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Ein Mann kommt mit seinem Sohn zurück. Er hat seine Frau verloren und eines seiner Kinder in Los Angeles zurückgelassen. Nachts fährt er als Chauffeur durch sein Heimatland, das ihm Himmel und Hölle zugleich ist, auf der Suche nach einem neuen Leben.
Der Erzähler Tom arbeitet als VIP-Fahrer, holt hohe Angestellte von Pharmaunternehmen und Diplomaten vom Flughafen ab und bringt sie nach Zürich oder Bern. Unterwegs durch die Nacht entspinnen sich Dialoge, die von großer Fremdheit und unheimlicher Intimität sind. Währenddessen führen die Gedanken des Fahrers immer auch weg von der Straße, hin…mehr

Produktbeschreibung
Ein Mann kommt mit seinem Sohn zurück. Er hat seine Frau verloren und eines seiner Kinder in Los Angeles zurückgelassen. Nachts fährt er als Chauffeur durch sein Heimatland, das ihm Himmel und Hölle zugleich ist, auf der Suche nach einem neuen Leben.

Der Erzähler Tom arbeitet als VIP-Fahrer, holt hohe Angestellte von Pharmaunternehmen und Diplomaten vom Flughafen ab und bringt sie nach Zürich oder Bern. Unterwegs durch die Nacht entspinnen sich Dialoge, die von großer Fremdheit und unheimlicher Intimität sind. Währenddessen führen die Gedanken des Fahrers immer auch weg von der Straße, hin zu den Wanderungen mit seinem Vater zum schwarzen Mönch, noch öfter hin zu Nina, seiner verstorbenen Frau. Sie ist Gast auf jeder Fahrt, flüstert ihm ein, zieht ihn hin zu den Narben der Landschaft. Orte, an denen schwere Unfälle geschehen sind, Flugzeugabstürze und andere Machtproben des Schicksals. Morgens nach der Arbeit setzt er sich ans Bett seines schlafenden Sohnes, legt die Hand auf seine Haut, versucht, eine Zukunft zu sehen. Auf dunstverhangenen Straßen nähert sich Tom Kummer auf eindringliche Weise der großen Unbekannten des Lebens: dem Tod.
  • Produktdetails
  • Verlag: Tropen
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 245
  • Erscheinungstermin: 11. März 2020
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 147mm x 30mm
  • Gewicht: 438g
  • ISBN-13: 9783608504286
  • ISBN-10: 3608504281
  • Artikelnr.: 57916853
Autorenporträt
Kummer, Tom
Tom Kummer, geboren 1961 in Bern, ist ein Schweizer Autor. Als Journalist löste er im Jahr 2000 wegen fiktiver Interviews einen Medienskandal aus. Nach mehreren Jahren in Los Angeles mit seiner Familie, lebt er wieder in Bern. Er schrieb u.a. »Good Morning, Los Angeles - Die tägliche Jagd nach der Wirklichkeit« (1997) und »Blow Up« (2007). Sein letzter Roman »Nina & Tom« (2017) wurde von der Kritik gefeiert.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Rezensent Ronald Düker hat sich mit Tom Kummer in Bern zum Gespräch getroffen, in dessen Verlauf nicht nur die Asche von Kummers an Krebs verstorbener Frau Nina in einer Plastiktüte auf dem Tisch landet, sondern auch Kummers Sohn Henry teilnimmt. Der betont zwischendurch den Kunstcharakter des Buches, muss er auch, denn das von Kummers Söhnen handelnde Buch schrammt passagenweise an "der Grenze zur Pädophilie"vorbei, stellt der Kritiker fest, der das Buch dann aber doch schlicht"grandios" findet. In dieser "halluzinativ" anmutenden Mischung ausThriller, Heimatroman, Gespenstergeschichte und Road-Novel gleitet er mit dem als Chauffeur arbeitenden Kummer im schwarzen Mercedes durch Schweizer Nächte und begegnet neben einer Reihe von illustren Fahrgästen auch der verstorbenen Nina und anderen an Murakami erinnernden Märchenwesen. Vor allem aber begleitet der Kritiker den Autor mit"frivol kalkuliertem Thrill" in die "Zwischenwelt der Trauer". Mit dem Interview-Fälscher von einst hat der zum Schriftsteller gereifte Kummer nichts mehr gemeinsam, wischt der Rezensent Kummers Vergangenheit schließlich vom Tisch.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Von schlechten Eltern ist ein Roman, der die Leserin [...] in eine Welt entführt, in der die Grenze zwischen Wirklichkeit und Fantasie auch im Kopf des fiktiven Tom Kummer ständig durchbrochen wird. Kummer schreibt elegant und in der Tat heiter, weil er Humor hat und zu seinem Protagonisten ein entspanntes Verhältnis pflegt." Ulrich Gutmair, taz, 23.05.2020 "Von schlechten Eltern ist ein grandioses Buch. Road-Novel, Heimatroman, Gespenstergeschichte, Thriller, wobei der Schriftsteller selbst lieber von einer Meditation spricht und es damit wohl am besten trifft. [...] "Von schlechten Eltern" ist eine halluzinative Autofiktion aus der Zwischenwelt der Trauer. Sie fesselt den Leser durch einen frivol kalkulierten Thrill an die zutiefst introvertierte Erzählung eines vom Schmerz verschnürten Überlebens. Kein Plot, ein Zustand." Ronald Düker, Die Zeit, 13.03.2020 "Klare, harte Sätze, gekonnte Rhythmuswechsel, dann wieder das Gleiten in sinnlich lyrische Schilderungen, intime Szenen wechseln ab mit apokalyptischen Visionen Toms so verbindet der Autor auf grandiose Weise Außen-und Inneneindrücke. Tom Kummer eröffnet in seinem literarischen Roadmovie einen einzigartigen Blick in die Seele seines Protagonisten und auf die Schattenseite eines westlichen Wohlstandsparadieses, suggestiv und von bedrängender Schönheit." Carsten Hueck, Deutschlandfunk, 28.03.2020 "Es ist ein Sound, der diese tiefe Trauer über den Verlust der Frau, seiner Gattin, in sich trägt, all den Schmerz. Es ist ein sehr intimes Buch. Wirklich wie eine Musik, die sich durch das ganze Buch zieht, in Moll geschrieben.[...] Ich finde, dass dieser Zustand der Trauer und dieses großen, großen Schmerzes, der sich wirklich einem mitteilt [...] auch etwas Universales hat. [...] Das ist stellvertretend für einen großen Schmerz von Verlust. Und das, finde ich, ist wirklich eine große Stärke des Buches." Nicola Steiner, SRF Literaturclub, 15.04.2020 "Das Buch hat mich total überzeugt. Das ist ein Roadmovie, ein Heimatroman, ein Trauerroman. [...] Und es ist unter all dem Obskuren, was er da beschreibt, [...] ein sehr zärtliches Buch, ein sehr liebevolles Buch. Mich hat es bewegt und gerührt. [...] Dieses Elend, dieses Leid, was er da durchmacht, das höre ich so zum ersten Mal, und ich finde, er hat das bravourös geschrieben." Elke Heidenreich, SRF Literaturclub, 15.04.2020 "Tom Kummer schafft es in seiner Beschreibung, einem das Gefühl zu geben, das ist hier ein Ort, da passiert was, das ist ein spezieller Ort, ein interessanter Ort. [...] Es ist so ein atmosphärisches Buch. Diese Nachtatmosphäre. [...] Er zeichnet ein anderes, unbekanntes, ein aufregendes Bild der Schweiz. [...] Es ist wie eine Momentaufnahme, es ist dieses Gefühl, das da auch ausgebreitet wird. Das macht er großartig." Reina Gehrig, SRF Literaturclub, 15.04.2020 "Der Schweizer Autor Tom Kummer hat nach seinem Sterbebuch Nina und Tom einen berührenden Roman über Trauer geschrieben. Wie sich Trauer anfühlt, wie Erinnerungen hochkommen und wie der Mann mit Hilfe seiner Söhne langsam zum Leben zurückfindet." Esther Schneider, SRF2, 07.04.2020 "Im Zwischenreich dieser wuchtigen Roadnovel verschwimmen Fantasie und Wirklichkeit. Als Borderline-Journalist ist Tom Kummer einmal aufgebrochen, als nur noch der fiktionalen Wahrhaftigkeit verpflichteter Autor ist er in der Nacht seines Lebens angekommen. Großartig." Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung, 23.03.2020 "Im Zwischenreich dieser wuchtigen Roadnovel verschwimmen Fantasie und Wirklichkeit. Als Borderline-Journalist ist Tom Kummer einmal aufgebrochen, als nur noch der fiktionalen Wahrhaftigkeit verpflichteter Autor ist er in der Nacht seines Lebens angekommen. Großartig." Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung, 23.03.2020 "Mit einer knappen, reduzierten Sprache inszeniert Kummer eine halluzinierende Welt zwischen Leben und Tod. Er spielt mit dem Symbolismus, dem schönen Schauer der Melancholie, de…mehr