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Benutzername: CurlyGirl
Danksagungen: 516 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 890 Bewertungen
Bewertung vom 19.02.2019
The Mind (Spiel)

The Mind (Spiel)


gut

Review-Fazit zu „The Mind“, einem kooperativen (Gedanken-)Kartenspiel.


[Infos]
für: 2-4 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 15min.
Autor: Wolfgang Warsch
Illustration: Oliver Freudenreich
Verlag: NSV
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral


[Fazit]
Bei „The Mind“ sollen die Spieler, in Grundzügen ähnlich „The Game“, Karten mit Zahlen von 1-100 (zufällig verteilt und rundenweise immer mehr (1 Karte jeder, 2, 3, 4,…)) gemeinsam auf einen Ablagestapel legen, immer aufsteigend. Der Haken dabei ist, dass nicht gesprochen werden darf, es soll rein durch empathisches Miteinander erkannt/erfühlt/ersehen werden, wer wohl welche Kartenwerte auf der Hand hat. Und wenn es „eingespielt“ läuft, legt immer der Spieler – alle können gleichzeitig agieren! – zügig eine Karte ab, der die gerade passend Niedrigste hat, damit andere ihre offenbar oder vermutete Höherwertigere danach legen können. Klappt dies einmal nicht, verlieren die Spieler ein „Leben“, dürfen danach aber weitermachen. Auch gibt es Sonderkarten, die es stumm eingesetzt erlauben, dass alle Spieler ihre niedrigste Karte offenlegen, um so zu einer (erneuten) Einschätzung aller zu gelangen.

Ein merkwürdiges bis geniales Spiel, das sehr polarisiert. Je nach Spielgruppe, Besetzung bzw. anwesenden Personen funktioniert das Spiel mal so, mal so. Wertungsideen rangierten in den Testrunden von 1-5 Punkten, aber mit Tendenz zu der hier gewählten Wertung. Hat man die „richtigen“ Mitspieler gefunden und sich ein wenig eingespielt, kann tatsächlich ein transzendentales Miteinander entstehen^^ und man „fühlt“ quasi, was der oder die gleich ausspielen will/wird und kann sich entsprechend darauf einstellen. Als würde man über dem Spieltisch schweben und die Geister der Mitspieler vereinen sich und man „sieht“ alle Karten. Oder es ist purer Zufall und glückliches Händchen angesagt^^.
Wie auch immer, die Idee ist gelungen und die Motivation, wenn einem das Spielprinzip behagt, liegt wohl darin, die passenden Mitspieler zu finden oder im Umkehrschluss mit möglichst vielen, verschiedenen „Typen“ zu spielen, um verschiedene Spielerlebnisse zu verinnerlichen :)!

[Note]
4 von 6 Punkten.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 19.02.2019
NSV 19908050 - Knister, Würfelspiel, Brettspiel, Familienspiel

NSV 19908050 - Knister, Würfelspiel, Brettspiel, Familienspiel


gut

Review-Fazit zu „Knister“, einem glücklichen Würfelspiel.

[Infos]
für: 1-12 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 15min.
Autor: Heinz Wüppen
Illustration: n/a
Verlag: NSV
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral


[Fazit]
Bei „Knister“ wird gewürfelt und Zahlen werden über drei Runden (à 25 Würfen) auf einem Punktezettel eingetragen, um schliesslich den Sieger zu ermitteln. Die Zahlen werden in einer Reihe, Spalte oder Diagonale des 5×5-Rasters eingetragen und es sollte versucht werden die Zahlen in Kombinationen (z.B. 3er, 5er, Full-House, Strasse (bekannt nach Kniffel oder Poker)) einzutragen.
Denn am Ende einer Runde werden die jeweiligen Eintragungen daran gemessen und entsprechend Punkte verteilt!

Alle spielen immer gleichzeitig und jeder für sich, was die Runden angenehm schnell ablaufen lässt – vertrauensvolles Zahleneintragen vorausgesetzt *G*.
„Knister“ macht Spass und dient, dank seiner Kurzweiligkeit und leichtem Zugang, wunderbar als Zwischendurchspiel :)!

[Note]
4 von 6 Punkten.

Bewertung vom 18.02.2019
Foppen (Spiel)

Foppen (Spiel)


sehr gut

Review-Fazit zu „Foppen“, einem etwas anderen Stichspiel.


[Infos]
für: 4-8 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 15min.
Autor: Friedemann Friese
Illustration: Harald Lieske
Verlag: 2F-Spiele
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral


[Fazit]
Die Neuauflage des 1995er Originals unterscheidet sich in erster Linie durch die erhöhte Spielerzahl (statt 3-6) und etwas vom Material her.
Gespielt wird es als Stichspiel, Farben bedienen oder abwerfen, nur sind hier die Stiche keine Punkte wert, sondern bescheren nur das Ausspielrecht. Wer in einem Stich die schlechteste Karte gespielt hat, bekommt den „Foppen“-Stein und muss die nächste Runde aussetzen – schlecht, denn man will als Ziel alle seine Karten möglichst schnell loswerden!
Am Ende einer Runde zählen dann die Werte der übrigen Handkarten als Minuspunkte, also gut aufpassen und mitspielen^^. Andererseits, wer laufend vermeintlich geschickt spielt und gut bedienen kann, wird schnell an den Punkt kommen, an dem die Kartenauswahl fehlt und Spieler, die viel passen mussten, können dann nochmal „auftrumpfen“. Rundum gilt es also durchgehend gut abzuwägen, andererseits spielt natürlich auch das Glück eine grosse Rolle.
Die Kartenfarben sind, je nach Spielerzahl, zudem in unterschiedlicher Stückelung vorhanden und machen somit ein „Kartenzählen“ interessant, mit dem man sich u.U. Vorteile im Spielverlauf verschaffen kann.

Regeln und Material sind absolut in Ordnung und somit ist „Foppen“ rundum ein sehr kurzweiliges, schnelles und amüsantes Spiel, welches sich wunderbar als Aufheizer, Lückenfüller und/oder Absacker eignet.

[Note]
5 von 6 Punkten.

Bewertung vom 18.02.2019
Futuropia (Spiel)

Futuropia (Spiel)


sehr gut

Review-Fazit zu „Futuropia“, einem utopischen Aufbauspiel.


[Infos]
für: 1-4 Spieler
ab: 12 Jahren
ca.-Spielzeit: 90min.
Autor: Friedemann Friese
Illustration: Harald Lieske
Verlag: 2F-Spiele
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral


[Fazit]
In „Futuropia“ sind die Spieler angehalten ihre Leben gänzlich zu geniessen und nichts mehr zu arbeiten. Alles was anfällt, sollen, wenn möglich, Roboter übernehmen und so gilt es hier sein kleines Utopia immer weiter auszubauen und dabei alle nötigen Ressourcen (Nahrund und Energie) durch Roboter erwirtschaften zu lassen, während die menschlichen Bewohner in ihren so sich selbstversorgenden Wohneinheiten das Nichtstun zelebrieren.

Um dieses hehre Ziel, dass niemand mehr arbeiten muss, als Erster zu erreichen, nutzen die Spieler rundenweise ihre 5 möglichen Aktionen und schaffen so neue Generatoren zur Nahrungs- oder Energieproduktion oder neue Wohneinheiten oder gar Roboter an. Bei jeder Anschaffung (per $) wird auch zugleich produziert bzw. verbraucht, so dass genau geschaut werden muss, wann genug Reserven vorhanden sind, um sich die jeweilige Neuanschaffung auch (anhand vorhandener Ressourcen, neue Anwohner wollen essen, Roboter benötigen Strom) leisten zu können.
Dies geht so lange, bis ein Spieler 25 Bewohner sein eigen nennt oder der letzte, teure Generator gekauft wurde.

Die Regeln sind erstaunlich (2F *G*) eingängig und der Spielablauf geht smooth von der Hand^^. Das Material ist gewohnt wertig, witzig und bunt gestaltet und passt gut zum Thema. Einzige kleine Auffälligkeit: die Rückseiten der Aktionsmarker sind bei allen Spielern gleichfarbig, deren Übersichtstafeln dagegen in Spielerfarben, das hätte man genauso anpassen sollen!
Die Kredite waren in den meisten Testspielen nie nötig und daher lagen die Marker nur rum, auch wenn man, je nach gewählter Strategie, mit wehenden Geldscheinen losstürmen und aufgenommene Kredite auch mit normalen Ressourcen zurückzahlen kann, hatten diese nie so den wirklichen Anreiz, da es auch immer möglich war, ohne diese auszukommen.
Die beiden inkludierten Varianten bringen etwas mehr Pepp ins Spielgeschehen, richten sich aber auch mehr an erfahrene Futuropianer :). Die Solitär-Variante macht ebenfalls Spass und entwickelt sich als feines Taktik-Puzzle.

Besondere Ereignisse oder Aktionen gibt es leider nicht, solche hätten noch etwas mehr Abwechslung ins Spiel bringen können. So sind lediglich die anzuschaffenden Generatoren oder Wohneinheiten unterschiedlich mit Arbeitsplätzen und Produktionskapazität bzw. Siegpunkten und Verbrauch versehen. Im Zuge des regelmäßigen Austauschs der Generatoren (es werden einfach immer bessere benötigt) macht die indirekte Interaktion auch einen Wettstreit um die ausliegenden Plättchen aus, ansonsten kann man „vor sich hin entwickeln“.
Durch die rundenweise Subventionsmöglichkeit kommt man mit etwas Planung selten in Geldnöten, daher strebt man sehr bald nach den Varianten, um das Spiel fordernder zu erleben.
Ansonsten ist „Futuropia“ ein feines, spassiges und schnelles Spiel, das gerne immer wieder mal auf den Tisch kommt und mit der Motivation lockt, die eigene utopische Kommune noch effektiver zu gestalten.

(Hinweis: Normalerweise dürfen nur insgesamt 8 Generatoren-Plättchen per Spieler ausliegen, was auch einen sehr wichtigen Grund hat, wie wir in einer Hausvariante feststellten…es gehen einfach die Roboter aus, wenn man nicht regelmässig recycelt^^!)

[Note]
5 von 6 Punkten.

Bewertung vom 08.02.2019
Saboteur - The Lost Mines (Spiel)

Saboteur - The Lost Mines (Spiel)


gut

Review-Fazit zu „Saboteur – The Lost Mines“, einer Brettspielvariante des bekannten Kartenspiels.

[Infos]
für: 3-9 Spieler
ab: 10 Jahren
ca.-Spielzeit: 30-60min.
Autor: Fréderic Moyersoen
Illustration: Alexander Jung
Verlag: Amigo Spiele
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral

[Fazit]
Nach 15 Jahren bekommt die „Saboteur“-Spielwelt nun ein Brettspiel geschenkt, welches sich sehr gut ins bekannte Spielgeschehen einfügt.

Auch hier müssen vom Startfeld weg die Minen erreicht werden und möglichst viel Gold einbringen. Dazu werden von den Handkarten Wege-Karten ausgelegt, die hoffentlich auf dem kürzesten Weg zum Schatz führen und dieser sollte möglichst nicht vom Drachen bewacht werden – die Minenkarten werden erst bei Erreichen umgedreht. Das Spielbrett gibt dabei Start- und Minenfelder vor und grenzt den Spielbereich etwas ein, was dazu führt, dass die Spieler sich eher ins Gehege kommen – teils wortwörtlich mit den Spielfiguren^^. Ein weiterer (kleiner) Vorteil, den Veteranen sicher zu schätzen wissen, es ist nun ganz klar ersichtlich, wo Start- und Zielfelder sind und das Schätzen und Probieren fällt flach, wo die Karten im richtigen Abstand zu liegen haben *G* – wegrutschen können die Karten aber auch hier noch.
Ein weiterer, wichtiger Unterschied, die Spieler spielen ja in Teams, die vorher ausgelost werden (können) und in ihren Teams entweder als loyaler Mitspieler oder Verräter mitspielen und hier kommt nun noch oder eigensüchtig raffgierige Zwerg hinzu – dies alles wird von den Spielern erst bei Spielende offenbart. Es gilt für sein Team die meisten Schätze zu sammeln, wohingegen der egoistische Zwerg alles für sich behält und nichts teilt und der Verräter seinen Anteil dem gegnerischen Team überlässt! 2 Partien sollen entscheiden, wer schlussendlich die meisten Schatzpunkte (in Chipform) einsammeln konnte.

Unterwegs gibt es natürlich auch wieder reichlich Hindernisse, in Form von Sackgassen oder irreführenden Wegen, Fallen, Blockaden und Monstern sowie hilfreiche Felder, wie das Camp, welches dem Beuscher Feuer unter’m Hintern macht und ihn 5 statt 3 Felder laufen läßt^^. Den Hindernissen kann mit entsprechenden Aktionskarten von der Hand entgegengewirkt werden, sofern vorhanden. Ebenfalls via Aktionskarten können auch heimlich Informationen über die Minen oder die Mit- und Gegenspieler gesammelt werden.
Material und Anleitung sind ebenfalls gelungen und so kann auch mit dieser Bluff-Legespiel-Variante der Verlag trumpfen, denn die bewährte Spielmechanik greift auch beim Brettspiel und fängt alle Fans wieder ein^^. Auch besonders geeignet für große Spielrunden (bis 9 Spieler), die leichtere Kost suchen.

[Note]
4 von 6 Punkten.

Bewertung vom 07.02.2019
Hochspannung (Kartenspiel)

Hochspannung (Kartenspiel)


gut

Review-Fazit zu „Hochspannung“, einem Rechenwettbewerb.

[Infos]
für: 2-6 Spieler
ab: 10 Jahren
ca.-Spielzeit: 20min.
Autor: Maureen Hiron
Illustration: Antje Stephan
Verlag: Amigo Spiele
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral


[Fazit]
Und wieder gilt es seine Karten als Erster los zu werden, doch hier muss nun fleissig gerechnet werden. Beginnend mit 4 Handkarten – im Laufe des Spiels kann auf beliebig viele Karten vom eigenen, verdeckten Stapel nachgezogen werden – und einer ausliegenden Karte, müssen die Spieler alle gleichzeitig die ausliegende Multiplikationsaufgabe flink kopfrechnen und dann eine passende Karte ablegen, welche wiederum eine neue Mal-Aufgabe vorgibt. Passend sind Karten, die in ihren „Ecken“ Zahlen vorweisen, die in der Lösung vorkommen (Bsp.: ausliegende Karte gibt „4×7“ vor, dies ist gleich „28“ und es dürfen Karten abgelegt werden, die eine „2“ oder „8“ in ihrer Ecke haben).

Hier muss also schnell gerechnet werden und da man sich meist im zweistelligen Bereich bewegt, wird die Lösung in der Regel schon „gesehen“, ohne wirklich rechnen zu müssen. Aber es gilt immer noch schneller die eigene Karte abzulegen, als die Mitspieler und so kann es in der andauernden Hektik durchaus vorkommen, dass die simpelsten Aufgaben zu unüberwindbaren Hindernissen werden, wenn die Hand-Augen-Rechenoperations-Koordination nicht schnell genug mitzieht *G*. Da kann es auch schon mal zu bockenden Mitspielern kommen, wenn manches Kopfrechengenie an allen vorbeifliegt^^. Je nach Spielrunde also nicht zu ernst nehmen und einfach eine neue Partie beginnen, denn einmal im Fluss, rechnet es sich wie von selbst bzw. die Karten fliegen nur so Richtung Tischmitte.

Das Spiel kann sogar mit dem Vorgänger „Unter Spannung“ kombiniert werden und so für weitere, hektisch-grausam-lustige Rechenverzweiflung sorgen, wenn nun noch Addition und Subtraktion hinzukommen :).

[Note]
4 von 6 Punkten.

Bewertung vom 07.02.2019
LAMA (Kartenspiel)

LAMA (Kartenspiel)


sehr gut

Review-Fazit zu „L.A.M.A.“, einem lässigen Kartenspiel.

[Infos]
für: 2-6 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 20min.
Autor: Reiner Knizia
Illustration: Rey Sommerkamp und Barbara Spelger
Verlag: Amigo Spiele
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral


[Fazit]
Schnell alle Karten loswerden…kein originell neues Konzept, aber hier fein umgesetzt. Jeder versucht pro Runde seine 6 Handkarten abzuwerfen, dabei darf auf den Ablagestapel nur eine Karte mit gleichen Wert (1-6) oder Wert+1. Liegt eine „6“ aus, darf dort nur ein Lama drauf^^ und auf Lamas nur Lamas oder eine „1“! Eine Runde endet, wenn ein Spieler als Erster alle Karten ablegen konnte oder alle Spieler ausgestiegen sind – alternativ zum ewigen Kartennachziehen, wenn man nicht bedienen kann, denn bei Rundenende hagelt es Minuspunkt für verbliebende Karten.
Sobald ein Spieler 40 (oder X bei Hausregeln) Minuspunkte in Chip-Form vor sich liegen hat, ist das Spiel zu Ende und es gewinnt, wer die wenigsten Minuspunkte hat.

Die bunten Karten und die „L.A.M.A.“’s sind sicherlich austauschbar, aber das Spielprinzip macht immer noch Laune und eignet sich für jedwede Spielrunde, die nach locker-leichter Kost sucht.
Die Überlegung zwischendrin auch einfach mal auszusteigen hat etwas für sich, denn lieber mit 2-3 Karten auf der Hand wenige Minuspunkte kassieren, als durch Nachziehen 20 Karten zu halten, wenn dann jmd. „plötzlich“ Schluss macht^^. Also ruhig auch die Kartenhand der Mitspieler beobachten und auf Fortuna hoffen.
Nettes Kartenspiel für zwischendurch, dass in jede Amigo-Kartensammlung gehört!

[Note]
5 von 6 Punkten.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 26.01.2019
Feuerland - Ein Fest für Odin: Die Norweger, 1. Erweiterung

Feuerland - Ein Fest für Odin: Die Norweger, 1. Erweiterung


sehr gut

Review-Fazit zu „Ein Fest für Odin: Die Norweger“, einer Erweiterung zum grandiosen Grundspiel.

[Infos]
für: 1-4 Spieler
ab: 12 Jahren
ca.-Spielzeit: 30-120min.
Autoren: Gernot Köpke und Uwe Rosenberg
Illustration: Dennis Lohausen
Verlag: Feuerland Spiele
Anleitung: deutsch
Material: deutsch

[Fazit]
Mit dieser Erweiterung wird das tolle Grundspiel (s. Review) nun noch mehr abgerundet und verfeinert. Es gibt einige Änderungen an der Basis und viele Zusätze, die das ohnehin spielenswerte Spiel nochmals aufwerten!
Die Wikingerstämme haben sich durch viele Partien hindurch geschlagen und bewährt und suchen nun nach neuen Herausforderungen am Horizont und so kommen gleich 4 neue, doppelseitige Inseltafeln ins Spiel, die neue Möglichkeiten zum taktischen Puzzlen bieten und mit überarbeiteten Versionen der Grundinseln auch die überarbeiteten Modifikationen unterstützen – somit werden also eigentlich acht „neue“ Inseln geboten. Neue Lande bringen auch neue Rohstoffe, hier neue Tiere (Pferde und Schweine) sowie neue Kräuter, Werkzeuge, Nahrung, Gebäude, Berg“streifen“ und Sondermarken. Ausserdem erhält nun jeder Spieler zu Beginn einen eigenen Handwerksschuppen, den es nur je einmal im Spiel gibt und die neuen Rohstoffe aufnimmt sowie evtl. zusätzliche Puzzle-Boni-Flächen enthält.

Das allein macht schon viel her, aber die erwähnten Änderungen bringen zudem ein Odin v2.0 auf den Tisch. Die große Aktionstafel ist drei modularen Tafeln gewichen und so kann das Spiel nun der Spielerzahl besser angepasst werden (und vor allem dafür gesorgt werden, dass sich die Spieler mehr „ins Gehege kommen“^^) und obendrein gibt es eine neue (zusätzliche) Spalte für die „letzten“ Arbeiterfiguren (Wikinger), d.h. diese Spalte wird immer nur als letzte Aktion genutzt und bietet Neues für die Jagd (Elche) und den Viehmarkt (Verarbeitung der Schweine), Diebstahl zur See und weitere Aktionsfelder für den Wochenmarkt, die Ausbildung, das Handwerk, dem Markt und den Handel. Darüber hinaus wurden andere, bekannte Aktionsfelder leicht modifiziert oder gar ausgetauscht.
Eine weitere, kleine aber feine, Änderung ist, dass man eine Berufkarte auch für Siegpunkte abwerfen kann, anstatt sie in sein Spiel zu „zwingen“, dadurch gibt es etwas mehr Wettstreit, um die Siegpunktmarker. Auch das Solo-Spiel profitiert von den Änderungen, da es nun noch ein Stückchen herausfordernder wird.

Schick ist ausserdem, dass für die vielen neuen Plättchen auch gleich eine weitere (dritte) Aufbewahrungsbox beigelegt wurde, so dass man wieder alles schön einsortieren kann^^.

Rundum also durchweg für alle Fans des Grundspiels zu empfehlen und es wurden überdies schon weitere Erweiterungen (Dänen, Schweden,…) angedeutet, somit kann das verspielte Odin-Universum hier gerne noch weiterwachsen.

[Note]
5 von 6 Punkten.

Bewertung vom 25.01.2019
Ein Fest für Odin (Spiel)

Ein Fest für Odin (Spiel)


ausgezeichnet

Review-Fazit zu „Ein Fest für Odin“, einem taktischen Aufbauspiel.

[Infos]
für: 1-4 Spieler
ab: 12 Jahren
ca.-Spielzeit: 120min.
Autor: Uwe Rosenberg
Illustration: Dennis Lohausen
Verlag: Feuerland Spiele
Anleitung: deutsch
Material: deutsch

[Fazit]
In diesem Wikinger-Workerplacementspiel gilt es Ressourcen herzustellen und zu verfeinern, mit ihnen zu handeln und sein Gebiet geschickt auszubauen und am Ende die meisten Siegpunkte zu generieren. Vorausschauend müssen hierbei Rohstoffe verwaltet werden, damit zudem jede Runde das Fest für Odin, ein großes Festmahl, ausgerichtet werden kann und damit die eingesetzten Arbeiter ernährt werden können. Ferne Inseln unterstützen dazu mit weiteren „Einnahmen“, wenn sie denn erreicht werden können und als weiteres Hauptziel muss das eigene Heimatgebiet mit gefertigten Gütern bestückt werden, um die aufgedruckten Minuspunkte zu überdecken – dadurch wird der Anteil des eigenen Stamms simuliert, der zur Entwicklung beiträgt. Dies geschieht durch unterschiedlich zu erhaltene Puzzleplättchen, welche dann so platziert werden, dass sie nicht nur Minuspunkte überdecken sollten, sondern zudem auch vorhandene Boni aktivieren.

Das ganze verläuft über 6 bzw. 7 Runden (Jahre) mit je 12 Phasen und bietet so eine enorme Komplexität und Vielzahl an möglichen Optionen, die dem Spiel eine extrem hohe Wiederspielbarkeit bestätigen, da es unmöglich ist, alles in einer Partie zu verinnerlichen und auszuprobieren. Allein schon die zufällig verteilten Startkarten sind in ihrer Gesamtanzahl so groß, dass selbst bei Vollbesetzung dutzende Partien nötig wären, diese alle kennen zu lernen^^. Man kann seine Vorgehensweise und gedachten Taktiken jedes Mal komplett neu überdenken, wenn gewollt, und so in jeder Partie einen für sich komplett neuen Verlauf erleben, eben je nach eigen gesetztem Ziel bzw. dem Weg dorthin.
Der Kern, der Workerplacement-Part, bietet darüber hinaus ein ‚Fest für Grübler‘ *G*, denn so viele Möglichkeiten (Jagd, Hausbau, Seefahrt, Ausbau, Fertigungen, u.v.m.) wollen durchdacht und beachtet werden, dass der Neuling hier fast schier überfordert ist – noch ein Grund für mehrere Partien^^. Und das beste dabei ist, dass alles auch wunderbar verzahnt ist und entsprechend ausbalanciert funktioniert. Der Taktik- versus Glücksanteil liegt bei ca. 90 zu 10, die Interaktion ist relativ mau, da man sich kaum ins Gehege kommt, abgesehen von besetzten Aktionsfeldern – aber das stört nicht, da man eh permanent mit dem eigenen Stamm beschäftigt ist.

Es ist ratsam bei neuen Spielbesetzungen einen guten Erklärbären dabei zu haben und sich Zeit zu nehmen – Video-Tutorials aus dem Internet schaden hier ausnahmsweise auch nicht für einen ersten Überblick. Auch wenn die Anleitung an sich gut geschrieben ist, gibt es doch manche Passagen, die erstmal gespielt werden wollen, um sie richtig zu verstehen.
Das immense Spielmaterial ist wertig produziert und sieht thematisch hübsch aus – es sind auch gleich Aufbewahrungsboxen beigefügt, welche dringend benötigt werden, um der vielen Plättchen Herr zu werden.

Der werte Autor^^ hat sich hier wieder selbst übertroffen und ein Ungetüm von Spiel geschaffen – ganz im positiven Sinne -, welches, einmal verinnerlicht, viele, viele Spielstunden Spass und Motivation bietet und das in jeder Besetzungsgröße! Auch die Solo-Variante bringt viel fordernde Spielfreude und wurde gut eingebaut.
„EFfO“ darf in keiner Spielesammlung fehlen, wenn auch nur die kleinste Neigung zu komplexen Taktik-, Aufbau-/Optimierungs- und Workerplacement-Spielen besteht!

[Note]
6 von 6 Punkten.

Bewertung vom 21.01.2019
Top Trumps, Guinness World Records - Die 30 unglaublichsten Gaming-Weltrekorde (Spiel)

Top Trumps, Guinness World Records - Die 30 unglaublichsten Gaming-Weltrekorde (Spiel)


gut

Review-Fazit zu „Top Trumps – Die 30 unglaublichsten Gaming-Weltrekorde“, einem Trumpfspiel.

[Infos]
für: 2-X Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 20min.
Autor: n/a
Illustration/Gestaltung: n/a
Verlag: Winning Moves
Anleitung: deutsch
Material: deutsch


[Fazit]
Dieses Quartett von Top Trumps bringt den Spielern Rekorde aus dem berühmt-berüchtigten Guinness Buch der Weltrekorde auf Spielkarten näher und zwar rund um das Thema „Gaming“. Darunter finden sich dann so unglaubliche Rekorde, wie z.B. „die älteste Streaming-Gamerin“, „das schnellste, BLINDE Durchspielen von Super Mario World“, „die höchste Punktzahl bei Angry Birds“, „der größte Videogame-Controller“, „der größte, selbstgebaute Gameboy“, u.v.a. wieder.

Die Karten zeigen Fotos der Rekordhalter bzw. des Rekords und neben den Namen bzw. Titeln und einem beschreibenden, wissenswerten Info-Text, natürlich die Attribute. Als Attribute werden hier: „Rekordjahr“, „Schwierigkeitsgrad“, „Verrücktheit“ und der „Top Trumps – Faktor“ aufgelistet. Die Gestaltung der Karten ist von klassischer Qualität und zeigt alles gut übersichtlich zum Spielen an.

Gespielt wird üblicherweise um die höheren Werte eines bestimmten Attributs, dass der aktive Spieler laut benennt und die Mitspieler mit ihrer obersten Karte vergleichen müssen. Wer hier den höchsten Wert vorweisen kann, bekommt alle aktuellen Karten und beginnt eine neue Runde.

Griffigkeit und Qualität der Karten sind in Ordnung und somit bringt TT hier ein weiteres, gut umgesetztes Trumpfspiel für alle Sammler der Reihe!

[Note]
5 von 6 Punkten.