Oben (Deluxe Edition)
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Carl Fredricksen ist ein manchmal griesgrämiger, aber im Grunde liebenswerter Rentner, der sein bescheidenes Leben in seinem kleinen Häuschen in Ruhe und Frieden genießen möchte. Das Leben des ehemaligen Ballonverkäufers gerät ins Wanken, als die Stadt um sein Grundstück herum ein riesiges Einkaufszentrum baut und darauf lauert, auch sein Häuschen dem Erdboden gleich zu machen. Doch soweit lässt der gewiefte 78-Jährige es nicht kommen: Mit Tausenden von Luftballons, die er an seinem Häuschen befestigt, entschwindet er seinem alten Leben, auf in Richtung Amazonas, wo er seinen Lebenstraum…mehr

Produktbeschreibung
Carl Fredricksen ist ein manchmal griesgrämiger, aber im Grunde liebenswerter Rentner, der sein bescheidenes Leben in seinem kleinen Häuschen in Ruhe und Frieden genießen möchte. Das Leben des ehemaligen Ballonverkäufers gerät ins Wanken, als die Stadt um sein Grundstück herum ein riesiges Einkaufszentrum baut und darauf lauert, auch sein Häuschen dem Erdboden gleich zu machen. Doch soweit lässt der gewiefte 78-Jährige es nicht kommen: Mit Tausenden von Luftballons, die er an seinem Häuschen befestigt, entschwindet er seinem alten Leben, auf in Richtung Amazonas, wo er seinen Lebenstraum endlich verwirklichen möchte: Ein Haus in Südamerika. Zu spät bemerkt er den blinden Passagier auf seiner Veranda: der 8-jährige Pfadfinder Russell hatte sich unbemerkt angeschlichen mit dem Ziel, Carl etwas Gutes zu tun, um sich so sein letztes, noch fehlendes Pfadfinderabzeichen zu verdienen. Doch mit seinem ständigen Geplapper und seiner unendlich guten Laune geht er Carl wahnsinnig auf die Nerven. Dessen Laune bessert sich nicht erheblich, als sie - im Dschungel angekommen - den sprechenden Hund Dug kennenlernen und auf einen prähistorischen Vogel namens Kevin stoßen, der durch seine einzigartige Mimik und Gestik einen ziemlich schrägen Eindruck macht. Dieses kuriose Expeditionsteam macht sich auf eine außergewöhnliche Reise, in der kindlicher Leichtsinn auf die Gelassenheit des Alters trifft - mit einem ungewöhnlichen Ergebnis für alle!
Der erste Animationsfilm, der Cannes eröffnen durfte, der erste Pixar-Film in 3D: Manches ist neu an dem zehnten Film der Erfolgsschmiede im Norden Kaliforniens. Nur die Qualität bleibt gleich: "Oben" kann sich mühelos mit dem Besten messen, was Pixar in den vergangenen 15 Jahren produziert hat.

Furchtlosigkeit ist der rote Faden, der sich durch die zweite Regiearbeit von Pete Docter (gemeinsam mit Bob Peterson) nach "Die Monster AG" zieht. Furchtlosigkeit ist gefragt von den Hauptfiguren von "Oben", dem grantigen Witwer Carl Fredericksen, der die unerfüllten Träume seiner verstorbenen Frau wahr machen will und sich mit seinem von Luftballons getragenen Häuschen in die Lüfte schwingt, und dem unerschrockenen Pfadfinder Russell, der eigentlich nur ein letztes Abzeichen in seinem Schultergürtel braucht und Fredericksen auch gegen dessen Willen begleitet. Furchtlosigkeit beweisen auch die Macher, die die unschlagbare Erzählphilosophie Pixars mittlerweile derart verinnerlicht haben, dass sie sich narrativ immer wildere Flüge der Fantasie erlauben können: "Wall-E" erlaubte es sich zuletzt, einem kleinen kompakten Roboter 45 Minuten dabei zuzusehen, wie er sich in den Ruinen der Zivilisation unsterblich verliebte. "Oben" legt die Latte nun noch höher: In einer Viertelstunde streift Docter zum Auftakt in wortlosen Vignetten durch ein ganzes Leben, deckt Höhen und Tiefen, Glück und Verlust, Träume und Wünsche in einer erschöpfenden Dichte ab, dass einem die Tränen kommen. Dann fängt der Film richtig an, verfolgt Carl Fredericksen als unmittelbaren Verwandten von Clint Eastwoods Walt Kowalski aus "Gran Torino", wie er aus seinem Amerika gedrängt wird. Anders als Walt wählt Carl die Flucht als einzigen Ausweg. "Schlaglicht auf Abenteuer" sind die ersten Worte des Films, vom Ansager einer Wochenschau marktschreierisch unters Volk gebracht. Genau das setzt Oben fortan um, wenn er den verkniffenen Rentner und seinen sonnigen Juniorpartner nach einigen Umwegen ans Ziel seiner Träume bringt: die pittoresken Paradise Falls in Südamerika, wo sie auf einen Paradiesvogel, redende Hunde und einen Gegenspieler stoßen, der in einem gewaltigen Zeppelin haust. Vorhang auf für Action, wie man sie auch aus "Indiana Jones" oder "Die Mumie" kennt und den Zuschauer in Pixar-Filmen traditionell daran erinnert, dass nun der Showdown kommt. Daran ist nichts Schlimmes, nur ist alles, was davor passiert, interessanter, innovativer, witziger und besser so gut in der Tat, dass man Pixar auch den fatalen Hang zum Action-Overkill, der offensichtlich erforderlich ist, um das heutige Kinopublikum zufrieden zu stellen, nachsieht: Längst hat man die Figuren samt ihrer Nöte, ihrer Eigenheiten, ihrer Macken so sehr ins Herz geschlossen, dass man auch ganz eng bleiben würde, wenn sie aus dem Telefonbuch vorlesen würden. Natürlich ist die Action hier besser, nur ist sie nicht, was diesen so wunderbar in Farben und Kompositionen schwelgenden Film so erhebend macht. Und das nicht nur, weil die Erzählung durch 3-D eine perfekte Ergänzung findet. War "Wall-E " noch eine Verbeugung vor Chaplin, kommt hier verstärkt die absurde Komik eines Jacques Tati zum Tragen. Besseres kann nicht sagen: "Oben" ist Filmkunst auf höchstem Niveau, die nie den Zuschauer aus den Augen lässt. ts.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Bonusmaterial

Kurzfilme, Alternative Szene, Featurette, Audiokommentar
  • Produktdetails
  • EAN: 8717418237950
  • Best.Nr.: 27255315
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 21. Januar 2010
  • Hersteller: Walt Disney Studios
  • FSK: ohne Alterseinschränkung gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch, Türkisch
  • Untertitel: Deutsch, Türkisch, Italienisch, Englisch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 1:1, 78/16:9
  • Tonformat: Dolby Digital 5.1
  • Gesamtlaufzeit: 92 Min.
Rezensionen
Auch der zehnte Film aus der Produktion der Pixar Animation Studios ist wieder ein ganz besonderes Projekt: Inszeniert von "Die Monster AG"-Macher Pete Docter, traut sich der Film an für einen Trickfilm ungewöhnliche Themen wie Alter und Sterblichkeit, zaubert daraus jedoch ein bewegendes, mitreißendes und mitunter urkomisches Abenteuer über die Erfüllung lang verdrängter Lebensträume. Dazu kommen der für Pixar typische wunderbar originelle Humor und einige Einfälle, die das Zeug haben, in die Filmgeschichte einzugehen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
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