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Benutzername: tassieteufel
Danksagungen: 1926 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 4503 Bewertungen
Bewertung vom 06.07.2020
The Master Of Rain (eBook, ePUB)
Bradby, Tom

The Master Of Rain (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Kaum hat Richard Field seine Stelle bei der Geheimpolizei in Shanghai angetreten, wird er auch schon mit dem Mordfall an einer schönen Russin konfrontiert, den außer ihm scheinbar niemand wirklich klären will. Hilfe bekommt er nur von seinem Kollegen Caprisi, einem Amerikaner der bei Kriminalpolizei arbeitet und mit der den Fall gemeinsam bearbeitet. Während der Ermittlungen begegnet Field der faszinieren Natasha, deren Charme er schon bald verfällt.

Mit „Der Herr des Regens“ hat Tom Bradby nicht nur einen spannenden historischen Krimi geschrieben, sondern auch ein stimmungsvolles Bild der exotischen Metropole Shanghai um 1926 gezeichnet. Die Stadt brodelt vor Leben, hier treffen traditionelles chinesisches Leben und das moderne Europa aufeinander, es herrscht Korruption an jeder Ecke, neben unvorstellbarem Luxus existiert bitterste Armut, Gangsterbanden beherrschen den Alltag und jeder versucht das Beste für sich abzugreifen. Engländer, Amerikaner, Franzosen und Chinesen leben in getrennten Vierteln, die auch unterschiedlicher Gerichtsbarkeit unterstehen, mittendrin viele russische Flüchtlinge, die nach dem Sieg der Bolschwiken aus Russland geflohen sind und nun hier versuchen, ein neues Leben anzufangen. Lu Huang ein legendärer Gangsterboss, hat über die Jahre die „Grüne Triade“ zu einer mächtigen Organisation aufgebaut, die nun überall ihre Finger im Spiel hat und die gesamte Stadt beherrscht. In diesem Schmelztigel versucht nun der recht unbedarfte Richard Field seinen Weg zu gehen und verfolgt dabei mit einer Hartnäckigkeit seine Ermittlungen, die ihm weder bei seinen Kollegen und Vorgesetzten, noch im Gangstermilieu Freunde macht. Sowohl für Field als auch für den Leser ist kaum erkennbar, wer Freund, wer Feind, wer korrupt und wer ehrlich ist. Als Richard Field Natasha kennenlernt, eine Freundin der Ermordeten, die auch als Prostituierte arbeitet, gerät er schnell in den Bann der undurchsichtigen Schönheit, die wie fast jeder in der Stadt eine düstere Vergangenheit mit sich herum schleppt.
Neben dem undurchsichtigen Mordfall ist es vor allem das exotische und wunderbar bildhafte, geradezu vor Leben und Geschäftigkeit brodelnde Shanghai, dass hier eine atmosphärisch dichte Kulisse bildet, in die man beim lesen eintauchen kann. Schnell hält einen die feucht-schwüle, düstere und auch gewalttätige Stimmung gefangen, so dass nur schwer mit Lesen aufhören kann.
Mit geschickten Wendungen und überraschenden Geschehnissen hält der Autor die Spannung bis zum Ende hin aufrecht. Field und der Leser wissen bald gar nicht mehr, wem zu trauen ist und wem nicht und wenn das Ende auch ein typisches Happy End ist, so gönnt man es den Charakteren doch von Herzen.

FaziT: ein atmosphärisch dichter und sehr stimmungsvoller historischer Krimi vor exotischer Kulisse, der mir ausnehmend gut gefallen und mich bestens unterhalten hat. Krimifall, historisches Setting und interessante Charaktere verbinden sich hier zu einem gelungenen Ganzen!


Meine Rezi bezieht sich auf die deutsche Ausgabe "Der Herr des Regens"

Bewertung vom 06.07.2020
Miss Fisher unter Zugzwang
Greenwood, Kerry

Miss Fisher unter Zugzwang


sehr gut

Eigentlich will Miss Fisher in Begleitung von Dot nur Verwandte besuchen, doch die Zugfahrt nach Ballarat entpuppt sich für die Reisenden als Alptraum. Während des Schlafes werden die Passagiere mit Chloroform betäubt, nur durch Phrynes rasches Eingreifen wird Schlimmeres verhindert, doch während der Attacke wurde eine alte Dame scheinbar aus dem Zug entführt. Eine Suchaktion führt zum Fund ihrer entstellten Leiche, dabei greift die Polizei auch ein junges Mädchen auf, das sein Gedächtnis verloren hat. Wieder jede Menge Rätsel für Miss Fisher, die sich mit Elan an die Lösung macht.


Auch der 3. Fall für Miss Fisher ist gewohnt unterhaltsam und kurzweilig geschrieben. Die bekannten Charaktere werden weiter ausgearbeitet und man erfährt hier, wie Jane und Ruth in Phryns Obhut kommen. Neben all dem flotten und lockeren 20ger Jahre Feeling schwingt in dem Buch eine ganz gehörige Portion Gesellschaftskritik mit, denn Jane und Ruth haben wirklich schreckliches durchgemacht, doch an diesen Mißständen scheinen nur Wenige etwas ändern zu wollen.


FaziT: unterhaltsam und kurzweilig, auf ihre unnachahmliche Art löst Miss Fisher auch diesen Fall auf ungewöhnliche Weise. Wer zuerst die TV Serie gesehen hat und davon begeistert war, könnte ev. Von den Büchern enttäuscht sein, denn hier ist vieles anders.

Bewertung vom 06.07.2020
Purpurne Rache (Mängelexemplar) (Restauflage)
Grangé, Jean-Christophe

Purpurne Rache (Mängelexemplar) (Restauflage)


gut

Der Fund einer Leiche auf dem Gelände einer französischen Militärschule, sieht zunächst wie ein Unfall aus, denn der Rekrut hielt sich unerlaubt in einem Bunker auf der im Zug eines Manövers bombardiert wurde. Kommissar Erwan Morvan wird mit den Ermittlungen betraut und stellt schnell Ungereimtheiten fest, bei der von ihm angeordneten Obduktion stellt sich heraus, dass der Rekrut schon vor dem Manöver getötet wurde und dabei grausame Folterungen über sich ergehen lassen mußte. Die Indizien weisen Parallelen zu einem alten Fall auf, dem Nagelmann, der in den 70ger Jahren in Zaire 9 bestialische Ritualmorde verübte. Damals stellte Erwans Vater, Grogoire Morvan den Täter und begründete damit seinen Ruhm und seine Karriere. Doch je hartnäckiger Erwan ermittelt, um so mehr Geheimnisse und offene Fragen tun sich auf.

Ingesamt läßt mich das Buch ein wenig zwiespältig zurück, wie bei allen Büchern von Grange darf man hier nicht zimperlich sein, bizarre Morde mit bis ins kleinste Detail geschilderten Folterungen und auch die Figuren sind recht gewalttätig und gehen entsprechend rabiat vor, was sicher insgesamt zu der Story paßt, aber in der Realität wohl wenig glaubwürdig wäre. Der Mordfall ist zunächst recht undurchsichtig, es scheint zwar schnell klar, dass es einen Zusammenhang mit der alten Mordserie um den Nagelmann in Afrika gibt, aber wirklich durchschauen kann man das nicht. Zwischen den Mordermittlungen spielt immer wieder die Familie Morvan mit ihren mehr als seltsamen familiären Strukturen eine große Rolle, hier wird jedes Familienmitglied ausführlich beschrieben, keiner ist hier auch nur annähernd normal und vieles ist da einfach nicht nachvollziehbar. Sicher ist diese verkorkste Sippe nicht ganz uninteressant, aber so zieht die Handlung sich teilweise doch sehr in die Länge zieht und so hat das Buch mit fast 800 Seiten doch auch recht langatmige Passagen, zumal auch beim Mordfall bestimmte Details immer wieder und wieder durchgekaut werden, ohne ein neues Ergebnis zu erbringen.
Die eigentliche Auflösung ist auch reichlich überfrachtet, nachdem sich eine Tätergruppe herauskristallisiert hat und der Fall fast geklärt scheint, wird dann am Ende noch ein ganz anderer Täter aus dem Hut gezaubert und einige Zusammenhänge bleiben mehr als unklar. Das scheint auch dem Ermittler Kommissar Erwan Morvan so zu gehen, denn er reist am Ende nach Afrika, was aber in einem 2. Teil behandelt wird, also ist die ohnehin schon ziemlich in die Länge gezogene Story noch gar nicht zu Ende. Teil 2 „Schwarzes Requiem“ hat ebenfalls fast 700 Seiten und man fragt sich doch, was da nun noch alles aufgedeckt werden soll/kann und ich bin auch noch unschlüssig, ob ich diesen Teil lesen werde.

FaziT: Ein Buch das durchaus zwiespältige Eindrücke hinterläßt, neben spannenden Passagen wirkt vieles doch sehr in die Länge gezogen, das offene Ende ist auch nicht dazu angetan, dass man mit der Lektüre richtig zufrieden ist und die heftigen Folterdetails und brutalen Ermittlungsmethoden täuschen auch nicht darüber hinweg, dass es hier reichlich Defizite gibt. Bisher mochte ich alle Bücher von Jean Christophe Grange, dieses konnte mich nicht gänzlich überzeugen!

Bewertung vom 29.06.2020
Die Todesgöttin / Geisterjäger John Sinclair Bd.78 (1 Audio-CD)
Dark, Jason

Die Todesgöttin / Geisterjäger John Sinclair Bd.78 (1 Audio-CD)


ausgezeichnet

Einem Hinweis folgend unternimmt John Sinclair am Londoner Flughafen eine Kontrolle, allem Anschein nach wollen die Tongs, eine indische Sekte die der Göttin Kali huldigt, in London Fuß fassen und tatsächlich gelingt es John einen Diener Kalis zu identifizieren und ein Artefakt zu zerstören, der Mann selbst kann entkommen. John und Suko reisen daraufhin nach Kalkutta um zusammen mit Mandra Korab die Tongs aufzuhalten.

Eine wirklich sehr gelungene Folge, die durch das indische Setting ein exotisches Flair erhält und so mal eine schöne Abwechslung zu England bildet.
Die Folge startet sehr atmosphärisch im Dschungel mit dem Absturz eines kleinen Flugzeugs, der Pilot Jim Marlow und der Archäologe Dr. Wright müssen sich nun zu Fuß durchschlagen und stoßen dabei auf einen geheimnisvollen Tempel, in dem grauenhaftes passiert. So wird man schon einmal auf diese spannende Folge gut eingestimmt. Die Handlung verlagert sich zunächst kurz nach England bevor es dann für John und Suko nach Indien geht.
Insgesamt ist „Die Todesgöttin“ eine spannende, interessante und actionreiche Folge, die den Spannungsbogen durchweg hochhält und temporeich auf ein gelungenes Finale zusteuert.
Musik, Geräuschkulisse und Effekte sind gewohnt professionell und untermalen die rasante Story mit einem stimmungsvollen Sound, der die jeweiligen Szenen passend untermalt!
Auch bei den Sprechern gibt es nichts auszusetzen, neben den Stammsprechern überzeugt diesmal Dirk Hardegen als Mandra Korab und auch Alexandra Lange als Erzählerin hat mir gut gefallen, die führt souverän durch die Folge.


FaziT: eine sehr exotische Folge mit einer dichten und spannenden Story, die einfach Spaß macht!

Bewertung vom 26.06.2020
Miss Fisher in Turbulenzen
Greenwood, Kerry

Miss Fisher in Turbulenzen


sehr gut

Miss Fisher hat so einige Leidenschaften, auch das Fliegen gehört dazu, doch statt ihrer Flugleidenschaft zu frönen, ist sie schon wieder mittendrin in einem Kriminalfall. Der Vater des Flugplatzbesitzers Bill McNaughton wurde ermordet und nicht nur die Polizei, auch die Mutter hat den eigenen Sohn in Verdacht.

Schon im ersten Band der Serie wurde klar, dass Miss Fisher viele Leidenschaften hat und das wird auch im zweiten Band thematisiert. Thryne ist eine begeisterte Pilotin und während sie ihre Flugkünste auffrischen will, wird sie natürlich in einen Mordfall verwickelt. Gewohnt locker und leicht schreibt die Autorin auch dieses Abenteuer für ihre vielseitige Heldin und überzeugt mit Witz und Spannung und einem eingängigen Schreibstil. Sehr gelungen wird auch wieder das 20ger Jahre Feeling vermittelt und die bereits bekannten Charaktere weiter ausgebaut.
Neben dem Mordfall bekommt es Phryne auch noch mit der Entführung eines kleinen Mädchens zu tun und so hat Miss Fisher wieder mal alle Hände voll zu tun, doch für ein kleines amouröses Abenteuer bleibt natürlich auch noch Platz.
Gerade gegen Ende des Buches überschlagen sich die Ereignisse förmlich, doch auch wenn der Krimifall ein wenig konstruiert wirkt, wird alles stimmig und zur Zufriedenheit des Lesers aufgelöst.

FaziT: eine gelungene Fortsetzung, die die interessanten Charaktere weiter vertieft und mit einem soliden Krimifall überzeugt. Wer zuerst die Serie geschaut hat, könnte eventuell enttäuscht sein, weil es zu den Büchern doch einige Abweichungen gibt. Mir macht die Reihe aber viel Spaß und ich freue mich auf den nächsten Band.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 22.06.2020
Professor van Dusen 18 und der lachende Mörder
Vollbrecht, Bernd; Tegeler, Nicolai

Professor van Dusen 18 und der lachende Mörder


sehr gut

Als der wegen Mordes angeklagte Marvin Costello seine Gerichtsverhandlung hat, kommt Hutchinson Hatch nur wenige Minuten zu spät, doch das hat fatale Folgen, denn Costello wird am Mord an seiner Frau freigesprochen und Hatch hat wichtige Beweise, die das Gegenteil beweisen können. Da man nur einmal wegen eines Verbrechens verurteilt werden kann, verläßt Costello als freier Mann den Gerichtssaal. Hatch ist außer sich und bittet Professor van Dusen um Hilfe, doch der ist angeblich mit wichtigen Experimenten beschäftigt und läßt Hatch abblitzen. Daher beschließt dieser, zusammen mit seiner Kollegin Penny de Witt den Mörder selbst zu überführen, ist er doch fest überzeugt, dass Costello wieder morden wird.

In der 18. Folge der Serie ist Professor van Dusen eher eine Randfigur, die nur am Ende wieder einmal mit ihren überragenden Geistesgaben brilliert. Hauptsächlich sind diesmal Hutchinson Hatch und seine Kollegin Penny de Witt die Hauptakteure. Zusammen beginnen sie immer mehr Details über Costello zusammenzutragen, Penny schleust sich sogar als Haushälterin bei ihrem Zielobjekt ein, doch je mehr Details sie aufdecken, um so verwirrender wird der ganze Fall. Die letztendliche Auflösung ist für den Hörer kaum ersichtlich und so kann man hier miträtseln, nur um am Ende von der Denkmaschine überrascht zu werden.
Bernd Vollbrecht als genialer und überheblicher Professor van Dusen hat hier nur eine kleine Rolle und ein wenig haben mir seine markigen Sprüche schon gefehlt. Aber Nicolai Tegler und Vera Bank als Hatch und Penny de Witt sind wirklich ein gutes Team und sorgen für Spannung und die ein oder andere amüsante Szene. Als Marvin Costello ist Stefan Gossler zu hören, der den recht zwielichtigen Mann sehr gut verkörpern kann.
Eine stimmige Soundkulisse und passende Geräusche untermalen die Folge atmosphärisch dicht und sorgen für eine gelungene Klanguntermalung.

Fazit: Die neuen Fälle brauchen sich vor den alten nicht zu verstecken! Eine gelungene Folge, auch wenn der Professor hier eher Randfigur war. Der Fall ist gut durchdacht und undurchschaubar, so dass Spannung und Miträtseln garantiert sind.

Bewertung vom 22.06.2020
Sherlock Holmes, Die neuen Fälle, Fall 43: Der Sturm des Unheils (MP3-Download)
Freund, Marc

Sherlock Holmes, Die neuen Fälle, Fall 43: Der Sturm des Unheils (MP3-Download)


ausgezeichnet

Der berüchtigte Verbrecher Macauly Carson konnte mit Hilfe seines Anwalts dingfest gemacht werden, nun wartet er auf seinen Mordprozess, bei dem sein Anwalt Derek Brody gegen ihn aussagen soll. Doch Carson hat Rache geschworen und einen Killer auf Brody angesetzt. Nun sollen Holmes und Watson den Kronzeugen nach Burgh Island bringen und ihn dort Inspektor Stout übergeben, der dort bis zum Prozess auf den wertvollen zeugen achtgeben soll. Doch ein Sturm sorgt dafür, dass die Insel von der Außenwelt abgeschnitten ist und im Hotel scheint ein Mörder umzugehen.


Eigentlich sollen Holmes und Watson nur den Anwalt auf die abgelegene Insel Burgh Island in die Obhut von Inspektor Stout übergeben, doch dann sitzen sie auf Grund eines Sturmes auf der Insel fest und als im Hotel ein Toter gefunden wird, hat Sherlock Holmes wieder einen kniffligen Fall zu lösen.
Die Folge startet zunächst recht unterhaltsam, mit dem Wechsel des Geschehens auf das Boot das die Beteiligten nach Burgh Island bringt, wird es aber deutlich spannender und mit der Ankunft auf der Insel auch ein wenig unheimlich. Derek Brodys Gejammer und Watsons entnervtes Kontra dazu verleihen der Folge auch einen etwas unterhaltsamen Touch, was das doch recht düstere Geschehen auf der Insel etwas auflockert. Eine Legende über einen alten Piratenschatz sorgt zudem für eine zusätzliche mysteriöse Note.
Natürlich gelingt es Holmes wieder einmal in brillanter Weise mit seinem Scharfsinn, auch kleinste Details zusammen zu setzten, um so am Ende alles aufzulösen. Ein Handlungsstrang bleibt allerdings etwas offen und man kann hier nur vermuten, dass er in einer späteren Folge noch aufgelöst wird.

Wie man es von der Serie kennt, sind Musik und Geräuschkulisse sehr professionell und überzeugen mit einem stimmigen und atmosphärisch dichten Sound. Auch die Sprecher lassen keine Wünsche offen. Neben den wunderbaren Christian Rode und Peter Groeger als Holmes und Watson, ist gerade Lutz Riedel als zwielichtiger und jammernder Anwalt echt Klasse. Jochen Schröder als Inspektor Stout hat mir mit seiner dunklen, markanten Stimme ebenfalls sehr gut gefallen. Ulrike Stürzbecher ist als Wirtin Mrs. Kirkwin zu hören, sie hat die einzige Frauenrolle in der Folge.

FaziT: eine sehr spannende und unterhaltsame Folge, die mit einer düsteren und mysteriösen Note punktet. Hervoragende Sprecher und eine tolle Sound- und Geräuschkulisse sorgen zudem für die passende Stimmung.

Bewertung vom 22.06.2020
Inspector Lestrade - Vier Schläge am Mittag, 1 Audio-CD

Inspector Lestrade - Vier Schläge am Mittag, 1 Audio-CD


ausgezeichnet

Der Fund einer Leiche im Glockenturm von Big Ben stellt Inspektor Lestrade vor ein Rätsel. Der Mann wurde auf brutale Weise ermordet, neben ihm fand sich ein merkwürdiger Versuchsaufbau. Der Tote ist ein bekannter Wissenschaftler, dessen Thesen zur Manipulation der Zeit allerdings sehr kontrovers diskutiert werden.

Auch der 6. Fall für Inspektor Lestrade kann mit einem intelligenten und gut durchdachten Plot aufwarten und bietet ein spannendes und unterhaltsames Hörvergnügen, dabei bildet das Forschungsgebiet des umstrittenen Wissenschaftlers eine interessante Note.
Zudem bleibt es nicht bei dem einen Mord, was der Geschichte zusätzlich Dynamik verleiht.
Inspektor Lestrade und Inspektor Dash ermitteln solide und nachvollziehbar und decken nach und nach immer mehr Indizien auf. Die eigentliche Auflösung erfolgt jedoch erst ziemlich am Ende, so dass hier die Frage nach Motiv und Mörder die Spannung hoch halten.
Die Sprecher machen ihre Sache gewohnt sehr gut. Lutz Harder und Michale Pink als Lestrade und Dash sind ein gut eingespieltes Team und harmonieren sehr gut zusammen. Jürgen Thormann als Bischof Winnigton-Ingram ist sehr überzeugend als selbstgerechter Kirchenmann und besonders gut hat mir Eckart Dux als Mr. Williams gefallen.
Auch Musik und Geräuschkulisse sind wieder gewohnt stimmungsvoll und untermalen die Folge mit passenden Klängen.

FaziT: eine gelungene Folge die mit einem ungewöhnlichen Verbrechen überzeugt! Hervorragende Sprecher und eine stimmige Atmosphäre sorgen hier für bestes Hörvergnügen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 10.06.2020
Professor van Dusen, Folge 20: Hatch will heiraten (MP3-Download)
Koser, Michael

Professor van Dusen, Folge 20: Hatch will heiraten (MP3-Download)


sehr gut

Professor van Dusen und Hutchinson Hatch befinden sich an Bord des Dampfers „Ormuz“ auf dem Weg nach Bombay. Eines Abends wird Hatch Zeuge einer Auseinandersetzung zwischen 2 Männern, die in einer ihm unbekannten Sprache streiten. Im letzten Moment verhindert er, dass einer den anderen über Bord wirft und bekommt dafür auch noch einen Kinnhaken verpaßt! Als er dem Professor davon berichtet, identifiziert dieser die Sprache als ruritanisch. Als Hatch am nächsten Tag der bezaubernden Miss Apex begegnet, werden er und der Professor in eine hinterhältige Intrige verwickelt, in deren Verlauf Hatch heiraten will und nur in letzter Minute vom Professor gerettet wird.

Folge 20 ist insofern etwas ungewöhnlich, dass Hutchinson Hatch hier deutlich im Vordergrund steht und der Professor es diesmal auch nicht mit einem verzwickten Mordfall, sondern mit einer nicht minder raffiniert eingefädelten Intrige zu tun bekommt. Professor van Dusen agiert eher im Hintergrund und die Hauptfigur ist diesmal sein Chronist, der sich verliebt und sogar heiraten will.
Die merkwürdigen Vorgänge an Bord des Dampfers werden sehr stimmungsvoll und mit viel Gespür für Situationskomik in Szene gesetzt. Atmosphärische Meeresgeräusche und die Szenerie an Bord des Dampfers tragen zur dichten Stimmung bei und vermitteln maritimes Flair. Auch ein kurzer Landgang, in der Hatch und Miss Apex einen Kamelritt unternehmen, wird sehr stimmig umgesetzt.
Schon der Titel verrät ja, das Hatch heiraten will und der Professor eingreifen muß, so ist allerdings schon von Anfang an klar, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Trotzdem gibt es noch einige interessante Wendungen, die ein paar Überraschungen bieten und die Folge so sehr kurzweilig und unterhaltsam machen.
Klaus Herm als Hutchinson Hatch hat diesmal einen deutlich größeren Part als gewöhnlich und es gelingt ihm auch hier, seine etwas tollpatschige und schusselige Art sehr gelungen darzustellen. Als reizende Miss Apex ist Karin Grüger zu hören, ihr gelingt es hervorragend, die charmante junge Frau zu verkörpern, die vor einer unschönen Eheschließung flieht und die beiden Ruritanier Baron Anatol und Graf Barataro werden sehr humorvoll von Rudi Schmitt und Heinz Rabe verkörpert.
Musikalisch werden eher ruhige, klassische Klänge verwendet, die die einzelnen Szenen jedoch stimmungsvoll untermalen und so für eine passende Klangkulisse sorgen.

Fazit: sicher weißt der Fall „Hatch will heiraten“ nicht die knifflige Raffinesse auf, die man von anderen Fällen des Professors kennt, aber er ist sehr kurzweilig und launig in Szene gesetzt, so dass man sich hier bestens unterhalten kann.

Bewertung vom 10.06.2020
Professor van Dusen, Folge 16: Duell der Giganten (MP3-Download)
Koser, Michael

Professor van Dusen, Folge 16: Duell der Giganten (MP3-Download)


sehr gut

Im Rahmen ihrer Weltreise sind Professor Dr.Dr.Dr. Augustus van Dusen und sein Chronist Hatchinson Hatch in Russland angekommen. Und hier ist alles anders als im Rest der Welt, das merken die beiden Reisenden, als sie gerade nach ihrer Ankunft noch auf dem Bahnhof von St. Petersburg von der russischen Geheimpolizei festgenommen und in die berüchtigte Peter-und Pauls-Festung verschleppt werden. In der Festung treffen sie auf Innenminister Plehwe, der ihnen eine haarsträubende Geschichte von japanischen Agenten und dem Raub der russischen Kronjuwelen erzählt und ihre Hilfe bei dem Fall mehr oder weniger erpreßt. Nichts desto Trotz beginnt der Professor seine Ermittlungen und hat bald auch Mann im Visier, der als Dieb in Frage kommt.

"Duell der Giganten" hat mir persönlich nicht ganz so gut gefallen wie die Vorgänger, obwohl natürlich das Setting in Russland sehr stimmig ist und die Atmosphäre von Angst, Schrecken und Unterdrückung sehr eindringlich herüber kommt. Auch die Sprecherleistung ist gewohnt hervorragend und lässt nichts zu wünschen übrig, aber der Fall an sich ist nicht wirklich überraschend und der geniale Professor wirkt hier doch ein wenig unterfordert. Natürlich befördern die Umgebung und die Situation des Professors und Hatchs keine launigen Szenen, aber mir hat hier doch der feine Humor gefehlt, der sonst immer in den Folgen zu finden ist und sie zu etwas besonderem machen.
Ungewöhnlich ist allerdings, das Houdini zwar als Person vorkommt, aber keine eigene Sprechrolle hat, so dass er keinen eigenen Sprecher hat, sondern lediglich Erwähnung in den Gesprächen der anderen findet. Neben der Stammbesetzung kann diesmal besonders Susanna Bonasewicz als Fürstin Dolgoruki überzeugen und auch Arnold Marquis als Innenminister macht seine Sache hervorragend.
Musik und Geräusch sind gewohnt stimmig und vermitteln eine dichte Atmosphäre und authentisches Flair. Militärische Orchesterklänge und eine durchgängige, plastische Geräuschkulisse erzeugen einen dichten Klangteppich der die Folge gelungen untermalt.

Fazit: irgendwie fehlt dem Fall das gewisse Etwas und obwohl die Atmosphäre sehr eindringlich und glaubwürdig ist, wirkt Professor van Dusen unterfordert, seine sonstige Genialität kommt diesmal gar nicht zu Geltung. Trotzdem überzeugt die Folge mit tollen Sprechern und einer stimmigen Atmosphäre.