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Inspektor Barbarotti ermittelt auf Gotland.Gegen Inspektor Barbarottis Polizeikollegin - und neue Lebensgefährtin - Eva Backman wird in Stockholm intern ermittelt. Sie musste bei einem Einsatz zur Schusswaffe greifen, um Schlimmeres zu verhindern, was für einen der Beteiligten allerdings böse endete. Um Abstand zu gewinnen, beschließen Barbarotti und Backman, sich in die herbstliche Abgeschiedenheit Gotlands zurückzuziehen. Doch die Ruhe ist trügerisch. Barbarottis kriminalistische Instinkte werden geweckt, als er in einem Fahrradfahrer jenen rätselhaften Busfahrer zu erkennen glaubt, d...
Inspektor Barbarotti ermittelt auf Gotland.
Gegen Inspektor Barbarottis Polizeikollegin - und neue Lebensgefährtin - Eva Backman wird in Stockholm intern ermittelt. Sie musste bei einem Einsatz zur Schusswaffe greifen, um Schlimmeres zu verhindern, was für einen der Beteiligten allerdings böse endete. Um Abstand zu gewinnen, beschließen Barbarotti und Backman, sich in die herbstliche Abgeschiedenheit Gotlands zurückzuziehen. Doch die Ruhe ist trügerisch. Barbarottis kriminalistische Instinkte werden geweckt, als er in einem Fahrradfahrer jenen rätselhaften Busfahrer zu erkennen glaubt, der vor sechs Jahren Opfer eines Verbrechens wurde, ohne dass man seine Leiche je gefunden hätte ...
Gegen Inspektor Barbarottis Polizeikollegin - und neue Lebensgefährtin - Eva Backman wird in Stockholm intern ermittelt. Sie musste bei einem Einsatz zur Schusswaffe greifen, um Schlimmeres zu verhindern, was für einen der Beteiligten allerdings böse endete. Um Abstand zu gewinnen, beschließen Barbarotti und Backman, sich in die herbstliche Abgeschiedenheit Gotlands zurückzuziehen. Doch die Ruhe ist trügerisch. Barbarottis kriminalistische Instinkte werden geweckt, als er in einem Fahrradfahrer jenen rätselhaften Busfahrer zu erkennen glaubt, der vor sechs Jahren Opfer eines Verbrechens wurde, ohne dass man seine Leiche je gefunden hätte ...
Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der beliebtesten Schriftsteller Schwedens. Für seine Kriminalromane erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in über zwanzig Sprachen übersetzt und mehrmals erfolgreich verfilmt worden. Håkan Nesser lebt in Stockholm und auf Gotland.
© Cato Lein
Produktdetails
- Gunnar Barbarotti 6
- Verlag: BTB
- Originaltitel: Den sorgsne busschauffören fran Alster
- 1. Auflage
- Seitenzahl: 414
- Erscheinungstermin: 31. Oktober 2020
- Deutsch
- Abmessung: 220mm x 142mm x 38mm
- Gewicht: 661g
- ISBN-13: 9783442758876
- ISBN-10: 3442758874
- Artikelnr.: 16005547
Herstellerkennzeichnung
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Ideenhistoriker am Steuer
In seinem neuen Barbarotti-Krimi verewigt Håkan Nesser einen Busfahrer
Busfahrer, was für ein wunderbarer Beruf für eine Kriminalromanfigur! Der Beruf des Polizisten mag anstrengend sein, auch Chirurgen arbeiten immer am Limit, ganz zu schweigen von den Pflegekräften, keine Frage. Aber dann kommen auch gleich die Busfahrer, die entweder Kinder zur Schule oder in den Skiurlaub oder gar Kirchenchöre oder Fußballfans zu ihren Ausflugszielen befördern müssen – die Klientel der Busfahrer tritt oft stimmgewaltig, mitunter zudem durstig auf. Man kommt unter Menschen, ja, aber unter sehr stressige. In Schweden ist das nicht anders als in Deutschland. Busfahrer brauchen Nerven wie Drahtseile.
In seinem neuen Barbarotti-Krimi verewigt Håkan Nesser einen Busfahrer
Busfahrer, was für ein wunderbarer Beruf für eine Kriminalromanfigur! Der Beruf des Polizisten mag anstrengend sein, auch Chirurgen arbeiten immer am Limit, ganz zu schweigen von den Pflegekräften, keine Frage. Aber dann kommen auch gleich die Busfahrer, die entweder Kinder zur Schule oder in den Skiurlaub oder gar Kirchenchöre oder Fußballfans zu ihren Ausflugszielen befördern müssen – die Klientel der Busfahrer tritt oft stimmgewaltig, mitunter zudem durstig auf. Man kommt unter Menschen, ja, aber unter sehr stressige. In Schweden ist das nicht anders als in Deutschland. Busfahrer brauchen Nerven wie Drahtseile.
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Bisher ist der Beruf des Busfahrers von den Kriminalliteraten dieser Welt weitgehend auf sträfliche Weise vernachlässigt worden. Jetzt hat ihn der schwedische Schriftsteller Håkan Nesser, 70, entdeckt und gleich im Titel seines neuesten Romans aus der Reihe der Barbarotti-Krimis verewigt: „Barbarotti und der schwermütige Busfahrer“, was im schwedischen Original nach einem großen Mysterium klingt: „Den sorgsne busschauffören från Alster“ – Schwede möchte man sein. Wer berufsbedingt in Bussen des öffentlichen Nahverkehrs unterwegs ist, gelangt immer wieder zum Eindruck, dass die Gelassenheit des Mannes am Lenkrad auf gerade noch gesunder Schwermut basieren muss. Schwermut bremst das Temperament aus, was im Chaos des Berufsverkehrs gewiss nur von Vorteil sein kann. Aber egal.
Ist Nessers Busfahrer Albin Runge ein normaler Busfahrer? Ja und nein. Ja, weil ihm sein Job Spaß macht, bis er einen Unfall baut, bei dem 18 Menschen sterben. Nein, weil er Geschichte studiert und seine ideenhistorische Dissertation über Erasmus und Luther nie fertig bekommen hat. Wobei auch Soziologen und Philosophen in die Verkehrsbranche einsteigen, aber eher als Taxifahrer. Hätte er als Historiker reüssiert, würden die 18 Menschen noch leben. Sein Schwager schusterte Runge den Job zu, den Fahrkurs für den Busführerschein spendierte er ihm auch. So gesehen ist Albin Runge ein normaler Nesser-Busfahrer, eine typische Nesser-Figur.
Denn Nesser beschäftigt in seinen Krimis gern intellektuelles Personal. Also seinesgleichen. Er hatte an der Uni in Uppsala Literatur, Philosophie und Geschichte studiert, ehe er Lehrer an einem Gymnasium und später, in den Neunzigern, Bestseller-Garant wurde. Im neuen Roman macht er einen verehrungswürdigen alten Lehrer spät zur Schlüsselfigur. Das könnte eine Reminiszenz sein.
Auf dem grauenhaften Unfall, bei dem der Ideenhistoriker Albin Runge den Bus lenkte, baut die Geschichte auf. Runge wird bedroht: An einem Jahrestag des Unglücks werde er zur Rechenschaft gezogen. Die Polizei überwacht ihn zu seinem Schutz. Doch Runge verschwindet – und ein Jahr später wird er für tot erklärt.
Kommissar Gunnar Barbarotti und seine Kollegin und Lebensgefährtin Eva Backman wären keine guten Krimifiguren, wenn dieser Fall sie kaltließe. Sie ermitteln von Anfang an mit einer Akribie, die ein wenig übertrieben wirkt angesichts der Umstände.
Wer sich bei der Lektüre allzu früh allzu detektivische Gedanken über die Drahtzieher des Verschwindens von Runge macht, kommt auch allzu früh auf die Beteiligten. Aber ein Krimi, der als Literatur verstanden werden will, ist kein Kreuzworträtsel mit einem Lösungswort, das möglichst schnell geknackt werden soll. Das heißt: Bei Nesser kommt es nicht nur oder in erster Linie auf den Kriminalfall als solchen an, sondern auf seine Erzählkunst.
Barbarotti und Beckman und ihr Kollegium sind so liebevoll und bissig charakterisiert, dass jede Teambesprechung zu einem Dramolett gerinnt. Barbarottis Chef zum Beispiel ist ein wunderbarer Trottel. Er bringt keine Wortmeldung zustande, in der er sich nicht selbst wiederholt, keine einzige Wortmeldung.
Was diesen Schweden-Krimi der Barbarotti-Reihe von anderen Skandinavier-Krimis unterscheidet, ist die überschaubare Zahl an Mordopfern, das Maß an geflossenem Blut und der Verzicht auf Brutalitäten. Damit geht Hakån Nesser ebenso sparsam um wie mit Politik, wenngleich er sich Bemerkungen über „den Irren im Weißen Haus, den Irren in Nordkorea, die zerfallenden Demokratien in Ungarn und Polen, Erdogan, Putin, den Brexit, den Teufel und seine Großmutter“ nicht verkneift. So gesehen ist Nesser manchem der in Deutschland prosperierenden Regionalkrimis näher als den Erzeugnissen seiner Landsleute Mankell und Larsson.
Er lässt Barbarotti mit seiner Gefährtin lieber mal um eine einstündige Fußmassage wetten und über Gefühle nachdenken: Sie „währen niemals ewig. Trauer nicht. Angst und Verzweiflung nicht. Freude nicht. Möglicherweise Zuversicht, aber das war möglicherweise gar kein Gefühl und außerdem schwer aufzutreiben.“ Außerdem pflegt Gunnar Barbarotti ein freundschaftliches Verhältnis zu Gott, das an den Beschwörer Don Camillo erinnert. Wie der katholische Priester spricht der protestantische Polizist mit dem Herrn im Himmel und hin und wieder, zum Beispiel auf Seite 137, spendet ihm der Kumpel von oben Aufmunterung. Dabei ist Barbarotti nicht einmal betrunken, sondern im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte, die trotz aller Trägheit auch den Fall des Busfahrers lösen.
RUDOLF NEUMAIER
Håkan Nesser:
Barbarotti und der
schwermütige Busfahrer. Roman. Aus dem
Schwedischen
von Paul Berf. Btb Verlag, München 2020.
414 Seiten, 22 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
Ist Nessers Busfahrer Albin Runge ein normaler Busfahrer? Ja und nein. Ja, weil ihm sein Job Spaß macht, bis er einen Unfall baut, bei dem 18 Menschen sterben. Nein, weil er Geschichte studiert und seine ideenhistorische Dissertation über Erasmus und Luther nie fertig bekommen hat. Wobei auch Soziologen und Philosophen in die Verkehrsbranche einsteigen, aber eher als Taxifahrer. Hätte er als Historiker reüssiert, würden die 18 Menschen noch leben. Sein Schwager schusterte Runge den Job zu, den Fahrkurs für den Busführerschein spendierte er ihm auch. So gesehen ist Albin Runge ein normaler Nesser-Busfahrer, eine typische Nesser-Figur.
Denn Nesser beschäftigt in seinen Krimis gern intellektuelles Personal. Also seinesgleichen. Er hatte an der Uni in Uppsala Literatur, Philosophie und Geschichte studiert, ehe er Lehrer an einem Gymnasium und später, in den Neunzigern, Bestseller-Garant wurde. Im neuen Roman macht er einen verehrungswürdigen alten Lehrer spät zur Schlüsselfigur. Das könnte eine Reminiszenz sein.
Auf dem grauenhaften Unfall, bei dem der Ideenhistoriker Albin Runge den Bus lenkte, baut die Geschichte auf. Runge wird bedroht: An einem Jahrestag des Unglücks werde er zur Rechenschaft gezogen. Die Polizei überwacht ihn zu seinem Schutz. Doch Runge verschwindet – und ein Jahr später wird er für tot erklärt.
Kommissar Gunnar Barbarotti und seine Kollegin und Lebensgefährtin Eva Backman wären keine guten Krimifiguren, wenn dieser Fall sie kaltließe. Sie ermitteln von Anfang an mit einer Akribie, die ein wenig übertrieben wirkt angesichts der Umstände.
Wer sich bei der Lektüre allzu früh allzu detektivische Gedanken über die Drahtzieher des Verschwindens von Runge macht, kommt auch allzu früh auf die Beteiligten. Aber ein Krimi, der als Literatur verstanden werden will, ist kein Kreuzworträtsel mit einem Lösungswort, das möglichst schnell geknackt werden soll. Das heißt: Bei Nesser kommt es nicht nur oder in erster Linie auf den Kriminalfall als solchen an, sondern auf seine Erzählkunst.
Barbarotti und Beckman und ihr Kollegium sind so liebevoll und bissig charakterisiert, dass jede Teambesprechung zu einem Dramolett gerinnt. Barbarottis Chef zum Beispiel ist ein wunderbarer Trottel. Er bringt keine Wortmeldung zustande, in der er sich nicht selbst wiederholt, keine einzige Wortmeldung.
Was diesen Schweden-Krimi der Barbarotti-Reihe von anderen Skandinavier-Krimis unterscheidet, ist die überschaubare Zahl an Mordopfern, das Maß an geflossenem Blut und der Verzicht auf Brutalitäten. Damit geht Hakån Nesser ebenso sparsam um wie mit Politik, wenngleich er sich Bemerkungen über „den Irren im Weißen Haus, den Irren in Nordkorea, die zerfallenden Demokratien in Ungarn und Polen, Erdogan, Putin, den Brexit, den Teufel und seine Großmutter“ nicht verkneift. So gesehen ist Nesser manchem der in Deutschland prosperierenden Regionalkrimis näher als den Erzeugnissen seiner Landsleute Mankell und Larsson.
Er lässt Barbarotti mit seiner Gefährtin lieber mal um eine einstündige Fußmassage wetten und über Gefühle nachdenken: Sie „währen niemals ewig. Trauer nicht. Angst und Verzweiflung nicht. Freude nicht. Möglicherweise Zuversicht, aber das war möglicherweise gar kein Gefühl und außerdem schwer aufzutreiben.“ Außerdem pflegt Gunnar Barbarotti ein freundschaftliches Verhältnis zu Gott, das an den Beschwörer Don Camillo erinnert. Wie der katholische Priester spricht der protestantische Polizist mit dem Herrn im Himmel und hin und wieder, zum Beispiel auf Seite 137, spendet ihm der Kumpel von oben Aufmunterung. Dabei ist Barbarotti nicht einmal betrunken, sondern im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte, die trotz aller Trägheit auch den Fall des Busfahrers lösen.
RUDOLF NEUMAIER
Håkan Nesser:
Barbarotti und der
schwermütige Busfahrer. Roman. Aus dem
Schwedischen
von Paul Berf. Btb Verlag, München 2020.
414 Seiten, 22 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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Am besten einfach genießen und nicht zu viel denken ;-)
Inhalt:
Eva Backman, die Kollegin und Lebensgefährtin von Gunnar Barbarotti, hat im Dienst einen Menschen erschossen. Die beiden beschließen, sich erst mal beurlauben zu lassen und sich in die Stille Gotlands …
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Am besten einfach genießen und nicht zu viel denken ;-)
Inhalt:
Eva Backman, die Kollegin und Lebensgefährtin von Gunnar Barbarotti, hat im Dienst einen Menschen erschossen. Die beiden beschließen, sich erst mal beurlauben zu lassen und sich in die Stille Gotlands zurückzuziehen, um wieder zu sich zu kommen. Doch als sie in einem Fahrradfahrer den toten Busfahrer zu erkennen glauben, der sie vor einigen Jahren auf Trab gehalten hat, spielen Backman und Barbarotti Privatermittler.
Meine Meinung:
Dies ist bereits der 6. Band der Reihe um Gunnar Barbarotti, man braucht aber keine Vorkenntnisse, sondern kann diesen Roman gut wie einen Einzelband lesen, da der Fall in sich abgeschlossen ist und auch die beruflichen bzw. privaten Aspekte keiner weiteren Erklärung bedürfen.
Die Handlung kommt recht gemächlich in Gang. Es scheint gar keinen wirklichen Fall zu geben, zumindest behandeln Barbarotti und Backman die Sache des bedrohten Busfahrers so. Erst nach dessen spurlosem Verschwinden von einer Fähre wird ermittelt.
Es wird in verschiedenen Zeitebenen erzählt, zwischen denen Nesser hin und her springt. Das bringt etwas Leben in die Geschichte und liefert der Leserschaft immer wieder kleine Häppchen Wissen, führt zum Teil aber auch in die Irre. Das hat der Autor ganz geschickt gemacht.
Die Handlung wirkt zwar ein wenig konstruiert und ist von Zufällen durchzogen, aber der Schreibstil von Håkan Nesser macht dies wieder wett. Ich habe die zum Teil ungewöhnlichen Dialoge und den subtilen Wortwitz sehr genossen.
Die Reihe:
1. Mensch ohne Hund
2. Eine ganz andere Geschichte
3. Das zweite Leben des Herrn Roos
4. Die Einsamen
5. Am Abend des Mordes
6. Barbarotti und der schwermütige Busfahrer
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Wie in diesem Roman kenne ich Hakan Nesser noch nicht. Es ist ein außergewöhnlicher Roman.
Kein Krimi, kein Thriller, Roman - so könnte man es tatsächlich nennen.
Es passiert eigentlich nicht viel. Die Erzählung erfolgt in zwei Zeitzonen, die 5 Jahre auseinander liegen. …
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Wie in diesem Roman kenne ich Hakan Nesser noch nicht. Es ist ein außergewöhnlicher Roman.
Kein Krimi, kein Thriller, Roman - so könnte man es tatsächlich nennen.
Es passiert eigentlich nicht viel. Die Erzählung erfolgt in zwei Zeitzonen, die 5 Jahre auseinander liegen.
Ein Busfahrer wird mit dem Tode bedroht, die Polizei nimmt es mehr oder weniger ernst. Bis er wirklich verschwindet und nicht wieder auftaucht. Ermittlungen gehen los, eine Auflösung gibt es dann in Zeitzone 2 5 Jahre später.
Mir hat die Geschichte, der Verlauf, die handelnden Personen sehr gut gefallen. Am Schluß war ich schon ein wenig traurig als es zu Ende war.
Obwohl es sich nicht um einen Krimi oder gar Thriller handelt kam doch hintergründig etwas Spannung auf.
Barbarotti und seine Eva sind ein sehr angenehmes Paar. Es gibt nicht diese Streitigkeiten die es bei den vielen anderen Ermittlerduos so gibt.
Ich kann für dieses Buch eine Leseempfehlung an diejenigen aussprechen, die es auch mal gemütlicher und ruhiger angehen lassen möchten.
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Barbarottis sechster Fall und ein echter Nesser eben
Nesser schreibt seine Kriminalromane, wie Meisterdiebe ihre Tat planen, durchdacht, präzise elegant und mit einer ganz eigenen künstlerischen Note. Und hier tut er es wieder.
Der Fall, auf den das inzwischen auch privat verbandelte …
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Barbarottis sechster Fall und ein echter Nesser eben
Nesser schreibt seine Kriminalromane, wie Meisterdiebe ihre Tat planen, durchdacht, präzise elegant und mit einer ganz eigenen künstlerischen Note. Und hier tut er es wieder.
Der Fall, auf den das inzwischen auch privat verbandelte Ermittlerpaar Barbarotti und Backmann trifft, führt sie einige Jahre zurück in der Zeit, zu einem Busfahrer, der an einem Unfall beteiligt war, bei dem es mehrere Tote gab. Nicht nur, das diesen Mann die eigene Schuld niederdrückt, eine Art Racheengel hat beschlossen, Vergeltung zu üben. Und das tut dieser dann auch. Backmann war damals die Kommissarin, die das spätere Opfer um Hilfe gebeten hat. Und dieser von Schuld gebeutelte Mann, der kommt der Kommissarin auch ganz aktuell in den Sinn, denn auch sie ist schuld am Tod eines Menschen, weil sie die vermeintlich richtige oder vielleicht doch falsche Entscheidung getroffen hat. Und so entstehen zwei Erzählebenen, zwischen denen sich der Autor elegant hin und her bewegt und so für zusätzliche Kurzweil und Spannung sorgt. Auch sonst wird es nicht vergessen, das Spiel mit der Sprache, ein wichtiges Nesser-Merkmal, das so herrlich in den Ermittlerdialogen, die schon fast Duellen gleichkommen, seinen Ausdruck findet.
Dieses Buch hat alles, was es erlaubt, einem Krimifall auch wirklich die Bezeichnung Kriminalroman zuzugestehen, eine das Geschehen tragende Spannung, realistische unaufgeregte Ermittlerarbeit und 'menschliche Kontakte' mit viel Lebendigkeit.
Ein echter Nesser ist das eben, sehr zu empfehlen, natürlich auch für Neuzugänge.
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Melancholisch düster angehauchter Literaturkrimi
Ein alter Fall begegnet überraschend den Kommissaren Barbarotti und Backmann in Gestalt eines Fahrradfahrers während einer Auszeit auf Gotland. Vor sechs Jahren verschwand der ehemalige Todesbusfahrer, getrieben von Morddrohungen …
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Melancholisch düster angehauchter Literaturkrimi
Ein alter Fall begegnet überraschend den Kommissaren Barbarotti und Backmann in Gestalt eines Fahrradfahrers während einer Auszeit auf Gotland. Vor sechs Jahren verschwand der ehemalige Todesbusfahrer, getrieben von Morddrohungen spurlos. Barbarotti lässt der alte Fall keine Ruhe und zusammen mit seiner Partnerin beginnt er erneut zu ermitteln.
Håkan Nesser ist erneut ein Krimi gelungen, der literarischen Romanen gleichgestellt ist. Dank der detaillierten und bildhaften Beschreibung fühlt man sich sofort nach Südschweden versetzt. Die Handlungsstränge wechseln zwischen der aktuellen Ermittlung, dem damaligen Fall und den Tagebucheinträgen des Busfahrers Albert Runge. Im Buch ist dies sicher leichter zu verfolgen wie im Hörbuch.
Einen Spannungsbogen kann man nur leicht erahnen. Dies passt aber hervorragend zur durchgehend düsteren, melancholischen Stimmung des Krimis. Besonders der Charakter Albert Runge mit seinem schrecklichen Schicksal wird gekonnt herausgearbeitet. Die Aussage seines Psychiaters, "Runge, sei schon vor langer Zeit gestorben", ist deutlich zu spüren. Hier hadert ein Mensch mit seinem Leben und dessen, was durch ihn geschehen ist.
Aber auch Barbarotti und Backmann sind herrliche Protagonisten, die man bildlich vor Augen hat. Ein Paar, das auch privat verbandelt ist und gemeinsam eine schwere Zeit meistert. Die beiden ergänzen sich beruflich wie privat ohne große Wogen zu schlagen. Die leisen Töne ihres Miteinanders haben mir sehr gefallen.
Dietmar Bär gibt diesem Hörbuch eine besondere Note und passt sich der langsamen Handlung und der stillen Spannung gekonnt an.
Dieser Roman ist nichts für Krimifans, die schnelle Ermittlungen und große Spannungsmomente erwarten. Hier wird eine langsamere Gangart eingeschlagen, die Zeit für Nebenschauplätze, Gefühle und Gedanken einräumt. Auf einen besonderen Plot am Ende muss man aber nicht verzichten. Denn diesen gelungenen Schluss habe ich so nicht erwartet.
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