeugen und ein Nachtzug, das sind nur ein paar Elemente die dieses wunderbare Buch ausmachen. Ob sich diese Geschichte in der Realität erleben lassen würde, ist völlig irrelevant, wichtig: ein sehr ruhiges, nachdenkliches Buch, indem die Schicksale der Protagonisten im Mittelpunkt stehen. Obwohl die Geschichte rührend, spannend und abwechslungsreich ist, bleiben viele Fragen offen: wer war die Frau auf der Brücke, was ist mit der Telefonnummer, kehrt Gregorius nach Lissabon zurück? Viele Türen bleiben offen, andere knallen zu. Leider sind auch die vielen philosophischen Passagen und unglaublich langen Sätze, teilweise etwas schwer verständlich. Trotz allen Makeln, ich werde das Buch auf jeden Fall noch einmal lesen! Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch |
Bewertung von sabatayn76 am 09.12.2010![]() |
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| Vom Reisen durch Europa und zu sich selbst Inhalt: Raimund Gregorius, gewissenhafter und diensteifriger Lehrer für Griechisch, Latein und Hebräisch an einem Berner Gymnasium, bemerkt auf dem Weg zur Arbeit eines Morgens eine Frau auf einer Brücke, die sich möglicherweise suizidieren möchte. Jene Frau schreibt Gregorius eine Telefonnummer auf die Stirn, begleitet ihn dann in die Schule und verschwindet schließlich wieder aus seinem Leben. Die Begegnung mit der geheimnisvollen Frau, von der Gregorius keinen Namen, jedoch die Nationalität kennt, sowie ein Buch des Portugiesen Amadeu de Prado, das er von einem Buchhändler geschenkt bekommen hat, verändern sein Leben: der einst vorbildliche und verantwortungsbewusste Gregorius verlässt spontan die Stadt und macht sich auf den Weg nach Lissabon. Mein Eindruck: 'Nachtzug nach Lissabon' ist ein sprachlich anspruchsvolles Buch mit oft langen Schachtelsätzen und philosophischen Betrachtungen über das Leben. Dieser Aspekt des Buches hat mir sehr gut gefallen. Weniger gut haben mir die unrealistischen Schilderungen gefallen: Ein Mann, der von jetzt auf nachher sein beschauliches Leben hinter sich lässt, weil er eine Frau auf einer Brücke gesehen und ein Buch von einem portugiesischen Autor in die Hände bekommen hat? Eine Frau, die einem fremden Mann eine Telefonnummer auf die Stirn schreibt? Ein Mann, der nach kürzester Zeit eine ihm zuvor unbekannte Sprache spricht (Das lässt sich meiner Meinung nach auch nicht durch die Tatsache erklären, dass der Mann Philologe ist und mehrere Sprachen spricht)? Mein Resümee: Ein anspruchsvoller Sprachstil und philosophische Betrachtungen machen meiner Meinung nach noch kein gutes Buch aus, solange der Inhalt so unnachvollziehbar und unrealistisch bleibt. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch |
Bewertung von Xirxe aus Hannover am 30.09.2010![]() |
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| Dieses Buch ist mal wieder ein gelungenes Beispiel für einen völlig mißlungenen Klappen- und Umschlagtext und was daraus wird: Mehr als die Hälfte der Bewertungen (von mehr als 300 bei einem anderen Buchversand :-)) sind gut bis sehr gut, ca. ein Drittel schlecht bis sehr schlecht und lediglich 10% finden es 'so ok'. Kein Wunder: Wer sich ein Buch kauft aufgrund der vollmundigen Ankündigung als Krimi ('Bewußtseinskrimi!'), in dem der Protagonist Raimund Gregorius um sein Leben fürchten muss, wird schwer enttäuscht sein von dieser Lektüre. Statt Verbrechen und gefährlichen Situationen ist der Schwerpunkt dieser Reise nach Lissabon eine Suche. Die Suche nach dem, was den wahren, echten Menschen ausmacht. Klingt, als ob sich um einen weiteren der zahllosen Lebensratgeber handelt: Wer bin ich? Was will ich? Erkenne dich selbst! Das Ganze verpackt in eine unterhaltsame Rahmenhandlung, die Gregorius auf der Suche nach einem portugiesischen Autor (Prado) nach Lissabon führt. Doch weit gefehlt. Statt der üblichen mittlerweile alltäglichen Ratschläge wie 'Gönnen Sie sich eine Auszeit und entdecken Sie, was SIE wollen!', legt der Autor Schicht für Schicht all die Einflüsse offen, die das eigene Ich einzwängen, bedrängen, leiten.... Doch ist das was dann bleibt, das eigene ICH? Durch das Lesen der Schriften des verstorbenen Prados und der Erforschung dessen Lebens erfolgt Gregorius' zunehmende Erkenntnis seines eigenen Ich. Prado war besessen von dieser Frage, wer er selber war und Gregorius beginnt verstärkt sich ebenso diesen Fragen zu stellen wie ganz zwangsläufig auch die Leserinnen und Leser. Doch dies ist nur ein Thema (wenn auch das hauptsächliche) um das dieses Buch kreist. Es geht um Gott, um den Tod, das Miteinander der Menschen... Ein ungemein reichhaltiges, inhaltsschweres Werk das sich dennoch nicht allzu schwer liest. Doch es ist keine Unterhaltungslektüre die nur zu konsumieren ist. Um's eigene Gedanken machen wird man kaum herum kommen :-) Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Buch mit Leinen-Einband |
1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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| Bewertung von Lesewürmchen aus Juist am 20.08.2010 | |
| Ein unglaubliches Buch... Nachtzug nach Lissabon ist ein Buch für jeden der gerne nachdenkt, für jeden der dem Zwang unterliegt sich selbst und anderen Fragen über sich und das Leben zu stellen. Die langen Sätze und die tiefgehende, ehrliche Schreibweise von Peter Bieri machen das Buch und in ihm jedes einzelne Wort zum Erlebnis. Ich sollte den vorherigen Bewertern zustimmen, das man es vielleicht in Ruhe lesen sollte, um nach zu denken, über des Absatz oder sich selbst. Ich kann von mir sagen, das ich manche Stellen so schnell gelesen habe das mir keine Zeit blieb um Luft zu holen, mache Stellen sind einfach zu mitreißend, als das man eine kostbare Minute vergeuden möchte nur um zu reflektieren. Tolles Buch, galante und atemstockende Schreibweise, ein genialer Schriftsteller und Philosoph. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch |
| Bewertung von unbekanntem Benutzer am 24.05.2010 | |
| Also ich muss sagen, dass mich dieses Buch ein bisschen enttäuscht hat. Am Anfang ist es wirklich spannend aber im Laufe der Geschichte wird es immer langweiliger. Es mag zwar sicher auch viele geben, denen das Buch gefallen könnte aber ich musste mich am Ende wirklich durchkämpfen um es fertig zu lesen. Insgesamt kann ich das Buch deshalb nicht weiterempfehlen. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch |
0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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| Bewertung von andi aus Burg am 13.05.2010 | |
| Raimund Gregorius, Lehrer am Gymnasium, ist ein wahrer Gelehrter. Er wird von seinen Kollegen beneidet und geschätzt, er ist bei seinen Schülern beliebt und vor allem ist er eines, absolut korrekt. Dieser Gregorius, Lehrer des Griechischen, begegnet auf dem Weg zur Schule einer jungen Frau. Von nun an ist alles anders. Er verlässt die Schule mitten im Unterricht und begiebt sich auf eine Reise, deren Ziel zunächst Lissabon ist. Gregorius begiebt sich auf die Suche nach einem geheimnisvollen portugiesischen Autor. Er begegnet dabei einer Vielzahl interessanter Menschen und findet dabei sowohl immer mehr über den Autor als auch sich selbst heraus. Nachtzug nach Lissabon ist ein absolut beeindruckendes Buch von Pascal Mercier. Besondes faszinierend fand ich die Briefe Prados, die Gregorius auf seiner Reise nach und nach liest. Sie sind so voller Tiefgang und innerer Wärme, dass man sicher das ganze Buch auch noch ein zweites oder drittes Mal lesen kann, ohne den Zauber des Gefühles "Ich bin tief beeindruckt" zu verlieren. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch |
4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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| Bewertung von Werner aus Würzburg am 10.06.2009 | |
| Ein wunderbares Buch, sehr gut geschrieben. Dieses Buch sollte man mit Ruhe lesen, denn es regt zum Nachdenken an. Manche Absätze habe ich ein zweites Mal gelesen. Besonderes Vergnügen bereitete mir der Schauplatz Lissaboin, weil ich mich da relativ gut auskenne und viele der Örtlichkeiten einschätzen konnte. Auch die Grundstimmung dieser Stadt konnte ich sehr gut nachvollziehen. Ich war begeistert von diesem Buch und habe es bereits mehrfach verschenkt. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch |
2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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| Bewertung von Marke aus Hamburg am 30.08.2008 | |
| Das Buch war langweilig und ich musste mich wirklich durchkämpfen, um es zu Ende zu lesen. Es ist nicht zu empfehlen! Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch |
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| Bewertung von Zilkens aus Mayen am 06.04.2008 | |
| Nach anfänglichen Einleseschwierigkeiten hat mich das Buch fasziniert. Sein Inhalt hat mich sehr nachdenklich gemacht, auch wenn ich nicht alle Gedanken/Einsichten darin teile. Er bringt mich dazu, wieder darüber nachzudenken, was im Leben wichtig ist. Die Erkenntnis, dass eigene Wünsche, Vorstellungen, Einsichten nicht untergehen dürfen im "Dienst am anderen", dass unser Leben endlich ist und immer wieder Aufgeschobenes am Ende nicht unbedingt angehängt werden kann, ist nicht neu. Aber sich wieder neu damit auseinanderzusetzen, wie es das Lesen dieses Buches fördert, rüttelt auf. Leben wir authentisch, halten wir uns im Blick, ohne unser Gegenüber aus dem Blick zu verlieren? Gerne möchte ich dieses Buch verschenken an Freunde, die an ihrem Beruf/ihrer Belastung/ihrem Leben in tausenderlei Zwängen leiden und den Blick auf sich selber verloren haben. Wenn wir auch selber etwas tun müssen, so hilft meiner Meinung nach das sich Hineinversenken in dieses Buch, das Leben wieder in den Blick zu bekommen, und nicht nur "durchzurasen". Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch |
5 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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| Bewertung von Leonardo aus Witten am 12.03.2008 | |
| Die überwiegend schlechte Kommentierung durch andere Leser hat mich bewogen, hier überhaupt eine Kundenbewertung abzugeben. Vergessen alle, dass es in erster Linie um gute Unterhaltung mit Anspruch geht? Wer Philospohieunterricht braucht, der möge doch wieder in die Uni gehen! Der Autor Mercier wagt sich an den Weg der Selbstfindung mit seiner Romanfigur. Einer Figur, die sich vieles traut, die Mercier stellvertretend für sich und andere trauen lässt ! Auf eine Reise begleitet die Figur uns in ihr Innerstes und wer hat sich nicht schon mal all diese Fragen gestellt? Nur weil nicht alle Leser konform gehen mit scheinbaren Lösungen, wie Mercier sie anbietet , muß das Buch nicht schlecht sein. Es reicht doch wenn ihm gelungen ist, den einzelnen Leser zum Nachdenken zu bewegen, über seine geheimsten Wünsche, die sich wie bei der Romanfigur in scheinbarem Widerspruch stehen, zu seinen Handlungen im Äußeren und seines so tief im Inneren verborgenen Lebens, was ungeahnte Tiefen erreicht. Tiefen die jeder von uns in sich trägt. Ich finde, man darf sich auf das Buch einlassen. Auf eine Zugreise die eine lange Fahrt zu sich selber ist. Eine Fahrt der Erkenntnisse. Ich finde das eindrucksvoll am Anfang des Buches mit Marc Aurels Selbstbetrachtungen inszeniert. Wir sollten Mercier die Chance geben seinem Buch Wirkung zukommen zu lassen. Wer Nobelpreisliteratur sucht, liegt hier möglicherweise falsch. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch |
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| Auch erhältlich als |
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