Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: CurlyGirl
Danksagungen: 514 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 887 Bewertungen
Bewertung vom 15.10.2019
Feuerland - Dinosaur Island, Strategie- & Taktikspiel, Aufbauspiel

Feuerland - Dinosaur Island, Strategie- & Taktikspiel, Aufbauspiel


ausgezeichnet

In „Dinosaur Island“ verwalten die Spieler Dino-Themenparks ganz im Stile eines ‚Jurassic Park“ (in der Anleitung findet sich auch immer wieder das lustige DNA-Männchen aus dem Original-Kinofilm^^) und sorgen mit geklonten Fleisch- und Pflanzenfressern sowie weiteren Attraktionen in Form von Fahrgeschäften für einen steten Besucherstrom. Doch Vorsicht, wenn die Sicherheit nicht hoch genug ist, können Dinos entkommen und Besucher landen auf deren Speisekarte und so muss im fortwährenden Wettstreit um den schicksten und spannendsten Park immer gut abgewägt werden in was als nächstes investiert wird.

Nach dem etwas umfangreichen Spielaufbau legen die Spieler noch fest, wie lange sie spielen möchten. Dies wird mit Hilfe von X (je nach Spieleranzahl) Auftragskarten festgelegt, welche sich in ihrer Schwierigkeit in die „Längen“: kurz, mittel und lang unterteilen. Dabei kann man dann von Spielzeiten um 70-180min. ausgehen, je nach Spielverlauf und Spielerzahl (Extremgrübleralarm!^^). Die Aufträge bestimmnen dann auch das Spielende, denn sobald nur noch ein unerfüllter Auftrag ausliegt, wird die aktuelle Runde noch zu Ende gespielt und es folgt die Endwertung, wobei der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt.

Die Spielrunden sind jeweils in 5 Phasen unterteilt, welche die Spieler mal abwechselnd, mal gleichzeitig durchführen. Die zugehörigen Spieltafeln sind gar entsprechend gekennzeichnet, so dass man immer genau weiss, was wo gerade zu tun ist. So gilt es via (unterschiedlichen) DNA-Würfeln festzulegen, welcher (fertigen) DNA-Sequenzen – zur späteren Dino-Erschaffung – man sich im Kühllager versichern will, welche Dino“baupläne“ man sich reserviert, welche (Forschungs-)Ausbauten und weiteren Attraktionen man anschaffen will, welche Experten im Park helfen sollen und/oder welche DNA-Sequenzen, sowie zugehörig auszubauenden Lagerkapazitäten, kreiert werden sollen. Am Ende einer Runde folgt immer eine „Aufräum“-Phase, welche auch die nächste Runde vorbereitet.

Geld verdienen die Spieler durch die Besucher, welche je nach Attraktionslevel des Parks mehr oder weniger angezogen werden – inkl. lästigen Rowdys, die nichts zahlen und nur Plätze belegen.
Je gefährlicher und vielzähliger die Dinos im Park, desto mehr Besucher und voraussichtlich hohe Geldeinnahmen, wenn die Besucher, aufgrund eines zu niedrigen Sicherheitslevels nicht gefressen werden, erhält der jeweilige Parkbesitzer.
Sicherer kann man mit Hilfe von Imbissbuden, Souvenirgeschäften und Achterbahnen, etc. an Geld und Siegpunkte gelangen, aber eben nicht so viel, wie mit einem Rudel T-Rex^^.

[...]

Das Thema ist hier ganz und gar nicht aufgesetzt, es passt und macht richtig Spass…….auch wenn man nur den Kern des Spiels betrachtet, ohne die bunte Thematik, bleibt ein solides, kurzweiliges Spiel auf dem Tisch. Die vielen Komponenten sind wertig produziert und geben mit dem farbenfrohen Touch ein gewisses 80er-Gefühl wieder, was dem 90er Film zwar nicht ganz entspricht, aber dabei doch irgendwie gut aussieht^^. Die Kunststoff-Dinos und Würfelchen hätten vielleicht aus Holz sein dürfen, aber es passt schon. Die Grafiken der Karten sind sehr schick und speziell für die dt. Version darf man festhalten, dass die Übersetzung der vielen Texte sehr gelungen ist – was ja heutzutage leider nicht als Standard gilt.

Die Spieldauer ist jeweils angemessen und ebenso der Spielzugang; die Anleitung macht einen guten Job und nach einer Runde ist man schon gut „drin“ im Spiel.

[...]

Rundum ist das Spiel wunderbar ausbalanciert, fordert auf entsprechend gewähltem „Level“ jedwede Spielerbesetzung, schaut gut aus und bringt das Dino-Flair wunderbar auch ohne überteuerte KS-Minis auf den Tisch! Wer sich also gerne mit dem Thema auseinandersetzen möchte, ein nicht zu tiefgreifend schweres Planspiel sucht und sich gern länger mit den vielen Variationsmöglichkeiten auseinandersetzt, ist hier gut aufgehoben.

Bewertung vom 27.09.2019
Cavemen (Spiel)

Cavemen (Spiel)


sehr gut

[Infos]
für: 2-5 Spieler
ab: 13 Jahren
ca.-Spielzeit: 45min.
Autor: Dan Cassar
Illustration: Claus Stephan und Mirko Suzuki
Verlag: ASS Altenburger (Rio Grande Games)
Anleitung: deutsch
Material: deutsch

[Fazit]
In diesem Kartenspiel versuchen die Spieler in Vertretung für verschiedene Stämme ihr Überleben zu sichern und als erste das Feuer zu entdecken.

Dazu versammeln sie nach und nach weitere Höhlenmenschen („Erste Frühformen des Homo sapiens („kluger/ weiser Mensch“) lebten vor etwa 300.000 bis 200.000 Jahren in Afrika. Der Neandertaler lebte etwa 130.000 bis 30.000 Jahre vor unserer Zeit. Seine Überreste wurden in Europa, Nordafrika und Asien gefunden.“ (Quelle: Tante Google)) um sich herum, um mehr Möglichkeiten u.a. zur Ressourcenbeschaffung zu haben, allerdings wollen auch alle ernährt werden.

Während des Spielverlaufs müssen die Spieler also ihren Stamm vergrößern und dazu auch Höhlen ausfindig machen, um alle unterzubringen. Nahrung ist ein permanentes Thema und so wollen auch die richtigen „Spezialisten“ angeworben sein, zudem muss die Intelligenz des Stammes gefördert werden, um das Spielziel als Erste zu erreichen. In diesem Wettstreit gibt es dann auch den einen oder anderen Ärgerfaktor, wenn ein Gegenspieler die heiss ersehnte Karte wegschnappt – ansonsten hält sich die Interaktion relativ in Grenzen.
Leicht strategisch geht es auch zur Sache, wenn es darum geht gesonderte Boni nutzen zu können und zu planen, worauf es sich spielverlaufbedingt gerade am ehesten zu konzentrieren lohnt.

Mit den sehr coolen prähistorischen Grafiken, bei doch für heutige Zeiten wertigem Spielmaterial^^, bietet sich das Spiel für ein breites Spielerspektrum an, da sich hier sowohl Familienrunden wie auch Vielspieler wohl fühlen, wie in diversen Testrunden festgestellt werden konnte.
Zur guten Mischung dieses Spiels gehört ebenfalls das dezente Deckbuilding, wenn die gesammelten Erfindungen sich gegenseitig beeinflussen (unterstützen) und so diverse Vorteile bieten, die dem Spieler u.a. helfen bei den Auktionen mit mehr Zähnen (der Währung des Spiels) einsteigen und hoffentlich gewinnen zu können, wie auch zügiger dem Ziel entgegenzuschreiten, das Feuer zu entdecken.

Wem Spiele mit Auktionsmechanismus nicht so liegen, sollte hier dennoch unbedingt reinschauen, denn es spielt sich sehr angenehm den Bonus der 2 Aktionen zu haben, wenn man Startspieler wird und so den Mitspielern immer eine Nasenlänge voraus ist. Auch der Haken der erhöhten Nahrungsversorgungspflicht lässt sich damit meist kompensieren, wenn denn genug gehortet und vorausgeplant wurde :)!
Aufgepasst werden sollte, wenn die Spielgruppe aus unterschiedlich erfahrenen Spielern besteht, da es hier durchaus vorkommen kann, dass ein „weit vorne liegender“ Spieler nicht mehr eingeholt werden kann, da es einfach an „Bremsmöglichkeiten“ der Mitspieler fehlt. Auch können die Kämpfe gegen die Urzeitkreaturen glückslastig ärgerlich sein, da sie ungleich stärker und damit unbesiegbar sein können. Und begehrte Erfindungen sind u.U. nur kurz am „Markt“, da sie von Spielern auch genommen, und damit entfernt, werden können, ohne dass sie selbst sie wirklich nutzen können, nur um andere daran zu hindern diese zu erhalten.
All das sind allerdings auch „Mechaniken“, die in anderen Spielen durchaus gewollt sind und mit etwas Erfahrung im Spiel auch umgangen werden können bzw. damit zurechtgekommen werden kann.

Am Ende bleibt es daher auch ein feines Spiel, das sich in jeder Sammlung wohl fühlt und gerne auf den Tisch gebracht wird. Es sieht schick aus, spielt sich generell sehr kurzweilig und macht i.d.R. viel Spass :)!

[Note]
5 von 6 Punkten.

Bewertung vom 23.09.2019
Arctic Scavengers (Spiel)

Arctic Scavengers (Spiel)


gut

Thematisch angesiedelt in einem post-apokalyptischen Szenario sind die Spieler auf der Suche nach Ressourcen und Hilfsmitteln, um zu überleben. Simuliert wird dies mit Kartendecks a la Dominion und so ähnlich spielt es sich auch.
Die ausliegenden Decks, welche zum „Kauf“ zur Verfügung stehen und die Starthand bestehen aus Überlebenden mit unterschiedlichen Fähigkeiten, die es entsprechend geschickt einzusetzen gilt – so denn man sie anwerben konnte. So sind da Kämpfer, Sanitäter, Jäger und Mechaniker, um die Hauptklassen zu benennen in der Basisausstattung, die einem helfen an Nahrung, Medikamente oder Gegenstände zu gelangen. Mit all dem wiederum wirbt man stärkere Überlebende an, usw.! Ziel ist es am Ende die meisten Leute um sich versammelt zu haben (den grössten „Stamm“ gebildet zu haben - Anzahl Icons dazu auf den Karten links unten).

Die beiden Erweiterungen (HQ + Recon), die dem Spiel schon beiliegen, bringen einerseits Gebäude ins Spiel, welche durch Ressourcen-Ablage über einige Runden hinweg gebaut werden müssen und dann permanente Effekte bereithalten. Zum anderen sind da natürlich neue Charaktere, die dem Spiel etwas mehr Taktik-Feinschliff verpassen und die Möglichkeit Gangs zu integrieren, die die Anzahl der zugehörigen Überlebenden deutlich steigert sowie die Anführer, welche am Spielfortlauf schrauben können.

Das Thema wurde hier sehr gut integriert, die Karten passen allesamt von Optik und Effekten/Einsatzmöglichkeiten her gut in diese Welt und das hier gleich die beiden Erweiterungen hinzugefügt wurden, ist ein weiterer angenehmer Bonus obenauf. Wer Deckbau-Spiele kennt, findet sich gleich zurecht und Fans des Genres dürfen auch relativ bedenkenlos zugreifen. Das Spiel macht vieles richtig, nur hie und da kommt ein wenig Monotonie auf. Bei den Erweiterungen z.B. zielt jeder nur auf die neuen Zusätze ab, weil das Standardrepertoire uninteressant wird. So kann es durchaus passieren, dass die Luft nach einigen Partien erstmal raus ist und etwas Pause nötig wird, bevor das Spiel wieder auf den Tisch kommt.
Nichts desto trotz kommt hier ein feines Deckbau-Spiel mit einigen anderen Kniffen, als gewohnt, ins Haus und sollte auf jeden Fall von geneigten Interessenten probe-gespielt werden!


4 von 6 Punkten.

Bewertung vom 20.09.2019
Dominion - Erweiterung Nocturne (Spiel-Zubehör)

Dominion - Erweiterung Nocturne (Spiel-Zubehör)


gut

Review-Fazit zu „Dominion: Nocturne“, der 11. Erweiterung zum Deckbauspiel ‚Dominion‘.

[Infos]
für: 2-4 Spieler
ab: 14 Jahren
ca.-Spielzeit: 30min.
Autor: Donald X. Vaccarino
Illustration: Garret DeChellis
Verlag: ASS Altenburger (Rio Grande Games)
Anleitung: deutsch
Material: deutsch

[Fazit]
„Dominion: Nocturne“ ist wieder einmal eine durchaus gelungene Ergänzung für die Dominion-Welt, allerdings nicht so hervorragend, wie vorherige Erweiterungen. Die neuen Karten sind zum Teil sehr interessant und lassen sich je nach Kombination spannend ins Spiel integrieren, allerdings sind nicht alle Mechanismen hiermit dauerhaft motivierend. In den Testgruppen kam es mehrfach vor, dass der aktuelle Kartensatz eigentlich nur noch irgendwie zu Ende gespielt werden sollte. Manche Sets sind halt etwas müßig im Spielgangmenü^^.
Andere Karten hingegen sind da richtig spannend, da gilt es also erstmal alle Karten gut kennen zu lernen (und zu verstehen, gelegentlich sind die „Nachschlagetexte“ zu den Karten in der Anleitung weniger hilfreich, als der Kartentext selbst) und dann mit den richtigen Basis- oder anderen Erweiterungskarten zu kombinieren.

Die tatsächliche Neuerung in dieser Erweiterung ist die Nacht-Phase – einer zusätzlichen Phase im Spiel!
In der Nacht-Phase können beliebig viele (Nacht-)Karten ausgespielt werden und so natürlich auch wieder schicke Kettenreaktionen ausgelöst werden. Hier kehrt auch der „anhaltende“ Effekt zurück, so dass manche Karten länger als nur im aktuellen Zug Geltung erfahren.
Thematisch kommen hier Exorzisten, Geister, Nekromanten, Zombies, etc. ins Spiel, allesamt mit passenden spielmechanischen Effekten, wie dem „Beschwören“ von Karten. Weitere Karten-Effekte bescheren dem Spieler zusätzliche „Gaben“ oder extra fiese Plagen, u.v.m.! Vom Prinzip her bemüht sich „D:N“ also durchaus redlich und bringt einiges (Neues) zum Spielgeschehen hinzu. Leider kommt dies alles, je nach Deckszenarien, nicht immer wirklich spieltauglich herüber und bremst sogar hie und da. Der klassische Dominion-Effekt, das an sich jeder vor sich hinbastelt, wird hier oft übertrumpft und so ist man gelegentlich eher froh, dass der eigene Zug vorbei ist, denn auf den nächsten freudig zu warten. Dies ist zum Glück nicht immer der Fall, aber es kommt vor und trübte die Testspielrundenlaune. Ferner verlangsamt das „Mehr“ an Karten und Möglichkeiten den gewohnten Dominion-„Flow“, es kommt unter’m Strich so viel dazu, dass manche Runden schlicht überfordert sind – nicht im spiel-intelektuellem Sinne, sondern weil man einfach viel zu viel beachten (und organisieren) muss, bei einem quasi aufgedrängten Thema (Dominion war bisher eigentlich immer ohne ein wirkliches und nun wirkt es eben erzwungen draufgepresst, ohne dabei nicht cool auszusehen allerdings), wenn durch eine Karte ein andere „erwacht“ und diese dann wiederum dieses und jenes verursacht, etc.

Natürlich sind die Karten wieder wunderschön gestaltet und der geneigte Dominion-Fan wird eh jede Erweiterung sammeln wollen^^, daher darf auch diese durchaus ins heimische Spielregal einziehen, nur ist sie eben nicht ganz so locker-flocker zu spielen, wie die zuletzt Erschienenen und passt somit nicht ganz zum bekannten Dominion.

[Note]
4 von 6 Punkten.

Bewertung vom 19.09.2019
Carletto 646229 - Gamefactory, Kuhle Kühe, Das vermuuhtlichst kuuhlste Kartenspiel, Familienspiel

Carletto 646229 - Gamefactory, Kuhle Kühe, Das vermuuhtlichst kuuhlste Kartenspiel, Familienspiel


sehr gut

[Infos]
für: 2-5 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 20min.
Autor: David Yakos
Illustration: Steve Downer
Verlag: Game Factory
Anleitung: deutsch
Material: deutsch

[Fazit]
Hier liegt ein aberwitziges und sehr kuhles^^ Kartenspiel für die ganze Familie vor. Es gilt die meisten und/oder längsten^^ Kühe zu sammeln, indem Karten passend ausgespielt und abgelegt werden. Eine Kuh besteht hier aus Kopf- und Hinterteil sowie eventuellen weiteren Bauch-Teilen in Kartenform. Es dürfen immer nur Kuh-Teile einer Rasse zusammengelegt werden, ausser es kommen Paarungskarten zum Einsatz. Diese Aktionskarten erlauben dann das Mischen von zwei oder mehr Rassen und so entstehen überaus lustig-bunte und vor allem lange Kühe.
Natürlich gibt es noch weitere Aktionskarten, wie den Viehdieb, der eine komplett ausliegende Kuh eines Mitspielers klaut oder auch Schutzkarten, die die eigene Kuh „brandmarken“ und so das Entführen unmöglich machen. Obendrein gibt es auch noch Kälber-Karten, die zuckersüß dreinschauend, die Herde vergrößern und immerhin auch einen Punkt einbringen.
Das Ziel ist es am Ende die meisten Punkte zu erhalten, durch die ausliegenden Kuhkarten und möglichen Boni, wie der größten Herde.

„KK“ ist leicht zugänglich, macht optisch richtig was her (allein die Spielverpackung in Milchtütenform ist ein Hingucker) und ist total lustig, selbst wenn es ärgerlich wird^^.
Die tollen Illustrationen geben dem Spiel unglaubliches Flair und der Gag mit der „Muh-Dose“, um einen Kuhhandel einzuleiten (wenn einem die Karten nicht gefallen oder passen, kann man hiermit alle zu einem Tausch zwingen) setzt dem ganzen noch das I-Tüpfelchen auf! Der Spielverlauf ist kurzweilig und eine Partie dauert um die 20min., so dass sich hier gern direkt weitere anschliessen.
Viel Glück gehört sicherlich dazu, wenn die Karten verteilt oder gezogen werden, aber auch die eine oder andere vorausschauende Planung ist durchaus möglich, somit wird das Spiel auch nicht so schnell eintönig. Insgesamt machte die Sammelhatz in vielerlei verschiedenen Besetzungen immer Freude.

Bewertung vom 15.05.2019
A Plague Tale: Innocence (PlayStation 4)

A Plague Tale: Innocence (PlayStation 4)


ausgezeichnet

Frankreich, im 14. Jahrhundert, die Pest greift um sich und die Inquisition nutzt die Gelegenheit ihre Macht und das von ihr verbreitete Grauen auszuweiten. Das hier noch viel mehr hintersteckt, erfährt der Spieler erst im Laufe der Geschichte. Bis dahin erlebt er die tragischen Abenteuer des jungen Mädchens Amicias und ihres schwerkranken Bruders.

Gleich zu Beginn des Spieles muss unsere Protagonistin erleben, wie ihr die Liebsten genommen werden, als ihr Schloss überfallen wird und sie plötzlich mit ihrem kaum gekannten Bruder alleine ist und sich fortan um ihn kümmern und ihn beschützen muss. Der Spieler lernt hierbei die Spielsteuerung sowie den Umgang mit ihrer Schleuder, der einzigen Waffe im gesamten Spiel.
Es wird abwechselnd geschlichen und gerannt, während sie aus dem Schloss und durch die Wälder fliehen, die unbarmherzigen Verfolger im Nacken.
Warum ihre Familie ermordet wurde und sie verfolgt werden, bleibt lange schleierhaft und so gilt es unterwegs auch durch belauschte Gespräche sowie Kennenlernen und Auffinden von NPCs herauszufinden, was eigentlich los ist.

[...]

Doch die Geschwister bleiben nicht lange allein und lernen nach und nach weitere Kinder und Jugendliche kennen, die willens und bereit sind ihnen zur Seite zu stehen. Dafür ist unter anderem mal eine Gefälligkeit notwendig, aber generell sind diese ihrerseits keine Freunde der bösen Erwachsenen. Und so etabliert sich eine kleine, wehrhafte und vor allem einfallsreiche Widerstandsgruppe, die im Verlauf der Geschichte für so manche Wendung im Spiel sorgt.

So wechselt auch die Besetzung gelegentlich, mit der unsere Heldin unterwegs ist, um die jeweiligen Fähigkeiten bzw. Kenntnisse in den Kapiteln des Spiels gut nutzen zu können.

Das wichtigste Element aber im Spiel ist das Feuer, denn neben all den bösen Menschen treiben vor allem die Pestträger ihr Unwesen überall im Umland und den Städten…Millionen von Ratten! Auch wenn deren Darstellung geschichtlich relativ korrekt ist, so ist doch deren schiere Anzahl vielerorts arg übertrieben und ihre später aufkommende Schwarmintelligenz ebenfalls. Dies tut dem Spiel aber keinen Abbruch, im Gegenteil, fördert dies doch die schaurige Atmosphäre ungemein und rechtfertigt an vielen Stellen auch die Altersfreigabe. Die Freßattacken der Viecher ist ebenso brutal, wie viele der Todesarten, welche durch die menschlichen Gegner herbeigeführt werden. Allein schon die Tatsache, dass kein Soldat oder Bürger ein Problem damit hat kleine Kinder kaltblütig umzubringen, zeigt die seinerzeit vorherrschende, brutale Realität auf, wie auch die so nachvollziehbare USK-Entscheidung.

So gilt es immer in Leuchtnähe verschiedenster Feuerquellen zu bleiben, denn vor solchem Schein haben die Ratten eine Heidenangst und kommen nicht näher – bis auf kleine Vorpreschversuche, man sollte sich daher nicht am Rand der Schatten aufhalten. Viele kleine Rätsel kommen hierbei auch zum Tragen, wenn Fackeln zu besorgen oder gar zu löschen sind, damit Wachen auf ihren Patrouillen angegriffen werden oder drehbare „Scheinwerfer“ blockierte Wege freiräumen, u.v.m.
Aber auch dezent aufwendige Grübeleien sind später von Nöten, um alle Möglichkeiten richtig auszuloten und die Ratten zu umgehen, umzuleiten oder abzulenken – das selbe gilt auch für das Vorbeischleichen an Wachen, die man wunderbar mit Geräuschen z.B. in die Irre führen kann.

[...]

Grafisch bietet sich dem Betrachter ein Augenschmaus, Zeichnungen, Designs und Lichtspielereien sind allesamt wunderschön anzuschauen und auch die Sounduntermalung sowie die Sprachausgaben sind ganz toll umgesetzt und ausgewählt!
Die enorm dichte Atmosphäre und die sehr spannende Geschichte um die Geschwister, ihre Freunde, der ominösen Krankheit des Bruders, den Intrigen und Machenschaften des Großinquisitors und seinen Lakaien und all das Drumherum sorgen für viele, aufreibend kurzweilige Spielstunden – das Spiel ist eine richtige Perle geworden!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 06.05.2019
Trüberbrook (PC)

Trüberbrook (PC)


gut

In diesem liebevoll gestalteten Point’n’Click-Adventure gerät der Protagonist Tannhauser im Deutschland der 1960er in dubiose Abenteuer, als er sich auf die Suche nach seinen gestohlenen Thesenpapieren macht. Aus Amerika herübergeflogen, wollte er nur seinen gewonnenen Aufenthalt in dem verschlafenen Nest Trüberbrook geniessen, stattdessen aber ist er schon am ersten Tag gleich auf Achse mit der hilfsbereiten Anthropologin Gretchen, herauszufinden, wer seine Arbeit über Quantenphysik gestohlen hat.

Die Welt in Trüberbrook wurde von den Entwicklern in Form echter Modelle und fleissiger Handarbeit erstellt, digitalisiert und nachcoloriert, die Figuren wurden dann hineinkopiert.
Dadurch bekommt das Spiel einen sehr eigenen Charme. Die Darstellungen sind so sehr hübsch gelungen, abgesehen von den meisten Figuren, die auch eher als eigentümlich mit speziellem Charme daherkommen^^.
Die Steuerung ist für Veteranen gewohnt intuitiv und nach bekanntem Schema eingebettet, einfach mit der Maus über alle interessanten Punkte fahren und dann per aufpoppbarem Kontext(icon)menü die gewünschte Aktion ausführen (anschauen, benutzen, etc.)! Anklickbare Objekte erhalten einen leicht leuchtenden Rahmen, wenn der Mauszeiger sie berührt.
Die Sounds sind treffend und für die vielen Text-Sprachausgaben wurden reichlich prominente Sprecher engagiert, die ihren Job allesamt gut erledigen – wenn auch mancher Profi manchmal etwas desinteressiert bzw. „nicht bei der Sache“ [in der Stimme] wirkt (Nora Tschirner).

Die Story [bleibt hier spoilerfrei!] wärmt den Spieler mit einer kurzen Rätseleinlage auf, in der gezeigt wird, wie Gretchen in das Dorf gelangt und warum sie noch da ist.
Der Hauptdarsteller schliesslich reist (am nächsten Tag?) mit dem Bus an und fragt selbigen Fahrer, obwohl dieser schon wieder weg ist, wie weit es noch zum Dorf ist und wandert dann den einzigen sichtbaren Weg entlang ins Dorf^^. Dort angekommen, gibt es noch nicht viel Gelegenheit sich umzuschauen, da nach dem Einchecken in der örtlichen Pension die Nacht einbricht und da auch gleich geisterhaft die Unterlagen gestohlen werden. Nun geht’s los…

Das Adventure entwickelt sich klassisch langsam mit den ersten kleinen Rätseleinlagen, um dann nach und nach richtig in Fahrt zu kommen und die teils sehr coolen Skripte abzurollen – bei deren Niederschreiben sich die Entwickler reichlich Mühe gaben und auch viel Slapstick, in Anlehnung an vielerlei Klassiker, mit einbauten. So ist die Geschichte durchaus spannend, aber auch sehr amüsant und stellenweise, genre-typisch, abgedreht. So auch die Rätsel und Knobeleien, seltenst wirklich schwer oder gar unfair, aber i.d.R. ein „Hingrübler“ (im Sinne von „Hingucker“ *G*), die Einsteiger und Gelegenheitsspieler durchaus beschäftigen werden. Die Spiellänge ist dabei angenehm gewählt und kann von Profis in wenigen Stunden zwar gelöst, dabei aber auch genossen werden.
Manche Überraschung wird der Spieler auch erleben und durch die feine Atmosphäre schön durch das Spiel getragen – manchem hie und da vllt. etwas dröge, aber nie wirklich lahm!
So bleibt ein interessantes Erlebnis in vergangenen Zeiten, mit viel Wendung und Irrsinn, Spannung und Spaß und auch erinnerungswürdigen Momenten :)!

Wertung:
Spielspaß: 4 von 6 Punkten.

Daten:
Plattform: PC
USK: 6
Publisher: HEADUP Games

Bewertung vom 01.05.2019
Metro Exodus

Metro Exodus


ausgezeichnet

Ein grandioses Feuerwerk an Spannung, Motivation und teils gruseliger Action wartet hier auf den geneigten Metro-Fan wie auch auf Neueinsteiger. Gerade die werden sich auch kaum wundern, was sich alles am Spielverlauf verändert hat und einfach die quasi offene Welt geniessen und sich den Abenteuern und Aufgaben hingeben, die am laufenden Band geboten werden!

Der Spieler erlebt die ca. erste halbe Stunde zwar wie in allen Vorgängern in düsteren Untergrund-Gängen und -räumlichkeiten, doch sehr bald schon geht es dauerhaft an die Oberfläche und damit fortan durch die offene Welt und derer verschiedenster Beschaffenheit in Flora und Fauna. Teils wunderschöne Landstriche und teils schrecklich mutierte Gestalten geben sich hier fast immer die Hand und als Spieler muss man sowohl vor den Gefahren der verstrahlten Welt aufpassen, als auch darauf achten, nicht einfach in den astrein gestalteten Grafiken zu versinken.

Währenddessen entfaltet sich die Geschichte bzw. deren roter Faden zunächst langsam und dann immer rasanter, wenn unser Held und seine Gruppe Überlebender die tausende Kilometer lange Reise quer durch Russland, per Zug, unternimmt, auf der Suche nach dem Punkt, an dem sich die Menschen erneut und vor allem friedlich niederlassen können, ohne Strahlung und Monster.

Auf den Missionen ist man meist alleine unterwegs, ab und an aber helfen die Gefolgsleute, je nach Storypunkt oder -verlauf. Lange allein bleibt man aber generell selten, denn es streunen reichlich mutierte Monster umher, genauso wie Banditen, Sektenmitglieder, abtrünnige Soldaten, u.v.m.
Oft gilt es da geschickte Wege zu wählen, um in eine taktisch günstige Position zu gelangen oder um die Gegner schlicht zu umschleichen. Vielen Kämpfen kann man aber doch nicht ausweichen und da hilft es dann die richtige Ausrüstung gefunden bzw. entsprechend modifiziert zu haben. Die Gegner verhalten sich oft sehr schlau, da hilft wildes Ballern nicht viel, aber gelegentlich stehen sie auch recht dümmlich herum, wie Schiessbuden. Die KI ist eher scriptabhängig, aber auf keinen Fall die Dümmste^^, es schwankt halt (Gegner-KI teils zu gut, teils zu schwach –> Gegner teilweise „hinterhergespawnt“).

Was dem geneigten Beobachter sonst etwas mürrisch auffällt, ist, dass die Gesichtsanimationen nicht immer zur Sprachausgabe passen – nicht nur Übersetzungsbedingt, einfach von der gesamten Mimik her. Sonst gibt es nicht viel zu schimpfen, dafür ist das Spiel insgesamt einfach zu genial^^. Nur noch die gelegentliche Ungenauigkeit bei „Ereignis“-Punkten, wenn es z.B. gilt eine Draisine zu besteigen und man 100% den vorgegebenen Punkt finden muss, um heraufzuklettern, sonst läuft man ewig drumherum und findet den „Zugang“ nicht. Schade auch, dass verpasste Nebenmissionen (weil gerad zu weit weg oder „wichtigeres“ anstand) später nicht aufrufbar sind (kein Missionstext, der nochmal erzählt, wo man hin müsste, etc.)!

Aber rundherum – und hier wurde extra auf story-genaue Details verzichtet, um nicht zu spoilern^^ – bietet das Spiel viele Stunden gute, brachiale, aufregende, unerwartete, schöne und spannende Unterhaltung, so dass man immer nur noch „eben die eine Mission“ machen bzw. schnell noch zu dem einen Punkt hinkommen will …und zack, schon sind wieder 2 Stunden vergangen :)!
Atmosphäre, Detailverliebtheit, Grafik, Sound, Storyausführlichkeit, alles ist super umgesetzt und kurzweilig gelungen. Man merkt wie viel Arbeit und wohl auch Herzblut die Entwickler in diesen neuesten Teil investiert haben, gerade auch, weil sich doch einiges geändert hat (weniger Horror, offene Welt,…) im Vergleich zu den sonst so ausschliesslich düsteren Vorgängern.
Mutig wurde hier gecodet und designt und wenn man sich den Erfolg am Markt anschaut, wurde dies auch gerechtfertigt belohnt, so dass auch hier das Fazit nur heissen kann: kaufen, wenn noch nicht geschehen!


Wertung:
Spielspaß: 6 von 6 Punkten.

Daten:
Plattform: PC (Epic Games)
USK: 18
Publisher: 4A Games

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.04.2019
Hasbro E6603100 - Monopoly Fortnite Edition

Hasbro E6603100 - Monopoly Fortnite Edition


weniger gut

Review-Fazit zu „Monopoly Fortnite“, einem Mix aus Monopoly und Ego-Shooter.

[Infos]
für: 2-7 Spieler
ab: 13 Jahren
ca.-Spielzeit: Xmin.
Autoren: n/a
Illustration: n/a
Verlag: HASBRO
Anleitung: deutsch
Material: deutsch

[Fazit]
Erstmal sieht es aus wie ein normales Monopoly-Spiel, wären da nicht die vielen und sehr bunten Pappfiguren. Wozu 20+ Figuren, wenn doch nur bis zu 7 Spieler teilnehmen können?
Hier kommt der erste MMO-Gedanke aus der PC-/Video-Spielewelt, denn online will man sich von anderen Spielern abheben und legt generell Wert auf Aussehen und Optik, daher gibt es hier eben so viele Figuren zur Auswahl, so dass hoffentlich jeder etwas für sich findet :)!
Und weiter geht es in diesem Spiele-Mix, denn anders als beim klassischen Monopoly sammelt man hier „Strassen“ komplett kostenlos – die Orte aus dem milliarden-umsatz-trächtigen Online-MMO-Shooter werden grafisch schick dargestellt – und wenn ein Gegenspieler auf diese „Strasse“ kommt, muss er keine Miete bezahlen, sondern erleidet Schaden! Die Spieler starten so auch nicht mit Geld, sondern mit Lebenspunkten und wer als Letzter noch über Lebenspunkte verfügt, während alle anderen ausgeschieden sind, gewinnt^^.

Es wird dazu reihum normal gewürfelt und die eigene Figur entsprechend vorwärts gezogen, allerdings nur mit einem Zahlenwürfel, der zweite Würfel ist ein Aktionswürfel, der nach dem Bewegen zum Einsatz kommt und u.a. Spieler in Sichtweite (selbe Spielbrettlängsseite) Schaden zufügen kann, den aktiven Spieler heilt oder Mauern auf den Spielfeldern entstehen lässt, die ankommende Spieler einmalig blockieren. Schatztruhen können auch gefunden werden (als Pendant zu den Ereignis-Karten), deren Inhalt den Spielern weitere Vorteile bescheren können, wie z.B. den Gegnern noch mehr Schaden zuzufügen oder sich komplett zu heilen, u.v.a.
Damit es auch zügig vorangeht, zieht ein Sturm mit den Spielern mit – im Online-Spiel wird so dafür gesorgt, dass niemand lange an einem vermeintlich sicheren Ort verweilt und u.U. auf Lauer liegt, sondern alle immer in Bewegung sind, sonst sterben sie, wenn der Sturm sie einholt – und blockiert so nach und nach viele Spielfelder, die den Spielern dann ebenfalls Schaden zufügen.

Wären nicht die vielen, teils schadenfreudig-lustigen Ereigniskarten und „Ausrüstungen“, könnte man dem Spiel nur schicke Optik attestieren und ansonsten als einen gescheiterten Klon zwischen zwei Welten, die einfach nicht zusammengehören ansehen. Im Spiel hat man immer wieder das Gefühl, dass eben keine von beiden Welten richtig beim Spieler ankommt, es ist kein wirklicher (Brettspiel-)Shooter und schon gar kein Monopoly. Aber mit dem richtigen Karten- und Würfelglück und interessierter Besetzungsrunde, kann das Mix-Spiel dennoch (fiesen) Spass machen.

[Note]
3 von 6 Punkten.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.04.2019
Forbidden Sky (Spiel)

Forbidden Sky (Spiel)


sehr gut

Review-Fazit zu „Forbidden Sky“, einem kooperativen Wettlauf- und Knobelspiel.


[Infos]
für: 2-5 Spieler
ab: 10 Jahren
ca.-Spielzeit: 60min.
Autoren: Matt Leacock
Illustration: C. B. Canga
Verlag: Schmidt Spiele
Anleitung: deutsch
Material: deutsch


[Fazit]
Die schwebende Forschungsstation Kopernikus-07 ist in Gefahr zerstört zu werden, da ein verheerender Sturm auf sie zuzieht und schon die Vorläufer vieles unbrauchbar machen. So auch das letzte Shuttle zur Evakuierung der letzten verbliebenden Besatzungsmitglieder.
Die Spieler müssen diesen nun kooperativ helfen, die vergessene Versorgungsrakete zu finden und in Betrieb zu nehmen, bevor der Sturm die Station vollends erreicht.

Es gilt nun, in guter Absprache, dafür zu sorgen, dass niemand von der Plattform gefegt oder von Stromschlägen getroffen wird, während gemeinsam nach dem Raketenstartplatz Ausschau gehalten wird und dort dann die Stromkreise durch geschickten Leitungsbau geschlossen werden, damit endlich gestartet und geflohen werden kann.
Dazu ziehen die Spieler über die Plattformplättchen, welche nach und nach angelegt werden und erkunden diese, um so evtl. einen Windschutz, Blitzableiter oder gar Ausrüstung zu finden. Dabei können sie auch ihre, jeweils speziellen, Fähigkeiten einsetzen, um sich gegenseitig zu helfen.
Wurde der Raketenstartplatz gefunden, wird dort die Rakete abgestellt und es kann begonnen werden die Leitungen zu legen, hierbei müssen die Metallverbindungen einen geschlossenen Kreis bilden, damit schlussendlich der Strom fliessen und die Rakete starten (wildes Blinken und Motorengeräusche kommen auf^^) kann und damit das Spiel gewonnen wird.
Auch hier muss sich wieder gut abgesprochen werden, damit die Leitungen logisch verlegt werden und vor allem die Entfernungen passen.
Zwischendrin spielt das Wetter wegen des Sturms immer wieder verrückt (durch Karten ausgelöst) und es hagelt grobe Windstösse und Blitzschläge, die die Spieler im wahrsten Sinne umhauen. Wenn auf die Weise ein Spieler seine gesamten Lebenspunkte verliert oder das Seil „reisst“, mit dem sich die Spieler an die Station notfalls klammern, endet das Spiel vorzeitig. Ansonsten wird gewonnen, wenn bei Raketenstart alle Spieler an Bord sind.

Das Spiel kommt sehr schick daher, auch wenn man sich an manche Regelerklärung dezent (durch erste Spielrunden) gewöhnen muss und auch das Zusammenfügen der Leitungen will mit etwas Geduld angegangen werden. Aber einmal „im Spiel drin“, verläuft es sehr kurzweilig und abwechslungsreich.
Der kooperative Gedanke steht sehr im Mittelpunkt, daher sollten die Spieler dies mögen und entsprechend mitspielen, sonst werden u.U. Leitungen fehlgebaut oder ein Spieler stürzt einsam und verlassen von der Station. Da es aber keine hektischen Zeitvorgaben gibt, können sich die Spieler hier in Ruhe absprechen.
Das Spielmaterial trägt viel zur Atmosphäre bei und die Story-Idee ist auch sehr fein (in die Spielmechanik) integriert. Ein Wiederspielwert ist durch den zufälligen Plattformbau, die vielen Karten und den wählbaren Schwierigkeitsgrad (Blaupausen-Vorgaben bestimmen, welche Stromleitungsteile zur Verfügung stehen und gebaut werden müssen!) mehr als gegeben.
Rundum also ein Spiel für Gelegenheits- bis Vielspieler je nach Gusto und Besetzungsrunde, aber auf jeden Fall ein richtiger Hingucker mit grossen „Probier“-Potential!

[Note]
5 von 6 Punkten.