Das Versprechen, 4 Audio-CDs - Dürrenmatt, Friedrich
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Verbissen ist Kommissär Matthäi auf der Jagd nach einem Kindermörder. Um ihn zur Strecke zu bringen, scheut er keine Gefahr... Und das hat Folgen.

Produktbeschreibung
Verbissen ist Kommissär Matthäi auf der Jagd nach einem Kindermörder. Um ihn zur Strecke zu bringen, scheut er keine Gefahr... Und das hat Folgen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Diogenes
  • Anzahl: 4 Audio CDs
  • Gesamtlaufzeit: 257 Min.
  • Erscheinungstermin: 26. September 2006
  • ISBN-13: 9783257800272
  • Artikelnr.: 20878918
Autorenporträt
Am 5. Januar 1921 kam Friedrich Dürrenmatt in Konolfingen im Kanton Bern als Sohn eines Pfarrers zur Welt. Er studierte in Zürich und Bern Theologie, Literatur, Philosophie und Naturwissenschaften. Eigentlich wollte er Maler werden, schrieb aber schon in den 40er Jahren Erzählungen. 1947 löste sein Drama 'Es steht geschrieben' einen Theaterskandal aus. Ab 1952 lebte Dürrenmatt in Neuchâtel. Mit dem Drama 'Der Besuch der alten Dame' (1956) hatte er einen Welterfolg. 1968 wurde er Theaterdirektor in Basel. In dieser Zeit schrieb er viele Neufassungen seiner älteren Werke. Friedrich Dürrenmatt starb am 14.12.1990 in Neuchâtel.Seine erzählerischen Werke sind oft Detektivgeschichten, und seine Dramen sind oft Tragikomödien, in denen es Elemente von Satire, Farce, und schwarzem Humor gibt. Ein zentrales Thema seiner Werke ist die Macht und die Frage der Verantwortung in einer scheinbar chaotischen Welt.1986 wurde Friedrich Dürrenmatt mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.
Trackliste
CD 1
1Kapitel 100:11:54
2Kapitel 200:09:03
3Kapitel 300:02:06
4Kapitel 400:05:20
5Kapitel 500:05:05
6Kapitel 600:06:52
7Kapitel 700:08:39
8Kapitel 700:07:39
9Kapitel 800:01:56
10Kapitel 900:08:18
11Kapitel 1000:07:23
CD 2
1Kapitel 1100:02:04
2Kapitel 1200:01:15
3Kapitel 1300:12:12
4Kapitel 1400:03:43
5Kapitel 1500:00:47
6Kapitel 1600:02:25
7Kapitel 1700:01:35
8Kapitel 1800:08:11
9Kapitel 1900:04:10
10Kapitel 2000:02:09
11Kapitel 2100:06:14
12Kapitel 2200:08:07
13Kapitel 2200:10:37
14Kapitel 2200:07:40
CD 3
1Kapitel 2300:09:08
2Kapitel 2400:07:56
3Kapitel 2400:10:36
4Kapitel 2500:06:05
5Kapitel 2500:10:49
6Kapitel 2600:07:58
7Kapitel 2600:09:46
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 11.02.2006

Band 5
Zufälle gibt es nicht
Friedrich Dürrenmatt: „Das Versprechen”
Der Kriminalroman tat bis nach dem Zweiten Weltkrieg Dienst am seelischen Gleichgewicht des Lesers. Das Böse war vom Guten leicht zu unterscheiden, es wurde aufgedeckt und gerächt. Die von allen Detektiven praktizierte Methode des logischen Schlussfolgerns, mit der auch psychologische Beweggründe mathematischen Variablen gleich behandelt wurden, hatte etwas kolossal Beruhigendes an sich.
Weniger den Lesern als vielmehr den Autoren selbst ging die unzweideutig aufklärbare Krimi-Welt allmählich auf die Nerven. In „Das Versprechen” hat Friedrich Dürrenmatt einen alten erbitterten Schweizer Polizeikommandanten die künstliche Teleologie des Kriminalromans bloßstellen lassen. Auf einer Zugfahrt entspinnt sich ein Gespräch zwischen diesem und einem Schriftsteller. Der Polizist hat nichts dagegen, dass Verbrecher im Roman ihre Strafe finden: „Denn jedes Publikum und jeder Steuerzahler hat ein Anrecht auf seine Helden und sein Happy-End, und dies zu liefern sind wir von der Polizei und ihr von der Schriftstellerei gleicherweise verpflichtet. Nein, ich ärgere mich vielmehr über die Handlung in euren Romanen.” Da „spielt der Zufall keine Rolle, und wenn etwas nach Zufall aussieht, ist es gleich Schicksal und Fügung gewesen”. Sagt’s und erzählt eine Geschichte, die ihm in seiner Amtszeit unterkam und deren Ausgang ganz vom Zufall bestimmt wird.
Das Gritli ist ermordet worden, ein kleines Mädchen im roten Rock. Und es war nicht das erste Mal, dass so ein Mord in dem Kanton vorgekommen ist. Der Hausierer, der die Leiche des Kindes fand, wird alsgleich verdächtigt. Nachdem einige Indizien - Vorstrafe und Vorlieben des Mannes - sich gegen ihn verdichtet haben, bringt er sich in der Untersuchungshaft um. Der Fall ist in aller Augen geklärt. Nur einer kann sich damit nicht abfinden: Kommissar Matthäi, ein großer Kriminalist, „ein Genie”, wie der Polizeikommandant dem Schriftsteller sagt, „und das in einem größeren Maße als einer eurer Detektive”.
Logisch wie Conan Doyle und einfühlsam wie Simenon entwickelt Dürrenmatt die Geschichte, die schließlich zur Entdeckung - wenn auch nicht zur Ergreifung - des wahren Täters führt. Der Kommissar Matthäi scheitert, dem Anschein nach scheitert auch der Autor Dürrenmatt: Es gibt dramaturgische Regeln, die selbst er nicht unterlaufen kann. Anders als der Kommissar, hat der Autor sein scheinbares Scheitern aber virtuos inszeniert: Es spielt sich auf einer ironischen Metaebene jenseits der spannenden Kriminalgeschichte ab.
Zwar ist es der Zufall, der dem Kommissar eingibt, wie er den Mörder aufspüren kann, zwar ist es dann auch der Zufall, der Matthäi zu einer tragischen Figur werden lässt - und doch verliert der Zufall, kaum dass er dramaturgisch bearbeitet ist, sein eigentliches Wesen: Wahre Kontingenz kann es in einer Erzählung nur auf Kosten dieser Erzählung geben. Jede Geschichte folgt den ihr eigenen Gesetzmäßigkeiten, wo es diese nicht gibt, gibt es keine Dramaturgie, mithin keine Geschichte.
„Die Wahrheit wird seit jeher von euch Schriftstellern den dramaturgischen Regeln zum Fraße vorgeworfen.” Diese Klage des Polizeikommandanten ist das erste Gebot der schriftstellerischen Kunst.
FRANZISKA AUGSTEIN
Friedrich Dürrenmatt
Foto: Eduard Rieben
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"Das rote Kleid eines ermordeten Kindes, der unvermeidliche Inspektor, die Worte bestialischer Mörder und Sexualverbrecher im Werbetext - und dennoch geht es hier nicht, wie bisher, um Zutaten. Vielmehr sind die Zutaten da, aber sie werden anders behandelt. Ich bin versucht, Das Versprechen mit erlesenstem Simenon zu vergleichen. Es hat die gleiche kompakte Länge, es hat einige derselben Qualitäten - klare Beschreibung, die Fähigkeit, ein Verbrechen so real zu machen wie irgendeines in der Zeitung, und eine sehr menschliche Einstellung gegenüber der Polizei."(The New York Times Book Review)
"Das Versprechen ist ein subtiles und starkes Werk; es hinterläßt tiefe Spuren."(Le Figaro)
"Das Versprechen ist ein großer Roman, das epische Seitenstück zum Besuch der alten Dame. Eine von Intelligenz, Realismus und Phantasie nahezu berstende Geschichte."(Die Zeit)
"Das Versprechen halte ich für Friedrich Dürrenmatts herrlichstes Buch, und ich kehre immer wieder zu ihm zurück. Das V ersprechen ist meisterhaft geschrieben und verbindet tiefe intellektuelle Werte mit einer Erzählkunst, die sich an das breite Publikum richtet." (CoopZeitung)
Dürrenmatt geht es um das Verbrechen an sich, um die verbrecherische Anlage als klinisch-sozilogisches Problem, das keineswegs nur kleinbürgerlich-hintertreppige Früchte zu zeitigen braucht. Die Tat, Zürich