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Johnny wohnt am Hafen und da ist auch das Revier seiner Bande. Mit dem Pommeswagen von Kirsche und dem besten Versteck der Welt, unter der Kirche von Pfarrer Löwenbein. Aber, ist das nicht ein bisschen langweilig? Immer nur am Hafen? Vielleicht ist es Zeit für was Neues und ein echtes Abenteuer! Und eh sie sich's versehen, weht der Pommesbande ein ganz schön steife Brise um die Nase. Eine aufregende Bandengeschichte über die cleversten Spürnasen seit "Emil und die Detektive" von Krimiautorin Simone Buchholz.…mehr

Produktbeschreibung
Johnny wohnt am Hafen und da ist auch das Revier seiner Bande. Mit dem Pommeswagen von Kirsche und dem besten Versteck der Welt, unter der Kirche von Pfarrer Löwenbein. Aber, ist das nicht ein bisschen langweilig? Immer nur am Hafen? Vielleicht ist es Zeit für was Neues und ein echtes Abenteuer! Und eh sie sich's versehen, weht der Pommesbande ein ganz schön steife Brise um die Nase.
Eine aufregende Bandengeschichte über die cleversten Spürnasen seit "Emil und die Detektive" von Krimiautorin Simone Buchholz.
  • Produktdetails
  • Verlag: Dressler Verlag Gmbh
  • Artikelnr. des Verlages: 1300263
  • Seitenzahl: 152
  • Altersempfehlung: ab 10 Jahren
  • Erscheinungstermin: 19. Februar 2018
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 151mm x 18mm
  • Gewicht: 328g
  • ISBN-13: 9783791500263
  • ISBN-10: 3791500260
  • Artikelnr.: 49365358
Autorenporträt
Buchholz, SimoneSimone Buchholz (Hanau, 1972) ha esordito come giallista nel 2008 con Revolver, pubblicato in Italia da Emons nel 2015. Le piacciono le nuvole in cielo e i gabbiani che non sanno cosa vogliono. Vive nel quartiere di Sankt Pauli, ad Amburgo, con il marito italiano e il figlio. Vincitore di vari premi, La notte del coccodrillo (Emons 2017) è stato per mesi al primo posto della classifica Krimi-ZEIT. Uomini in gabbia ha scalato la classifica della Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) e del canale r
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 28.05.2018

Das wird unser ganzes Leben ändern, ich schwöre!
Seelsorge und Limo: Simone Buchholz begleitet "Johnny und die Pommesbande" durch harte Zeiten

Es gibt ein Alter, in dem man weder Fisch noch Fleisch ist. Ein Alter, in dem Kinderbücher langweilig werden und Bücher für Jugendliche und Erwachsene es noch sind. Ein schwieriges Alter, da sind sich die meisten einig. Zum Glück gibt es Bücher wie "Johnny und die Pommesbande" von Simone Buchholz, die genau für dieses Alter geschrieben sind. Der zwölfjährige Ich-Erzähler Johnny hat davon gehört, dass mit dreizehn alles komplizierter wird. Deshalb hat er überhaupt keine Lust, älter zu werden. Er will, dass alles bleibt, wie es ist. Oder doch nicht?

Johnny und seine Freundinnen und Freunde lungern jeden Tag am Hafen rum. Wenn sie Hunger kriegen, stärken sie sich an Kirsches Pommesbude, daher der selbstgewählte Name "Pommesbande", und wenn es regnet, steigen sie in den Keller unter der Kirche hinab, den sie zusammen mit Pastor Löwenbein hergerichtet haben. Die meisten von ihnen kennen sich seit ihrem ersten Lebensjahr. Johnny, Carlos und Ella wohnen im selben Haus. Sue und Buxe sind Zwillinge. Nur Tomek ist erst später dazugestoßen. Er ist ein Hafentroll, der nur acht Fußzehen und keine Familie hat, was aber niemand weiter verwunderlich findet.

Mit der Familie ist es auch bei den anderen nicht einfach. Ellas Eltern fahren gelegentlich in den Urlaub und überlassen ihrer Tochter den Kioskbetrieb, was dieses Mal leider gründlich schiefgeht. Carlos' Mutter kocht phantastisch, aber wenn sein Vater da ist, darf niemand zu Besuch kommen, und Carlos sieht zu, dass er unbemerkt das Haus verlassen kann. Johnny wiederum hat Angst, dass das Jugendamt ihn eines Tages von seinem Großvater trennt, einem alten Seemann und Boxer, bei dem er lebt. Was mit seinen Eltern ist, weiß Johnny nicht so genau. Er ahnt, dass sie tot sind, aber lieber glaubt er seinem Opa, der jedes Mal eine andere abenteuerliche Geschichte über sie erzählt.

Die Pommesbande ist ein eingespieltes Team, das - trotz allem - ebenso gleichförmige wie glückliche Sommertage miteinander erlebt. Es liegt jedoch schon die Ahnung in der Luft, dass die Welt ihrer Kindheit bald endgültig entzaubert sein wird. Die ersten Sollbruchstellen der Kinderfreundschaften zeichnen sich ab: Johnny und Carlos, die vor vielen Jahren mit der Spucke des anderen Bruderschaft getrunken haben, trauen sich nicht mehr, sich wie früher an den Händen zu halten, weil das jetzt uncool ist; Tomek und Sue mögen sich plötzlich anders - und dann ist da auf einmal diese Sehnsucht nach etwas Neuem und Aufregendem.

Tomek ist schon dreizehn. Er ist es auch, der eines Tages den Vorschlag macht, einfach mal ein Stückchen weiter oben - "auf der Meile" - die Kurtaxe einzusammeln. Damit Tomek Teil ihrer Bande bleibt und nicht allein in die weite Welt aufbricht, lassen sich die anderen darauf ein, auch wenn sie ahnen, dass das gefährlich werden könnte. "Damit änderte sich unser ganzes Leben, ich schwöre", kommentiert Johnny.

Anfangs geht alles gut, doch dann bekommen sie Ärger mit fünf fiesen Typen, der Pickelbande, wie sie sie nennen. Die Typen tragen dicke Jogginghosen, klobige Turnschuhe und rasierte Glatzen und haben was dagegen, dass die Pommesbande in ihrem Revier Leute abkassiert. Dass Tomek ihnen entgegenschleudert: "Im Auto sitzt ihr doch alle hinten", ist zwar mutig, aber nicht hilfreich. Mehrmals wird es richtig eng für die Pommesbande. So eng, dass sie sich selbst in ihrem eigenen Revier nicht mehr sicher fühlen.

Das Abenteuer schweißt die sechs Freundinnen und Freunde noch einmal am Ort ihrer Kindheit zusammen. Ein bisschen erwachsener - im positiven Sinne - werden sie dabei aber auch: Sie übernehmen Verantwortung für ihr eigenes Handeln und halten sich im Großen und Ganzen an die im Vorfeld getroffene weise Absprache, nicht zu streiten, wenn was schiefgeht. Eine wichtige Konstante dabei: die beiden Erwachsenen, die ihnen das alles mit Pommes und Limo sowie dezenter seelsorgerlicher Begleitung erleichtern.

Simone Buchholz, die das Buch nicht nur geschrieben, sondern auch illustriert hat, fängt mit ihren Worten und Bildern die kurze Lebensspanne ein, in der der Unterschied zwischen Phantasie und Wirklichkeit langsam an Kontur gewinnt, aber Fluchten ins Magische und Surreale noch leicht möglich sind. Die Schwarzweißzeichnungen, die jedem Kapitel vorangestellt sind, halten lebendige Momente fest und stimmen auf die nächsten Seiten ein. Am Ende wird es noch mal richtig spannend, und dennoch wird man das Buch weniger als Detektivroman lesen, sondern als ein Erzählung vom Größerwerden. Auch wenn es bis zum Erwachsenenalter noch ein weiter Weg ist.

RAMONA LENZ

Simone Buchholz: "Johnny und die Pommesbande". Wir sind die Schnellsten.

Dressler Verlag, Hamburg 2018. 160 S., geb., 12,- [Euro]. Ab 10 J.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Das wird unser ganzes Leben ändern, ich schwöre!
Seelsorge und Limo: Simone Buchholz begleitet "Johnny und die Pommesbande" durch harte Zeiten

Es gibt ein Alter, in dem man weder Fisch noch Fleisch ist. Ein Alter, in dem Kinderbücher langweilig werden und Bücher für Jugendliche und Erwachsene es noch sind. Ein schwieriges Alter, da sind sich die meisten einig. Zum Glück gibt es Bücher wie "Johnny und die Pommesbande" von Simone Buchholz, die genau für dieses Alter geschrieben sind. Der zwölfjährige Ich-Erzähler Johnny hat davon gehört, dass mit dreizehn alles komplizierter wird. Deshalb hat er überhaupt keine Lust, älter zu werden. Er will, dass alles bleibt, wie es ist. Oder doch nicht?

Johnny und seine Freundinnen und Freunde lungern jeden Tag am Hafen rum. Wenn sie Hunger kriegen, stärken sie sich an Kirsches Pommesbude, daher der selbstgewählte Name "Pommesbande", und wenn es regnet, steigen sie in den Keller unter der Kirche hinab, den sie zusammen mit Pastor Löwenbein hergerichtet haben. Die meisten von ihnen kennen sich seit ihrem ersten Lebensjahr. Johnny, Carlos und Ella wohnen im selben Haus. Sue und Buxe sind Zwillinge. Nur Tomek ist erst später dazugestoßen. Er ist ein Hafentroll, der nur acht Fußzehen und keine Familie hat, was aber niemand weiter verwunderlich findet.

Mit der Familie ist es auch bei den anderen nicht einfach. Ellas Eltern fahren gelegentlich in den Urlaub und überlassen ihrer Tochter den Kioskbetrieb, was dieses Mal leider gründlich schiefgeht. Carlos' Mutter kocht phantastisch, aber wenn sein Vater da ist, darf niemand zu Besuch kommen, und Carlos sieht zu, dass er unbemerkt das Haus verlassen kann. Johnny wiederum hat Angst, dass das Jugendamt ihn eines Tages von seinem Großvater trennt, einem alten Seemann und Boxer, bei dem er lebt. Was mit seinen Eltern ist, weiß Johnny nicht so genau. Er ahnt, dass sie tot sind, aber lieber glaubt er seinem Opa, der jedes Mal eine andere abenteuerliche Geschichte über sie erzählt.

Die Pommesbande ist ein eingespieltes Team, das - trotz allem - ebenso gleichförmige wie glückliche Sommertage miteinander erlebt. Es liegt jedoch schon die Ahnung in der Luft, dass die Welt ihrer Kindheit bald endgültig entzaubert sein wird. Die ersten Sollbruchstellen der Kinderfreundschaften zeichnen sich ab: Johnny und Carlos, die vor vielen Jahren mit der Spucke des anderen Bruderschaft getrunken haben, trauen sich nicht mehr, sich wie früher an den Händen zu halten, weil das jetzt uncool ist; Tomek und Sue mögen sich plötzlich anders - und dann ist da auf einmal diese Sehnsucht nach etwas Neuem und Aufregendem.

Tomek ist schon dreizehn. Er ist es auch, der eines Tages den Vorschlag macht, einfach mal ein Stückchen weiter oben - "auf der Meile" - die Kurtaxe einzusammeln. Damit Tomek Teil ihrer Bande bleibt und nicht allein in die weite Welt aufbricht, lassen sich die anderen darauf ein, auch wenn sie ahnen, dass das gefährlich werden könnte. "Damit änderte sich unser ganzes Leben, ich schwöre", kommentiert Johnny.

Anfangs geht alles gut, doch dann bekommen sie Ärger mit fünf fiesen Typen, der Pickelbande, wie sie sie nennen. Die Typen tragen dicke Jogginghosen, klobige Turnschuhe und rasierte Glatzen und haben was dagegen, dass die Pommesbande in ihrem Revier Leute abkassiert. Dass Tomek ihnen entgegenschleudert: "Im Auto sitzt ihr doch alle hinten", ist zwar mutig, aber nicht hilfreich. Mehrmals wird es richtig eng für die Pommesbande. So eng, dass sie sich selbst in ihrem eigenen Revier nicht mehr sicher fühlen.

Das Abenteuer schweißt die sechs Freundinnen und Freunde noch einmal am Ort ihrer Kindheit zusammen. Ein bisschen erwachsener - im positiven Sinne - werden sie dabei aber auch: Sie übernehmen Verantwortung für ihr eigenes Handeln und halten sich im Großen und Ganzen an die im Vorfeld getroffene weise Absprache, nicht zu streiten, wenn was schiefgeht. Eine wichtige Konstante dabei: die beiden Erwachsenen, die ihnen das alles mit Pommes und Limo sowie dezenter seelsorgerlicher Begleitung erleichtern.

Simone Buchholz, die das Buch nicht nur geschrieben, sondern auch illustriert hat, fängt mit ihren Worten und Bildern die kurze Lebensspanne ein, in der der Unterschied zwischen Phantasie und Wirklichkeit langsam an Kontur gewinnt, aber Fluchten ins Magische und Surreale noch leicht möglich sind. Die Schwarzweißzeichnungen, die jedem Kapitel vorangestellt sind, halten lebendige Momente fest und stimmen auf die nächsten Seiten ein. Am Ende wird es noch mal richtig spannend, und dennoch wird man das Buch weniger als Detektivroman lesen, sondern als ein Erzählung vom Größerwerden. Auch wenn es bis zum Erwachsenenalter noch ein weiter Weg ist.

RAMONA LENZ

Simone Buchholz: "Johnny und die Pommesbande". Wir sind die Schnellsten.

Dressler Verlag, Hamburg 2018. 160 S., geb., 12,- [Euro]. Ab 10 J.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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