Benutzer
Top-Rezensenten Übersicht

Benutzername: 
Gisela Maria
Wohnort: 
Landshut
Über mich: 
Gisela und ihre BÜCHER

Bewertungen

Insgesamt 19 Bewertungen
12
Bewertung vom 10.07.2014
Sonntags bei Sophie (eBook, ePUB)
Sternberg, Clara

Sonntags bei Sophie (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Ich habe dieses Buch innerhalb weniger Stunden gelesen. Die Thematik Krebs findet man in sehr vielen Büchern. Sie ist ja auch im realen Leben stets present. Kaum Jemand bleibt verschont. Viele Menschen sind an Krebs erkrankt. Wer nicht selbst betroffen ist hat einen Fall in der Familie, Verwandschaft oder im Freundeskreis. Die Krankheit Krebs ist wahrlich nicht selten. Und doch hat sie nichts von ihrem Schrecken eingebüßt. Ich habe schon sehr viele Romane gelesen die von Krebs handelten. Sonntags bei Sophie ist einer der besten. Die Geschichte wird sehr warmherzig erzählt,
ohne ständig auf die Tränendrüse zu drücken. Klar kommen einem beim lesen ein paar Tränen. Aber die Autorin verbreitet in diesem Buch auch sehr viel Optimismus.
Drei Freundinnen die seit über 20 Jahren durch dick und dünn gehen.
Rosa, eine erfolgreiche Tierarztin die mit einem Eisblock verheiratet ist. Ihr Uwe braucht weder Sex noch Kuscheleinheiten.
Melanie, erfolgreich im Beruf und derzeit hochschwanger mit "Motte"! So nennt sie das ungeborene Kind. Der Kindsvater ist mit einer anderen verheiratet. Melanie wartet trotzdem auf ihn. Umsonst???
Sophie ist die dritte im Bunde. Sie hat ihre Freundinnen kennengelernt nach ihrer Scheidung. Per Inserat hat sie Mitbewohnerinnen für ihre große Wohnung gesucht. Rosa und Melanie gefielen ihr auf Anhieb. Seitdem besteht die Freundschaft.

Sophie ist an Krebs erkrankt. Trotzdem lernt sie den Mann fürs Leben kennen und lieben. Stefan heiratet seine Sophie. Sie wird wieder gesund.
Die Freundschaft mit Rosa und Melanie ist fester Bestandteil in ihrem Leben. Sie feiern Silvester zusammen.

Dann bricht bei Sophie erneut der Krebs aus..........


Meine Meinung

Die schwerkranke Sophie lehnt weitere Therapien ab. Sie würden eh nur kurzfristige Linderung bringen. Mit ihren Freundinnen redet sie offen darüber, möchte aber die restliche Zeit, die sie noch hat, ohne ständiges darüber reden verbringen.

Trotz des traurigen Themas war diese Geschichte wunderschön.Sophie hat mit ihren Freundinnen viele schöne Stunden. Sie sind die besten Begleiter die man sich vorstellen kann. Stefan bäckt jeden Sonntag leckeren Kuchen für die drei. Es wird viel gelacht. Sophie nennt ihre Krankheit Godzilla.
Sophie möchte so lange leben, bis Motte das Licht der Welt erblickt. Sie will auch für ihre Freundinnen ein besseres Leben. Sie fühlt ihnen in Punkto Liebe auf den Zahn......

Rosas Kollege Tom aus Polen ist sehr feinfühlig und findet immer die passenden Worte. Auch er besucht Sophie. Eines seiner Zitate: "Solange mich die Gegenwart nicht vom Gegenteil überzeugt, glaube ich daran, dass die Zukunft Gutes bereithält"!

Bei dieser Geschichte wird einem warm ums Herz. Es gibt nichts Wertvolleres als Menschen die für einen da sind. Die sich jeden Tag der Situation eines kranken Menschen anpassen. Die nicht fordern sondern annehmen was ist. Und genau solche Freundinnen sind Rosa und Melanie. Sie betrachten mit Sophie alles durch eine rosarote Brille.

Fazit


Clara Sternberg hat ein wunderbares Buch geschrieben. Wer in der Familie und im Freundeskreis schon solche Erlebnisse hatte, wird sich bei dieser Geschichte oftmals wieder finden. Wird bestätigen können wie hilfreich gute Freunde sind. Ja, und wie viele glückliche Momente
ein sterbenskranker Mensch noch erleben kann. Vielen Dank Clara für dieses wertvolle Buch.


Eine Empfehlung von mir und 5 Sterne

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 03.07.2014
Kein Kraut gegen die Liebe
Kaye, Erin

Kein Kraut gegen die Liebe


ausgezeichnet

Die Geschichte hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Eine geschiedene Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht. Sowohl beruflich als auch privat. Nichts ist an an den Haaren herbeigezogen und kann sich wirklich überall abspielen. Die Probleme mit ihrer Tochter Lucy machen ihr große Probleme. Nie kommt Lucy mit ihrem Geld aus. Sie ist eine richtige Einzelgängerin.Da lernt sie einen sehr christlichen Mann kennen. Sie wird im hörig. Jennifer ist Lucys Freund nicht geheuer. Hilfe von ihrem Exmann kann sie keine erwarten. Er arbeitet immer gegen Jennifer. Seine Erziehungsmethoden sind fragwürdig.
Mit ihrem Sohn hat sie keine Probleme. Er ist ein herzlicher und offener Typ.

Als Jennifer mit ihrer Freundin essen geht, lernt sie den wesentlich jüngeren Ben kennen.Er ist der Inhaber des Lokals. Bei Beiden hat es auf Anhieb gefunkt.
Wie der Zufall es will, hat sich ihr Sohn bei Ben am selben Tag als Koch beworben. Ben hat ihn eingestellt.

Ben soll, im Auftrag seines Vaters, ein neues Lokal in Ballyfergus eröffnen. Er bittet Jennifer die Innenausstattung zu übernehmen. Sie kommen sich näher.......
Meine Meinung

Das Thema hat mich sehr interessiert. Bei Männern ist es ja ganz normal wenn sie eine wesentlich jüngere Frau haben. Wenn Frauen einen jüngeren Mann haben, werden sie oft von ihrer Umwelt an den Pranger gestellt. Erin Kaye hat die Geschichte sehr einfühlsam und ohne Kitsch erzählt.Die Vorurteile gegenüber Jennifers wesentlich jüngerer Liebe und die Problematik als alleinerziehende Mutter.Die Autorin hat Beides auf den Punkt gebracht. Der Schreibstil ist leicht und locker. Man fliegt förmlich durch die Seiten und kann gar nicht glauben dass man eben mal 496 Seiten gelesen hat. Für mich waren es gefühlte 200!


Fazit

Ich bin von der Geschichte und dem Schreibstil sehr begeistert. Kann das Buch wärmstens empfehlen. Ich werde von der Autorin gerne weitere Bücher lesen.

Absolute Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen

Bewertung vom 19.06.2014
Weit weg und ganz nah
Moyes, Jojo

Weit weg und ganz nah


ausgezeichnet

Dies ist nun das dritte Buch dass ich von Jojo Moyes gelesen habe. "Ein ganzes halbes Jahr" war das Erste und hat mich förmlich umgehauen.Diese Buch hat irgendwie zu meiner damaligen Lebenssituation gepasst. Es hat meine eigene Stimmung wiedergespiegelt. Das Zweite von ihr: "Eine Hand voll Worte". Da fiel mir der Einstieg sehr schwer. Ich wollte es schon abbrechen. Ein Mitglied aus meiner Büchergruppe hat mich eines Besseren belehrt." Lies weiter; die Geschichte wird noch sehr schön", hatte sie gesagt. Hab ich gemacht und war tatsächlich auch von diesem Buch hin - und weg.
Nun habe ich gerade " Weit weg und ganz nah" beendet. Ich habe die 500 Seiten auf zwei Nachmittage gelesen. Ich konnte nicht mehr aufhören. Jojo hat ihre Bücher anscheinend mit einem "Klebezauber" belegt. Bei ihren Büchern klebe ich so lange auf meinem Lesestuhl, bis ich sie durch habe :-) Aber nun zum Inhalt!


Jess ist eine taffe Frau, die ihren Lebensunterhalt mit Putzen verdient. Abends arbeitet sie in einem Pub.
Ihre kleine Tochter Tanzie ist ein Mathematikgenie. Sie könnte eine Schule besuchen die ihren Fähigkeiten gerecht wird. Aber woher das Geld nehmen? Jess kommt nur schwer jedes Monat über die Runden Ihren Ehemann hat sie zu seiner Mutter verfrachtet und somit eine Sorge weniger.Er war ihr keine große Hilfe.
Nicky ist der Sohn aus der ersten Ehe ihre Mannes. Sie hat ihn bei sich aufgenommen um ihm einen Halt im Leben zu geben. Nicky ist anders als andere Jungen seines Alters. Er trägt Eyliner und Wimperntusche. In der Schule wird er oft verdroschen. Das Leben in einer Kleinstadt ist nicht leicht für ihn.

Ed ist ein Computergenie der einen verhängnisvollen Fehler begeht. Er gibt einer lästigen Frau, die er los werden will, Informationen zu einem neuen Projekt. Nun droht ihm Gefängnis......

Ja, und dann gibt es da noch einen ganz besonderen Liebling. Norman, ein rießengroßer träger Hund, der seine Umwelt leidenschaftlich gerne vergast. Der gutmütige Vierbeiner ist der Beschützer von Tanzie.

Als Jess einmal mit ihrer Kollegin Natalie ein Haus von Ed putzt, lernt sie ihn als stinkreichen, unhöflichen Kotzprocken kennen.
Wenig später besäuft er sich in dem Pup, in dem Jess arbeitet. Sie fühlt sich verantwortlich dass der ungehobelte Snob sicher nach Hause kommt. Sie verfrachtet ihn in ein Taxi. Da sie weiß wo er wohnt, fährt sie mit. Der Taxifahrer und sie schleppen ihn in sein Haus und legen in auf´s Sofa.
Als Jess wieder ins Taxi einsteigt entdeckt sie die Geldbörse von Ed.......

Tanzie wird zu einer Olympiade in Mathematik eingeladen.Von dem Gewinn könnten sie das Schulgeld bezahlen. Doch wie sollen sie da hinkommen?
Jess fährt, bewaffnet mit Kinder, Hund und Gepäck, in einem alten, verrosteten Oldtimer Richtung Olympiade. Der alte Karren ist weder versichert, noch tüffgeprüft. Da wird sie von der Polizei angehalten. Das gibt Ärger....
Ausgerechnet der unhöfliche Ed bietet ihnen nun an, Tanzie und ihre " ungewöhnliche" Familie nach Aberdeen zur Olympiade zu fahren. Ein außergewöhnliches Roadmovie beginnt..
Meine Meinung
Man erlebt als Leser mit, wie zwei grundverschiedene Leben aufeinanderprallen. Ed, der ein sauberes Auto und luxeriöses Leben gewöhnt ist. Jess, die jeden Monat um´s Überleben kämpft und dem Computerfachmann belegte Brote anbietet. Die lieber im Auto übernachtet um Geld zu sparen.
Mit jeder Meile die sie zurücklegen, findet Ed mehr Gefallen an Jess und ihren Kindern. Ja, sogar der pfurzende Norman wächst ihm an´s Herz. Man kann ja schließlich bei offenem Fenster Auto fahren.
Sein Auto mit jeder Menge PS kommt nicht richtig zum Zug. Muss Tanzie doch kotzen bei allem was über 40 kmh geht.Der Schreibstil von Jojo ist einfach nur magisch. Ich konnte nicht mehr zu lesen aufhören. Wollte unbedingt wissen wie es weiter geht. Was macht Jess mit dem gefundenen Geldbeutel? Schaffen sie es rechtzeitig zur Olympiade? Muss Ed in den Knast wandern?
Absolute Lesempfehlung

56 von 69 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 14.06.2014
Dicke Freunde
Bartels, Stephan

Dicke Freunde


ausgezeichnet

Über dieses tolle Rezensionsexemplar hab ich mich sehr gefreut. Aber erst im Nachhinein. Wenn Männer humorvolle Bücher schreiben, kann ich oftmals nicht lachen. Es ist einfach ein anderer Humor. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel. David Safier und Hans Rath haben mein Herz erobert. Nun kann ich einen Neuzugang melden : Stephan Bartels!

Simons 30. Geburtstag ist nicht gerade der beste seines Lebens. Nicht nur dass er seine Katja beim Fremdgehen erwischt, zu allem Übel ist er ihr auch noch zu dick. Simon zieht Konsequenzen und verlässt die gemeinsame Wohnung.

Über seine Arbeitskollegin Anke, findet er Unterschlupf bei Hotte. Auch Hotte ist übergewichtig. Beide fassen einen Entschluss: WIR NEHMEN AB!

Meine Meinung


Die Geschichte spielt sich im Jahr 1999 ab. Mir ging regelrecht das Herz auf! Es wurde mit unserer deutschen Mark bezahlt! Das waren noch Zeiten! Simon schreibt regelmäßig in ein Notizbuch Dinge,die sich in diesem Jahr ereignet haben. Über Politik und Promis gibt es ja schließlich immer was zu berichten. Man wird an Ereignisse von 1999 erinnert.
Der Humor in diesem Buch ist richtig dosiert. Niemals übertrieben oder gezwungen. Simon und Hotte sind zwei ganz liebe Kerle, die einen mit jeder Seite ein Stückchen mehr an´s Herz wachsen. Ihr Kampf gegen die Pfunde hat mich mehrmals zum Lachen gebracht.

Über Hottes Schwester kommen sie zu einem übergewichtigen Hund. Auch der kleine Racker nimmt gleich mit ab.

Ich hab mich in dieser Geschichte richtig wohl gefühlt. Der Schreibstil leicht und locker, die Protagonisten unheimlich sympathisch und das Thema eine richtige Wohltat! Normalerweise kennt man das Ganze ja so: Frau kommt in die Jahre, wird dick und schlapperig. Mann kommt in die Midlife Crisis und betrügt in die Jahre gekommenes Weibchen. In diesem Buch wird "Mann" zu dick und von "Frau" betrogen.

Simon und Hotte gehen zum Fasten in ein Kurhotel. Dort gibt es für uns Leser viel zu lachen.
Auch bei den Weight Watchers versuchen sie ihr Glück. Doch nicht nur in Sachen Gewicht tut sich was. Herzangelegenheiten spielen in diesem Buch eine sehr große Rolle. Der Autor hat dies auf sehr liebevolle Weise rübergebracht.


Fazit


Diese Geschichte war für mich ein richtiges Highlight in diesem Jahr. Humor mit viel Herz! Ich freue mich jetzt schon auf ein neues Buch von Stephan Bartels.
Eine absolute Lesesempfehlung von mir und 5 von 5 Sternen.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 09.06.2014
Der Distelfink
Tartt, Donna

Der Distelfink


ausgezeichnet

Theo Decker ist 13 Jahre alt, als er bei einem schrecklichen Unglück in einem Museum, seine Mutter verliert.
Kurz vor dem Unglück hat er ein Mädchen in dem Museum gesehen. Das Mädchen war mit einem älteren Herrn dort.

Theo wacht nach dem Unglück zwischen Trümmern auf. Der ältere Herr liegt schwer verletzt in seiner Nähe.
Theo bekommt von ihm einen Ring und nennt ihm eine Adresse, wo er diesen hinbringen soll. Der sterbende alte Mann weist Theo auf ein kleines Gemälde hin. Theo gelingt es, bewaffnet mit Ring und Gemälde, den rettenden Weg nach draußen zu finden. Und so beginnt die rasante Geschichte um das Gemälde "DISTELFINK!"



Meine Meinung

1020 Seiten Lesestoff. Eine ganze Woche habe ich mit dem Distelfinken, Theo, Boris und vielen anderen Menschen verbracht. Als ich das Buch beendet habe war es für mich wie ein Abschied!

Die Autorin hat das Buch nicht geschrieben. Nein, sie hat mit Wörtern gespielt. Mal traurig, mal tiefsinnig, mal poetisch. Ihre Protagonisten sind genau beschrieben. Deren Handlungen sehr detailliert.

Theo konnte nicht ahnen wie der Distelfink sein Leben verändert. Er traut sich nicht das Bild zurückzugeben. Hat Angst als Dieb bestraft zu werden. Der Ring führt ihn zu Hobie. Hobie, ein älterer, eleganter Herr, restauriert antike Möbel. Er nimmt Theo wie einen eigenen Sohn auf. Bekocht ihn und bedrängt ihn nicht irgend etwas zu erzählen.Theo fühlt sich zwischen alten Möbeln und Nippes pudelwohl. Er trifft dort auch das Mädchen aus dem Museum an. Sie ist bettlägerig und fristet ihr Dasein in einem dunklen Zimmer. Er verliebt sich ihn sie. Aber sein Vormund hat andere Pläne mit ihm. Er soll wieder in einer Familie leben.

Theo verlässt Hobie ungern.Er wird vorübergehend von der Familie seines Schulfreundes Andy aufgenommen. Dort wird er gut versorgt. Jedoch hat er immer das Gefühl ein Fremdkörper zu sein.
Sein Vater, der seine Mutter verlassen hat, meldet sich. Er holt seinen Sohn nach Las Vegas. Auch bei seinem Vater und dessen Freundin findet er keine Geborgenheit.Wird von Beiden gar nicht wahrgenommen. Er lernt Boris kennen. Boris hat auch keine richtige Familie. Sein Vater säuft und schlägt ihn oft brutal zusammen.

Boris und Theo werden dicke Freunde. Beide konsumieren Drogen und Alkohol. Nachdem Theos Vater bei einem Autounfall stirbt, reist er auf eigene Faust zurück nach New York. Hobie setzt ihn als Teilhaber in seinem Geschäft ein. Theo verkauft, Hobie restauriert. Doch Theo baut Mist.....

Niemand weiß dass Theo immer noch das Bild hat. Da möchte sich auf einmal Jemand mit Theo treffen. Es geht um den "Distelfink"!

Die verschiedenen Stationen, die Theo in seinem Leben durchläuft, sind von Drogen, Alkohol und seinem traumatischen Erlebnis im Museum geprägt. Den Tod seiner Mutter hat er nie verwunden.
Boris und Theo treffen immer wieder aufeinander. Trotz Dreck am Stecken erweist sich Boris stets als guter Freund. Sieht in allen Menschen auch etwas Gutes. Hat Dinge erlebt die ihn um Jahre älter gemacht haben. Doch er verheimlicht etwas vor Theo.........
Die Wege
führen Theo nach Amsterdam........

Zitate aus dem Buch: "Die Mehrzahl der Menschen verbringt ihr Leben in stiller Verzweiflung."
"Schönheit muss mit etwas Sinnvollem vermählt sein."



Fazit



Ab der Katastrophe im Museum habe ich jedes Wort in diesem Buch genossen. Die hohe Seitenanzahl des Buches hat mich Anfangs gestört. Jedoch der Schreibstil, Handlung und Protagonisten haben mich nur so durch die Seiten fliegen lassen. Ja, und nun heißt es Abschied nehmen und eine Leseempfehlung an alle Bücherfreunde!

21 von 24 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 01.06.2014
Ich und die Menschen
Haig, Matt

Ich und die Menschen


ausgezeichnet

Hallo Mensch. Wie geht es dir? Du siehst gut aus. Trotz der Nase.
So beginnt diese Geschichte. Ich werde als "MENSCH" angesprochen. Das fand ich sehr schön. Ja, und das ich gut aussehe, trotz der Nase, war sehr beruhigend für mich. :-)))


Ein Vonnadorianer, Lebewesen von einem anderen Planeten, muss verhindern dass die Menschen durch mathematische Formeln einen großen Fortschritt machen.Menschen können doch damit nicht umgehen. Katastrophen sind vorprogrammiert. Sie beseitigen den Mathematikprofessor Andrew Martin. Sein Körper wird von einem Vonnadorianer besetzt. Dieses intelligente Wesen weiß jedoch nichts von Kleidung. Findet es ganz normal im Adamsgewand durch die Gegend zu laufen. Als er die Universität in Cambridge erreicht wird er aufgegriffen, in die Irrenanstalt gesteckt. Die darf er aber bald schon wieder verlassen.
Daheim bei Frau und Kind merkt er bald dass die Ehe von Andrew und die Beziehung zu seinem Sohn, nicht zum Besten stehen.

Meine Meinung

Mit Mathematik habe ich eigentlich nichts am Hut. In dieser Geschichte hat sie mich aber nicht gestört.
Ich nenne jetzt das Wesen einfach mal Alien. Ist es ja auch für uns Menschen.
Alien ist schockiert von der Hässlichkeit der Menschen. Die Ausbuchtungen im Gesicht und in der Leibesmitte sind ihm ein Rätsel.
Mit was Mensch seine Zeit vergeudet kann er gar nicht fassen. Lesen zum Beispiel!!!
Erdenbewohner müssen sich tatsächlich hinsetzen und Wort für Wort lesen.Da sterben sie eh schon so schnell und dann vergeuden sie damit ihre Lebenszeit.
Moment mal...so schnell sterben wir auch wieder nicht! Ein paar Tausend Bücher schaffen wir! Außerdem mein lieber Alien, hättest nur vorher ein paar Bücher gelesen. Würdest dann nicht nackig in einem Bücherladen stehen und die Damenwelt zum Lachen bringen. Weißt schon, die Ausbuchtung in der Leibesmitte :-))) Aber ich seh schon, lieber Alien, aus dir wird nie ein Bücherjunkie! Oder doch?

Die wunderschönen Zitate und Sätze in diesem Buch sind Lesegenuss pur. Wie sich Alien langsam aber sicher an´s Mensch sein gewöhnt und seine kleine Familie lieben lernt, geht einem an´s Herz.
In dieser Geschichte bekommt Mensch einen Spiegel vorgehalten. Aus der Sicht einer höheren Intelligenz ist unser Tun und Handeln völlig absurd. Mit was wir uns das Leben schwer machen wird uns richtig vor Augen geführt. ( Lesen ausgenommen!!! Sag ich mal.....) Kriege kann sie nicht verstehen. Für Aliens sind wir kämpfende Idioten.
Jedoch schafft Mensch nicht nur die Natur zu ändern. Mit jedem Tag auf der Erde wird Alien mehr "MENSCH"! Er stell fest, Mensch sein hat auch Vorteile. Man fühlt! Lachen, weinen und die Liebe zu einem Hund! Auch Geschmack von Erdnussbutter und Wein machen das Erdendasein höchst erträglich. Ja, und die Menschen werden mit jedem Tag schöner. Und was sind denn das für Gefühle, die sich in der Leibesmitte bemerkbar machen? Nun, mein lieber Alien....du fängst an zu menscheln :-)Wenn da nur nicht seine Moderatoren wären die ihm Befehle erteilen........

Diese Geschichte enthält sehr viele Weisheiten. Wort für Wort habe ich sie, trotz beschränkter Lebenszeit, genossen.
Zitat aus dem Buch: " Das Glück existiert auf der anderen Seite des Leids.
Die 97 Ratschläge für einen Menschen haben es mir angetan. Hier zwei Kostproben davon:
" Es gibt nur ein Genre in der Literatur. Das Genre heißt* Buch*."
" Ein Paradox: Die Dinge, die nicht lebenswichtig sind - Bücher. Kunst, Wein und so weiter -, sind die Dinge die im leben wichtig sind."

Mit jedem Tag versteht Alien die Menschen besser. Wird er auf der Erde bleiben? Wird er die Anweisungen der Moderatoren befolgen?


Lasst es euch am besten selber von Alien erzählen. Ihm beim menschlicher werden zu begleiten dürfte für alle Bücherfreunde ein Genuss sein.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

12