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Nach seinem Bestseller >Der Klang der Zeit Roman. Kearney ist die geographische Mitte der USA - und die Mitte von Nirgendwo. In einer Winternacht überschlägt sich Mark mit dem Auto. Als er wieder ins Leben zurückfindet, hält er seine Schwester Karin für eine feindliche Doppelgängerin. Sie hingegen versucht alles, um ihm ein normales Leben zu…mehr

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Produktbeschreibung
Nach seinem Bestseller >Der Klang der Zeit< erforscht Richard Powers, was Familien im Innersten zusammenhält: das zerbrechliche Geflecht aus Gefühl und Erinnerung. Die ergreifende Geschichte eines Geschwisterpaares und ein Panorama des heutigen Amerikas vereinen sich hier in seinem neuen großen Roman. Kearney ist die geographische Mitte der USA - und die Mitte von Nirgendwo. In einer Winternacht überschlägt sich Mark mit dem Auto. Als er wieder ins Leben zurückfindet, hält er seine Schwester Karin für eine feindliche Doppelgängerin. Sie hingegen versucht alles, um ihm ein normales Leben zu ermöglichen. Auf einer bewegenden Reise in das Innerste einer Familie macht uns Richard Powers mit dem größten Geschichtenerzähler bekannt: unserer Erinnerung. Sie schafft das Echo unseres Lebens, das uns trägt, umfängt und bisweilen grausam täuscht.

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  • Produktdetails
  • Verlag: FISCHER E-Books
  • Seitenzahl: 544
  • Erscheinungstermin: 30.09.2015
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783104037035
  • Artikelnr.: 43046298
Autorenporträt
Richard Powers, 1957 geboren, lebt in Urbana/Illinois. Er studierte Physik, arbeitete als Programmierer, bis er mit 32 seinen ersten Roman schrieb. In seinen Romanen verarbeitet er naturwissenschaftliche und/oder technische Themen. So etwa der aktuellen Gehirnforschung und ihrer psychologischen und philosophischen Implikationen in seinem bekanntesten und preisgekrönten Werk "Das Echo der Erinnerung". Mittlerweile zählt er zu den ganz großen amerikanischen Erzählern der Gegenwart. Seine Bücher wurden vielfach ausgezeichnet, seine Beiträge erschienen in der New York Times, Esquire, Times und Harper's.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 10.10.2006

Mein Bruder Kranich
Ulrich Matthes liest Richard Powers

Hat das Wissen einen Körper? Das hatte sich schon Novalis gefragt. Ja, es hat einen, und wenn dieser verletzt wird, geht womöglich das Wissen um das eigene Ich verloren, sagen die Neurobiologen. Oder das Fühlen, wie bei Mark Schluter, der nach einem Schädel-Hirn-Trauma seine Schwester nicht mehr wiedererkennt. Mehrere Wochen nach seinem nächtlichen Autounfall auf der Prärie von Nebraska weiß er, wer er ist, welchem Beruf er nachgeht und erkennt seine Freunde. Nur Karin, die ihren Job aufgegeben hat und in ihre Heimatstadt Kearney zurückgezogen ist, um ihn zu pflegen, hält er für eine Schauspielerin und Schwindlerin, die er fürchtet. Das Hirnareal, das für das emotionale Gedächtnis zuständig ist, hat buchstäblich den Geist aufgegeben, nachdem sich die synaptischen Verbindungen gelöst haben.

Ein Roman auf der Höhe einer Zeit, die sich der Leitwissenschaft Biologie verschrieben hat. Richard Powers hat ihn verfaßt: ein faszinierendes Buch über die Einheit des Ichs. "Das Echo der Erinnerung", in der deutschen Übersetzung von Manfred Allié und Gabriele Kempf-Allié bei S. Fischer erschienen, ist aber auch ein leidenschaftliches Plädoyer für den Natur- und Artenschutz. Im Chagallsaal des Frankfurter Schauspiels trug Ulrich Matthes jetzt die ersten 80 Seiten des Romans in gekürzter Fassung vor - eine Uraufführung der Deutschen Grammophon, für die der Berliner Schauspieler gerade das entsprechende Hörbuch aufgenommen hat, das weltweit erste des amerikanischen Autors. Vor lichten Reihen gelang es dem Ensemblemitglied des Deutschen Theaters, sich mit verschiedenen Tempi in die Geschwister Mark (Largo) und Karin (Allegro) einzufühlen, mit modulierter Stimme aber auch den skurrilen Freundeskreis des Koma-Patienten lebendig zu machen.

Der Unfall, der Marks emotionale Erinnerung an Karin auslöscht, ist nur ein beiläufiger Augenblick in der Evolution. Dafür hat Powers auf den ersten zwei Seiten ein großartiges Bild gefunden: Tausende von Kranichen, die letzten ihrer seit dem Eozän existierenden Art, fliegen verschreckt auf und weiden danach auf ihrem Rastplatz am Platte River weiter, als wäre nichts geschehen. Daniel, Marks Jugendfreund und mittlerweile professioneller Artenschützer, kümmert sich um die bedrohten Zugvögel und um Karin, die ebenfalls verstört bei ihm Zuflucht sucht. Auf der Suche nach dem emotionalen Zugang zum Bruder bröckelt nämlich auch ihr eigenes Ich. Die gemeinsame familiäre Vergangenheit, die sie stets sorgsam vor sich und den anderen verborgen hatte, meldet sich düster und unabweisbar zurück: Die verlorene Erinnerung des Bruders läßt die unliebsamen Erinnerungen der Schwester nicht mehr zur Ruhe kommen.

Als hätte er nicht schon genug Themen aufgenommen, wartet der Wissenschafts-, Naturschutz- und Familienroman auch noch mit einem geheimnisvollen Zettel auf, den Karin auf Marks Nachttisch im Krankenhaus entdeckt - eine Botschaft wie aus dem Jenseits, hingekrakelt von anonymer Hand wie ein Spinnennetz, in dessen Mitte das Wort "Gott" prangt. War der Verfasser Zeuge des Unfalls? Oder gar ursächlich daran beteiligt? Karin, die der Polizei Rede und Antwort stehen muß, hütet ihren Fund und ihre Zunge. Beginnt hier ein esoterischer Krimi? Das läßt sich erst nach der Lektüre aller 533 Seiten beantworten. Jedenfalls hat Powers seinen Roman gemäß den fünf Zeilen auf dem Zettel fünfteilig strukturiert, so daß dessen Botschaft das gesamte Buch grundiert: "Ich bin Niemand aber/Heute Nacht auf der North Line Road/Führte GOTT mich zu dir/damit Du leben kannst/und jemand anderen zurückholen."

CLAUDIA SCHÜLKE

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 18.02.2010

DAS HÖRBUCH
Gefangen in einem anderen Ich
„Das Echo der Erinnerung” von Richard Powers als Hörspiel
„Das Echo der Erinnerung”: Dieser Titel verfügt über einen eher melancholischen Beiklang. Lauscht man der Hörspielversion des 2006 erschienen Romans von Richard Powers, glaubt man sich allerdings in eine Schauergeschichte, in ein Horrorhörspiel versetzt. Nicht um nostalgische Reminiszenzen nämlich geht es, sondern um die unheimliche, zutiefst beängstigende Auflösung aller Ordnung.
Die äußere Handlung ist rasch beschrieben: Ein junger Mann, Mark mit Namen, hat einen Autounfall; eine Weile liegt er im Koma, und die körperlichen Schäden scheinen zuerst gering. Als er jedoch erwacht, zeigt sich, dass in seinem Kopf etwas nicht stimmt: Er kann sich zwar daran erinnern, wer er ist, wo er herkommt, er kann sprechen, gehen, denken. Nur kann er seine einzige und innig geliebte Schwester nicht mehr erkennen. Sie steht vor ihm, er aber hält sie für eine Kopie, für einen Roboter. Er kann, kurz gesagt, keine emotionale Beziehung mehr zu dem Bild herstellen, das er vor sich sieht.
Diese Störung, das sogenannte Capgras-Syndrom, bezieht sich nicht nur auf seine Schwester, nicht einmal nur auf menschliche Wesen (auch seine Wohnung hält Mark für eine gut gemachte Filmkulisse). Was wie eine Kuriosität, eine seltene neurologische Absonderlichkeit anmutet, führt Richard Powers allerdings zu den generellen Fragen der Neurologie: Wie hängen Gefühle und Gedanken miteinander zusammen? Was heißt Bewusstsein? Wie funktioniert das menschliche Gehirn überhaupt und wie fragil ist seine Konstruktion?
Für die literarische Umsetzung dieser Fragen wurde Powers euphorisch gelobt (SZ vom 4. 10. 2006). Die akustische Fassung nun, so sehr sie auch auf Kürzungen angewiesen war, besitzt gleichwohl ihren ganz eigenen Reiz: Der Hörer wird keinen Moment in Ruhe gelassen, es herrscht eine leise, unterschwellige, doch ständige Verunsicherung. Mal klingen die Stimmen wie von Ferne, mal ganz metallisch, als wären sie stark komprimiert, dann wieder hallen sie den Ohren intensiv entgegen.
Zuweilen ist es, als läge man mit geschlossenen Augen im Bett und als würde die Migräne die von außen eindringenden Geräusche verzerren. Und wenn das Außen unberechenbar ist, wo hat man sich dann selbst zu verorten? Mehr noch als durch die Stimmen illustriert der Regisseur Fabian von Freier die elementare Verunsicherung der Figuren durch Musik und Geräusch, durch ein unablässig bebendes Klangbild. Marion Wöhrle und Maciej Sledziecki haben diese Musik komponiert, das seltsame, an die Luft in einem Akkordeon erinnernde Surren, die klackernden Hölzer, hallenden Metallstäbe, vereinzelten Gitarrentöne, den Eindruck tiefer Blasinstrumente und das elektronische Pochen.
So dezent sich all diese Elemente ausnehmen – nicht zu vergessen die besonnene Art der Sprecher, vor allem die Stimme des großartigen Florian Lukas – so scheinen sie doch mitzurütteln an der festen Überzeugung, dass Ich Ich ist. „Ich fühle mich gefangen in den Gedanken eines anderen”, sagt Mark einmal. Mit diesem Hörspiel, so meint man, lässt sich in manch verborgenen Winkel unserer Selbst hineinhorchen.TOBIAS LEHMKUHL
RICHARD POWERS: Das Echo der Erinnerung. Regie: Fabian von Freier, Sprecher: Annett Renneberg, Florian Lukas u. a. Der Hörverlag, München 2009,
2 CDs, 110 Min., 19,95 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.sz-content.de
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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Als nicht immer ganz gelungene Kreuzung von Hirnforschung und Gegenwartsroman beschreibt Rezensentin Tanya Lieske Richard Powers neues Buch, in dem es um "nichts Geringeres" als die Frage gehe, "wie sich das menschliche Bewusstsein konstituiert". Im Hirn eines der Protagonisten sei nach einem Autounfall eine winzige Verbindung gerissen, weshalb er nun niemanden mehr erkennen könne. An jenem Mark Schluter und seinem Neurologen spiele Richard Powers nun Fragen der Fragilität des Bewusstseins durch. Beim Lesen fühlte Lieske sich immer wieder wie ein "Gast in einem wissenschaftlichen Labor", sah zu, wie der Autor auch verschiedene andere Testpersonen in Umstände verwickelt, die er dann auf Ursache und Wirkung untersuche. Die Rezensentin beschreibt das Buch als "breiten, episch angelegten Roman mit viel Raum für Nebenhandlungen, biografische Einsprengsel, Abschweifungen und Exkurse". Bei allem Interesse und gelegentlicher Faszination für Powers Fragestellungen und Szenarios fällt der Rezensentin aber immer wieder ein Hang zur Redseligkeit negativ auf, weswegen das Buch aus ihrer Sicht oft Gefahr läuft, an seinen Ambitionen zu ersticken.

© Perlentaucher Medien GmbH