Die Einsamkeit der Primzahlen, 4 Audio-CDs - Giordano, Paolo

Paolo Giordano 

Die Einsamkeit der Primzahlen, 4 Audio-CDs

Gekürzte Lesung. 305 Min.

Gesprochen von Brühl, Daniel
Audio CD
 
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Die Einsamkeit der Primzahlen, 4 Audio-CDs

Ein einziger Tag in ihrer Kindheit, so scheint es, hat über ihr ganzes Leben entschieden. An einem solchen Tag verlor Alice für immer ihre Unbeschwertheit und das Vertrauen zu ihrem halsstarrigen Vater. Mattia hingegen verlor mit sechs Jahren seine Schwester, deren Hilfsbedürftigkeit er ein einziges Mal, für wenige Stunden, missachtet hatte. Seither quälen ihn Schuldgefühle, die er niemandem offenbart.
Sieben Jahre später lernen Mattia und Alice sich auf dem Gymnasium kennen. Die Anziehungskraft zwischen den beiden scheint unwiderstehlich. Jeder erkennt im anderen die eigene Einsamkeit. Alice ist der einzige Mensch, dem Mattia wenigstens einmal seinen Schmerz zu offenbaren wagt. Und umgekehrt würde sie nie einen anderen als ihn bitten, das Tattoo von ihrer Haut zu entfernen, mit dem sie ihre inneren Wunden gleichsam übermalen wollte. Doch mit den Jahren werden die Hindernisse, die die beiden einander unbewusst in den Weg legen, höher und höher. Bis sie sich entscheiden müssen.
Ineiner ebenso klaren wie poetisch-eindringlichen Sprache erzählt Paolo Giordano die Geschichte von Alice und Mattia, die wie Primzahlzwillinge nahe beieinanderstehen und doch immer durch eine Winzigkeit getrennt bleiben. Komplexe Seelenzustände schildert er so genau, dass sie fassbar werden und uns tief berühren. Paolo Giordano findet unvergessliche Bilder für die verschlungenen Wege, auf denen die Dramen der Kindheit in uns fortwirken. Seine Prosa verwandelt auf magische Weise Schmerz in Trost.
(4 CDs, Laufzeit: 4h 40)


Produktinformation

  • ISBN-10: 3837108783
  • Best.Nr.: 33335941
  • Laufzeit: 305 Min.
"Daniel Brühl liest diesen Bestseller von Paolo Giordano sensibel, fast zärtlich." Brigitte

"Distanziert und doch voller Sympathie für die Figuren liest Daniel Brühl. Ein Hörbuch mit Nach-Hall, zum Nach-Denken."

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 16.09.2009

Unheimliche Familienbande
Magersucht statt Mamma mia: Paolo Giordanos Erfolgsroman „Die Einsamkeit der Primzahlen”
In Italien gab es im letzten Jahr zwei Bücher, über die alle redeten. Beide waren Debüts, beide verkauften sich über eine Million Mal, beide räumten alle wichtigen Preise ab. Das erste – bei Mondadori erschienen – war die mittlerweile international beachtete und verfilmte Camorra-Reportage „Gomorra” des 1979 geborenen Roberto Saviano. Der zweite Überraschungserfolg kam ebenfalls bei Mondadori heraus, war binnen Wochen in aller Munde, und begeisterte – wie übrigesn auch „Gomorra” – in erster Linie junge Leute: der Roman die „Die Einsamkeit der Primzahlen” des Turiner Physikers Paolo Giordano. Im Kontrast zu Savianos Buch, in dem sich ein brisanter Stoff – die globalisierte Kriminalität, der Schauplatz Neapel mit seiner Dritte-Welt-Peripherie – und eine mitreißende Erzählweise verbinden, erschien das Debüt von Paolo Giordano, Jahrgang 1982, auf den ersten Blick als eher konventioneller Entwicklungsroman.
Die Helden heißen Alice und Mattia, die Handlung setzt 1983 ein und endet 2007. Die erzählte Zeit wird nicht …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 19.02.2010

Liebe unter dem Minuszeichen
Scheiternde Wahlverwandtschaften: Paolo Giordanos subtiles Debüt war ein Überraschungserfolg in Italien

Am Erfolg hängt, zum Erfolg drängt doch alles. Heißt dies nicht, literarisch gewendet: Gib dem Leser, was des Lesers ist. Was aber will er? Bestsellerlisten, Stückzahlen beantworten es mit einem ganz neues Genre: dem Designerroman. Er ist ein Produkt der Medienkonkurrenz. Gewonnen hat den Kampf um die freie Zeit des Publikums zwar der Kino- und Fernsehfilm. Doch in seinem Rücken scheint der langsame, selbstlose Buchstabe der Literatur einen ganz neuen, alternativen Genuss zu bieten: eine Diät gegen die Fresslust schneller, gieriger Bilder.

Anschauung kann ein eklatanter Fall aus Italien geben. Es ist der Debütroman von Paolo Giordano, sechundzwanzig, Doktorand der Physik. Er trägt den Titel "Die Einsamkeit der Primzahlen", erreichte in weniger als einem Jahr eine Auflage von über einer Million, beherrschte Bestsellerlisten und Kritik und erhielt den "Premio Strega", den angesehensten Literaturpreis Italiens.

Erfolge haben Gründe. Zwei erstaunliche spielen hier zusammen. Giordano ist nicht naiv. …

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"Beachtlich ist zudem der Sprecher Daniel Brühl: einfühlsam, zurückhaltend und stellenweise suggestiv zieht der Nachwuchsfilmstar in die Handlung hinein, bis sie sichtbar werden: Giordanos großartige Sprachbilder..."
Paolo Giordano wurde 1982 in Turin geboren, wo er auch Physik studierte und lehrte. Nach einigen Kurzgeschichten und Auftritten auf Literaturfestivals feierte er mit »Die Einsamkeit der Primzahlen« ein sensationelles Romandebüt. Es war das meistverkaufte Buch Italiens im Jahre 2008. In der über 60-jährigen Geschichte des Premio Strega – des wichtigsten Literaturpreises in Italien – ist er der jüngste Preisträger überhaupt. Sein Roman wurde in 26 Länder verkauft.

Kundenbewertungen zu "Die Einsamkeit der Primzahlen, 4 Audio-CDs"

4 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.5 von 5 Sterne bei 4 Bewertungen **** sehr gut)
***** ausgezeichnet
 
(2)
***** sehr gut
***** gut
 
(1)
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***** schlecht
 
(1)
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Bewertung von leserattebremen aus Bremen am 13.09.2012 ***** ausgezeichnet
Alice und Mattia sind beide Außenseiter als sie sich an der Schule kennen lernen. Und beide haben schon in jungen Jahren ein Trauma erlitten, das sie in ihrem gesamten Leben nie wieder loslassen wird. Alice hatte einen Skiunfall, ihr eines Bein ist steif, große Narben verlaufen über ihren Bauch. Sie versucht die Unzulänglichkeiten zu kompensieren, indem sie sich weigert zu essen und immer weiter runter hungert.
Mattia hat seine geistig behinderte Zwillingsschwester mit sechs Jahren im Park sitzen lassen, um nicht mir ihr zu einer Geburtstagsparty gehen zu müssen. Danach ist sie verschwunden und wird nie wieder auftauchen. Um mit seiner Schuld und seinen Schmerzen umgehen zu können, verletzt Mattia sich regelmäßig, auch sein Körper ist gezeichnet von Narben.
Als die beiden zusammen finden und auf ihre eigene Art Freunde werden, entsteht ein Band zwischen ihnen, was niemand jemals trennen wird. Ohne Worte verstehen sie, was der andere fühlt und durchmacht, so unterschiedlich sie auch mit ihrem Trauma umgehen. Der Roman ist so sensibel und einfühlsam geschrieben, dass einem manchmal eine Gänsehaut über den Rücken hinunter läuft und man Mattias Schmerz spürt, wenn er sich eine Glasscherbe in die Hand drückt oder Alices Ekel, wenn ihr Mann sie zum Essen zwingen will. Die Geschichte begleitet die beiden Protagonisten von 1984 bis 2007 durch ihre Leben. Der Erzähler will kein Mitleid für die Figuren und ihr Schicksal, man soll einfach nur der Erzählung folgen, soll verstehen versuchen, was in Menschen vorgeht, denen etwas geschieht, das für sie so unfassbar und ungerecht ist, dass sie keinen Weg finden, es zu verarbeiten.
Gleichzeitig sind die Gefühle zwischen Alice und Mattia nie klar definierbar, sie sind mehr als Freunde, ein Paar sind die sie aber auch nicht. Es ist etwas Besonderes zwischen ihnen, das ist beiden von Anfang an klar. Und so besonders ist auch dieser Roman, der mit leisen Tönen und viel Emotionen und Nachdenklichkeit den Leser fesselt. Man möchte Alice und Mattia nach der letzten Seite gar nicht mehr alleine ziehen lassen, so sehr sind sie einem ans Herz gewachsen.

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Bewertung von KleinerZwerg aus NRW am 12.01.2012 ***** gut
Alice und Mattia sich lernen sich in der Schule
kennen und beide haben mit Schicksalsschlägen
zu kämpfen. Obwohl sie viele Gemeinsamkeiten
haben und sich sehr nahe stehen, sind sie doch
sehr distanziert - wie Primzahlzwillinge.

Letztendlich lebt aber jeder zu sehr "für sich allein"
und es gibt meiner Meinung nach relativ wenig Szenen, die
Alice und Mattia zusammen erleben.
Es könnten genauso gut zwei Geschichten sein.

Die Grundidee des Buches istsuper, jedoch
fehlt die Spannung. Alle Handlungen sind ohne
Emotionen beschrieben, dies wirkt einerseit sehr
kühl, andererseits passt dies zu der Geschichte, da
die Protagonisten ebenfalls sehr verschlossen wirken
und deren Beziehung zueinander distanziert ist.

Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht

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Bewertung von Aos aus Norderney am 31.07.2011 ***** ausgezeichnet
Meine Tochter (14 Jahre) hat es in 1 Woche Ferienzeit verschlungen und abschnittweise daraus vorgelesen. Ich werde es auch noch lesen, bevor sie es -weil es so gefallen hat- ein zweites Mal lesen wird ;)

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Bewertung von Serenity aus Bad Berka am 01.06.2011 ***** schlecht
Sie ist geprägt von nur einem einzigen Tag, an diesem hat sie das Vertrauen zu ihrem Vater verloren und ihre Lebenslust. Mattia wird geplagt von Schuldgefühlen, weil er seine Schwester vor 6 Jahren allein zurückgelassen hat und diese nie gefunden wurde. Zwei Primzahlen begegnen sich nach 7 Jahren auf dem Gymnasium wieder und scheint es mit ihnen gut zu meinen bis sich alles ändert.
Ein Roman der anregt über das Leben und seine Bedeutung nach zu denken. Sind wir nicht alle irgendwo Primzahlen? Mattia und Alice bilden nur ein Beispiel für die Liebe auf Umwegen. Ein wirklich gelungenes Buch zur Arbeit im Unterricht. Es ist für Leser ab der 9. Klasse gerade zu geschaffen, jedoch ist es kein typisches Jugendbuch, da jeder Leser egal welchen Alters etwas anderes für sich wichtiges daraus behalten wird..

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