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Seine Eltern wollen, dass er endlich ein Haus baut. Seine Freundin will endlich ein Kind. Und seine Freunde wollen zum elften Mal nach Mallorca. Doch Pitschi Greulich hat einen ganz anderen Plan.
Eine ziemlich komische Geschichte über einen 37-jährigen Brauerei-Manager, der ausgerechnet am Ende der Welt das sucht, was er zu Hause längst hatte.
"Tommy Jaud hat ein brachliegendes Genre neu belebt - den deutschen Männerroman. Es geht in 'Resturlaub' um alle großen Themen unserer Zeit. Ein Hammer von Gegenwartsroman also." DER SPIEGEL
"Natürlich schreibt das Leben die besten Geschichten.
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Produktbeschreibung
Seine Eltern wollen, dass er endlich ein Haus baut.
Seine Freundin will endlich ein Kind.
Und seine Freunde wollen zum elften Mal nach Mallorca.
Doch Pitschi Greulich hat einen ganz anderen Plan.

Eine ziemlich komische Geschichte über einen 37-jährigen Brauerei-Manager, der ausgerechnet am Ende der Welt das sucht, was er zu Hause längst hatte.

"Tommy Jaud hat ein brachliegendes Genre neu belebt - den deutschen Männerroman. Es geht in 'Resturlaub' um alle großen Themen unserer Zeit. Ein Hammer von Gegenwartsroman also."
DER SPIEGEL

"Natürlich schreibt das Leben die besten Geschichten. Aber Tommy Jaud reicht das nicht, weil er weiß, dass seine Figuren in diesem Leben erst einmal zurechtkommen müssen!"
Bastian Pastewka
  • Produktdetails
  • Fischer Taschenbücher Bd.16842
  • Verlag: Fischer Taschenbuch
  • 16. Aufl.
  • Seitenzahl: 256
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 256 S. 190 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 128mm x 22mm
  • Gewicht: 225g
  • ISBN-13: 9783596168422
  • ISBN-10: 3596168422
  • Best.Nr.: 21477027
Autorenporträt
Tommy Jaud wurde in Schweinfurt geboren und arbeitete dort nach dem Abitur für genau zwei Tage bei McDonald's (zuständig für Mc Rib). Er begann ein Germanistikstudium in Bamberg und moderierte bei Antenne Thüringen, zog dann nach Köln, wo er für die "Wochenshow" arbeitete und als Creative Producer bei "Ladykracher". 2004 schrieb Jaud seinen ersten Roman, weitere folgten. Tommy Jaud schrieb auch die Drehbücher zu den Komödien "Vollidiot", "Resturlaub" und "Zwei Weihnachtsmänner". Derzeit lebt und schreibt Tommy Jaud als freier Autor vor allem in Köln.
Rezensionen
Besprechung von 15.12.2006
DAS LEICHTE FACH
Neues Leben mit mehr Sex
Biene braucht kein Tabasco: Tommy Jauds „Resturlaub”
„Nach langer Leseabstinenz fiel mir das Buch nur zufällig in die Hände. Ein sehr glücklicher Zufall wie sich herausstellte. Ich weiß nun aber nicht so recht ob ich das Buch weiterempfehlen soll. Alle Bücher die ich danach gelesen habe, mussten sich immer damit messen. . . und verloren (meistens).” (Die Zitate hier und im weiteren entstammen Kundenrezensionen auf Amazon.de)
Es war wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis es eine männliche Antwort auf Susanne Fröhlich oder Ildikó von Kürthy geben würde. So wie auf Frauenzeitschriften ja auch irgendwann die Männerzeitschriften gefolgt sind. Der erfolgreichste Autor auf dem Gebiet der Männerliteratur ist derzeit wahrscheinlich Tommy Jaud. Schon sein erster Roman, „Vollidiot” aus dem Jahr 2004, wurde ein Bestseller, sein zweiter, „Resturlaub”, ist es ebenfalls. Die Themen variieren bei Tommy Jaud genretypisch kaum mehr als die Tipps für den Waschbrettbauch in „Men’s health”: In Buch Nummer eins geht es um einen 30 Jahre alten Angestellten, der ein neues Leben und mehr Sex will und das unter anderem in einem Ferienhotel für Singles zu bekommen versucht. In Buch Nummer zwei geht es um einen 37 Jahre alten Angestellten, der ein neues Leben und mehr Sex will und sich aus diesem Grund nach Argentinien absetzt.
„Ich habe mich selber in einigen Lebenssituationen wiedererkannt. Ein Buch für Männer würde man vermuten, aber meiner Herzallerliebsten hat es ebenfalls sehr gut gefallen.”
Der Spannungsbogen ergibt sich daraus, dass Frauen Kinder wollen und ihren Männern dieser Gedanke mehr Angst macht „als die Al Quaida”. Konkret geht es um einen Peter Greulich, Spitzname „Pitschi”, der eines Tages feststellt, dass es ihn wegzieht von seiner Biene und aus Bamberg. Den anstehenden Mallorca-Urlaub mit seinen Freunden nutzt er, um auf dem Flughafen eine Straftat vorzutäuschen und sich in eine Maschine nach Buenos Aires abzusetzen. Ansonsten betrinkt sich Pitschi noch bei einer Hochzeit und redet Quatsch, und eine lateinamerikanische Schönheit erweist sich im Bett als so fordernd, dass der Protagonist gezwungen ist, sich zur Stimulation Tabasco-Sauce in den After einzuführen.
„Ich hoffe dass Jaud weiterhin solch köstliche Ergüsse haben wird! Finger in den Po – Mexico! Einfach köstlich!”
Alles bleibt beim Alten
Überhaupt der Humor. Auf dem Buchumschlag sieht man ein Paar behaarter Männerbeine in Schlappen, darunter steht „Das Zweitbuch”. Auf dem „Vollidiot” waren auch schon Männerbeine abgebildet, damals in weißen Socken. Es ist diese Art von Witzigkeit, die sich aus dem Grundsatz speist: „Das ist so schlecht, dass es schon wieder gut ist.” Wem das noch nicht lustig genug ist: Die meisten Dialoge sind im fränkischen Dialekt geschrieben.
„Gedrucktes Fernsehen” hat der 1970 geborene Tommy Jaud, seines Zeichens Gag-Schreiber bei der Sat-1-Wochenshow, das einmal genannt. Jaud schreibt Bücher für Nicht-Leser. Aufbau und Inhalt orientieren sich an den Comedy-Shows. Es gibt mindestens drei Wendungen pro Seite, die sich immer genau aus dem Nächstliegenden ableiten: Der argentinische Taxifahrer will plötzlich mit dem Helden über Adolf Hitler sprechen, das angebliche Reinigungsmittel entpuppt sich als aggressive Säure und der nette Sitznachbar aus dem Flugzeug als gemeiner Räuber. Nach diversen, mitunter etwas langatmigen Turbulenzen mit deutschen Sprachstudentinnen und argentinischem Koks will Pitschi schließlich wieder nach Deutschland zurück.
„Ich wollte einfach nur wissen, wie geht die Geschichte aus. Und ich glaube dieses Buch hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Wahrscheinlich weil ich im gleichen Alter wie der Hauptdarsteller bin und demnächst ähnliche Entscheidungen treffen muss.”
Interessanterweise mündet das Männerbuch in ein ähnliches Szenario wie die klassische Frauenliteratur. Allen Ausbruchsphantasien zum Trotz bleibt alles beim Alten, man findet sein Glück im beschaulichen Familienleben. „So fest umarme ich Biene, als wäre jede Sekunde unserer Berührung die letzte unserer Beziehung. Ich kann keinen klaren Gedanken fassen, ich hab keine Lügen mehr parat, ich bin einfach nur dankbar für diese wenigen Augenblicke der Nähe.” Man kann das schlicht finden, als Unterhaltung zu wenig, als Witzbuch zu viel. Aber eigentlich lässt sich gegen „Resturlaub” nicht viel vorbringen. Dieses Buch will nichts, es ist nicht einmal besonders schlecht geschrieben oder dumm. „Resturlaub” ist eines dieser Bücher, die man nicht an ihrem Anspruch messen kann, sondern höchstens an ihren Lesern. Leser, die sich Spitznamen wie „Atze” oder „Captain Kork” geben und sich im Internet über das Buch austauschen.
„Die minutenlangen Lachanfälle mit drohender Erstickungsgefahr blieben bei diesem Buch nicht ganz aus, aber waren doch weitaus weniger als beim Vollidiot. Trotzdem sind die absurden Situationen einfach köstlich. Tommy Jauds Sprache, die Schenkelklopfer, die oftmals aus nur einem Satz oder gar Wort entstehen – das reicht noch für einige Fortsetzungen.” VERENA MAYER
TOMMY JAUD: Resturlaub. Das Zweitbuch. Scherz Verlag, Frankfurt am Main 2006. 253 Seiten, 12,90 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Eine Dienstleistung der DIZ München GmbH
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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Ursula März kann sich eigentlich nicht erklären, wie es dieses Buch auf die Bestsellerlisten geschafft hat. Einziger Anhaltspunkt: die WM. Denn das Buch spielt in Franken, und mit Adidas und Puma schlägt dort das Herz der Turnschuhindustrie. Worum es in dem Buch aber offenbar gar nicht geht. So weit die Rezensentin uns informiert, geht es um den Bamberger Pitschi, den das Fernweh nach Buenos Aires zieht, den die Freundin jedoch in der Provinz hält. Die Geschichte reichert Tommy Jaud, früher Comedy-Texter bei Sat.1, mit reichlich fränkischen Spezialitäten an, wobei der kundigen Rezensentin das Fränkisch zu kompromisslerisch daherkommt. Jaud schreibe recht witzig, bilanziert März, "aber so witzig auch wieder nicht".

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