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Benutzername: CurlyGirl
Danksagungen: 519 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 891 Bewertungen
Bewertung vom 23.10.2018
Señor Pepper (Spiel)

Señor Pepper (Spiel)


sehr gut

Review-Fazit zu „Senor Pepper“, einem spassigen Reaktionsspiel.

[Infos]
für: 2-5 Spieler
ab: 7 Jahren
ca.-Spielzeit: 20-40min.
Autor: n/a
Illustration: n/a
Verlag: Goliath
Anleitung: deutsch, französisch, spanisch, holländisch, polnisch
Material: sprachneutral

[Fazit]
Ein irrwitziges Kinder-, Familien- und Partyspiel! Irrwitzig im Vergleich zu vielen anderen Vertretern des Genres allein wegen der tollen „Grabsch“-Figuren^^!
Es gilt gleichzeitig Karten aufzudecken und dann flink zu zählen, wie viele gelbe, rote und/oder grüne Peperonis ingesamt zu sehen sind und dann schnell erinnern, wann man welche Figur schnappen darf und LOS! *G*
Sind nur 2 Farben gleich oft vertreten, wird gar nichts geschnappt, kommt aber eine dritte Farbe hinzu, von der weniger zu sehen ist, wird deren Figur schnell genommen. Ansonsten immer die grabschen, von deren Farbe am meisten ausliegt. Ganz simpel eigentlich, aber oft sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht und in der Hektik wird da mal gerne daneben gegriffen. Schnell sein und der Augen-Hirn-Schaltung trauen, um am Ende die meisten Punkte zu haben! Wer falsch greift, verliert Punkte.

Ein völlig simples Spiel, das aber durch das tolle Spielmaterial wahnsinnig viel Spass macht und sich durch diverse Hausregeln an jede Altersgruppe, ebenfalls leicht^^, anpassen lässt!
Die Peperoni-Figuren sehen aber nicht nur witzig aus, sie sind auch sehr stabil und machen viel Gegrabsche und Gezerre mit :)! Klein, fein, lustig und zu empfehlen (als dolles Partyspiel).

[Note]
5 von 6 Punkten.

Bewertung vom 22.10.2018
Pathfinder: Kingmaker

Pathfinder: Kingmaker


sehr gut

Review: „Pathfinder: Kingmaker (PC)“

„Pathfinder: Kingmaker“ ist das erste klassische Rollenspiel, das auf dem Pathfinder-Universum basiert und es wird im Spiel auch wirklich alles gemäß dem P&P und den Brett-/Kartenspielen per Würfel berechnet. Aufgesetzt wurde die Isometrie eines Baldurs Gate sowie das Grafikgerüst – natürlich etwas moderner^^. Überhaupt erinnert so viel im Spiel an die guten alten RPG-Zeiten, dass sich ein jeder „alte Hase“ sofort wohlfühlt!

Der Spieler wird hier auch gleich in die Geschehnisse hineingeworfen und muss erstmal kleinere Scharmützel und längere Gespräche über sich ergehen lassen, um dann mit dem Auftrag die Raublande zu befrieden und zu besetzen ans Eingemachte zu gehen. Im Wettlauf gegen einen hinterhältigen NPC gilt es den Räuberhauptmann in den benannten Waldgebieten zu erledigen und dann selbst zum Baron ernannt zu werden und fortan die Zügel der Macht in diesen Landen in den Händen zu halten.

In einem (zwar) großzügig bemessenen Zeitrahmen wollen diese und andere Aufgaben dann auch immer angegangen und gelöst werden, so dass dem Spieler schon ein gewisser Druck vermittelt wird.
Der generelle Schwierigkeitsgrad ist angemessen bis gediegen, aber nie wirklich hart. Es fehlen nur (ganz klassisch) diverse Hilfen, an die sich die Spielergemeinschaft derweil bequem gewöhnt hat und es muss mal wieder richtig mitgedacht und nachgehalten werden – viele Informationen aus Gesprächen sollten gemerkt oder notiert werden, damit auch später noch klar ist, was wie wo genau unternommen werden muss, um den oder das zu besiegen oder zu finden, etc.
Auch die Kämpfe sind kein simples (Auto-)Geklicke mehr, sie wollen wohl bedacht und an die mitstreitenden Kämpfer angepasst sein und auch öfters mal wiederholt werden – viele Speicherstände gehörten schon immer zu den CRPGs^^.

Ist die erste große Aufgabe gemeistert, gehören die ehemaligen Raublande dem Spieler und sind damit unter seiner Kontrolle, d.h. aber auch, dass er sich um sie kümmern muss. Dazu werden Audienzen abgehalten, Berater eingesetzt (z.B. eigene Gefährten) und Missionen ausgeführt, die sich direkt auf das Wohl aller dort auswirken. Ebenfalls Auswirkungen haben die Bauten, die beauftragt werden können, um Städte und Dörfer zu vergrössern, wenn die dortigen Produktionsgebäude z.B. entsprechend miteinander verbunden/verzahnt sind.
Damit wird „P:K“ aber nicht zum Städtebausimulator, frischt das CRPG-Genre aber gewaltig auf. Das so wachsende (eigene) Königreich weitet sich auch durch Missionserfolge aus und zieht auch wanderndes Volk und spezielle Handwerker an, wenn entsprechende Gebäude gebaut wurden.

Ladeschirm-geschwängert wechselt der Spieler so dann immer wieder zwischen Abenteuern und Regentschaftsangelegenheiten hin und her und kümmert sich hier wie dort, um allerlei Probleme und Herausforderungen. So spinnen sich auch nach über 40 Stunden (ungefähr knapp die halbe Spielzeit) immer noch mehr Intrigen und Ereignisse durch die neidischen Nachbarn, herumlungernden Trollhorden, Flüchen und vielem mehr zusammen, um dem Spieler viel Abwechslung zu bieten.

Solange man sich im klaren ist, hier gemächlich vorzugehen und sich der alten Tugenden bewusst zu werden, wird man mit einem grandiosen Spielerlebnis alter^^ Güte belohnt und kann sorgenlos in diese sehr tiefe Geschichte eindringen, bei der die Macher es wahrlich geschafft haben, wirklich alles miteinander zu verweben – wenn auch oft sehr anspruchsvoll!


Wertung:
Spielspaß: 5 von 6 Punkten.

Daten:
Plattform: PC (Steam)
USK: 12
Publisher: Owlcat Games

Bewertung vom 21.10.2018
Carletto 646217 - Gamefactory, 13 Indizien, Strategiespiel, Krimispiel

Carletto 646217 - Gamefactory, 13 Indizien, Strategiespiel, Krimispiel


sehr gut

Review-Fazit zu „13 Indizien“, einem schicken Deduktionsspiel.

[Infos]
für: 2-6 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 30min.
Autor: Andrés J. Voicu
Illustration: Giacomo Tappainer
Verlag: Game Factory
Anleitung: deutsch
Material: deutsch


[Fazit]
London im Jahre 1899, die Verbrechenswelle schwappt über die Metropole und Scotland Yard hat so viel zu tun, dass sie um zusätzliche Hilfe bitten müssen. Hier kommen die Spieler hinzu und lösen jeder eigene Fälle, um der kriminellen Masse Herr zu werden. Hierfür werden klassisch, s. z.B. Cluedo, Karten zu Tatorten, Waffen und Tätern verteilt, nur dass diese hier noch weiter unterteilt sind in „draussen“/“drinnen“, „Fernkampf“/“Nahkampf“ und „Mann“/“Frau“. Überdies farblich unterschiedlich gekennzeichnet, werden hier auch keine speziell ausgewählten Karten beiseite gelegt, es sind – Spielerzahlgemäß – alle Karten im Spiel!
Jeder Spieler erhält vom rechten Nachbarn drei Karten (Tatort, Tatwaffe, Täter), die vorne in seinen Sichtschirm gesteckt werden, so dass sie jeder, ausser dem Spieler selbst, sehen kann – dies ist der Fall des jeweiligen Spielers, diese Karten muss er ermitteln! 2 übrige Karten stecken die Spieler jeweils in die Innenseite ihres Sichtschirms und die restlichen Karten dienen als verdeckte Auslage (Informanten), welche die Spieler mit benutzen dürfen.
Mit den offenen Hinweisen muss nun ein jeder reihum Mitspieler oder „Informanten“ befragen und so nach und nach immer mehr Karten ausschliessen, bis es schliesslich zur Anklage reicht und der (eigene) Fall gelöst werden kann.

„13 Indizien“ ist sehr schön ausgestattet und gestaltet und spielt sich daher besonders atmosphärisch. Das Spielmaterial ist zudem sehr wertig produziert und weist als seltener Vertreter auch gute Stifte (inkl. Radiergummi) sowie eine umfangreiche Reserve an Ermittlungsblättern auf. Die Anleitung ist leicht verständlich und der Spielzugang sowie -verlauf damit sehr kurzweilig. Ebenso ist die Spielzeit mit angenehm angemessenen 30min. locker einzuhalten und motiviert auch dadurch zu weiteren Partien.

Das Spiel hebt sich von anderen Detektiv-Spielen dieser Art durch die Ausstattung und die feine Idee der offenen Hinweiskarten und Informanten sowie den eigenen Fällen ab und bietet gute Unterhaltung für alle geneigten Spürnasen :)! Unbedingt auf den Wunschzettel schreiben und eventuell alte Detektivspiele ausmisten.

[Note]
5 von 6 Punkten.
(ausgez. f. besondere Ausstattung)

Bewertung vom 14.10.2018
Lighthouse Run (Spiel)

Lighthouse Run (Spiel)


sehr gut

Review-Fazit zu „Lighthouse Run“, einem Küstenwettlaufspiel.

[Infos]
für: 2-4 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 20-25min.
Autor: Jim Harmon
Illustration/Gestaltung: Christian Fiore
Verlag: Amigo Spiele
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral

[Fazit]
Es gilt seine Schiffe möglichst schnell in den sicheren Hafen zu bringen, bevor der wütende Sturm sie einholt. Dazu fahren die Spieler ihre Schiffe an der Küste und den dort befeuerten Leuchttürmen entlang, indem sie Karten (Schiffe bewegen / Leuchttürme de-/aktivieren) ausspielen. Der Haken dabei ist, dass sie nur auf Felder vorrücken können, die von den Lichtkegeln aktiver Leuchttürme beschienen sind und zudem kann es sein, dass man auch mal die Schiffe der anderen mit sich führen muss, um überhaupt vorwärts zu kommen.
So wird Runde für Runde reihum gespielt, bis schliesslich die Sturmwolke die Schiffe eingeholt (ein bestimmtes Feld erreicht / nach 12 Runden) hat, dann endet das Spiel und alle Schiffe VOR der Wolke werden mit Punkten bedacht.

„LR“ setzt den Wettlauf mit dem neuen Thema sehr schön thematisch um und punktet hier auch mit dem schicken Spielmaterial und dem leichten Zugang. Die Anleitung ist gut strukturiert, der Spielverlauf simpel und einfach, wobei schon eine gewisse Vorausschau von nöten ist, um die eigenen Schiffe (oft mit anderen zusammen) auch immer gut vor dem Gewitter zu halten.

Rundum kann „LR“ als Familienspiel absolut überzeugen und fühlt sich auch bei erfahreneren Spielern auf dem Tisch wohl, die hier mit (Haus-)Varianten noch mehr Wettstreit aus dem Geschehen ziehen. Optisch und spielerisch den Preis allemal wert, gelingt dem Autor hier eine feine Kurzweil, die immer wieder Spass macht!

[Note]
5 von 6 Punkten.

Bewertung vom 13.10.2018
X-Code (Spiel)

X-Code (Spiel)


sehr gut

Review-Fazit zu „X-Code“, einem kooperativen Reaktions- und Knobelspiel.


[Infos]
für: 2-8 Spieler
ab: 10 Jahren
ca.-Spielzeit: 15min.
Autor: Kasper Lapp
Illustration/Gestaltung: Barbara Spelger
Verlag: Amigo Spiele
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral


[Fazit]
Gemeinsam als Team müssen die Spieler dem Virus Herr werden, der alles zu infizieren und zu vernichten droht. Doch wenn sie schnell und effektiv zusammenarbeiten, können sie den Code knacken, mit dem das Virenprogramm geschützt ist und Level für Level den Virus aufhalten ….oder zumindest ausbremsen!
Die Spieler agieren immer gleichzeitig und legen Karten passend ab, wenn sie drei gleiche entsprechend freier Ablageplätze (0-9, #, *) haben bzw. tauschen nötige Karten mit ihren Teamspielern hin und her. Da die Karten allesamt per Pfeilen vorgeben in welche Richtung sie getauscht werden wollen, muss hier gut kommuniziert werden und sich mancher auch mal von Karten trennen können^^, damit das Team vorwärtskommt.
In dieser so, klassisch, aufkommenden Hektik will das auch gut geübt sein und so müssen spätere Level durchaus mehrmals angegangen werden, zumal diese dann auch zusätzlich durch bestimmte Bedingungen (…SPOILERFREI^^…) erschwert werden. Vom Prinzip gilt es zwar „nur“ immer Karten weiter zu reichen und/oder abzulegen, aber die Hand-Augen-Koordination kann sich da schon manchmal mit dem Denk- und Sprechapparat ins Gehege kommen *G*.

Ein an sich sehr simples Spielprinzip, dass aber durch Thema und Spielverlauf (wie auch -zugang) grossen Spass macht und dabei auch in jeder Gruppengröße Spass macht, da die Rahmenbedingungen jeweils angepasst werden (können). Das Spielmaterial ist passend nüchtern, aber wertig und vor allem gut in der Box untergebracht – die späteren, zunächst geheimen, weiteren Level-Beschreibungen und -materialien sind thematisch schick unter Abdeckungen und in Umschlägen versteckt.
Die für das Spiel extra entwickelte APP allerdings kann man sich sparen, für die Größe gibt es nur einen Timer und Hintergrundgeräusche und die Pausefunktion war nicht so praktisch, wie das einfache Hinlegen bzw. Umdrehen der Sanduhr, wenn z.B. durch Sonderkarten weitere Zeit gewonnen wurde. Es reicht also völlig mit der mitgelieferten Sanduhr zu arbeiten.

Rundum ist „X-Code“ ein sehr cooles und unterhaltsames Spiel (auch) für größere Gruppen!

[Note]
5 von 6 Punkten.

Bewertung vom 13.10.2018
Karate Tomate (Spiel)

Karate Tomate (Spiel)


weniger gut

Review-Fazit zu „Karate Tomate“, einem veganen Kampf-Legespiel.


[Infos]
für: 3-10 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 20min.
Autor: Reiner Knizia
Illustration/Gestaltung: Paul Balykin und Dominik Hüfner
Verlag: Amigo Spiele
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral

[Fazit]
Hier schlägt sich das Gemüse und so trifft Mais auf Tomate auf Karotte auf Brokkoli und es wird geschnetzelt, was das Zeug hält. Doch halt, erstmal müssen Karten rundenweise (einzeln) verdeckt ausgespielt und gemeinsam aufgedeckt werden und wer sich für ein Gemüse entschieden hat, muss fortan das selbe auslegen und so die Zahlenwerte mit diesem aufreihen und hoffen, dass das Kanonenfutter nicht ausgeht. Denn wer nicht mehr passend auslegen kann, muss die Füsse, bzw. hier die Tomate, strecken und scheidet aus dem laufenden Durchgang aus – darf aber immerhin Karten nachziehen (die einzige Möglichkeit um an Nachschub zu gelangen!). Wer bis zum Durchgangsende durchhält – es sind nur noch so viele Spieler aktiv, wie Triumphkarten ausliegen – erhält Ruhm und Ehre^^. Doch nur wer, neben Pokalen, auch Küchenmesser sammelt, hat am Spielende eine Chance, den grossen Sieg davon zu tragen.

So merkwürdig sich der Spielverlauf anhört, so spielt es sich auch^^. Der Logiker Knizia hat hier wieder zugeschlagen und es offenbart sich nicht gleich der (mathematische Punkte-)Sinn dahinter, doch nach einigen Partien hat man den Dreh raus, gegen Fortuna ein wenig Bestand zu haben und gibt gerne früher auf, um schneller an mehr Karten und somit „Kämpfer“-Auswahl zu kommen. Denn nur dann ergibt sich auch mal ein garantierter Sieg, da das Kartenglück sonst i.d.R. nach 3-4 Kämpfern (ausgespielten Karten) in der Biotonne landet.
Warum dann auch ausgerechnet das Gemüse selbst Küchenmesser sammeln muss, welche doch arg gefürchtet werden sollten^^, um eine höhere Gewinnchance zu haben – wer zu wenig Messer besitzt, scheidet nämlich am Ende, trotz evtl. siegreicher Schlachten, aus -, mutet zwar witzig, aber auch komisch an *G*.

Die sehr spassig gezeichneten Spielkarten trumpfen mit einer haltbaren Wertigkeit auf und spielen so viele Kampfrunden mit.
Und irgendwie spielt sich das Prinzip hier auch ganz witzig, vor allem in grossen Gruppen (6+) kann es zu spassiger Kampfhektik kommen. Aber insgesamt ist dies dann doch leider eher ein schwächerer Titel, der zwar mal auf dem Tisch landet, aber dann auch für längere Zeit nicht mehr.

[Note]
3 von 6 Punkten.

Bewertung vom 13.10.2018
BiberClan (Spiel)

BiberClan (Spiel)


gut

Review-Fazit zu „Biberclan“, einem Wettlauf um die meisten Punkte.


[Infos]
für: 2-6 Spieler
ab: 7 Jahren
ca.-Spielzeit: 20min.
Autor: Jörg von Rüden
Illustration/Gestaltung: Björn Pertoft
Verlag: Amigo Spiele
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral


[Fazit]
Die Spieler wollen die dollste Biberburg erbauen und so die meisten Punkte einheimsen. Um dies jedoch zu erreichen, müssen sie auf ihrer Ablage auch wertige Karten ablegen und bei den Mitspielern – man darf sich jedesmal entscheiden – eher solche mit niedrigen Werten. Zur recht glücklichen Abwechslung kommen noch Sonderkarten hinzu, die z.B. eine Karte von einer Burg klauen.
So verläuft ein Durchgang sehr schnell, denn sobald ein Spieler die fünfte Karte in seine „Burg“ legt, endet dieser. Doch gewonnen hat ausschliesslich derjenige, dessen Kartenwerte addiert die höchste Summe ergeben. Ist dies nicht der, der durch die 5. Karte die Runde beendete, verliert er zusätzlich Punkte! Wer es geschafft hat, mehrere gleiche Zahlen abzulegen erhält Bonuspunkte.

Ein recht simples, doch feines und schnelles Spiel, bei dem sich Fortuna und Schadenfreude die Hand reichen, aber auch gewitzte Spielernaturen durchaus zu ihrem Recht kommen^^.
Durch die Möglichkeit jede Karte auch verdeckt abzulegen, kommt ein spannendes „was liegt da wohl“-Element hinzu und die Sonderkarten pfuschen einem gerne ins Handwerk.
Die einfache Anleitung hält zudem die Möglichkeit bereit, den quasi-Vorgänger „Biberbande“ (ein lustiges Merk- und Tausch-Legespiel) mit zu integrieren, für noch mehr Verwirrung und Wettspass^^.

[Note]
4 von 6 Punkten.

Bewertung vom 12.10.2018
3x8 (Spiel)

3x8 (Spiel)


gut

Review-Fazit zu „3×8“, einem taktisch angehauchten Kartenablagespiel.

[Infos]
für: 2-4 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 30min.
Autoren: Christian Fiore und Knut Happel
Illustration/Gestaltung: Fiore GmbH
Verlag: Amigo Spiele
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral


[Fazit]
Die Spieler versuchen im Wettstreit als Erste 3 Reihen mit je 8 Karten vor sich zu sammeln, um zu gewinnen. Dies gelingt, indem sie in ihrem Zug beliebig viele, farblich passende, Karten an eine vorhandene Reihe (mit aufsteigenden Werten) anlegen oder eine neue Reihe damit beginnen – es kann auch ein Teil einer Reihe an eine andere verlegt werden. Will ein Spieler nichts anlegen, weil ihm der Verlauf einer Reihe z.B. nicht passt, wirft er diese ab und zieht eine Karte nach (so kann die Handkartenzahl generell erhöht werden). Um andere Spieler bei ihren Vorhaben zu behindern kann man als dritte Option Blocker-Karten bei deren Reihen (farblich passend) anlegen und diese so für weiteres Anlegen (temporär) sperren.

Dies verläuft i.d.R. recht schnell und geschmeidig und selten wird die angegebene Spielzeit überschritten, so dass bei Lust und Laune gleich eine weitere Partie folgt.
Der Zugang ist simpel, entsprechend die Anleitung und das Kartenmaterial ist standard-wertig und hält viele Partien locker durch.

Es spielt natürlich auch viel Glück mit hinein, aber dennoch ist die taktische Komponente nicht von der Hand zu weisen, wenn man seine Reihen mit entsprechend geschickt gewählten Werten aufbaut und dabei immer gut die Reihen der Mitspieler im Auge behält. So kann dem Kartenspiel durchaus ein gewisser Mehrwert, als „nur sammeln“ attestiert werden und als Spiel für zwischendurch eignet es sich allemal!

[Note]
4 von 6 Punkten.

Bewertung vom 06.10.2018
Fist of the North Star: Lost Paradise (PlayStation 4)

Fist of the North Star: Lost Paradise (PlayStation 4)


sehr gut

Review: „Fist of the Northstar (PS4)“


Abgefahrene Story, Splatter-Action und schräge Manga-Charaktere….alles da, alles drin für ein abgedrehtes Konsolen-Action-Abenteuer!

Fist of the North Star spielt in einer Postapokalypse und der Protagonist Kenshiro, der über eine Wahnsinns-Kampftechnik (Hokuto Shinken) verfügt, wird vom Spieler durch die meist tristen Hintergründe geführt und erlebt an allen besuchten Orten heftigste Auseinandersetzungen und viele Gespräche^^. Dies fasst auch in etwa das Spielgeschehen der ersten Stunden zusammen, Ken wandert durch die Welt, immer auf der Suche nach seiner verschwundenen Verlobten, trifft auf durchgehend kampflustige Ganoven, erledigt diese auf brutalste Weise mit seiner besonderen Druckpunkt-Technik (er berührt bestimmte Stellen am Körper des Feindes mit entsprechender Kraft und Geschwindigkeit und löst damit verschiedene Effekte beim Gegner aus, i.d.R. ein Explodieren des Körpers) und führt hiernach längere Gespräche mit in der Nähe befindlichen NPCs, welche ihn dann so durch die Story bringen.

Das spielt sich auch genau so abgedreht, wie es sich anhört, macht aber dennoch oder gerade deswegen für alle über 18(!!^^) einen Heidenspass!

Ziemlich bald gelangt Ken zur Stadt „Eden“, deren Geheimnisse er nach und nach enthüllt und sich dort – nach vielen Kämpfen – auch mit der regierenden Prinzessin anfreundet.
Doch die Suche nach seiner Verlobten entwickelt sich nicht so einfach und so muss er immer weiter suchen und kämpfen und reden und suchen und kämpfen und laufen und suchen und reden und kämpfen und laufen und kämpfen und kämpfen……zur Story soll hier jetzt nicht mehr gespoilert werden………*GG*…….und lernt unterwegs neue Freunde kennen, verbessert seine Kampftechniken, betreibt Handel und löst Nebenaufgaben.

Neben zahllosen unterschiedlich starken Gegnern, die sich all zu oft leider sehr ähnlich sehen, gilt es auch immer wieder Zwischenbosse zu konfrontieren und spätestens gegen diese muss auch überlegt vorgegangen und die Fähigkeiten Kenshiros taktisch klug eingesetz werden – oft hat dies mit rechtzeitigem Ausweichen, Blocken und QTEs zu tun^^.

Die Inhaltsvermittlung wirkt manchmal albern, weil GEWALTig überzogen, aber manchmal auch tiefgründig, wenn über Lebensweisheiten philosophiert wird. Im grossen und ganzen aber sehr unterhaltsam und manga-typisch für ein Konsolenspiel – Kenner der FIST-Reihe werden sich auf jeden Fall sofort heimisch fühlen!

Die Steuerung ist nach etwas Eingewöhnung relativ intuitiv und geht in den Actionsequenzen flott von der Hand, die Grafik vermischt öde Hintergründe mit toll gezeichneten Nahaufnahmen, schicken, effektvollen Animationen und eben viel Rot auf dem Bildschirm^^. Insgesamt wirkt die Gestaltung manchmal altbacken und manchmal sorgt sie für WoW-Effekte. Die Sound-Untermalung passt sich mit klassischen Schlaggeräuschen gut an und „wichtige“ Gespräche sind komplett vertont, ansonsten hört man die typischen Ansatz-Laute und klickt sich durch die Texte.

Ohne zuviel vom Spiel an sich zu verraten, kann behauptet werden, dass alle Fans der FIST-Reihe zufrieden sein dürften und Liebhaber handfester „Gore“-Action sollten auch genug Kurzweil vorfinden. Alle anderen Action-Fans spielen Probe :)!


Wertung:
Spielspaß: 5 von 6 Punkten.

Daten:
Plattform: PS4
USK: 18
Publisher: SEGA

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Bewertung vom 04.10.2018
Mord im Weißwurststüberl (Spiel)

Mord im Weißwurststüberl (Spiel)


gut

Review-Fazit zu „Mord im Weißwurststüberl“, einer Krimi-Dinner-Variante.


[Infos]
für: 5-X Spieler
ab: 14 Jahren
ca.-Spielzeit: 90min.
Autorinnen: Michaela Küpper und Marlies Müller
Illustration/Gestaltung: n/a
Verlag: Gmeiner Verlag
Anleitung: deutsch
Material: deutsch (Kochbuch: deutsch)

[Fazit]
Vom Gmeiner Verlag kommt ein weiteres klassisches Krimi-Dinner zum Spielen nach Hause.
Das Besondere hierbei ist, dass auch gleich ein Kochbuch mitgeliefert wird, welches reichlich schmackige Genüsse ins Thema einbindet! So kann der Gastgeber zu Hause ein perfektes Krimi-Event nachstellen, welches man so i.d.R. sonst nur ausserhalb erleben kann. Zusätzlich erfährt man hier nämlich auch reichlich Tipps, wie die Organisation und Abläufe am sinnvollsten zu managen sind, also ein Rundum-Sorglos-und-Spaß-Paket quasi :).

Passend zum generellen Thema der „bayerischen Schmankerl“-Küche, wurde am heimischen Tatort die Patin „Elfriede Butterweck“ ermordet. Gastgeber und Gäste schlüpfen in ihre Rollen – nicht ganz klischeefrei, aber immer augenzwinkernd^^ – und dürfen dann während ihres geniesserischen Aufenthaltes, schliesslich werden reichlich Speisen (Hansi Hinterwimmers Schwammerlsuppe, Fleischpflanzerl der Freifrau von Filzmoos, Roni Gasslhubers Bavarian Burger, u.v.a.) kredenzt, auf jeglich erdenkliche Art ermitteln, schnüffeln, Fragen stellen und Verdächtigungen äussern, bis der wahre Übeltäter gefasst wird.
Jeder Anwesende, ausser dem Gastgeber, hätte ein Motiv, aber nur einer hat die Tat wirklich umgesetzt. Der Gastgeber kennt den Mörder, wird sich aber natürlich hierzu zurückhalten und nur moderierend Anleitungen und evtl. Tipps geben.

So verläuft der gemütliche Abend hoffentlich spannend und vor allem lecker^^.
Lecker ist hierbei natürlich Geschmackssache, das beiliegende, ausführliche und sehr thematische^^ Kochbuch „Bayerische Schmankerl“ unterstützt dabei, aber selbstredend sollten die Teilnehmer die Küche generell mögen. Die Rezepte und Ideen sind klassisch, nur diesmal nicht ganz so weltbewegend^^, wie im italienischen Vorgänger, aber genauso gut beschrieben und damit einfach nachzukochen!

Natürlich wird man auch vom Spiel sehr geführt, durch die vielen Angaben, was man wann zu machen hat, aber dies dient eigentlich auch nur zur Einführung und für unerfahrenere Krimi-Dinner-Teilnehmer, später bzw. bei häufigeren Treffen kann auch mit den selben Karten und Vorgängen gespielt werden, es wird einfach viel mehr improvisiert.
Irgendwann ist aber die Abwechslung dann vergangen, das ist auch klar, nach 2, 3 Abenden kennt jeder jeden Charakter auswendig und es gibt nicht mehr viel zu ergründen, aber das ist ja auch mit jedem Kriminalroman so, wenn man einmal den Täter oder den Ablauf kennt, ist es nicht mehr so spannend, dies läßt sich hier aber immerhin noch einige Abende lang strecken und anpassen.

Rundum wieder ein feines Krimi-Dinner mit interessanten Charakteren und leckeren Speisen.

[Note]
4 von 6 Punkten.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.