EUR 19,95
Portofrei*
Alle Preise inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln

  • Gebundenes Buch

4 Kundenbewertungen

«Jan Seghers schreibt den perfekten Krimi.» Der Tagesspiegel
Schwarzenfels in Osthessen, ein kleiner Ort im Morgengrauen. Die Welt scheint zu schlafen. Süleyman, ein junger Streuner, wird Zeuge, wie ein Motorrad von der Fahrbahn abkommt und in einer Senke verschwindet. Als der junge Mann die Taschen des toten Fahrers plündert, findet er einen Umschlag mit Fotos. Fotos, die es nicht geben dürfte. Süleyman wittert seine Chance, an Geld zu kommen. Doch er hat sich auf Gegner eingelassen, die vor nichts zurückschrecken. Die Jagd beginnt - Süleyman muss fliehen. Zur selben Zeit wird in einem…mehr

Produktbeschreibung
«Jan Seghers schreibt den perfekten Krimi.» Der Tagesspiegel

Schwarzenfels in Osthessen, ein kleiner Ort im Morgengrauen. Die Welt scheint zu schlafen. Süleyman, ein junger Streuner, wird Zeuge, wie ein Motorrad von der Fahrbahn abkommt und in einer Senke verschwindet. Als der junge Mann die Taschen des toten Fahrers plündert, findet er einen Umschlag mit Fotos. Fotos, die es nicht geben dürfte. Süleyman wittert seine Chance, an Geld zu kommen. Doch er hat sich auf Gegner eingelassen, die vor nichts zurückschrecken. Die Jagd beginnt - Süleyman muss fliehen. Zur selben Zeit wird in einem Frankfurter Hotelzimmer die Leiche einer Frau aufgefunden. Man hat ihr mitten ins Auge geschossen - Zufall oder ein symbolischer Akt? Bei dem Opfer handelt es sich um eine bekannte Journalistin. Kommissar Marthaler entdeckt, dass sie einer Verschwörung auf der Spur war. Der Sterntaler-Verschwörung. Der fünfte Fall mit Kommissar Marthaler spielt im Jahr 2008. Die Landtagswahlen in Hessen enden mit einem Patt. Der Ausbau des Frankfurter Flughafens steht auf dem Spiel - eines der größten Bauprojekte der Nachkriegszeit. Wo es um so viel Geld geht, ist das Verbrechen nicht weit ...
  • Produktdetails
  • Kommissar Robert Marthaler ermittelt Bd.5
  • Verlag: Kindler
  • 5. Aufl.
  • Seitenzahl: 492
  • 2014
  • Ausstattung/Bilder: 496 S. 209 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 139mm x 41mm
  • Gewicht: 578g
  • ISBN-13: 9783463403151
  • ISBN-10: 3463403153
  • Best.Nr.: 40821323
Autorenporträt
Jan Seghers, alias Matthias Altenburg, wurde 1958 geboren. Er ist Schriftsteller, Reporter, Kritiker und Essayist und lebt in Frankfurt am Main. 2008 erhielt Jan Seghers den Literaturpreis der Stadt Offenbach.
Rezensionen
"Seghers schreibt dramaturgisch hervorragende Geschichten, gnadenlos spannend, atmosphärisch auf den Punkt gebracht." -- Hamburger Abendblatt

"Jan Seghers gilt zu Recht als der deutsche Mankell." -- SonntagsZeitung

"Jan Seghers Geschichten sind perfekt komponiert, spannend und überraschend! Wer noch keinen seiner Krimis gelesen hat, sollte schleunigst damit anfangen!" -- NDR2 Buchtipp

"Jan Seghers schreibt den perfekten Krimi." -- Der Tagesspiegel
Einer der erfolgreichsten Krimiautoren unseres Landes Hessischer Rundfunk
Besprechung von 15.12.2014
Die Wahrheit ist nicht immer wahrscheinlich

Frankfurt hat nicht nur im wirklichen Leben eine erhebliche Kriminalitätsrate: Jan Seghers sorgt mit seinem neuen Roman dafür, dass die Stadt auch auf dem Gebiet des fiktiven Verbrechens floriert.

Noch bevor die Geschichte überhaupt beginnt, steht warnend die für das Genre notorische Beteuerung: "Alle Ereignisse und Personen sind frei erfunden." Das ist auch nötig, wenn Jan Seghers in die Niederungen einer, natürlich fiktiven, Politiklandschaft steigt mit seinem neuen Roman "Die Sterntaler-Verschwörung". Der Autor, dessen wirklicher Name - inzwischen weithin bekannt - Matthias Altenburg ist, setzt noch eins drauf: "Selbst der Vollmond scheint, wann er will."

Dem ist nicht zu widersprechen, und damit wären dann wohl alle Missverständnisse eingeräumt. Schließlich geht es nicht zum Geringsten um unappetitliche Machenschaften, die von den politisch Verantwortlichen jeglicher Couleur angezettelt werden. Das Geschehen vollzieht sich eben nicht an einigermaßen fernen Orten, tief in den Vereinigten Staaten oder hoch im Norden Europas, sondern mitten unter uns - gewissermaßen hier und jetzt. Das heißt in diesem Fall in Hessen. Es ermittelt der Hauptkommissar Robert Marthaler, Chef der Frankfurter Mordkommission I, Protagonist schon in früheren Seghers-Krimis.

Marthaler ist ein Mann in seinen allerbesten Jahren und durchaus einer, der den Frauen gefällt. Jedem allfälligen Genuss steht freilich seine Arbeitsmoral entgegen. Marthalers Wille zur Wahrheit - vielleicht doch eine Nummer kleiner: zur Aufklärung von Fällen - kommt einer Obsession einigermaßen nah. Doch ehe er, auf Seite 79, überhaupt auftaucht, ist schon viel geschehen. Ein sympathischer Gelegenheit-Lustknabe hat in einem kleinen Ort in Osthessen einen Motorradfahrer tödlich verunglücken sehen. Er stiehlt der Leiche ihre Sachen, darunter ein Umschlag mit Fotos, die auf Kinderpornographie hindeuten.

Oben in Schwarzenfels steht auch ein Schloss, in dem ein wichtiges Mitglied der im Land noch regierenden Partei wohnt. Deren Herrschaft ist allerdings durch jüngste Wahlergebnisse bedroht, weshalb die Entourage des noch amtierenden, wenig strahlkräftigen Ministerpräsidenten auf Abhilfe sinnt. Und dabei nicht zimperlich vorgeht; schließlich ist auch der Ausbau des Frankfurter Airports zu gewährleisten, gegen den es starken Protest von der Gegenseite gibt. Der erste Knoten ist geschürzt, brisant genug.

Der parallele Plot bildet sich heraus, weil in Robert Marthalers privat ohnehin zerklüftetem Leben eine ambitionierte Journalistin auftaucht, die er von früher kennt. Anna Buchwald kommt von Hamburg nach Frankfurt, weil sie sich um den Verbleib einer Kollegin sorgt, deren Leidenschaft die Recherche im Alleingang ist. Weil sich Marthaler widerwillig auf Anna Buchwalds Nachforschungen einlässt, muss er - der sich doch grade in die Lösung eines so geheißenen "Cold Case", also eines lang zurückliegenden Mords an einer jungen Frau, versenkt hatte - es sein, der diese Kollegin ermordet im Frankfurter Hotel "Zooblick" findet, mit einem tödlichen Schuss ins Auge.

Unvermeidlich für einen großangelegten Krimi tritt, selbst im kleinen Hessen, just in diesem Moment die übergeordnete Behörde auf den Plan, in Form eines Ermittlers des Landeskriminalamts. Von nun an geht es richtig ab - und mehr darf schon wieder nicht verraten werden. So viel aber schon: "Die Sterntaler-Verschwörung" gehorcht auf knapp fünfhundert Seiten der komplexen Tektonik all jener Kriminalromane, die das Genre gesellschaftsfähig gemacht haben. Unnötig zu erwähnen, dass der Autor sein Vorbild in den Romanen von Henning Mankell hat, die politische Korrumpierbarkeit mit der Anfälligkeit für Bestechung beim Personal der Exekutive koppeln.

Überflüssig auch zu sagen, dass solchen Anfechtungen ein aufrechter Kriminalbeamter entgegentritt. Nicht, weil er selbst ethisch besonders hochstehend wäre, eher aus einem Instinkt heraus, der ihn zum konsequenten Handeln bringt. An die Seite eines Ermittlers vom Schlage Marthalers, der sich auch als eine Form von Zwangscharakter beschreiben ließe, treten viele Gefährten und Nebenfiguren, von denen die Handlung vorangetrieben und verzweigt wird.

Eine solche Anordnung schafft dann jenes klassische Milieu, das den Leser einspinnt in ein Gewebe von unterirdischen Vernetzungen und scheinbaren oder tatsächlichen Zufällen an der Oberfläche. Das bringt naturgemäß umso mehr Spannung, wenn sich die Dinge gewissermaßen vor der eigenen Haustür abspielen: im Frankfurter Nord- und Ostend und in Wiesbadens Machtzentrale, außerdem in sozial und zwischen den Geschlechtern komplizierten Verhältnissen. Der ganzen Chose, angerührt von politischen Machenschaften, gibt die zusätzliche Würze die gesellschaftliche Realität. Und irgendwann erfährt der Leser dann auch, was die Bedeutung von "Sterntaler" meint.

Am Ende der Story steht die Aufklärung von Morden an zwei Frauen. Einer, Marthalers "Cold Case", liegt drei Jahrzehnte zurück; der zweite ist noch blutwarm am Beginn, eben im Hotel "Zooblick". Die Morde sind verquickt miteinander, verwoben über weitgespannte Intrigen - ein wenig konstruiert, das darf schon eingewendet werden.

Aber davor warnt, vielleicht unabsichtlich, das erste Motto des Romans; es ist ein Zitat von Sigmund Freud: "Selbst wenn alle Teile eines Problems sich einzuordnen scheinen wie die Stücke eines Zusammenlegspieles, müsste man daran denken, dass das Wahrscheinliche nicht notwendig das Wahre sei und die Wahrheit nicht immer wahrscheinlich." Der berühmte Satz steht in Freuds Essay "Der Mann Moses und die monotheistische Religion", und er beginnt eigentlich, vor einem Semikolon, so: "Keine noch so verführerische Wahrscheinlichkeit schütze vor Irrtum; . . .". Freuds Disclaimer hat der schlaue und scharfzüngige Literaturwissenschaftler, Kunsthistoriker und Journalist Matthias Altenburg alias Jan Seghers weggelassen - vorsichtshalber.

Das tut seinem aktuellen Kriminalroman wenig Abbruch. In ihm lässt er die Wahrheit in Widerstreit mit der Wahrscheinlichkeit treten. Sein Alter Ego Marthaler hält das schon aus. Dass ihm dabei die gesellschaftliche und die seelische Wirklichkeit nicht aus dem Blick geraten, verpasst diesem Roman seine mitreißende Qualität.

ROSE-MARIA GROPP

Jan Seghers: "Die Sterntaler-Verschwörung". Roman.

Kindler Verlag, Reinbek 2014. 496 S., geb., 19,95 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Ganz schön auf Trab hält Jan Seghers alias Matthias Altenburg die Rezensentin mit seinem neuen Hessen-Krimi. Missverständnisse sind in diesem Großkrimi kein Makel, sondern Kalkül, meint Rose-Maria Gropp und lässt sich auch nicht von der komplexen Tektonik der Story abschrecken. Dass sich der Autor möglicherweise bei Mankell abgeguckt hat, wie man die Korruption in der Exekutive ins Spiel bringt, macht ihr nichts aus. Spannend wird's laut Gropp auch durch jede Menge Nebenfiguren, Intrigen und ein Milieu (Frankfurt Nordend, Wiesbaden), das der Autor in seinen Verästelungen durchdringt. Ein bisschen konstruiert darf's bei dieser Fülle an Handlung, Schauplätzen und Personal schon sein, meint Gropp gnädig.

© Perlentaucher Medien GmbH