Todsünde, 6 Audio-CDs - Gerritsen, Tess

Tess Gerritsen 

Todsünde, 6 Audio-CDs

Thriller. Gekürzte Lesung. 420 Min.

Gelesen v. Hansonis, Michael
Audio CD
 
25 Kundenbewertungen
**** ausgezeichnet
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Produktbeschreibung zu Todsünde, 6 Audio-CDs

"'Todsünde' ist ein hervorragendendes Hörbuch, das auf einen raffinierten ausgeklügelten Plot beruht und vom Sprecher Michael Hansonis brillant gelesen wird. Kombiniert mit psychologisch gut durchdachten, stimmigen Charakteren und voller unerwarteter Überraschungen, bietet es einen Hörgenuss, der nichts für schwache Nerven ist." -- www.leser-welt.de

In einem Kloster nahe Boston wird die Novizin Camille Maginnes brutal erschlagen. Bei der Autopsie findet die Pathologin Maura Isles heraus, dass die junge Frau kurz vor ihrem Tod entbunden haben muss - doch von dem Baby fehlt jede Spur. Detective Jane Rizzoli - selbst schwanger - befürchtet das Schlimmste, und ein grausiger Fund gibt ihr Recht.

Der brutale Mord an einer jungen Nonne bringt Detective Jane Rizzoli und die Pathologin Maura Isles auf die Spur eines entsetzlichen Geheimnisses ...Weihnachten naht, und in Boston herrscht klirrende Kälte. In einem Kloster nahe der Stadt wird die Novizin Camille Maginnes brutal erschlagen. Bei der Autopsie findet die Pathologin Maura Isles heraus, dass die junge Frau kurz vor ihrem Tod entbunden haben muss - doch von dem Baby fehlt jede Spur. Detective Jane Rizzoli - selbst schwanger - befürchtet das Schlimmste, und ein grausiger Fund gibt ihr Recht. Dann wird eine zweite Frauenleiche entdeckt, bei der Maura Anzeichen für eine frühere Lepra-Erkrankung feststellt. Scheinbar haben die Fälle nichts miteinander zu tun - da kommt der FBI-Agent Gabriel Dean ins Spiel, der in einem weiteren Mordfall ermittelt. Gabriel, Rizzolis ehemaliger Liebhaber, stellt eine Verbindung zwischen den Opfern her und führt Jane und Maura damit geradewegs in einen Abgrund aus Neid, Zorn und Habgier ...

Produktinformation


  • ISBN-10: 3837100669
  • Best.Nr.: 25576196
  • Laufzeit: 420 Min.
"'Todsünde' ist ein hervorragendendes Hörbuch, das auf einen raffinierten ausgeklügelten Plot beruht und vom Sprecher Michael Hansonis brillant gelesen wird. Kombiniert mit psychologisch gut durchdachten, stimmigen Charakteren und voller unerwarteter Überraschungen, bietet es einen Hörgenuss, der nichts für schwache Nerven ist."

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Nein, dies ist keine Frühstückslektüre, so detailliert wie Gerritsen sich mit den einzelnen Schnitten und Organentnahmen einer Obduktion auseinandersetzt. Ist aber auch eine fiese Geschichte, mit der Pathologin Maura Isles und Detective Jane Rizzoli zu tun haben: Nicht nur wird eine junge Klosterschülerin brutal erschlagen, auch taucht wenig später eine grausam zugerichtete Leprakranke auf. Und es stellt sich heraus, dass die tote Nonne schwanger war. Doch sie ist diejenige, die ganz gewiss keine Todsünde begangen hat. Fulminanter Start, schwächelnde Mitte und 50 überflüssige Schlussseiten. Statt bei einem zwar konstruierten, aber doch knackigen und spannenden Fall zu bleiben, mischt Gerritsen immer weitere mehr oder weniger absurde Zutaten bei und erlaubt sich diverse Nebenstränge, die für sich genommen schon einen Psychothriller ergeben würden. Punkte gibt es trotzdem - für die durchaus in ihrer Perfidität und Grausamkeit als real einzustufende Haupthandlung. (bl)

"'Todsünde'ist ein äußerst gelungener Thriller, stringent konstruiert und bis zur letzten Seite spannend." (ARD)

"Eine Weltklasseautorin!" (ZDF)

"Ein spannender, äußerst verzwickter Fall." (Neue Presse, Hannover)
Tess Gerritsen war erfolgreiche Internistin, bevor ihr mit dem Thriller "Kalte Herzen" der internationale Durchbruch gelang. Seither hat sie weitere Medizinthriller geschrieben, die alle zu Bestsellern wurden. Tess Gerritsen lebt mit ihrem Mann, dem Arzt Jacob Gerritsen, und ihren beiden Söhnen in Camden, Maine.

Leseprobe zu "Todsünde, 6 Audio-CDs" von Tess Gerritsen

Prolog

Andhra Pradesh

Indien

Der Mann weigerte sich strikt, ihn auch nur einen Meter weiter zu fahren.

Kurz nachdem sie die verlassene Octagon-Fabrik passiert hatten, war die Teerstraße in einen halb zugewucherten Feldweg übergegangen. Jetzt, ein oder zwei Kilometer weiter, klagte der Fahrer, dass das Gestrüpp ihm den Lack zerkratze und der Wagen in den Schlammlöchern, die sich nach den jüngsten Regenfällen gebildet hatten, stecken zu bleiben drohe. Und dann? Dann würden sie hier festsitzen, hundertfünfzig Kilometer von Hyderabad entfernt. Howard Redfield ließ die lange Litanei der Einwände über sich ergehen und wusste doch, dass das alles nur Vorwände waren, die von dem wahren Grund für die Weigerung des Fahrers ablenken sollten. Niemand gibt gerne zu, dass er Angst hat.

Redfield hatte keine andere Wahl. Er würde zu Fuß weitergehen müssen.

Er beugte sich vor, um dem Fahrer ins Ohr zu sprechen, und ranziger Schweißgeruch stieg ihm in die Nase. Aus dem mit klappernden Holzperlen behängten Rückspiegel starrten die dunklen Augen des Fahrers ihn an.

"Sie warten doch hier auf mich, nicht wahr?", fragte Redfield. "Bleiben Sie einfach auf der Straße stehen."

"Wie lange?"

"Eine Stunde vielleicht. So lange, wie es eben dauert."

"Ich sage Ihnen doch, da gibt es nichts zu sehen. Es ist niemand mehr dort."

"Warten Sie einfach hier, okay? Warten Sie. Ich zahle Ihnen das Doppelte, wenn wir wieder in der Stadt sind."

Redfield schnappte sich seinen Rucksack, stieg aus und tauchte augenblicklich in ein Meer von Feuchtigkeit ein. Er hatte keinen Rucksack mehr getragen, seit er als junger, mittelloser Collegestudent durch Europa getrampt war, und er kam sich ein wenig komisch vor, als er sich ihn nun, als einundfünfzigjähriger Mann, über die hängenden Schultern streifte. Aber er würde den Teufel tun, in dieser Waschküche von einem Land auch nur einen Schritt ohne seine Grundausstattung zu machen - eine Flasche mit abgekochtem Trinkwasser, Insektenschutzmittel, Sonnencreme und Durchfallmedizin. Und seine Kamera - die konnte er unmöglich zurücklassen.

Schwitzend stand er in der Nachmittagssonne, blickte zum Himmel und dachte: Na großartig - die Sonne geht bald unter, und in der Dämmerung kommen die Moskitos aus ihren Löchern. Hier ist euer Abendessen, ihr kleinen Mistviecher.

Er marschierte los. Der Weg war von hohem Gras überwuchert; er stolperte über eine Furche und sank mit seinen Trekkingschuhen knöcheltief im Matsch ein. Offenbar war hier schon seit Monaten kein Fahrzeug mehr entlanggekommen, und die Natur hatte sich ihr Territorium rasch zurückerobert. Redfield blieb stehen, rang keuchend nach Luft, schlug nach Insekten. Als er sich umdrehte, war von dem Wagen nichts mehr zu sehen. Das beunruhigte ihn. Konnte er sich darauf verlassen, dass der Fahrer auf ihn warten würde? Der Mann hatte ihn nur widerstrebend so weit gefahren, und mit jedem Kilometer, den sie auf der immer holpriger werdenden Straße zurückgelegt hatten, war er nervöser geworden. Da draußen seien böse Menschen, hatte der Fahrer gesagt; schreckliche Dinge seien in dieser Gegend passiert. Sie könnten beide verschwinden, und wer würde sich dann die Mühe machen, nach ihnen zu suchen?

Redfield kämpfte sich weiter vor.

Die feuchte Luft schien immer dichter zu werden. Er konnte das Wasser in der Flasche schwappen hören, und schon jetzt quälte ihn der Durst, doch er wollte keine Pause machen. Es würde nur noch eine gute Stunde hell sein, und er hatte keine Zeit zu verlieren. Im Gras summten die Insekten, über ihm in den Kronen der Bäume schrien Vögel - das nahm er jedenfalls an, auch wenn die Geräusche nichts mit irgendwelchen Vogelstimmen gemein hatten, die er kannte. Alles an diesem Land kam ihm fremd und unwirklich vor, und in einer albtraumhaften Trance setzte er einen Fuß vor den anderen, während der Schweiß ihm die Brust hinabrann. Mit jedem Schritt schien sein Atem schneller zu gehen. Laut Karte konnten es nicht mehr als zweieinhalb Kilometer sein, doch der Marsch schien sich endlos hinzuziehen, und das Insektenschutzmittel, mit dem er sich erneut eingerieben hatte, schien die Moskitos nicht abzuschrecken. Ihr nervöses Gesumme tönte ihm in den Ohren, und bald war sein Gesicht von juckenden Quaddeln überzogen.

Erneut stolperte er in eine tiefe Furche und landete auf den Knien im hohen Gras. Da hockte er nun und spuckte einen Mund voll Grünzeug aus, entmutigt und erschöpft, am Ende seiner Kräfte. Er beschloss, dass es an der Zeit war, umzukehren. Die Segel zu streichen und nach Cincinnati zurückzufliegen. Es war nun mal weniger gefährlich, ein Feigling zu sein - und wesentlich bequemer.

Er seufzte und wollte sich eben mit der Hand am Boden abstützen, um sich aufzurichten, als er plötzlich erstarrte, den Blick auf die Erde gerichtet. Dort, zwischen den Grashalmen, glitzerte es metallisch. Es war nur ein billiger Blechknopf, aber in diesem Moment erschien er ihm wie ein Zeichen, ein Talisman. Er steckte ihn in die Hosentasche, rappelte sich auf und ging weiter.

Nach nur wenigen hundert Schritten weitete sich die Straße plötzlich zu einer von hohen Bäumen umstandenen Lichtung. Am anderen Ende erblickte er ein einzelnes Gebäude, einen niedrigen Bau aus Hohlblocksteinen mit rostigem Blechdach. Trockene Zweige trieben raschelnd in dem leichten Wind, der durch das Gras strich.

Das ist es, dachte er. Hier ist es passiert.

Sein Atem schien plötzlich zu laut. Mit pochendem Herzen streifte er seinen Rucksack ab, zog den Reißverschluss auf und nahm seine Kamera heraus. Du musst alles dokumentieren, dachte er. Octagon wird versuchen, dich als Lügner hinzustellen. Sie werden alles daransetzen, deine Aussagen in Zweifel zu ziehen, und deshalb musst du dir deine Verteidigung zurechtlegen. Du musst beweisen können, dass du die Wahrheit sagst.

Er trat auf die Lichtung hinaus und ging auf einen Haufen schwarzer Zweige zu. Als er die Äste mit der Schuhspitze anstieß, stieg ihm der beißende Geruch verkohlten Holzes in die Nase. Er wich zurück, und ein eiskalter Schauer überlief ihn.

Es waren die Überreste eines Scheiterhaufens.

Mit verschwitzen Fingern nahm er die Schutzkappe vom Objektiv und begann zu fotografieren. Das Auge an den Sucher gedrückt, schoss er ein Foto nach dem anderen. Eine niedergebrannte Hütte. Eine Kindersandale im Gras. Ein bunter Stofffetzen, herausgerissen aus einem Sari. Wohin er blickte, sah er ins Angesicht des Todes.

Er schwenkte nach rechts. Eine grüne Wand glitt vor seinem Objektiv vorüber. Gerade wollte er das nächste Foto schießen, als sein Finger auf dem Auslöser mitten in der Bewegung erstarrte.

Eine Gestalt huschte am äußersten Rand des Bildausschnitts vorüber.

Er ließ die Kamera sinken und hob den Kopf, starrte zum Waldrand hinüber. Doch es war nichts mehr zu sehen, nur die Äste, die sich im Wind wiegten.

Da - hatte sich da nicht am Rand seines Gesichtsfelds etwas bewegt? Nur für einen Sekundenbruchteil hatte er eine dunkle Gestalt zwischen den Bäumen erblickt. War es ein Affe gewesen? Er musste weiterfotografieren. Das Tageslicht schwand rapide.

Er ging an einem gemauerten Brunnen vorbei auf das Gebäude mit dem Blechdach zu. Das hohe Gras streifte seine Hosenbeine, während seine Blicke nach links und rechts schossen. Als er näher kam, erkannte er, dass die Mauern des Gebäudes von Rauch geschwärzt waren. Vor dem Eingang lag ein Haufen Asche mit verkohlten Aststücken darin. Noch ein Scheiterhaufen.

Er machte einen Bogen darum und warf einen Blick durch die offene Tür.

Zuerst konnte er in dem Dämmerlicht kaum etwas erkennen. Die Nacht brach schon herein, und drinnen war es noch dunkler, eine Palette von Schwarz- und Grautönen. Er verharrte einen Moment regungslos, während seine Augen sich an die Dunkelheit gewöhnten. Mit wachsendem Erstaunen registrierte er das Glitzern von frischem Wasser in einem irdenen Krug. Den Duft von Gewürzen. Wie war das möglich?

Hinter ihm knackte ein Zweig.

Er wirbelte herum.

Auf der Lichtung stand eine einsame Gestalt. Das Rauschen in den Bäumen ringsum hatte sich gelegt, und selbst die Vögel waren verstummt. Die Gestalt kam mit merkwürdig ungelenken Bewegungen auf Redfield zu und blieb wenige Schritte vor ihm stehen.

Die Kamera fiel ihm aus den Händen. Er wich entsetzt zurück, den Blick auf die Gestalt geheftet.

Es war eine Frau. Und sie hatte kein Gesicht.

1

Man nannte sie die "Königin der Toten".

Zwar wagte es niemand, den Spitznamen in ihrer Gegenwart auszusprechen, doch ab und zu hörte sie, wie sich die Leute ihn hinter ihrem Rücken zuflüsterten, wenn sie zwischen Tatort, Leichenschauhaus und Gerichtssaal ihrem düsteren Geschäft nachging. Bisweilen konnte sie einen Unterton von finsterem Sarkasmus aus den Kommentaren heraushören: Ach, sieh da, die Herrin der Unterwelt holt wieder eine arme Seele in ihr Reich! Manchmal schwang auch ein nervöses Tremolo in den geflüsterten Bemerkungen mit, wie in dem Getuschel der Frommen, wenn ein gottloser Fremder vorübergeht. Es war die Unruhe derer, die nicht begreifen konnten, warum sie freiwillig in den Fußstapfen der Toten wandelte. Macht ihr das vielleicht Spaß?, fragten sie sich. Übt die Berührung von erkaltetem Fleisch, der Geruch der Verwesung einen solchen Reiz auf sie aus, dass sie dafür den Lebenden den Rücken kehrt? Sie finden das einfach nicht normal - sie werfen ihr verstörte Blicke zu und registrieren Details, die sie nur in ihrer Überzeugung bestärken, dass sie ein ziemlich schräger Vogel ist. Die elfenbeinfarbene Haut, das rabenschwarze Haar mit dem schlichten Kleopatra-Schnitt; die grellrot geschminkten Lippen, wie eine blutige Wunde. Wer außer ihr trägt denn zu einer Leichenuntersuchung Lippenstift? Aber vor allem ist es ihre unerschütterliche Ruhe, die diese Beobachter beunruhigt, die kühle, hoheitsvolle Miene, mit der sie einen grausigen Anblick aufnimmt, bei dem sich ihnen selbst der Magen umdreht. Im Gegensatz zu ihnen wendet sie sich nicht angewidert ab. Im Gegenteil, sie beugt sich herab, geht ganz nahe heran, tastet - und schnuppert.

Und später schwingt sie dann unter den grellen Lampen ihres Autopsiesaals das Skalpell.

So wie jetzt. Ruhig führte sie die Klinge durch die gekühlte Haut, durch das gelblich glänzende subkutane Fett. Ein Mann, der eine Vorliebe für Hamburger und Pommes frites gehabt hatte, dachte sie, als sie zu einer gewöhnlichen Gartenschere griff, um die Rippen zu durchtrennen und den dreieckigen Schild des Brustbeins anzuheben, wie man die Tür eines Tresors öffnet, um an die darin verborgenen Juwelen heranzukommen.

Das Herz lag in seinem schwammigen Bett aus Lungengewebe. Neunundfünfzig Jahre lang hatte es das Blut durch die Adern von Mr. Samuel Knight gepumpt. Es war mit ihm gewachsen, mit ihm gealtert, hatte sich verändert in dem Maße, wie aus seinem einst jugendlich-muskulösen Körper allmählich diese Ansammlung von Fettpolstern geworden war. Jede Pumpe versagt irgendwann den Dienst, so auch das Herz in Mr. Knights Brust. Er hatte in seinem Hotelzimmer in Boston vor dem Fernseher gesessen, ein Glas Whisky aus der Minibar neben sich auf dem Nachttisch, als es seinen letzten Schlag getan hatte.

Sie stellte keine Spekulationen darüber an, welches seine letzten Gedanken gewesen waren, oder ob er vielleicht Schmerzen oder Angst empfunden hatte. Auch wenn sie seinen Körper in allen intimen Einzelheiten erkundete, auch wenn sie seine Haut aufschlitzte und sein Herz in den Händen hielt, blieb Mr. Samuel Knight für sie ein Fremder - stumm und anspruchslos, bereit, ihr seine sämtlichen Geheimnisse zu offenbaren. Die Toten sind geduldig. Sie beklagen sich nicht, sie drohen und sie schmeicheln nicht.

Die Toten verletzen uns nicht; das tun nur die Lebenden.

Mit ruhigen, effizienten Bewegungen schnitt sie nun die Thoraxorgane heraus und legte das Herz vorsichtig in eine Schale. Draußen fiel der erste Schnee des Dezembers, kleine weiße Flocken, die mit leisem Knistern an die Fensterscheiben prasselten und sich auf den Asphalt senkten. Doch hier im Labor waren die einzigen Geräusche das Plätschern des Wassers und das Surren des Ventilators. Mauras Assistent Yoshima glitt lautlos durch den Raum; es war beinahe unheimlich, wie er ihren Anweisungen zuvorkam und immer dann an ihrer Seite auftauchte, wenn sie ihn brauchte. Sie arbeiteten erst anderthalb Jahre zusammen, und doch funktionierten sie schon wie ein einziger Organismus, verbunden durch die Telepathie zweier logisch denkender Gehirne. Sie musste ihn nicht bitten, die Lampe neu auszurichten - es war bereits passiert: Der Lichtstrahl fiel auf das bluttriefende Herz, und die Schere hielt er auch schon in der Hand, sie musste sie nur noch entgegennehmen.

Die dunkel gefleckte Wand der rechten Herzkammer und die weißliche Narbe an der Spitze des Organs erzählten ihr die traurige Geschichte dieses Herzens. Durch einen Myokardinfarkt, der sich vor Monaten oder gar Jahren ereignet hatte, war bereits ein Teil der linken Ventrikelwand zerstört worden. Und irgendwann innerhalb der letzten vierundzwanzig Stunden war es dann zu einem neuerlichen Infarkt gekommen. Eine Thrombose hatte die rechte Koronararterie verstopft und damit die Blutversorgung des rechten Kammermuskels unterbunden.

Sie resezierte Gewebe für die Histologie, doch sie wusste bereits, was sie unter dem Mikroskop finden würde. Blutgerinnsel und nekrotisiertes Gewebe. Die Invasion der weißen Blutkörperchen, die wie eine Armee zur Verteidigung herbeiströmten. Vielleicht hatte Mr. Samuel Knight die Beschwerden in seiner Brust schlicht für Sodbrennen gehalten. Ein allzu üppiges Mittagessen - hätte mich wohl doch bei den Zwiebeln ein bisschen zurückhalten sollen. Nun, ein Beutel Maaloxan würde sicher Abhilfe schaffen. Oder womöglich hatte es noch bedrohlichere Anzeichen gegeben, die er aber geflissentlich ignoriert hatte: das Druckgefühl auf der Brust, die Kurzatmigkeit. Gewiss war es ihm nicht in den Sinn gekommen, dass er einen Herzinfarkt hatte.

Dass er tags darauf seinen massiven Herzrhythmusstörungen erliegen würde.

Jetzt lag das Herz aufgeschnitten auf dem Sektionsbrett. Ihr Blick fiel auf den seiner Organe beraubten Brustkorb. So endet also deine Dienstreise nach Boston, dachte sie. Ein Fall ohne große Überraschungen. Keine Anzeichen für einen gewaltsamen Tod - wenn man von der schleichenden Gewalt absieht, die du deinem eigenen Körper zugefügt hast, Mr. Samuel Knight.

Die Sprechanlage knackte. "Dr. Isles?" Es war Louise, ihre Sekretärin.

"Ja?"

"Detective Rizzoli ist am Apparat und will Sie sprechen. Können Sie den Anruf annehmen?"

"Ja, ich gehe dran."

Maura streifte die Latexhandschuhe ab und ging zum Wandtelefon. Yoshima, der am Waschbecken gestanden und Instrumente gespült hatte, drehte den Wasserhahn zu. Er wandte sich zu ihr um und beobachtete sie mit seinen ruhigen Tigeraugen. Yoshima wusste genau, was ein Anruf von Rizzoli bedeutete.

Als Maura schließlich auflegte, fing sie seinen fragenden Blick auf.

"Heute geht es früh los", meinte sie. Dann zog sie ihren Kittel aus und machte sich auf, um ein neues Opfer in ihr Reich zu holen.

Der morgendliche Schneefall war mittlerweile in eine tückische Mischung aus Schnee und Eisregen übergegangen, und von den Räumfahrzeugen der Stadt war weit und breit nichts zu sehen. Vorsichtig lenkte sie den Wagen den Jamaica Riverway entlang. Zischend pflügten die Reifen durch den tiefen Schneematsch, und die Scheibenwischer kratzten über die vereiste Windschutzscheibe. Es war der erste Schnee dieses Winters, und die Autofahrer hatten sich noch nicht auf die veränderten Bedingungen eingestellt. Einige Pechvögel waren bereits von der Straße abgekommen, und einmal passierte sie einen Streifenwagen, der mit flackerndem Blaulicht am Straßenrand stand. Ein Polizist und der Fahrer eines Abschleppwagens waren ausgestiegen und blickten in den Straßengraben, wo ein verunglücktes Auto auf der Seite lag.

Die Räder ihres Lexus begannen nach links auszubrechen, und für einen Moment sah es so aus, als steuerte sie direkt auf den Gegenverkehr zu. In Panik stieg sie auf die Bremse und spürte, wie das elektronische Stabilitätsprogramm des Wagens in Aktion trat. Mit wild pochendem Herzen lenkte sie ihr Fahrzeug auf ihre eigene Spur zurück. Verdammter Mist, dachte sie. Ich ziehe wieder nach Kalifornien. Sie verlangsamte die Fahrt zu einem ängstlichen Schleichen, ohne sich daran zu stören, dass die Leute hinter ihr zu hupen begannen und sie den ganzen Verkehr aufhielt. Na los, überholt mich doch, ihr Idioten. Ich habe schon zu viele Fahrer von eurer Sorte auf den Sektionstisch gekriegt.

Bald hatte sie Jamaica Plain erreicht, ein Stadtviertel im Bostoner Westen mit alten Villen und Herrenhäusern, ausgedehnten Grünflächen, ruhigen Parkanlagen und Spazierwegen am Fluss. Im Sommer bot diese grüne Oase Zuflucht vor dem Lärm und der unerträglichen Hitze der Bostoner City, doch an einem Tag wie diesem, wenn der Himmel verhangen war und ein eisiger Wind über die öden Grasflächen fegte, überwog der Eindruck von Trostlosigkeit und Leere.

[Leseprobe, S. 7-18]

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Kundenbewertungen zu "Todsünde, 6 Audio-CDs" von "Tess Gerritsen"

Durchschnittliche Kundenbewertung 4.6 von 5 Sterne bei 25 Bewertungen **** ausgezeichnet
(aus 25 Bewertungen)
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Bewertung von tassieteufel am 30.09.2011 ***** gut
Weihnachten steht vor der Tür und in Boston herrscht klirrende Kälte, als in einem Kloster nahe der Stadt 2 Nonnen brutal überfallen werden. Die ältere Nonne Ursula kann schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden, für die junge Novizin Camille kommt jede Hilfe zu spät. Doch schon bei der Autopsie stellt Maura Isles fest, das die Tote erst vor kurzem ein Kind zur Welt gebracht hat. Jane Rizzoli, die eigentlich genug andere Probleme hat, beginnt in dem Fall zu ermitteln, als eine zweite Frauenleiche mit seltsamem Ausschlag und ohne Hände und Füße gefunden wird. Zunächst scheinen beide Fälle nichts miteinander zu tun zu haben, doch im Laufe der Ermittlungen treten Verbindungen zwischen den Fällen auf.
Insgesamt hat mich das Buch doch etwas zwiespältig zurück gelassen, den Anfang fand ich sehr spannend, die leicht gruselige Atmosphäre in dem nur noch von wenigen alten Nonnen bewohnten Kloster ließ auf einen spannenden Thriller hoffen, doch leider flacht das Buch dann recht schnell ab. An sich hab ich nichts dagegen, wenn auch mal das Privatleben der Ermittler ein wenig Raum einnimmt, aber hier war es eindeutig zu viel. Die Einblicke in Rizzolis und Isles Leben nehmen der eigentlichen Story zu viel Platz weg als das es im Krimifall noch richtig spannend werden kann. Auch hat sich mir dann das Motiv des Mörders nicht wirklich erschlossen sondern schien ehr an den Haaren herbeigezogen, dabei hätte aus den Vorgaben
doch eine ganze Menge mehr gemacht werden können und dem Buch hätten etwas weniger privates von den Ermittlern und mehr Infos zu der Sache in Indien auf jeden Fall gut getan.

Fazit: durch einen flüssigen Schreibstil liest sich das Buch gut weg, aber durch die vielen Einblicke in das Privatleben der Ermittler verzettelt sich die Story zu sehr in Nebenschauplätzen um wirklich spannend zu sein, da helfen auch nicht die blutigen Details und das recht dünne Motiv des Mörders trägt auch die dazu bei, das man als Leser das Buch am Ende zufrieden zuschlägt.

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Bewertung von sawa aus Bad Schwalbach am 12.09.2010 ***** ausgezeichnet
Das Buch ist genauso spannend wie die vorherigen Bände. Hat man einmal angefangen, legt man das Buch nicht mehr aus der Hand.

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Bewertung von Vampi aus Celle am 12.08.2010 ***** ausgezeichnet
Natürlich ist auch der dritte Teil der Jane Rizzoli Reihe sehr spannend obwohl er nicht so brutal ist wie das letzte Hörbuch.

Dieses mal wir in einem Nonnenkloster die Leiche einer jungen Novizin und dann auch noch eine schwer verletzte Nonne gefunden. Bei der Autopsie entdeckt Dr. Isles dan auch noch das die junge Novizin vor wenige Tagen ein Kind auf die Welt gebracht haben muss. Und dann wird in einem verlassenem Haus eine weitere Leiche gefunden die bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt worden ist. Bei der Toten Frau findet sie anzeichen einer Lepraerkrankung und Dr. Maura Isles und Jane Rizzoli glauben das die Totesfälle irgendwie eine Verbindung miteinander haben.

Auch dieses Hörbuch kann ich euch Thriller Fans unter uns nur empfehlen.

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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 25.09.2009 ***** sehr gut
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Weihnachten naht, und in Boston herrscht klirrende Kälte. In einem Kloster nahe der Stadt ist die Novizin Camille Maginnes brutal erschlagen worden. Bei der Autopsie findet die Pathologin Maura Isles heraus, dass die junge Frau kurze Zeit vor ihrem Tod entbunden haben muss - doch von dem Kind fehlt jede Spur. Dann wird eine zweite Frauenleiche gefunden, bei der Maura Anzeichen für eine frühere Lepra-Erkrankung feststellt. Detective Jane Rizzoli, die mit den Ermittlungen betraut wird, und Maura Isles vermuten eine Verbindung der beiden Fälle. Und die Entdeckung eines grausamen Geheimnisses gibt Jane und Maura auf schreckliche Weise Recht ...

Wieder ein sehr spannender Roman von Tess Gerritsen.

Es ist erstaunlich, wie es der Autorin gelingt, den Leser/Hörer durch das ganze Chaos zu Zusammenhängen und schließlich zur Lösung des Falles zu führen.
Trotz unterschiedlicher Schauplätze und Zusammenhängen, die dem Leser zunächst verborgen bleiben, hat man nicht das Gefühl zwischendurch nicht mehr durchzublicken.

Toll gemacht

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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 25.09.2009 ***** sehr gut
Beschreibung
Weihnachten naht, und in Boston herrscht klirrende Kälte. In einem Kloster nahe der Stadt ist die Novizin Camille Maginnes brutal erschlagen worden. Bei der Autopsie findet die Pathologin Maura Isles heraus, dass die junge Frau kurze Zeit vor ihrem Tod entbunden haben muss - doch von dem Kind fehlt jede Spur. Dann wird eine zweite Frauenleiche gefunden, bei der Maura Anzeichen für eine frühere Lepra-Erkrankung feststellt. Detective Jane Rizzoli, die mit den Ermittlungen betraut wird, und Maura Isles vermuten eine Verbindung der beiden Fälle. Und die Entdeckung eines grausamen Geheimnisses gibt Jane und Maura auf schreckliche Weise Recht ...

Wieder ein sehr spannender Roman von Tess Gerritsen.

Es ist erstaunlich, wie es der Autorin gelingt, den Leser durch das ganze Chaos zu Zusammenhänegen und schließlich zur Lösung des Falles zu führen.
Trotz unterschiedlicher Schauplätze und Zusammenhängen, die dem Leser zunächst verborgen bleiben, hat man nicht das Gefühl zwischendurch nicht mehr durchzublicken.

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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 25.09.2009 ***** sehr gut
Beschreibung
Weihnachten naht, und in Boston herrscht klirrende Kälte. In einem Kloster nahe der Stadt ist die Novizin Camille Maginnes brutal erschlagen worden. Bei der Autopsie findet die Pathologin Maura Isles heraus, dass die junge Frau kurze Zeit vor ihrem Tod entbunden haben muss - doch von dem Kind fehlt jede Spur. Dann wird eine zweite Frauenleiche gefunden, bei der Maura Anzeichen für eine frühere Lepra-Erkrankung feststellt. Detective Jane Rizzoli, die mit den Ermittlungen betraut wird, und Maura Isles vermuten eine Verbindung der beiden Fälle. Und die Entdeckung eines grausamen Geheimnisses gibt Jane und Maura auf schreckliche Weise Recht ...

Wieder ein sehr spannender Roman von Tess Gerritsen.

Es ist erstaunlich, wie es der Autorin gelingt, den Leser durch das ganze Chaos zu Zusammenhänegen und schließlich zur Lösung des Falles zu führen.
Trotz unterschiedlicher Schauplätze und Zusammenhängen, die dem Leser zunächst verborgen bleiben, hat man nicht das Gefühl zwischendurch nicht mehr durchzublicken.

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Bewertung von Puschel aus Nähe Hannover am 04.05.2009 ***** sehr gut
Mal wieder ein sehr spannendes Buch von Tess Gerritsen - von der ersten bis zur letzten Seite!
Ich kann es nur empfehlen, also viel Spaß beim Lesen :o)

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Bewertung von Manu aus Essen am 14.10.2008 ***** ausgezeichnet
Total spannend. Man kann und will das Buch gar nicht mehr weg legen. Die Leute in dem Buch wachsen einem direkt ans Herz und man muß mehr von und mit Ihnen lesen.

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Bewertung von Tom Bleschke aus Heidenau am 25.06.2008 ***** sehr gut
"Todsünde" ist von den Jane Rizzoli und Maura Isles Romanen leider der langweiligste, allerdings sollte man Wissen, was langweilig bei Tess Gerritsen heißt: Trotzdem Spannung bis zum Schluss - ein gelungener Thriller mit zwischenmenschlichen Konflikten und mystheriösen Geschehnissen. Es lohnt sich das Buch zu lesen, besonders Freunde von religiösen Thriller kommen hier auf den Geschmack - Dan Browns "Illuminati" lässt grüßen!

Das Werk lässt sich sehr flüssig lesen und enthält typisch für Gerritsen wieder Unmengen an medizinischen und padologischen Fachtermini.

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Bewertung von Leseratte aus karlsruhe am 11.03.2008 ***** ausgezeichnet
Ein Phantastisches Buch ....mein erstes von T.Gerritsen komme garnicht mehr mit dem kaufen nach kann ihre Bücher einfach nicht beiseite legen muß immerzu lesen so spannend sind sie!!!!!

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Produktbeschreibung zu "Todsünde, 6 Audio-CDs"

Kurzbeschreibung

"'Todsünde' ist ein hervorragendendes Hörbuch, das auf einen raffinierten ausgeklügelten Plot beruht und vom Sprecher Michael Hansonis brillant gelesen wird. Kombiniert mit psychologisch gut durchdachten, stimmigen Charakteren und voller unerwarteter Überraschungen, bietet es einen Hörgenuss, der nichts für schwache Nerven ist." -- www.leser-welt.de

Beschreibung

In einem Kloster nahe Boston wird die Novizin Camille Maginnes brutal erschlagen. Bei der Autopsie findet die Pathologin Maura Isles heraus, dass die junge Frau kurz vor ihrem Tod entbunden haben muss - doch von dem Baby fehlt jede Spur. Detective Jane Rizzoli - selbst schwanger - befürchtet das Schlimmste, und ein grausiger Fund gibt ihr Recht.

Der brutale Mord an einer jungen Nonne bringt Detective Jane Rizzoli und die Pathologin Maura Isles auf die Spur eines entsetzlichen Geheimnisses ...Weihnachten naht, und in Boston herrscht klirrende Kälte. In einem Kloster nahe der Stadt wird die Novizin Camille Maginnes brutal erschlagen. Bei der Autopsie findet die Pathologin Maura Isles heraus, dass die junge Frau kurz vor ihrem Tod entbunden haben muss - doch von dem Baby fehlt jede Spur. Detective Jane Rizzoli - selbst schwanger - befürchtet das Schlimmste, und ein grausiger Fund gibt ihr Recht. Dann wird eine zweite Frauenleiche entdeckt, bei der Maura Anzeichen für eine frühere Lepra-Erkrankung feststellt. Scheinbar haben die Fälle nichts miteinander zu tun - da kommt der FBI-Agent Gabriel Dean ins Spiel, der in einem weiteren Mordfall ermittelt. Gabriel, Rizzolis ehemaliger Liebhaber, stellt eine Verbindung zwischen den Opfern her und führt Jane und Maura damit geradewegs in einen Abgrund aus Neid, Zorn und Habgier ...

Leseprobe zu "Todsünde, 6 Audio-CDs" von Tess Gerritsen

Prolog

Andhra Pradesh

Indien

Der Mann weigerte sich strikt, ihn auch nur einen Meter weiter zu fahren.

Kurz nachdem sie die verlassene Octagon-Fabrik passiert hatten, war die Teerstraße in einen halb zugewucherten Feldweg übergegangen. Jetzt, ein oder zwei Kilometer weiter, klagte der Fahrer, dass das Gestrüpp ihm den Lack zerkratze und der Wagen in den Schlammlöchern, die sich nach den jüngsten Regenfällen gebildet hatten, stecken zu bleiben drohe. Und dann? Dann würden sie hier festsitzen, hundertfünfzig Kilometer von Hyderabad entfernt. Howard Redfield ließ die lange Litanei der Einwände über sich ergehen und wusste doch, dass das alles nur Vorwände waren, die von dem wahren Grund für die Weigerung des Fahrers ablenken sollten. Niemand gibt gerne zu, dass er Angst hat.

Redfield hatte keine andere Wahl. Er würde zu Fuß weitergehen müssen.

Er beugte sich vor, um dem Fahrer ins Ohr zu sprechen, und ranziger Schweißgeruch stieg ihm in die Nase. Aus dem mit klappernden Holzperlen behängten Rückspiegel starrten die dunklen Augen des Fahrers ihn an.

"Sie warten doch hier auf mich, nicht wahr?", fragte …

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Kundenbewertungen zu "Todsünde, 6 Audio-CDs" von "Tess Gerritsen"

Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 25 Bewertungen):
4.6 von 5 Sterne bei 25 Bewertungen ****
ausgezeichnet
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Bewertung von tassieteufel am 30.09.2011
*****
gut
Weihnachten steht vor der Tür und in Boston herrscht klirrende Kälte, als in einem Kloster nahe der Stadt 2 Nonnen brutal überfallen werden. Die ältere Nonne Ursula kann schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden, für die junge Novizin Camille kommt jede Hilfe zu spät. Doch schon bei der Autopsie stellt Maura Isles fest, das die Tote erst vor kurzem ein Kind zur Welt gebracht hat. Jane Rizzoli, die eigentlich genug andere Probleme hat, beginnt in dem Fall zu ermitteln, als eine zweite Frauenleiche mit seltsamem Ausschlag und ohne Hände und Füße gefunden wird. Zunächst scheinen beide Fälle nichts miteinander zu tun zu haben, doch im Laufe der Ermittlungen treten Verbindungen zwischen den Fällen auf.
Insgesamt hat mich das Buch doch etwas zwiespältig zurück gelassen, den Anfang fand ich sehr spannend, die leicht gruselige Atmosphäre in dem nur noch von wenigen alten Nonnen bewohnten Kloster ließ auf einen spannenden Thriller hoffen, doch leider flacht das Buch dann recht schnell ab. An sich hab ich nichts dagegen, wenn auch mal das Privatleben der Ermittler ein wenig Raum einnimmt, aber hier war es eindeutig zu viel. Die Einblicke in Rizzolis und Isles Leben nehmen der eigentlichen Story zu viel Platz weg als das es im Krimifall noch richtig spannend werden kann. Auch hat sich mir dann das Motiv des Mörders nicht wirklich erschlossen sondern schien ehr an den Haaren herbeigezogen, dabei hätte aus den Vorgaben
doch eine ganze Menge mehr gemacht werden können und dem Buch hätten etwas weniger privates von den Ermittlern und mehr Infos zu der Sache in Indien auf jeden Fall gut getan.

Fazit: durch einen flüssigen Schreibstil liest sich das Buch gut weg, aber durch die vielen Einblicke in das Privatleben der Ermittler verzettelt sich die Story zu sehr in Nebenschauplätzen um wirklich spannend zu sein, da helfen auch nicht die blutigen Details und das recht dünne Motiv des Mörders trägt auch die dazu bei, das man als Leser das Buch am Ende zufrieden zuschlägt.
Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch
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3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von sawa aus Bad Schwalbach am 12.09.2010
*****
ausgezeichnet
Das Buch ist genauso spannend wie die vorherigen Bände. Hat man einmal angefangen, legt man das Buch nicht mehr aus der Hand.
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1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Vampi aus Celle am 12.08.2010
*****
ausgezeichnet
Natürlich ist auch der dritte Teil der Jane Rizzoli Reihe sehr spannend obwohl er nicht so brutal ist wie das letzte Hörbuch.

Dieses mal wir in einem Nonnenkloster die Leiche einer jungen Novizin und dann auch noch eine schwer verletzte Nonne gefunden. Bei der Autopsie entdeckt Dr. Isles dan auch noch das die junge Novizin vor wenige Tagen ein Kind auf die Welt gebracht haben muss. Und dann wird in einem verlassenem Haus eine weitere Leiche gefunden die bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt worden ist. Bei der Toten Frau findet sie anzeichen einer Lepraerkrankung und Dr. Maura Isles und Jane Rizzoli glauben das die Totesfälle irgendwie eine Verbindung miteinander haben.

Auch dieses Hörbuch kann ich euch Thriller Fans unter uns nur empfehlen.
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0 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 25.09.2009
*****
sehr gut
Beschreibung
Weihnachten naht, und in Boston herrscht klirrende Kälte. In einem Kloster nahe der Stadt ist die Novizin Camille Maginnes brutal erschlagen worden. Bei der Autopsie findet die Pathologin Maura Isles heraus, dass die junge Frau kurze Zeit vor ihrem Tod entbunden haben muss - doch von dem Kind fehlt jede Spur. Dann wird eine zweite Frauenleiche gefunden, bei der Maura Anzeichen für eine frühere Lepra-Erkrankung feststellt. Detective Jane Rizzoli, die mit den Ermittlungen betraut wird, und Maura Isles vermuten eine Verbindung der beiden Fälle. Und die Entdeckung eines grausamen Geheimnisses gibt Jane und Maura auf schreckliche Weise Recht ...

Wieder ein sehr spannender Roman von Tess Gerritsen.

Es ist erstaunlich, wie es der Autorin gelingt, den Leser/Hörer durch das ganze Chaos zu Zusammenhängen und schließlich zur Lösung des Falles zu führen.
Trotz unterschiedlicher Schauplätze und Zusammenhängen, die dem Leser zunächst verborgen bleiben, hat man nicht das Gefühl zwischendurch nicht mehr durchzublicken.

Toll gemacht
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7 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 25.09.2009
*****
sehr gut
Beschreibung
Weihnachten naht, und in Boston herrscht klirrende Kälte. In einem Kloster nahe der Stadt ist die Novizin Camille Maginnes brutal erschlagen worden. Bei der Autopsie findet die Pathologin Maura Isles heraus, dass die junge Frau kurze Zeit vor ihrem Tod entbunden haben muss - doch von dem Kind fehlt jede Spur. Dann wird eine zweite Frauenleiche gefunden, bei der Maura Anzeichen für eine frühere Lepra-Erkrankung feststellt. Detective Jane Rizzoli, die mit den Ermittlungen betraut wird, und Maura Isles vermuten eine Verbindung der beiden Fälle. Und die Entdeckung eines grausamen Geheimnisses gibt Jane und Maura auf schreckliche Weise Recht ...

Wieder ein sehr spannender Roman von Tess Gerritsen.

Es ist erstaunlich, wie es der Autorin gelingt, den Leser durch das ganze Chaos zu Zusammenhänegen und schließlich zur Lösung des Falles zu führen.
Trotz unterschiedlicher Schauplätze und Zusammenhängen, die dem Leser zunächst verborgen bleiben, hat man nicht das Gefühl zwischendurch nicht mehr durchzublicken.

Toll gemacht
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2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 25.09.2009
*****
sehr gut
Beschreibung
Weihnachten naht, und in Boston herrscht klirrende Kälte. In einem Kloster nahe der Stadt ist die Novizin Camille Maginnes brutal erschlagen worden. Bei der Autopsie findet die Pathologin Maura Isles heraus, dass die junge Frau kurze Zeit vor ihrem Tod entbunden haben muss - doch von dem Kind fehlt jede Spur. Dann wird eine zweite Frauenleiche gefunden, bei der Maura Anzeichen für eine frühere Lepra-Erkrankung feststellt. Detective Jane Rizzoli, die mit den Ermittlungen betraut wird, und Maura Isles vermuten eine Verbindung der beiden Fälle. Und die Entdeckung eines grausamen Geheimnisses gibt Jane und Maura auf schreckliche Weise Recht ...

Wieder ein sehr spannender Roman von Tess Gerritsen.

Es ist erstaunlich, wie es der Autorin gelingt, den Leser durch das ganze Chaos zu Zusammenhänegen und schließlich zur Lösung des Falles zu führen.
Trotz unterschiedlicher Schauplätze und Zusammenhängen, die dem Leser zunächst verborgen bleiben, hat man nicht das Gefühl zwischendurch nicht mehr durchzublicken.

Toll gemacht.
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Bewertung von Puschel aus Nähe Hannover am 04.05.2009
*****
sehr gut
Mal wieder ein sehr spannendes Buch von Tess Gerritsen - von der ersten bis zur letzten Seite!
Ich kann es nur empfehlen, also viel Spaß beim Lesen :o)
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Bewertung von Manu aus Essen am 14.10.2008
*****
ausgezeichnet
Total spannend. Man kann und will das Buch gar nicht mehr weg legen. Die Leute in dem Buch wachsen einem direkt ans Herz und man muß mehr von und mit Ihnen lesen.
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Bewertung von Tom Bleschke aus Heidenau am 25.06.2008
*****
sehr gut
"Todsünde" ist von den Jane Rizzoli und Maura Isles Romanen leider der langweiligste, allerdings sollte man Wissen, was langweilig bei Tess Gerritsen heißt: Trotzdem Spannung bis zum Schluss - ein gelungener Thriller mit zwischenmenschlichen Konflikten und mystheriösen Geschehnissen. Es lohnt sich das Buch zu lesen, besonders Freunde von religiösen Thriller kommen hier auf den Geschmack - Dan Browns "Illuminati" lässt grüßen!

Das Werk lässt sich sehr flüssig lesen und enthält typisch für Gerritsen wieder Unmengen an medizinischen und padologischen Fachtermini.
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1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Leseratte aus karlsruhe am 11.03.2008
*****
ausgezeichnet
Ein Phantastisches Buch ....mein erstes von T.Gerritsen komme garnicht mehr mit dem kaufen nach kann ihre Bücher einfach nicht beiseite legen muß immerzu lesen so spannend sind sie!!!!!
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Rezensionen und Kritik

"'Todsünde' ist ein hervorragendendes Hörbuch, das auf einen raffinierten ausgeklügelten Plot beruht und vom Sprecher Michael Hansonis brillant gelesen wird. Kombiniert mit psychologisch gut durchdachten, stimmigen Charakteren und voller unerwarteter Überraschungen, bietet es einen Hörgenuss, der nichts für schwache Nerven ist."

Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag

Nein, dies ist keine Frühstückslektüre, so detailliert wie Gerritsen sich mit den einzelnen Schnitten und Organentnahmen einer Obduktion auseinandersetzt. Ist aber auch eine fiese Geschichte, mit der Pathologin Maura Isles und Detective Jane Rizzoli zu tun haben: Nicht nur wird eine junge Klosterschülerin brutal erschlagen, auch taucht wenig später eine grausam zugerichtete Leprakranke auf. Und es stellt sich heraus, dass die tote Nonne schwanger war. Doch sie ist diejenige, die ganz gewiss keine Todsünde begangen hat. Fulminanter Start, schwächelnde Mitte und 50 überflüssige Schlussseiten. Statt bei einem zwar konstruierten, aber doch knackigen und spannenden Fall zu bleiben, mischt Gerritsen immer weitere mehr oder weniger absurde Zutaten bei und erlaubt sich diverse Nebenstränge, die für sich genommen schon einen Psychothriller ergeben würden. Punkte gibt es trotzdem - für die durchaus in ihrer Perfidität und Grausamkeit als real einzustufende Haupthandlung. (bl)

Rezension

"'Todsünde'ist ein äußerst gelungener Thriller, stringent konstruiert und bis zur letzten Seite spannend." (ARD)

"Eine Weltklasseautorin!" (ZDF)

"Ein spannender, äußerst verzwickter Fall." (Neue Presse, Hannover)

Autorenporträt zu "Tess Gerritsen"

Tess Gerritsen war erfolgreiche Internistin, bevor ihr mit dem Thriller "Kalte Herzen" der internationale Durchbruch gelang. Seither hat sie weitere Medizinthriller geschrieben, die alle zu Bestsellern wurden. Tess Gerritsen lebt mit ihrem Mann, dem Arzt Jacob Gerritsen, und ihren beiden Söhnen in Camden, Maine.

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