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| Bewertung von Lupus aus Bruchköbel am 02.11.2012 | |
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Dieses Buch habe ich vor längerer Zeit gekauft und es lag einige Monate auf dem Schreibtisch. Jetzt in den Herbstferien habe ich es mit nach Kreta genommen. In zwei Tagen hatte ich es gelesen. Es ist spannend, bedrückend und letztlich befreiend. Denn A. Altmann nimmt kein Blatt vor dem Mund. Ich habe es dann einem Freund zum Lesen ausgeliehen, der seit Jahren auf Kreta lebt und vor kurzem 5o geworden ist. Zum Lesen....hallo.. er hat es mir nicht mehr zurückgegeben. Ich soll mir ein neues in Deutschland kaufen. Dieses Buch sollte jeder reife Mensch lesen. Keine leichte Kost, aber - auf das Ganze gesehen - ausgezeichnet, ermutigend, seinen eigenen Weg zu gehen. Dieses Buch hat mich sehr gewegt. Waldemar Wolf Bruchköbel, 2.November 2012 Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch |
2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Wicked aus Friedberg am 12.03.2012 | |
| Das ist für mich eines dieser Bücher, die man am liebsten öfter kauft, aus lauter Angst, ein einzelnes könnte einem abhanden kommen ! Ein unglaublich fesselndes Buch, das man nur ungern aus der Hand legt, weil man doch hofft, dass diesem armen Jungen doch irgendwann das Glück winkt ?! Ich war fasziniert von Altmanns Sätzen, die diese Brutalität so auf den Punkt bringen, dabei aber nicht in Hasstiraden enden, sondern einfach Bilder schaffen und einen doch immer diese unglaubliche Sehnsucht und Hoffnung des Kindes spüren lassen. Absolut genial - und unbedingt lesenswert !! |
6 von 8 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Ruth Justen aus Leipzig am 20.12.2011 | |
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Andreas Altmann erzählt von seiner bescheidenen Jugend im miefigen Nachkriegsdeutschland. Seine Wiege liegt in Altötting - einer Hochburg der katholischen Kirche. Der Ort wird hier als Synonym für Heuchelei und die überbordenden Machtansprüche der Kirche über Körper und Seelen der Gemeindemitglieder verwendet. Zudem ist der Vater der König der Rosenkranzhändler von Altöttingen und zugleich ein heimgekehrter Nazi. Er lässt all seine Gefühllosigkeit, Ohnmacht und Einsamkeit an seinen Frauen und Kindern aus. Die Mutter ist nicht in der LAge, sich oder ihre Kinder zu schützen. Immerhin kann sie den einen oder anderen Trost verteilen. Nach ihrem Auszug prügelt der Vater fast ein Jahrzehnt mit Unterstützung der Stiefmutter auf seine Kinder ein. Erst als 19-Jähriger kann sich Andreas gegen seinen Vater wehren und sich seiner körperlichen Macht entziehen. Aus jeder Seite des Buches schreit das gedemütigte, geschlagene, aber immer ungebrochene Kind heraus: Lasst euch nicht brechen! Das Buch ist ein kraftvolles Stück deutscher Nachkriegsliteratur. Es ist eine Abrechnung mit der Nazi-Elterngeneration, die selber schwer traumatisiert, die nächsten Trauma verursachte. Der Roman sollte Pflichtlektüre an den deutschen Schulen werden. |
10 von 13 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Crying-Freeman am 03.09.2011 | |
| Gut zu lesen, knallharte Abrechnung mit Altötting und Kirche. Manche Dinge die hier geschriebe stehen kann ich nachempfinden. Endlich mal ein Autor der sich zu schreiben traut wie es wirklich war. Sehr empfehlenswert. |
13 von 16 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von mariesuisse aus CH 3005 Bern Schweiz am 01.09.2011 | |
| Sprachbegabt wie wir Andreas Altmann als Reisereporter kennen, erzählt er in dieser Kindheit und Jugendzeit, was er erleben musste. Sein Vater, durch den Krieg psychisch zerstört, der Mächtige, der sich durch Prügeln, Ausbeutung, Demütigung und Geiz sein Reich schafft. Der aus Wut über sein eigenes, kaputtes Schicksal sich nun an seiner Familie rächt. Die Familie hat keine Chance gegen den Tyrannen, nur in Fantasien wünschen sie ihm den Tod. Nur in "vermeintlich krimineller" Taten holt sich Andreas durch Diebstahl Essen, um seinen Hunger zu sättigen und durch Entwenden vom heiligen Krimskrams aus dem Lager des Vaters Rosenkranzgeschäft (!) ein klein wenig Freiheit. Manfred, der ältere, steht Andreas zur Seite. Er ist der einzig Vertraute, der Bruder. Auch er wird verprügelt, wann immer der Vater sich dazu berechtigt fühlt. Hass, Hass, gezüchteter Hass. Die Mutter ängstlich, hilflos wehrt sich nicht, baut sich einen Verschlag, kann sich einschliessen. Und wird letztlich von ihrem Mann verjagt. Die Kinder bleiben zurück, bis sie, alt genug, abhauen. Die Tochter bleibt. Andreas Altmann kämpft um sein Überleben: "wer bin ich, was kann ich, ich, der Versager?". Viele Wege, Therapien im Suchen nach seinem Wert, der Wille, die innere Kraft, Heilung der inneren Verwüstung das Ziel. Deshalb erzählt uns Andreas Altmann seine Geschichte? Weil sie oft vielen Kinderschicksalen gleicht? Auch was die Schweinereien von Seiten der katholischen Kirche betrifft, ihre Verbrechen an Kindern, der Sadismus der Religionslehrer und Pfarrer. Uns verfolgen Kindheitsdramen, wir hadern, beklagen, müssen verarbeiten. Wenn wir die Erinnerungen von Andreas Altmann lesen merken wir, wie gut wir es eigentlich hatten, trotz allem gut. Altmann hat es geschafft, hat gekämpft, hat seine Wünsche erfüllt, der Sprachgewandte, der hochgelobte Reisereporter. Wenn wir seine Erinnerungen gelesen haben, das Buch schliessen, sind wir erlöst. Durchatmen,Taschentücher entsorgen, uns freuen ANDREIOS, der Held |
32 von 34 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Silvia am 01.09.2011 | |
| Das Buch war sehr fesselnd und deshalb nach knapp zwei Tagen schon gelesen. Es ist wirklich schockierend und traurig zu wissen, wie viel ein Mensch imstande ist auszuhalten und doch ins Leben zurückkehrt! Empfehlenswert! |
19 von 22 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Zustand | Preis | Porto | Zahlung | Verkäufer | Rating | |
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| leichte Gebrauchsspuren | 7,90 | 1,45 | Banküberweisung | Stinekind | 93,8% | ansehen |
| leichte Gebrauchsspuren | 8,00 | 1,30 | Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung | vogelchalet | 100,0% | ansehen |
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| wie neu | 15,99 | 3,00 | offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, Skrill/Moneybookers, PayPal, Lastschrift, Banküberweisung | Steinberger Hof | 99,6% | ansehen |
| wie neu | 17,50 | 1,20 | offene Rechnung, Banküberweisung, PayPal, Selbstabholung und Barzahlung | j.roth | 100,0% | ansehen |
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