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Bewertung von sabisteb aus Freiburg am 24.12.2010![]() |
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| USA 1963. Der neunzehnjährige Ennis del Mar und der ein Jahr ältere Jack Twist arbeiten als Schafshirten am Brokeback Mountain, eine einsame Gegend. Das zunächst männlich kumpelhafte Verhätnis der beiden Männer wandelt sich im laufe der langen einsamen Monate in mehr, in viel mehr. Als der Job beendet ist, scheint auch das Verhältnis der beiden Männer beendet. Sie heiraten, gründen Familien, leben ein normales Leben. Aber die Vergangenheit und die Liebe zueinander holt sie wieder ein und lässt sie ein Leben lang nicht los. Das Film basiert auf einer Kurzgeschichte von Annie Proulx und hätte auch das sein sollen: kurz. Hier ergeht man sich stundenlang in wortkargen, typisch männlichen nicht Gesprächen. 134 min quält man sich episodenhaft durch das Leben der beiden einsamen, schulen oder besser bisexuellen Cowboys, die meist nur kurze Sätze von sich geben und ansonsten gemeinsam die Landschaft und ihre Liebe genießen. Durch den Film kann man ganz nett, den Wandel der Mode und der Haartracht beobachten, das ist aber auch schon alles. Laaaaaaaaaaaaaaaaaangweilig und laaaaaaaaaaaaaaaaaangatmig. Ja es ist neu, dass hier zwei Cowboys schwul sind, schlimmes, schlimmes Schicksal. Für eine Kurzgeschichte und die eher dürftige Botschaft hätten aber auch normale 90 min gereicht. |
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| Bewertung von Sahneschnitte aus ROW am 09.01.2010 | |
| Eine Liebesgeschichte zwischen zwei Männern, die im ersten Moment eher zufällig erscheint. Tiefgängiges, die "echte" Männer zu verstehen versuchen, schließlich sind Cowboys der Inbegriff für Männlichkeit. Nachvollziehbar die seelischen Zweifel und das eigene Unverständnis zur Situation, die Schwierigkeit, sich dieser Situation zu stellen. Ein toller Film mit Tiefgang. |
Bewertung von Don Alegre aus Bayern am 07.01.2010![]() |
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| ...ein Meisterwerk über eine wunderbare Art der Wortlosigkeit Unaufdringlich, mit vielen Standeinstellungen, Pausen, Auslassungen und oft wortlosen Passagen filmt und zeigt Ang Lee einfach genial und in einer geradezu überwältigenden und ehrfurchtgebietenden Präzision Realität und Poesie menschlicher Details und Dramen sowie subjektiver, ökonomischer Zwänge einer Gesellschaft vor faszinierenden Kulissen und in überwältigenden Farben. Obwohl die Handlungen als solches voller Details stecken, sind es gerade und vor allem Symbolik und Gesten, die den Zuschauer faszinieren und zu plötzlichen Erkenntnissen über den humanen Reigen von Liebe und Schicksal, Akzeptanz und Toleranz, Hoffnung und Hoffnungslosigkeit zwingen. In dieser schicksalhaften, mit der Natur und den Naturgewalten so eng verbundenen Beziehung mit allen ihren zwangsläufigen, sozialen Auswirkungen glänzen die Schauspieler mit grandioser Spiellaune und höchstem Einfühlungsvermögen für die jeweiligen Situationen und ihrer Charakterisierungen. ...es ist ein Meisterwerk, eine bewegende und tief ergreifend Erzählung auf höchstem Niveau, und zugleich eine Hommage an die Schönheit nordamerikanischer Landschaften und eine einfühlsame Reflektion über den Mythos des Westens, ein zerbrochenes Relikt einer vergangenen Epoche. |
3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Lisega am 08.04.2009![]() |
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| „Langweiliger Schwulen-Western“, „Total öde, nur die Landschaftsaufnahmen sind schön“ – von solchen Kommentaren aus dem Freundeskreis habe ich mich vom Kinobesuch abschrecken lassen. Nun habe ich mir „Brokeback Mountain“ doch mal auf DVD angeschaut, und der Film hat mich total begeistert. Ja, die atemberaubende Landschaft ist wirklich grandios gefilmt. Das ist aber durchaus nicht das einzig Sehenswerte an diesem wunderschönen, tieftraurigen Film, der sich viel Zeit zum Erzählen nimmt und total unverkrampft mit dem Thema Homosexualität umgeht. Ang Lee schafft es, eine ergreifende Liebesgeschichte zu erzählen, die weder abstoßend noch provokant, weder lächerlich noch klischeehaft ist und nie befremdlich wirkt. Im Grunde ist es egal, dass sich hier zwei Männer lieben - man hofft und leidet mit Jack und Ennis genauso wie mit den Paaren in anderen Liebesfilmen. Manche beklagen, die Handlung sei zu dürftig, aber ich finde, gerade in der Kargheit und der Reduzierung kommt das Drama erst so richtig zum tragen. Gerade weil der berechnende Druck auf die Tränendrüse und das hollywoodtypische Happy End fehlen, bewegt der Film umso mehr. |
6 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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