Otto Redenkämper
Broschiertes Buch
'Dat Leben is kein Trallafitti'
Der Fenster-Rentner erklärt die Welt
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___ Das erste Buch vom Fenster-Rentner ___»Täglich und pünktlich beziehe ich meinen Posten und beobachte, ob in meinem Revier auch alles in geregelten Bahnen abläuft. Ich sag immer, es gibt nichts, was es vor meinem Fenster nicht gibt.«Wir kennen sie alle: die Fenster-Rentner. Die Arme aufs Kissen gestützt, in weißem Feinripp und mit kritischem Blick entgeht ihnen nichts, was sich vor ihrem Logenplatz abspielt.Otto Redenkämper aus Gelsenkirchen-Buer - 40 Jahre auf der Zeche malocht und alt geworden mit Wilma - ist einer von ihnen. Rau aber ehrlich und mit einer ordentlichen Portion Pot...
___ Das erste Buch vom Fenster-Rentner ___»Täglich und pünktlich beziehe ich meinen Posten und beobachte, ob in meinem Revier auch alles in geregelten Bahnen abläuft. Ich sag immer, es gibt nichts, was es vor meinem Fenster nicht gibt.«Wir kennen sie alle: die Fenster-Rentner. Die Arme aufs Kissen gestützt, in weißem Feinripp und mit kritischem Blick entgeht ihnen nichts, was sich vor ihrem Logenplatz abspielt.Otto Redenkämper aus Gelsenkirchen-Buer - 40 Jahre auf der Zeche malocht und alt geworden mit Wilma - ist einer von ihnen. Rau aber ehrlich und mit einer ordentlichen Portion Potthumor regt er sich von seinem Fensterplatz aus herrlich witzig und herzhaft erfrischend über Gott und die Welt auf.»Kinners, ich sitz hier doch nicht zum Spaß ...!«Immer auf dem Posten: DER FENSTER-RENTNER
Geboren in Gelsenkirchen. Als Blagen im Nachkriegsruhrgebiet mit Blindgängern Fußball gespielt. Später mit ordentlicher Lederpille eigene Mannschaft für Straßenfußball gegründet. Dann kamen die Frauen. Knutschen im Autokino, Fummeln am Rhein-Herne-Kanal. Wilma getroffen, gemählt, geschwängert. Auf der Zeche malocht. Opa geworden. Dann Rente. Und heute? Aufstehen, Jupps Kiosk, Schrebergarten, von Wilma bekochen lassen, ins Fenster hängen, Einkäufe erledigen, über die Welt- und Wetterlage moppern - das bin ich, euern Otto.
Produktdetails
- Fischer Taschenbücher 3086
- Verlag: FISCHER Taschenbuch / S. Fischer Verlag
- Artikelnr. des Verlages: 1018871
- 4. Aufl.
- Seitenzahl: 208
- Erscheinungstermin: 25. September 2014
- Deutsch
- Abmessung: 190mm x 125mm x 15mm
- Gewicht: 234g
- ISBN-13: 9783596030866
- ISBN-10: 3596030862
- Artikelnr.: 40841242
Herstellerkennzeichnung
FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
produktsicherheit@fischerverlage.de
INHALT
Nach 40 Jahren Maloche in einer Zeche ist Otto Redenkämper nun Rentner. In Gelsenkirchen-Buer versucht er sich mit seinem neuen Dasein zu arrangieren. Gegen Langeweile helfen regelmäßige Besuche von Jupps Stammkiosks oder das tägliche aus dem Fenster gucken - …
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INHALT
Nach 40 Jahren Maloche in einer Zeche ist Otto Redenkämper nun Rentner. In Gelsenkirchen-Buer versucht er sich mit seinem neuen Dasein zu arrangieren. Gegen Langeweile helfen regelmäßige Besuche von Jupps Stammkiosks oder das tägliche aus dem Fenster gucken - natürlich im weißen Feinripp und mit auf ein Kissen gestützten Armen. Otto Redenkämper ist ein liebenswert tollpatschiger Ruheständler mit Herz am rechten Fleck, der für seine Kumpels einsteht und allerhand Unsinn verzapft. So demoliert er u.a. die angefrorene Biotonne mit Auto oder zaubert mal eben aus Schmelzkäse einen Büffel-Mozzarella. Die Frau an seiner Seite hat es daher nicht gerade leicht, aber Wilma kennt ihren Otto mittlerweile aus dem Efeff. Sie bereitet ihm täglich sein Pfefferrührei und sieht über kleine Schrullen hinweg.
MEINUNG
Otto Redenkämpers Buch "Dat Leben is kein Trallafitti" ist ein Kompendium an aberwitzigen Alltagsgeschichten rund um den Rentner Otto. Es lebt von Ottos unnachahmlichen Ruhrpotthumor. Wer die Pottsprache liebt, ist hier genau richtig. So man trifft u. a. auf Wörter wie Killefit, Blagen, Pottgranate oder Buxe. Auch wenn man einmal das ein oder andere Wort nicht kennt, so kann man es sich doch aus dem Zusammenhang erschließen. Ich habe Ottos eigenwillige Art und vor allem seine direkte Sprache sofort ins Herz geschlossen. So sind sie halt die Ruhrpottler, herrlich geradeheraus.
Hier einige Kostproben:
"Die haut sich alles zwischen die Kiemen, was grün ist und nach Komposthaufen aussieht." (S. 16)
"Opa halt deine Dritten fest, es gibt Westwind." (S.163)
Otto Redenkämper agiert als versierter Ich-Erzähler, dessen tragikkomische Geschichten den Leser das Wasser in die Augen treiben lässt. Ich habe während der Lektüre mehr als einmal herzhaft lachen müssen. Besonders über Ottos selbstgeklebtes Augenbrauenfifi mit dem er aussah wie "Lord Opamort" oder das Kristall Mett-Missverständnis. Auch die erwähnten Wortverdreher bzw. Missverständnisse sind herrlich amüsant (z.B. "tabuloses rasen" für "Tabula rasa").
Insgesamt bietet dieses humorvolle Buch beste pointierte, kurzweilige Unterhaltung. Einmal angefangen, will man nicht mehr mit dem Lesen aufhören.
Fazit
Absolute Leseempfehlung.
Glück auf! Auf das dieses Buch viele begeisterte Leser finden wird!
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Otto ist ein Traumtyp, vielleicht nicht gerade äußerlich, schließlich ist er ja auch schon in die Jahre gekommen. Aber er hat das Herz am rechten Fleck und steht für Familie und Freunde immer mit gutem Rat und schneller Tat parat. Als sein Stammkiosk wegen Mieterhöhung …
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Otto ist ein Traumtyp, vielleicht nicht gerade äußerlich, schließlich ist er ja auch schon in die Jahre gekommen. Aber er hat das Herz am rechten Fleck und steht für Familie und Freunde immer mit gutem Rat und schneller Tat parat. Als sein Stammkiosk wegen Mieterhöhung geschlossen werden soll, hat Otto auf einmal eine richtig wichtige Aufgabe. Gemeinsam mit Kumpel Erwin geht er das Problem an.
Dieser Otto ist so gut beschrieben, dass man ihn förmlich neben sich sitzen sieht. Er ist immer in Plauderlaune und erzählt wie er das Leben sieht und das mit echtem Potthumor und meldet schon mal Überfälle noch ehe sie passiert sind. Dabei tritt er auch mal in Fettnäpfchen, zieht sich aber geschmeidig wieder aus der Misere und gesteht auch Fehler ein.
Er ist einfach ein liebenswürdiges Original mit lockerer Klappe und einer Menge Humor. Als Leser hat man viel zu lachen und kann über Ottos Fehler nur schmunzeln. Meistens lieb gemeint, aber manchmal auch mit echten Folgen.
Dabei ist besonders die Pottsprache der Clou der ganzen Geschichte. Hier können auch pottferne Bewohner die meisten Begriffe verstehen und der humoristische Funke springt gleich über. Die verschiedenen Kapitel sind thematisch gegliedert, der Schreibstil sehr flüssig und das Buch ist durch seine direkte Sprache witzig und schnell gelesen.
Auf die Idee mit dieser Geschichte eines Rentners muss man erst mal kommen. Dabei ist die Umsetzung dem Autoren gut gelungen. Er zeigt auch wie der ältere Herr Otto sich die Welt erklärt und an den neuen Errungenschaften der Technik teilnimmt.
Dieses Buch hat eine humorvolle Grundstimmung, ein echtes Gelsenkirchener Ruhrpottoriginal und jede Menge Unterhaltung zu bieten. Für Schalke Fans ein Muss, für andere eine lustige Lektüre, die uns eine ganz spezielle deutsche Region näher bringt. Lesespass ist garantiert! Glück auf!
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Aus einer FB-Seite entstand (mal wieder) ein Buch. Einige werden Otto Redenkämper aus dem Internet kennen, aber auch wer ihn nicht kennt, kommt mit der Story gut klar:
Otto ist Rentner und sein Leben spielt sich großteils zwischen Fenster (schön mit Kissen gepolstert und den Pott …
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Aus einer FB-Seite entstand (mal wieder) ein Buch. Einige werden Otto Redenkämper aus dem Internet kennen, aber auch wer ihn nicht kennt, kommt mit der Story gut klar:
Otto ist Rentner und sein Leben spielt sich großteils zwischen Fenster (schön mit Kissen gepolstert und den Pott Kaffee griffbereit) und Kiosk (wo er andere Mitglieder seiner Spezies trifft) ab. In einer Art Tagebuch oder einseitigem Briefwechsel lässt er den Leser an seinen täglichen Erlebnissen teilhaben.
Ich liebe den Ruhrpott und den Humor und die Menschen und deren Schnauze, aber ich hab davon NICHTS im Buch gefunden. Das finde ich echt schade. Es ist so vieles vorhersehbar gewesen und die Gags großteils uralt. Dadurch wirkt die Story konstruiert und mit Gewalt hingebogen. Wer Herbert Knebel liebt, wird mit Otto Redenkämper nicht wirklich warm. Wo Herbert noch den echten Ruhrpottcharme auf der Zunge liegen hat, klingt Otto nur dümmlich und langweilig. Das ist nicht nur nicht unterhaltsam, das ist sogar noch beleidigend für die echten Ruhrpottrentner. Das war sicher so nicht gedacht oder gewollt. Die typischen Übertreibungen fehlen komplett und lassen damit die Kapitel recht banal dahindümpeln.
Otto sieht hinter jedem harmlosen Passanten einen Schwerverbrecher, ist hinter Kindern her, die ihn irgendwie stören, versucht, das Kiosk seines Kumpels zu retten und ruiniert es dabei halb und und und und … Otto sieht, wo er fehlt, aber findet immer andere die daran schuld sind. Einsicht gibt es nicht, nicht mal dann, als er zu seiner ehemaligen Zeche dackelt und vergessen hat, dass er da schon seit Jahren nicht mehr Arbeitet. Schlimmer noch – dass die Zeche längst keine Zeche mehr ist. Sorry, aber das ist leider absolut nicht meine Art Humor. Und ich kann noch heute Tränen über die Schlange an der Wursttheke (von Herbert Knebel) lachen, obwohl ich das schon auswendig kann und es wirklich uralt ist.
Der Titel „Der Fenster-Rentner erklärt die Welt“ geht auch weit an der Story vorbei. Otto erzählt aus seinem Rentnerdasein, aber er erklärt nicht wirklich die Welt. Unterhaltsam ist das Büchlein, man kann mal schmunzeln. Aber es hat mir keinen einzigen lauten Lacher entlockt.
Die Idee mit den Kapiteln, die immer mit „Kinners“ beginnen und einem „Glück auf“ enden, finde ich charmant, aber das allein macht das Buch einfach nicht super oder empfehlenswert. Mich hat es nicht so gefangen, wie andere Ruhrpott-Bücher das können und dabei dachte ich immer, das wäre so einfach. Ein paar mehr typische Ausdrücke wie Dubbels, Schlüffkes, Mottek oder Büdchen hätten das Ganze etwas aufgepeppt und mein Herz höher schlagen lassen. So bleiben nur mit viel gutem Willen drei Sterne übrig. Auch wenn ich mit meiner Meinung da ziemlich alleine dastehe. Schade – die Idee an sich ist toll und hätte prima ausgearbeitet werden können.
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