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Benutzername: 
raschke64
Wohnort: 
Dresden

Bewertungen

Insgesamt 610 Bewertungen
Bewertung vom 23.05.2022
Das Leben, ein wilder Tanz / Die Polizeiärztin Bd.3
Sommerfeld, Helene

Das Leben, ein wilder Tanz / Die Polizeiärztin Bd.3


ausgezeichnet

Berlin 1924. Magda ist weiterhin Polizeiärztin und führt ihre eigene Praxis. Doris wird immer erfolgreicher im Filmgeschäft und Celia hat Probleme in ihrer Ehe. Ein Mord an einer adeligen Holländerin wird untersucht und alle Beteiligten sind irgendwie mit der Geschichte verbunden. Denn sie zieht ihre Bahnen bis in die höchsten Kreise.

Das Buch ist der Abschluss der Trilogie um die Polizeiärztin Magda. Aber wie in den Vorgängerbänden auch schon geht es hier nicht ausschließlich um Magda, sondern auch um ihre Freundinnen, Bekannte und auch Angestellte. Durch diese vielen unterschiedlichen Personen ist es möglich, in jeweils andere Milieus einzutauchen und auf diese Art und Weise Menschen in verschiedenen Lebenssituationen kennenzulernen. Ob bitterarm oder steinreich – das alles ist wirklich sehr gut beschrieben und miteinander verbunden. Neben dem Lesevergnügen lernt man so eine wilde, aber auch sehr interessante Zeit kennen. Von mir eine absolute Leseempfehlung und ich freue mich auf die neue Reihe.

Bewertung vom 23.05.2022
Tod im Trödelladen
Grue, Anna

Tod im Trödelladen


gut

Eine kleine Stadt in Dänemark mit einem Trödelladen, der von einer Reihe Rentner ehrenamtlich betrieben wird. Als kurz hintereinander drei Leute davon sterben, wird Anne-Maj misstrauisch und beginnt eigenmächtig und teilweise gegen den Willen der Polizei, die Fälle zu untersuchen.

Das Buch hat mich ein wenig enttäuscht. Zum einen wird extrem viel Nebensächliches sehr ausführlich beschrieben und das Ganze wirkt dadurch langatmig und zum Teil auch sehr langweilig. Zum anderen hat man ganz schnell eine bestimmte Person in Verdacht, welche sich dann auch bestätigt, auch wenn man das Motiv nicht wirklich weiß. Alles in allem kann man das Buch lesen, es stellt keine besonderen Herausforderungen. Allerdings bleibt es auch nicht wirklich im Gedächtnis haften. Auch wenn das Genre schon mal prädestiniert dafür ist, mit wenig Spannung auszukommen, bei diesem Buch gab es gar keine.

Bewertung vom 23.05.2022
Für diesen Sommer
Klönne, Gisa

Für diesen Sommer


sehr gut

Heinrich ist alt und gebrechlich und wird von seiner ältesten Tochter Monika schon länger betreut. Doch als diese eine Auszeit braucht, wird die jüngere Tochter Franziska ins Haus geholt. Diese ist aber schon viele Jahre nicht mehr dort gewesen und im Streit vom Elternhaus weg. Die Gräben sind tief. Und es ist schwierig, wieder zueinander zu finden, weil es sehr viele Familiengeheimnisse gibt.

Mir hat das Buch gut gefallen. Zum einen hat es einen angenehmen, gut lesbare Stil. Zum anderen die Geschichte an sich. Ich mag Familiengeschichten. Hier vermischen sich die Erlebnisse im zweiten Weltkrieg mit der Zeit der Nachkriegsgeneration und dem Aufbegehren junge Leute. Das alles ist in eine Familie gepackt. Gleichzeitig geht es aber auch darum, wie man im Alter selbstbestimmt leben und wie weit die Familie eingreifen kann und vor allem darf. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Das Thema kommt früher oder später sicherlich auf jeden zu.

Bewertung vom 09.05.2022
Flug 416
Newman, T.J.

Flug 416


ausgezeichnet

Flug 416 ist gerade gestartet, als Kapitän Bill Hoffmann einen unerwarteten Anruf im Cockpit erhält. Seine Familie wurde gekidnappt und der Entführer verlangt von ihm, dass er entweder das Flugzeug zum Absturz bringt oder dass seine Familie sterben wird. Verhandlungen sind sinnlos. Bill gelingt es zwar, seine Crew zu informieren, doch das reicht nicht aus. Denn im Flugzeug befindet sich ein Komplize des Entführers.

Wow – was ist das für ein Debüt? Es ist lange her, dass ich ein Buch wirklich in einem Rutsch gelesen habe, noch dazu eins, das 400 Seiten hat. Doch dieses Buch konnte ich einfach nicht aus den Händen legen. Dabei ist die Geschichte an sich gar nicht so neu, doch die Umsetzung ist absolut gelungen und super spannend. Vor allem auch, weil hier normale Menschen beschrieben werden, keine Superhelden. Sie versuchen, mit beschränkten Mitteln, das Beste aus der Situation zu machen. Das ist so realistisch beschrieben, dass man das Gefühl hat, man ist bei dem Flug dabei. Ehrlich gesagt, bin ich im Moment froh, dass meine für dieses Jahr geplanten Flüge alle schon hinter mir liegen. Ich glaube, ich hätte bei einem Flug in nächster Zeit ein sehr ungutes Gefühl. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

Bewertung vom 09.05.2022
Sommerschwestern
Peetz, Monika

Sommerschwestern


sehr gut

Henriette lädt ihre vier Töchter mit ihren Familien völlig überraschend nach Holland ein. Dort hatte die Familie auf einem Campingplatz stets ihre Sommerferien verbracht. Die Schwestern haben sich dort gut verstanden, was zu Hause nicht so funktionierte. Allerdings ist die Erinnerung an unbeschwerte Sommerferien auch damit verbunden, dass ihr Vater dort aufgrund eines Unfalls ums Leben kam. Und so ist ein Rückkehrer dahin schwierig.

Das Buch ist eine gute Familiengeschichte. Die vier Schwestern sind völlig unterschiedlich und leben auch völlig unterschiedliche Leben. So ist es kein Wunder, dass sie hier bei einem Aufeinandertreffen nicht unbedingt harmonisch miteinander umgehen. Dazu kommt noch die Mutter, die relativ manipulativ mit ihren Töchtern ist. Das alles ist gut erzählt und für den Leser nachvollziehbar. Wohl jeder kennt ähnliche Konstellationen aus den eigenen Familien. Gut hat mir gefallen, dass das Ende nicht einfach nur positiv abgehandelt wird, sondern es einige offene Fäden gibt und das Ganze dadurch realistischer wird. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 09.05.2022
Der Tod macht Urlaub in Schweden
Motte, Anders de la;Nilsson, Måns

Der Tod macht Urlaub in Schweden


sehr gut

Kommissar Peter Vinston soll sich aufgrund gesundheitlicher Probleme eigentlich in Österlen erholen. Außerdem wohnt dort auch seine Exfrau zusammen mit seiner Tochter, mit der er mehr Zeit verbringen will. Das Ganze funktioniert aber nur teilweise, denn in einem mondänen Haus wird die Maklerin Jessie Anderson tot aufgefunden. Angeblich soll es ein Unfall sein, doch Peter hat seine Bedenken, die er mit der örtlichen Ermittlerin Tove Esping teilt.

Das Buch wird als erster Band einer sommerlich heiteren Krimireihe beschrieben. Das weckt den Eindruck, als wäre es ein Buch, dass man mal so zwischendurch weg lesen könnte und danach vergessen. Aber genau das ist es nicht. Die Figuren sind zum Teil liebenswert, zum Teil auch etwas schräg. Aber die Geschichte selbst gibt genügend Spannung, damit man miträtseln kann. Und erst ganz am Ende gibt es eine Auflösung, die in großen Teilen überrascht. Von mir daher eine Leseempfehlung und gern mehr aus dieser Reihe.

Bewertung vom 09.05.2022
Der große Fehler
Lee, Jonathan

Der große Fehler


weniger gut

Andrew Green ist 83 Jahre alt, als er vor seinem Haus erschossen wird. Der Mörder wird sofort gefasst und kommt ins Gefängnis. Trotzdem nimmt Inspector McClusky die Ermittlungen auf. Den Andrew Green ist ein bekannter Bürger von New York, der für den Bau des Central Parks oder der New York Public Library verantwortlich zeichnet.

Das Buch wird von The Guardian als der beste amerikanische Roman des Jahres bezeichnet. Ehrlich gesagt, frage ich mich, wie die schlechteren Romane dann aussehen. Denn ich habe mich durch dieses Buch regelrecht und sehr schwer durchkämpfen müssen. Anfangs fand ich die Geschichte von Andrew Green berührend und sehr interessant. Doch nach und nach tauchten immer mehr Nebenfiguren auf, die ausführlichst beschrieben wurden und die für mich für die Geschichte nicht wirklich wichtig waren. Die Figur von Andrew Green wurde mehr und mehr in meinen Augen verzerrt. Und der Stil wurde immer langatmiger und langweiliger. Von mir gibt es daher keine Lese Empfehlung.

Bewertung vom 09.05.2022
Kaltherz
Faber, Henri

Kaltherz


sehr gut

Die kleine fünfjährige Marie ist verschwunden. Sie wurde entführt, während ihre Mutter auf einem Parkplatz nur kurz auf der Toilette war. Die einzige Spur führt zu ihrem verschwundenen Kindermädchen. Kim Lansky ist eine sehr spezielle Kommissarin und erhält in der Vermisstenabteilung ihre letzte Chance, ihre Arbeit bei der Polizei zu behalten. Denn sie ist eher eine Einzelgängerin und hat sehr spezielle Methoden zur Ermittlung.

Das Buch ist in verschiedene Kapitel unterteilt, die jeweils mit einem Namen beginnen. In dem Kapitel wird die Geschichte dann aus Sicht der Person erzählt, deren Namen am Anfang steht. Auf diese Art erfährt man das Ganze aus wechselnden Perspektiven. Anfangs ist es ganz extrem undurchsichtig und man erkennt kaum Zusammenhänge. Die Kommissarin Kim war für mich auch absolut unsympathisch. Nach und nach bekommt die Geschichte immer mehr Spannung und immer mehr Personen werden aus den verschiedensten Gründen verdächtig. Am Ende gibt es noch einige sehr überraschende Wendungen. Ein gut geschriebener, sehr interessanter Thriller, für den ich eine Leseempfehlung ausspreche.

Bewertung vom 19.04.2022
Man muss sich nur trauen / Online-Omi Bd.16
Bergmann, Renate

Man muss sich nur trauen / Online-Omi Bd.16


weniger gut

Renate Bergmann war vier Mal verheiratet gewesen und hat da ja große Erfahrungen, mit denen sie ihre beste Freundin Gertrud nebst Hund unter die Haube bringen wird. Natürlich ist die Vorbereitung das Wichtigste und Renate packt kräftig mit an. Ob der Bräutigam und die Braut wollen oder nicht, steht gar nicht zur Auswahl. Renate hilft, wo sie nur kann.

Ich habe alle Renate Bergmann-Bücher gelesen und bin eigentlich ein Fan dieser Reihe. Doch bei diesem Buch muss ich sagen, für mich war das Cover fast das lustigste am ganzen Buch. Die Ausführungen über die Vorbereitung einer Hochzeit sind ganz nett, aber extrem langatmig und dann werden sie mit der Zeit auch extrem langweilig. Für mich fehlte der sonst gewohnte Witz und nur ein paar gewollte Rechtschreibfehler reichen meiner Meinung nach nicht aus. Schade, ich hatte mir mehr versprochen.

Bewertung vom 19.04.2022
Die andere Schwester / Karlstad-Krimi Bd.2
Mohlin, Peter; Nyström, Peter

Die andere Schwester / Karlstad-Krimi Bd.2


sehr gut

Eigentlich möchte John nach dem ersten Fall um seinen Bruder die Polizei in Schweden verlassen und in Deutschland untertauchen. Doch es kommt ihm ein Mord in die Quere und er soll auch diesen Fall um eine ermordete Chefin einer Dating-Agentur aufklären. Leider ist ihm seine Vergangenheit auf den Fersen und er schwebt ständig in Lebensgefahr. Deswegen muss er einige Entscheidungen treffen, die mit normaler Polizeiarbeit nichts zu tun haben.

Die Fortsetzung des ersten Bandes ist wiederum sehr gelungen. Das Buch ist gut und flüssig zu lesen. Die Geschichte um den reinen Kriminalfall sowie auch die Geschichte um Johns Vergangenheit ist gut miteinander verbunden. Und der Kriminalfall selbst birgt am Ende noch einige überraschende Wendungen. Einzig das Cover konnte ich mir in Verbindung mit dem Fall nicht wirklich erklären. Unabhängig davon gibt es von mir für das Buch aber eine Leseempfehlung.