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"Fundiert, anschaulich und alles andere als 'trocken'." WDR
Von den Germanen bis zur Wiedervereinigung, von Karl dem Großen bis heute: Manfred Mai lässt 2000 Jahre deutsche Geschichte lebendig werden. Der Klassiker erscheint aktualisiert um das letzte ereignisreiche Jahrzehnt: Die Wirtschafts- und Bankenkrise, die Kehrtwende in der Energie-Politik, die Flüchtlingsbewegung und die Rolle Deutschlands in Europa. Ein Standardwerk zur deutschen Geschichte für junge Leser ab 12 Jahren - ideal für alle, die mehr erfahren wollen. Unterhaltsam, spannend und aktuell wie nie.…mehr

Produktbeschreibung
"Fundiert, anschaulich und alles andere als 'trocken'." WDR

Von den Germanen bis zur Wiedervereinigung, von Karl dem Großen bis heute: Manfred Mai lässt 2000 Jahre deutsche Geschichte lebendig werden. Der Klassiker erscheint aktualisiert um das letzte ereignisreiche Jahrzehnt: Die Wirtschafts- und Bankenkrise, die Kehrtwende in der Energie-Politik, die Flüchtlingsbewegung und die Rolle Deutschlands in Europa. Ein Standardwerk zur deutschen Geschichte für junge Leser ab 12 Jahren - ideal für alle, die mehr erfahren wollen. Unterhaltsam, spannend und aktuell wie nie.
  • Produktdetails
  • Gulliver
  • Verlag: Beltz
  • Artikelnr. des Verlages: .75782, 75782
  • 12., aktualis. Neuausg.
  • Seitenzahl: 222
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Erscheinungstermin: Mai 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 193mm x 116mm x 23mm
  • Gewicht: 235g
  • ISBN-13: 9783407757821
  • ISBN-10: 3407757824
  • Artikelnr.: 54452908
Autorenporträt
Manfred Mai, geboren 1949, auf der Schwäbischen Alb, zählt zu den bekanntesten und vielseitigsten deutschen Kinderbuchautoren. Er hat Geschichte und Deutsch studiert und unterrichtet, bevor er vor mehr als zwanzig Jahren zu schreiben begann. Heute lebt er als freier Schriftsteller auf der Schwäbischen Alb.
Rezensionen
"Das Ganze liest sich hochspannend. Am Ende steht fest: Die wahre Geschichte ist nervenzerreißender als so mancher Schmöker." Brigitte "So sollte Geschichte vermittelt werden, so lebendig und gut verständlich. Ein solches Buch sollte man für den Geschichtsunterricht an den Schulen einsetzen." Rhein-Neckar-Zeitung "So kann man bei seinen Kindern Freude und Interesse an einem der der spannendsten Lehrfächer der Schule wecken. (..) Mit geradezu spielerischer Leichtigkeit bewegt sich der Autor durch die Jahrhunderte und schlägt so den Bogen von den Germanen über Karl den Großen bis hin zu Luther und zur deutschen Wiedervereinigung ... Ein lesenswertes Buch." Schwäbische Zeitung "Manfred Mai nahm das neue Jahrtausend zum Anlass, die deutsche Geschichte von den alten Germanen bis zu Kohl so geschickt und unterhaltsam aufzudröseln, dass selbst der müdeste Pennäler aufhorcht und manch ein Lehrer neidisch wird." Stuttgarter Nachrichten "Wer anschauliche Geschichtsdarstellungen liebt, ist nicht länger auf Guido Knopps ZDF-Reihen angewiesen." Mannheimer Morgen "Der Autor weiß junge Leser mit seinen Reisen in die Vergangenheit zu fesseln." DeutschlandRadio/Focus "Was oft im Schulunterricht nicht glückt, hier gelingt es." Darmstädter Echo "Bekannt geworden ist Manfred Mai mit Erstlesebüchern, spannend erzählten Kinderbüchern und Jugendromanen. Mit seiner Deutschen Geschichte hat er gezeigt, was die Erfahrung eines Autors mit sehr kurzen Geschichten bewirken kann: Es gehört zu den vertracktesten Aufgaben, komplexe (historische) Zusammenhänge so zu kompilieren, dass keine Lücken entstehen und der Abriss dazu flüssig lesbar bleibt. Manfred Mai hat das so souverän gemeistert, dass in seiner Gegenwart keine noch so schöne Mütze auf dem Kopfe bleiben sollte. Hier zeigt sich die Meisterschaft des Autors." Bulletin Jugend & Literatur "In einer einfachen, aber nicht banalen Sprache beschreibt er anschaulich und mit nur wenigen Fachausdrücken komplexe historische Vorgänge. Vor allem Zwölf- bis Vierzehnjährige dürften Mais einführende Geschichtserzählungen ansprechen." Geschichte lernen…mehr
Besprechung von 23.03.1999
Für alle, die ihren Geschichtslehrer nicht mögen
Von Tacitus bis Helmut Kohl: Eine deutsche Geschichte zum Anfangen von Manfred Mai und Julian Jusim

Manche mögen Geschichte überhaupt nicht, jedenfalls das, was sie davon in der Schule hören - nichts als Kriege, Friedensschlüsse und neue Kriege. Das Volk murrt, und die Mächtigen beschwichtigen es. Lauter Aufregung um etwas, was heute als tote Materie erscheint. Das Schulfach Geschichte verdeckt in der Tat manchmal mehr von dem, was in der Vergangenheit passiert ist, als daß es uns diese Vergangenheit nahebringt. Das ist schade. Denn wenn wir auch nie ganz genau wissen werden, wie die Menschen früher lebten und was sie empfanden, so haben wir doch viel von ihnen übernommen und sollten uns daher mit dem beschäftigen, was früher war.

Wer Geschichte nicht mag, hat oft nur Pech gehabt, nämlich zum Beispiel einen schlechten Geschichtslehrer. Der hat ihm Geschichte als Arsenal großsprecherischer Lehren aufgedrungen, als Lexikon "großer Männer". Das ist sie nicht, auch kein Panorama erhebender Gefühle und kein Leitfaden zum Eintrichtern ewiger Wahrheiten. Leider wird die Vergangenheit viel zu oft für solchen Schwindel benutzt. Wir sollten uns aber nicht dadurch an diesen Lehrern rächen wollen, daß wir Geschichte links liegenlassen.

Wenn man später einmal über unsere Zeit schreiben wird, dann werden nicht unbedingt einzelne Staaten im Mittelpunkt stehen, vielmehr große Regionen und Kontinente. Aber von heute aus in die letzten Jahrhunderte gesehen, spielt sich ein großer Teil der Geschichte im Rahmen von Nationen und Staaten ab. So ist es sinnvoll, wenn Manfred Mai eine "Deutsche Geschichte" erzählt, die bis in die Zeit der Germanen zurückgreift. Von einer national verengten oder gar nationalistischen Geschichte kann deswegen keine Rede sein.

Ein wagemutiges Unterfangen ist es aber auch - 2000 Jahre in 56 Kapiteln, von denen die meisten kaum drei Seiten lang sind. Äußerste Verknappung war nötig. Zugleich durfte die Anschaulichkeit nicht verlorengehen. Die oft verwickelten Vorgänge der politischen Geschichte wie Erb- und sonstige Streitigkeiten um die Macht durften nicht so vereinfacht werden, daß sie ganz unverständlich werden. Die folgenreichen Veränderungen des geistigen und sozialen Lebens mußten so zur Sprache kommen, daß sich ein sinnlicher Eindruck davon einstellt. Überhaupt die Sprache: kein Fachchinesisch, kein Wortgeklingel, kein Zeigestock-Deutsch. Um das gut hinzubekommen, muß man ein erfahrener Schreiber sein und zu der positiv-nationalistischen Übersteigerung der deutschen Geschichte wie zu ihrer negativ-nationalistischen Verdammung seine Distanz halten können.

Und das klappt hier tatsächlich. Manfred Mais deutsche Geschichte beginnt zu den Zeiten, als die Germanen aus der Sicht Roms, der damaligen Weltmacht, so etwas wie "edle Wilde" waren. Er erzählt von den mittelalterlichen Kaisergeschlechtern und ihrem dauernden Machtkampf mit dem Papst. Humanismus und Reformation, Bauernkrieg (mit etwas verklärter Sicht auf die Bauern), Dreißigjähriger Krieg und der Aufstieg Preußens, Napoleons Siege und die Befreiungskriege gegen ihn kommen zur Sprache. Nach der Hälfte des Buches sind wir im frühen 19. Jahrhundert. Jetzt werden die Beschreibungen eingehender. Je mehr wir uns der Gegenwart nähern, desto ausführlicher wird erzählt - so steht für die Weimarer Republik plus Nationalsozialismus und für die Nachkriegsentwicklung Deutschlands nach 1945 jeweils ein Fünftel des gesamten Textumfangs zur Verfügung.

Am Ende sind wir in der Gegenwart angekommen. Die Erzählung hört so auf, wie sie angefangen hat, im Ton verhalten, ohne Herumgefuchtel mit Worten, die aus lauter Ehrfurcht ins Schwitzen kommen. Das einzige, was zuweilen etwas irritiert, ist die leichte Beflissenheit, mit der Mai die "einfachen Leute" gegenüber den offenbar schon wegen ihres Machtbesitzes verdächtigen "Mächtigen" hervorzuheben liebt. Vor allem gegenüber solchen, die sich einer historischen Entwicklung unerschütterlich in den Weg gestellt haben, wie etwa der Fürst Metternich. Gewiß gibt es in Gesellschaften "oben" und "unten". Aber die Balance von Anständigkeit einerseits und Verderbnis andererseits bleibt im großen und ganzen überall gleich.

Julian Jusim hat dem Text Bilder hinzugefügt. Sein Grundeinfall ist schlagend: Nicht irgendwelche Szenen hat er mit seinen Farbstiften gemalt, sondern überlieferte und bekannte Bildmotive. Damit erreicht er zugleich einen Wiedererkennungs- und einen Verfremdungseffekt. Willy Brandts Kniefall in Warschau, der NVA-Soldat, der 1961 über Stacheldraht in den Westteil Berlins springt, Churchill, Truman und Stalin in Potsdam 1945, der Eisenbahnwaggon mit den Soldaten, die 1914 in den Krieg ziehen - so ergibt sich eine kleine, krakelige, überaus eindrückliche Ikonographie der deutschen Geschichte dieses Jahrhunderts, und sie wird zurückverlängert bis zu dem römischen Soldaten vor der Porta Nigra in Trier.

Diese "Deutsche Geschichte" ist sehr gut gelungen und wird hohen Ansprüchen gerecht. Unaufdringlich, konzentriert im auch zum Vorlesen geeigneten Text und anrührend in den Bildern, vermittelt sie ein angemessenes Bild der Vergangenheit, die ja in der Tat ein Teil unserer Gegenwart ist.

WILFRIED VON BREDOW

Manfred Mai: "Deutsche Geschichte". Mit Illustrationen von Julian Jusim. Verlag Beltz & Gelberg, Weinheim 1999. 171 S., 29,80 DM. Ab 10 J.

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