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Benutzername: CurlyGirl
Danksagungen: 504 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 875 Bewertungen
Bewertung vom 15.03.2019
Anthem (CIAB)

Anthem (CIAB)


gut

Wie Iron Man fliegen und kämpfen? Und dabei spannende Geschichten erleben und laufend neuen Loot kassieren? Das ist die Grundidee bei Anthem, einem sogenannten Loot-Shooter. Es wird geballert und geschossen, um den besiegten Feinden dann ihren Loot abzunehmen und dadurch selbst immer bessere Ausrüstung zu erhalten. Eine Motivation-Spirale, wie sie seinerzeit Diablo 1 auf den Markt brachte – „nur noch eben den Dungeon, den Boss, die Monsterhorde….“^^.


Die Hintergrund-Story ist dabei Bioware-typisch genial und opulent, leider aber findet sich davon nicht viel in der Spiel-Story, dem eigentlichen roten Faden, dem gefolgt wird. In dünnen Missionsgeschichten wird der Spieler hierhin und dorthin geschickt, um sich mit Söldnern und Monstern anzulegen, Gebiete zu kontrollieren, Personen aufzufinden und zu retten, usw.
Das wird auch recht schick präsentiert und Abwechslung ist durchaus gegeben, aber im Gesamtzusammenhang gibt es leider keine wirklichen „Brücken“, sprich, man kann nichts wirklich nach- oder mitspielen, was auf dem Planeten geschah oder nebenher geschieht. Dieser Mangel an Einfluss am Geschehen ist verpasstes Potential.


Sicherlich muss ein Loot-Shooter da auch keine Romane erzählen, aber wenn schon eine so imposante Hintergrund(!)geschichte geboten wird und man von den Erfindern sonst viel mehr gewohnt ist, enttäuscht dies doch etwas.

Lässt man dies aber aussen vor und stellt sich ganz auf die vielen Kurzgeschichten ein (die meist in sich abgeschlossen sind und für sich genommen durchaus Unterhaltungswert haben), wird viel Kurzweil geboten. Und dann kann man sich auch auf die Präsentation konzentrieren, denn diese ist bombastisch! Geniale, aufwendige, schöne Grafik, coole Animationen und Effekte, passende Sounds und gute Sprachausgabe, alles wunderbar und auf entsprechend leistungsfähigen Rechnern flüssig anzusehen.
Die Steuerung aber ist eher für Geduldsspieler bzw. Gamepad-Künstler, zu empfindlich ist die Fliegerei, da braucht es ruhige Händchen und konzentrierte Augen, um speziell in action-geladenen Szenen geschickt und vernünftig agieren zu können, um nicht überall anzurempeln oder an den Gegnern vorbei zu schiessen.


So sind derlei Missionen und Aktionen durchaus solo zu bewältigen, aber effektiver und spassiger ist es dann doch im Koop, mit 4er-Teams. Dann nämlich – entsprechende Absprachen bzw. Eingespieltheit vorausgesetzt – kracht und knallt es zielsicher im Quadrat^^ und die Aussen- wie Festungsmissionen lassen sich gut angehen.

Die Javelins genannten Kampfanzüge spielen sich sehr unterschiedlich und abwechslungsreich, da gilt es ebenfalls sich länger jeweils mit zu beschäftigen und zu üben, um die Möglichkeiten (schnelles Ausweichen, Bombenteppiche, Scharfschützen-Niveau, u.a.) korrekt und rechtzeitig einzusetzen. So ist dann ein evtl. Team auch besonders effektiv, wenn es sich aus verschiedenen Spielern (Anzügen) zusammensetzt.


Zwischen den Missionen wird immer wieder die Basis (Stadt) angeflogen. Dort gibt es neue Aufträge, Ausbau-Optionen für den Anzug und viele Gespräche mit NPCs, usw.
Unschön ist hier nur die ewige Warterei bei den Ladesequenzen, beim Betreten und Verlassen der Stadt, aber auch bei Missionsflügen, Festungen, etc. Da muss unbedingt noch nachgebessert werden!
Ansonsten gab es derweil ja schon viele Patches, die die ersten Release-Bugs und Nicklichkeiten in den Griff bekommen haben, aber Anthem wird noch länger eine, wenn auch an sich gut spielbare, Baustelle bleiben – zuviele Aufschreie gab und gibt es ja hier seitens der Community.

So bleibt vorerst ein fantastisch präsentierter Shooter, der seine Action-Sequenzen vor niemandem verstecken muss. Nur das Drumherum muss noch optimiert werden, viele Kleinigkeiten bis hin zu einer umfangreicheren „Erzähle“ wollen noch angegangen werden! Es sind zwar schon viele Updates und DLCs versprochen, aber bis dahin wird es für Schnell- und Vielspieler wohl weiterhin etwas zu meckern geben.

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Bewertung vom 02.03.2019
Hasbro E3037100 - Monopoly Geldregen, Familienspiel mit Geldblaster

Hasbro E3037100 - Monopoly Geldregen, Familienspiel mit Geldblaster


gut

Review-Fazit zu „Monopoly Geldregen“, einer action-geladenen Geldhatz.


[Infos]
für: 2 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: Xmin.
Autoren: n/a
Illustration: n/a
Verlag: HASBRO
Anleitung: deutsch, englisch, div.
Material: sprachneutral

[Download: Anleitung/Übersichten]
n/a

[Fazit]
Die klassische Bank aus Monopoly wird mobil in Form eines Blasters, der gefüllt mit Geldscheinen und Ereignissen, im Wohn- bzw. Spielzimmer abgefeuert die Scheine wild in der Luft verteilt.
Es gilt so viel einzusammeln, wie möglich und das so schnell es geht, denn alle grabschen gleichzeitig. Wenn der Vorrat aufgebraucht ist, gewinnt, wer am meisten Geld einsammeln konnte.

Die Geldscheine und Ereignis“scheine“ werden gemischt und in den Blaster gefüllt, der Blaster auf den Drehteller gestellt und selbiger angestossen. Der Spieler, auf den der Blaster nun zeigt, ist der Schütze, welcher nicht mit einsammeln kann. Der Schütze drückt dann einmal den Abzug (Blaster gen Decke gerichtet^^) – es kommt immer nur eine bestimmte Menge an Scheinen stossweise heraus – und alle anderen versuchen nun zugleich günstig im Geldregen zu stehen und alles aufzufangen. Ereignisse sollten getrennt vom Geld aufbewahrt und im richtigen Moment eingesetzt werden. Die Ereignisse sorgen für dezente Abwechslung, wenn Geld geklaut, getauscht oder sonst wie ausserhalb des Runde benutzt wird.

„MG“ ist ein nettes Hektiker-Spiel für Kids mit viel Bewegungspotential, wenn die Scheine überall hinfliegen – der Raum sollte nicht zu empfindlich möbliert sein *G*. Da der Blaster jede Runde erneut zufällig vergeben wird, ist auch niemand wirklich bevorteilt und die Ereignisse sorgen gelegentlich noch für überraschende Sieger kurz vor Ende.
Rundum also eine feine Spielerei mit Monopoly-Lizenz^^!

[Note]
4 von 6 Punkten.

Bewertung vom 01.03.2019
Hasbro E2281EU4 - Nerf Laser Ops AlphaPoint 2er Pack, LaserTag Blaster mit Licht- und Soundeffekten

Hasbro E2281EU4 - Nerf Laser Ops AlphaPoint 2er Pack, LaserTag Blaster mit Licht- und Soundeffekten


sehr gut

Review-Fazit zu „Nerf Laser Ops Pro AlphaPoint 2er Pack“, einem Action-Spielzeug.

[Infos]
für: 2 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: Xmin.
Autoren: n/a
Illustration: n/a
Verlag: HASBRO
Anleitung: deutsch, englisch, div.
Material: sprachneutral

[Fazit]
Von NERF kommt nun auch das Laser-Tag zu den Fans! Diese aus den USA bekannte Jagdspiel-Form lässt X Kontrahenten gegeneinander antreten und mit Lasern bzw. hier mit Infrarot, aufeinander „schiessen“ und punkten. Wer den Gegner zuerst alle Gesundheitspunkte „weggeballert“ hat, gewinnt die Runde. Getroffen wird dabei beim grossen Vorbild eine entsprechend mit Sensoren präparierte Weste, hier die Infrarot-Empfänger an der Spielzeugwaffe selbst. Die Reichweite ist recht hoch und reicht locker für größere Gärten, Spielstrassen und Zimmer und Gänge in Wohnungen oder Häusern. Die Zielgenauigkeit hängt dabei vom Schützen und der Action ab, in der sich die Mitstreiter natürlich laufend hektisch befinden – ausweichen, schiessen, rennen…!
10 Lebenspunkte stehen jedem zur Verfügung und die zugehörige LED gibt durch Farbveränderung von grün zu gelb zu rot rechtzeitig zu bedenken, Schutz zu suchen. Ebenfalls 10 Schuss können abgefeuert werden (gleichfalls durch entsprechende LED begleitet), bevor „nachgeladen“ werden muss – durch Schlag auf den Handgriffbolzen.
Beim Einschalten der „Waffe“ kann durch gleichzeitiges Drücken des Abzugs gewählt werden, ob in Teams gespielt wird oder jeder gegen jeden antritt.

Als Gimmick kommt noch die kostenlose App hinzu, welche es nicht nur erlaubt, die Waffe zu manipulieren (Namen vergeben, Einstellungen vornehmen), sondern in Team-Modi auch Turnier-Bedingungen, wie z.B. „Power Ups“ zu reglementieren und natürlich eine schicke Highscore-Liste zu verwalten.
Die App ist etwas gewöhnungsbedürftig und träge und verlangt ruhiges Herangehen, also weniger gut geeignet, um „in der Schlacht“, schnelle Änderungen vorzunehmen.

Die Smartphone-Halterung aus sehr stabilem Gummi-Material fasst das Gerät gut ein, dennoch sollte während der Action mit darauf geachtet werden, dass nun eben ein eigentlich doch empfindliches Gerät am Arm hängt, welcher nun nicht unbedingt beim Laufen und Verstecken gegen Türrahmen, Bäume oder Mauerversatzstücke schlacksen sollte! Die Halterung hält eben nur fest und bietet keinen Schutzschirm^^. Kinderarme könnte auch unter Umständen etwas zu dünn sein, um die Halterung am „herunterrutschen“ zu hindern, daher sollte vorher wirklich sichergestellt werden, dass diese auch gut und fest anliegt. Wer Haustiere hat, sollte die Gummihalterung von diesen fernhalten, denn sie zieht Haare magnetisch an.

Die „Pistolen“ geben auch schicke Sounds von sich und auch wenn man in der ersten Action, die selben noch zuordnen muss (Treffer, etc.), unterstützen sie das „Kampfgeschehen“ doch auf spielerisch herrliche Art und sind auch schön laut^^.

Rundum bieten die NERF Spielzeugwaffen wieder eine solide Qualität und Haltbarkeit, da kann viel Action passieren. Das „Schiessen“ funktioniert auch sehr gut und ob die zusätzlichen Gimmicks nötig sind – da man hier doch einen Teil der rasanten Action durch Aufpassen verliert -, muss jeder Spieler für sich selbst entscheiden bzw. einfach ausprobieren. Als Option sind diese sicherlich sehr schick und da sie hier inklusiv sind, warum nicht. Die „NERF Laser Ops Pro“ machen aber auch ohne viel Spass und lassen sich gut handhaben, nur, dass 4 AA Batterien pro „Waffe“ nötig sind, ist etwas happig.

[Note]
4 von 6 Punkten.

Bewertung vom 19.02.2019
The Mind (Spiel)

The Mind (Spiel)


gut

Review-Fazit zu „The Mind“, einem kooperativen (Gedanken-)Kartenspiel.


[Infos]
für: 2-4 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 15min.
Autor: Wolfgang Warsch
Illustration: Oliver Freudenreich
Verlag: NSV
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral


[Fazit]
Bei „The Mind“ sollen die Spieler, in Grundzügen ähnlich „The Game“, Karten mit Zahlen von 1-100 (zufällig verteilt und rundenweise immer mehr (1 Karte jeder, 2, 3, 4,…)) gemeinsam auf einen Ablagestapel legen, immer aufsteigend. Der Haken dabei ist, dass nicht gesprochen werden darf, es soll rein durch empathisches Miteinander erkannt/erfühlt/ersehen werden, wer wohl welche Kartenwerte auf der Hand hat. Und wenn es „eingespielt“ läuft, legt immer der Spieler – alle können gleichzeitig agieren! – zügig eine Karte ab, der die gerade passend Niedrigste hat, damit andere ihre offenbar oder vermutete Höherwertigere danach legen können. Klappt dies einmal nicht, verlieren die Spieler ein „Leben“, dürfen danach aber weitermachen. Auch gibt es Sonderkarten, die es stumm eingesetzt erlauben, dass alle Spieler ihre niedrigste Karte offenlegen, um so zu einer (erneuten) Einschätzung aller zu gelangen.

Ein merkwürdiges bis geniales Spiel, das sehr polarisiert. Je nach Spielgruppe, Besetzung bzw. anwesenden Personen funktioniert das Spiel mal so, mal so. Wertungsideen rangierten in den Testrunden von 1-5 Punkten, aber mit Tendenz zu der hier gewählten Wertung. Hat man die „richtigen“ Mitspieler gefunden und sich ein wenig eingespielt, kann tatsächlich ein transzendentales Miteinander entstehen^^ und man „fühlt“ quasi, was der oder die gleich ausspielen will/wird und kann sich entsprechend darauf einstellen. Als würde man über dem Spieltisch schweben und die Geister der Mitspieler vereinen sich und man „sieht“ alle Karten. Oder es ist purer Zufall und glückliches Händchen angesagt^^.
Wie auch immer, die Idee ist gelungen und die Motivation, wenn einem das Spielprinzip behagt, liegt wohl darin, die passenden Mitspieler zu finden oder im Umkehrschluss mit möglichst vielen, verschiedenen „Typen“ zu spielen, um verschiedene Spielerlebnisse zu verinnerlichen :)!

[Note]
4 von 6 Punkten.

Bewertung vom 19.02.2019
NSV 19908050 - Knister, Würfelspiel, Brettspiel, Familienspiel

NSV 19908050 - Knister, Würfelspiel, Brettspiel, Familienspiel


gut

Review-Fazit zu „Knister“, einem glücklichen Würfelspiel.

[Infos]
für: 1-12 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 15min.
Autor: Heinz Wüppen
Illustration: n/a
Verlag: NSV
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral


[Fazit]
Bei „Knister“ wird gewürfelt und Zahlen werden über drei Runden (à 25 Würfen) auf einem Punktezettel eingetragen, um schliesslich den Sieger zu ermitteln. Die Zahlen werden in einer Reihe, Spalte oder Diagonale des 5×5-Rasters eingetragen und es sollte versucht werden die Zahlen in Kombinationen (z.B. 3er, 5er, Full-House, Strasse (bekannt nach Kniffel oder Poker)) einzutragen.
Denn am Ende einer Runde werden die jeweiligen Eintragungen daran gemessen und entsprechend Punkte verteilt!

Alle spielen immer gleichzeitig und jeder für sich, was die Runden angenehm schnell ablaufen lässt – vertrauensvolles Zahleneintragen vorausgesetzt *G*.
„Knister“ macht Spass und dient, dank seiner Kurzweiligkeit und leichtem Zugang, wunderbar als Zwischendurchspiel :)!

[Note]
4 von 6 Punkten.

Bewertung vom 18.02.2019
Foppen (Spiel)

Foppen (Spiel)


sehr gut

Review-Fazit zu „Foppen“, einem etwas anderen Stichspiel.


[Infos]
für: 4-8 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 15min.
Autor: Friedemann Friese
Illustration: Harald Lieske
Verlag: 2F-Spiele
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral


[Fazit]
Die Neuauflage des 1995er Originals unterscheidet sich in erster Linie durch die erhöhte Spielerzahl (statt 3-6) und etwas vom Material her.
Gespielt wird es als Stichspiel, Farben bedienen oder abwerfen, nur sind hier die Stiche keine Punkte wert, sondern bescheren nur das Ausspielrecht. Wer in einem Stich die schlechteste Karte gespielt hat, bekommt den „Foppen“-Stein und muss die nächste Runde aussetzen – schlecht, denn man will als Ziel alle seine Karten möglichst schnell loswerden!
Am Ende einer Runde zählen dann die Werte der übrigen Handkarten als Minuspunkte, also gut aufpassen und mitspielen^^. Andererseits, wer laufend vermeintlich geschickt spielt und gut bedienen kann, wird schnell an den Punkt kommen, an dem die Kartenauswahl fehlt und Spieler, die viel passen mussten, können dann nochmal „auftrumpfen“. Rundum gilt es also durchgehend gut abzuwägen, andererseits spielt natürlich auch das Glück eine grosse Rolle.
Die Kartenfarben sind, je nach Spielerzahl, zudem in unterschiedlicher Stückelung vorhanden und machen somit ein „Kartenzählen“ interessant, mit dem man sich u.U. Vorteile im Spielverlauf verschaffen kann.

Regeln und Material sind absolut in Ordnung und somit ist „Foppen“ rundum ein sehr kurzweiliges, schnelles und amüsantes Spiel, welches sich wunderbar als Aufheizer, Lückenfüller und/oder Absacker eignet.

[Note]
5 von 6 Punkten.

Bewertung vom 18.02.2019
Futuropia (Spiel)

Futuropia (Spiel)


sehr gut

Review-Fazit zu „Futuropia“, einem utopischen Aufbauspiel.


[Infos]
für: 1-4 Spieler
ab: 12 Jahren
ca.-Spielzeit: 90min.
Autor: Friedemann Friese
Illustration: Harald Lieske
Verlag: 2F-Spiele
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral


[Fazit]
In „Futuropia“ sind die Spieler angehalten ihre Leben gänzlich zu geniessen und nichts mehr zu arbeiten. Alles was anfällt, sollen, wenn möglich, Roboter übernehmen und so gilt es hier sein kleines Utopia immer weiter auszubauen und dabei alle nötigen Ressourcen (Nahrund und Energie) durch Roboter erwirtschaften zu lassen, während die menschlichen Bewohner in ihren so sich selbstversorgenden Wohneinheiten das Nichtstun zelebrieren.

Um dieses hehre Ziel, dass niemand mehr arbeiten muss, als Erster zu erreichen, nutzen die Spieler rundenweise ihre 5 möglichen Aktionen und schaffen so neue Generatoren zur Nahrungs- oder Energieproduktion oder neue Wohneinheiten oder gar Roboter an. Bei jeder Anschaffung (per $) wird auch zugleich produziert bzw. verbraucht, so dass genau geschaut werden muss, wann genug Reserven vorhanden sind, um sich die jeweilige Neuanschaffung auch (anhand vorhandener Ressourcen, neue Anwohner wollen essen, Roboter benötigen Strom) leisten zu können.
Dies geht so lange, bis ein Spieler 25 Bewohner sein eigen nennt oder der letzte, teure Generator gekauft wurde.

Die Regeln sind erstaunlich (2F *G*) eingängig und der Spielablauf geht smooth von der Hand^^. Das Material ist gewohnt wertig, witzig und bunt gestaltet und passt gut zum Thema. Einzige kleine Auffälligkeit: die Rückseiten der Aktionsmarker sind bei allen Spielern gleichfarbig, deren Übersichtstafeln dagegen in Spielerfarben, das hätte man genauso anpassen sollen!
Die Kredite waren in den meisten Testspielen nie nötig und daher lagen die Marker nur rum, auch wenn man, je nach gewählter Strategie, mit wehenden Geldscheinen losstürmen und aufgenommene Kredite auch mit normalen Ressourcen zurückzahlen kann, hatten diese nie so den wirklichen Anreiz, da es auch immer möglich war, ohne diese auszukommen.
Die beiden inkludierten Varianten bringen etwas mehr Pepp ins Spielgeschehen, richten sich aber auch mehr an erfahrene Futuropianer :). Die Solitär-Variante macht ebenfalls Spass und entwickelt sich als feines Taktik-Puzzle.

Besondere Ereignisse oder Aktionen gibt es leider nicht, solche hätten noch etwas mehr Abwechslung ins Spiel bringen können. So sind lediglich die anzuschaffenden Generatoren oder Wohneinheiten unterschiedlich mit Arbeitsplätzen und Produktionskapazität bzw. Siegpunkten und Verbrauch versehen. Im Zuge des regelmäßigen Austauschs der Generatoren (es werden einfach immer bessere benötigt) macht die indirekte Interaktion auch einen Wettstreit um die ausliegenden Plättchen aus, ansonsten kann man „vor sich hin entwickeln“.
Durch die rundenweise Subventionsmöglichkeit kommt man mit etwas Planung selten in Geldnöten, daher strebt man sehr bald nach den Varianten, um das Spiel fordernder zu erleben.
Ansonsten ist „Futuropia“ ein feines, spassiges und schnelles Spiel, das gerne immer wieder mal auf den Tisch kommt und mit der Motivation lockt, die eigene utopische Kommune noch effektiver zu gestalten.

(Hinweis: Normalerweise dürfen nur insgesamt 8 Generatoren-Plättchen per Spieler ausliegen, was auch einen sehr wichtigen Grund hat, wie wir in einer Hausvariante feststellten…es gehen einfach die Roboter aus, wenn man nicht regelmässig recycelt^^!)

[Note]
5 von 6 Punkten.

Bewertung vom 08.02.2019
Saboteur - The Lost Mines (Spiel)

Saboteur - The Lost Mines (Spiel)


gut

Review-Fazit zu „Saboteur – The Lost Mines“, einer Brettspielvariante des bekannten Kartenspiels.

[Infos]
für: 3-9 Spieler
ab: 10 Jahren
ca.-Spielzeit: 30-60min.
Autor: Fréderic Moyersoen
Illustration: Alexander Jung
Verlag: Amigo Spiele
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral

[Fazit]
Nach 15 Jahren bekommt die „Saboteur“-Spielwelt nun ein Brettspiel geschenkt, welches sich sehr gut ins bekannte Spielgeschehen einfügt.

Auch hier müssen vom Startfeld weg die Minen erreicht werden und möglichst viel Gold einbringen. Dazu werden von den Handkarten Wege-Karten ausgelegt, die hoffentlich auf dem kürzesten Weg zum Schatz führen und dieser sollte möglichst nicht vom Drachen bewacht werden – die Minenkarten werden erst bei Erreichen umgedreht. Das Spielbrett gibt dabei Start- und Minenfelder vor und grenzt den Spielbereich etwas ein, was dazu führt, dass die Spieler sich eher ins Gehege kommen – teils wortwörtlich mit den Spielfiguren^^. Ein weiterer (kleiner) Vorteil, den Veteranen sicher zu schätzen wissen, es ist nun ganz klar ersichtlich, wo Start- und Zielfelder sind und das Schätzen und Probieren fällt flach, wo die Karten im richtigen Abstand zu liegen haben *G* – wegrutschen können die Karten aber auch hier noch.
Ein weiterer, wichtiger Unterschied, die Spieler spielen ja in Teams, die vorher ausgelost werden (können) und in ihren Teams entweder als loyaler Mitspieler oder Verräter mitspielen und hier kommt nun noch oder eigensüchtig raffgierige Zwerg hinzu – dies alles wird von den Spielern erst bei Spielende offenbart. Es gilt für sein Team die meisten Schätze zu sammeln, wohingegen der egoistische Zwerg alles für sich behält und nichts teilt und der Verräter seinen Anteil dem gegnerischen Team überlässt! 2 Partien sollen entscheiden, wer schlussendlich die meisten Schatzpunkte (in Chipform) einsammeln konnte.

Unterwegs gibt es natürlich auch wieder reichlich Hindernisse, in Form von Sackgassen oder irreführenden Wegen, Fallen, Blockaden und Monstern sowie hilfreiche Felder, wie das Camp, welches dem Beuscher Feuer unter’m Hintern macht und ihn 5 statt 3 Felder laufen läßt^^. Den Hindernissen kann mit entsprechenden Aktionskarten von der Hand entgegengewirkt werden, sofern vorhanden. Ebenfalls via Aktionskarten können auch heimlich Informationen über die Minen oder die Mit- und Gegenspieler gesammelt werden.
Material und Anleitung sind ebenfalls gelungen und so kann auch mit dieser Bluff-Legespiel-Variante der Verlag trumpfen, denn die bewährte Spielmechanik greift auch beim Brettspiel und fängt alle Fans wieder ein^^. Auch besonders geeignet für große Spielrunden (bis 9 Spieler), die leichtere Kost suchen.

[Note]
4 von 6 Punkten.