Die Vermessung der Welt, 1 MP3-CD - Kehlmann, Daniel

Die Vermessung der Welt, 1 MP3-CD

345 Min.

Daniel Kehlmann 

Gesprochen von Matthes, Ulrich
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Kinostart Die Vermessung der Welt am 25.10.2012!
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts machen sich zwei junge Deutsche an die Vermessung der Welt. Mit Phantasie und viel Humor beschreibt Daniel Kehlmann das Leben zweier Genies, ihre Sehnsüchte und Schwächen, ihre Gratwanderung zwischen Einsamkeit und Liebe, Lächerlichkeit und Größe, Scheitern und Erfolg - ein philosophischer Abenteuerroman von seltener Kraft und Brillanz.


Produktinformation

  • Best.Nr.: 33189620
  • Laufzeit: 345 Min.
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.10.2012

Auf den Gipfeln der Welt

Zum Beispiel beim Lesen der Bergpassagen in der "Vermessung der Welt" erkennt man die ganze Meisterschaft des Bestsellerautors Daniel Kehlmann

"Ein Erzähler operiert mit Wirklichkeiten", hat Daniel Kehlmann in seinem Essay "Wo ist Carlos Montúfar?" geschrieben. Das klingt plausibel und logisch und doch auch theoretisch und unglaubwürdig, weil diese Wirklichkeiten oftmals genau da aufhören, wo es interessant wird, wo es ungemütlich wird, wo es weh tut - kurz, wo man sich einen wie Kehlmann nicht vorstellen kann. Der 37-jährige Österreicher hat das Image eines realitätsverweigernden Nerds, eines superschlauen Strebers. Seinem Kollegen Thomas Glavinic scheint er damit dermaßen auf die Nerven gegangen zu sein, dass er ihn in "Das bin doch ich" als Romanfigur auftauchen lässt: Als nervender SMS-Schreiber Daniel Kehlmann, der unermüdlich mitteilt, wie sich seine Bücher verkaufen. Es gäbe also Gründe dafür, die Wirklichkeiten Daniel Kehlmanns in Frage zu stellen. Aber bevor man das tut, sollte man "Die Vermessung der Welt" aufschlagen, seinen erfolgreichsten Roman, und das Kapitel "Der Berg" lesen.

Alexander von …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.01.2007

Teutonische Angst vor der Freiheit
Was hat das mit uns zu tun? Das Ausland liest Daniel Kehlmann
Daniel Kehlmanns schlankes Buch „Die Vermessung der Welt” ist ein erstaunlicher Erfolg. Einem Essay ähnlicher als dem Roman, der das Werk zu sein vorgibt, beherrscht es seit Monaten die deutschen Bestsellerlisten mit einer Geschichte aus dem Bildungsvorrat einer älteren Welt: Es ist ein kluges, unterhaltsames, flüssig erzähltes Buch, reich an Anekdoten und immer wieder sehr komisch. Aber es ist nicht das eine literarische Werk, das sich, literarisch oder wie auch immer, so riesenhaft über alle anderen Werke der gegenwärtigen deutschen Dichtkunst erhebt, dass alle anderen Bücher mit ihren bescheidenen Auflagen wie Zwerge danebenstehen müssen.
Im November ist die „Vermessung der Welt” auch in den Vereinigten Staaten erschienen, und die Rezensionen sind bislang freundlich, wobei sich das Interesse am naturwissenschaftlichen Gegenstand mit der Verwunderung über ein Land mischt, in dem sich ein solchermaßen gelehrtes Buch in bald einer Million Exemplaren verkauft: „Auf dem amerikanischen Buchmarkt”, erläutert Ron Charles, der Literaturkritiker der …

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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Glühende Begeisterung spricht aus den Anmerkungen des Rezensenten Martin Krumbholz zu Daniel Kehlmanns Roman um "Wissenschaft, Ruhm und seinen Preis". In zwei parallelen Erzählsträngen, die sich nur am Anfang und am Ende berühren, nähere sich Kehlmann zwei Größen der Wissenschaft, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten: Bei allen Unterschieden, so der Rezensent, haben die beiden Koryphäen Gauss und Humboldt jedoch eines gemeinsam, nämlich den zwanghaften und mitunter belastenden Drang zum Faktischen und die "Ablehnung des Fiktiven, des schönen Scheins". Bemerkenswert findet der Rezensent, wie angemessen die Erzählhaltung des gerade einmal 30-jährigen Autors ist: Er verstehe sich darauf, diesem "Duo der Weltkenntnis und der Weltfremdheit" den gebührenden Respekt zu erweisen, ohne gleich vor ihm in die Knie zu gehen. Kehlmanns "fast dokumentarische Akribie" und sein "Sinn für hübsche Erfindungen" wie seine zunächst unscheinbar wirkende "hochartifzielle Erzählkunst" machen diesen Roman in den Augen des Rezensenten zu einem "exquisiten Lesevergnügen".

© Perlentaucher Medien GmbH

Auf den Gipfeln der Welt

Zum Beispiel beim Lesen der Bergpassagen in der "Vermessung der Welt" erkennt man die ganze Meisterschaft des Bestsellerautors Daniel Kehlmann

"Ein Erzähler operiert mit Wirklichkeiten", hat Daniel Kehlmann in seinem Essay "Wo ist Carlos Montúfar?" geschrieben. Das klingt plausibel und logisch und doch auch theoretisch und unglaubwürdig, weil diese Wirklichkeiten oftmals genau da aufhören, wo es interessant wird, wo es ungemütlich wird, wo es weh tut - kurz, wo man sich einen wie Kehlmann nicht vorstellen kann. Der 37-jährige Österreicher hat das Image eines realitätsverweigernden Nerds, eines superschlauen Strebers. Seinem Kollegen Thomas Glavinic scheint er damit dermaßen auf die Nerven gegangen zu sein, dass er ihn in "Das bin doch ich" als Romanfigur auftauchen lässt: Als nervender SMS-Schreiber Daniel Kehlmann, der unermüdlich mitteilt, wie sich seine Bücher verkaufen. Es gäbe also Gründe dafür, die Wirklichkeiten Daniel Kehlmanns in Frage zu stellen. Aber bevor man das tut, sollte man "Die Vermessung der Welt" aufschlagen, seinen erfolgreichsten Roman, und das Kapitel "Der Berg" lesen.

Alexander von Humboldt und sein Assistent Aimé Bonpland machen sich auf, den Chimborazo zu besteigen, einen Berg in Südamerika, dessen Gipfel damals, im Jahr 1802, als der höchste der Welt galt. Es ist ein wissenschaftliches, aber zugleich auch ein tollkühnes alpines Unternehmen, bei dem sie fast 6000 Meter erreichten und einen neuen Höhenrekord aufstellten. Eine Sensation. Zumal sie ohne Daunenjacken, Handschuhe, Seile und Steigeisen über den Gletscher stiegen und keine Ahnung hatten, wie sich die Höhe auf sie auswirken würde. Die erste zarte Andeutung, dass sich ihre Wahrnehmungen langsam verzerrten, liest sich bei Kehlmann so: "Wo sie jetzt gingen, gab es keine Pflanzen mehr, nur braungelbe Flechten auf den aus dem Schnee ragenden Steinen. Bonpland hörte sehr laut seinen eigenen Herzschlag und das Zischen des über die Schneedecke streichenden Windes. Als ein kleiner Schmetterling vor ihm aufflog, erschrak er." Wenig später, sie mögen auf etwa 4500 Metern gewesen sein, war die Luft so dünn, dass die Höhenkrankheit erste Halluzinationen hervorrief: "Er wolle kein Spielverderber sein, sagte Bonpland, aber etwas stimme nicht. Dort rechts von ihnen, nein, etwas weiter, nein, links, richtig, dort. Das Ding, das wie ein Stern aus Watte aussehe. Oder wie ein Haus. Er gehe wohl recht in der Annahme, daß das nur für ihn da sei?

Humboldt nickte."

Das Erstaunliche an dieser Beschreibung ist, dass sie der Wirklichkeit standhält. Reinhold Messner hat "Die Vermessung der Welt" in einer italienischen Sportzeitung als eine der realistischsten Beschreibungen des Bergsteigens gelobt. Völlig zu Recht. Denn wer schon einmal in großer Höhe war, der weiß, dass der Sauerstoffmangel Bewegungen und Denkvorgänge erschreckend verlangsamt und Halluzinationen die absurdesten Bilder produzieren. Höhenbergsteiger erzählen davon, dass sie kristallklar beobachtet haben, wie andere Bergsteiger vor ihren Augen davongeflogen und brennende Köpfe den Abhang hinuntergerollt sind.

Daniel Kehlmann ist in München geboren und in Wien aufgewachsen, beides Städte, die die Berge vor der Haustür haben. Kehlmann ist kein Bergsteiger, aber Bergwanderer, "nicht ganz schwindelfrei" und, "sobald es wirklich schwierig wird, nicht mehr ganz trittsicher", wie er eingesteht. Er war als Kind mit seinen Eltern oft am Dachstein, aber an einem Seil sei er noch nie gegangen und wirkliches Klettern käme für ihn nicht in Betracht, "leider". Tatsächlich aber spielen die Berge auch in seinen anderen Büchern eine Rolle. In "Ich und Kaminski" zieht sich ein grantiger Künstler in die Alpen zurück, und auch das Cover von "Ruhm" zeigt verschneite Gipfel. Er könne ganz gut Ski fahren, sagt Kehlmann, doch seine höchsten Gipfel waren solche, auf die eine Seilbahn fährt. Er gibt sich bescheiden, räumt ein, dass er nie in "extremen Umständen" in den Bergen unterwegs war und sich im Berg-Kapitel eine "Ungenauigkeit der Phantasie" erlaubt habe. Die Kombination aus Ungenauigkeit und Phantasie kommt der alpinen Realität auf 5000 Metern sehr nahe. Kehlmann jedenfalls weiß genau, wie hochalpines Terrain aussieht und wie es sich anfühlt: "Vorgebeugt stapften sie an zu Säulen gespaltenen Felsmauern entlang. Hoch droben, für Momente erkennbar, dann wieder verschwunden, führte ein verschneiter Grat zum Gipfel. Instinktiv neigten sie sich beim Gehen nach links, wo der Abhang schräg und frostverglast abfiel. Zu ihrer Rechten öffnete sich senkrecht die Schlucht."

Man findet in der deutschsprachigen Literatur nicht viele Texte, die eine Extremsituation am Berg ähnlich realistisch und glaubwürdig darstellen. Humboldts Originaltext "Ueber einen Versuch den Gipfel des Chimborazo zu ersteigen" gibt es natürlich, ein Text, den Kehlmann sehr genau gelesen hat. "Wir stiegen sehr hoch, höher, als ich gehofft hatte", schrieb Humboldt. "In uns kam ein Schimmer von Hoffnung auf, den Gipfel erreichen zu können. Aber eine große Spal-. . ." - und dann unterbricht Humboldt seine Aufzeichnungen andeutungsvoll.

Der hüfthohe Schnee, die Orientierungslosigkeit, das Nasenbluten und die Nahtoderfahrung erinnern auch an das "Schnee"-Kapitel in Thomas Manns Zauberberg und auch an Büchners "Lenz", der im fortschreitenden Wahnsinn durchs Gebirge irrt: "Er ging gleichgültig weiter, es lag ihm nichts am Weg, bald auf-, bald abwärts. Müdigkeit spürte er keine, nur war es ihm manchmal unangenehm, daß er nicht auf dem Kopf gehn konnte." Bei Kehlmann heißt es: "Nun änderte es nichts daran, daß dort, wo der Himmel sein sollte, jetzt der Erdboden hing und sie verkehrt herum, also mit dem Kopf nach unten, abwärts gingen."

Die alpine Ästhetik rückt Kehlmanns Text in die Nähe von Marlen Haushofers "Die Wand", und die Dramatik des Höhenbergsteigens ist allenfalls in Ludwig Hohls "Bergfahrt" und Christoph Ransmayrs "Der fliegende Berg" zu finden. Ransmayr ist extra für diesen Roman mit seinem Freund Reinhold Messner in die Berge gestiegen. Kehlmann war nie mit Messner unterwegs, hat aber dessen Bücher sehr genau gelesen, wie er sagt - um sich ein Bild von den in der Höhe auftretenden Halluzinationen zu machen. Als Messner 1978 gemeinsam mit dem Österreicher Peter Habeler erstmals ohne künstlichen Sauerstoff auf den Everest gestiegen ist, hat er auf einem Tonbandgerät sämtliche Dialoge aufgezeichnet und in dem Buch "Everest - Expedition zum Endpunkt" unverändert aufgeschrieben. Es sind lange, irrsinnige Dialoge über Mützen und Bärte, die an jenes Kehlmannsche Gespräch zwischen Humboldt und Bonpland erinnern, als sie auf fast 6000 Meter Höhe vor einer riesigen Gletscherspalte stehen und realisieren, dass sie umkehren müssen:

"Sie seien beide nicht mehr bei Sinnen. Wenn sie jetzt nicht abstiegen, kämen sie nie zurück.

Man könnte, sagte Bonpland, auch einfach behaupten, man wäre oben gewesen.

Humboldt sagte, er wolle das nicht gehört haben.

Er habe das auch nicht gesagt. Das sei der andere gewesen!

Überprüfen könne es ja keiner, sagte Humboldt nachdenklich.

Eben, sagte Bonpland.

Er habe das nicht gesagt, rief Humboldt. Was gesagt, fragte Bonpland.

Sie sahen einander ratlos an."

Auf dem Gletscher des Chimborazo, zwischen Spalten und Schneebrücken, zwischen Halluzination und Sauerstoffmangel, zwischen Heldentum und Scheitern, schafft es Kehlmann sogar noch, mit der charmanten Möglichkeit zu spielen, dass Humboldt und Bonpland damals über eine Gipfellüge nachgedacht haben könnten.

Ist Daniel Kehlmann ein Berg-Spezialist? Er ist ein Spezialist in allen Dingen, über die er schreibt. Er kennt die Welt der Wirklichkeit so gut wie die der Literatur. Und die Nähe, die Wahrhaftigkeit und Schönheit, mit der er darüber schreibt, das ist seine große Kunst.

ANDREAS LESTI

"Die Vermessung der Welt" ist als Taschenbuch bei rororo erschienen (9,99 Euro).

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
Daniel Kehlmann, wurde 1975 als Sohn des Regisseurs Michael Kehlmann und der Schauspielerin Dagmar Mettler in München geboren. 1981 kam er mit seiner Familie nach Wien, wo er das Kollegium Kalksburg, eine Jesuitenschule, besuchte und danach an der Universität Wien Philosophie und Germanistik studierte. Er hatte Poetikdozenturen in Mainz, Wiesbaden und Göttingen inne und wurde mit zahlreichen Preisen, darunter dem Candide-Preis, dem Preis der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Doderer-Preis, dem Kleist-Preis 2006, dem WELT-Literaturpreis 2007 sowie zuletzt mit dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet. Daniel Kehlmann lebt als freier Schriftsteller in Wien und Berlin.
Aus dem Inhalt:
1 Die Reise -
2 Das Meer -
3 Das Meer -
4 Das Meer -
5 Das Meer -
6 Der Lehrer -
7 Der Lehrer -
8 Die Höhle -
9 Die Zahlen -
10 Die Zahlen -
11 Der Fluß -
12 Der Fluß -
13 Der Fluß -
14 Die Sterne -
15 Die Sterne -
16 Der Berg -
17 Der Berg -
18 Der Garten -
19 Die Hauptstadt -
20 Die Hauptstadt -
21 Der Sohn -
22 Der Vater -
23 Der Äther -
24 Die Geister -
25 Die Steppe -
26 Die Steppe -
27 Die Steppe -
28 Der Baum -

Trackliste zu "Die Vermessung der Welt, 1 MP3-CD" von Ulrich Matthes


CDROM
1 Die Reise
2 Das Meer
3 Das Meer
4 Das Meer
5 Das Meer
6 Der Lehrer
7 Der Lehrer
8 Die Höhle
9 Die Zahlen
10 Die Zahlen
11 Der Fluß
12 Der Fluß
13 Der Fluß
14 Die Sterne
15 Die Sterne
16 Der Berg
17 Der Berg
18 Der Garten
19 Die Hauptstadt
20 Die Hauptstadt
21 Der Sohn
22 Der Vater
23 Der äther
24 Die Geister
25 Die Steppe
26 Die Steppe
27 Die Steppe
28 Der Baum


Kundenbewertungen zu "Die Vermessung der Welt, 1 MP3-CD" von "Daniel Kehlmann"

32 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 32 Bewertungen   sehr gut)
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Bewertung von buchwürmchen aus reutlingen am 28.05.2014   gut
Humboldt und Gauß sind faszinierende Persönlichkeiten über die ich vor diesem Buch recht wenig wusste. Diese Tatsache veranlasste mich, bevor ich den Film sehe, das Buch zu lesen. An die dauerhaft angewandte indirekte Rede, die anfänglich störte, gewöhnte ich mich recht schnell, woran ich jedoch scheiterte, waren die unzähligen ereignislosen Seiten. Ich lese recht schnell, doch für diese 300 Seiten brauchte ich eine ganze Woche und es lag sicherlich nicht an mir. Zwar fand ich einige Stellen richtig witzig, aber keineswegs informativ. Auch die Protagonisten sind meiner Ansicht nach gut ausgearbeitet, doch fehlte mir eine gehörige Portion Verständnis für ihr Tun. Was übrig blieb, ist Zwiespalt: zwar bereue ich keineswegs dieses Buch bis zum Schluss gelesen zu haben, aber noch einmal tue ich es mit Sicherheit nicht.

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Bewertung von bibi aus La Rochelle am 01.04.2014   ausgezeichnet
Ich nehme den Roman "Die Vermessung der Welt" gerade mit meiner 12. Klasse eines ABIBAC-Studienganges (deutsch-französisches Abitur) in Frankreich durch, habe ihn also berufsbedingt mehrfach gelesen. .. und ich muss sagen, dass mich das Buch immer noch genauso begeistert wie beim "ersten Mal". Zudem entdecke ich jedesmal neue komische Aspekte. An Subtilität und Heiterkeit auslösenden Episoden mangelt es Kehlmanns Buch jedenfalls nicht !

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Bewertung von Lisega am 13.01.2014   ausgezeichnet
Daniel Kehlmanns Bestseller "Die Vermessung der Welt" ist eine fiktive Doppelbiografie über die wissenschaftlichen Größen Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß. Die beiden eigentlich grundverschiedenen Männer verbindet die Neugier, die Welt zu entdecken und zu verstehen und Grenzen zu überschreiten. Aber sie gehen sehr unterschiedliche Wege: Während der Universalgelehrte Humboldt in die Steppe, den Dschungel und die Berge auszieht, um die Welt zu vermessen, zieht es der geniale Mathematiker Gauß vor, zu Hause zu bleiben, um sie zu berechnen. Kehlmann setzt den Werdegang der beiden Protagonisten in vielen Episoden aus ihrem Leben hervorragend in Szene und zeichnet ein sehr humorvolles Bild der doch etwas verschrobenen Wissenschaftler. Sein stets ironischer Ton und auch der Stil der indirekten Rede haben mir sehr gut gefallen. Nur die Zusammenführung der beiden Lebensläufe – Gauß und Humboldt treffen im Alter aufeinander – ist leider nicht so gut geglückt. Für mich sind die Kapitel, in denen dieses Treffen beschrieben wird, die schwächsten des Buches. Trotzdem ist "Die Vermessung der Welt" ein herausragender Roman, der zu Recht zu den Verkaufsschlagern der letzten zehn Jahre zählt.

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Bewertung von Jale Elefü aus Wuppertal am 14.06.2011   schlecht
Ich weiß nicht genau,
warum ich mir dieses Buch gekauft habe,
aber es ist eines der langweiligsten, die ich bisher gelesen habe.
Dass Kehlmann immer nur in indirekter Rede schreibt,
finde ich persönlich sehr schade.
Von seinem Lakonischen Schreibstil merkt man nicht viel und die Situationskomik ist auch dürftig.
Nichtmals die Versuche waren interessant.
Ich habe es als eher schwach und nicht unbedingt empfehlenswert empfunden.

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Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
  • bibi aus La Rochelle am 01.04.2014
    Vielleicht war das Buch ein wenig zu subtil für dich und/oder du hast einfach einen völlig anderen Humor als der Autor....es ist zugegebenermaßen nicht ganz einfach zu lesen, auch aufgrund der …mehr

    (Inhalt anstößig?)

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Bewertung von sabisteb aus Freiburg am 23.05.2011   sehr gut
Deutschland 1928: Carl Friedrich Gauß (1777–1855), der „Fürsten der Mathematik“, soll nach Berlin zur 17. Tagung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte reisen und dort Alexander von Humboldt (1769–1859) besuchen.
Eingebettet in diese Rahmenhandlung wird die Karriere der beiden Wissenschaftler von der Kindheit bis zu ihrem Karrierehöhepunkt in sich abwechselnden Kapiteln erzählt, dabei handelt es sich jedoch um fiktive Biografien der beiden Wissenschaftler, die sich zwar an Fakten orientieren, deren erzählte Handlungen so wohl nicht passiert sind.
Der Erzählstil ist bissig ironisch. Das wird noch dadurch übersteigert, dass die komplette Geschichte wie ein wissenschaftlicher Bericht in indirekter Rede verfasst ist, vordergründig also Sachlichkeit vorgibt in Wirklichkeit aber sehr treffend über wissenschaftliche Archetypen und ihre Verschrobenheit und Dünkel, wie sie auch heute noch an den Universitäten existieren, herzieht.
In diesem Buch beschreibt der Autor aber auch, wie heutige Intellektuelle die Welt oft frustriert betrachten „In diesem Moment begriff er, dass niemand den Verstand benutzen wollte. Menschen wollten Ruhe. Sie wollten essen und schlafen, und sie wollten, dass man nett zu ihnen war. Denken wollten sie nicht.“ (S. 55)

Schwer zu sagen, was ich von dem Buch halte. Einerseits sind die beschriebenen Episoden jede für sich sehr witzig, ironisch und unterhaltsam. Professoren, die die Welt um sich herum vergessen, Weltfremd sind und mitten in der Hochzeitsnacht aufspringen um eine Formel zu notieren, ja diese Menschen gibt es noch zur Genüge, diese Karikatur ist sehr gelungen.
Als Roman jedoch hat das Buch so seine Probleme. Zum einen springt es einfach von der Rahmenhandlung in die beiden Nebenstränge der fiktiven Biographien, und dann wieder zurück. Das wirkt unfertig, der Bezug fehlt, so wie der Bezug zwischen den beiden Biographien fehlt. Das Buch macht den Eindruck als wäre es aus zwei kurzen Geschichten zusammengestellt worden: Humboldts ironische Biographie und Gauß ironische Biographie. Um diese beiden zusammenzuhalten wurde drum herum der Besuch von Gauß bei Humboldt drapiert, der diese beiden Geschichten wie ein Buchdeckel zusammenhält. Jede der drei Geschichten für sich ist sehr gut gelungen aber das Zusammenspiel lässt irgendwie ein wenig zu wünschen übrig.

Insgesamt jedoch wunderbare Unterhaltungen für Menschen, die täglich mit Menschen wie Gauß und Humboldt zu tun haben, ja viele Wissenschaftler sind wirklich so wie in diesem Buch beschrieben.

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Bewertung von außerhalb aus Bad Berka am 28.10.2010   sehr gut
Kehlmann schaffte den Leser zu fesseln, mit seinem
Buch, welches knapp 300 Seiten stark ist.
Es ist zwar kurz, enthält aber dennoch die Arbeiten von
Humboldt und Gauß, die unsere Welt verändert haben. Weiterhin erfährt man Hintergründe, wie wer sie geprägt hat,
vor wem sie Respekt hatten, wer ihre Begleiter waren, wie sie zu einander standen und wie ihre familäre Situation aus sah.
Dies erzählt Kehlmann auf spannende Weise, vor einem historischen
Hintergrund. Dadurch das die Geschichte abwechselnd erzählt wird, bekommt der Leser einen guten Einblick in das Leben der beiden bedeutenden Männer.
Das Buch von Daniel Kehrmann hat mir persönlich gut gefallen.
Kehlmann verwendet in dem gesamten Buch nur indriekt Rede,
auch wird die ganze Geschichte aus der Perspektive eines Erzählers
erzählt, was mir persönlich gefällt. Alles in allem finde ich das Buch gut und würde es weiter empfehlen.
Zum Schluss ein, wie ich finde, passendes Zitat:
"Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Zukunft nicht getsalten!"

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Bewertung von luisa g aus Karlsbad am 02.07.2010   sehr gut
Das Buch handelt von zwei jungen Genies Ende des 18. Jahrhunderts. Die beiden wollen - unabhängig voneinander - die Welt vermessen. Alexander von Humbold und Friedrich Gauß. Humbold schlägt sich durch die verschiedenen Landschaften und erforscht den Regenwald und die Steppe. Seine Abenteuer handeln von Seeungeheuern, sonderbaren Tieren und Kanibalenstämmen. Der andere - Gauß, kommt nicht los von den Frauen, ist aber andererseits ein echter Mathematiker und ein wahrer Meister der Zahlen und Formeln. Das Buch beschreibt zwei äußerst interessante und wichtige Persönlichkeiten mit allen ihren Macken und Kanten.
Das Buch ist für mein Alter sehr anstrengend zu lesen. Da ich es als Hörbuch gehört habe, konnte ich doch ganz gut folgen. Anfangs auch etwas verwirrend ist, dass man nicht ganz unterscheiden kann, wer die beiden Persönlichkeiten denn eigentlich sind! Und doch war das Buch sehr interessant und auch spannend, denn die beiden Wissenschaftler erleben ja neben ihren Messungen auch einige Abenteuer! ich bin mir aber sicher, dass ich das Buch hätte später hören sollen, es ist für Erwachsene sicher besser geeignet.

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Bewertung von Freddy aus Hannover am 10.06.2010   ausgezeichnet
Indirekt direkt ins Schwarze - Nachdem Kehlmann mit seinem Werk „Ich und Kaminski“ schon auf sich aufmerksam gemacht hatte, schaffte er den totalen Durchbruch mit seinem Werk „Die Vermessung der Welt“. Nachdem Mattias Gerwald mit seinem Werk „Der Entdecker“ den Durchbruch nicht gelang, schaffte es Kehlmann auf eine andere Art und Weise das Werk zu einem der größten Romane zu machen, die seit der Jahrhundertwende erschienen sind. Er bringt auf zwei verschiedene Ebenen, die eine physisch, die andere räumlich, zwei der berühmtesten Theoretiker namens Gauß und Humboldt zueinander. Nach anfänglichem zögern, aufgrund der nicht gerade anziehenden Wahl des Titels, aus dem man zunächst schließen würde, dass dieses Buch auf langweiligen, trockenen Formeln bzw. Stoff basieren würde, merkt man doch relativ schnell, dass dieses so nicht ist. Kehlmann bringt dieses Erforschen von Formeln, aber auch von Hügeln, Flüssen, Vulkanen etc., auf einer sehr lustige und interessante Weise herüber, sodass man immer mehr gefallen an dem Buch bekommt.
Gauß wird als eine mürrische, launische und nicht nach sozialen Kontakten suchende Person dargestellt. Er sucht nicht die Abenteuer und schon gar nicht legt er Wert sich auf Kongressen zu zeigen. Seine Umwelt ist ihm relativ egal auch erkennbar an der Verabscheuung seinem Sohn Eugen gegenüber. Am liebsten genießt er seine Ruhe an seinem Schreibtisch. Während Gauß lieber zu Hause sitzt und verschiedene Formeln aus dem Ärmel zaubert, zieht Humboldt durch die ganze Welt. Er ist also genau das Gegenstück zu Gauß, Humboldt sucht die Gefahr und das Abenteuer und versucht Erfahrungen am eigenen Leibe auszuprobieren. Natürlich tätigt er diese Reisen nicht alleine, sondern er hat einen treuen Diener, Bonpland.
Zu diesem ist aber Humboldt auch immer recht angebunden. Beide haben einen zwanghaften Drang zum Faktischen und die Ablehnung zum Fiktiven. So unterschiedlich beide doch sind, haben sie gewisse Ähnlichkeiten. Beide sind sozialunfähig. Haben kaum Kontakt zu Menschen, sie besitzen keine Innerlichkeit, sondern bleiben an der Außenfläche. Diese Verknüpfung der beiden Personen, bringt eine besondere Würze in den Roman.
Gauß stammt aus einer armen Gegend und hat sich alleine nach oben gearbeitet. Er ist ein Rationalist und Pessimist. Er hält und will nichts von den Menschen wissen. Gauß hat kaum menschliche Bindungen, was sich auch in seinem Umgang mit dem Sohn widerspiegelt. Sein Sohn ist genau das Gegenteil. Eugen hat soziale Kompetenz und sucht als Beispiel Amerika aus politischen Gründen und nicht aus Entdeckungsgründen auf. Er will so gesehen die Welt von innen Erleben. Gauß hat nur Zahlen im Kopf. Er lebt nur für sich, ist aber kein Egoist, er sucht halt einfach nur das Denken, im Gegensatz zu Humboldt theoretisch orientiert. Humboldt meistert jede Hürde die ihm in den Weg kommt, sei es ein fast sinkendes Schiff oder die Erforschung von tiefen Vulkanen. Er kann nicht an einem Hügel vorbeigehen, ohne dass er ihn näher erforscht hat. Humboldt ist praktisch orientiert.

Das Buch wurde zum meistverkauften Roman 2006 erklärt und meiner Meinung nach auch zu Recht. Obwohl ich anfangs dachte, dass das Buch eher trocken und uninteressant wäre, wurde ich vom Gegenteil überzeugt. Die sehr beispielhaften, interessanten Erklärungen in dem Buch vermitteln einem auf gute Art und Weise die Themen des Buches.
Ich würde jedem, der Interesse an Mathe und Naturwissenschaften hat, empfehlen, dieses Buch einmal zu lesen und es wäre besonders für Jugendlich mal eine Abwechslung zum typischen „Jugendroman“.

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Bewertung von Kirchseeon5b aus Kirchseeon am 26.04.2010   sehr gut
Es geht um den Geografen Alexander von Humboldt, der eine Südamerikareise macht, und gleichzeitig um den Mathematiker Gauß, der in Deutschland bleibt und sich in den Wirren seiner Mathematik und seines Privatlebens zurechtfinden muss.
Es ist ein schönes und auch witziges Buch, allerdings nichts Besonderes.

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Bewertung von andi aus Burg am 25.04.2010   ausgezeichnet
Dieses Buch beschreibt höchst unterhaltsam das Leben zweier Deutscher gegen Ende des 18. Jahrhunderts, die beide auf ihre Art ein Stück Geschichte geschrieben haben. Alexander von Humbold der Entdecker und Erforscher neuer Welten vermisst die Welt einerseits und andererseits Carl Friedrich Gauß, der Wunderknabe und geniale Mathematiker. Beide werden sehr menschlich sowohl mit ihren Wünschen und Träumen als auch mit ihren Schwächen dargestellt. Man fiebert mit dem Weltreisenden, der bis an das Ende seiner Kräfte geht genauso mit wie mit dem Genie, das einfach nicht so langsam denken kann wie sein Lehrer.
Mir hat das Buch vor allem wegen seiner lebendigen Charakterisierung der handelnden Personen gefallen. Besonders faszinierend fand ich die Person Carl Friedrich Gauß. Auszüge und Beschreibungen seines Lebens haben mich beim Lesen immer ganz besonders erfreut. Die pragmatische Herangehensweise an die alltäglichen Dinge des Lebes, die extreme Unlust Reisen anzutreten und andere Sorgen eines Genies sind äußerst amüsant beschrieben.

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