Das Ende der Geduld - Heisig, Kirsten
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Kirsten Heisig 

Das Ende der Geduld

Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter

Broschiertes Buch
 
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Produktbeschreibung zu Das Ende der Geduld

Sie werden immer brutaler und immer jünger. Gewalttätige Jugendliche finden sich keineswegs nur in Metropolen wie Berlin, Hamburg, Zürich oder Wien. Auch in Kleinstädten meiden viele von uns bestimmte Straßen, Plätze und Stadtviertel sowie nächtliche U- und S-Bahnfahrten. Eltern und Lehrer fürchten die Gewalt in ihren Schulen, Polizei und Sozialarbeiter kommen an ihre Grenzen.

Die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig ist schon lange nicht mehr bereit, dies hinzunehmen: "Wenn wir nicht rasch und konsequent handeln, wenn wir unsere Rechts- und Werteordnung nicht entschlossen durchsetzen, werden wir den Kampf gegen die Jugendgewalt verlieren."

Das ebenso provokante wie sachkundige Buch einer unbequemen und überaus mutigen Richterin.

Die Gewalttäter werden jünger, brutaler, skrupelloser und die Gesellschaft mit diesem Problem hilfloser. Die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig war nicht bereit, das hinzunehmen. So wollte sie nicht akzeptieren, dass bei Jugendlichen zwischen Straftat und Gerichtsverhandlung viele Monate vergehen und entwickelte das Neuköllner Modell. Hier findet nach einfachen Delikten von Jugendlichen innerhalb von drei Wochen die Gerichtsverhandlung statt. Die schnellen Strafen haben damit einen größeren Wirkungseffekt bei Tätern und Opfern. In ihrem Buch "Das Ende der Geduld" erläutert sie das Modell und deren Durchsetzungsweg, beschreibt Lebensläufe jungendlicher Krimineller, schildert Straftaten und Verfahren, benennt die Situationen an Schulen, Jugendämtern und der Polizei. Heisig liefert Fakten und aber auch Lösungsvorschläge, wie z.B. die Vernetzung von Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendamt, Schulen, Behörden, Institutionen und Eltern funktionieren sollte. Dabei wirft sie auch einen vergleichenden Blick ins europäische Ausland.
Im ihrem Buch fordert die Richterin die Beseitigung von Handlungsdefiziten und eine ehrliche und notwendige Debatte in der Bekämpfung von Jugendkriminalität. Kirsten Heisig verstarb unerwartet Ende Juni 2010 in Berlin.

Produktinformation


  • Verlag: Herder, Freiburg
  • 2010
  • 2. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 205 S.
  • Seitenzahl: 208
  • Deutsch
  • Abmessung: 197mm x 130mm x 20mm
  • Gewicht: 238g
  • ISBN-13: 9783451302046
  • ISBN-10: 3451302047
  • Best.Nr.: 29850726
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.07.2010

Rettet die verlorenen Kinder, bevor es zu spät ist
Die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig hat mit ihrem Buch "Das Ende der Geduld" eine Streitschrift verfasst, die uns aufrütteln muss

Nur die Schlagzeilen gleichen sich: Polizei machtlos; neue Dimension der Kriminalität; Kinderdealer ohne Papiere zum x-ten Mal erwischt. Wenn es nicht so bitter wäre, könnte man die vergeblichen Versuche, den strafunmündigen Drogenkurieren beizukommen, als Teil des alljährlichen Berliner Sommertheaters abtun. Nur wird dieses Mal offener als sonst über die Herkunft der Kinder informiert. Viele werden Jahr um Jahr aus Beirut eingeschleust; in Berlin leben sie entweder in einer der arabischen Großfamilien - vor denen sich die Behörden, aber auch die Polizei fürchten - oder in einem offenen Heim für junge Flüchtlinge. Das Heim verlassen sie schnell, wenn sich die erste Aufregung über ihre gefährlichen, lukrativen Geschäfte gelegt hat, um dort alsbald wieder von der Polizei abgeliefert zu werden: folgenlos. Und weil die Heimkinder keine Papiere haben, können sie auch nicht abgeschoben werden, etwa zu ihren Eltern. Die seien, so geben sie stereotyp an, …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Ein "Fachbuch einer Expertin", das auf Christian Denso wie das Fazit zwanzigjähriger Erfahrung wirkt. Er spricht aber auch von einer "beklemmenden" Lektüre. Und es ist die Nüchternheit der Beschreibung, die dieses Gefühl beim Kritiker provoziert. Denn was die verstorbene Berliner Jugendrichterin aus dem Problembezirk Neukölln schildere, zeuge von großer Verrohung jugendlicher Straftäter, von anlassloser Gewalt und Überforderung der Eltern sowie der Gesellschaft. Doch bei allem "Klartext", den dieses ungeschminkt verfasste Buch spreche, sei es auch eine Überraschung, zeige es Kirsten Heisig doch als das genaue Gegenteil einer "Richterin Gnadenlos", die ihre Kritiker in ihr stets sahen. Heisig spreche sich in ihrem Buch nämlich explizit und gut begründet gegen eine Verschärfung des Jugendstrafrechts, eine Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters aus und trete hier als konsequente Verfechterin des bestehenden Jugendgerichtssystems und seines Erziehungsgedankens auf.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.07.2010

Was zu tun wäre
Das postume Plädoyer der Richterin Kirsten Heisig
Der junge Mann, ein Deutscher, sah die Richterin mit kalten Augen an. Mit einigen Kumpanen hatte er an einer Berliner Bushaltestelle aus Spaß einen Mann zusammengeschlagen, der auf dem Weg zur Arbeit war. Durch Schläge mit einer Eisenkette erlitt das Opfer einen Schädelbruch. Nun standen die Täter vor der Richterin. Einer weinte: Ihm ging auf, was er angerichtet hatte. Der andere konnte es nicht fassen, dass Richterin Heisig Haftbefehl erließ: „Er meinte, das könne ja wohl nicht mein Ernst sein, ihn zu inhaftieren, schließlich habe er demnächst schriftliche Prüfungen, und im Übrigen helfe es dem Opfer ja nun auch nicht mehr, wenn er in den Knast ginge.“ Doch er ging, für viele Jahre.
Yilmaz, Hussein und Kaan sind der Polizei als Intensivtäter bekannt. Körperverletzung, Vergewaltigung, Drogenhandel, systematischer Regelverstoß. Wenn sie mit Sozialarbeitern oder Polizisten konfrontiert werden, bekommen diese zu hören: „Ich scheiß auf Deutschland. Du bist Dreck unter meinen Schuhen. Du bist tot.“ Ein 15-jähriger Araber wird vom Jugendgericht zur Teilnahme an …

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"Es ist ein Plädoyer für nötige Ungeduld und rasches Handeln." Süddeutsche Zeitung 20100726

"Warum vermag unsere Gesellschaft Kleinkriminalität nicht mehr effektiv zu sanktionieren? Wer hat den Mechanismus lahmgelegt, daß auf Regelübertretungen eine schnelle und konsequente Strafe folgen muß? Die verstorbene Richterin Heisig zeigt aber auch auf, wie man es besser machen könnte." (druckfrisch - Neue Bücher mit Denis Scheck - ARD)

"Es ist ein Plädoyer für nötige Ungeduld und rasches Handeln." Süddeutsche Zeitung 20100726

"Warum vermag unsere Gesellschaft Kleinkriminalität nicht mehr effektiv zu sanktionieren? Wer hat den Mechanismus lahmgelegt, daß auf Regelübertretungen eine schnelle und konsequente Strafe folgen muß? Die verstorbene Richterin Heisig zeigt aber auch auf, wie man es besser machen könnte." (druckfrisch - Neue Bücher mit Denis Scheck - ARD)"Es ist ein Plädoyer für nötige Ungeduld und rasches Handeln." (Süddeutsche Zeitung 26.07.2010)

"Warum vermag unsere Gesellschaft Kleinkriminalität nicht mehr effektiv zu sanktionieren? Wer hat den Mechanismus lahmgelegt, daß auf Regelübertretungen eine schnelle und konsequente Strafe folgen muss? Die verstorbene Richterin Heisig zeigt aber auch auf, wie man es besser machen könnte." (druckfrisch - Neue Bücher mit Denis Scheck - ARD)

"Und Das Ende der Geduld ist eine Provokation. Denn Kirsten Heisig hat auf Missstände hingewiesen, auf die Trägheit derJustiz, auf Versäumnisse der Schulen und der Jugendämter, auf Ressortdenken und mangelndes Engagement." (Die Zeit 22122010)

"Und Das Ende der Geduld ist eine Provokation. Denn Kirsten Heisig hat auf Missstände hingewiesen, auf die Trägheit der Justiz, auf Versäumnisse der Schulen und der Jugendämter, auf Ressortdenken und mangelndes Engagement." -- Die Zeit

"Heisigs Buch ist ehrlich, authentisch, nicht darauf aus, gezielt zu provozieren. Das, was sie beschreibt reicht aus, um sich wirklich Sorgen zu machen." -- Giessener Allgemeine
Kirsten Heisig, geb. 1961, verstarb Ende Juni 2010 in Berlin. Sie war Jugendrichterin, das von ihr wesentlich initiierte sog. "Neuköllner Modell" zeichnet sich vor allem aus durch Prävention, Abschreckung, Konsequenz und Schnelligkeit.

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Kundenbewertungen zu "Das Ende der Geduld" von "Kirsten Heisig"

Durchschnittliche Kundenbewertung 4.6 von 5 Sterne bei 19 Bewertungen **** ausgezeichnet
(aus 19 Bewertungen)
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Bewertung von Ivonne Wiese aus Berlin am 11.06.2011 ***** ausgezeichnet
Buch der Berliner Jugend-Richterin, die sich das Leben nahm. Milieustudie und Biografie über jugendliche Gewalttäter in Deutschland, speziell in Berlin. Jahrzehnte langes Ankämpfen hat auch in Einzelschicksalen nicht wirklich viel gebracht. Es ist erschreckend, was in unserer Jugend vor sich geht. Wie wenig Skrupel und wenig Respekt sie besitzen. Und vor allem keinen Anspruch auf eine Zukunft für sich selbst. Das ist schon nicht mehr desillusioniert. Und am Ende fragt man sich, wohin unsere Gesellschaft steuert. Und ob man was dagegen unternehmen kann.

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Bewertung von happyseppi am 12.01.2011 ***** ausgezeichnet
Ein sehr informatives Buch, dass auch Lösungvorschläge aufzeigt.

Die Autorin berichtet objektiv von Ihren Erfahrungen als Jugendrichterin.

Unbedingt lesen!

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: eBook

5 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Trenck aus Lindau am 26.10.2010 ***** ausgezeichnet
Das Buch von Frau Kirsten erschien nach ihrem angeblichen Selbstmord, der gewollt möglichst schnell in Vergesseneit geraten sollte, wobei dieser Tod mehr Fragen als Antworten offen läßt. Feststehen dürfte jedoch, daß aus Gründen der inneren Sicherheit sowohl die Medien als auch die Polizei, die Staatsanwaltschaft und die Politik einen Maulkorb verpasst bekommen haben. Warum dies ein Fall für die innere Sicherheit geworden ist, ist auch nicht schwer zu erraten.

15 von 17 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Kritikus aus Oberreichenbach am 25.10.2010 ***** ausgezeichnet
Wir haben seit 1968 so schön multikulti geträumt. Zum Teufel mit dieser Richterin, die es gewagt hat, uns mit erschreckender Realität aufzuwecken. Wie sollen wir mit Alpträumen denn weiterschlafen?

9 von 12 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Leseratte aus Rostock am 22.10.2010 ***** sehr gut
Das Buch ist sehr informativ und stellt bei mir unweigerlich den Zusammenhang zur den aktuellen Diskussionen rund um Integrations- und Einwanderungsfragen her und hilft diese besser zu verstehen. In klarer und verständlicher Ausdrucksform werden u. a. auch die Folgen falscher Integrationspolitik aufgezeigt. Warum nur finden Menschen wie Frau Heisig so wenig Gehör bei den Verantwortlichen?

5 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Hilli1 aus Bad Fallingbostel am 21.10.2010 ***** ausgezeichnet
Sehr interessant, engagierte Richterin - versucht meines Erachtens den straffälligen Jugendlichen zu helfen, ist damit aber an ihre persönlichen Grenzen gestoßen, oder hat sie einfach resigniert ?

2 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Isabella aus Worpswede am 05.10.2010 ***** ausgezeichnet
Kriminelle Taten und deren Hintergründe im Milieu der Täter (deutsch und nichtdeutsch) werden geschildert, über die in der Offenheit einfach nicht berichtet wird in den Medien.
Auch Lösungsvorschläge werden genannt.
Kirsten Heisig schildert auch, wie sie - trotz ihres großen Engagements - selbst gemobbt und angegriffen wurde.
Das Buch ist eine Warnung aus erster Hand. Man erfährt einiges, das man nicht für möglich gehalten hatte und wird nach Lektüre in der Debatte mitdiskutieren können.

15 von 15 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Anke aus Norderstedt am 04.10.2010 ***** sehr gut
dieses Buch ist fesselnd und ohne Schnörkel geschrieben, dabei ist der Inhalt absolut erschütternd.
Der Stoff regt noch lange nach Ende des Buches zum Nachdenken an.

5 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Dem Autor für die Bewertung danken
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Bewertung von Karin58 aus Sachsen-Anhalt am 16.09.2010 ***** sehr gut
Eine sehr arrangierte und mutige Frau. Sie zeigt nicht nur die Probleme auf, sondern auch Wege zur Lösung.
Ich hoffe, dass die aufgezeigten grausamen Wahrheiten die verantwortlichen Justizorgane dazu bewegen, in jedweder Richtung, im Sinne eines demokratischen Deutschlandes zu agieren, sonst "schaftt sich womöglich Deutschland wirklich ab".

15 von 15 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von fua10318 aus Berlin am 06.09.2010 ***** weniger gut
Das Buch ist nicht mehr oder weniger als eine altbekannte Wiederholung von Tatsachen. So, wie die Besserwisser Sarrazin und Buschkowsky (Neuköllns langgedienter Bezirksbürgermeister), wird immer nur aufgezählt: "man müsste, man sollte". Währenddessen immer nur gegenüber dem/den Anderen gefordert wird und die Maßnahmen gegenüber Migranten nicht drastisch genug sein können, bleibt man als Leser erfolglos, wenn man die kritische Betrachtung über das eigene Versagen von Justiz, Politik und Bürgerschaft bei der Integration sucht. Typisch deutsch eben!

Es gibt 3 Kommentare zu dieser Bewertung
  • Isabella aus Worpswede am 05.10.2010
    Nein, denn das Buch bringt ganz viele Informationen, die Medien und Politiker uns verschweigen.
    Gute Lösungsvorschläge werden genannt.
    Es wird erklärt, warum bestimmte Taten von …mehr
     (Inhalt anstößig?)
  • am 18.10.2010
    So viel können diese Tatsachen noch nicht wiederholt worden sein, denn die Ihrerseits sogenannten Besserwisser haben bestimmte" Fehl"-Entwicklungen erst in jüngster Zeit sehr ausführlich …mehr
     (Inhalt anstößig?)
  • Isabella aus Worpswede am 18.10.2010
    wer wie fua10318 von Wiederholungen schreibt, hat das Buch wahrscheinlich gar nicht gelesen, denn Kirsten Heisig bringt Brandaktuelles, das jeder Bürger schnellstens erfahren sollte.
     (Inhalt anstößig?)

4 von 77 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Produktinformation
  • Verlag: Herder, Freiburg
  • 2010
  • 2. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 205 S.
  • Seitenzahl: 208
  • Deutsch
  • Abmessung: 197mm x 130mm x 20mm
  • Gewicht: 238g
  • ISBN-13: 9783451302046
  • ISBN-10: 3451302047
  • Best.Nr.: 29850726

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Kurzbeschreibung

Sie werden immer brutaler und immer jünger. Gewalttätige Jugendliche finden sich keineswegs nur in Metropolen wie Berlin, Hamburg, Zürich oder Wien. Auch in Kleinstädten meiden viele von uns bestimmte Straßen, Plätze und Stadtviertel sowie nächtliche U- und S-Bahnfahrten. Eltern und Lehrer fürchten die Gewalt in ihren Schulen, Polizei und Sozialarbeiter kommen an ihre Grenzen.

Die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig ist schon lange nicht mehr bereit, dies hinzunehmen: "Wenn wir nicht rasch und konsequent handeln, wenn wir unsere Rechts- und Werteordnung nicht entschlossen durchsetzen, werden wir den Kampf gegen die Jugendgewalt verlieren."

Das ebenso provokante wie sachkundige Buch einer unbequemen und überaus mutigen Richterin.

Beschreibung

Die Gewalttäter werden jünger, brutaler, skrupelloser und die Gesellschaft mit diesem Problem hilfloser. Die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig war nicht bereit, das hinzunehmen. So wollte sie nicht akzeptieren, dass bei Jugendlichen zwischen Straftat und Gerichtsverhandlung viele Monate vergehen und entwickelte das Neuköllner Modell. Hier findet nach einfachen Delikten von Jugendlichen innerhalb von drei Wochen die Gerichtsverhandlung statt. Die schnellen Strafen haben damit einen größeren Wirkungseffekt bei Tätern und Opfern. In ihrem Buch "Das Ende der Geduld" erläutert sie das Modell und deren Durchsetzungsweg, beschreibt Lebensläufe jungendlicher Krimineller, schildert Straftaten und Verfahren, benennt die Situationen an Schulen, Jugendämtern und der Polizei. Heisig liefert Fakten und aber auch Lösungsvorschläge, wie z.B. die Vernetzung von Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendamt, Schulen, Behörden, Institutionen und Eltern funktionieren sollte. Dabei wirft sie auch einen vergleichenden Blick ins europäische Ausland.
Im ihrem Buch fordert die Richterin die Beseitigung von Handlungsdefiziten und eine ehrliche und notwendige Debatte in der Bekämpfung von Jugendkriminalität. Kirsten Heisig verstarb unerwartet Ende Juni 2010 in Berlin.

26.07.2010

Rettet die verlorenen Kinder, bevor es zu spät ist
Die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig hat mit ihrem Buch "Das Ende der Geduld" eine Streitschrift verfasst, die uns aufrütteln muss

Nur die Schlagzeilen gleichen sich: Polizei machtlos; neue Dimension der Kriminalität; Kinderdealer ohne Papiere zum x-ten Mal erwischt. Wenn es nicht so bitter wäre, könnte man die vergeblichen Versuche, den strafunmündigen Drogenkurieren beizukommen, als Teil des alljährlichen Berliner Sommertheaters abtun. Nur wird dieses Mal offener als sonst über die Herkunft der Kinder informiert. Viele werden Jahr um Jahr aus Beirut eingeschleust; in Berlin leben sie entweder in einer der arabischen Großfamilien - vor denen sich die Behörden, aber auch die Polizei fürchten - oder in einem offenen Heim für junge Flüchtlinge. Das Heim verlassen sie schnell, wenn sich die erste Aufregung über ihre gefährlichen, lukrativen Geschäfte gelegt hat, um dort alsbald wieder von der Polizei abgeliefert zu werden: folgenlos. Und weil die Heimkinder keine Papiere haben, können sie auch nicht abgeschoben werden, etwa zu ihren Eltern. Die seien, so geben sie stereotyp an, …

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26.07.2010

Was zu tun wäre
Das postume Plädoyer der Richterin Kirsten Heisig
Der junge Mann, ein Deutscher, sah die Richterin mit kalten Augen an. Mit einigen Kumpanen hatte er an einer Berliner Bushaltestelle aus Spaß einen Mann zusammengeschlagen, der auf dem Weg zur Arbeit war. Durch Schläge mit einer Eisenkette erlitt das Opfer einen Schädelbruch. Nun standen die Täter vor der Richterin. Einer weinte: Ihm ging auf, was er angerichtet hatte. Der andere konnte es nicht fassen, dass Richterin Heisig Haftbefehl erließ: „Er meinte, das könne ja wohl nicht mein Ernst sein, ihn zu inhaftieren, schließlich habe er demnächst schriftliche Prüfungen, und im Übrigen helfe es dem Opfer ja nun auch nicht mehr, wenn er in den Knast ginge.“ Doch er ging, für viele Jahre.
Yilmaz, Hussein und Kaan sind der Polizei als Intensivtäter bekannt. Körperverletzung, Vergewaltigung, Drogenhandel, systematischer Regelverstoß. Wenn sie mit Sozialarbeitern oder Polizisten konfrontiert werden, bekommen diese zu hören: „Ich scheiß auf Deutschland. Du bist Dreck unter meinen Schuhen. Du bist tot.“ Ein 15-jähriger Araber wird vom Jugendgericht zur Teilnahme an …

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Kundenbewertungen zu "Das Ende der Geduld" von "Kirsten Heisig"

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Bewertung von Ivonne Wiese aus Berlin am 11.06.2011
*****
ausgezeichnet
Buch der Berliner Jugend-Richterin, die sich das Leben nahm. Milieustudie und Biografie über jugendliche Gewalttäter in Deutschland, speziell in Berlin. Jahrzehnte langes Ankämpfen hat auch in Einzelschicksalen nicht wirklich viel gebracht. Es ist erschreckend, was in unserer Jugend vor sich geht. Wie wenig Skrupel und wenig Respekt sie besitzen. Und vor allem keinen Anspruch auf eine Zukunft für sich selbst. Das ist schon nicht mehr desillusioniert. Und am Ende fragt man sich, wohin unsere Gesellschaft steuert. Und ob man was dagegen unternehmen kann.
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Bewertung von happyseppi am 12.01.2011
*****
ausgezeichnet
Ein sehr informatives Buch, dass auch Lösungvorschläge aufzeigt.

Die Autorin berichtet objektiv von Ihren Erfahrungen als Jugendrichterin.

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Bewertung von Trenck aus Lindau am 26.10.2010
*****
ausgezeichnet
Das Buch von Frau Kirsten erschien nach ihrem angeblichen Selbstmord, der gewollt möglichst schnell in Vergesseneit geraten sollte, wobei dieser Tod mehr Fragen als Antworten offen läßt. Feststehen dürfte jedoch, daß aus Gründen der inneren Sicherheit sowohl die Medien als auch die Polizei, die Staatsanwaltschaft und die Politik einen Maulkorb verpasst bekommen haben. Warum dies ein Fall für die innere Sicherheit geworden ist, ist auch nicht schwer zu erraten.
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15 von 17 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Kritikus aus Oberreichenbach am 25.10.2010
*****
ausgezeichnet
Wir haben seit 1968 so schön multikulti geträumt. Zum Teufel mit dieser Richterin, die es gewagt hat, uns mit erschreckender Realität aufzuwecken. Wie sollen wir mit Alpträumen denn weiterschlafen?
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Bewertung von Leseratte aus Rostock am 22.10.2010
*****
sehr gut
Das Buch ist sehr informativ und stellt bei mir unweigerlich den Zusammenhang zur den aktuellen Diskussionen rund um Integrations- und Einwanderungsfragen her und hilft diese besser zu verstehen. In klarer und verständlicher Ausdrucksform werden u. a. auch die Folgen falscher Integrationspolitik aufgezeigt. Warum nur finden Menschen wie Frau Heisig so wenig Gehör bei den Verantwortlichen?
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Bewertung von Hilli1 aus Bad Fallingbostel am 21.10.2010
*****
ausgezeichnet
Sehr interessant, engagierte Richterin - versucht meines Erachtens den straffälligen Jugendlichen zu helfen, ist damit aber an ihre persönlichen Grenzen gestoßen, oder hat sie einfach resigniert ?
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Dem Autor für die Bewertung danken
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Bewertung von Isabella aus Worpswede am 05.10.2010
*****
ausgezeichnet
Kriminelle Taten und deren Hintergründe im Milieu der Täter (deutsch und nichtdeutsch) werden geschildert, über die in der Offenheit einfach nicht berichtet wird in den Medien.
Auch Lösungsvorschläge werden genannt.
Kirsten Heisig schildert auch, wie sie - trotz ihres großen Engagements - selbst gemobbt und angegriffen wurde.
Das Buch ist eine Warnung aus erster Hand. Man erfährt einiges, das man nicht für möglich gehalten hatte und wird nach Lektüre in der Debatte mitdiskutieren können.
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Bewertung von Anke aus Norderstedt am 04.10.2010
*****
sehr gut
dieses Buch ist fesselnd und ohne Schnörkel geschrieben, dabei ist der Inhalt absolut erschütternd.
Der Stoff regt noch lange nach Ende des Buches zum Nachdenken an.
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Bewertung von Karin58 aus Sachsen-Anhalt am 16.09.2010
*****
sehr gut
Eine sehr arrangierte und mutige Frau. Sie zeigt nicht nur die Probleme auf, sondern auch Wege zur Lösung.
Ich hoffe, dass die aufgezeigten grausamen Wahrheiten die verantwortlichen Justizorgane dazu bewegen, in jedweder Richtung, im Sinne eines demokratischen Deutschlandes zu agieren, sonst "schaftt sich womöglich Deutschland wirklich ab".
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Bewertung von fua10318 aus Berlin am 06.09.2010
*****
weniger gut
Das Buch ist nicht mehr oder weniger als eine altbekannte Wiederholung von Tatsachen. So, wie die Besserwisser Sarrazin und Buschkowsky (Neuköllns langgedienter Bezirksbürgermeister), wird immer nur aufgezählt: "man müsste, man sollte". Währenddessen immer nur gegenüber dem/den Anderen gefordert wird und die Maßnahmen gegenüber Migranten nicht drastisch genug sein können, bleibt man als Leser erfolglos, wenn man die kritische Betrachtung über das eigene Versagen von Justiz, Politik und Bürgerschaft bei der Integration sucht. Typisch deutsch eben!
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4 von 77 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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  • Isabella aus Worpswede am 05.10.2010
    Nein, denn das Buch bringt ganz viele Informationen, die Medien und Politiker uns verschweigen.
    Gute Lösungsvorschläge werden genannt.
    Es wird erklärt, warum bestimmte Taten von …mehr
     (Inhalt anstößig?)
  • am 18.10.2010
    So viel können diese Tatsachen noch nicht wiederholt worden sein, denn die Ihrerseits sogenannten Besserwisser haben bestimmte" Fehl"-Entwicklungen erst in jüngster Zeit sehr ausführlich …mehr
     (Inhalt anstößig?)
  • Isabella aus Worpswede am 18.10.2010
    wer wie fua10318 von Wiederholungen schreibt, hat das Buch wahrscheinlich gar nicht gelesen, denn Kirsten Heisig bringt Brandaktuelles, das jeder Bürger schnellstens erfahren sollte.
     (Inhalt anstößig?)

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

29.07.2010

Ein "Fachbuch einer Expertin", das auf Christian Denso wie das Fazit zwanzigjähriger Erfahrung wirkt. Er spricht aber auch von einer "beklemmenden" Lektüre. Und es ist die Nüchternheit der Beschreibung, die dieses Gefühl beim Kritiker provoziert. Denn was die verstorbene Berliner Jugendrichterin aus dem Problembezirk Neukölln schildere, zeuge von großer Verrohung jugendlicher Straftäter, von anlassloser Gewalt und Überforderung der Eltern sowie der Gesellschaft. Doch bei allem "Klartext", den dieses ungeschminkt verfasste Buch spreche, sei es auch eine Überraschung, zeige es Kirsten Heisig doch als das genaue Gegenteil einer "Richterin Gnadenlos", die ihre Kritiker in ihr stets sahen. Heisig spreche sich in ihrem Buch nämlich explizit und gut begründet gegen eine Verschärfung des Jugendstrafrechts, eine Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters aus und trete hier als konsequente Verfechterin des bestehenden Jugendgerichtssystems und seines Erziehungsgedankens auf.

© Perlentaucher Medien GmbH

Rezensionen und Kritik

"Es ist ein Plädoyer für nötige Ungeduld und rasches Handeln." Süddeutsche Zeitung 20100726

"Warum vermag unsere Gesellschaft Kleinkriminalität nicht mehr effektiv zu sanktionieren? Wer hat den Mechanismus lahmgelegt, daß auf Regelübertretungen eine schnelle und konsequente Strafe folgen muß? Die verstorbene Richterin Heisig zeigt aber auch auf, wie man es besser machen könnte." (druckfrisch - Neue Bücher mit Denis Scheck - ARD)

Rezension

"Es ist ein Plädoyer für nötige Ungeduld und rasches Handeln." Süddeutsche Zeitung 20100726

"Warum vermag unsere Gesellschaft Kleinkriminalität nicht mehr effektiv zu sanktionieren? Wer hat den Mechanismus lahmgelegt, daß auf Regelübertretungen eine schnelle und konsequente Strafe folgen muß? Die verstorbene Richterin Heisig zeigt aber auch auf, wie man es besser machen könnte." (druckfrisch - Neue Bücher mit Denis Scheck - ARD)"Es ist ein Plädoyer für nötige Ungeduld und rasches Handeln." (Süddeutsche Zeitung 26.07.2010)

"Warum vermag unsere Gesellschaft Kleinkriminalität nicht mehr effektiv zu sanktionieren? Wer hat den Mechanismus lahmgelegt, daß auf Regelübertretungen eine schnelle und konsequente Strafe folgen muss? Die verstorbene Richterin Heisig zeigt aber auch auf, wie man es besser machen könnte." (druckfrisch - Neue Bücher mit Denis Scheck - ARD)

"Und Das Ende der Geduld ist eine Provokation. Denn Kirsten Heisig hat auf Missstände hingewiesen, auf die Trägheit derJustiz, auf Versäumnisse der Schulen und der Jugendämter, auf Ressortdenken und mangelndes Engagement." (Die Zeit 22122010)

Rezension

"Und Das Ende der Geduld ist eine Provokation. Denn Kirsten Heisig hat auf Missstände hingewiesen, auf die Trägheit der Justiz, auf Versäumnisse der Schulen und der Jugendämter, auf Ressortdenken und mangelndes Engagement." -- Die Zeit

"Heisigs Buch ist ehrlich, authentisch, nicht darauf aus, gezielt zu provozieren. Das, was sie beschreibt reicht aus, um sich wirklich Sorgen zu machen." -- Giessener Allgemeine

Autorenporträt zu "Kirsten Heisig"

Kirsten Heisig, geb. 1961, verstarb Ende Juni 2010 in Berlin. Sie war Jugendrichterin, das von ihr wesentlich initiierte sog. "Neuköllner Modell" zeichnet sich vor allem aus durch Prävention, Abschreckung, Konsequenz und Schnelligkeit.

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