Splitterfasernackt - Lindner, Lilly
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Lilly Lindner 

Splitterfasernackt

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Splitterfasernackt

Lilly Lindner ist sechs, als der Nachbar beginnt, sie regelmäßig zu missbrauchen. Mit 13 Jahren fängt sie an zu hungern - damit von ihrem geschundenen Körper möglichst wenig übrig bleibt. Doch die Schande macht sie damit nicht ungeschehen. Und so beschließt Lilly als junge Frau, ihren Körper, der ihr längst nicht mehr gehört, in einem Edel-Bordell zu verkaufen ...


Produktinformation

  • Verlag: Droemer/Knaur
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 399 S. 210 mm
  • Seitenzahl: 400
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 135mm x 35mm
  • Gewicht: 493g
  • ISBN-13: 9783426226063
  • ISBN-10: 3426226065
  • Best.Nr.: 33357426

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Ingeborg Harms nimmt sich viel Raum, um die mannigfachen Nuancen in diesem Buch von Lilly Lindner herauszuarbeiten. Was immer es ist, Roman, Tatsachenbericht, Tagebuch - der Rezensentin bietet mehr als die bloße Sensation, die sie anfangs vermutet. Zunächst ist da allerdings nur eine für Harms kaum erträgliche sarkastisch-masochistische Erzählung, in der sich ein Missbrauch andeutet und die quälende Unfähigkeit der Erzählerin, darüber zu sprechen. Was folgt, überrascht Harms mit  klarer wie "welthaltiger Prosa". Angesichts der seelischen Verheerungen der Erzählerin, kaum zu glauben, meint sie. Die von Lindner aufgeschriebenen Innenansichten eines Bordells lobt Harms als angenehm unprätenziös und frei von moralischem Überbau.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.10.2011

Solange keine Männer da sind, ist es im Bordell ganz gemütlich

An den Nervenenden einer wahren Geschichte: In "Splitterfasernackt" erzählt Lilly Lindner von Missbrauch, Prostitution und Magersucht. Geschrieben in einer glasklaren und welthaltigen Prosa, leistet diese Geschichte einer Verwandlung Aufklärungsarbeit.

Lilly Lindners Buch "Splitterfasernackt" kommt ohne Untertitel daher. Ist es ein Tatsachenbericht, ein Tagebuchwerk oder ein Roman?

Legte es jemand darauf an, mit sensationsheischenden Themen zwischen zwei Buchdeckeln zu punkten, er könnte es nicht besser treffen. Denn hier geht es um eine Karriere als Prostituierte, die sich für die Erzählerin mit nicht eben leicht nachzuvollziehender Logik aus zwei unerhört grausamen Missbrauchsdelikten ergibt. Dass sie mit sechs Jahren von einem Nachbarn vergewaltigt wurde, erfährt man zunächst nur aus Andeutungen. Über die ersten neunzig Seiten liefert Lillys sarkastisch-masochistische Erzählung wenig Konkretes. Man erfährt von einem indifferenten Vater, einer aggressiven Mutter, von Lillys Anorexie, einem Selbstmordversuch, einem Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik und ihrer …

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"An den Nervenenden einer wahren Geschichte: in "Splitterfasernackt" erzählt Lilly Lindner von Missbrauch, Prostitution und Magersucht. Geschrieben in einer glasklaren und welthaltigen Prosa, leistet diese Geschichte einer Verwandlung Aufklärungsarbeit." -- Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.10.2011

"Beeindruckend!" -- petra, 01.10.2011

"Verletzlich und zart im Ton." -- FOCUS, 01.10.2011

"Ein ungeheuerliches Buch." -- FOCUS online, 27.09.2011

"Ein hochintelligentes, sprachbegabtes, körperlich und seelisch schwer geschädigtes Mädchen hat ein Buch über ein ebensolches Mädchen geschrieben. Es heißt "Splitterfasernackt". Und es ist erschütternd." -- Süddeutsche Zeitung, 24.09.2011

"`Splitterfasernackt` ist keine leichte Lektüre. Trotzdem werden Sie weiterlesen, gefesselt von der Sprache dieser Frau und ihrem Verstand. Und Sie werden verstehen, was Gewalt anrichtet und warum sie oft in Schweigen endet. Gut, dass Lilly ihr Schweigen gebrochen hat." -- Brigitte, 07.09.2011

"An den Nervenenden einer wahren Geschichte: in "Splitterfasernackt" erzählt Lilly Lindner von Missbrauch, Prostitution und Magersucht. Geschrieben in einer glasklaren und welthaltigen Prosa, leistet diese Geschichte einer Verwandlung Aufklärungsarbeit." Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.10.2011
Lilly Lindner, geb. 1985 in Berlin, begann bereits mit fünfzehn begann sie autobiographische Texte und Romane zu schreiben. Viel Zeit verbringt sie heute mit der Arbeit mit Kindern.

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Kundenbewertungen zu "Splitterfasernackt" von "Lilly Lindner"

7 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.7 von 5 Sterne bei 7 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von AmiraPassarge aus Karlsruhe, Stuttgart, Böblingen, Frankfurt, München, Berlin. am 12.10.2012 ***** ausgezeichnet
Tolles Buch, ich kann mich wirklich identifizieren! Ich selber bin eine Germanistikstudentin und arbeite SEHR gerne als Prostituierte, jeder weiß es, dass ich es mache. Ich will es nicht verheimlichen! Was ist das Problem? es ist eine ganz normale Tätigkeit wie jede andere! Es ist die einzige Möglichkeit, um mein Studium und Ausgaben zu finanzieren ...
Amira Passarge (Nina-Karlsruhe, Nina-München, bw7)

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Bewertung von Antje0702 aus Nauen am 16.08.2012 ***** ausgezeichnet
Lilly Lindner ist 6 Jahre alt als der Nachbar beginnt sie regelmäßig zu missbrauchen.
Die Geschichte einer gestohlenen Kindheit.
Sehr dramatisch aber zugleich auch fesselt geschrieben.

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Bewertung von Sabine Meier am 04.01.2012 ***** ausgezeichnet
Dieses Buch ist keine Biografie von Lilly Linder, sondern ein erschütterndes Buch über eine grausame Kindheit und Jugend.
Lilly oder wie sie sonst heissen mag, beschreibt sehr ergreifend die dramatischen Ereignisse und ihren Willen zu überleben mit Worten, die mich berühren und in Versuchung bringen zu helfen oder wütend machen.
Sehr empfehlenswert, doch immer wieder soltte sich jeder Leser bewusst sein, dass dies die wahre Geschichte von Lilly ist.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von marina89 aus Hamburg am 11.11.2011 ***** gut
Sie hat wirklich einen unglaublich schönen, teils verträumen, teils philosophischen Schreibstil. Ich lese sehr viele Bücher und habe noch keine Wörter gelesen, wie sie die schreiben kann. Der Anfang ist schockierend und Interessant, das Ende ist genauso. Dazwischen allerdings, wie soll ich es nennen... mich hat mich der Inhalt wie hypnotisiert, weil es sehr monoton war, alles hat sich wiederholt und musste mich durchquälen, weil ich sehr müde wurde. Das Ende hat es rausgerissen.
Ich kann das Buch nur in sofern empfehlen, weil sie unglaublich schön schreibt, aber ich werde das Buch nur einmal lesen.

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 30.10.2011 ***** ausgezeichnet
Super tolles Buch.Sehr gut geschrieben. Es spiegelt die Verfaasung der Autorin über Jahre ihres Leidensweges.Mann kann nicht aufhören mit lesen.

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Bewertung von Kristin Friedrich aus Hof am 13.10.2011 ***** ausgezeichnet
Lilly Lindner hat so einiges in ihrem Leben erlebt. Sie ist gerade mal sechs Jahre alt, als sie regelmäßig vergewaltigt wird. Von ihrem Nachbarn. Die Eltern ahnen nichts und da der Kerl das arme Mädchen bedroht, hat sie viel zu viel Angst ihnen davon zu erzählen. Außer seinen Drohungen bekommt sie Schokolade von ihm. Schokolade für eine Kinderseele...
Um ihren Körper, der gefühlsmäßig seitdem nicht mehr ihrer ist, nahezu verschwinden zu lassen, wird sie magersüchtig. Aber das klappt nicht so recht und es hilft ihr erst recht nicht, die seelischen Wunden zu heilen. Aus diesem Grund verkauft sie sich in einem Bordell. Aber auch das will nicht so recht funktionieren...

Es ist immer schlimm eine Biografie zu lesen, in der es um Misshandlung und Vergewaltigung geht. "Splitterfasernackt" ist aber ganz anders, als alle Bücher über dieses Thema, die ich bisher gelesen habe. Das liegt vor allem am Schreibstil von Lilly Lindner. Sie hat eine Art und Weise sich auszudrücken, die einen nochmal zusätzlich tief im Inneren berühren. Sie schreibt nicht nur nüchtern ihre Erlebnisse nieder. Das allein ist schon schwer genug zu lesen. Nein sie beschreibt außerdem ganz genau, was sie fühlt und was sie denkt. So erfahren wir nicht nur ihr Schicksal, sondern haben auch eine lebendige Frau vor uns, die uns ganz genau an ihrer Persönlichkeit teilhaben lässt. Und das kann den Leser richtig erschüttern.

Hier die richtigen Worte zu finden fällt richtig schwer. Denn das ist genau der Effekt, den die Geschichte erziehlt. Man ist einfach nur sprachlos und zu Tränen gerührt.

Ich kann nicht sagen, dass ist ein super Buch, welches ihr euch kaufen müsst. Denn wie kann eine solches Schicksal toll sein? Allerdings werdet ihr mit "Splitterfasernackt" eine Biografie in den Händen halten, die erschüttert. Tränen sind vorprogrammiert und auch nach der letzten Seite lässt einen die Geschichte von Lilly Lindner nicht mehr los, sondern ist einfach nur aufgewühlt...

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Bewertung von Bleenie am 30.09.2011 ***** ausgezeichnet
Die Geschichte hat mich sofort gepackt. Man sollte sich aber Zeit und vor allem Ruhe und Einsamkeit dafür nehmen.
Denn wer liest schon gerne von Vergewaltigung und anderen schockierenden Grausamkeiten, wenn im Fernsehen beim
Partner eine Comedy-Sendung läuft oder die Kinder alle Nase lang 'stören'.

Die Geschichte der Autorin macht mich einfach fassungslos. Man schüttelt fasst permanent den Kopf über die Grausamkeiten,
die Lilly (der Autorin) wiederfahren. Man möchte sie in den Arm nehmen, festhalten und vor der Welt beschützen,
auf dass dieses arme Mädchen endlich einmal etwas Frieden und Geborgenheit spüren kann.

Was mich sehr berührt hat, ist dass dieses Buch nie auf das Mitleid abzielt. Die Tatsachen werden vollkommen emotionslos erzählt.
Die Autorin möchte kein Mitleid erwecken, sie schildert einfach dass, was passiert ist.
Man kann sehr gut nachvollziehen, warum manche Menschen in Magersucht und Selbstzerstörung flüchten.

Die Eltern des Mädchens möchte man packen und anschreien. Man möchte sie zur Rede stellen, wie sie das ihrem Kind antun konnten,
warum sie nicht fähig sind ihr Kind zu lieben. Geistige Folter auf höchster Stufe.

Fazit: Dieses Buch erhält von mir 5 Sterne. Es ist kein Buch zum Weinen. Es schockiert. Es macht fassungslos. Und es weckt ein wenig auf,
auf dass wir Menschen in unserer Umgebung vllt. mit anderen Augen betrachten und Dinge hinterfragen, anstatt einfach nur den Stempel 'Psycho' aufzudrücken.

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