Ruhm - Kehlmann, Daniel
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Ruhm

Ein Roman in neun Geschichten

Daniel Kehlmann 

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Ruhm

Ein Schriftsteller mit der unheilvollen Neigung, Menschen, die ihm nahestehen, zu Literatur zu machen, ein verwirrter Internetblogger, ein Abteilungsleiter mit Doppelleben, ein berühmter Schauspieler, der lieber unbekannt wäre, eine alte Dame auf der Reise in den Tod: Ihre Wege kreuzen sich in einem Geflecht von Episoden zwischen Wirklichkeit und Schein. Ein Spiegelkabinett voll unvorhersehbarer Wendungen komisch, tiefgründig und elegant erzählt vom Autor der "Vermessung der Welt".


Produktinformation

  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • 2010
  • 15. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 208 S.
  • Seitenzahl: 202
  • rororo Taschenbücher Bd.24926
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 116mm x 14mm
  • Gewicht: 174g
  • ISBN-13: 9783499249266
  • ISBN-10: 349924926X
  • Best.Nr.: 29846645
Atemberaubend und verblüffend The Independent

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 16.01.2009

Der zweitklassige Gott
Heute erscheint Daniel Kehlmanns neues Buch „Ruhm”. Aber ein Sudoku ist noch kein Roman
Es ist etwas falsch gelaufen in der deutschen Nachkriegsliteratur, sagt der Schriftsteller Daniel Kehlmann in seinen Poetikvorlesungen „Diese sehr ernsten Scherze” (2007): zu viel Realismus, zu viel soziales Engagement, und wenn auf der anderen Seite an den Dadaismus der Vorkriegszeit angeknüpft wurde, dann ließ man den Humor weg und betrieb die Lautpoesie akribisch, als Experiment. In Kehlmanns sehr forschen und sehr belesenen Essays („Wo ist Carlos Montúfar?”, 2005) hilft gegen die Enge der deutschen Literatur und Literaturkritik nur die Orientierung an einem weltliterarischen Dreigestirn: an den Erzählern Südamerikas und ihrer Aufhebung der Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit, an der formbewussten Eleganz Vladimir Nabokovs und an den schwindelerregenden Abenteuern, in die Jorge Luis Borges die Ideen der metaphysischen Tradition und die Formen der Literatur selber verwickelte.
Das bisherige literarische Werk Daniel Kehlmanns, der 1975 in München geboren wurde und in Wien aufwuchs, ist aus dem reformatorischem Ehrgeiz hervorgegangen, …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.01.2009

Wenn das Handy zweimal klingelt

Daniel Kehlmanns neuer Roman "Ruhm" ist eine Sammlung postmoderner Muster- und Meistergeschichten. Sie stellen die Frage nach dem letzten Erzähler auf ganz unterschiedliche Arten.

Von Heinrich Detering

Vergessen wir einmal den Welterfolg eines gescheiten und unterhaltsamen Buches namens "Die Vermessung der Welt"; vergessen wir die Reizbarkeit der Kritiker, in deren Vorstellung die Worte "gescheit" und "Welterfolg" nicht zusammenpassen; vergessen wir den Ruhm des Schriftstellers Daniel Kehlmann. Lesen wir stattdessen Leo Richter. "Ein Roman ohne Hauptfigur!" lautet die großartige, wenn auch nicht ganz neue Idee, die dieser so berühmte wie fiktive Schriftsteller seiner Freundin im zweiten Kapitel mitteilt, in eben dem Augenblick, in dem der Leser dieses Buches sich über den plötzlichen Figurenwechsel wundert: "Die Komposition, die Verbindungen, der Bogen, aber kein Protagonist, kein durchgehender Held." Der Dichter ist ein Egomane und Neurotiker, "Autor vertrackter Kurzgeschichten voller Spiegelungen und unerwartbarer Volten von einer leicht sterilen Brillanz".

Was sich aus den neun ineinander …

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kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Nach seinem Weltbestseller "Die Vermessung der Welt" wurde Daniel Kehlmann vom deutschen Feuilleton zum Genie erklärt. Doch Genies werden hierzulande nur herbeigeredet, um sie bei nächstbester Gelegenheit opulent hinzurichten. Ist "Ruhm" also wirklich nur die Geburt einer Ideenlosigkeit? Neun kurze Geschichten setzen sich nach und nach zu einem Roman zusammen: Ein Mann spielt Schicksal, nachdem er auf seinem Handy Anrufe erhält, die einem anderen gelten. Eine Romanfigur wird von ihrem Autor in den Tod geschickt. Ein bekannter Schauspieler flüchtet in die Rolle seines eigenen Doppelgängers. Vielleicht ist Kehlmanns Botschaft etwas abgedroschen: Dank Internet und Mobiltelefon erfinden und verlieren wir uns gleichzeitig in unendlich vielen Parallelwelten, ohne dass wir dabei die Summe dieser Welten noch fassen können. Doch sein intelligentes Puzzlespiel macht bei der Spannung keine Abstriche. Und selbst wenn Klischeefiguren wie der fettleibige Internetjunkie Mollwitz eines Genies unwürdig sind: Ein Exekutionskommando rechtfertigen sie noch lange nicht. (cs)

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Enttäuscht klingt Rezensent Jochen Jung nach der Lektüre von Daniel Kehlmanns neuem Roman. Zwar hat er beim Lesen immer wieder mit höchstem Vergnügen dessen virtuosen Erzähl- und Verschachtelungskünsten zugeschaut, und auch das Vergnügen des "allmächtigen und allgegenwärtigen? Erzählers am Ausreizen seiner Souveränität genossen. Schön, wie ihm hier die ganze technische Seite des Erzählens vorgeführt werde, freut sich der Rezensent also, der aber dann vergeblich darauf wartet, dass zum kunstvollen Skelett der Erzählung (welches ihm mitunter allerdings fast ein wenig demonstrativ und ausgedacht vorkommt) auch ein wenig Fleisch kommt. Am Ende ist für ihn aus dieser Geschichte um ein Mobiltelefon, das ein Schrifsteller kauft und vom ersten Anrufer sogleich für einen anderen gehalten wird, nur ein ?hübsch gemusterter, nicht ungeschickt gewobener Tepppich? geworden, der zu seinem größten Bedauern aber nicht fliegen kann.

© Perlentaucher Medien GmbH
Daniel Kehlmann, wurde 1975 als Sohn des Regisseurs Michael Kehlmann und der Schauspielerin Dagmar Mettler in München geboren. 1981 kam er mit seiner Familie nach Wien, wo er das Kollegium Kalksburg, eine Jesuitenschule, besuchte und danach an der Universität Wien Philosophie und Germanistik studierte. 1997 erschien sein erster Roman "Beerholms Vorstellung". Er hatte Poetikdozenturen in Mainz, Wiesbaden und Göttingen inne und wurde mit zahlreichen Preisen, darunter dem Candide-Preis, dem Preis der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Doderer-Preis, dem Kleist-Preis 2006, dem WELT-Literaturpreis 2007 sowie zuletzt mit dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet. Kehlmanns Rezensionen und Essays erschienen in zahlreichen Magazinen und Zeitungen, darunter "Der Spiegel", "Guardian", "Frankfurter Allgemeine Zeitung", "Süddeutsche Zeitung", "Literaturen" und "Volltext". Sein Roman "Ich und Kaminski" war ein internationaler Erfolg, sein Roman "Die Vermessung der Welt", in bisher vierzig Sprachen übersetzt, wurde zu einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit. Daniel Kehlmann lebt als freier Schriftsteller in Wien und Berlin.

Leseprobe zu "Ruhm"

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Aus dem Inhalt:
1 Stimmen - Teil 1 -
2 Stimmen - Teil 2 -
3 In Gefahr - Teil 1 -
4 In Gefahr - Teil 2 -
5 In Gefahr - Teil 3 -
6 Rosalie geht sterben - Teil 1 -
7 Rosalie geht sterben - Teil 2 -
8 Rosalie geht sterben - Teil 3 -
9 Rosalie geht sterben - Teil 4 -
10 Der Ausweg - Teil 1 -
11 Der Ausweg - Teil 2 -
12 Osten - Teil 1 -
13 Osten - Teil 2 -
14 Osten - Teil 3 -
15 Osten - Teil 4 -
16 Antwort an die Äbtissin - Teil 1 -
17 Antwort an die Äbtissin - Teil 2 -
18 Ein Beitrag zur Debatte - Teil 1 -
19 Ein Beitrag zur Debatte - Teil 2 -
20 Ein Beitrag zur Debatte - Teil 3 -
21 Ein Beitrag zur Debatte - Teil 4 -
22 Wie ich log und starb - Teil 1 -
23 Wie ich log und starb - Teil 2 -
24 Wie ich log und starb - Teil 3 -
25 Wie ich log und starb - Teil 4 -
26 Wie ich log und starb - Teil 5 -
27 In Gefahr - Teil 1 -
28 In Gefahr - Teil 2 -

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Kundenbewertungen zu "Ruhm" von "Daniel Kehlmann"

8 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.1 von 5 Sterne bei 8 Bewertungen   gut)
  ausgezeichnet
 
(2)
  sehr gut
 
(1)
  gut
 
(2)
  weniger gut
 
(2)
  schlecht
 
(1)
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Bewertung von Melanie T. aus Vettweiß am 30.10.2012   gut
Hinweis: Als Mängelexemplar gekauft.

Ich habe dieses Buch zu einem sehr günstigen Preis hier als Mängelexemplar erworben. Die 9 Geschichten sind zunächst eigenständig, ergeben allerdings später ein Gesamtbild. Man fühlt sich nicht mitgerissen, man ist einfach nur "Zuschauer" der Geschichten. Teilweise skurrile Geschichten, die auch nur teilweise nachvollziehbar sind und sich nicht unbedingt durch große Erzählkunst auszeichnen. Von einem hochgelobten Daniel Kehlmann hätte ich eigentlich mehr erwartet. Trotzdem kurzweilig, da nur 202 Seiten.

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Bewertung von sabisteb aus Freiburg am 30.05.2011   ausgezeichnet
9 Kurzgeschichten von Daniel Kehlmann:
1. Stimmen.
Computertechniker Ebling bekommt sein erstes Handy. Bei der Telefongesellschaft jedoch gab es einen Fehler und er erhält die Nummer eines anderen Teilnehmers, namens Ralf. Plötzlich rufen wildfremde Menschen bei ihm an.
2. In Gefahr.
Die Ärztin Elisabeth begleitet ihren Freund, den berühmten Schriftsteller Leo Richter, auf seiner Lesereise durch Lateinamerika.
3. Rosalie geht sterben.
Rosalies Reise nach Zürich zu einem Verein für Sterbehilfe
4. Der Ausweg.
Der berühmte Schauspieler Ralf Tanner hat sein Leben satt. Er gibt sich als Imitator seiner selbst aus und beginnt ein zweites Leben.
5. Osten.
Statt Leo Richter begibt sich die Kriminalautorin Maria Rubinstein auf eine Pressereise nach Zentralasien und geht verloren.
6. Antwort an die Äbtissin.
Miguel Auristos Blancos, Autor esoterischer Selbsthilfebücher, erkennt den Irrtum seiner Thesen.
7. Ein Beitrag zur Debatte.
Mollwitz, ein internetsüchtiger Mitarbeiter einer Mobilfunkgesellschaft, muss statt seines Chefs auf eine Konferenz und trifft dort Leo Richter.
8. Wie ich log und starb.
Mollitz Chef führt ein Doppelleben mit Ehefrau Hannah (am Wochenende) und Freundin Luzia (In der Woche).
9. In Gefahr.
Leo und seine Freundin Elisabeth reisen zu einem humanitären Einsatz ins afrikanische Kriegsgebiet.

Schon in „Die Vermessung der Welt“ verband der Autor 3 verschiedene Geschichte, die auch einzeln funktioniert hätten, zu einem großen Ganzen. In Ruhm sind es nicht 3 sondern 9 Kurzgeschichten, die zum Schluss eine fast durchgehende Handlung ergeben.
In „In Gefahr“ nimmt der Autor das Konzept seines Romans auf S. 25 vorweg „ Ein Roman ohne Hauptfigur! […] Die Komposition, die Verbindung, der Bogen, aber kein Protagonist, kein durchgehender Held.“
Das Erstaunliche ist, dass einerseits jede dieser Geschichten alleine für sich funktioniert, andererseits jedoch genug Überschneidungen vorhanden sind, dass sich alle 9 Kurzgeschichten irgendwie auf die eine oder andere Weise miteinander verbinden, sei es durch Personen, die in beiden Geschichten vorkommen, sei es durch Handlungen die in einer Geschichte ausgelöst werden und deren Auswirkungen in einer eigenen Geschichte weitererzählt werden. Die Reihenfolge ist dabei sogar frei wählbar, das Buch funktioniert in beliebiger Reihenfolge der Geschichten.
Die Hauptfrage und der Hauptaspekt des Buches ist Kommunikation, sei es über Handy/Telefon oder Internet und welche sehr realen Folgen diese Interaktionen im echten Leben nach sich ziehen, so kostet Elbings Spiel mit den Anrufern des Fremden Ralf ein Leben.

Im Oktober 2010 begann man mit der Verfilmung des Romans, in welchem sechs der Geschichten zu einem Episodenfilm zusammengeführt werden sollen. Als Kinostart ist Herbst 2011 geplant.

Fazit: Eigentlich mag ich keine Kurzgeschichten. Diese jedoch sind so genial miteinander verknüpft, dass es großen Spaß macht sie beim Lesen miteinander in Beziehung zu setzten und zu beobachten, wie sich langsam ein Gesamtbild entwickelt.

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Bewertung von annemarie W. aus Hamburg am 12.12.2010   weniger gut
Kehlmann versteht sein Handwerk - der Text ist hervorragend geschrieben. Leider fehlt die Kunst. Die Kunst, die Figuren zum Leben zu erwecken. Alles wirkt steril und konstruiert. Am Schluss habe ich mich fast gezwungen, das Buch zuende zu lesen. Wieder mal ein Reinfall, da ich auf die Lobpreisungen der Kritik gehört habe. Schade das in Deutschland die Kritiker so schnell vor "großen Namen" einknicken und offensichtlich alle vom anderen abschreiben. Anders kann ich mir das nicht erklären. Aber vielleicht haben die meisten ohnehin keine Ahnung von Literatur. Schade!
Dabei gibt es wunderbare Romane, die leider nur in kleinen Auflagen erscheinen oder es nie in die Regale des Buchhandels schaffen.

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Bewertung von stevie am 16.12.2009   gut
Zwischen Realität und Fiktion
Daniel Kehlmann, der Autor von "Vermessung der Welt" hat mit dem Buch "Ruhm" etwas besonderes erschaffen. Das Buch besteht aus neun Episoden, die miteinander verstrickt mehr oder weniger verstrickt sind.

Dies sind die Geschichten:
- Eine telefonnummer wird doppelt vergeben, dadurch bekommt ein Mann einen Einblick in ein anderes Leben...
- Ein überängstlicher Schriftsteller, der seiner toughen Freundin ziemlich auf die nerven geht und deren größte Angst es ist in einer seiner Geschichten vorzukommen...
- Eine alte kranke Frau, die ihr Leben beenden will...
- Ein berühmter Schauspieler, der sein eigener Imitator wird...
- Ein Autor mit dem Verlangen desn Lebenssinn zu erklären, der durch einen Brief in schwanken kommt...
- Ein Mann, der sein Leben seinen Internetblogs wittmet...
- Ein verheirateter Mann, der eine Affaire beginnt...


Die Charaktere in diesem Buch scheinen eines gemeinsam zu haben: sie sind auf der Suche nach sich selbst. Alle erfahren mehr oder minder starke Einschnitte in ihr Leben, welches sich dann grundlegend verändert.
Seine Geschichten spielen zwischen Realität und Fiktion.


Die Art das Buch in verschiedene Kurzgeschichten zu unterteilen erinnert etwas an John Banville "Long Lankin" (Ausgabe 1970), welches ebensfalls aus mehreren Kurzgeschichten besteht und dessen Charaktere sich im der letzten Geschichtel treffen.


Mich hat leider das Buch etwas enttäuscht, da schon im Vorraus verraten wurde (Werbung / Klapptext), dass die verschiedenen Episoden miteinander verstrickt sind. Ich denke, hätte ich das als Leser erst während des Lesens erfahren wäre es ein absolut toller Effekt gewesen. Einem wären die Namen der Charaktere aufgefallen, hätte vielleicht nochmal nachlesen müssen, was es mit dieser Person auf sich hat, abrer die ganze Leseerfahung wäre einfac genial gewese. Leider wurde einem dieses Erlebnis im Vorraus verwährt. Sehr Schade.
Ansonsten bin ich auch nicht der große Fan von typischen Kurzgeschichten, ich mag lieber Geschichten die abgeschlossen sind.
Die Sprache Daniel Kehlmanns, wie auch nicht anderes erwartet, ist toll, bunt und fassettenreich und der Schreibstil die auch zum charakterisieren der Protagonisten.
Dennoch denke ich, dass man vielleicht aus diesem Buch mehr hätte herausholen können, bzw. einfach nicht so viel vorweg nehmen hätte sollen - dann hätte das Buch sehr viel besser bei mir abgeschnitten.

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Bewertung von unbekanntem Benutzer aus Radeberg am 05.12.2009   weniger gut
ich hatte mir sehr viel von diesen buch versprochen! ich hab bisher fast nur positive bewertungen gehört und im Internet gelesen. ich persünlich finde es seltsam geschribenund auch wenig spannend. ich kannmich mit den figuren weder identifizieren noch versteh ich warum sie so handeln wie sie handeln. auch dass alle handlungsstränge (angeblich) zusammenführen sollen...kann ich nachvollziehen. ich sehe zwar ab und zu einen mini-kleinen zusammenhang zwischen den personene...aber irgendwie finde ich diese buch nicht so gelungen!

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Bewertung von Uli Geißler aus Fürth/Bay. am 04.02.2009   sehr gut
Ein Roman in neun Geschichten

Das eher ungewöhnliche literarische Konzept des Autors Daniel Kehlmann beeinhaltet die Idee, eine Geschichte in Abschnitten zu erzählen, welche jeder für sich abgeschlossen ist und doch eine durchgängige Verbindung zu den vorherigen oder nachfolgenden Kurzgeschichten aufweist.

Nicht immer augenfällig gelingt ihm das auch und man wechselt zwischen fiktiver Fiktion und realer Fiktion, wohlwissend, dass es da letztlich keinen Unterschied gibt, sind doch alle Ebenen im Buch erdacht. Einzig einige Figuren aus den unterschiedlichen Episoden – geradezu nachbarschaftlich nah charakterisiert, als kennte man sie – tauchen zwischenzeitlich auf und schaffen eine gedanklich-inhaltliche Verbindung. Es ist fast schon ein Denkspiel, herauszufinden, wo und worin die Verbindungen der doch sehr unterschiedlichen Erzählungen liegen.

Es geht um die Identität des Individuums, das „Wer bin ich“. Dabei überschreitet der Autor immer wieder die fiktionale Ebene und lässt die Handlungen seiner Figuren zur von der Leserschaft empfundenen Wirklichkeit werden. So wird reizvoll das Mediale real und das Reale zum Medium, eine Art erwünschter Wirklichkeitsverlust.

Das nicht sofort Augenfällige des bestehenden Zusammenhangs der einzelnen Abschnitte macht die Qualität des Buches aus. Im Wissen, dass wohl alles miteinander zusammenhängt ist man bemüht, Verwebungen zu entdecken, zusammen zu denken, was zusammen gehört und so sich einen eigenen Roman zu erschaffen. Insofern scheint die Geschichte Daniel Kehlmann’s - wie so Vieles in der Mediengesellschaft auch - lediglich vorgetäuscht zu sein. Die wahre, im Sinne von eigentlicher, wirklicher Geschichte, erdenkt man sich selbst. Das Buch fordert und fördert Kreativität und Auseinandersetzung. Geschichten provozieren Geschichten. Das ist aber auch gut so.

© 2/2009, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.

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Bewertung von Thomas Braun aus Oldenburg am 25.01.2009   ausgezeichnet
Da dieses Buch das erste nach seinem Megabestseller 'Die Vermessung der Welt' ist, werden alle diejenigen, denen nur der ohne Zweifel großartige Roman über die zwei Gelehrten Humboldt und Gauß bekannt ist, 'Ruhm' an seinem Vorgänger messen und viele werden an diesem Vergleich scheitern.
Denn 'Ruhm' (ein sehr ironischer Titel) ist ganz anders. 'Ruhm' ist ein Episodenfilm in Romanform, wie Kehlmann es selber beschreibt, vergleichbar mit einem Inarritu-Film (Babel, Amores Perros). Natürlich geht es die Möglichkeiten der literarischen Form nutzend darüber hinaus, aber das Prinzip stimmt.
So kauft sich gleich in der ersten Geschichte der Held ein Mobiltelefon und bekommt eine schon vergebene Nummer zugewiesen. Er nimmt Anrufe an, die nicht ihm gelten und nach anfänglichem Zögern beginnt er Gefallen an dieser anderen Identität zu finden, die ihm das Handy ermöglicht. Einige Geschichten später wird der Faden auf der anderen Seite gesponnen: Ein durch kleine Hinweise in vorherigen Episoden schon bekannter Protagonist erhält auf einmal keine Anrufe mehr und seine eigene Identität entgleitet ihm zusehends. Es wird von berühmten Schriftstellern gesprochen, die dann selber Hauptdarsteller einer eigenen Geschichte sind, Personen werden aus verschiedenen Perspektiven gezeichnet, und das alles so unaufdringlich und subtil, dass man am Ende des Buches das Gefühl hat, einer Spinne dabei zugesehen zu haben, ihr kunstvolles Netz zu weben. Und dann will man eigentlich wieder von vorne anfangen, um winzige Fäden zu erkennen, die man beim ersten Lesen nicht bemerkt hat und vielleicht auch nicht bemerken konnte.
An diesem Punkt werden sich die Meinungen in 'gut durchdacht' und 'zu gewollt' scheiden, denn man hat es hier mit einem offensichtlich konstruierten Buch zu tun, ein Buch, in dem Wendungen sich unter dem Gewicht des Bauwerks 'Ruhm' biegen. An dieser dennoch filigranen, präzisen Arbeit werden sich wohl vorrangig Leser des gesamtkehlmannschen Oeuvres erfreuen, denn was er vorher über die Fülle eines Romans ausgebreitet hat, verdichtet er hier in wenigen Seiten: Das Verschwimmen von Realität und Vorstellung, in 'Mahlers Zeit' oder 'Beerholms Vorstellung' schon thematisiert, geschieht innerhalb einer Geschichte. Es wäre müßig, alle Verwebungen und Möglichkeiten des Buches aufzuführen, ich bin mir ziemlich sicher, selbst nicht annähernd alle erfasst zu haben. Als verbindendes Element aller Geschichten, neben der Frage der eigenen Identität und dem Wunsch, sie verändern zu können, 'auf die andere Seite des Spiegels zu wechseln', ist noch das schon eingangs erwähnte Mobiltelefon aufzuführen. Aber die Welt von 'Ruhm' sollte jeder Leser selber betreten und erfahren.
Unaufmerksames und passives Lesen übrigens, welches bei der 'Vermessung der Welt' noch weitgehend möglich war, dürfte einigen, die mit anderen Werken Kehlmanns nicht vertraut sind, den Zugang zu 'Ruhm' verweigern. Außerdem mag es vielen zu konstruiert erscheinen und der rechte Sinn, eine präzise Aussage fehlen. Aber wenn man sich darauf einlassen kann, dass man hier einem Künstler, und genau das ist der Autor, beim Komponieren zusieht und sich an seinen beeindruckenden spielerischen Fähigkeiten erfreuen kann, dann führt an 'Ruhm. Ein Roman in neun Geschichten' kein noch so großer Umweg vorbei.

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Bewertung von Lissy von Deyn aus München am 23.01.2009   schlecht
total langweilig, humorlos, reines Konstrukt und zudem von Technikunkenntnis geprägt.

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7 von 34 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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