Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: CurlyGirl
Danksagungen: 519 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 891 Bewertungen
Bewertung vom 06.05.2019
Trüberbrook (PC)

Trüberbrook (PC)


gut

In diesem liebevoll gestalteten Point’n’Click-Adventure gerät der Protagonist Tannhauser im Deutschland der 1960er in dubiose Abenteuer, als er sich auf die Suche nach seinen gestohlenen Thesenpapieren macht. Aus Amerika herübergeflogen, wollte er nur seinen gewonnenen Aufenthalt in dem verschlafenen Nest Trüberbrook geniessen, stattdessen aber ist er schon am ersten Tag gleich auf Achse mit der hilfsbereiten Anthropologin Gretchen, herauszufinden, wer seine Arbeit über Quantenphysik gestohlen hat.

Die Welt in Trüberbrook wurde von den Entwicklern in Form echter Modelle und fleissiger Handarbeit erstellt, digitalisiert und nachcoloriert, die Figuren wurden dann hineinkopiert.
Dadurch bekommt das Spiel einen sehr eigenen Charme. Die Darstellungen sind so sehr hübsch gelungen, abgesehen von den meisten Figuren, die auch eher als eigentümlich mit speziellem Charme daherkommen^^.
Die Steuerung ist für Veteranen gewohnt intuitiv und nach bekanntem Schema eingebettet, einfach mit der Maus über alle interessanten Punkte fahren und dann per aufpoppbarem Kontext(icon)menü die gewünschte Aktion ausführen (anschauen, benutzen, etc.)! Anklickbare Objekte erhalten einen leicht leuchtenden Rahmen, wenn der Mauszeiger sie berührt.
Die Sounds sind treffend und für die vielen Text-Sprachausgaben wurden reichlich prominente Sprecher engagiert, die ihren Job allesamt gut erledigen – wenn auch mancher Profi manchmal etwas desinteressiert bzw. „nicht bei der Sache“ [in der Stimme] wirkt (Nora Tschirner).

Die Story [bleibt hier spoilerfrei!] wärmt den Spieler mit einer kurzen Rätseleinlage auf, in der gezeigt wird, wie Gretchen in das Dorf gelangt und warum sie noch da ist.
Der Hauptdarsteller schliesslich reist (am nächsten Tag?) mit dem Bus an und fragt selbigen Fahrer, obwohl dieser schon wieder weg ist, wie weit es noch zum Dorf ist und wandert dann den einzigen sichtbaren Weg entlang ins Dorf^^. Dort angekommen, gibt es noch nicht viel Gelegenheit sich umzuschauen, da nach dem Einchecken in der örtlichen Pension die Nacht einbricht und da auch gleich geisterhaft die Unterlagen gestohlen werden. Nun geht’s los…

Das Adventure entwickelt sich klassisch langsam mit den ersten kleinen Rätseleinlagen, um dann nach und nach richtig in Fahrt zu kommen und die teils sehr coolen Skripte abzurollen – bei deren Niederschreiben sich die Entwickler reichlich Mühe gaben und auch viel Slapstick, in Anlehnung an vielerlei Klassiker, mit einbauten. So ist die Geschichte durchaus spannend, aber auch sehr amüsant und stellenweise, genre-typisch, abgedreht. So auch die Rätsel und Knobeleien, seltenst wirklich schwer oder gar unfair, aber i.d.R. ein „Hingrübler“ (im Sinne von „Hingucker“ *G*), die Einsteiger und Gelegenheitsspieler durchaus beschäftigen werden. Die Spiellänge ist dabei angenehm gewählt und kann von Profis in wenigen Stunden zwar gelöst, dabei aber auch genossen werden.
Manche Überraschung wird der Spieler auch erleben und durch die feine Atmosphäre schön durch das Spiel getragen – manchem hie und da vllt. etwas dröge, aber nie wirklich lahm!
So bleibt ein interessantes Erlebnis in vergangenen Zeiten, mit viel Wendung und Irrsinn, Spannung und Spaß und auch erinnerungswürdigen Momenten :)!

Wertung:
Spielspaß: 4 von 6 Punkten.

Daten:
Plattform: PC
USK: 6
Publisher: HEADUP Games

Bewertung vom 01.05.2019
Metro Exodus

Metro Exodus


ausgezeichnet

Ein grandioses Feuerwerk an Spannung, Motivation und teils gruseliger Action wartet hier auf den geneigten Metro-Fan wie auch auf Neueinsteiger. Gerade die werden sich auch kaum wundern, was sich alles am Spielverlauf verändert hat und einfach die quasi offene Welt geniessen und sich den Abenteuern und Aufgaben hingeben, die am laufenden Band geboten werden!

Der Spieler erlebt die ca. erste halbe Stunde zwar wie in allen Vorgängern in düsteren Untergrund-Gängen und -räumlichkeiten, doch sehr bald schon geht es dauerhaft an die Oberfläche und damit fortan durch die offene Welt und derer verschiedenster Beschaffenheit in Flora und Fauna. Teils wunderschöne Landstriche und teils schrecklich mutierte Gestalten geben sich hier fast immer die Hand und als Spieler muss man sowohl vor den Gefahren der verstrahlten Welt aufpassen, als auch darauf achten, nicht einfach in den astrein gestalteten Grafiken zu versinken.

Währenddessen entfaltet sich die Geschichte bzw. deren roter Faden zunächst langsam und dann immer rasanter, wenn unser Held und seine Gruppe Überlebender die tausende Kilometer lange Reise quer durch Russland, per Zug, unternimmt, auf der Suche nach dem Punkt, an dem sich die Menschen erneut und vor allem friedlich niederlassen können, ohne Strahlung und Monster.

Auf den Missionen ist man meist alleine unterwegs, ab und an aber helfen die Gefolgsleute, je nach Storypunkt oder -verlauf. Lange allein bleibt man aber generell selten, denn es streunen reichlich mutierte Monster umher, genauso wie Banditen, Sektenmitglieder, abtrünnige Soldaten, u.v.m.
Oft gilt es da geschickte Wege zu wählen, um in eine taktisch günstige Position zu gelangen oder um die Gegner schlicht zu umschleichen. Vielen Kämpfen kann man aber doch nicht ausweichen und da hilft es dann die richtige Ausrüstung gefunden bzw. entsprechend modifiziert zu haben. Die Gegner verhalten sich oft sehr schlau, da hilft wildes Ballern nicht viel, aber gelegentlich stehen sie auch recht dümmlich herum, wie Schiessbuden. Die KI ist eher scriptabhängig, aber auf keinen Fall die Dümmste^^, es schwankt halt (Gegner-KI teils zu gut, teils zu schwach –> Gegner teilweise „hinterhergespawnt“).

Was dem geneigten Beobachter sonst etwas mürrisch auffällt, ist, dass die Gesichtsanimationen nicht immer zur Sprachausgabe passen – nicht nur Übersetzungsbedingt, einfach von der gesamten Mimik her. Sonst gibt es nicht viel zu schimpfen, dafür ist das Spiel insgesamt einfach zu genial^^. Nur noch die gelegentliche Ungenauigkeit bei „Ereignis“-Punkten, wenn es z.B. gilt eine Draisine zu besteigen und man 100% den vorgegebenen Punkt finden muss, um heraufzuklettern, sonst läuft man ewig drumherum und findet den „Zugang“ nicht. Schade auch, dass verpasste Nebenmissionen (weil gerad zu weit weg oder „wichtigeres“ anstand) später nicht aufrufbar sind (kein Missionstext, der nochmal erzählt, wo man hin müsste, etc.)!

Aber rundherum – und hier wurde extra auf story-genaue Details verzichtet, um nicht zu spoilern^^ – bietet das Spiel viele Stunden gute, brachiale, aufregende, unerwartete, schöne und spannende Unterhaltung, so dass man immer nur noch „eben die eine Mission“ machen bzw. schnell noch zu dem einen Punkt hinkommen will …und zack, schon sind wieder 2 Stunden vergangen :)!
Atmosphäre, Detailverliebtheit, Grafik, Sound, Storyausführlichkeit, alles ist super umgesetzt und kurzweilig gelungen. Man merkt wie viel Arbeit und wohl auch Herzblut die Entwickler in diesen neuesten Teil investiert haben, gerade auch, weil sich doch einiges geändert hat (weniger Horror, offene Welt,…) im Vergleich zu den sonst so ausschliesslich düsteren Vorgängern.
Mutig wurde hier gecodet und designt und wenn man sich den Erfolg am Markt anschaut, wurde dies auch gerechtfertigt belohnt, so dass auch hier das Fazit nur heissen kann: kaufen, wenn noch nicht geschehen!


Wertung:
Spielspaß: 6 von 6 Punkten.

Daten:
Plattform: PC (Epic Games)
USK: 18
Publisher: 4A Games

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.04.2019
Hasbro E6603100 - Monopoly Fortnite Edition

Hasbro E6603100 - Monopoly Fortnite Edition


weniger gut

Review-Fazit zu „Monopoly Fortnite“, einem Mix aus Monopoly und Ego-Shooter.

[Infos]
für: 2-7 Spieler
ab: 13 Jahren
ca.-Spielzeit: Xmin.
Autoren: n/a
Illustration: n/a
Verlag: HASBRO
Anleitung: deutsch
Material: deutsch

[Fazit]
Erstmal sieht es aus wie ein normales Monopoly-Spiel, wären da nicht die vielen und sehr bunten Pappfiguren. Wozu 20+ Figuren, wenn doch nur bis zu 7 Spieler teilnehmen können?
Hier kommt der erste MMO-Gedanke aus der PC-/Video-Spielewelt, denn online will man sich von anderen Spielern abheben und legt generell Wert auf Aussehen und Optik, daher gibt es hier eben so viele Figuren zur Auswahl, so dass hoffentlich jeder etwas für sich findet :)!
Und weiter geht es in diesem Spiele-Mix, denn anders als beim klassischen Monopoly sammelt man hier „Strassen“ komplett kostenlos – die Orte aus dem milliarden-umsatz-trächtigen Online-MMO-Shooter werden grafisch schick dargestellt – und wenn ein Gegenspieler auf diese „Strasse“ kommt, muss er keine Miete bezahlen, sondern erleidet Schaden! Die Spieler starten so auch nicht mit Geld, sondern mit Lebenspunkten und wer als Letzter noch über Lebenspunkte verfügt, während alle anderen ausgeschieden sind, gewinnt^^.

Es wird dazu reihum normal gewürfelt und die eigene Figur entsprechend vorwärts gezogen, allerdings nur mit einem Zahlenwürfel, der zweite Würfel ist ein Aktionswürfel, der nach dem Bewegen zum Einsatz kommt und u.a. Spieler in Sichtweite (selbe Spielbrettlängsseite) Schaden zufügen kann, den aktiven Spieler heilt oder Mauern auf den Spielfeldern entstehen lässt, die ankommende Spieler einmalig blockieren. Schatztruhen können auch gefunden werden (als Pendant zu den Ereignis-Karten), deren Inhalt den Spielern weitere Vorteile bescheren können, wie z.B. den Gegnern noch mehr Schaden zuzufügen oder sich komplett zu heilen, u.v.a.
Damit es auch zügig vorangeht, zieht ein Sturm mit den Spielern mit – im Online-Spiel wird so dafür gesorgt, dass niemand lange an einem vermeintlich sicheren Ort verweilt und u.U. auf Lauer liegt, sondern alle immer in Bewegung sind, sonst sterben sie, wenn der Sturm sie einholt – und blockiert so nach und nach viele Spielfelder, die den Spielern dann ebenfalls Schaden zufügen.

Wären nicht die vielen, teils schadenfreudig-lustigen Ereigniskarten und „Ausrüstungen“, könnte man dem Spiel nur schicke Optik attestieren und ansonsten als einen gescheiterten Klon zwischen zwei Welten, die einfach nicht zusammengehören ansehen. Im Spiel hat man immer wieder das Gefühl, dass eben keine von beiden Welten richtig beim Spieler ankommt, es ist kein wirklicher (Brettspiel-)Shooter und schon gar kein Monopoly. Aber mit dem richtigen Karten- und Würfelglück und interessierter Besetzungsrunde, kann das Mix-Spiel dennoch (fiesen) Spass machen.

[Note]
3 von 6 Punkten.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.04.2019
Forbidden Sky (Spiel)

Forbidden Sky (Spiel)


sehr gut

Review-Fazit zu „Forbidden Sky“, einem kooperativen Wettlauf- und Knobelspiel.


[Infos]
für: 2-5 Spieler
ab: 10 Jahren
ca.-Spielzeit: 60min.
Autoren: Matt Leacock
Illustration: C. B. Canga
Verlag: Schmidt Spiele
Anleitung: deutsch
Material: deutsch


[Fazit]
Die schwebende Forschungsstation Kopernikus-07 ist in Gefahr zerstört zu werden, da ein verheerender Sturm auf sie zuzieht und schon die Vorläufer vieles unbrauchbar machen. So auch das letzte Shuttle zur Evakuierung der letzten verbliebenden Besatzungsmitglieder.
Die Spieler müssen diesen nun kooperativ helfen, die vergessene Versorgungsrakete zu finden und in Betrieb zu nehmen, bevor der Sturm die Station vollends erreicht.

Es gilt nun, in guter Absprache, dafür zu sorgen, dass niemand von der Plattform gefegt oder von Stromschlägen getroffen wird, während gemeinsam nach dem Raketenstartplatz Ausschau gehalten wird und dort dann die Stromkreise durch geschickten Leitungsbau geschlossen werden, damit endlich gestartet und geflohen werden kann.
Dazu ziehen die Spieler über die Plattformplättchen, welche nach und nach angelegt werden und erkunden diese, um so evtl. einen Windschutz, Blitzableiter oder gar Ausrüstung zu finden. Dabei können sie auch ihre, jeweils speziellen, Fähigkeiten einsetzen, um sich gegenseitig zu helfen.
Wurde der Raketenstartplatz gefunden, wird dort die Rakete abgestellt und es kann begonnen werden die Leitungen zu legen, hierbei müssen die Metallverbindungen einen geschlossenen Kreis bilden, damit schlussendlich der Strom fliessen und die Rakete starten (wildes Blinken und Motorengeräusche kommen auf^^) kann und damit das Spiel gewonnen wird.
Auch hier muss sich wieder gut abgesprochen werden, damit die Leitungen logisch verlegt werden und vor allem die Entfernungen passen.
Zwischendrin spielt das Wetter wegen des Sturms immer wieder verrückt (durch Karten ausgelöst) und es hagelt grobe Windstösse und Blitzschläge, die die Spieler im wahrsten Sinne umhauen. Wenn auf die Weise ein Spieler seine gesamten Lebenspunkte verliert oder das Seil „reisst“, mit dem sich die Spieler an die Station notfalls klammern, endet das Spiel vorzeitig. Ansonsten wird gewonnen, wenn bei Raketenstart alle Spieler an Bord sind.

Das Spiel kommt sehr schick daher, auch wenn man sich an manche Regelerklärung dezent (durch erste Spielrunden) gewöhnen muss und auch das Zusammenfügen der Leitungen will mit etwas Geduld angegangen werden. Aber einmal „im Spiel drin“, verläuft es sehr kurzweilig und abwechslungsreich.
Der kooperative Gedanke steht sehr im Mittelpunkt, daher sollten die Spieler dies mögen und entsprechend mitspielen, sonst werden u.U. Leitungen fehlgebaut oder ein Spieler stürzt einsam und verlassen von der Station. Da es aber keine hektischen Zeitvorgaben gibt, können sich die Spieler hier in Ruhe absprechen.
Das Spielmaterial trägt viel zur Atmosphäre bei und die Story-Idee ist auch sehr fein (in die Spielmechanik) integriert. Ein Wiederspielwert ist durch den zufälligen Plattformbau, die vielen Karten und den wählbaren Schwierigkeitsgrad (Blaupausen-Vorgaben bestimmen, welche Stromleitungsteile zur Verfügung stehen und gebaut werden müssen!) mehr als gegeben.
Rundum also ein Spiel für Gelegenheits- bis Vielspieler je nach Gusto und Besetzungsrunde, aber auf jeden Fall ein richtiger Hingucker mit grossen „Probier“-Potential!

[Note]
5 von 6 Punkten.

Bewertung vom 18.04.2019
Die Tavernen im Tiefen Thal (Spiel)

Die Tavernen im Tiefen Thal (Spiel)


sehr gut

Review-Fazit zu „Die Tavernen im tiefen Thal“, einem schnieken Diceplacement-Spiel.


[Infos]
für: 2-4 Spieler
ab: 12 Jahren
ca.-Spielzeit: 60min.
Autoren: Wolfgang Warsch
Illustration: Dennis Lohausen
Verlag: Schmidt Spiele
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral


[Fazit]
Nach den leicht umständlichen Spielvorbereitungen (vieles will für spätere Module aussortiert werden), liegen die Tavernen-Tableaus vor den Spielern und wollen nun im Spielverlauf mit wechselnden Gästen und reichlich Flüssigbrot versehen werden.
Das Ziel die meisten Punkte erhalten zu haben, wird nämlich durch eine gut ausgewogene und reibungslos verlaufende Kneipenwirtschaft ermöglicht. Das heisst, die Spieler müssen schauen, wann sie welche Angestellte zusätzlich anheuern oder temporär aktivieren, auf welche Gäste sie sich konzentrieren, ob es mehr Tische braucht und ob das Bierlager ausgebaut werden soll und/oder der Zulieferer öfters kommt, u.v.m.
Gehandhabt wird dies alles von den Spielern (bis auf 2 Phasen immer gleichzeitig) mit Würfeln, welche rundenanfänglich, per draft, herumgegeben und einzeln behalten werden. Diese dienen dann dazu, sie auf den Aktionsfeldern zu platzieren und diese dynamisch auszulösen. Damit wird u.a. Geld verdient, Bier erhalten oder auf der Klosterleiste (f. Extra-Boni) fortgeschritten.
Mit dem Geld wird die Taverne aufgewertet (Kartenkauf für neue Angestellte, weitere Tische, Lagerausbau, etc.) und mit dem Bier die Gäste zufriedengestellt.

Nach 8 Runden endet das kurzweilige Spiel und es zeigt sich, wer am geschicktesten geplant hat.
Der Spielzugang und -verlauf sind aber genehm einfach und zügig gehalten und das gesamte, wertige Spielmaterial lässt auch in die Kneipenatmosphäre eintauchen.
Die 4 zusätzlichen Module (welche aufeinander aufbauen) bringen den erfahrenen Spielern immer wieder neue Aufgaben und durch diese erneute Abwechslung auch reichlich Motivation für weitere Partien mit.
Die Spielidee ist pfiffig, die Mechanik bewährt und so können sich Spielinteressierte jeder couleur mit an den Tisch setzen und Spass haben. Der Wettstreit bleibt fair, da keine wirklichen Interaktionen stattfinden, aber ebenso wenig kommt distanzierte Langeweile auf, weil schon immer beobachtet und gewusst werden will, was die anderen so machen bzw. vorhaben.
Die Spieldauer beträgt ungefähr eine Stunde und bis alles erfahren und ausprobiert wurde, gehen sicherlich bis zu 15 Partien ins Land und je nach Besetzung ist auch dann noch nicht Schluss für das Probieren neuer Herangehensweisen.. Insgesamt wird also ein großzügiges Paket vieler Spielstunden geboten.

[Note]
5 von 6 Punkten.

Bewertung vom 18.04.2019
Overload (Spiel)

Overload (Spiel)


sehr gut

Review-Fazit zu „Overload“, einem flinken Wettlaufspiel.

[Infos]
für: 3-5 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 30min.
Autoren: Wolfgang Riedl
Illustration: Leon Schiffer
Verlag: Schmidt Spiele
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral

[Fazit]
Bei diesem Wettrennen geht es darum seine Figuren möglichst zügig und mit viel (Punkte-)Scheiben beladen ins Ziel zu bringen, um mit einer vorgegebenen Gesamtpunktzahl schliesslich zu gewinnen.
Auf eine Figur können 8 Scheiben gesteckt werden, danach ist sie „überladen“ (und muss zum Startfeld zurück). Am Startfeld muss vor dem Würfeln immer bestimmt werden, mit wie vielen Scheiben man starten möchte (wird es vergessen, wird nackig vorgezogen^^), schliesslich gilt es ja möglichst viele Punkte (Scheiben) ins Ziel zu bringen.
Der Haken ist nur, dass immer, wenn eine Figur von einer anderen Figur überholt wird, sie automatisch eine weitere Scheibe aus dem Vorrat aufgesteckt bekommt. Landet eine Figur auf einem besetzten Feld, kann der aktive Spieler entscheiden, ob er bei der/den anderen eine Scheibe klaut oder hinzufügt (von der eigenen Figur).
So muss also mit dem glücklichen Würfeln und voranziehen umgegangen werden, um sich nie zu überladen, aber doch mit möglichst vielen Scheiben ins Ziel zu gelangen – mit voller Ladung (8 Scheiben) gibt es übrigens 4 Bonuspunkte, sonst pro Scheibe 1 Punkt.

Das Spiel ist herrlich locker und schnell gespielt und bietet viel (Schaden-)Freude und ein klein wenig (abschätzende) Knobelei bei lustig buntem Spielmateriel und leicht verständlichen Regeln.
Die „Vorratsschale“ für die Scheiben ist etwas umständlich zusammenzustecken und wirkt, trotz dickerer Pappe, nicht ganz so toll, was dem Spielspass aber keinen Abbruch tut. Ansonsten kann man das Spiel auch nur empfehlen, für die Familie und alle Leichtkost-Fans :)!
Als Alternative kann der Parcours auch mit der Rückseite gespielt werden, um mehr Herausforderung zu bieten, denn da gibt es dann noch besondere Felder, die Scheiben klauen können, die Figur zwingen sich weiter vor- oder zurück zu bewegen, u.a., was sich nach einigen Runden des normalen Spielens durchaus anbietet für noch mehr Spielspass^^.

[Note]
5 von 6 Punkten.

Bewertung vom 15.03.2019
Anthem [Code In Der Box]

Anthem [Code In Der Box]


gut

Wie Iron Man fliegen und kämpfen? Und dabei spannende Geschichten erleben und laufend neuen Loot kassieren? Das ist die Grundidee bei Anthem, einem sogenannten Loot-Shooter. Es wird geballert und geschossen, um den besiegten Feinden dann ihren Loot abzunehmen und dadurch selbst immer bessere Ausrüstung zu erhalten. Eine Motivation-Spirale, wie sie seinerzeit Diablo 1 auf den Markt brachte – „nur noch eben den Dungeon, den Boss, die Monsterhorde….“^^.


Die Hintergrund-Story ist dabei Bioware-typisch genial und opulent, leider aber findet sich davon nicht viel in der Spiel-Story, dem eigentlichen roten Faden, dem gefolgt wird. In dünnen Missionsgeschichten wird der Spieler hierhin und dorthin geschickt, um sich mit Söldnern und Monstern anzulegen, Gebiete zu kontrollieren, Personen aufzufinden und zu retten, usw.
Das wird auch recht schick präsentiert und Abwechslung ist durchaus gegeben, aber im Gesamtzusammenhang gibt es leider keine wirklichen „Brücken“, sprich, man kann nichts wirklich nach- oder mitspielen, was auf dem Planeten geschah oder nebenher geschieht. Dieser Mangel an Einfluss am Geschehen ist verpasstes Potential.


Sicherlich muss ein Loot-Shooter da auch keine Romane erzählen, aber wenn schon eine so imposante Hintergrund(!)geschichte geboten wird und man von den Erfindern sonst viel mehr gewohnt ist, enttäuscht dies doch etwas.

Lässt man dies aber aussen vor und stellt sich ganz auf die vielen Kurzgeschichten ein (die meist in sich abgeschlossen sind und für sich genommen durchaus Unterhaltungswert haben), wird viel Kurzweil geboten. Und dann kann man sich auch auf die Präsentation konzentrieren, denn diese ist bombastisch! Geniale, aufwendige, schöne Grafik, coole Animationen und Effekte, passende Sounds und gute Sprachausgabe, alles wunderbar und auf entsprechend leistungsfähigen Rechnern flüssig anzusehen.
Die Steuerung aber ist eher für Geduldsspieler bzw. Gamepad-Künstler, zu empfindlich ist die Fliegerei, da braucht es ruhige Händchen und konzentrierte Augen, um speziell in action-geladenen Szenen geschickt und vernünftig agieren zu können, um nicht überall anzurempeln oder an den Gegnern vorbei zu schiessen.


So sind derlei Missionen und Aktionen durchaus solo zu bewältigen, aber effektiver und spassiger ist es dann doch im Koop, mit 4er-Teams. Dann nämlich – entsprechende Absprachen bzw. Eingespieltheit vorausgesetzt – kracht und knallt es zielsicher im Quadrat^^ und die Aussen- wie Festungsmissionen lassen sich gut angehen.

Die Javelins genannten Kampfanzüge spielen sich sehr unterschiedlich und abwechslungsreich, da gilt es ebenfalls sich länger jeweils mit zu beschäftigen und zu üben, um die Möglichkeiten (schnelles Ausweichen, Bombenteppiche, Scharfschützen-Niveau, u.a.) korrekt und rechtzeitig einzusetzen. So ist dann ein evtl. Team auch besonders effektiv, wenn es sich aus verschiedenen Spielern (Anzügen) zusammensetzt.


Zwischen den Missionen wird immer wieder die Basis (Stadt) angeflogen. Dort gibt es neue Aufträge, Ausbau-Optionen für den Anzug und viele Gespräche mit NPCs, usw.
Unschön ist hier nur die ewige Warterei bei den Ladesequenzen, beim Betreten und Verlassen der Stadt, aber auch bei Missionsflügen, Festungen, etc. Da muss unbedingt noch nachgebessert werden!
Ansonsten gab es derweil ja schon viele Patches, die die ersten Release-Bugs und Nicklichkeiten in den Griff bekommen haben, aber Anthem wird noch länger eine, wenn auch an sich gut spielbare, Baustelle bleiben – zuviele Aufschreie gab und gibt es ja hier seitens der Community.

So bleibt vorerst ein fantastisch präsentierter Shooter, der seine Action-Sequenzen vor niemandem verstecken muss. Nur das Drumherum muss noch optimiert werden, viele Kleinigkeiten bis hin zu einer umfangreicheren „Erzähle“ wollen noch angegangen werden! Es sind zwar schon viele Updates und DLCs versprochen, aber bis dahin wird es für Schnell- und Vielspieler wohl weiterhin etwas zu meckern geben.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 02.03.2019
Hasbro E3037100 - Monopoly Geldregen, Familienspiel mit Geldblaster

Hasbro E3037100 - Monopoly Geldregen, Familienspiel mit Geldblaster


gut

Review-Fazit zu „Monopoly Geldregen“, einer action-geladenen Geldhatz.


[Infos]
für: 2 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: Xmin.
Autoren: n/a
Illustration: n/a
Verlag: HASBRO
Anleitung: deutsch, englisch, div.
Material: sprachneutral

[Download: Anleitung/Übersichten]
n/a

[Fazit]
Die klassische Bank aus Monopoly wird mobil in Form eines Blasters, der gefüllt mit Geldscheinen und Ereignissen, im Wohn- bzw. Spielzimmer abgefeuert die Scheine wild in der Luft verteilt.
Es gilt so viel einzusammeln, wie möglich und das so schnell es geht, denn alle grabschen gleichzeitig. Wenn der Vorrat aufgebraucht ist, gewinnt, wer am meisten Geld einsammeln konnte.

Die Geldscheine und Ereignis“scheine“ werden gemischt und in den Blaster gefüllt, der Blaster auf den Drehteller gestellt und selbiger angestossen. Der Spieler, auf den der Blaster nun zeigt, ist der Schütze, welcher nicht mit einsammeln kann. Der Schütze drückt dann einmal den Abzug (Blaster gen Decke gerichtet^^) – es kommt immer nur eine bestimmte Menge an Scheinen stossweise heraus – und alle anderen versuchen nun zugleich günstig im Geldregen zu stehen und alles aufzufangen. Ereignisse sollten getrennt vom Geld aufbewahrt und im richtigen Moment eingesetzt werden. Die Ereignisse sorgen für dezente Abwechslung, wenn Geld geklaut, getauscht oder sonst wie ausserhalb des Runde benutzt wird.

„MG“ ist ein nettes Hektiker-Spiel für Kids mit viel Bewegungspotential, wenn die Scheine überall hinfliegen – der Raum sollte nicht zu empfindlich möbliert sein *G*. Da der Blaster jede Runde erneut zufällig vergeben wird, ist auch niemand wirklich bevorteilt und die Ereignisse sorgen gelegentlich noch für überraschende Sieger kurz vor Ende.
Rundum also eine feine Spielerei mit Monopoly-Lizenz^^!

[Note]
4 von 6 Punkten.