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Benutzername: CurlyGirl
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Bewertungen

Insgesamt 891 Bewertungen
Bewertung vom 09.12.2018
Die Legende der Irrlichter (Kinderspiel)

Die Legende der Irrlichter (Kinderspiel)


sehr gut

Review-Fazit zu „Die Legende der Irrlichter“, einem leuchtenden Familienspiel.


[Infos]
für: 2-4 Spieler
ab: 6 Jahren
ca.-Spielzeit: 20-30min.
Autor: Kai Haferkamp
Illustration: Stephanie Böhm
Verlag: HABA
Anleitung: deutsch, englisch, französisch, italienisch, spanisch, holländisch
Material: sprachneutral


[Fazit]
In „DLdI“ agieren die Spieler gemeinsam, um die bösen Wesen von der Burg Luxantis fernzuhalten. Damit dies gelingt, müssen Gegenstände in den Wäldern vor der Burg gesammelt werden, ohne vom Weg abzukommen. Denn in jedem Zug muss gewürfelt und dadurch entschieden werden, wie das Schicksal der mutigen Wanderer aussieht. Je nach Wurf, werden die LED-Lichter des Spielbrettes aktiv und leuchten in einigen Waldbereichen blau oder rot. Bei blau beschienenen Feldern passiert nichts, doch flammt eine rote LED auf, muss die dort verweilende Figur zurück zum Startfeld und wieder von vorne beginnen. Parallel werden auch noch die finsteren Monster Richtung Burg bewegt, so dass Eile geboten ist, die jeweils passenden Gegenstände aufzugreifen, um das Böse zu vertreiben, bevor es sein Ziel erreicht.

„DLdI“ ist wieder ein tolles Familienspiel des hierfür bekannten Verlags, mit sehr guten Spielkomponenten, leichtem Zugang und schnellen wie simplen Spielverlauf. Groß und Klein erfreuen sich schaurig an den spannenden Zufallsbeleuchtungen der Waldflächen und sprechen sich immer gut ab, um effektiv die nötigen Objekte einzusammeln. Glück gehört sicherlich zum Spiel, aber durch die Kommunikationskomponente kann hier manches ausgeglichen werden und so fällt dies nicht weiter ins Gewicht (und während des „Abenteuers“ auch gar nicht so auf).
Hier kommen gerne die verschiedenen Altersgruppen zusammen an den Tisch, da sich „DLdI“ nicht wie ein reines Kinderspiel anfühlt, die Spieler zusammenhält und dank der kurzen Spielzeit auch mehrere Partien problemlos möglich sind. Schicke Idee mit funktionierendem Mechanismus bei feiner Optik….empfehlenswert!

[Note]
5 von 6 Punkten.

Bewertung vom 06.12.2018
Zoch 601105126 - Vollpfosten, Reaktionsspiel, Familienspiel

Zoch 601105126 - Vollpfosten, Reaktionsspiel, Familienspiel


sehr gut

Review-Fazit zu „Vollpfosten“, einem spassigen Reaktions-Knobelspiel.

[Infos]
für: 3-8 Spieler
ab: 7 Jahren
ca.-Spielzeit: 20min.
Autor: Antony Proietti
Illustration: Dennis Lohausen
Verlag: Zoch Verlag
Anleitung: deutsch, englisch, französisch, italienisch
Material: sprachneutral


[Fazit]
„Vollpfosten“ verlangt von den Spielern nach Würfel-Vorgabe(n) bestimmte Hölzer zu schnappen, um dafür Punkte (in Stäbchenform^^) zu erhalten, wenn korrekt ausgeführt.
Der Haken hierbei entpuppt sich spätestens bei fortgeschritteneren Runden, wenn nicht mehr nur der weiße Basis-Würfel (gibt nur das zu schnappende Hölzel vor) hergenommen wird, sondern ein oder mehrere der farbigen Würfel hinzukommen. Diese geben dann Bedingungen an, auf welche Art ein Holz zu schnappen ist (mit der „schwachen“ Hand, nur mit den Handrücken,…) und/oder ob vorher noch etwas gemacht werden muss (um den eigenen Stuhl rennen, in die Hände klatschen, den Sitznachbarn mit dem Finger ans Kinn pieksen, den Sitznachbarn high-five geben, laut die Namen der Sitznachbarn rufen, mit der Hand vor dem eigenen Mund ‚Vollpfosten‘ sagen, mit herausgestreckter Zunge den eigenen Namen sagen, u.v.m.) und/oder ob sich an den Vorgaben des weißen Würfels etwas ändert (z.B. das Gegenteil schnappen (statt der höchsten Zahl, die Niedrigste, usw.)).
Je nach Würfelanzahl wird es also immer komplizierter und die wahre Herausforderung liegt dann in der Knobelei, was denn nun alles genau wie zu tun ist, bevor man dann noch das richtige Hölzel schnappt. Und da dies alle Spieler gleichzeitig versuchen, herrscht ein herrlich lautes Chaos vor – da gilt es ehrlich zu bleiben, denn nicht immer bekommen alle mit, ob man wirklich alle Bedingungen erfüllt hat. Der Spass sollte hier immer im Vordergrund stehen, also auch nicht zu verbissen auf jegliche Einhaltung beharren, aber nur schummeln ist auch doof^^.
Die ersten drei Spieler, die alles richtig gemacht haben, erhalten zur Belohnung unterschiedlich lange Holzstäbchen und bei Spielende gewinnt, wer von sich sagen kann, er habe den,…äh, die längste Stäbchenreihe.

„Vollpfosten“ ist ein toller Party-Spass und macht in quasi jeder Runde große Freude. Wer so überhaupt nichts mit Reaktionsspielen anfangen kann, trumpft aber vielleicht bei den erhöhten Schwierigkeitsbedingungen auf, wenn andere noch an ihrer Auge-Hand-Koordination feilen, ist der genervte Extremgrübler oder Geschicklichkeitsmuffel schon im Besitz des besten Hölzels :)!
Die Materialqualität ist hier natürlich sehr wichtig und kann bestens überzeugen, der Spielzugang ist sehr simpel, wenn auch die verschiedenen Bedingungen anfänglich noch öfters nachgeguckt werden wollen, erklären sich die Symbole doch nach einiger Zeit gut von selbst.
Rundum darf das Spiel also gerne für die eigene Sammlung empfohlen werden, wenn sich ab und an mindestens 3-4 Mitspieler finden, die für solchen Spass zu haben sind^^!

[Note]
5 von 6 Punkten.

Bewertung vom 06.12.2018
Zoch 601105125 - Pechvogel, Würfelspiel, Familienspiel

Zoch 601105125 - Pechvogel, Würfelspiel, Familienspiel


gut

Review-Fazit zu „Pechvogel“, einem fiesen Glücksspiel.

[Infos]
für: 2-5 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 20min.
Autor: Peter Jürgensen
Illustration: Doris Matthäus
Verlag: Zoch Verlag
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral


[Fazit]
In „Pechvogel“ ist der Name Programm und zwar durchgehend….andauernd…unentwegt…keine Chance auf Glück….nur Pech…..die ganze Zeit…..oder?^^
Die Spieler würfeln abwechselnd die Rabenwürfel und versuchen 4 gleiche Zahlen zu erhalten, um dann die entsprechende Augenzahl als Punkte zu erhalten (4x die „5“ gewürfelt = einen 5 Punkte-Chip erhalten) – dazu dürfen sie in ihrem Zug so oft würfeln, wie sie wollen bzw. können. Denn natürlich gibt es hier begrenzende Regeln: gewürfelte Raben werden immer beiseite gelegt und sobald derer 3 ausliegen, ist der Zug vorbei und der Spieler erhält statt Punkten einen Frust-Stein! Ebenfalls schlecht ist es mehr als 3 Raben oder mehr als 4 gleiche Zahlen zu würfeln, dann gilt der Spieler als zu rabgierig^^ und hat ebenfalls den Zug verloren, bekommt aber neben dem Frust-Stein noch den Raben-Marker, der die Frust-Steine bei Spielende in ihrem Minuswert drastisch erhöht (hat man keine, tut er nix).
Wer Frust-Steine sein eigen nennt, darf einmal im Zug dem aktiven Mitspieler zusätzlichen Ärger bescheren, wenn dieser z.B. gerade die vierte nötige Zahl würfelt, wird er mit Abgabe eines Frust-Steins gezwungen die aktuell geworfenen Würfel erneut zu werfen! Dem dürfen sich andere Mitspieler anschliessen und ebenfalls EINMAL einen Frust-Stein hinzulegen und wenn der aktive Spieler dann den Zug verliert, erhält er neben dem Straf-Frust-Stein auch noch die von den Mitspielern. Gelingt ihm aber wider Erwarten das Unmögliche, erhalten die Mitspieler ihre Frust-Steine zurück und noch einen obendrauf aus dem Vorrat^^.
Der aktive Spieler selbst kann auch einen eigenen Frust-Stein einmalig einsetzen, um sich selbst zum Neu-Würfeln zu zwingen, was durchaus von Vorteil sein kann :).
Bei Spielende gewinnt, wer die meisten Punkte bzw. wenigsten Minuspunkte hat!

„Pechvogel“ bietet kein wirklich neues Spielprinzip und das durchgehend schwarze Spielmaterial ist zwar so gesehen thematisch, aber auch etwas trist. Auf Dauer gewinnt dann auch die Spielmechanik gegen die Laune der meisten Spieler und nach einigen Partien wird das Spiel beiseitegelegt. Es wiederholt sich halt doch sehr und mit purem Würfelglück sind wenig Spieler zu begeistern. Wenn aber die Laune danach besteht und die Frusttoleranz hoch angesetzt ist, kann „Pechvogel“ durchaus die Spielrunde amüsieren – auch bestens im Trinkspielsinne^^.
So ist und bleibt es eher ein Laune-Spiel, dass gelegentlich in der passenden Runde gern auf dem Tisch gesehen, aber kein Dauerbrenner ist.

[Note]
4 von 6 Punkten (3.5-4).

Bewertung vom 04.12.2018
Hänsel und Gretel Bastelbogen

Hänsel und Gretel Bastelbogen


sehr gut

Review-Fazit zu „Hexenhaus“, einem magisch angehauchten Knobel- und Stapelspiel.

[Infos]
für: 2-4 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 30min.
Autor: Phil Walker-Harding
Illustration: Andy Elkerton und Klemens Franz
Verlag: Lookout Spiele
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral

[Fazit]
„Knusper, knusper, Knäuschen, …wer knabbert an meinem Häuschen?!“ …meint man hier schon beim Öffnen der Spieleschachtel zu hören^^. Und in der Tat bauen hier die Spieler an ihrem eigenen Hexenhäuschen, auf einem 3×3-Raster-Tableau und da nicht nur in Tiefe und Breite, sondern auch in die Höhe. Gewertet wird zwar immer nur ein Stockwerk, wenn es komplettiert ist, aber das hindert den hexenhaften Bauherren nicht daran, auch nur in Teilen in die Höhe zu Bauen, um entsprechende Bonuskärtchen zu erhalten.
Generell gilt, die Felder, die mit einem Plättchen überdeckt werden, lösen ihre Effekte aus und bescheren dem Spieler so verschiedene Lebkuchen oder die Möglichkeit Lebkuchen zu tauschen oder eines der ausliegenden Märchenwesen anzulocken. Und diese zu „sammeln“ bringt die Spieler dem Sieg besonders nahe – und dem „Hexe-sein“^^!

Folglich geht es all die Runden darum, möglichst geschickt, die zufällig gezogenen (2er-)Plättchen auf seiner Tafel regelkonform unterzubringen. Immer im Blick die punktebringenden guten und bösen Märchenwesen, sie anzulocken und schliesslich einzusperren – durch Abgabe gesammelter Lebkuchen. Bis zu drei Bonuskärtchen dürfen zudem gezogen werden, wenn ein Wesen erfolgreich geschnappt wurde und diese geben Bedingungen vor, welche bei Spielende nochmal extra Punkte einbringen können. Daher schaut man im Wettstreit, die für sich günstigsten Kärtchen zu erhaschen und damit besteht immer ein Wettlauf, damit kein anderer das Gewünschte wegschnappt. Ein gewisses taktisches Element ergibt sich hieraus, welche Plättchen wo abgelegt werden – nicht nur, für die beste Platzausnutzung -, um immer Lebkuchen-flüssig^^ zu sein, damit genügend vorrätig ist für die ausharrenden Märchenfiguren.

Die gute Anleitung erleichtert den Einstieg und der Spielverlauf an sich ist dann auch recht simpel. Das eigene Vorausplanen und Beobachten der Mitspieler-Aktionen ist wie erwähnt teils glücklich, teils taktisch, aber (fast) immer in der richtigen Balance, um zwar fordernd, aber nie schwer zu sein. Daher eignet sich das Spiel für ein sehr breites Zielpublikum.
Das hübsche Spielmaterial lockt besonders Familienspieler an, da sich hier auch die kleineren Mitspieler an den Märchenfiguren erfreuen können.
Rundum ein Spiel, das gerne öfters gespielt wird, ausreichend Abwechslung bietet, optisch was hermacht und recht pfiffig mit klassischen Elementen umgeht.

[Note]
5 von 6 Punkten.

Bewertung vom 03.12.2018
Isle of Skye - Druiden (Spiel-Zubehör)

Isle of Skye - Druiden (Spiel-Zubehör)


sehr gut

Diese Erweiterung (auch zusammen mit der „Wanderer“-Erw. spielbar) offeriert den Spielern eine neue Quelle zur Machtsteigerung, die Unterstützung der geistigen Elite – den Druiden und ihren mystischen Kultstätten obliegt es nun den aufstrebenden Königsspielern zu helfen.

Das Grundspiel (s. Review) bleibt an sich unverändert, es kommt aber eine weitere Kaufphase hinzu, hier erhält man (neue; sehr mächtige) Plättchen von den Stonehenge-ähnlichen Platten (Dolmen). Zu unterschiedlichen Preisen ein Ausliegendes oder per festgelegten Entgelt gleich zwei zufällige Plättchen.
Hierdurch lassen sich, bei geschicktem Einsatz, reichlich Punkte generieren, z.B. wenn ein bestimmtes Plättchen von anderen teilweise oder komplett „umbaut“ wird (ähnlich wie das Kloster bei „Carcassonne“^^). Im Spielverlauf können derlei „magische Effekte“ z.B. auch dafür sorgen, dass man bei sich selbst oder bei Mitspielern billiger kaufen kann, u.v.m.
Neue Wertungsplättchen gibt es natürlich auch, so z.B. für Häuser am See, längste Diagonale oder meiste Leuchttürme.

Auch mit dieser Erweiterung wird das Grundspiel gut aufgewertet. Es passt sich alles gut ein und wirkt nicht aufgesetzt.
Die neuen Plättchen empfehlen sich an erfahrene „IoS“-Spieler, damit deren mächtigen Möglichkeiten auch wirklich gut ausgenutzt sind, aber auch Gelegenheitsspieler können nach einer regulären „IoS“-Partie auf jeden Fall mal reinschnuppern, wenn ein Erklärbär mit einigen Tipps zur Seite steht^^.
Rundum empfiehlt sich die Erweiterung also für den Sammler oder gleich als Bundle für Neueinsteiger.

[Note]
5 von 6 Punkten.

Bewertung vom 15.11.2018
Asmodee HURD0001 - KERO, Würfelspiel

Asmodee HURD0001 - KERO, Würfelspiel


sehr gut

In diesem post-apokalyptischen 2-Personenspiel wetteifern die Spieler um das Anhäufen der meisten Punkte. Um dies zu erreichen, müssen sie das wertvolle Kerosin (hier die Währung für eingesetzte Zeit, um Aktionen vorzubereiten) ihrer Laster geschickt (und schnell) einsetzen, damit sie schliesslich neue Gebiete besetzen sowie nötige Ressourcen und Boni handeln und nutzen können.

Der permanente (hohe) Verbrauch des Treibstoffs durch die Laster wird hier ziemlich cool umgesetzt: die Spieler haben einen Truck mit eingebauter Sanduhr, welchen sie hochkant stellen müssen, sobald sie die Aktionswürfel nutzen. Auf die Art „verbrennt“ quasi das Kerosin, während die Trucks eben durch die Gebiete brettern in denen sie dies und jenes erledigen sollen – der Sand rinnt durch, während die Spieler die Würfel werfen und dabei (spontan) entscheiden, welche sie liegen lassen und welche sie erneut würfeln.

Sobald der aktive Spieler mit dem Ergebnis zufrieden ist, stellt er den Truck wieder horizontal ab und verbraucht so keinen „Treibstoff“ mehr^^.
Läuft der Sand komplett durch die „Truckuhr“, bevor der aktive Spieler „fertig“ ist, ist der Sprit unterwegs ausgegangen und der Truck liegt brach – es muss aufgehört werden zu würfeln; im nächsten Zug kommen aber hilfreiche Indianer mit Reserve-Kanistern vorbei, so dass man wieder etwas „fahren“ kann (es wird mit 5 Würfeln, statt 8 aufgetankt).
Die Würfelaktion wird ebenfalls beendet, wenn nur noch „Feuer“-Würfel ausliegen – diese Würfel sind „verbrannt“ = stellen verheizten Sprit dar.

Hat der aktive Spieler sein Würfeln beendet, kann er nun „in Ruhe“^^ die Würfelergebnisse (sofern möglich) einsetzen und Karten kaufen (für Punkte, Würfelextras, Ressourcen oder Aktionen), Expeditionsleiter aussenden (um Gebiete zu besetzen (f. Boni und/oder Punkte)) und/oder die Tuarec-Indianer um Hilfe (div. zufällige Boni) bitten.

Die Hektik findet dabei nur während des Würfelns statt, vorher und nachher kann sich der aktive Spieler die Zeit nehmen zu erkunden, worauf er überhaupt würfeln will (und dazu evtl. Extra-Würfel akquirieren) und wie er mit dem tatsächlichen Ergebnis umgeht. Dies stellt eine Extrem-Grübler-Falle dar, wird aber seltenst als solche genutzt, da das Spiel generell einen schnellen Spielverlauf hat und man sich die Würfelhektik auch etwas während des restlichen Zuges zu eigen macht^^.
Daher verbleibt das Spiel die ganze Zeit sehr kurzweilig, manchmal vielleicht gar zu kurz – man achtet laufend nur auf die nächsten möglichen Würfelkombinationen und natürlich die Machenschaften des Gegenspielers -, so dass man das schöne Spielmaterial seltenst zu schätzen und zu bewundern weiss.
Ebenfalls schick gelöst ist die Spielfläche, alles ist aufgeräumt und gut aufgeteilt, die Bereiche der Spieler und des Spielmaterials, so dass alles schnell gefunden und genommen werden kann und insgesamt auch einen übersichtlichen Eindruck macht. Gut, die gesammelten Spielkarten überlappen irgendwann, wegen der schieren Masse, so, dass sie über die Tafel hinausliegen, aber das ist zu verschmerzen^^.

Das Spiel endet nach drei Runden (ausgelöst durch spezielle Karten, die zufällig in den Nachziehstapel gemischt wurden) und es gewinnt, wer die meisten Punkte (durch Sammeln von Gebieten und Karten) erreichen konnte.
Die 30 Minuten Spielzeit werden dabei meist gut eingehalten, fallen aber kaum auf, da das Spiel doch so angenehm vereinnahmend wirkt. Der Spieleinstieg gelingt auch entsprechend leicht und die Anleitung darf sich einer sehr guten Strukturierung und Klarheit rühmen!

Rundum ein tolles Spiel für 2 Personen; für zwischendurch, für mehrere Partien am Stück, für Taktiker und Vorausplaner ohne Fortuna-Phobie und alle Neugierigen, die sich schon von den Spielkomponenten angezogen fühlen^^.

[Note]
6 von 6 Punkten.

Bewertung vom 09.11.2018
kNOW! (Spiel)

kNOW! (Spiel)


sehr gut

Review-Fazit zu „kNOW!“, einem modernen Quizspiel.

[Infos]
für: 3-6 Spieler
ab: 10 Jahren
ca.-Spielzeit: Xmin.
Autoren: n/a
Illustration: n/a
Verlag: Ravensburger
Anleitung: deutsch
Material: deutsch


[Fazit]
Ein klassisches Quiz-Spiel, aber mal ganz anders^^!
Bei dieser Edition ist die „Google Home mini“-Hardware gleich inkludiert und muss als erstes eingerichtet werden. Dies funktioniert via Smartphone relativ zügig und wenn das WLAN verbunden wurde, läuft der Rest automatisch und es kann auch schon losgespielt werden – wichtig: die Lautstärke-Einstellung kontrollieren (in %).
Wer Sprachassistenten von Navis, Smartphones, am PC oder Amazons Alexa kennt, kennt auch den Google Assistant – einmal eingerichtet und eine Stimmenprobe abgegeben, erkennt das empfindliche Mikrofon jede Art von Frage (immer mit „Hey Google“ oder „Ok Google“ beginnend!) auch aus größeren Entfernungen innerhalb des selben Raums (Bsp. Fensterbank – Esstisch 4m, kein Problem).
Durch die Internetanbindung kann der Google Assistant dann auch immer aktuelle Antworten geben, sei es ganz allgemeiner Natur, als wenn man per Google am PC was suchen würde, oder eben speziell hier auf das Spiel bezogen. Da wird dann nach „Hey Google“ nach „Professor KNOW“ gefragt und dieser reagiert dann (meist mit Jingle) der Spiel- bzw. Fragekategorie entsprechend! So wird den Spielern dann ein Zungenbrecher vorgesprochen, den es nachzusprechen gilt oder Geräuschkombinationen, die für ein Wort stehen (z.B. „plätscherndes Wasser“ + „Hahnenschrei“ = Wasserhahn) oder oder oder. Die Spielweise ist da sehr abwechslungsreich und durch die enorme Internetweite auch vielfältig.
Klassische Fragen gibt es auch, per Karten, bei denen z.B. a/b/c-Antworten vorgegeben werden und deren richtige Antwort man sich dann vom Google Assistant bestätigen lässt, u.v.m.

Ohne Internet bzw. Google Home mini geht es aber auch, dann werden die Karten ohne Lautsprecher-Symbol gewählt, die dann ganz normal über Fragen und Antworten verfügen.

Generell ist immer ein Spieler der Fragensteller, der dann auch mit dem Google Assistant spricht und die Mitspieler müssen raten und können punkten – der aktive Spieler bekommt immerhin immer einen Punkt als Ausgleich. Und wer zuerst das Spielfeld einmal umrundet hat, gewinnt.

Das schlichte Spielmaterial ist recht wertig, die kurze Anleitung erklärt das Nötigste und die Hardware scheint erstmal genügsam und ausdauernd – wobei die inkludierten Mini-Flyer hier kaum Aufschluss über Funktion(en) und Einrichtung (WLAN-Verbindung, Standortabfrage, Datenschutz, etc.) geben, da sollte jmd. Erfahrendes anwesend sein oder man konsultiert Hilfe aus dem Internet.

Rundum hat das Spiel (mit Google Assistant) sehr viel Spass gemacht und tatsächlich ändern sich Fragen und Antworten an verschiedenen Tagen und je nach Situation, Ort und/oder Uhrzeit. Eine schicke Idee, gut umgesetzt, bisher funktionierten alle Spiele problemlos und man muss sich nur vom Gedanken des „permanent abgehört-werdens“ verabschieden, um auch weiterhin locker rätseln zu können^^.

[Note]
5 von 6 Punkten.

Bewertung vom 06.11.2018
Football Manager 2019

Football Manager 2019


sehr gut

Review: „Football Manager 2019 (PC)“

Der Football Manager ist zurückgekehrt und wird wohl sein Comeback hierzulande entsprechend feiern, schliesslich zählte das Programm zu den Besten seines Genres.
Inklusive der offiziellen Lizenzen für die 1. und 2. Bundesliga, dem DFB Pokal sowie dem Supercup und noch viel mehr wird das Spiel offiziell gar schon als Tool für Vereine und Profis benutzt, die damit reale Informationsrecherche betreiben – die Datenbank umfasst fast 800.000 Spieler- und Vereinsdaten.

Die Aufgaben eines Trainers stehen hier im Fokus und werden umfassend simuliert. Bei der Aufstellung, der Taktik, dem Training und dem Scouting, um nur die Schwerpunkte zu nennen, lässt sich mit dutzenden Optionen das Team optimieren. Jede Entscheidung des Spielers hat, dank der enormen Datenfülle, nachvollziehbare Auswirkungen für z.B. Kopfballspiel, Zweikampfverhalten, Teamfähigkeit (auch Freundschaften oder Rivalitäten im Team), der bevorzugten Aufstellung und möglicher Verletzungsanfälligkeit eines Spielers.
Neulingen steht dabei, in der 2019er Edition, ein umfangreiches Tutorial-Tool zur Verfügung, welches, einmal anfänglich eingestellt, sich in allen Bereichen hilfreich zuschaltet und den Spieler bei der Hand nimmt und die jeweiligen Management- und Trainer-Bereiche ausführlich erklärt.

Zusätzlich stehen Scouts und Co-Trainer und weitere Vereinsangestellte zur Verfügung, die dem Trainer (Spieler) zur Seite stehen und fast alle Arbeiten abnehmen können. Dazu kann man per Filter einstellen, wie genau die Helfer arbeiten sollen (z.B. das der Scout nur nach jüngeren Mittelfeldspielern Ausschau halten soll, o.ä.), wobei deren tatsächlichen Ergebnisse dann auch von den jeweiligen Fähigkeiten (Attribute, Erfahrungen,…) abhängen.
Auch bei den Taktikeinstellungen gibt es viel Hilfe, so wird die Mannschaftsaufstellung automatisiert vorgeschlagen, wenn sich der Trainer für bestimmte strategische Vorgehensweisen entscheidet. Dito Trainingshinweise, wenn die überlegte Taktik z.B. besonders viele Laufwege fordert, gibt es zusätzliche Konditionsübungen.

Hinzu kommen dann noch Pressekonferenzen, Transferentscheidungen und sogar Ansprachen in der Kabine. Es gibt also sehr viel zu tun und realistischer geht es kaum!
Das dabei die Gestaltung der Übersicht weichen muss, ist klar und eine monströse Grafik ist auch gar nicht nötig, schliesslich will sich der Spieler auf die Trainingsmission konzentrieren.

Die Spiele selbst laufen vollautomatisiert ab und verdingen den Spieler zum Zuschauer der Zusammenfassungen, allerdings können in den Pausen noch Änderungen vorgenommen bzw. hereingerufen^^ werden. Durch die vielen Hilfen und Automatisierungsoptionen besteht natürlich die Gefahr, dass man nur noch gänzlich zuschaut und das Spiel selbstständig agierend vor sich hinläuft. Das muss dann jeder Spieler für sich entscheiden und einfach ausprobieren, wieviel automatisch und händisch geschehen soll. Das Spiel gibt einem dazu jede nötige Option!

Dem Fussball-Fan (Freak^^) macht dies ungeheuren Spass und auch sonstige Simulationsfans können sich hier stundenlang vertiefen und den Effekt des „nur noch eben dies oder jenes erledigen“ dauerhaft erleben. Die unzähligen Möglichkeiten und vielen Stellschrauben fordern den Spieler permanent auf, noch mehr zu tun und dieser folgt dem brav und gerne *G*.
„FM2019“ macht Freude und motiviert am laufenden Band, jeder, der sich mit König Fussball auseinandersetzen mag, kommt hier voll auf seine Kosten und wird laaaaaaaaaaange Zeit am Rechner verbringen.


Wertung:
Spielspaß: 5 von 6 Punkten.

Daten:
Plattform: PC (Steam)
USK: 0
Publisher: Sports Interactive


Screenshots: ...

Bewertung vom 23.10.2018
Ravensburger 19952 - Exit 3, Hexenküche, Puzzle, 759 Teile

Ravensburger 19952 - Exit 3, Hexenküche, Puzzle, 759 Teile


sehr gut

Review-Fazit zu „EXIT Puzzle: Hexenküche“, einem Puzzle-Rätselspiel.

[Infos]
für: 1 Spieler
ab: 10 Jahren
ca.-Spielzeit: Xmin.
Autor: Johannes Schiller
Illustration: n/a
Verlag: Ravensburger
Anleitung: deutsch
Material: deutsch


[Fazit]
Ein EXIT-Room zum Puzzlen? Ja^^!
Verlag und Autor ist es gelungen, dies tatsächlich zu kombinieren. Zunächst müssen die 759 Puzzleteile zusammengesetzt werden, was schon mal gar nicht so leicht ist, da sich das Bild nicht mit dem Cover der Schachtel deckt, wie man es sonst so kennt! Das Titelbild gibt nur eine ungefähre Vorstellung davon, wie der Raum aussehen müsste, doch nach und nach stellt man beim Zusammenstellen fest, dass da so manches Detail entweder gar nicht (mehr) vorhanden ist oder sich geändert hat. Und da geht die EXIT-Knobelei schon los, als wenn das Puzzle-Knobeln nicht schon schwer genug wäre^^ – zumindest für Gelegenheitspuzzler, Profis werden sicherlich, dank geschulterem Auge, zügiger vorankommen.
Laut Story wanderte der Spieler harmlos durch den Wald und sammelte Pilze, bis er in einen besonders lecker wirkenden Pilz hineinbiss und ohnmächtig unter einem Baum zusammenbrach, nur um dort dann durch den Boden zu stürzen und sich beim Aufwachen in einer Art unterirdischen Hexenküche wiederzufinden. Offenbar vergiftet, muss nun rasch ein Gegenmittel gefunden und dazu die Details des Puzzle-Bildes gründlich abgesucht werden.

Nachdem die, lt. Anleitung, produktionstechnisch bedingten Schnittreste entsorgt sind (immerhin eine gute Handvoll), offenbart sich ein großer Haufen Puzzle-Teile, die nun – immer brav mit der Umrandung beginnend^^ – zusammengesetzt werden wollen. Hiermit ist man schon einige Stunden beschäftigt und staunt nicht schlecht, was sich da als Bild entwickelt.
Ist das Bild irgendwann dann fertiggestellt, geht das „Spiel“ erst los und es gilt nun die Unterschiede und offenkundigen Rätsel im Detail zu erkennen und zu klären. So wird sich allmählich die Lösung herauskristallisieren und so hoffentlich bald auch das Ende und damit die Rettung des Spielers…..oder nicht?!

Ein sehr schickes Puzzle, das wirklich lange beschäftigt und die Kombinationsidee mit den EXIT-Mechaniken ist mal etwas Neues und durchaus raffiniert integriert und umgesetzt. Fans beider Lager dürften sich hier ein Weile aufhalten – bis einer den geheimen Umschlag mit der Lösung aufreisst *G*.

[Note]
4 von 6 Punkten.

Bewertung vom 23.10.2018
black stories Sebastian Fitzek Edition (Spiel)

black stories Sebastian Fitzek Edition (Spiel)


gut

Review-Fazit zu „Black Stories Sebastian Fitzek“, einem herrlich makaberen Rätselspiel.


[Infos]
für: 2-X Spieler
ab: 12 Jahren
ca.-Spielzeit: Xmin.
Autor: Sebastian Fitzek
Illustration: Kirsten Küsters
Verlag: moses. Verlag
Anleitung: deutsch
Material: deutsch

[Download: Anleitung]
n/a

[Fazit]
50 neue Rätsel für Liebhaber der makaberen Rätseleinlagen werden mit dieser speziellen Edition geboten.

Bekannt thematisch aufbereitete Karten in üblicher Black Stories – Größe und Stärke zeigen eine meist gruselige schwarz-weiss-rote Zeichnung und den zugehörigen, kurzen Rätseltext auf der Vorderseite sowie die ausführliche Aufklärung auf der Rückseite.
Sebastian Fitzek, seinerseits bekannter Buch-Autor, ist schon lange ein Fan der Black Stories und konnte sich nun einen Wunsch erfüllen und eine eigene Black Stories Edition verwirklichen. Dabei sind 25 Rätsel inspiriert und bezogen auf seine bisherigen Romane, ohne aber gravierend inhaltlich etwas zu verraten und 25 weitere Rätsel frei kreiert.

Im Spiel liest ein Spielleiter die Ausgangsgeschichte vor und zeigt auch das (nicht immer den Fall wirklich umschreibende) Bild den Mitspielern. Diese müssen anschliessend mit Ja/Nein-Fragen heraus zu finden suchen, worum es sich wirklich handelte, was geschehen ist bzw. wie es dazu kommen konnte. Der Spielleiter ist angeraten, immer nur mit Ja/Nein zu antworten, aber durchaus auch ab und zu kleinere Hinweise zu streuen, wenn er merkt, dass sich die Ratenden nicht wirklich dem Ziel nähern. Die Dauer einer Partie kann damit auch gut gesteuert werden, wenn man sich nicht vorher auf ein entsprechendes Ende festlegt (Zeit, Anzahl Fälle,…).

Diese 50 Karten sorgen für reichlich verknobelten Spielspass, der aber natürlich auch von der Spielgruppe abhängt. Bekannt schwarzhumorig sind die Fälle, aber nicht immer wirkliche Logikknaller, zu abstrus sind da die nötigen Herleitungen. An sich aber dennoch bekannte Kost, die geneigten Fans (beider Seiten^^) sicherlich gefallen wird. Schick ist auf jeden Fall die Spielschachtel in Buchform, um diese besondere Edition auch hervorzuheben.

[Note]
4 von 6 Punkten.