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Benutzername: CurlyGirl
Danksagungen: 494 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 805 Bewertungen
Bewertung vom 18.06.2018
Vampyr (PlayStation 4)

Vampyr (PlayStation 4)


sehr gut

Er überlebte das Grauen des 1. Weltkriegs als Feldarzt, nur um zurück in seiner Heimatstadt London nach kurzer Zeit von einem Vampir umgebracht zu werden.
Allerdings wird er von diesem auch gewandelt und nach seinem Erwachen muss er sich dem Grauen in London stellen, der vorherrschenden spanischen Grippe, welche seinerzeit alles und jeden dahinraffte, den nachwirkenden Kriegswehen und natürlich seiner selbst. Ungewiss, was mit ihm passiert ist, was er nun ist, überfällt er unwissentlich seine Schwester und beisst sie im Bluthunger zu Tode. Sich der Tat schliesslich doch bewusst fühlt er sich dem Wahnsinn nahe, als er von einer Bürgerwehr entdeckt und gejagt wird, bis er orientierungslos den Häschern entkommen kann und allmählich zu sich findet und das Geschehene Revue passieren lässt. Soviel zum Einstieg in ‚Vampyr’…

Fortan schleicht sich der Held, als Arzt (am Ende der Einführung im ansässigen Hospiz) und quasi-Detektiv, in Action-Abenteuer-Manier durch das düstere London und versucht hinter das Geheimnis der Seuche, der vorherrschenden Vampirflut und dem Sinn hinter seiner Wandlung zu kommen. Dazu gilt es viele NPCs zu befragen und Texte zu lesen, welche aber in aller Regel sehr interessant und spannend gehalten sind – Gespräche um den roten Faden herum sind vertont! Manches kleines Rätsel gilt es zu lösen, vor allem aber die richtigen Orte auf der gelegentlich unübersichtlichen Karte zu finden – trotz Wegfindungshilfen.

Kämpfe wollen anfänglich langsam angegangen werden, bis man sich an die Steuerung und die zu Anfang eher beschränkten Vampirfähigkeiten gewöhnt hat. Da kommt so mancher Frustmoment auf, aber sobald man im Level etwas aufgestiegen ist und die Skills des sehr abwechslungsreichen Talentbaums erhöhen konnte, klappt es auch mit den vielen Mini-Bossen!
Hier stellt einen das Spiel auch permanent vor die Entscheidung alles auszusaugen, was einem menschlich über den Weg läuft – nur so gelangt man an wertvolle Erfahrungs(blut)punkte, die dann für Skillerhöhungen genutzt werden können – oder möglichst alle verschont. Der Haken hierbei, mangels hoher Skills werden die Kämpfe später immer schwerer, andererseits wirken sich die Tode unmittelbar auf die Stadtviertel aus, in denen vampirisch gehaust wurde. So kann manche Storyline evtl. nicht fortgeführt werden, wenn der nötige NPC verschwunden oder tot ist, Handelspreise steigen enorm an, wenn es zu gefährlich wird sich in dem Viertel aufzuhalten, Wachen werden verstärkt und erschweren so das Vorankommen, usw.

Wer die ersten Spielstunden durchhält, erlebt schliesslich ein superspannendes und motivierendes Spielerlebnis, das sich durch seine Storyvielfalt, Geschehnisse, Kämpfe und deren Auswirkungen sehr abwechslungsreich darbietet und an den Schirm fesselt. Es entsteht ein geliebter Sog des „nur noch eben hier hin oder da hin“, „schnell noch den Skill leveln“, „rasch die Waffe upgraden“, etc.
Die Atmosphäre wird wunderbar eingefangen, die düstere Gestaltung sowie der Soundtrack tragen hierfür Sorge, einzig gelegentlich schwache Texturen trüben den Genuss, wenn man genauer hinschaut, aber im Spielfluss geschieht dies eher selten. Schick ist auch, dass viele Häuser tatsächlich mit Leben und Einrichtung gefüllt sind, die man hört (Schreie, Stöhnen, Diskussionen, Streits,…) und sehen kann (durchs Fenster blicken) und nicht nur blosse Texturwände – noch cooler wäre es, wenn man auch in mehr Häuser hätte hineingehen können.
Gestört hat etwas die Tatsache, dass es immer dunkel ist, es gibt keine spielerische „Hetze“ sich eilen zu müssen, weil bald die Sonne aufgeht, man kann sich unterwegs also beliebig viel Zeit lassen. Dies ist der Spielmechanik geschuldet, nimmt aber etwas vom Vampir-Klischee-Reiz^^. Dieser wird aber eh gemildert, denn in vielen Texten von Büchern und Notizen erfährt der Vampir-Fan vielerlei Neues über Vampire, dass sich so eher selten in klassischen Horrorgeschichten wiederfindet.

Bewertung vom 29.05.2018
Schmidt 40882 - Drei Magier®, Der Geheimnisvolle Zaubersee, Kinderspiel

Schmidt 40882 - Drei Magier®, Der Geheimnisvolle Zaubersee, Kinderspiel


sehr gut

Review-Fazit zu „Der geheimnisvolle Zaubersee“, einem spannenden Kooperationsspiel.

[Infos]
für: 2-5 Spieler
ab: 5 Jahren
ca.-Spielzeit: 15min.
Autoren: Stefan Kloß und Anna Oppolzer
Illustration/Gestaltung: Rolf Vogt
Verlag: Schmidt Spiele (Drei Magier Spiele)
Anleitung: deutsch, englisch, französisch, italienisch
Material: sprachneutral


[Fazit]
Drei junge Magier flüchten mit ihrer Katze aus der gruseligen Burg Rabenfels und müssen nun über den Zaubersee hinüber gelangen, um dem bösen Zauberer zu entkommen.
Die Spieler helfen ihnen dabei, indem sie die Figuren in gemeinsamer Absprache von Seerosenblatt zu Seerosenblatt führen und so hoffentlich geschwind das rettende, gegenüberliegende Ufer erreichen. Doch der See ist verzaubert und so werden die kleinen Helden immer wieder von magischen Seerosenblättern festgehalten und können sich eine Runde lang nicht bewegen, ja manchmal werden sie sogar wieder zurück zum Burgufer gezogen. Zugleich nähert sich auch der böse Zauberer dem Burgufer und da hilft es nur die nicht minder magisch begabten Tiere auf und um den See herum um Hilfe zu bitten, denn diese können die Seerosen bezirzen und so den kleinen Magiern wieder die Bewegung ermöglichen.

Wie gewohnt bietet der Verlag erstklassiges Spielmaterial, liebevoll zielgruppengerecht gestaltet und erneut mit bewährtem Magnetsystem. Immer, wenn die Spieler sich gar nicht mehr bewegen können, werden die teil-magnetischen Seeplättchen gezogen und erneut unter dem See eingeschoben und somit die Spielfiguren bewegt, was optisch tatsächlich den tollen Effekt sich magisch bewegender Figuren darstellt. Nach Memory-Manier müssen dann die verdeckten Tierplättchen genommen werden, um die passende, geblockte, Seerose wieder freizugeben.
Für die Zielgruppe kleinerer Spieler samt Familienangehöriger^^ ist das Spiel ein Augenschmaus und bietet einen hohen Wiederspielreiz, da die See“reise“ sich immer wieder anders gestaltet.
Zugang und Ablauf sind entsprechend simpel und die Spielzeit beträgt maximal 15-20min., somit ergeben sich kurzweilige und eben sich gerne wiederholende Partien.

[Note]
5 von 6 Punkten.

Bewertung vom 28.05.2018
Die Quacksalber von Quedlinburg (Spiel)

Die Quacksalber von Quedlinburg (Spiel)


sehr gut

Review-Fazit zu „Die Quacksalber von Quedlinburg“, einem Plättchendeckbauspiel.

[Infos]
für: 2-4 Spieler
ab: 10 Jahren
ca.-Spielzeit: 45min.
Autor: Wolfgang Warsch
Illustration/Gestaltung: Dennis Lohausen
Verlag: Schmidt Spiele
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral

[Download: Anleitung]
dt.: ... (s. Infokasten)
engl.: ...

[Fazit]
In „DQvQ“ mischen und rühren die Spieler Heiltränke aller Art an und sammeln dafür Zutaten in Chipform. Diese werden rundenweise jeweils – von allen gleichzeitig – blind aus dem eigenen Stoffbeutel gezogen und in den eigenen Kessel gelegt, wobei die Werte der Chips die jeweiligen Abstände zwischen den abgelegten Chips vorgeben. So werden auf der spiralförmigen Leiste des Kessels immer weiter rentablere Zielfelder erreicht.

Interaktion gibt es keine, allerdings sind die Spieler auch durchgehend mit der Optimierung ihres Vorratsbeutels beschäftigt, so dass dies kaum auffällt, bis es mal evtl. zu einem Gleichstand bei den Bonibestimmungen kommt. Jede Runde werden die Tränke direkt gewertet und mögliche Boni (per Würfel) verteilt, Punkte vergeben und möglichst wertigere Zutatenchips gekauft. Davon hängt es schliesslich auch ab, wie viele „gute“ und gewinnbringende Zutaten ein Spieler aus dem Beutel zieht, es wird also quasi nach und nach ein Deck von besseren Zutaten „gebaut“.
Der Haken beim Trankbrauen sind nämlich die weissen Knallerbsen-Chips (-Zutaten), die den Kessel zum Explodieren bringen und damit den Trank ruinieren können, wenn zu viele von ihnen gezogen werden – jeder Spieler hat immer eine bestimmte Menge Knallerbsen im Zutatenbeutel und da hängt es vom Glück ab, welche man wann zieht bzw. ob mit anderen Zutaten ein Ausgleich geschaffen werden kann (z.B. um Knallerbsen wieder herausnehmen zu dürfen). Die ausliegenden Zaubertrankbücher geben – je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad unterschiedliche – Rezepturen vor, welche die Reaktionen (während des Zuges oder am Ende der Runde) der Zutaten erklären.

Der Spielzugang ist recht simpel und der Ablauf eingängig, so finden sich hier Gelegenheits- wie Familienspieler gleichermassen am Tisch zusammen, wie auch Vielspieler und Optimierungssüchtler, die Fortuna ein Schnippchen schlagen wollen^^. Das schön gestaltete und bunte Spielmaterial ist zudem sehr wertig und hebt die zauberhafte Atmosphäre zusätzlich an.
Die schon erwähnte mangelnde Interaktion fällt hier nicht besonders ins Gewicht, da auch alle meist gleichzeitig spielen und ein Spiel dauert max. 45min., welches ein zusätzlicher Grund für eine weitere Partie ist. Schliesslich will man auch gleich nochmal testen, mit welchen Zutaten man weiter kommt und bessere Resultate erzielt.
Die 9 Runden bieten hierzu genug Probiermöglichkeiten und sind so auch sehr schön ausbalanciert – alle paar Runden kommen auch bestimmte Ereignisse (neue Zaubertrankbücher, weitere Knallerbsen, u.a.) zum Tragen. Der Ehrgeiz im Trankbrau-Wettbewerb besser abzuschneiden sorgt somit für eine hohe Wiederspielwertigkeit und bestätigt die gelunge Spielidee und -mechanik!

[Note]
5 von 6 Punkten.


[Links]
BGG: ...
HP: ...
Ausgepackt: ...

[Galerie]
...

Bewertung vom 27.05.2018
Ganz schön clever (Spiel)

Ganz schön clever (Spiel)


sehr gut

Review-Fazit zu „Ganz schön clever“, einem raffinierten Knobelspiel.


[Infos]
für: 1-4 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 30min.
Autor: Wolfgang Warsch
Illustration/Gestaltung: Leon Schiffer
Verlag: Schmidt Spiele
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral

[Download: Anleitung]
dt.: ... (s. Infokasten)
engl., span., tschech.: ...

[Fazit]
„Gsc“ spielt in der gleichen Liga, wie „Qwixx“ oder „Noch mal!“ und funktioniert wunderbar für 1-4 Spieler, womit es sich durch die Solitär-Regel sogar von den beiden Erstgenannten absetzt.

Es gilt hier mit Würfelglück und geschickten Einträgen auf dem Punkteblatt die meisten Punkte zu ergattern. Dank des „Gsc“-eigenen Mechanismus‘ stehen dabei mehrere Möglichkeiten zur Wahl. Das Blatt ist in fünf Farbbereiche und einem Bonusfeld unterteilt, mit denen der Spieler kombinierend knobeln kann. Es darf (mit farbigen 6 Würfeln) insgesamt dreimal gewürfelt werden pro Zug, wobei letztlich drei Würfel für die Ablagen genutzt werden. Bei jedem Wurf entscheidet sich der Spieler in welchem Farbbereich er/sie ein Würfelergebnis einträgt bzw. ankreuzt und wirft danach die restlichen Würfel erneut, bis auf die, die im Wert niedriger waren, als der zuvor gewählte Würfel. Diese Würfel werden beiseite gelegt (auf ein „Silbertablett“) und stehen am Ende des Zugs den Mitspielern für einen Eintrag zur Verfügung.
Die Einträge müssen farblich passen, bieten aber Kombinationsmöglichkeiten, die es erlauben zugleich in anderen Farbbereichen vorwärts zu kommen. Wenn Reihen oder Spalten eines Bereiches gefüllt bzw. bestimmte Felder erreicht wurden, gibt es Boni, die der Spieler gleich nutzen kann (eben in anderen Bereichen weitere Felder markieren oder im Bonusfeld die Möglichkeit zum späteren erneuten Würfeln oder erneuten Nutzen eines Würfels).

Da alle Spieler an jedem Zug (indirekt) beteiligt sind, kommt keine Langatmigkeit auf – so denn kein Extremgrübler teilnimmmt^^ – und so spielt sich das bunte Würfelspiel i.d.R. locker-flockig von der Hand weg und bietet genug Motivation für mehrere Partien am Stück.
Die Anleitung ist übersichtlich strukturiert, liest sich aber gerade bei den Boni-Erklärungen etwas holprig, so dass man erst im Verlaufe einiger Spielrunden wirklich verinnerlicht, was diese genau zu bedeuten haben bzw. wie sie korrekt (und sinnvoll) eingesetzt werden; ansonsten sind Zugang und Ablauf angenehm. Dem Würfelglück oder -pech kann durch die diversen Eintrags-Möglichkeiten, bei entsprechender Voraussicht, gut entgegengewirkt werden und so ist „Gsc“ eben mehr ein Knobel-, denn Glücksspiel! Geeignet für ein breites Publikum an Spielinteressierten und mit recht kurzer Spielzeit deutet sich hier ein weiterer Klassiker in der Würfelszene an^^.

[Note]
5 von 6 Punkten.


[Links]
BGG: ...
HP: ...
Ausgepackt: n/a

[Galerie]
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Bewertung vom 20.05.2018
Sau-Mau-Mau (Spiel)

Sau-Mau-Mau (Spiel)


sehr gut

In diesem sau-spannenden Wettrennspiel müssen die Spieler erfolgreich auf Rennschweine wetten, um am Ende die meisten Punkte verdient zu haben.
Dazu werden einfach Karten im Mau Mau – Stil (Auslage muss nach Farbe oder Wert von der Kartenhand bedient werden) ausgespielt und mit dem evtl. Kartenwert die Schweine vorwärts bewegt. Sobald ein Schwein im Ziel ankommt oder ein Spieler keine Karten mehr auf der Hand hat, endet die laufende Runde und das Rennen wird ausgewertet.

Zugang und Spielablauf sind sehr simpel und jeder, der schon einmal die zahllosen Mau Mau – Varianten gespielt hat, wird sich sofort zurechtfinden. Die Idee hieraus ein Wettrennen zu machen ist so simpel, wie geschickt. Das knuffige Spielmaterial setzt dem ganzen dann noch die passende Atmosphäre oben drauf und schon könnte man meinen, ein vollkommen neues Spielerlebnis vor sich zu haben, so gut verzahnt sind die (einfachen) Mechaniken. Der Kehrseite der Medaille ist dabei jedoch, dass ein Spiel sehr schnell vorbei ist. Es kann zwar gelegentlich im Rennen so eingegriffen werden, dass es etwas spannender wird, wenn alle Schweine gleich auf liegen, aber i.d.R. sind die Spieler darauf erpicht in der Wettreihenfolge (anstatt eine Karte auszuspielen, kann man auch Karten nachziehen und nur dann eine Wettkarte auslegen) möglichst weit oben zu stehen (so erhält man die meisten Punkte) und daher wird ein einmal vorne liegendes Rennschwein präferiert und von allen vorgezogen – wenn die Karten passen. Andererseits spricht dies natürlich dafür, viele Partien hintereinander spielen zu können, in den Testrunden kam es aber gelegentlich vor, dass dies als zu schnell interpretiert wurde, da manche doch gerne „noch mehr“ gemacht hätten.
Dafür ist das Spiel aber auch nicht wirklich ausgelegt, da das Spielprinzip schon gar nicht dazu gedacht ist; es soll ein schnelles Familienspiel leichter Kost sein und dies erfüllt das Spiel voll und ganz und Spass macht es so oder so :).

[Note]
5 von 6 Punkten.


[Links]
BGG: ...
HP: ...
Ausgepackt: n/a

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Bewertung vom 16.05.2018
Zoch 601105103 - Schüttel's, Gesellschaftsspiel, Brettspiel

Zoch 601105103 - Schüttel's, Gesellschaftsspiel, Brettspiel


sehr gut

Review-Fazit zu „Schüttel’s“, einer gnomischen Punktehatz.

[Infos]
für: 2-6 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 30min.
Autoren: Bernhard Lach und Uwe Rapp
Illustration: Johannes Lott
Verlag: ZOCH
Anleitung: deutsch, englisch, französisch, italienisch
Material: sprachneutral

[Download: Anleitung]
dt., engl., frz., ital.: ... (s. Karteireiter „Downloads“)
dt., engl., frz., ital.: ...

[Fazit]
In diesem Familienspiel gilt es den faulen Gnomen zu helfen ihren Unterhalt zu verdienen. Da sie sich selbst nicht aufraffen können, müssen die Spieler als Zauberer her und die kleinen Wichte durch ordentliches Wachrütteln und Schütteln ins Spiel bringen :)!

Die Gnome sind als kleine Figuren aus einem Becher mit Bedacht herauszuschütteln (in den Auffangbehälter), um so festzustellen, ob der aktive Spieler dann seine persönlichen Gnom-Figuren auf den Arbeitsfeldern des Spielbrettes einsetzen darf, um dort dann Geld zu verdienen. Es gilt zuvor auch immer abzuwägen, ob neue „Arbeiter“ eingebracht werden sollten, oder ob man lieber die schon Eingesetzten den aktuellen Verdienst einstreichen lässt. Dies kann u.U. noch recht wenig sein, andererseits kann es passieren, dass die eigenen Gnome vom Arbeitsbereich verdrängt wurden, bis man wieder an der Reihe ist und somit gar nichts verdienen. Natürlich gewinnt, wer am Ende am meisten Geld einnehmen konnte.
Dazu können produzierte Güter noch veredelt werden, aber genauso gut auch zu Ramsch verkommen. Manche Arbeiter enden vllt. gar am Pranger, alles hängt vom Schüttel-Geschick und -Glück ab, ob und wie und wo die Gnome etwas einbringen^^.

Das spannende Glücksgefühl beim Schütteln ist schon einzigartig und so können sich auch gestählte Würfelglück-Veteranen wie kleine Lämmlein vorkommen, wenn einfach nicht die richtige Zahl an Gnomen herauspurzelt und es bleibt ein gewisser Zweifel zurück, ob man es nicht hätte besser machen können – hieraus zieht das Spiel auch seine Motivation es immer wieder zu probieren^^.
So kann sich zwar auch durchaus Freude mit Ärger abwechseln, aber bei den süß gestalteten Spielkomponenten verfliegt die negative Aura schnell^^.
Waren Geschick und Glück hold, kann auch taktisch vorgegangen werden, indem bestimmte Arbeitsfelder blockiert oder gemieden werden, zudem wollen die Mitspieler von rentablen Felder vertrieben werden^^. So niedlich das ganze herüberkommt, der Wettstreit ist doch offensichtlich und so sind die Arbeitsfelder immer gut umkämpft.
Insgesamt ist auch die Wiederholungsgefahr immer gleicher Abläufe, abgesehen von der generellen Mechanik, niedrig, da durch das zufällige Purzeln die Spielsituationen doch immer wieder anders sind.

So wird das Spiel auch gerne öfters auf den Tisch gebracht und erneut der geschickteste Becherhalter, äh, -schüttler gesucht^^. Eine simple Idee, schön aufgebohrt mit Workerplacement-Allüren, da darf man sich dazusetzen!

[Note]
5 von 6 Punkten.


[Links]
BGG: ...
HP: ...
Ausgepackt: n/a

[Galerie]
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Bewertung vom 15.05.2018
Zoch 601105121 - Rock the Bock, Gesellschaftsspiel, Kartenspiel

Zoch 601105121 - Rock the Bock, Gesellschaftsspiel, Kartenspiel


gut

Review-Fazit zu „Rock the Bock“, einem musikalischen Kartenschmaus.

[Infos]
für: 2-4 Spieler
ab: 7 Jahren
ca.-Spielzeit: 15min.
Autor: Christwart Conrad
Illustration: Marcin Piwowarski
Verlag: ZOCH
Anleitung: deutsch, englisch
Material: sprachneutral

[Download: Anleitung]
dt., engl.: ... (s. Karteireiter „Downloads“)
dt., engl.: ...

[Fazit]
In „RtB“ verwandeln sich die Spieler in tierische Musikliebhaber und versuchen ihre entsprechenden Handkarten geschickt auszuspielen, um an die begehrten Tickets für das Open Air – Konzert zu gelangen und die eigenen Tiere an den musikalischen Festivitäten teilhaben zu lassen.

Rundenweise liegt eine Ticketübersicht aus, die vorgibt, wieviele Tiere der jeweiligen Art überhaupt noch Zugang zu dem begehrten Ereignis haben und die Spieler legen in 2 Phasen Karten aus, mit denen sie bestimmen wieviele Tiere sich insgesamt darum bemühen. Nur der Spieler, der die meisten passenden Tiere ausspielt wird jedoch Tickets erhalten (Tierkarte = Punkte hierfür), wobei derjenige, der zuviele Tiere einbringen wollte leer ausgeht. Beeinflussen kann man seine Bemühungen noch durch Spezialkarten und so Tiere z.B. zu V.I.P.’s machen, die dann an einer eigenen Ticket-Schlange stehen. Generell muss man einfach gut abwägen, wie wohl die Mitspieler vorgehen werden, etwas Glück mit der richtigen Kartenhand haben und u.U. die Spezialkarten, wenn möglich, taktisch klug einsetzen, um am Ende die meisten Tiere insgesamt zum Konzert gebracht zu haben.

„RtB“ kommt mit sehr cool gestalteten Karten daher und macht, einmal die Abläufe verinnerlicht, durchaus Spaß. Leider ist die Anleitung unnötig kompliziert verfasst und die Mechanik anfänglich etwas holprig, so dass mancher Gelegenheitsspieler schon aussteigen mag. Wenn man dem ganzen aber eine etwas geduldigere Chance gibt, entfaltet sich nach einigen Runden ein schickes Spiel, welches dann auch zu weiteren Partien zu motivieren weiss.

[Note]
4 von 6 Punkten.


[Links]
BGG: ...
HP: ...
Ausgepackt: n/a

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Bewertung vom 14.05.2018
Menara (Spiel)

Menara (Spiel)


ausgezeichnet

Review-Fazit zu „Menara“, einem höchstspannenden Geschicklichkeitsspiel.

[Infos]
für: 1-4 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 10-60min.
Autor: Oliver Richtberg
Illustration: Sébastien Caiveau
Verlag: ZOCH
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral

[Download: Anleitung]
dt.: ... (s. Karteireiter „Downloads“)

[Fazit]
„Menara“ bringt nicht nur qualitativ hochwertiges und buntes Spielmaterial mit, sondern vor allem eine schicke neue Idee in das Genre der Turmbau-Spiele.

So gilt es für die Spieler die wackeligen Holzsäulen auf vorgegebene Plätze der Papp-Plattformen aufzustellen und sobald eine Mindestzahl Säulen steht, MUSS dort eine neue Plattform aufgelegt werden. Hierbei dürfen sich die Spieler absprechen und mit Hinweisen gegenseitig beim zitterfreien Platzieren^^ helfen, denn nur gemeinsam wird der Turm schliesslich fertiggestellt.
So kann auch durch Tausch mit der Auslage dafür gesorgt werden, dass für die Mitspieler farbig passende Säulen zur Verfügung stehen, da jeder seinen zugweise gezogenen Bauauftrag erfüllen muss und wenn dafür an anderer Stelle eine farblich passende Säule wieder weggezogen werden muss. Sollte einmal ein Teil des Turmes zusammenfallen, beendet dieser Einsturz das Spiel noch nicht, allerdings muss nun ein Stockwerk mehr gebaut werden – jedesmal pro „Unfall“.

„Menara“ erfindet hier das Genre-Rad nicht neu, bringt aber Spielideen mit ein, die den klassischen Mechanismus auffrischen und so auch für durchgehende Varianz bei erneuten Spielrunden sorgen. Wer sich nur annähernd mit Geschicklichkeitsspielen anfreunden kann, wird hier viele spassig-spannende Bauminuten verbringen und dazu quer durch die Spielergemeinschaft Mitspieler einladen können, da hier kein Veteranenstatus oder sonstige Einschränkungen vorliegen, „Menara“ ist wirklich für jedermann/frau geeignet :).

[Note]
6 von 6 Punkten.


[Links]
BGG: ...
HP: ...
Ausgepackt: n/a

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Bewertung vom 24.04.2018
Activity Hol den Horst (Spiel)

Activity Hol den Horst (Spiel)


sehr gut

Review-Fazit zu „Activity – Hol den Horst“, einer tollen Standalone-Erweiterung zum kultigen Partyspiel „Activity“.

[Infos]
für: 3-8 Spieler
ab: 16 Jahren
ca.-Spielzeit: 35min.
Autor: n/a
Illustration: n/a
Verlag: Piatnik
Anleitung: deutsch
Material: deutsch

[Download: Anleitung]
n/a

[Fazit]
„Horst“ ist der neue, beste Freund aller Activity-Fans. Mit „Horst“ werden Begriffe pantomimisch dargestellt und erklärt und die Teammitspieler (oder Gegner im Spiel zu Dritt) müssen die Lösung erraten, um zu punkten. Dazu werden vorgegebene Begriffe demonstriert und nur Hinweise a la „Wo ist Horst“ (Schwimmbad) oder „Was machen Horst und ich“ (Yoga) oder „Wofür benutze ich Horst“ (Handtuch) werden den Ratenden mitgegeben, der Rest obliegt der Kreativität des aktiven Spielers.

Mit ein wenig Anpassung läßt sich „Horst“ auch im „normalen“ Activity alternativ mitbenutzen, ansonsten ist diese Variante hier ein eigenständiges Spiel.
„Horst“ ist eine 1,50m aufblasbare Gummipuppe (ein Flicken wird mitgeliefert), die zugleich 440 Begriffe zum Raten mitbringt.

„Activity“-Fans werden diese Variante lieben, aber auch unbedarfte Spieler konnten nach anfänglicher Skepsis überzeugt werden (und gerade die waren dann auch am kreativsten^^) und so kann diese Edition bedenkenlos allen Ratefüchsen und Partyspielern wärmstens ans Herz gelegt werden. Die bisherigen Spielrunden wurden allesamt durchgehend von staunenden Augen und Lachern begleitet und nur in öffentlichen Umgebungen (Cafe, s. Fotos) muss man vllt. ein wenig Rücksicht nehmen *G*.

[Note]
5 von 6 Punkten.


[Links]
BGG: ...
HP: ...
Ausgepackt: n/a

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Bewertung vom 23.04.2018
Monsterstarker Glibber-Klatsch

Monsterstarker Glibber-Klatsch


sehr gut

Review-Fazit zu „Monsterstarker Glibberklatsch“, einem höchstspassigen Reaktionsspiel.

[Infos]
für: 2-4 Spieler
ab: 5 Jahren
ca.-Spielzeit: 15-20min.
Autor: Kai Haferkamp
Illustration: n/a
Verlag: Ravensburger
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral

[Download: Anleitung]
dt.: ...

[Fazit]
Bei diesem herrlichen Familienspass haben nicht nur die Kinder ihre Freude an den glitschig-klebrigen Händen. Mit diesen an einem kurzen Stiel befestigten Glibberhänden schlagen die Spieler nach den ausliegenden Pappmonstern, um ja das richtige zu erwischen und zu sich zu ziehen. Um welches Monster die Hatz beginnt, gibt die Drehscheibe vor – sollte das eigene Monster dran sein, patscht der entsprechende Spieler ausnahmsweise nach der ebenfalls ausliegende Mülltonne, während alle anderen versuchen das seine zu erwischen. Der jeweilige Sieger einer Glibberpatsch-Runde zieht seine Figur an der Punkteleiste ein Feld vor. Sollten sich zwei oder mehr Hände am gleichen Ziel verheddern, ziehen die beteiligten Spieler so lange vorsichtig an ihren Händen^^, bis sich alle, bis auf eine, vom Monster lösen.

Reaktionsgeschwindigkeit steht hier ganz oben auf der to-do-Liste^^, eine gute Hand-Augen-Koordination gehört ebenfalls dazu und das nötige Quentchen Glück kann auch nie schaden.
Dann aber macht das Spiel richtig Spass (auch ohne die genannten Fähigkeiten, die Siegchancen sind dann halt nur dezent geringer^^), auch den Erwachsenen! Die Gestaltung ist liebevoll gelungen und der Spielzugang ganz leicht. Die Materialqualität der Glibberhände ist gut, einfach leicht abspülen und Staub und Haare hindern den Glibber-Klebespass nicht mehr.
„MG“ konnte in verschiedenen Runden überzeugen und läßt sich als unterhaltsames Familienspiel empfehlen.

[Note]
5 von 6 Punkten.


[Links]
BGG: ...
HP: ...
Ausgepackt: n/a

[Galerie]
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