Die Einsamkeit der Primzahlen - Giordano, Paolo
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Paolo Giordano 

Die Einsamkeit der Primzahlen

Ausgezeichnet mit dem Premio Strega 2008. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2010, Kategorie Preis der Jugendlichen

Aus d. Italien. v. Bruno Genzler
Gebundenes Buch
 
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***** sehr gut
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Produktbeschreibung zu Die Einsamkeit der Primzahlen

'Der große Roman einer unvollendeten Liebe.' La Stampa

'Die Genauigkeit und Leichtigkeit, mit der dieser 25 Jahre junge Autor diesen ebenso dramatischen wie schwierigen Stoff meistert, sind unfassbar ... Schon allein die ersten beiden Kapitel sind herzzerreißend ... ein einzigartiger Bildungsroman.' La Repubblica

"Mit traumwandlerischer Sicherheit und stilistischer Meisterschaft stellt Paolo Giordano die Schmerzen der Erwachsenwerdens und das Verlangen nach Anerkennung dar." Corriere della Sera

"Zum Teufel noch mal, was für ein großartiger Schriftsteller, schon mit 26 Jahren!" Andrea Camilleri

Ein einziger Tag in ihrer Kindheit, so scheint es, hat über ihr ganzes Leben entschieden. An einem solchen Tag verlor Alice für immer ihre Unbeschwertheit und das Vertrauen zu ihrem halsstarrigen Vater. Mattia hingegen verlor mit sechs Jahren seine Schwester, deren Hilfsbedürftigkeit er ein einziges Mal, für wenige Stunden, missachtet hatte. Seither quälen ihn Schuldgefühle, die er niemandem offenbart.

Sieben Jahre später lernen Mattia und Alice sich auf dem Gymnasium kennen. Die Anziehungskraft zwischen den beiden scheint unwiderstehlich. Jeder erkennt im anderen die eigene Einsamkeit. Alice ist der einzige Mensch, dem Mattia wenigstens einmal seinen Schmerz zu offenbaren wagt. Und umgekehrt würde sie nie einen anderen als ihn bitten, das Tattoo von ihrer Haut zu entfernen, mit dem sie ihre inneren Wunden gleichsam übermalen wollte. Doch mit den Jahren werden die Hindernisse, die die beiden einander unbewusst in den Weg legen, höher und höher. Bis sie sich entscheiden müssen.

In einer ebenso klaren wie poetisch-eindringlichen Sprache erzählt Paolo Giordano die Geschichte von Alice und Mattia, die wie Primzahlzwillinge nahe beieinanderstehen und doch immer durch eine Winzigkeit getrennt bleiben. Komplexe Seelenzustände schildert er so genau, dass sie fassbar werden und uns tief berühren. Paolo Giordano findet unvergessliche Bilder für die verschlungenen Wege, auf denen die Dramen der Kindheit in uns fortwirken. Seine Prosa verwandelt auf magische Weise Schmerz in Trost.Ausgezeichnet mit Italiens renommiertestem Literaturpreis - dem "Premio Strega". Mit 26 Jahren ist Paolo Giordano der jüngste Gewinner aller Zeiten.

Produktinformation


  • Verlag: Blessing
  • 2009
  • 2. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 364 S.
  • Seitenzahl: 364
  • Deutsch
  • Abmessung: 215mm x 135mm
  • Gewicht: 587g
  • ISBN-13: 9783896673978
  • ISBN-10: 3896673971
  • Best.Nr.: 26246674
"Mit traumwandlerischer Sicherheit und stilistischer Meisterschaft stellt Paolo Giordano die Schmerzen des Erwachsenwerdens und das Verlangen nach Anerkennung dar." (Corriere della Sera)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 16.09.2009

Unheimliche Familienbande
Magersucht statt Mamma mia: Paolo Giordanos Erfolgsroman „Die Einsamkeit der Primzahlen”
In Italien gab es im letzten Jahr zwei Bücher, über die alle redeten. Beide waren Debüts, beide verkauften sich über eine Million Mal, beide räumten alle wichtigen Preise ab. Das erste – bei Mondadori erschienen – war die mittlerweile international beachtete und verfilmte Camorra-Reportage „Gomorra” des 1979 geborenen Roberto Saviano. Der zweite Überraschungserfolg kam ebenfalls bei Mondadori heraus, war binnen Wochen in aller Munde, und begeisterte – wie übrigesn auch „Gomorra” – in erster Linie junge Leute: der Roman die „Die Einsamkeit der Primzahlen” des Turiner Physikers Paolo Giordano. Im Kontrast zu Savianos Buch, in dem sich ein brisanter Stoff – die globalisierte Kriminalität, der Schauplatz Neapel mit seiner Dritte-Welt-Peripherie – und eine mitreißende Erzählweise verbinden, erschien das Debüt von Paolo Giordano, Jahrgang 1982, auf den ersten Blick als eher konventioneller Entwicklungsroman.
Die Helden heißen Alice und Mattia, die Handlung setzt 1983 ein und endet 2007. Die erzählte Zeit wird nicht …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 19.02.2010

Liebe unter dem Minuszeichen
Scheiternde Wahlverwandtschaften: Paolo Giordanos subtiles Debüt war ein Überraschungserfolg in Italien

Am Erfolg hängt, zum Erfolg drängt doch alles. Heißt dies nicht, literarisch gewendet: Gib dem Leser, was des Lesers ist. Was aber will er? Bestsellerlisten, Stückzahlen beantworten es mit einem ganz neues Genre: dem Designerroman. Er ist ein Produkt der Medienkonkurrenz. Gewonnen hat den Kampf um die freie Zeit des Publikums zwar der Kino- und Fernsehfilm. Doch in seinem Rücken scheint der langsame, selbstlose Buchstabe der Literatur einen ganz neuen, alternativen Genuss zu bieten: eine Diät gegen die Fresslust schneller, gieriger Bilder.

Anschauung kann ein eklatanter Fall aus Italien geben. Es ist der Debütroman von Paolo Giordano, sechundzwanzig, Doktorand der Physik. Er trägt den Titel "Die Einsamkeit der Primzahlen", erreichte in weniger als einem Jahr eine Auflage von über einer Million, beherrschte Bestsellerlisten und Kritik und erhielt den "Premio Strega", den angesehensten Literaturpreis Italiens.

Erfolge haben Gründe. Zwei erstaunliche spielen hier zusammen. Giordano ist nicht naiv. …

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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Mehr als ein Unterhaltungsroman mit psychopathologischer Komponente ist "Die Einsamkeit der Primzahlen" von Paolo Giordano für Barbara Villiger Heilig nicht. Obwohl die ersten zwei Kapitel des Debütromans laut Rezensentin einschlagen "wie Blitze", überzeugt das in Italien meistverkaufte Buch des vorigen Jahres Villiger Heilig nicht ganz. Der Leser begleitet das Erwachsenwerden der Protagonisten Mattia und Alice, die beide unter Kinheitstraumata leiden und in "defensiver Freundschaft" miteinander verbunden sind, wie die Rezensentin berichtet. Zur Zufriedenheit Villiger Heiligs lässt der 1982 geborene Physiker Giordano seine "Doppel-Ouvertüre" jedoch nicht mit der Zusammenführung der Hauptfiguren enden. Trotz der psychisch verkorksten Figuren, die die Rezensentin mit fortschreitender Lektüre genervt haben, bescheinigt sie dem Autor einen besonderen "Sinn für kindliche Nöte" und drückt ihr literarisch-realistisches Auge angesichts der vollen Ladung steifer Hinkebeine und magersüchtiger wie ritzender Teenager noch einmal zu.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Eine Geschichte voller sprachlicher Schönheit, von Daniel Brühl sehr einfühlsam gelesen." hörBücher Magazin

"Beachtlich ist zudem der Sprecher Daniel Brühl: einfühlsam, zurückhaltend und stellenweise suggestiv zieht der Nachwuchsfilmstar in die Handlung hinein, bis sie sichtbar werden: Giordanos großartige Sprachbilder..."

"Beachtlich ist zudem der Sprecher Daniel Brühl: einfühlsam, zurückhaltend und stellenweise suggestiv zieht der Nachwuchsfilmstar in die Handlung hinein, bis sie sichtbar werden: Giordanos großartige Sprachbilder..."
Paolo Giordano, geb. 1982 in Turin, studierte und lehrte Physik . Nach einigen Kurzgeschichten und Auftritten auf Literaturfestivals feierte er mit 'Die Einsamkeit der Primzahlen' ein sensationelles Romandebüt. Es war das meistverkaufte Buch Italiens im Jahre 2008. In der über 60-jährigen Geschichte des Premio Strega des wichtigsten Literaturpreises in Italien ist er der jüngste Preisträger überhaupt. Sein Roman wurde in 26 Länder verkauft.

Videoclip zu "Die Einsamkeit der Primzahlen"

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Kundenbewertungen zu "Die Einsamkeit der Primzahlen" von "Paolo Giordano"

Durchschnittliche Kundenbewertung 3.8 von 5 Sterne bei 6 Bewertungen ***** sehr gut
(aus 6 Bewertungen)
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Bewertung von KleinerZwerg aus NRW am 12.01.2012 ***** gut
Alice und Mattia sich lernen sich in der Schule
kennen und beide haben mit Schicksalsschlägen
zu kämpfen. Obwohl sie viele Gemeinsamkeiten
haben und sich sehr nahe stehen, sind sie doch
sehr distanziert - wie Primzahlzwillinge.

Letztendlich lebt aber jeder zu sehr "für sich allein"
und es gibt meiner Meinung nach relativ wenig Szenen, die
Alice und Mattia zusammen erleben.
Es könnten genauso gut zwei Geschichten sein.

Die Grundidee des Buches istsuper, jedoch
fehlt die Spannung. Alle Handlungen sind ohne
Emotionen beschrieben, dies wirkt einerseit sehr
kühl, andererseits passt dies zu der Geschichte, da
die Protagonisten ebenfalls sehr verschlossen wirken
und deren Beziehung zueinander distanziert ist.

Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht

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Bewertung von Aos aus Norderney am 31.07.2011 ***** ausgezeichnet
Meine Tochter (14 Jahre) hat es in 1 Woche Ferienzeit verschlungen und abschnittweise daraus vorgelesen. Ich werde es auch noch lesen, bevor sie es -weil es so gefallen hat- ein zweites Mal lesen wird ;)

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Bewertung von Serenity aus Bad Berka am 01.06.2011 ***** schlecht
Sie ist geprägt von nur einem einzigen Tag, an diesem hat sie das Vertrauen zu ihrem Vater verloren und ihre Lebenslust. Mattia wird geplagt von Schuldgefühlen, weil er seine Schwester vor 6 Jahren allein zurückgelassen hat und diese nie gefunden wurde. Zwei Primzahlen begegnen sich nach 7 Jahren auf dem Gymnasium wieder und scheint es mit ihnen gut zu meinen bis sich alles ändert.
Ein Roman der anregt über das Leben und seine Bedeutung nach zu denken. Sind wir nicht alle irgendwo Primzahlen? Mattia und Alice bilden nur ein Beispiel für die Liebe auf Umwegen. Ein wirklich gelungenes Buch zur Arbeit im Unterricht. Es ist für Leser ab der 9. Klasse gerade zu geschaffen, jedoch ist es kein typisches Jugendbuch, da jeder Leser egal welchen Alters etwas anderes für sich wichtiges daraus behalten wird..

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Bewertung von Buchwurm aus Ober-Ramstadt am 29.03.2010 ***** ausgezeichnet
Alice und Mattia haben in ihrer Kindheit beide ganz unterschiedliche traumatische Erlebnisse gehabt, die sie bis ins Erwachsenenalter entscheidend geprägt haben.
Viele Jahre später kreuzen sich die Lebenswege dieser beiden ungewöhnlichen Menschen und sie finden ineinander Vertraute, da beide "anders" sind. Alice, die sich ihre Magersucht nicht eingesteht und Mattia, das Mathegenie, der sich aber zwanghaft selbst verletzen muss.
Beide sind füreinander bestimmt, schaffen es aber nicht, über den Status tiefer Freundschaft hinaus zu gelangen. Und so trennen sich ihre Wege, bis sie sich nach weiteren vielen Jahren erneut begegnen...

Dieses Buch hätte ich mir niemals gekauft, aber als ich es in der Bücherei fand, nahm ich es mit, da es interessante Rezensionen gab. Und ich muss sagen: ich liebe Giordanos Schreibstil! Das Buch liest sich wunderbar in einem Stück durch, wird niemals langweilig oder schwülstig. Es ist einfach eine großartige Geschichte, die volle 10 Punkte verdient hat und definitiv jeden Euro wert ist!! Absolute Leseempfehlung von mir.

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Bewertung von Nina [libromanie.de] am 23.03.2010 ***** sehr gut
Nach dem Motto »Es waren zwei Königskinder…« erzählt Paolo Giordano in seinem Debütroman, der 2oo8 mit Italiens renommiertestem Literaturpreis 'Premio Strega' ausgezeichnet wurde, die Geschichte von Alice und Mattia, Königskinder oder eben Primzahlen, die eigentlich zueinander gehören, aber sich einfach nicht finden können.

Beide Charaktere sind Außenseiter. So sehr Alice auch versucht, dazu zu gehören, es gelingt ihr einfach nicht. Ein Unfall in ihrer Kindheit, für den sie ihrem Vater die Schuld gibt, hat sie nicht nur die Beweglichkeit eines ihrer Beine einbüßen lassen, sondern auch einen tiefen Riss in ihrer Seele verursacht. Ihr Bestreben nach Normalität gipfelt in Magersucht, Ärger mit den Eltern und immer weiteren Demütigungen.
Mattia hingegen grenzt sich selbst von vornherein aus. Nachdem seine behinderte Zwillingsschwester mit sechs Jahren aus seiner Obhut verschwand, kapselt er sich immer mehr ab und verleiht seinem Schmerz heimlich Ausdruck, indem er anfängt, sich selbst zu verletzten.
Einzig Alice schafft es, nach und nach zu ihm durchzudringen, auch wenn sie lange nur an der Oberfläche kratzt und nicht ganz klar ist, welche Absichten sie dabei hegt.

Von 1983 bis 2007 begleitet der Leser Mattia und Alice auf ihrem Lebensweg, den letztlich jeder für sich bestreiten soll, ohne dass der Kontakt zum anderen aber völlig abbricht.
Hierbei rückt der Autor nicht nur seine Figuren in die Rolle der unglückseligen Primzahlen, sondern gibt auch dem Leser das Gefühl, Mattia und Alice über all die Jahre und Seiten hinweg nur sehr bedingt nahe kommen zu können, obwohl er ihn doch erstaunlich tief in ihre traumatisierte Psyche blicken lässt.
Giordanos Sprache ist schnörkellos und klar, hält den Leser kühl auf Distanz, ist aber gleichzeitig eindringlich und ruft intensive Bilder hervor, wenngleich diese – bestärkt durch die teilweise großen Zeitsprünge – vielmehr Momentaufnahmen darstellen. Augenblicke, in denen Alice aufdringlich und Mattia zu passiv ist, um sympathisch zu sein – und doch fühlt man mit ihnen und verfolgt ohnmächtig, wie die beiden Helden sich in ihr Unglück manövrieren.

Auch wenn am Ende ein leichter Hoffnungsschimmer aufglimmt, ist »Die Einsamkeit der Primzahlen« definitiv keine Lektüre für schwermütige Zeiten, denn das ungute Gefühl, dass da etwas völlig falsch läuft, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und lässt den Leser aufgewühlt und vor allem traurig zurück.

FAZIT: Eine tragische (Liebes)Geschichte, die schon nach den ersten beiden Kapiteln schwer im Magen liegt und trotzdem (oder gerade deshalb) schön zu lesen ist.

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Bewertung von Max aus Penzberg am 12.11.2009 ***** ausgezeichnet
In Die Einsamkeit der Primzahlen erzählt Paolo Giordano die Liebesgeschichte von Alice und Mattia. Ein einziger Tag in ihrer Kindheit hat ihr gesamtes Leben so verändert, dass es scheint, dass sie nicht mehr mit der Welt zurecht kommen.
Man fiebert richtig mit, ob sich die beiden doch noch kriegen oder nicht. Unbedingt lesen.

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