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Benutzername: raschke64
Wohnort: Dresden
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Danksagungen: 5 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 369 Bewertungen
Bewertung vom 21.07.2020
Die Dirigentin
Peters, Maria

Die Dirigentin


ausgezeichnet

Willy will unbedingt Musikerin, speziell nur Dirigentin, werden. Doch Willy steht vor mehr als nur einem Problem. Denn sie ist Holländerin und lebt jetzt in Amerika. Ihr Vater unterstützt sie, doch das Sagen hat zu Hause ihre Mutter und die ist mehr als lieblos und hartherzig. Als Willy erfährt, dass sie adoptiert wurde und eigentlich Antonia heißt und von ihrer Mutter aus der Wohnung g geschmissen wird, versucht sie, ihren eigenen Weg zu gehen. Doch da ist immer noch die Gesellschaft, für die weibliche Musikerinnen fast unseriös und weibliche Dirigentinnen niemals vorstellbar sind.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, es wird in verschiedenen Kapiteln erzählt aus Sicht der verschiedenen Handelnden. So werden unterschiedliche Sichtweisen möglich. Das Buch lehnt sich an die wahre Geschichte von Antonia Brico an. Es endet mit einem triumphalen Erfolg. Bis dahin hat die Akteurin viele Kämpfe zu bestehen und viel für ihren Traum aufgeben müssen. Besonders der Anfang mit Antonias Kindheit ist hervorragend beschrieben. Die weitere Geschichte verliert sich ein wenig zu sehr in die Liebesgeschichte. Am Ende wird die wahre Geschichte im Nachwort besser erklärt, auch der Fortgang nach dem Erfolg. Ich höre nicht oft klassische Musik, ich sehe nicht oft Konzerte. Aber erst das Buch hat mir klar gemacht, dass ich tatsächlich noch nie eine Dirigentin gesehen habe. Mir ist es vorher nie bewusst aufgefallen, ich habe nicht darauf geachtet. Zumindest das hat das Buch geändert.

Bewertung vom 21.07.2020
Alter Hund, neue Tricks / Sean Duffy Bd.8
McKinty, Adrian

Alter Hund, neue Tricks / Sean Duffy Bd.8


sehr gut

Inspektor Duffy lebt mit seiner Familie jetzt In Schottland. Noch rund 2 Jahre bis zur Pensionierung arbeitet er als Teilzeitpolizist und ist ein paar Tage im Monat zusammen mit seinem Freund und Partner bei der irischen Polizei für Schreibkram und Verkehrsvergehen zuständig. Da gerät ein Autodiebstahl aus dem Ruder und ein toter Mann wird gefunden. Weil niemand anderes da ist, muss Duffy den Fall leiten. Doch der entpuppt sich als etwas ganz anderes.

Das Buch ist in gewohnt gutem Stil geschrieben. Duffy wird als der einsame Wolf bei den Ermittlungen dargestellt. Mir waren es manchmal zu wenig Ermittlungen und zu viel „Innenansichten“ von Duffy. Außerdem konnte ich nicht so richtig verstehen, warum er mit nicht mal 50 dargestellt wird, als wäre er uralt und nicht mehr aufnahme- und lernfähig für neue Polizeimethoden.
Unabhängig davon gefällt mir aber an der Reihe, dass die Zustände in Irland und Nordirland genau aufgezeigt werden. Auch die verschiedenen agierenden Gruppen u d ihre Gründe werden benannt und wie die Realität - in dem Band Anfang der 1990er Jahre - aussah.

Bewertung vom 21.07.2020
Als der Wolf den Wald verließ
Parry, Rosanne

Als der Wolf den Wald verließ


ausgezeichnet

Das Buch handelt von Flink – einem kleinen Wolf. Sein Leben beginnt normal in einer Wolfsfamilie mit 4 Geschwistern. Erst wachsen sie in der Höhle auf, dann entdecken sie die Welt. Als kleine Wölfe dürfen sie sich im Rudel sehr viel erlauben.
Doch die Idylle und das normale Leben ist bald zu Ende, denn Flink wird von seiner Familie getrennt. Und als junger Wolf muss er das alte Revier verlassen und sich ein neues suchen. Das ist nicht so einfach und sehr gefährlich: da sind die Menschen, die ihn jagen. Da sind Waldbrände, da ist ein verseuchter Fluss, da findet er nicht genug zu fressen.

Das Buch ist für Kinder ab 9 Jahren gedacht und die Geschichte wird kindgerecht beschrieben und mit entsprechenden Illustrationen untermalt. Gut zum Vorlesen oder auch für Erstleser. Dabei ist das ganze nicht einfach erfunden, sondern beruht auf einer wahren Begebenheit – nämlich einem Wolf, der mehr als 1.600 km durch Oregon zog und sicher große Teile davon direkt erlebt hat.
Gut an dem Buch finde ich auch, dass am Ende die Geschichte in ein Sachbuch verändert wird und am Ende Fotos des „echten Wolfes“ gezeigt werden sowie entsprechende Informationen zur wirklichen Verbreitung von Wölfen und deren Nutzen in der Natur.

Ein tolles Buch, das ich sehr empfehle.

Bewertung vom 14.07.2020
Wie man 13 wird und die Welt rettet / Wie man 13 wird... Bd.3
Johnson, Pete

Wie man 13 wird und die Welt rettet / Wie man 13 wird... Bd.3


sehr gut

„Wie man 13 wird und die Welt rettet“ ist der 3. Teil der Reihe um Markus und seiner „Mutation“ zum Halbvampir. Man kann das Buch problemlos ohne die Vorgängerbände lesen und verstehen. Gedacht ist es für 10-jährige Leser.
Markus ist immer noch unzufrieden. Als Halbvampir soll man mit Superkräften ausgestattet sein – nur, die fehlen ihm immer noch. Zusammen mit den Eltern macht er Atemübungen (total uncool), Selbsthilfekurse und ähnliches – in seinen Augen nicht sehr hilfreiches.
Und dann noch Tallulah. Er soll auf sie aufpassen – sie will zur Vampirjagd. Er eigentlich nie wieder. Einfach hat es Markus wirklich nicht.

Ich muss gestehen, dass Vampirthema an sich ist nicht so meins. Allerdings bin ich ja auch nicht die Zielgruppe. Unabhängig davon finde ich das Buch aber ziemlich gut. Markus ist irgendwie trotzdem ein „normaler Junge“ mit den alterstypischen Problemen. Der Vampirteil macht es ein wenig spannender. Insgesamt ist es witzig geschrieben und gut lesbar.

Bewertung vom 14.07.2020
Ans Vorzelt kommen Geranien dran / Online-Omi Bd.14
Bergmann, Renate

Ans Vorzelt kommen Geranien dran / Online-Omi Bd.14


sehr gut

Dieses Mal verschlägt es Renate Bergmann zusammen mit ihren Freunden Ilse und Kurt auf einen Campingplatz. Drei Wochen Ferien in einem Wohnwagen. Natürlich geht das nicht ohne diverse Putz- und Kochorgien und einigen anderen Überraschungen ab.

Nachdem ich das Corona-Buch von Renate Bergmann regelrecht grottenschlecht fand, gehört das Camping-Buch in meinen Augen wieder zu den besseren der Reihe. Klar: man muss Renate Bergmann mögen. Ein neues Thema, auch wenn Renate altbekannt weiterhin ihre Meinung zu allem und jeden ungefragt preisgibt. Auch die sehr spezielle Eindeutschung des Englischen ist nicht unbedingt neu, an vielen Stellen dann doch aber lustig. Sehr genau werden einige Eigenheiten von Campern oder auch Rentnern beobachtet und aufs Korn genommen. Allerdings meist relativ liebevoll und mit mehr als einem Augenzwinkern. Gute Unterhaltung, nicht mehr und nicht weniger.

Bewertung vom 14.07.2020
Der Fahrer / Kerner und Oswald Bd.3
Winkelmann, Andreas

Der Fahrer / Kerner und Oswald Bd.3


ausgezeichnet

Junge Frauen werden verschleppt und getötet. Der Täter veröffentlicht Bilder auf Instagram und hinterlässt Hashtags. Er verhöhnt die Polizei und scheint sich persönlich auf Kommissar Jens Kerner eingeschossen zu haben. Der ist so eng mit dem Fall verbunden, dass ihm die Leitung entzogen werden muss. Doch die Morde gehen weiter und dann verschwindet eine Kollegin ...

Ich fand das Buch super und auch spannend. Der Autor schreibt gewohnt gut. Die Figuren haben Ecken und Kanten und immer wieder werden neue Verdächtige präsentiert. Bis zum Schluss tappt man im Dunkeln. Dabei geht es um solide Polizeiarbeit und die Einbindung moderner Medien, aber damit auch ihre Gefahren. Das ist für mich ein sehr aktuelles Thema, welches gut umgesetzt wurde. Ich freue mich auf den nächsten Band.

Bewertung vom 08.07.2020
Hilfe per Eulenpost / Der magische Blumenladen Bd.11
Mayer, Gina

Hilfe per Eulenpost / Der magische Blumenladen Bd.11


ausgezeichnet

Wir sind wieder mal bei Violet und dem Blumenladen ihrer Tante Abigail. Dieses Mal ist Violet im Urlaub. Sie träumt von Tagen am Wasser, Baden im Meer, Treffen mit Freunden – wie man sich Urlaub halt so vorstellt. Doch dann steht sie am Wasser – und kann nicht wirklich hinein. Alles ist vollgemüllt. Plaste über Plaste. Violet will herausbekommen, warum das so ist und wer der Verursacher war. Doch das geht nicht so einfach, denn sie braucht ihr magisches Buch. Oder die Eulenpost.

Das Buch ist für Kinder ab 8 Jahren gedacht. Es ist bereits der 11. Band der Reihe und spricht eher Mädchen an. Man kann es aber problemlos ohne größere Vorkenntnisse lesen oder vorlesen. Violet ist ein besonderes und liebenswertes Mädchen. In diesem Band stehen ihr ihre Freunde Jack und Zack zur Seite und sie versuchen auf kindliche Art, eine Art Umweltskandal aufzudecken und etwas gegen Umweltverschmutzung zu tun. Da dabei mitspielende Eulenpost (die Eule als Naturschutzzeichen finde ich gut) bringt ein schönes tierisches Element in die Geschichte, die insgesamt sehr gut lesbar und liebevoll illustriert ist.

Bewertung vom 08.07.2020
Die Rückkehr des Würfelmörders / Fabian Risk Bd.5
Ahnhem, Stefan

Die Rückkehr des Würfelmörders / Fabian Risk Bd.5


sehr gut

Die brutalen und sinnlosen Morde in Helsingborg gehen weiter und die Polizei steht immer noch vor einem völligen Rätsel. Dazu kommt noch die verfahrene private Situation von Stefan Risk und seine heimlichen Ermittlungen gegen den eigenen Kollegen Molander.

Das Buch ist der 5. Teil der Reihe um Stefan Risk und der 2. Teil des herausgelösten Würfelmörderfalls. Leider kann ich die Gedanken des Verlages nicht nachvollziehen. Der 1. Teil erschien im letzten Jahr unter dem Titel „10 Stunden tot“ und war vom Design her der Reihe angepasst. In diesem Jahr erschien das Buch unter einem neuen Titel und völlig neuem Design. Dieses ist an sich nicht schlecht gemacht, nur verärgert man damit einen großen Teil der Leserschaft. Da sind zum einen die Sammler der Reihen, die jetzt völlig unterschiedliche Formate haben, da sind aber auch neue Leser, die nicht erkennen können, dass es die gleichen Bücher sind. Und da ist auch der nicht richtige Titel des 2. Teils. Der Würfelmörder war nie weg, wieso also eine Rückkehr?

Doch unabhängig von den Sachen, die der Verlag zu verantworten hat, möchte ich das Buch rein auf seinen Inhalt hin beurteilen. Und da muss ich sagen, ist der Autor wieder zurück in der Spur. Mit einigen tollen Ideen und Wendungen, mit etwas weniger Privatem im Vordergrund, mit guter Polizeiarbeit und einigen Überraschungen. Schwierig wird es nur für Leser, die die Reihe nicht kennen. Es fehlen dann einfach zu viele Vorkenntnisse. Alle anderen werden gut unterhalten, Spannung ist vorhanden, wenn auch nicht durchweg, aber doch in genügendem Maße. Und einige Stränge sind noch nicht zu Ende erzählt.

Bewertung vom 06.07.2020
Was du nicht alles kannst!
Bell, Davina

Was du nicht alles kannst!


sehr gut

Das Buchcover fällt aufgrund seiner Farbigkeit sofort ins Auge. Das finde ich wichtig, denn es ist für Kinder ab 2 Jahren gedachte. Die Farbigkeit und damit auch die Fröhlichkeit zieht sich durch die gesamten Bilder des Buches. Es werden verschiedene Situationen gezeigt, wie sie im Alltag der Kinder vorkommen können. Dazu jeweils ganz kurze Reime. Dem Alter entsprechend gut vorlesbar und nach einigen Wiederholungen sicher auch gut merkbar.
Die Unterschiede in der Entwicklung werden hervorgehoben. Aber eben auch gezeigt, dass es normal ist, dass die Kinder unterschiedlich sind – jeder kann etwas anderes gut, jeder sieht anders aus. Es ist egal, ob Junge oder Mädchen – sie werden nicht in den typischen Tätigkeiten gezeigt.
Bei manchen Szenen denke ich allerdings, dass die kleinen „Leser“ überfordert sind. Da ist man als Begleiter angehalten, besondere Erklärungen zu geben.

Bewertung vom 06.07.2020
Halligmord / Minke-van-Hoorn Bd.1
Henning, Greta

Halligmord / Minke-van-Hoorn Bd.1


sehr gut

Minke, ehemalige Meeresbiologin, kommt zurück nach Friesland, um dort die Stelle ihres verstorbenen Vaters als Kommissarin einzunehmen. Gleich an ihrem ersten Arbeitstag wird auf einer Hallig ein Skelett gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass es ein ehemaliger Bewohner ist. Doch der ist angeblich vor vielen Jahren mit seinem Boot verunglückt ...

Das Buch ist nicht schlecht. Nicht ganz überzeugt hat mich die Vita von Minke. Ausgebildete (studierte) Meeresbiologin, in diesem Beruf eine Weile gearbeitet, dann Ausbildung zu Kommissarin ... alles in der kurzen Zeit, dafür müsste sie meiner Meinung nach einiges älter sein. Auch die Liebesgeschichte war für mich unnötig und nicht überzeugend. Am Vorabend einer neuen ersten Stelle als Kommissarin? Alles andere fand ich dagegen sehr interessant. Die Beschreibungen des Lebens auf einer Hallig, die verschiedenen Tätigkeiten der Menschen dort, das Zusammenleben auf/ mit der Natur. Die Ermittlungen selber waren okay. Nicht superspannend, aber gut lesbar. Typisch für einen Regionalkrimi.