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Eine schwindelerregende Verwechslungskomödie: Auf einer Ferieninsel in Griechenland bereiten sich die Gäste einer amerikanischen Stiftung auf die Ankunft des diesjährigen Gastredners vor. Dr. Norman Wilfred, Autorität auf dem Gebiet der Szientometrie, erweist sich als erstaunlich jung und gutaussehend und ist alles andere als ein verknöcherter Gelehrter. Das findet insbesondere Nikki, die attraktive rechte Hand von Mrs. Toppler, der Mäzenin. Als Nikkis leichtsinnige Freundin Georgie auf einem anderen Teil der Insel auf einen kahlen, missmutigen und orientierungslosen Mann namens Dr. Norman Wilfred trifft, bricht der nackte Wahnsinn aus.…mehr

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Produktbeschreibung
Eine schwindelerregende Verwechslungskomödie: Auf einer Ferieninsel in Griechenland bereiten sich die Gäste einer amerikanischen Stiftung auf die Ankunft des diesjährigen Gastredners vor. Dr. Norman Wilfred, Autorität auf dem Gebiet der Szientometrie, erweist sich als erstaunlich jung und gutaussehend und ist alles andere als ein verknöcherter Gelehrter. Das findet insbesondere Nikki, die attraktive rechte Hand von Mrs. Toppler, der Mäzenin. Als Nikkis leichtsinnige Freundin Georgie auf einem anderen Teil der Insel auf einen kahlen, missmutigen und orientierungslosen Mann namens Dr. Norman Wilfred trifft, bricht der nackte Wahnsinn aus.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, D, L ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Hanser, Carl GmbH + Co.
  • Seitenzahl: 288
  • Erscheinungstermin: 30.07.2012
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783446240636
  • Artikelnr.: 37088905
Autorenporträt
Michael Frayn, 1933 in London geboren, studierte Philosophie in Cambridge und war Reporter und Kolumnist beim Guardian und beim Observer. Bei Hanser erschienen zuletzt Das Spionagespiel (Roman, 2004) und Celias Geheimnis. Die Kopenhagen-Papiere (2001). Frayn ist auch als Übersetzer (u.a. von Tschechow) und als Dramatiker international erfolgreich. Er wurde mit vielen wichtigen Literaturpreisen ausgezeichnet. 2004 wurde ihm für seine Aufarbeitung bedeutender Ereignisse der deutschen Zeitgeschichte innerhalb seines _uvres das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Einen "Mordsspaß" hatte Rezensent Christoph Schröder bei diesem auf der fiktiven griechischen Insel Skios angesiedelten, vielfältig verworrenen Ränke- und Rollenspiel, dessen Stränge Michael Frayn, wie Schröder respektvoll anerkennt, souverän in Händen führt. Über die "prächtigen Pointen" dieser "bissigen Satire", die Einblick in die Selbstvermarktungsstrategien eines akademischen Blenders gestattet und dabei "Korrumpierbarkeit und Manipulierbarkeit von Menschen" vorführt, amüsiert sich Schröder königlich. Zudem dankt er es dem Autor explizit, trotz Griechenland-Bezug "glücklicherweise kein Wort" über Finanz- und Eurokrise zu verlieren. Frayn, so der Rezensent, gehe es um allgemeineres der conditio humana: Skio, so sein Schlusswort, sei überall.

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 28.07.2012
Der unbezwingbare Drang, auf eine attraktive Frau loszugehen

Eine Insel voller Narren: In seinem aberwitzigen neuen Roman heißt der Engländer Michael Frayn Hochstapler und Wissenschaftler gleichermaßen "willkommen auf Skios".

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass Michael Frayn sein neues Romanlustspiel um Schein und Sein, behauptete und gelebte Identitäten ausgerechnet auf einer griechischen Insel entfesselt. Mit "Willkommen auf Skios" entführt er uns in die hochsommerlich durchglühte, akademisch verglimmende Nobelwelt der Fred-Toppler-Stiftung, die sich im Namen eines vermögenden Amerikaners und aufgrund des Engagements seiner um einiges jüngeren Witwe in schönster Ferienhauslage um den zivilisatorischen Fortschritt bemüht.

Höhepunkt der Aktivitäten der Stiftung ist der jährliche Fred-Toppler-Vortrag eines eminenten Gastredners. In diesem Jahr steht als brennendes Thema "Innovation und Governance - Das Versprechen der Szientometrie" eines gewissen Dr. Norman Wilfred auf dem Programm. Aber da mit Michael Frayn einer der feinsinnig-komischsten Schriftsteller Englands die Gästeschar gemischt hat, schlüpft stattdessen ein blondbeschopfter britischer Hallodri namens Oliver Fox in die Rolle des prominenten Redners - und macht, was ihm an akademischer Ahnung fehlt, mit selbstbewusstem Improvisationstalent wett. Mit anderen Worten: "Willkommen auf Skios" handelt von einem unwahrscheinlich großen Bluff. Wer für die Dauer der Lektüre alle Plausibilitätserwägungen über Bord wirft, wird diese so kurzweilige wie souverän dargebotene Farce genießen.

Identitätsdiebstahl ist das Verbrechen der Gegenwart. Dazu genügen in der Regel schon E-Mail-Adresse, Bankdaten und wenige persönliche Angaben; leibhaftig als ein anderer in Erscheinung zu treten ist im Zeitalter von Internetkommunikation und online shopping hingegen schwieriger geworden. Die Chancen, sich als Ahnungsloser Auge in Auge mit einem erwartungsvollen Publikum erfolgreich als wissenschaftliche Koryphäe auszugeben, stehen im Zeitalter von Wikipedia, Facebook und Google-Konterfeis schlecht.

Und doch gelingt Oliver Fox genau das. Denn als er auf Skios landet, wo er mit einer neuen Flamme ein erotisches Wochenende im Haus von Bekannten zu erleben gedenkt, hat er beim Anblick der emporgehaltenen Namensschilder im Ankunftsbereich plötzlich den unwiderstehlichen Drang, schnurstracks auf jene attraktive junge Frau zuzugehen, die laut Zettel auf "Dr. Norman Wilfred" wartet. Dass er, welch ein Zufall, zuvor schon dessen Koffer auf dem Gepäckband mit dem seinigen verwechselt hat, ahnt Oliver da noch nicht. Er fühlt sich geleitet von einer höheren Macht: "Sie wollte eindeutig, dass er Dr. Wilfred war, das sah er. Später, wenn sich herausstellte, dass er doch nicht Dr. Wilfred war, wäre sie wahrscheinlich enttäuscht. Aber später war später." Und so kommt es, dass Oliver Fox seine ursprünglichen Skios-Pläne aufschiebt und Nikki, die persönliche Assistentin von Mrs. Fred Toppler, auf ganz unintellektuell prickelnde Weise glücklich über die Wahl des Gastredners macht, während der echte Dr. Norman Wilfred, mit demselben Flieger gelandet, seinerseits eine verwirrende und äußerst nervenaufreibende Odyssee über die Insel antritt.

Wie auf dem Theater ist der amüsierte Leser den Akteuren stets voraus, wie es überhaupt Frayns erklärte Absicht ist, hier, dreißig Jahre nach seinem urkomischen Bühnenklassiker "Noises Off", in Romanform zu beweisen, dass sich eine gelungene Farce nicht nur darstellen, sondern auch pointiert erzählen lässt. Zwar hat Frayn, der im nächsten Jahr achtzig wird und der zuletzt mit so politisch hellwachen Stücken wie "Kopenhagen" und "Demokratie" begeistert hat, sein komisches Talent bereits in Büchern wie "Wie macht sie's bloß?" (1989) oder dem heiter-eleganten Kunstkrimi "Das verschollene Bild" (1999) unter Beweis gestellt. Doch nie stand die Lust an der Posse so im Vordergrund wie hier, Slapstick-Einlagen und Schenkelklopfer inklusive.

Die Idee zu "Willkommen auf Skios", so hat Frayn kürzlich im "Observer" bekannt, sei eine alte. Schon immer habe es ihn gejuckt, am Flughafen auf einen der vielen Wartenden mit einem Schild zuzugehen und zu sagen: Da bin ich! Wie weit es sich als spontaner Hochstapler bringen ließe, das malt Frayn sich mit viel Lust am ausschmückenden Detail aus. Gelegenheit dazu bietet sich reichlich, weil die erste Verwechslung natürlich zahlreiche andere nach sich zieht und nicht nur Nikki, sondern auch die Gäste der Stiftung und schließlich auch Mrs. Fred Toppler Oliver nur zu bereitwillig auf den Leim gehen.

Der schlagende Erfolg seiner Dr.-Wilfred-Darstellung versetzt den geübten Charmebolzen selbst in Erstaunen: ",Wie auch immer', sagte das Gesicht. ,Ich wollte Sie fragen: Als Sie dieses Buch geschrieben haben, was wollten Sie uns damit eigentlich sagen?' Damit konnte er auf die gleiche Weise fertig werden wie mit der Frage zuvor. ,Weiß der Himmel', sagte er. Mehr Gelächter. ,Was immer ich versucht habe, Ihnen zu sagen, ich habe mich offensichtlich nicht genug bemüht.' Wieder ein Treffer."

Und dann muss ja auch der echte Dr. Norman Wilfred zusehen, wo er auf dieser weitgehend taxifreien und mobilfunknetzlosen Insel bleibt, bis der nächste Flug geht. Und siehe da: Nachdem er erst noch unfreiwillig den Koffer seines ungeahnten Doppelgängers vom Band genommen hat und sich mit dem letzten verbliebenen, englisch radebrechenden Chauffeur auf den Weg in die griechische Nacht macht, findet er immer mehr Gefallen daran, einmal nicht der angesehene Dr. Norman Wilfred sein zu müssen. Außerdem ist seine Erfahrung als Spesenritter der akademischen Welt derart ausgeprägt, dass er sich über die widrigen Umstände seiner Ankunft keine Gedanken macht, sondern vertrauensvoll erwartet, spätestens am nächsten Morgen werde sich der Nebel lichten.

Selbstverständlich wird hier jeder so sehr an der Nase herumgeführt, wie er es verdient. Den größten Spaß bereitet Frayn ganz offenkundig die Beweisführung, dass der eigentliche Erfolg der dreisten Hochstapelei darauf beruht, dass die Leute nur zu gern für bare Münze nehmen, was ihnen an - vermeintlich akademisch beglaubigter - Schwafelei vorgesetzt wird. (Mit einem ähnlichen Spiel entzückte unlängst Frayns Landsmann Ian McEwan in "Solar".)

Eine Autorität ist, wen wir dafür zu halten bereit sind: Oliver Fox geht immer mehr auf in der Rolle des griechischen Ersatz-Orakels, während Dr. Norman Wilfred dank der Begegnung mit der weiblichen Verabredung seines Imitators plötzlich ganz irdische Ambitionen entwickelt. Bis zum Finale, bei dem das ganze schwerelose Sommernachtstraum-Kartenhaus zum Einsturz kommt, bietet "Willkommen auf Skios" eine herrliche comedy of manners und eine köstliche Sommerlektüre.

FELICITAS VON LOVENBERG

Michael Frayn: "Willkommen auf Skios". Roman.

Aus dem Englischen von Anette Grube. Hanser Verlag, München 2012. 285 S., geb., 17,90 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Besprechung von 04.01.2013
Heitere
Pappkameraden
Eine Verwechslungskomödie
von Michael Frayn
Die von Mrs. Fred Topler namens ihres verstorbenen Mannes ins Leben gerufene Stiftung hat sich für ihre Zwecke einen der idyllischsten Orte der Erde gewählt: die griechische Insel Skios. Dort fördert sie das Anliegen der Zivilisation als solcher, indem sie jeden Sommer einen renommierten Intellektuellen des englischsprachigen Abendlandes als Gastredner verpflichtet, dem eine Creme kulturnaher Plutokraten zu lauschen geladen ist. Diesmal wird der angesehene Dr. Norman Wilfred sprechen, zum fesselnden Thema der Szientometrie. Der Zufall indes will es, dass sein Gepäck auf dem Flughafen mit dem von Oliver Fox vertauscht wird, einem liebenswerten, bisher eher glücklosen Hallodri, weniger Hochstapler als wehrlos gegen das, was er für einen Wink des Schicksals hält.
  Als die zum Abholen geschickte Stiftungs-Assistentin Nikki Horn ihm das Schild mit dem Namen von Dr. Wilfred entgegenhält und inständig hofft, er möge es sein und nicht wieder einer dieser sterbenslangweiligen alten Säcke, da bringt er es nicht über sich, sie zu enttäuschen. So darf Oliver (der natürlich keinen Dunst hat, worüber er morgen reden soll) im Vorfeld der unausweichlichen Blamage die Schickeria mit seinem jungenhaften Charme bezaubern, während zugleich der verblüffte Dr. Wilfred (der echte) missverständlicherweise in einer abgelegenen Hütte landet, wo er ziemlich verdattert der abenteuerlustigen Georgie begegnet, die von Oliver leider versetzt werden musste.
Mit einem Wort, eine hübsche Sommer-Verwechslungskomödie, gekonnt aufgebaut, wenn auch ein wenig vorhersehbar im Ablauf, mit zahlreichen wirklich komischen Szenen. Aber der szenische Charakter des Ganzen tut dem Buch nicht gut. Man merkt überdeutlich, dass Frayn viel fürs Theater arbeitet. Dasslauter Charaktere von der Stange agieren – die junge Naive, der russische Dunkelmann, der sympathische Tunichtgut usw. –, käme den Möglichkeiten der Bühne entgegen. Plot und Figuren kommen aber in diesem Roman nicht zu sich selbst: sie bedürften, um zum Leben zu erwachen, der leibhaftigen Präsenz von Schauspielern. Hält man daneben, was etwa Frayns britischer Landsmann David Lodge aus vergleichbaren Stoffen gemacht hat, muss man sagen: Es fehlt dem routiniert verfertigten Buch nicht nur eine literarische, sondern auch eine humane Dimension. Keine dieser überzeichneten und überdrehten Figuren berührt den Leser wirklich.
Am Ende überkugeln sich die Ereignisse derart, dass es nahezu egal wird, was genau passiert. Dennoch verstimmt der Schluss – nicht etwa, weil er unerwartet gerät (was vielmehr zu begrüßen wäre), sondern weil er in seinem krampfhaften Bemühen, das Erwartbare zu vermeiden, das Register wechselt, vom komischen ins tragische Fach übertritt und in gänzlich deplatzierte tödliche Gewalt einmündet.
BURKHARD MÜLLER
Michael Frayn: Willkommen auf Skios. Roman. Aus dem Englischen von Anette Grube. Carl Hanser Verlag, München 2012. 285 Seiten, 17,90 Euro.
Der Hallodri ist wehrlos gegen
die Zaunpfähle des Schicksals
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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"Herausgekommen ist eine sehr heitere deutsche Version einer englischen Komödie."
Thomas Meyer, Freundin 04.11.2015