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Ein preisgekrönter Roman über China von den 1940ern bis heute, über zwei eng verbundene Musikerfamilien und ihr Schicksal. Die herzzerreißenden Lebensgeschichten der Musiker, ihrer Freunde, Familien und Geliebten, die in den Strudel der Politik geraten, in das Auf und Ab von Revolution, Gewalt und Unterdrückung, führen zu der universellsten und zugleich privatesten aller Fragen: Wie kann der Mensch sich selbst treu bleiben, lieben und kreativ sein, wenn er sich verstellen und verstecken muss, weil er um sein Leben fürchtet? Erzählerin dieses vielschichtigen Epos ist Marie, die mit ihrer Mutter…mehr

Produktbeschreibung
Ein preisgekrönter Roman über China von den 1940ern bis heute, über zwei eng verbundene Musikerfamilien und ihr Schicksal. Die herzzerreißenden Lebensgeschichten der Musiker, ihrer Freunde, Familien und Geliebten, die in den Strudel der Politik geraten, in das Auf und Ab von Revolution, Gewalt und Unterdrückung, führen zu der universellsten und zugleich privatesten aller Fragen: Wie kann der Mensch sich selbst treu bleiben, lieben und kreativ sein, wenn er sich verstellen und verstecken muss, weil er um sein Leben fürchtet? Erzählerin dieses vielschichtigen Epos ist Marie, die mit ihrer Mutter in Kanada lebt und nicht versteht, warum ihr Vater nach China zurückgekehrt ist. Als sie zehn Jahre alt war, haben sie einen Gast bei sich aufgenommen, die junge Ai-ming, die nach dem Massaker am Platz des Himmlischen Friedens aus Peking geflohen ist. Marie ahnte bald, dass sie eine gemeinsame Geschichte haben, und nun versucht sie, Licht ins Dunkel der Vergangenheit zu bringen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Luchterhand Literaturverlag
  • Originaltitel: Do Not Say We Have Nothing
  • Deutsche Erstausgabe
  • Seitenzahl: 653
  • Erscheinungstermin: 4. September 2017
  • Deutsch
  • Abmessung: 218mm x 139mm x 53mm
  • Gewicht: 850g
  • ISBN-13: 9783630875200
  • ISBN-10: 3630875203
  • Artikelnr.: 48070265
Autorenporträt
Thien, MadeleineMadeleine Thien wurde 1974 in Vancouver, British Columbia, geboren. Ihre Eltern stammen aus Malaysia und China und emigrierten in den 1960ern nach Kanada. Als Kind begann Thien mit Ballett, Stepptanz und Akrobatik, später studierte sie Tanz, wechselte dann 1994 über zu Literatur. Ihr erstes Buch »Einfache Rezepte«, eine Sammlung von Kurzgeschichten, wurde mit vier kanadischen Literaturpreisen ausgezeichnet. Für ihren Roman »Flüchtige Seelen« erhielt Thien 2015 den LiBeraturpreis von Litprom. »Sag nicht, wir hätten gar nichts« kam 2016 auf die Shortlist des Man Booker Prize und wurde ausgezeichnet mit dem Governor General's Literary Award und dem Scotiabank Giller Prize, den höchsten Literaturpreisen Kanadas. Madeleine Thien lebt in Montreal.
Rezensionen

buecher-magazin.de - Rezension
buecher-magazin.de

Madeleine Thien, kanadische Schriftstellerin mit chinesisch-malaiischen Wurzeln, spannt einen weiten Erzählbogen über zwei chinesische Familien und drei Generationen, der von den 1940er Jahren bis in die Gegenwart reicht. Denn es ist Marie die auf diese Spurensuche geht, weil sie nie verstanden hat warum ihr Vater sie als 10-jährige verließ. Überhaupt sind es die Frauenfiguren in diesem Roman, die aktiv werden, forschen oder ausbrechen - wie die junge Ai-ming, die kurze Zeit bei Marie und ihrer Mutter wohnt, weil sie nach den Studentenprotesten auf dem Platz des himmlischen Friedens fliehen musste. Im Mittelpunkt stehen jedoch der Komponist Sperling - Ai-mings Vater, und sein Schüler Jing Kai, der Vater von Marie. Die beiden eint ihre Liebe zu den klassischen Komponisten der westlichen Welt, doch während Sperling verstummt und sich in sein Arbeiter-Schicksal fügt, wird Jing Kai zum Rotgardisten, um seine Pianistenkarriere weiterzuverfolgen. Durch Thiens empathische Sprache werden die seelischen Nöte, alltäglichen Sorgen und zutiefst menschlichen Sehnsüchte dieser beiden Musiker-Großfamilien in den grausamen idologischen Umwälzungen der Kulturrevolution schmerzlich spürbar.

© BÜCHERmagazin, Tina Schraml (ts)
»«Thiens Roman gehört zum Besten, was in den vergangenen Jahren über das moderne China geschrieben wurde.« Maik Söhler / Amnesty Journal