Frau Ella - Beckerhoff, Florian

Florian Beckerhoff 

Frau Ella

Roman

Gebundenes Buch
 
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Produktbeschreibung zu Frau Ella

Der dreißigjährige Sascha ist wenig begeistert, als er nach einer Augen-OP kurzfristig sein Krankenzimmer mit einer schnarchenden Oma teilen muss: Frau Ella. Als die aber gegen ihren Willen operiert werden soll, bringt Sascha sie bei Nacht und Nebel in seine Wohnung. Saschas Freunde Klaus und Ute sind von dessen neuer Mitbewohnerin begeis-tert: Total schräg, so eine WG! Tatsächlich wird der lethargische Sascha die lebendige, aber einsame Frau Ella so schnell nicht wieder los. Klaus und Sascha nehmen sich der alten Dame an, kleiden sie neu ein, führen sie zum Essen aus und machen Ausflüge in die Sommerfrische. Alles läuft bestens bis Saschas Freundin Lina braungebrannt aus Spanien zurückkehrt. Ein humorvoller und warmherziger Roman über eine ungewöhnliche Freundschaft.

Produktinformation


  • Verlag: List
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 315 S.
  • Seitenzahl: 315
  • Deutsch
  • Abmessung: 194mm x 125mm x 26mm
  • Gewicht: 344g
  • ISBN-13: 9783471350232
  • ISBN-10: 3471350233
  • Best.Nr.: 26371925
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Sascha ist 30 Jahre alt und findet alte Menschen schrecklich; Ella Freitag ist 87 Jahre alt hat schon lange keine jungen Leute mehr gesehen. Im Krankenhaus muss sich das ungleiche Paar ein Zimmer teilen - das passt Sascha gar nicht, denn er hatte eigentlich Großes unter der Bettdecke geplant. Als die alte Dame gegen ihren Willen operiert werden soll, wandelt sich der Schlumi zum Kavalier und bewahrt sie vor der unnützen Operation. Kurzerhand bringt er sie in seine Wohnung. Eine völlig fremde Welt für Frau Ella, denn ihr Universum blieb mit dem Tod ihres Mannes stehen. Florian Beckerhoff beschreibt in seinem Debütroman, wie sich zwei völlig verschiedene Generationen zusammenraufen und voneinander lernen. Das geht los bei verschiedenen Philosophien zum Eierkochen und endet bei divergierenden Ansichten über die Liebe. Dem gebürtigen Züricher gelingen mit schlichter Sprache sehr vielschichtige Charaktere. Sowohl Frau Ellas herrlich einfache, fast kindliche Sicht auf die Dinge, als auch Saschas Hang zur absoluten Verkomplizierung wachsen dem Leser sofort ans Herz. Schade, dass nicht jede Oma auf der Straße wie Frau Ella ist. (wh)

»Gelungene Harold-und-Maude-Variation aus Deutschland: generationenversöhnend, gewitzt, geradlinig« Bücher

»Herrlich komisch!« Freundin, 17.07.09 »Einfühlsam, zart und doch auch handfest ist diese kurze Geschichte einer kuriosen Freundschaft, die für alle neue Perspektiven öffnet.« Main-Echo, 01.08.09, Kim Kirchner/Susanne von Mach »Humorvoll, warmherzig und zukunftsweisend - das ist Florian Beckerhoffs Romandebüt.« Ruhr Nachrichten, 05.08.09 »Lustig und warmherzig« T Tina, 12.08.09 »Lassen wir auch den Erfinder dieses schönen Sommermärchens Florian Beckerhoff lächeln. Ist ihm doch gelungen, was Bücher in Sommer-Sonnen-Zeiten unbedingt haben müssen: Humor, Kurzweiligkeit und ein Prise Geist.« rbb /Antenne Brandenburg, 17.08.09 »Witzig, humorvoll und mit sehr viel Esprit ist diese Geschichte geschrieben, liest sich hinreissend und lädt zum Nachdenken ein.« www.amazon.de, 26.08.09, Heidi Zengerling »Gelungene Harold-und-Maude-Variation aus Deutschland: generationenversöhnend, gewitzt, geradlinig« Bücher, August 2009 »Generationenannäherung im Plauderton« Chrismon plus, 09/09 »Unbedingt lesenswert« Fränkischer Tag, 02.09.09 »Ein wirklich schönes Buch, dass zeigt, dass auch unterschiedlichste Generationen noch voneinander lernen können und sich prima …


»Herrlich komisch!« Freundin, 17.07.09 »Einfühlsam, zart und doch auch handfest ist diese kurze Geschichte einer kuriosen Freundschaft, die für alle neue Perspektiven öffnet.« Main-Echo, 01.08.09, Kim Kirchner/Susanne von Mach »Humorvoll, warmherzig und zukunftsweisend - das ist Florian Beckerhoffs Romandebüt.« Ruhr Nachrichten, 05.08.09 »Lustig und warmherzig« T Tina, 12.08.09 »Lassen wir auch den Erfinder dieses schönen Sommermärchens Florian Beckerhoff lächeln. Ist ihm doch gelungen, was Bücher in Sommer-Sonnen-Zeiten unbedingt haben müssen: Humor, Kurzweiligkeit und ein Prise Geist.« rbb /Antenne Brandenburg, 17.08.09 »Witzig, humorvoll und mit sehr viel Esprit ist diese Geschichte geschrieben, liest sich hinreissend und lädt zum Nachdenken ein.« www.amazon.de, 26.08.09, Heidi Zengerling »Gelungene Harold-und-Maude-Variation aus Deutschland: generationenversöhnend, gewitzt, geradlinig« Bücher, August 2009 »Generationenannäherung im Plauderton« Chrismon plus, 09/09 »Unbedingt lesenswert« Fränkischer Tag, 02.09.09 »Ein wirklich schönes Buch, dass zeigt, dass auch unterschiedlichste Generationen noch voneinander lernen können und sich prima …

Florian Beckerhoff, geboren 1976 in Zürich, aufgewachsen in Bonn, lebt und schreibt in Berlin. Der promovierte Literaturwissenschaftler veröffentlichte bereits einige Sachbücher und literarische Anthologien.

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Kundenbewertungen zu "Frau Ella" von "Florian Beckerhoff"

Durchschnittliche Kundenbewertung 4 von 5 Sterne bei 27 Bewertungen ***** sehr gut
(aus 27 Bewertungen)
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Bewertung von harakiri aus harakiri am 26.07.2011 ***** gut
Jung und alt treffen aufeinander

Das Buch war sehr schön zu lesen, nur zwischendurch reichlich unglaubwürdig. Welcher junge Mann –und sei er noch so reich, geht mit einer ihm fremden älteren Frau zum Shoppen und gibt Hunderte von Euros für sie aus?
Von der Idee her fand ich das Buch gut, die Umsetzung hätte ein bisschen besser ausfallen können. Sicher mag es für manche Jugendliche ein Spaß sein, mit älteren Leuten einen Tag zu verbringen, aber so wie es hier geschildert ist, kann und wird es niemals sein.
Ich weiß natürlich, dass es eine erfundene Geschichte ist, aber bei diesem Buch hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht. Einen bleibenden Eindruck hat es jedenfalls bei mir nicht hinterlassen

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Bewertung von sweethoney393 aus Witten am 12.06.2011 ***** gut
Eine ungewöhnliche Freundschaft mit viel Herz und Humor
Eigene Inhaltsangabe:

Sascha Hanke (30) befindet sich in einem Krankenhaus, denn er hatte einen Fahrradunfall und wurde dort an seinem Auge behandelt. Zeitgleich befindet sich Frau Ella (87) im demselben Krankenhaus, diese hat auch eine Wunde am Auge und soll operiert werden. Wie es der Zufall so will, wird Frau Ella übergangsweise in das Zimmer von Stefan geschoben, da in ihrem Zimmer ein Wasserschaden war. Als Frau Ella den Narkosebogen bekommt, bekommt sie es mit der Angst zu tun, denn sie möchte keine Narkose. Als dann die Ärzte Frau Ella mit Medikamenten fügig machen und sie die Erklärung unterzeichnet, rettet Stefan und der Pfleger sie und Stefan schafft Frau Ella zu sich nach Hause. Erst will Stefan sie so schnell loswerden wie es geht und sein Krankenhauszimmer für sich allein haben, und nun liegt Frau Ella bei ihm zu Hause in seinem Bett. Die beiden entwickeln eine tiefe Freundschaft und auch Stefans Freunde Klaus und Ute können nicht genug bekommen von Frau Ela. Doch dann gibt’s da auch noch Lina, Stefans Ex Freundin oder doch Freundin? Eine Reise durch die Vergangenheit beginnt…und Stefan und seine Freunde sind mittendrin…doch auf einmal ist Frau Ella verschwunden…ist Stefan daran schuld?

Meine Meinung:

Stefan geht eine besondere Freundschaft zu Frau Ella ein, denn die beiden trennen mehrere Jahre, dennoch fühlen sich die beiden wohl miteinander. Stefan glaubt manchmal auch schon verliebt zu sein, auf der seelischen Ebene nicht nach der körperlichen. Stefan sieht immer alles negativ und jammert viel rum, seit dem Lina einfach abgehauen ist nach Spanien. Doch dann kommt die Frau Ella. Frau Ella ist eine knuffige Person, etwas naiv, durcheinander, jedoch auf ihre Art und Weise sehr liebevoll. Ich mußte zum Anfang hin oftmals laut auflachen, als die beiden sich im Krankenhaus trafen. Und ich stellte mir die Frage…wo gibt’s denn sowas, das Mann und Frau auf einem Zimmer untergebracht werden. War schon etwas merkwürdig und eher unreal. Frau Ella schnarcht und pupst und dennoch findet Stefan es angenehm sie um sich zu haben.
Das Thema Freundschaften mit großem Altersunterschied fand ich schon sehr spannend. Doch bis zum Ende hin fand ich es dann doch auf einmal etwas schnell. Das Ende habe ich mir auch ein wenig anders vorgestellt. Es kamen einige Fragen auf…was wurde aus der Freundschaft, was war mit Lina? Leider wurde einem das nicht mehr gewährt …schade…
Habe viel lachen können, ein schöner Roman für Zwischendurch, der teilweise auch etwas in die Tiefe geht.

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Bewertung von Ivonne Wiese aus Berlin am 04.06.2011 ***** ausgezeichnet
Gut gelungenes Erstlingswerk! Die Geschichte und seine Erzählart sind humorvoll und trotzdem anrührend. Die Charaktere sind schrullig aber liebenswert. Man mag einfach jeden von ihnen. Sascha (Ende 20) lernt im Krankenhaus Frau Ella (87) kennen. Aus Angst vor einer unsinnigen Augen-OP fliehen beide gemeinsam aus dem Krankenhaus. In Saschas Wohnung. Während Frau Ella seine Wohnung auf Fordermann bringt, bringt er ihr die Errungenschaften der letzten 20 Jahre näher. Denn zu dieser Zeit ist ihr Mann verstorben und da hat sie aufgehört ein eigenes Leben noch leben zu wollen. Besonders niedlich auch Saschas schrullige Freunde. Gemeinsam machen sie mit Frau Ella Fahrten in die Vergangenheit und die Zukunft, zumindest die Gegenwart.
Ein anrührender Roman über das generationsübergreifende Miteinander und mehr Respekt für ältere aber auch jüngere Generationen.

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 01.03.2011 ***** ausgezeichnet
Dieses Buch ist lustig, herzhaft und das ganze Gegenteil unserer heutigen Gesellschaft. Ist für jederman egal welchen alters geeignet und gut zu verstehen.

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Bewertung von kleinbrina aus Hamm am 26.09.2010 ***** sehr gut
Der 30jährige Sascha liegt nach einer Augen-Operation im Krankenhaus. Als wäre seine Laune nicht schon schlecht genug, muss sich Sascha auch noch das Krankenzimmer mit einer schnarchenden 88jährigen teilen.
Die anfänglichen Gesprächen zwischen ihnen sind sehr oberflächlich, wie z.B. über den Fernseher, doch auch hier reagiert Sascha genervt.
Da sich Sascha ihren Nachnamen nicht merken kann, nennt er sie einfach Frau Ella.

Als er erfährt, dass Frau Ella für einen kleinen Eingriff am Auge eine Vollnarkose bekommen und diese, gegen ihren Willen, unterschreiben soll, wird Sascha hellhörig und setzt sich für die alte Dame ein.

Spontan nimmt er sie mit in seine WG. Seine Mitbewohner Ute und Klaus sind sofort begeistert von Frau Ella und schließen sie in ihr Herz. Und so kommen sich auch Frau Ella und Sascha näher, gewöhnen sich immer mehr aneinander und eine Freundschaft entsteht.

Doch dann kommt Saschas (Ex?) Freundin Lina aus Spanien zurück und ist alles andere als begeistert.

Florian Beckerhoff hat mit „Frau Ella“ eine tolle Geschichte geschaffen, die für beinahe jede Altersklasse geeignet ist und zum Nachdenken anregt. Durch die Geschichte entwickelt man ein gewisses Verständnis für die ältere Generation und kann sich in manchen Situation recht gut in andere Menschen hineinversetzen.

Peter Jordan hat dieses Buch glaubwürdig vorgetragen und der Hörer findet sich recht schnell in die Geschichte hinein. Auch die Tatsache, dass dieses Hörbuch eine gekürzte Lesung ist, hat mich nicht gestört.

Jedoch gibt es zwei kleine Kritikpunkte:
Zum einen das Cover, dass nicht wirklich zur Geschichte passt. Allein das Gewehr in der Hand lässt schnell ein anderes Bild über Frau Ella entstehen.

Der andere Punkt ist die Darstellung der Charaktere. Mir fehlt es stellenweise an Tiefe. Oft hatte ich das Gefühl, dass der Autor bewusst nicht zu viel von den Charakteren preisgeben möchte.

Doch trotz dieser Punkte ist „Frau Ella“ ein tolles Hörbuch, dass sich lohnt. Schon allein die Denkanstöße machen dieses Buch/Hörbuch so wertvoll.

Unbedingt hören und zurücklehnen.

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Bewertung von anyways aus greifswald am 12.03.2010 ***** sehr gut
So hat sich die fast 90 jährige Ella das nicht vorgestellt! Schon das sie eingewilligt hat ihr Auge operieren zu lassen obwohl sie sogar keinen Sinn daran sieht, wurmt mächtig und dann gibt es in ihrem Patientenzimmer auch noch einen Wasserschaden. Eh Ella es sich versieht landet sie bei einem jungen Mann im Zimmer der mit dieser Situation auch erst einmal klarkommen muss.

Als er mit ansieht, wie Ella vom Krankenhauspersonal aufgrund ihres Alters immer mehr entmündigt wird, und sie sich auch unwohl fühlt, beschließt er sie zu „retten“. Er bringt sie zu sich nach Hause und damit beginnt für beide ein Prozess des Lernens, Verstehens und Akzeptieren der jeweils anderen Generation.


Meine Meinung:


Liebevoll zeichnet Florian Beckerhoff seine Figuren, versieht sie mit Witz und Charme. Er zeigt auf sehr warmherzige Weise, dass es keine große Kluft zwischen Alt und Jung geben muss, und dass es nicht nur eine Lösung für ein Problem gibt. Ein sehr amüsantes Buch, in dem man teilweise sich selbst erkennt oder seine Großeltern. Genau das richtige Buch für vergnügliche Herbstabende.


Gestaltung des Covers:


Die Covergestaltung finde ich etwas unglücklich gewählt. Warum steht die ältere Dame mit einem Gewehr in der Hand an der Treppe? Da könnte man meinen Frau Ella wäre eine „Feldwebel“ und das ist sie nun wirklich nicht.

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Bewertung von Julz aus Hildesheim am 01.03.2010 ***** ausgezeichnet
Der Roman ,Frau Ella' von Florian Beckerhoff ist eine ganz tolle Buchidee. Sascha und die alte Frau Ella begegnen sich im Krankenhaus. Zunächst einmal ist Sascha von ihr angeekelt, weiß nicht, wie er sich mit einer alten Frau, die plötzlich mit ihm in einem Zimmer schläft und schnarcht, umgehen soll. Er überlegt sogar sie mit dem Kissen zu ersticken, weil er sich an ihr stört.
Natürlich denkt der Leser nicht daran, dass aus den beiden Freunde werden könnte; auch dann nicht, als er Frau Ella vor einer Augenoperation rettet und sie mit zu sich nach Hause nimmt. Zum Teil bekommt der Leser sogar Mitleid mit der alten Dame, immerhin will sie das Beste für den unbekannten, unordentlichen Sascha, der in einer Chaos-Wohnung wohnt. Er reagiert aggressiv und beleidigt, aber Frau Ella kann ja nicht wissen, dass er sich von seiner großen Liebe getrennt hat und dass er glaubt, dass er gerade eine Pechsträhne durchlebt.
Die ganze Zeit ist es eigentlich ein Hin und Her zwischen Freunde und doch-nicht-Freunde. Das Ganze eskaliert dann, als Frau Ella ihren Gastgeber beim Liebesspiel mit seiner zurückgekommenen alten Liebe sieht und sich irgendwie peinlich berührt oder unwillkommen fühlt. Daraufhin entschließt sie sich, wegzugehen und Sascha von seiner Last zu befreien.

Sprachlich ist der Roman wirklich sehr witzig und lebendig geschildert. Vieles ist unrealistisch, aber ich finde, dass es bei diesem Roman nicht darauf ankommt. Der Roman ist schnell gelesen und zwischendurch muss der Leser doch tatsächlich schmunzeln.

Meiner Meinung nach ist das ein wirklich gelungenes Werk des Autors. Zwei total unterschiedliche Welten treffen aufeinander und werden zu einer gemeinsamen Welt verbunden.

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Bewertung von Toschi3 aus Königswinter am 28.02.2010 ***** sehr gut
Der junge Stefan muss überraschend sein Krankenhauszimmer mit einer rüstigen Rentnerin teilen. Als diese gegen ihren Willen unter Vollnarkose operiert werden soll, entführt er die alte Dame und quartiert sie bei sich zu Hause ein, für ein paar Stunden, wie beide denken, doch erstens kommt es anders...
Mit wenigen aber sehr liebevollen Charakteren füllt Florian Beckerhoff sein Buch. Er schreibt über die Situation jeweils aus der Sicht von Frau Ella und Stefan. Dadurch werden die verschiedenen Situationen, in denen sich die beiden wiederfinden, toll auch aus beiden Perspektiven dargestellt. Man kann sich in beide Personen gut hineinversetzen und ihre Reaktionen nachvollziehen. Der Schreibstil ist sehr locker und flüssig und schnell sind die 315 Seiten weggelesen. Dennoch ist es nicht einfach ein lustiges Buch, sondern die Konflikte, in denen sich die Protagonisten wiederfinden, sind nachvollziehbar und geben dem Buch auch eine gewisse Melancholie.
Leider zieht sich das Ende des Buches etwas hin, da wären 20 Seiten weniger vielleicht die bessere Entscheidung gewesen. Es bleiben auch Fragen offen, die ruhig hätten geklärt werden können. Trotzdem ein sehr gefühlvolles, erheiterndes, nachdenkliches Buch, dass zum Nachdenken über den Umgang der Menschen miteinander anregt.

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Bewertung von kleinfriedelchen aus Berlin am 10.11.2009 ***** sehr gut
Über eine generationenübergreifende Freundschaft

Mit welchen älteren Personen hat ein junger Mensch heute noch groß zu tun? Die Großeltern vielleicht, andere Bekannte oder Kollegen. Aber eine wirkliche Freundschaft zu einer bis dato unbekannten Person älteren Kalibers werden die meisten nicht haben.

Ob nun selbst gewählt oder aufgrund gesellschaftlicher Gegebenheiten, läuft das Leben von Jung und Alt meist getrennt voneinander ab. Was passiert, wenn diese scheinbar so unterschiedlichen Generationen doch mal aufeinandertreffen, wird im Roman „Frau Ella“ von Florian Beckerhoff geschildert.

Sascha, Dreißig, muss wegen einer Augenoperation ins Krankenhaus und ist sichtlich genervt, als in seinem Zimmer aufgrund eines Wasserschadens eine alte Frau bei ihm mit einquartiert wird. Abgesehen von ihrem Schnarchen stört ihn noch am meisten, dass er sich in ihrer Gegenwart schlampig vorkommt und sich gezwungen sieht, seinen Platz genauso ordentlich zu halten wie sie ihren. Die anfängliche Abneigung schlägt jedoch bald in Sympathie um, als er sieht, dass Frau Ella, wie er die alte Frau nennt, Angst vor der Operation hat, die lebensgefährlich für jemandem in ihrem Alter werden könnte.

Kurzerhand entführt er sie aus dem Krankenhaus und nimmt sie mit zu sich nach Hause. Nur für eine Nacht, denkt er sich, und weiß noch nicht, dass sie ihm ans Herz wachsen wird. Denn Frau Ella fasziniert ihn mit ihrer unbekümmerten, lockeren Sicht auf das Leben und zeitweise mit ihrer Weltfremde. Latte Macchiato? Nie gehört. Der gute alte Filterkaffee reicht doch auch. Heiraten nur wegen der Steuervergünstigungen? So lernen Jung und Alt voneinander und Frau Ella muss sich eingestehen, dass es scheinbar doch nicht nur genau eine beste Methode für alles gibt, wie Sascha ihr anhand des Eierkochens beweist.

Zusammen mit seinem Freund Klaus und dessen Frau Ute zeigt Sascha ihr die Welt, der sie sich seit dem Tod ihres Mannes größtenteils verschlossen hat. Frau Ella kann sich gar nicht erinnern, wann sie das letzte Mal soviel Spaß gehabt hat. Und während Sascha noch mit Klaus darüber debattiert, ob es tatsächlich möglich ist, sich in eine fast neunzigjährige Frau zu verlieben, plant das Schicksal auch schon, die Idylle zu stören. Denn plötzlich steht Saschas Exfreundin vor der Tür und bringt den funktionierenden Alltag mit Frau Ella durcheinander…

Florian Beckerhoff schreibt sehr humorvoll und mit dem richtigen Grad an Detailliertheit über das Thema Generationenkonflikt bzw. generationenübergreifende Freundschaft. Das alles wird auf leichte und doch tiefgründige Weise betrachtet und lädt den Leser auf amüsante Weise zum Nachdenken über das Zusammenleben von Jung und Alt ein.

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Bewertung von Anne aus Berlin am 14.09.2009 ***** ausgezeichnet
Was würden wir tun, wenn wir eine hilfebedürftige alte Frau sehen? Weitergehen. Das würden heutzutage zumindest die Meisten tun. Ganz vergessen in ihrem Alltag, denken sie nicht daran, das jeder einmal in das Alter kommt. Zu diesen Menschen gehört auch Sascha. Normalerweise.

Normalweise hängt Sascha irgendwo in seiner Entwicklung zwischen jugendlich sein und erwachsen werden fest. Er hat Lust auf etwas Großes zu schaffen, versinkt aber tagtäglich im ständigen Einheitsbrei. Die Menschen, die er in seiner Umgebung als Freunde duldet, lassen sich auf zwei Personen reduzieren: Klaus, Ute und seine Exfreundin Lina. Selbst diese drei sind ihm meist zu viel. Vor allem Lina.
Und dann trat Frau Ella in sein Leben. Eine 87-jährige Frau, die seit 20 Jahren allein in ihrer Wohnung lebt. Wenn sie Kontakt zu anderen Menschen hat, dann beschränkt sie sich auf den Blumenhändler in ihrer Straße. Er ist es auch, der sie mit ihrem verletzten Auge ins Krankenhaus schickt. Sascha dagegen bringt sich, betrunken Fahrrad fahrend, alleine ins Krankenhaus. Und da liegen sie nun. Sie vor einem jungen, rüpelhaften Mann. Er vor einer furzenden Alten. Beide wünschen sich zurück in ihre abgeschiedenes Leben und wissen nicht, dass ihre Wege so schnell nicht mehr voneinander getrennt verlaufen.
Eine 87-jährige unter Vollnarkose setzen ist unverantwortlich. Das findet auch Sascha und so nimmt er sie einfach mit. Er rettet die rüstige Alte und schafft sie mit zu sich in seine Wohnung. Da prallen die Generationen aufeinander. Frau Ella versteht nicht, wie eine Wohnung so vernachlässigt werden kann. Sascha versteht nicht, was sie denn die ganze Zeit auszusetzen hat. Sowieso versteht Frau Ella so einiges nicht.
Dies ist auch der Inhalt des Buches. Zwei Generationen die selten so intensiv miteinander zu tun haben und sich derart miteinander auseinander setzen müssen. Frau Ella entdeckt neue kulinarische Feinheiten und ihre Vergangenheit. Sascha entdeckt sich selbst und lernt neue Werte im leben zu schätzen. Eine Paar das sich gegenseitig zu einer Chance verhilft das Leben und die Menschen neu zu entdecken.

Ein wunderschöner Roman der mich nicht, wie ich anfangs erwartet habe, zum lachen, aber zum schmunzeln gebracht hat. Nicht selten kommt meine Generation in die gleiche Situation wie Sascha. Nicht gerade im Krankenhaus, aber sie bekommt die Chance einer älteren Dame zu helfen. Wer weiß in welche Situation wir demnächst geraten, wenn wir in der U-Bahn aufstehen um einer ältere Dame den Platz zu geben. Es in eine ganz wunderbare Geschichte von einer ganz ungewöhnlichen Beziehung. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen.

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