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Benutzername: tassieteufel
Danksagungen: 1871 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 4207 Bewertungen
Bewertung vom 21.02.2019
DreamLand Grusel, Folge 18: Die Macht des Mondes (MP3-Download)
Birker, Thomas

DreamLand Grusel, Folge 18: Die Macht des Mondes (MP3-Download)


ausgezeichnet

Polizist Kayden Burke hat es immer wieder mit grausam zugerichteten Frauenleichen zu tun, doch Burke hütet selbst ein düsteres Geheimnis, hat er doch immer bei Vollmond 2 Tage Sonderurlaub. Als sein Freund Liam ihn um Hilfe bittet, ahnt er nicht, daß er dadurch auf die Spur des Frauenmörders kommt. Denn Liams Angebetete, die hübsche Kellnerin Amelie Beauregard wird von ihrem Exfreund verfolgt, einem Mann mit finsteren Begierden.

Eine eher ungewöhnliche Folge für die Serie, die mit subtilem Grusel und düsterer Romantik daher kommt und die Werwolf und Vampirthematik mal ein wenig anders präsentiert.
Insgesamt mehr eine düstere Liebesgeschichte mit ein paar Gruseleffekten als eine Horrorgeschichte, die mir aber trotzdem gut gefallen hat, weil sie geschickt mit den Möglichkeiten spielt und am Ende auch konsequent bleibt. Der Spannungsbogen ist durchgängig und die Handlung kann auch mit einigen Überraschungen punkten.
Bei den Sprechern hat man auf einen guten Mix aus Profis und Laien gesetzt, die aber in ihren jeweiligen Rollen überzeugen können. So sind Christian Stark als Liam McNeal und Dietmar Wunder als Kayden Burke wirklich eine tolle Besetzung und Christian Rode führt als Erzähler mit seiner prägnanten Stimme durch die Folge. Evelyn Boyd als Kellnerin Holly hat hingegen noch Luft nach oben, hier hört man schon, dass es sich um keine professionelle Sprecherin handelt.
Musik und Geräuschkulisse erzeugen eine etwas melancholische Stimmung, die sehr gut zu der bittersüßen Liebesgeschichte paßt und auch die etwas actionreicheren Szenen sehr gut untermalt.

Fazit: Wer eher auf trashige Horrorstorys steht, der wird hier weniger Freude haben und auch die Fans von softigen Werwolf und Vampir Liebesgeschichten werden vermutlich enttäuscht sein, doch mir hat der Mix aus Beidem sehr gut gefallen und mich bestens unterhalten, da man hier einmal abseits der herkömmlichen Pafde unterwegs ist.

Bewertung vom 21.02.2019
Die Todesfee der Grindlay Street / Frey & McGray Bd.3
Muriel, Oscar de

Die Todesfee der Grindlay Street / Frey & McGray Bd.3


ausgezeichnet

Als nach der Aufführung von Macbeth in London eine mit Blut geschriebene Botschaft auftaucht,scheint klar zu sein, daß das Stück u.die Theatermannschaft um Henry Irving unter keinem guten Stern zu stehen scheint. Tatsächlich erscheint in Edinburgh,der nächsten Station der Schauspieltruppe,eine Todesfee und weitere blutige Botschaften tauchen auf. Intendant Bram Stoker wendet sich an Superintendent Campbell u.bitte um Schutz für die Schauspieler.Campbell übergibt den Fall sofort der Abteilung zur Aufklärung ungelöster Fälle mit mutmaßlichem Bezug zu Sonderbarem u. Geisterhaften u. damit an AdolphusMcGray und Ian Frey. Die beiden ungleichen Ermittler sind immer noch wie Hund und Katze, arbeiten aber auf Grund ihrer unterschiedlichen Sichtweisen ganz hervorragend zusammen. Doch der Fall um die Todesfee verlangt ihnen mal wieder alles ab u. in der Premierennacht spitzen sich die Ereignisse zu.

Vom 1. Band an liebe ich diese Reihe u.auch der 3. gemeinsame Fall für Frey u. McGray hat mich nicht enttäuscht! Sehr interessant an diesem Band ist vor allem, daß mit Bram Stoker, Henry Irving und Ellen Terry 3 reale Charaktere im Buch auftreten, deren Leben an sich schon sehr spannend war. Hier ist es dem Autor ganz hervorragend gelungen, die Beziehungen der 3 Personen in seine fiktive Geschichte zu integrieren u. daraus ein stimmiges Ganzes zu machen. Im sehr informativen Nachwort wird dann erläutert, was Fiktion u.was Realität war u.welche Freiheiten sich der Autor hier genommen hat. Tatsächlich war das Privatleben dieser 3 sehr ungewöhnlich u. bietet somit eine perfekte Kulisse für eine mysteriös angehauchte Krimistory, zumal Bram Stoker, der Urheber des „Dracula“ ohnehin ein Faible für das Unerklärliche hatte.
Und wie schon in den beiden Vorgängern geht es auch diesmal wieder recht unheimlich u. mysteriös zu. Oscar de Muriel ist es wieder gelungen, neben einer sehr spannenden Story eine gehörige Portion Gruselfeeling in seine Krimihandlung zu packen u. den Leser damit ganz geschickt auf falsche Fährten zu locken und für eine unheimliche und beklemmende Atmosphäre zu sorgen. Der Krimifall ist wirklich recht undurchschaubar, immer wenn man denkt, einen Verdächtigen gefunden zu haben der als Täter in Frage kommt, gibt es neue Wendungen u. Geschehnisse, die wieder alles in einem anderen Licht erscheinen lassen u. am Ende wird man dann mit einer gänzlich anderen Auflösung überrascht, die man so nicht erwartet hat, die aber insgesamt stimmig und glaubhaft ist. Von Anfang an ist der Spannungsbogen präsent u.wird auch so bis zum Ende durchgehalten ohne Längen oder Langeweile zu erzeugen.
Natürlich wäre das alles nur halb so schön, wenn es nicht das ungleiche Ermittlerduo Frey u.McGray gäbe, das sich wieder nach allen Regeln der Kunst in die Haare gerät u.damit für reichlich Humor beim Lesen sorgt. Frey stellt entsetzt fest, dass McGrays ungehobeltes Betragen auf ihn abfärbt u.der Schotte seinerseits scheint sich langsam an den Engländer zu gewöhnen. Dem Autor ist es hier gut gelungen, das Zusammenspiel der Beiden u.die Entwicklung der Charaktere voranzutreiben u.glaubhaft darzustellen.
Die Schilderung des historischen Edinburghs u. vor allem des Theaters in der Grindlay Street, sowie das ganze Prozedere rund um die Schauspieltruppe u. vor allem den technischen Stand was die Inszenierung betrifft, läßt das gesamte Szenario vor den Augen des Lesers lebendig werden u. man kann hier wunderbar eintauchen in diese bunte u. sehr bildhafte geschilderte Zeit.
Der Erzählstil des Autors läßt sich flüssig lesen, ist vor allem sehr gut an die viktorianische Zeit angepaßt u. überzeugt mit einer ordentlichen Portion Humor.

FaziT: neben einem gelungen konstruierten Krimiplot überzeugt der 3. Band der Reihe wieder mit 2 originellen Hauptfiguren, viel Lokalkolorit, Spannung u. Humor! Hoffentlich hat Herr der Muriel noch viele Ideen, sein Ermittler-Duo hätte auf jeden Fall das Potenzial dazu!

Bewertung vom 20.02.2019
Margaret Rutherford Edition - Das Böse unter dem Nordstern, 1 Audio-CD

Margaret Rutherford Edition - Das Böse unter dem Nordstern, 1 Audio-CD


sehr gut

Margaret Rutherfurt und Mr. Stringer sind wieder mal auf einer Tour um Spendengelder zu sammeln, als sie den alten Jeffrey Dillings tot in seinem Haus auffinden. Während Inspektor Enderby zunächst von einer natürlichen Todesursache ausgeht, wittert Miss Rutherfurt einen Mord und beginnt mit ihren Ermittlungen. Bei der Testamentseröffnung erlauscht sie einige interessante Informationen und nachdem sie die Nichte des Toten, Christine McKean kennengelernt hat, gelingt es ihr, sich mit einem Trick an Bord der „Aphrodite“ zu bringen, wo sich auch sämtliche Erben des Toten befinden.

Wie schon die erste Folge dieser Serie, so lebt auch „Das Böse unter dem Nordstern“ von dem Widererkennungswert der Figuren und auch der Titelmusik zu den alten s/w Miss Marple Verfilmungen mit Margaret Rutherfurt. Der Fall ist spannend und kurzweilig in Szene gesetzt worden und bietet ein unterhaltsames Hörvergnügen.
Die Hauptfigur wird resolut und unternehmungslustig von Ingrid Stein gesprochen. An ihrer Seite als hasenfüßiger Mr. Stringer ist Siegfried W. Kernen zu hören. Beide harmonisieren sehr gut zusammen und werden gut ergänzt von Peter Kirchberger als etwas aufgebrachter Inspektor Enderby.
Der Fall ist gut konstruiert und kann mit einem soliden Spannungsbogen und auch etwas Humor aufwarten. Miss Rutherford ermittelt gewohnt souverän und nachvollziehbar und läßt den aufgebrachten Inspektor Enderby mal wieder alt aussehen.
Die Musik erinnert sehr deutlich als die alten Miss Marple Verfilmungen aus den 60ger Jahren, vermutlich ist das auch durchaus gewollt und mich hat das nicht gestört, es hat einen nostalgischen Charme und eben auch den schon angesprochenen Widererkennungswert. Auch die Geräuschkulisse ist stimmig und erzeugt eine adäquate Atmosphäre.


FaziT: kurzweilig und unterhaltsam lebt die Folge durchaus vom Charme der unternehmungslustigen Hauptfigur. Der Krimifall ist aber auch sehr gut konstruiert und bietet spannende Unterhaltung.

Bewertung vom 20.02.2019
Gordon Black - Der Monstermacher, 1 Audio-CD
Schreivogel, Sven M.; Thackery, Norman

Gordon Black - Der Monstermacher, 1 Audio-CD


gut

Professor Ruskin, ein Experte für Zoologie und sein Assistent Albert sind auf dem Weg in das kleine walisische Dorf Hillbroke, um dort nach Professor Pratter, einem Freund von Professor Ruskin zu suchen, der nach einem regen Briefwechsel urplötzlich nichts mehr von sich hören liess. Ein Unwetter verschlägt sie ins Haus der Familie Keever, wo sie von unheimlichen Geschehnissen im Dorf erfahren. Scheinbar hat ein bösartiges Monster eine junge Frau getötet.

In der 4. Folge der Serie dauert es geraume Zeit, bis der Titelheld Gordon Black überhaupt die Bühne betritt und insgesamt startet die Folge auch recht gemächlich und eher dialoglastig. Die Situation in Hillbroke wird durchaus recht atmosphärisch geschildert und hat auch einige unheimliche Momente, trotzdem fehlt irgendwie die durchgängige Spannung, zu viele Dialoge nehmen den Schwung aus der Geschichte und so bleibt dieser Teil eher mittelmässig.
Erst nachdem Gordon Black und Hanako Kamara aufgetaucht sind, wird es etwas spannender und der Kampf gegen das Monster wird dann doch noch ganz spannend.
Wieder gibt es eine sehr große Sprecherriege, die aber nicht komplett auf dem selben Level liegt. Robert Missler überzeugt wieder als Gordon Black, ebenso wie Tanja Dohse als unterkühlte Hanako Kamara. In einer Nebenrolle ist Ingrid Steeger als Dawn Keever zu hören, sie macht ihre Sache hervorragend, genauso wie Annika Zaich, die die entstellte Farrah Keever wirklich sehr ausdrucksstark verkörpert. Horst Janson als Professor Ruskin konnte mich hingegen nicht überzeugen, er hört sich sehr steif und gekünstelt an.
Die akustische Ausstattung ist ebenfalls wieder gut gelungen und stimmig abgemischt. Vor allem die intensive Geräuschkulisse trägt zur unheimlichen und düsteren Atmosphäre bei.

FaziT: solide Unterhaltung mit einer dichten Atmosphäre und einigen unheimlichen Momenten, insgesamt aber doch zu viele Dialoge, die zu Lasten der Spannung gehen.

Bewertung vom 18.02.2019
Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen / Lennart Malmkvist Bd.1
Simon, Lars

Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen / Lennart Malmkvist Bd.1


sehr gut

Ich lese sonst ehr wenig Fantasygeschichten und war daher ganz neugierig, als ich den Klappentext las.
Zunächst beginnt die Geschichte eher gemächlich, der Leser lernt Lennart kennen und bekommt einen Einblick in sein Leben. Beruflich erfolgreich, scheint es auf der Karriereleiter für ihn noch weiter nach oben zu gehen. Privat sieht es allerdings etwas anders aus. Das Verhältnis zu seinem Vater ist gespannt, da Lennart nicht ins Familienunternehmen einsteigen wollte, sein einziger Freund Frederick Sandberg, ein IT Genie hat einen ausgeprägten Star Was Fimmel und die für Lennart flüchtige Affäre mit Kollegin Emma endet mit einem Ausschlag bei Lennart, wie alle Beziehungen, die etwas ernster werden. Doch sein recht gleichförmiges Leben beginnt mit dem Auftauchen des Leierkastenmannes aus dem Ruder zu laufen, plötzlich verschwindet Emma und Buri Bolmens Tod führt zu einer Reihe weiterer, recht seltsamer Begebenheiten, zudem wird er von der Polizei verdächtigt, in den Todesfall verwickelt zu sein.
Dem Autor ist es hier hervorragend gelungen, Lennarts Entwicklung vom völlig normalen jungen Mann, der auf seine Karriere fixiert ist, hin zum Zauberlehrling der an Übersinnliches glaubt und mit einem Mops kommuniziert, darzustellen. Dabei hat er auch eine gehörige Portion Humor mit einfließen lassen. Es ist einfach sehr unterhaltsam und launig mitzuverfolgen, wie Lennart an sich selbst zweifelt, als Magie in sein Leben tritt.
Das Buch lebt neben der originellen Story natürlich auch von seinen schrägen Charakteren. Neben dem undurchschaubaren Buri, der ja nur eine kurze Rolle hat, ist Lennarts Nachbarin, die kochsüchtige Maria Calvino ein sehr liebenswerter Nebencharakter, den man schnell ins Herz schließt, ebenso wie Nerd Frederick, der seinen Star Was Fimmel so richtig auslebt. Der Star ist natürlich der sprechende Mops Bölthorn, der seinen menschlichen Mitstreitern schnell die Show stiehlt.
Nach dem etwas ruhigen Einstieg entwickelt sich die Geschichte aber schnell voran und überrascht mit einigen unerwarteten Wendungen.
Sehr gut gefallen hat mir, dass die Magie hier nicht überhand nimmt und alles auf eine Art und Weise beschrieben wird, die sehr glaubhaft wirkt. Auch der Krimifall ist gut konstruiert und wird am Ende recht überraschend aufgelöst.
Scheinbar ist die Story rund um Lennart und den Mops als Trilogie aufgebaut, dementsprechend offen endet leider dieser 1. Teil und als Leser hängt man doch etwas in der Schwebe, wenn man wissen will wie es weiter geht, bleibt wohl nur die Möglichkeit auch Teil 2 und 3 zu lesen.
Der Schreibstil des Autors ist angenehm und flott zu lesen, sein Talent etwas absurde und schräge Situationen einzufangen und in die Handlung einfließen zu lassen, sorgen für Humor und machen das Buch kurzweilig und unterhaltsam!

FaziT: eine launige und unterhaltsame Mischung aus Krimi und Fantasy, die neben einer kurzweiligen Story auch mit schrägen und schrulligen Charakteren überzeugt. Heimlicher Star ist natürlich Mops Bölthorn, der gar kein richtiger Mops ist.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.02.2019
Die größten Fälle von Scotland Yard, Folge 31: Bernhard-Blüten (MP3-Download)
Burghardt, Paul

Die größten Fälle von Scotland Yard, Folge 31: Bernhard-Blüten (MP3-Download)


ausgezeichnet

Am 9. Juli 1959 findet am Toplitzsee in der Steiermark in Österreich ein Tauchereinsatz zur Bergung von Bernhard-Blüten statt. Das Ganze wird vom Spiegel finanziert, daher ist auch Reporterin Susanne Engel dabei, die für das Magazin arbeitet. Inspektor Barnabas Chesterton von New Scotland Yard leitet die Aktion und berichtet der Reporterin, was zu dem Einsatz geführt hat. Während des 2. Weltkrieges warfen die Engländer gefälschte Lebensmittelkarten über Deutschland ab, um so das Land zu schwächen. Als Gegenmaßnahme planten die Deutschen einen weitaus gefährlicheren Gegenschlag, Unmengen von Falschgeld sollten als Waffe gegen England eingesetzt werden.

Eine sehr gute Folge, die aber recht komplex ist und beim Hören einige Aufmerksamkeit erfordert! Zunächst beginnt die Folge in Österreich 1959, hier interviewt Reporterin Susanne Engel den Inspektor von Scotland Yard und dabei erfährt der Hörer, was zu dem Tauchereinsatz geführt hat. Barnabas erzählt dann rückwirkend die Geschichte der Bernhard-Blüten was aber recht unterhaltsam und interessant in Szene gesetzt wurde.
Musik und Geräuschkulisse sind passend und untermalen die Geschichte mit einer stimmigen Atmosphäre. Auch die Sprecherwahl kann überzeugen und trägt zum stimmigen Gesamtkonzept bei.

FaziT: Folge 31 kann seit langem mal wieder richtig überzeugen und bietet einen spannenden Fall, eine dichte Atmosphäre und bietet so beste Unterhaltung.

Bewertung vom 18.02.2019
Die größten Fälle von Scotland Yard, Folge 30: Vigilant (MP3-Download)
Burghardt, Paul

Die größten Fälle von Scotland Yard, Folge 30: Vigilant (MP3-Download)


gut

1974 treibt ein selbst ernannter Rächer sein Unwesen in London. Seine Opfer sind Verbrecher, die von der Justiz aus Mangel an Beweisen freigesprochen wurden, obwohl ihre Schuld offensichtlich ist. Chiefinspector Anthony Stafford und sein Sohn Ken versuchen den Täter dingfest zu machen.

"Die größten Fälle von Scotland Yard" bietet Fälle quer durch alle Jahrzehnte vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart und mit wechselnden Ermittlerpaaren, so hat die Serie ein breites Spektrum an Themen und Charakteren, die für viel Abwechslung sorgen. Mit "Vigilant" ist die Reihe nun in den 70ger Jahren des letzten Jahrhunderts angekommen. Mit Hochdruck sucht die Polizei den selbsternannten Rächer, doch die Ermittlungen kommen nicht recht voran.
Die Folge hat durchaus ihre spannenden Momente, der Fall ist aber doch ein wenig vorhersehbar, vor allem was den Täter betrifft, da wäre ein wenig Raffinesse schön gewesen. Trotzdem gibt es gegen Ende noch ein unerwartetes Ereignis, das der Folge dann nochmal etwas Auftrieb verleiht.

FaziT: Insgesamt eine solide Folge, die kurzweilige Unterhaltung bietet, aber an den Charme der ersten Folgen reichen die neuen nicht mehr heran.

Bewertung vom 18.02.2019
Die größten Fälle von Scotland Yard, Folge 29: Die große Jagd (MP3-Download)
Burghardt, Paul

Die größten Fälle von Scotland Yard, Folge 29: Die große Jagd (MP3-Download)


gut

Im August 1966 werden bei einer zufälligen Verkehrskontrolle 3 Beamte von Scotland Yard erschossen. Die Beamten vom Yard arbeiten unter Hochdruck, vor allem der mit dem Fall betraute Chief Inspektor Heathcliff Olsen versucht verbissen den Mördern auf die Spur zu kommen.

Polizistenmorde sind natürlich für die Polizei immer besonders brisant und werden auch besonders hartnäckig verfolgt. Daher steht hier auch mehr die akribische Ermittlungsarbeit der Beamten im Vordergrund als die Spannung an sich, denn die Nachforschungen ziehen sich ziemlich in die Länge. Unterhaltsam wird die Folge dann allerdings durch die recht originellen Ermittler. Dem Chiefinspektor stehen die forsche Sekretärin Rose und James Clarke von der Spurensicherung zur Seite und die drei sind ein durchaus eigenwilliges Trio, das vor allem durch Roses resolute Art und ihre urigen Sprüche viel zur Kurzweiligkeit beiträgt. Die Mördersuche hätte aber dann doch ein wenig mehr Spannung vertragen, auch wenn die Folge vermutlich recht realistisch ist, ist sie für ein Hörspiel doch ein wenig langatmig geraten.
Die Sprecher machen ihre Sache durchweg gut und können in ihren jeweiligen Rollen überzeugen und auch Musik und Geräuschkulisse sind stimmig abgemischt und tragen zu einer adäquaten Atmosphäre bei.

FaziT: Eine etwas zähe Folge, die hauptsächlich durch das ungewöhnliche Ermittlergespann und deren launige Schlagabtäusche lebt. Der Spannungsbogen ist leider etwas dürftig geraten und so plätschert die Folge trotz der brisanten Ausgangslage doch eher gemächlich vor sich hin.

Bewertung vom 18.02.2019
Die größten Fälle von Scotland Yard, Folge 28: One Night Stands (MP3-Download)
Duschek, Markus

Die größten Fälle von Scotland Yard, Folge 28: One Night Stands (MP3-Download)


sehr gut

London in den 80ger Jahren des letzten Jahrhunderts, die Stadt befindet sich im Disco Fieber. Playboy Percy Moore entdeckt eine umwerfende Blondine auf der Tanzfläche und es dauert nicht lange bis die Beiden zum ihm nach Hause verschwinden. Doch dort entpuppt sich das vermeintliche Partygirl als brutale Killerin, die den Playboy brutal abschlachtet. Die Inspektoren Kenneth Stafford und Ryan Porter werden mit dem Fall betraut und stürzen sich nicht gerade unwillig ins Nachtleben, um dort der mysteriösen Killerin auf die Spur zu kommen.

Insgesamt ein durchaus stimmiger Fall, der das Disco Feeling der 80ger Jahre mit viel Atmosphäre wieder auferstehen läßt und dabei den Krimifall sehr schön mit der Problematik um Frauendiskreminierung verknüpft. Der Fall selbst ist recht geradlinig aufgebaut und hat einen soliden Spannungsbogen. Die beiden Inspektoren Kenneth Stafford und Ryan Porter ermitteln zunächst ein wenig konfus, gerade Stafford scheint reichlich private Probleme zu haben, die auch durchaus unterhaltsam in Szene gesetzt wurden. Kenneths Aufwachen nach einer Alkohollastigen Nacht und einem One Night Stand mit einer recht "reifen" Dame ist wirklich komisch und lockert den Krimifall ein wenig auf. Das Motiv hinter den Morden ist vielleicht ein wenig arg konstruiert, passt aber letztendlich in die Zeit und wird auch gut aufgelöst.
Die Sprecher machen ihre Sache durchweg gut und auch die technische Umsetzung mit Musik und Geräuschen ist recht gelungen. Gerade die Musik vermittelt viel 80ger Jahre Disco-Feeling und vermittelt eine passende Stimmung.

Fazit: solider Fall mit einem etwas ungewöhnlichen Emittlerduo, der Disco Feeling vermittelt und gut in das Serienkonzept paßt.

Bewertung vom 18.02.2019
Die größten Fälle von Scotland Yard, Folge 27: Der Tote im Tower (MP3-Download)
Burghardt, Paul

Die größten Fälle von Scotland Yard, Folge 27: Der Tote im Tower (MP3-Download)


sehr gut

Die Scotland Yard Inspektoren Wimpelbee und Rodes werden zu einem Mordfall in den Tower gerufen. Dort wurde während der Schlüsselzeremonie einer der Yeoman Warders ermordet und ein Teil der Kronjuwelen gestohlen. 3 Jahre nach der Willsher Affäre bekommen es die Inspektoren mit einem neuen kniffligen Fall zu tun.

Die Inspektoren Wimpelbee und Rodes kennt der Hörer sicher noch aus Folge 25, hier war Wimpelbee noch Sergeant, wurde dann aber für seine hervorragenden Leistungen befördert. Der Krimifall ist im Gegensatz zu einigen Vorgängern doch gut konstruiert und zunächst nicht durchschaubar. Erst nach und nach kommen die Inspektoren durch ihre Ermittlungen auf die Hintergründe der Tat und mit einigen ungewöhnlichen Mitteln gelingt ihnen auch die Aufklärung. Die Lösung ist schlüssig und gut gemacht, da bleiben keine Fragen offen.
Die Sprecherleistung ist durchweg gut, ebenso wie die akustische Untermalung die eine stimmige und passende Atmosphäre vermittelt.

Fazit: solide Krimiunterhaltung, die kurzweilig in Szene gesetzt wurde und mit einem ordentlichen Spannungsbogen aufwartet.