Darm mit Charme, 3 Audio-CDs - Enders, Giulia
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Explizit vom Darm zu sprechen, ist weitestgehend tabu. Dabei hat dieses Organ einen Orden verdient! Mit gesunder Darmflora können wir Übergewicht, Allergien und Alzheimer die Stirn bieten. Doch warum gerät dieses komplexe Gebilde manchmal aus der Balance? Wie beeinflusst es unsere Psyche? Science-Slam-Gewinnerin Giulia Enders verrät klug und humorvoll, warum man am Darm einfach nicht vorbeikommt.…mehr

Produktbeschreibung
Explizit vom Darm zu sprechen, ist weitestgehend tabu. Dabei hat dieses Organ einen Orden verdient! Mit gesunder Darmflora können wir Übergewicht, Allergien und Alzheimer die Stirn bieten. Doch warum gerät dieses komplexe Gebilde manchmal aus der Balance? Wie beeinflusst es unsere Psyche? Science-Slam-Gewinnerin Giulia Enders verrät klug und humorvoll, warum man am Darm einfach nicht vorbeikommt.
  • Produktdetails
  • Verlag: Audio Media Verlag
  • Anzahl: 3 Audio CDs
  • Gesamtlaufzeit: 229 Min.
  • Erscheinungstermin: 7. März 2014
  • ISBN-13: 9783868043679
  • Artikelnr.: 40139168
Autorenporträt
Giulia Enders forscht für ihre Doktorarbeit am Institut für Mikrobiologie in Frankfurt am Main. Die angehende Medizinerin ist vom Darm fasziniert - und gewann mit ihrem Vortrag "Darm mit Charme" den Freiburger Science Slam.
Trackliste
CD 1
1Darm mit Charme00:04:07
2Wie geht kacken? - ... und warum das eine Frage wert ist00:05:32
3Sitze ich richtig auf dem Klo?00:04:14
4Der Aufbau des Darms00:01:43
5Die "gargelige" Speiseröhre00:01:46
6Das schiefe Magenbeutelchen00:02:21
7Der umherschlängelnde Dünndarm00:03:04
8Der umherschlängelnde Dünndarm00:02:48
9Der umherschlängelnde Dünndarm00:03:10
10Der unnötige Blinddarm und der pummelige Dickdarm00:03:04
11Der unnötige Blinddarm und der pummelige Dickdarm00:03:11
12Was wir wirklich essen00:03:44
13Was wir wirklich essen00:03:11
14Was wir wirklich essen00:02:37
15Was wir wirklich essen00:03:10
16Allergien, Unverträglichkeit und Intoleranzen00:01:07
17Zöliakie und Glutensensitivität00:04:07
18Laktose- und Fruktose-Intoleranz00:03:38
19Laktose- und Fruktose-Intoleranz00:04:21
20Das Nervensystem des Darms00:02:10
Weitere 4 Tracks anzeigen
CD 2
1Warum wir erbrechen und was wir dagegen tun können00:04:34
2Verstopfung00:03:02
3Verstopfung00:03:29
4Gehirn und Darm00:02:49
5Gehirn und Darm00:02:53
6Wie der Darm das Hirn beeinflusst00:03:28
7Wie der Darm das Hirn beeinflusst00:03:31
8Von gereizten Därmen, Stress und Depressionen00:03:19
9Von gereizten Därmen, Stress und Depressionen00:02:36
10Von gereizten Därmen, Stress und Depressionen00:02:34
11Von gereizten Därmen, Stress und Depressionen00:01:57
12Von gereizten Därmen, Stress und Depressionen00:02:24
13Wo das Ich entsteht00:04:29
14Die Welt der Mikroben00:02:35
15Der Mensch als Ökosystem00:04:23
16Das Immunsystem und unsere Bakterien00:02:40
17Das Immunsystem und unsere Bakterien00:03:12
18Die Entwicklung der Darmflora00:04:12
19Die Entwicklung der Darmflora00:03:58
20Die Darmbewohner eines Erwachsenen00:03:43
Weitere 5 Tracks anzeigen
CD 3
1Die Rolle der Darmflora00:04:32
2Cholesterin und Darmbakterien00:04:21
3Übeltäter - schlechte Bakterien und Parasiten00:05:01
4Salmonellen mit Hütten00:03:42
5Helicobacter - das älteste "Haustier" der Menschheit00:03:28
6Helicobacter - das älteste "Haustier" der Menschheit00:01:57
7Helicobacter - das älteste "Haustier" der Menschheit00:03:00
8Helicobacter - das älteste "Haustier" der Menschheit00:01:27
9Toxoplasmen - angstlose Katzenpassagiere00:03:30
10Toxoplasmen - angstlose Katzenpassagiere00:03:43
11Toxoplasmen - angstlose Katzenpassagiere00:03:02
12Toxoplasmen - angstlose Katzenpassagiere00:03:09
13Von Sauberkeit im Darm und guten Bakterien00:01:13
14Antibiotika00:03:45
15Antibiotika00:04:22
16Antibiotika00:01:12
17Probiotika00:03:15
18Probiotika00:02:31
19Probiotika00:03:29
20Probiotika00:04:03
Weitere 4 Tracks anzeigen
Rezensionen
Besprechung von 11.05.2014
Unser Stuhlgang
Wer hätte gedacht, dass man liebevoll über den Darm schreiben kann

Zugegeben, als eine Freundin mir erzählte, dass sie gerade ein Buch lese, das "Darm mit Charme" heißt, dachte ich, sie mache einen Witz. Normalerweise liest sie anspruchsvolle Literatur, oder hin und wieder auch mal was über Hirnforschung. Aber sie sprach so nett davon und auch so überraschend ernsthaft, dass ich beschloss, es mir zu besorgen. Als ich im Buchladen danach fragte, war es mir so peinlich, dass ich ernsthaft vorausschickte "diesen ,Spiegel'-Bestseller", als verleihe dies der Sache Seriosität. Aber Drumherumreden nutzt nichts: Es geht um Verdauung. Um einen wichtigen Teil unseres Lebens also, von dem wir allerdings, wenn alles gut läuft, nicht allzu viel mitkriegen. Einem so wichtigen Teil, dass man eigentlich sagen kann: Dieses Buch handelt von uns.

Geschrieben hat es Giulia Enders, eine erst 24-jährige Medizinstudentin von der Universität Frankfurt, und wie man hört, steht kein Quatsch drin, sondern fußt alles auf den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft. Sie habe begonnen, schreibt sie in ihrer Einleitung, über den Darm und seine Auswirkungen auf unsere Psyche nachzudenken, nachdem sie einmal, zu Beginn ihres Studiums, neben einem Jungen gesessen habe, der den stärksten Mundgeruch hatte, den sie jemals gerochen habe. Einen Tag später war er tot. Selbstmord. "Ich musste immer wieder daran denken", schreibt Enders. "Könnte es sein, dass ein sehr kranker Darm so übel riecht und dass so eine Erkrankung auch die Stimmung beeinflusst?"

Hat man ihr Buch gelesen, hält man dies nicht nur für möglich, sondern sogar für wahrscheinlich. Doch das ist nicht die einzige Erkenntnis, die sich aus diesem faszinierenden Sachbuch ziehen lässt. Neben allerhand Wissenswertem und Kuriosem, das zuvor höchstens Menschen geläufig gewesen sein dürfte, die, eben, Medizin studieren (wussten Sie etwa, dass Speichel nichts anderes ist als gefiltertes Blut? Oder dass die Bakterien in unserem Darm ein Gesamtgewicht von bis zu zwei Kilo haben?), lässt sich hier gut sehen, wie ansteckend Liebe ist. Selten ein Sachbuch gelesen, für dessen Gegenstand sein Autor so viel Begeisterung aufbrachte wie diese Giulia Enders für den Darm. Und niemals, selbst nach ausführlichem Studium von Charlotte Roches Weltbestseller "Feuchtgebiete" nicht, hätte ich gedacht, dass man sich eines als so unappetitlich geltenden Themas so angstfrei und, ja, charmant annehmen kann.

Die Sprache ist, als würde einem eine wirklich sehr nette Person am Telefon von ihrem Hobby erzählen - direkt, einfach und mitunter ziemlich lustig. So kommt es zu Sätzen, die man so bestimmt noch nie zuvor gelesen hat, etwa: "Würde man hundert Menschen nebeneinanderstellen, die in nächster Zeit kotzen, ergäbe das ein sehr buntes Bild"; "Noch nie war ich von syrischen Goldhamstern so enttäuscht"; oder auch "Finger- und Mundlose sind hier also endlich mal im Vorteil".

Und nach der Lektüre, bei der man viel über die Wunder erfährt, die der eigene Körper vollbringt, während man nichtsahnend vor sich hin lebt, ist man vielleicht sogar ein kleines bisschen stolz. Auf das, was man offenbar alles so kann, Dünndarmzotten jetzt mal ausdrücklich mit eingeschlossen.

JOHANNA ADORJÁN

Giulia Enders: "Darm mit Charme". Ullstein, 285 Seiten, 16,99 Euro

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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"Ein sehr lustiges, lässiges, lehrreiches Buch.", taz, Margarete Stokowski, 16.03.2014
Unser Stuhlgang
Wer hätte gedacht, dass man liebevoll über den Darm schreiben kann

Zugegeben, als eine Freundin mir erzählte, dass sie gerade ein Buch lese, das "Darm mit Charme" heißt, dachte ich, sie mache einen Witz. Normalerweise liest sie anspruchsvolle Literatur, oder hin und wieder auch mal was über Hirnforschung. Aber sie sprach so nett davon und auch so überraschend ernsthaft, dass ich beschloss, es mir zu besorgen. Als ich im Buchladen danach fragte, war es mir so peinlich, dass ich ernsthaft vorausschickte "diesen ,Spiegel'-Bestseller", als verleihe dies der Sache Seriosität. Aber Drumherumreden nutzt nichts: Es geht um Verdauung. Um einen wichtigen Teil unseres Lebens also, von dem wir allerdings, wenn alles gut läuft, nicht allzu viel mitkriegen. Einem so wichtigen Teil, dass man eigentlich sagen kann: Dieses Buch handelt von uns.

Geschrieben hat es Giulia Enders, eine erst 24-jährige Medizinstudentin von der Universität Frankfurt, und wie man hört, steht kein Quatsch drin, sondern fußt alles auf den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft. Sie habe begonnen, schreibt sie in ihrer Einleitung, über den Darm und seine Auswirkungen auf unsere Psyche nachzudenken, nachdem sie einmal, zu Beginn ihres Studiums, neben einem Jungen gesessen habe, der den stärksten Mundgeruch hatte, den sie jemals gerochen habe. Einen Tag später war er tot. Selbstmord. "Ich musste immer wieder daran denken", schreibt Enders. "Könnte es sein, dass ein sehr kranker Darm so übel riecht und dass so eine Erkrankung auch die Stimmung beeinflusst?"

Hat man ihr Buch gelesen, hält man dies nicht nur für möglich, sondern sogar für wahrscheinlich. Doch das ist nicht die einzige Erkenntnis, die sich aus diesem faszinierenden Sachbuch ziehen lässt. Neben allerhand Wissenswertem und Kuriosem, das zuvor höchstens Menschen geläufig gewesen sein dürfte, die, eben, Medizin studieren (wussten Sie etwa, dass Speichel nichts anderes ist als gefiltertes Blut? Oder dass die Bakterien in unserem Darm ein Gesamtgewicht von bis zu zwei Kilo haben?), lässt sich hier gut sehen, wie ansteckend Liebe ist. Selten ein Sachbuch gelesen, für dessen Gegenstand sein Autor so viel Begeisterung aufbrachte wie diese Giulia Enders für den Darm. Und niemals, selbst nach ausführlichem Studium von Charlotte Roches Weltbestseller "Feuchtgebiete" nicht, hätte ich gedacht, dass man sich eines als so unappetitlich geltenden Themas so angstfrei und, ja, charmant annehmen kann.

Die Sprache ist, als würde einem eine wirklich sehr nette Person am Telefon von ihrem Hobby erzählen - direkt, einfach und mitunter ziemlich lustig. So kommt es zu Sätzen, die man so bestimmt noch nie zuvor gelesen hat, etwa: "Würde man hundert Menschen nebeneinanderstellen, die in nächster Zeit kotzen, ergäbe das ein sehr buntes Bild"; "Noch nie war ich von syrischen Goldhamstern so enttäuscht"; oder auch "Finger- und Mundlose sind hier also endlich mal im Vorteil".

Und nach der Lektüre, bei der man viel über die Wunder erfährt, die der eigene Körper vollbringt, während man nichtsahnend vor sich hin lebt, ist man vielleicht sogar ein kleines bisschen stolz. Auf das, was man offenbar alles so kann, Dünndarmzotten jetzt mal ausdrücklich mit eingeschlossen.

JOHANNA ADORJÁN

Giulia Enders: "Darm mit Charme". Ullstein, 285 Seiten, 16,99 Euro

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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