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23 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 23 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von bookgirl am 29.02.2012 ***** ausgezeichnet
Frau Ella und Sascha lernen sich im Krankenhaus kennen, wo sie zwangsweise ein Zimmer teilen müssen. Auch wenn Sascha zunächst gar nicht begeistert ist (Frau Ella ist ihm zu ordentlich, pfurzt usw.), schliesst er Frau Ella dann doch letztenendes in sein Herz. Er nimmt sie zu sich mit nach Hause, als die Ärzte Frau Ella operieren wollen und ihre Einwände gar nicht ernst nehmen. Das Buch hat einen trockenen Humor und man muss die zwei Protagonisten einfach mögen. Trotzdem hat es auch traurige Passagen, wo der Generationenkonflikt bewusst gemacht wird. Insbesondere Frau Ella ist einfach klasse, sodass man den Roman in einem Rutsch lesen kann. Es war ein reines Lesevergnügen und eine kurzweilige Lektüre.

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Bewertung von anyways aus greifswald am 12.03.2010 ***** sehr gut
So hat sich die fast 90 jährige Ella das nicht vorgestellt! Schon das sie eingewilligt hat ihr Auge operieren zu lassen obwohl sie sogar keinen Sinn daran sieht, wurmt mächtig und dann gibt es in ihrem Patientenzimmer auch noch einen Wasserschaden. Eh Ella es sich versieht landet sie bei einem jungen Mann im Zimmer der mit dieser Situation auch erst einmal klarkommen muss.

Als er mit ansieht, wie Ella vom Krankenhauspersonal aufgrund ihres Alters immer mehr entmündigt wird, und sie sich auch unwohl fühlt, beschließt er sie zu „retten“. Er bringt sie zu sich nach Hause und damit beginnt für beide ein Prozess des Lernens, Verstehens und Akzeptieren der jeweils anderen Generation.


Meine Meinung:


Liebevoll zeichnet Florian Beckerhoff seine Figuren, versieht sie mit Witz und Charme. Er zeigt auf sehr warmherzige Weise, dass es keine große Kluft zwischen Alt und Jung geben muss, und dass es nicht nur eine Lösung für ein Problem gibt. Ein sehr amüsantes Buch, in dem man teilweise sich selbst erkennt oder seine Großeltern. Genau das richtige Buch für vergnügliche Herbstabende.


Gestaltung des Covers:


Die Covergestaltung finde ich etwas unglücklich gewählt. Warum steht die ältere Dame mit einem Gewehr in der Hand an der Treppe? Da könnte man meinen Frau Ella wäre eine „Feldwebel“ und das ist sie nun wirklich nicht.

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Bewertung von Julz aus Hildesheim am 01.03.2010 ***** ausgezeichnet
Der Roman ,Frau Ella' von Florian Beckerhoff ist eine ganz tolle Buchidee. Sascha und die alte Frau Ella begegnen sich im Krankenhaus. Zunächst einmal ist Sascha von ihr angeekelt, weiß nicht, wie er sich mit einer alten Frau, die plötzlich mit ihm in einem Zimmer schläft und schnarcht, umgehen soll. Er überlegt sogar sie mit dem Kissen zu ersticken, weil er sich an ihr stört.
Natürlich denkt der Leser nicht daran, dass aus den beiden Freunde werden könnte; auch dann nicht, als er Frau Ella vor einer Augenoperation rettet und sie mit zu sich nach Hause nimmt. Zum Teil bekommt der Leser sogar Mitleid mit der alten Dame, immerhin will sie das Beste für den unbekannten, unordentlichen Sascha, der in einer Chaos-Wohnung wohnt. Er reagiert aggressiv und beleidigt, aber Frau Ella kann ja nicht wissen, dass er sich von seiner großen Liebe getrennt hat und dass er glaubt, dass er gerade eine Pechsträhne durchlebt.
Die ganze Zeit ist es eigentlich ein Hin und Her zwischen Freunde und doch-nicht-Freunde. Das Ganze eskaliert dann, als Frau Ella ihren Gastgeber beim Liebesspiel mit seiner zurückgekommenen alten Liebe sieht und sich irgendwie peinlich berührt oder unwillkommen fühlt. Daraufhin entschließt sie sich, wegzugehen und Sascha von seiner Last zu befreien.

Sprachlich ist der Roman wirklich sehr witzig und lebendig geschildert. Vieles ist unrealistisch, aber ich finde, dass es bei diesem Roman nicht darauf ankommt. Der Roman ist schnell gelesen und zwischendurch muss der Leser doch tatsächlich schmunzeln.

Meiner Meinung nach ist das ein wirklich gelungenes Werk des Autors. Zwei total unterschiedliche Welten treffen aufeinander und werden zu einer gemeinsamen Welt verbunden.

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Bewertung von Toschi3 aus Königswinter am 28.02.2010 ***** sehr gut
Der junge Stefan muss überraschend sein Krankenhauszimmer mit einer rüstigen Rentnerin teilen. Als diese gegen ihren Willen unter Vollnarkose operiert werden soll, entführt er die alte Dame und quartiert sie bei sich zu Hause ein, für ein paar Stunden, wie beide denken, doch erstens kommt es anders...
Mit wenigen aber sehr liebevollen Charakteren füllt Florian Beckerhoff sein Buch. Er schreibt über die Situation jeweils aus der Sicht von Frau Ella und Stefan. Dadurch werden die verschiedenen Situationen, in denen sich die beiden wiederfinden, toll auch aus beiden Perspektiven dargestellt. Man kann sich in beide Personen gut hineinversetzen und ihre Reaktionen nachvollziehen. Der Schreibstil ist sehr locker und flüssig und schnell sind die 315 Seiten weggelesen. Dennoch ist es nicht einfach ein lustiges Buch, sondern die Konflikte, in denen sich die Protagonisten wiederfinden, sind nachvollziehbar und geben dem Buch auch eine gewisse Melancholie.
Leider zieht sich das Ende des Buches etwas hin, da wären 20 Seiten weniger vielleicht die bessere Entscheidung gewesen. Es bleiben auch Fragen offen, die ruhig hätten geklärt werden können. Trotzdem ein sehr gefühlvolles, erheiterndes, nachdenkliches Buch, dass zum Nachdenken über den Umgang der Menschen miteinander anregt.

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Bewertung von kleinfriedelchen aus Berlin am 10.11.2009 ***** sehr gut
Über eine generationenübergreifende Freundschaft

Mit welchen älteren Personen hat ein junger Mensch heute noch groß zu tun? Die Großeltern vielleicht, andere Bekannte oder Kollegen. Aber eine wirkliche Freundschaft zu einer bis dato unbekannten Person älteren Kalibers werden die meisten nicht haben.

Ob nun selbst gewählt oder aufgrund gesellschaftlicher Gegebenheiten, läuft das Leben von Jung und Alt meist getrennt voneinander ab. Was passiert, wenn diese scheinbar so unterschiedlichen Generationen doch mal aufeinandertreffen, wird im Roman „Frau Ella“ von Florian Beckerhoff geschildert.

Sascha, Dreißig, muss wegen einer Augenoperation ins Krankenhaus und ist sichtlich genervt, als in seinem Zimmer aufgrund eines Wasserschadens eine alte Frau bei ihm mit einquartiert wird. Abgesehen von ihrem Schnarchen stört ihn noch am meisten, dass er sich in ihrer Gegenwart schlampig vorkommt und sich gezwungen sieht, seinen Platz genauso ordentlich zu halten wie sie ihren. Die anfängliche Abneigung schlägt jedoch bald in Sympathie um, als er sieht, dass Frau Ella, wie er die alte Frau nennt, Angst vor der Operation hat, die lebensgefährlich für jemandem in ihrem Alter werden könnte.

Kurzerhand entführt er sie aus dem Krankenhaus und nimmt sie mit zu sich nach Hause. Nur für eine Nacht, denkt er sich, und weiß noch nicht, dass sie ihm ans Herz wachsen wird. Denn Frau Ella fasziniert ihn mit ihrer unbekümmerten, lockeren Sicht auf das Leben und zeitweise mit ihrer Weltfremde. Latte Macchiato? Nie gehört. Der gute alte Filterkaffee reicht doch auch. Heiraten nur wegen der Steuervergünstigungen? So lernen Jung und Alt voneinander und Frau Ella muss sich eingestehen, dass es scheinbar doch nicht nur genau eine beste Methode für alles gibt, wie Sascha ihr anhand des Eierkochens beweist.

Zusammen mit seinem Freund Klaus und dessen Frau Ute zeigt Sascha ihr die Welt, der sie sich seit dem Tod ihres Mannes größtenteils verschlossen hat. Frau Ella kann sich gar nicht erinnern, wann sie das letzte Mal soviel Spaß gehabt hat. Und während Sascha noch mit Klaus darüber debattiert, ob es tatsächlich möglich ist, sich in eine fast neunzigjährige Frau zu verlieben, plant das Schicksal auch schon, die Idylle zu stören. Denn plötzlich steht Saschas Exfreundin vor der Tür und bringt den funktionierenden Alltag mit Frau Ella durcheinander…

Florian Beckerhoff schreibt sehr humorvoll und mit dem richtigen Grad an Detailliertheit über das Thema Generationenkonflikt bzw. generationenübergreifende Freundschaft. Das alles wird auf leichte und doch tiefgründige Weise betrachtet und lädt den Leser auf amüsante Weise zum Nachdenken über das Zusammenleben von Jung und Alt ein.

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Bewertung von Anne aus Berlin am 14.09.2009 ***** ausgezeichnet
Was würden wir tun, wenn wir eine hilfebedürftige alte Frau sehen? Weitergehen. Das würden heutzutage zumindest die Meisten tun. Ganz vergessen in ihrem Alltag, denken sie nicht daran, das jeder einmal in das Alter kommt. Zu diesen Menschen gehört auch Sascha. Normalerweise.

Normalweise hängt Sascha irgendwo in seiner Entwicklung zwischen jugendlich sein und erwachsen werden fest. Er hat Lust auf etwas Großes zu schaffen, versinkt aber tagtäglich im ständigen Einheitsbrei. Die Menschen, die er in seiner Umgebung als Freunde duldet, lassen sich auf zwei Personen reduzieren: Klaus, Ute und seine Exfreundin Lina. Selbst diese drei sind ihm meist zu viel. Vor allem Lina.
Und dann trat Frau Ella in sein Leben. Eine 87-jährige Frau, die seit 20 Jahren allein in ihrer Wohnung lebt. Wenn sie Kontakt zu anderen Menschen hat, dann beschränkt sie sich auf den Blumenhändler in ihrer Straße. Er ist es auch, der sie mit ihrem verletzten Auge ins Krankenhaus schickt. Sascha dagegen bringt sich, betrunken Fahrrad fahrend, alleine ins Krankenhaus. Und da liegen sie nun. Sie vor einem jungen, rüpelhaften Mann. Er vor einer furzenden Alten. Beide wünschen sich zurück in ihre abgeschiedenes Leben und wissen nicht, dass ihre Wege so schnell nicht mehr voneinander getrennt verlaufen.
Eine 87-jährige unter Vollnarkose setzen ist unverantwortlich. Das findet auch Sascha und so nimmt er sie einfach mit. Er rettet die rüstige Alte und schafft sie mit zu sich in seine Wohnung. Da prallen die Generationen aufeinander. Frau Ella versteht nicht, wie eine Wohnung so vernachlässigt werden kann. Sascha versteht nicht, was sie denn die ganze Zeit auszusetzen hat. Sowieso versteht Frau Ella so einiges nicht.
Dies ist auch der Inhalt des Buches. Zwei Generationen die selten so intensiv miteinander zu tun haben und sich derart miteinander auseinander setzen müssen. Frau Ella entdeckt neue kulinarische Feinheiten und ihre Vergangenheit. Sascha entdeckt sich selbst und lernt neue Werte im leben zu schätzen. Eine Paar das sich gegenseitig zu einer Chance verhilft das Leben und die Menschen neu zu entdecken.

Ein wunderschöner Roman der mich nicht, wie ich anfangs erwartet habe, zum lachen, aber zum schmunzeln gebracht hat. Nicht selten kommt meine Generation in die gleiche Situation wie Sascha. Nicht gerade im Krankenhaus, aber sie bekommt die Chance einer älteren Dame zu helfen. Wer weiß in welche Situation wir demnächst geraten, wenn wir in der U-Bahn aufstehen um einer ältere Dame den Platz zu geben. Es in eine ganz wunderbare Geschichte von einer ganz ungewöhnlichen Beziehung. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen.

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Bewertung von redfox aus Sachsen am 08.09.2009 ***** ausgezeichnet
Oma auf Abwegen
Sascha und Frau Ella, die beiden Einäugigen geflohenen Krankenhausinhaftierten erleben ihr Leben zusammen ganz neu. Sozusagen eine neue Perspektive, wenn auch nur durch ein Auge.
Eine unterhaltsame Geschichte über das Leben aus der Sicht einer 88jährigen und des jungen Sascha. Ich konnte oft herzhaft lachen und war auch oft nachdenklich. Einfach zum entspannen – auch wenn ich mich ein wenig gewundert habe, dass sich niemand letztendlich um die verletzten Augen besonders bei Frau Ella gekümmert hat. Trotzdem ein sehr schönes Buch.

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Bewertung von a.schmalzbauer aus Sünching am 08.09.2009 ***** gut
Sascha, 30, liegt nach einem Fahrradunfall bei dem er sich den Brillenbügel ins Auge rammt im Krankenhaus. Dort muss er sich, aufgrund eines Wasserschadens, das Zimmer mit Ella Freitag, 87, teilen. Auch sie soll am Auge operiert werden, in Vollnarkose, was sie so gar nicht verstehen kann. Kurzerhand nimmt Sascha sie mit zu sich nach Hause, erst mal nur für eine Nacht. Dann soll sie zurück in ihre Wohnung. Tatsächlich wird es mehr als eine Nacht. Saschas Freunde sind begeistert von der neuen Mitbewohnerin ihres Freundes. Die jungen Männer kümmern sich um die alte Dame, kaufen ihr neue Kleider, fahren mit ihr aufs Land und ins Restaurant. Es ist alles in Ordnung, bis Saschas Freundin Lina aus Spanien zurückkehrt. Das stellt Saschas lethargisches Leben nochmal so richtig auf den Kopf. Er ist in einem Zwiespalt: Lina oder Frau Ella? Muss er sich wirklich entscheiden?

Dieser Roman erzählt vom Aufeinandertreffen zweier Generationen. Sascha und Frau Ella sind nicht miteinander verwandt und hätten sich, wäre das Krankenhaus nicht gewesen, auch nicht näher miteinander befasst. So aber entdeckt Sascha sein Herz für Frau Ella und entführt sie aus der Klinik und merkt, dass er von Frau Ella noch viel lernen kann. Lebenserfahrung hat sie ihm voraus, Frau Ella lernt durch ihn die Freuden der heutigen Zeit kennen. Latte Macchiato, musikalische Eier, aber auch die Leider der jungen Generation. Liebe, Frust, Job. Florian Beckerhoff erzählt mit einem Augenzwinkern und in unterhaltsamer Art wie die beiden voneinander lernen. Es regt zum Nachdenken an, wie wir eigentlich im Alltag miteinander umgehen, mit den "Alten".

Leider hat es Beckerhoff nicht geschafft seine Protagonisten so in Szene zu setzen, wie es ihnen gebührt. Er bleibt an der Oberfläche und ich vermisse den Tiefgang, vom Autor aber vielleicht auch so gewollt. Zum Ende bekommt die Story Längen und es fehlt die Spritzigkeit, die die Geschichte anfangs verspricht.

Ein Roman zum Schmunzeln, auf zwei Tage gelesen. Das Cover ist schön, aber irgendwie passt es nicht zum Inhalt. Es fehlt das gewisse Etwas.

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Bewertung von Scylla am 30.08.2009 ***** gut
Frau Ella und Sascha, beide mit Problemen am Auge, begegnen sich eher unfreiwillig im Krankenhaus. Frau Ella soll dort gegen ihren Willen operiert werden und Sascha rettet sie aus dem Krankenhaus, um sie eigentlich nur kurzzeitig bei sich zu Hause einzuquartieren. Saschas Freunde und auch er selbst finden jedoch bald Gefallen an dieser ungewöhnlichen Bewohnerin und so verbringen sie eine erlebnisreiche Woche mit Frau Ella.

Das ist eigentlich schon der Hauptinhalt des Buches, denn viel mehr passiert eigentlich nicht. Die Geschichte lebt nicht von vielen Ereignissen, sondern von den sich entwickelnden Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren. In diesen Beziehungen geht es mitunter seht chaotisch zu, Gefühle und Einstellungen zum einen oder anderen ändern sich meist schon im Wechsel von einigen Seiten. Da ist die etwas naive aber offene Frau Ella, die eigentlich nur den Rest ihres Lebens in Ruhe auf ihrem Balkon verbringen will, jedoch den jungen Leuten für ihre Gastfreundschaft sehr dankbar ist und auf der anderen Seite der junge recht traurige Sascha, in dessen Leben einfach nichts funktionieren will. Durch die schicksalsträchtige Begegnung der beiden ändert sich jedoch vieles grundlegend. Frau Ella bringt wieder Ordnung in Saschas Leben und gibt seinem Leben wieder einen Sinn und Sascha und seine Freunde bringen wieder etwas Abenteuer in Frau Ellas Leben und lassen sie wieder in der Gegenwart ankommen.
So entwickelt sich nach und nach eine sehr eigenartige Beziehung zwischen Alt und Jung, die schon allein wegen der Generationenunterschiede zu einigen Spannungen und Missverständnissen, aber auch zu sehr lustigen Situationen führt. Durch den Wechsel der Perspektiven von Frau Ella und Sascha zwischen den einzelnen Kapiteln lassen sich beide Standpunkte sehr gut nachvollziehen und das Buch ist durch die Eigenarten der einzelnen Charaktere sehr unterhaltsam.
Zum Ende hin wird die Geschichte meiner Meinung nach aber etwas zu flach. Die Begebenheiten und überhaupt der Sinn des Ganzen ist nicht mehr so wirklich ersichtlich, sodass die Glaubwürdigkeit darunter sehr zu leiden hat. Das finde ich sehr schade, da doch der Anfang und das Ende immer besonders in Erinnerung bleiben.

Fazit: Frau Ella ist ein humorvolles und leicht zu lesendes Buch über die schon etwas schräge Beziehung zwischen Alt und Jung. Da aber nicht allzu viel passiert und die Beziehungen sich zum Ende hin immer mehr im Kreis drehen, ist das Buch nur empfehlen, wenn man an dem Thema auch wirklich interessiert ist. Ich fand das Buch jedoch bis auf das Ende sehr angenehm und unterhaltsam.

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Bewertung von Nehlja am 11.08.2009 ***** sehr gut
Als Sascha nach einem Fahrradunfall ins Krankenhaus kommt, muss er sich sein Zimmer auch noch mit einer 87 jährigen Omi teilen. Als ob er nicht schon genug Pech gehabt hätte. Als Frau Ella nun gegen ihren Willen operiert werden soll, sieht sich Sascha in der Pflicht ihr zu helfen und nimmt die alte Dame erst mal mit nach Hause. Schon schnell hat die Oma, die von Sascha „Frau Ella“ genannt wird, Sascha von ihren Charme überzeugt. Frau Ella ist nämlich gar keine nervige Alte, die einen mit ihren Wehwehchen langweilt, sondern Frau Ella ist eine richtig coole Omi, die so manchen Spaß mitmacht. Auch Saschas Freunde sind von ihr begeistert. Erst als Saschas Freundin Lina wieder aus Spanien zurückkommt, fangen die Probleme an.



Frau Ella beschreibt eine wunderschöne Geschichte, zweier Menschen, die im normalem alltäglichen Leben nie so Zeit miteinander verbracht hätten. Die Freundschaft die zwischen den beiden entsteht ist rührend, verrückt und amüsant. Ebenso würde ich auch das Buch beschreiben. Florian Beckerhoff bedient sich einen lustig, lockeren Schreibstil und spart nicht an Humor. Leider war der Humor nicht immer so ganz meine Wellenlänge, da mancher Witz für mich eher an den Haaren herbei gezogen wirkte. Trotzdem musste ich manchmal schon schmunzeln. Die Situationen sind sehr verrückt und komisch, sodass einem das Lachen doch nicht erspart bleibt. Irgendwo finde ich diese Freundschaft auch rührend. Frau Ella und Sascha sind beides Menschen, die eher zurückgezogen und ein wenig einsam gelebt haben und nun, ein neues Leben gefunden haben, indem sie für einander da sind. Wie Frau Ella sich um Sascha und Sascha sich um Frau Ella sorgt, finde ich richtig niedlich.

In dem Buch passt eigentlich fast alles. Es ist schön geschrieben, man kann sich richtig gut in die Bilder und Situationen einfühlen. Der Spaßfaktor ist irgendwie auch da, ebenso wie die Ernsthaftigkeit. Frau Ella und Sascha setzen sich auch mit dem Leben und dem Tod auseinander. Außerdem wird der heutige Generationenkonflikt thematisiert .Was nur ein wenig fehlte, war die Spannung. Ich persönlich finde das nicht ganz so schlimm, denn ich mag Bücher die ein bisschen ruhiger verlaufen. Ich muss nicht immer Bücher haben, wo der Spannungsbogen ins unendliche gespannt wird. Doch außer dem plötzlichen Verschwinden von Frau Ella, das sehr plötzlich kommt und nicht richtig nachvollziehbar ist, wie ich finde, kommt kaum Spannung auf. Etwas mehr Elemente zum Spannungsaufbau, hätte die Geschichte schon enthalten können, doch im Endeffekt war das Buch auch ohne viel Spannung sehr Lesenswert. Es gibt zwar einige Kritikpunkte, die aber den Lesespaß nicht sehr stark eindämmen. Also mein Fazit: Eine sehr lesenswerte Lektüre für zwischendurch, die zwar keine großen Ansprüche stellt, aber doch recht unterhaltsam ist. Man sollte also auch umgekehrt nicht zu große Ansprüche stellen, dann steht dem Lesevergnügen nichts mehr im Weg ;)

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