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Benutzername: raschke64
Wohnort: Dresden
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Bewertungen

Insgesamt 270 Bewertungen
Bewertung vom 12.09.2019
Hotel der Magier
Thornton, Nicki

Hotel der Magier


ausgezeichnet

Ein Hotel in der „Pampa“ mit Namen „Zur letzten Chance“. Dort arbeitet Seth als Küchenjunge. Hochkarätige Gäste sollen kommen und Seth arbeitet am Essen. Doch einer der Gäste hat eine Allergie und so bereitet Seth ihm ein spezielles Dessert. Das Rezept hat er in einem Buch gefunden. Doch dem Gast bekommt das Dessert nicht, er stirbt daran. War es vergiftet? Hat Seth etwas fasch gemacht? Oder gibt es einen anderen Täter und warum?

Das Buch ist eine Mischung aus Zauberei und Krimi, kindgerecht aufbereitet und dadurch sehr spannend. Seth ist sympathisch und er bekommt noch Hilfe durch einen sprechenden Kater. Tiere „gehen“ ja immer. Die ganze Geschichte ist gut lesbar, spannend, ohne allzu sehr Angst zu verbreiten, was ich wichtig finde.
Das Highlight allerdings ist für mich das Cover. Allein für diese schöne Gestaltung mit den liebevollen Details gibt es von mir schon die volle Punktzahl.

Bewertung vom 12.09.2019
Aufbruch in ein neues Leben / Hebammen-Saga Bd.1
Winterberg, Linda

Aufbruch in ein neues Leben / Hebammen-Saga Bd.1


sehr gut

Berlin 1917. Edith, aus gutem jüdischem Hause stammend, Margot aus ärmlichen Verhältnissen und Luise aus der Provinz lernen sich kennen, als sie sich zur neu gegründeten Hebammenausbildung treffen. Sehr schnell werden die so unterschiedliche jungen Frauen Freundinnen. Die Ausbildung ist schwer und vor allem zeitintensiv und mehr und mehr bekommen sie die Auswirkungen des ersten Weltkrieges zu spüren, wie Kindersterblichkeit, nie genügend zu essen, später auch die Grippeepidemie.

Das Buch hat mir gut gefallen. Es ist eine Mischung aus Geschichte und Frauenroman. Man erfährt vieles über die damalige Zeit, die neue Ausbildung und die Zustände, die in reichen wie in armen Familien herrschten. Aber auch darüber, wie die Menschen in der schweren Zeit versuchten, trotzdem etwas Spaß und Freude zu haben. Manche Figuren sind sehr gut ausgearbeitet, manche haben nicht wirklich Tiefgang und erinnert ein wenig an Kitschromane. Doch in der Mischung insgesamt ist das Buch gut und flüssig lesbar und sorgt neben der Unterhaltung auch für einiges an Wissen.

Bewertung vom 09.09.2019
Spukalarm in der Schokofabrik
Matysiak, Mascha

Spukalarm in der Schokofabrik


ausgezeichnet

Klara zieht mit ihrer Mutter um in eine Siedlung, die ihr eigentlich nicht gefällt, auch wenn die Straßen witzige Namen haben, die eine Süßigkeit beinhalten. Klara vermisst ihre alten Freunde, ihre alte Umgebung. Dazu kommt noch, dass die neue Gegend Schokoladensiedlung heißt, weil es eine alte Schokoladenfabrik gibt. Dort spukt es – jedenfalls ist öfter nachts ein Licht darin zu sehen. Klara lernt bald neue Freunde kennen, die Nachbarsjungen Matti und Theo. Und natürlich sind die Drei neugierig und wollen dem Spuk auf den Grund gehen.

Mir hat das Buch gut gefallen. Gedacht ab 8 Jahren sind rund 160 Seiten Text (wenn auch mit schönen Illustrationen) dann für Erstleser schon sportlich. Da die Geschichte aber in viele Kapitel unterteilt ist, kann man sich sicher Häppchenweise ranwagen. Auch zum Vorlesen ist das Buch gut geeignet. Ich fand es eher fantasievoll spannend und nicht so sehr gruselig, was ich aber eher positiv finde. Es geht um Entdeckergeist, um Freundschaft und Hilfe. Kann ich nur eine Leseempfehlung aussprechen.

Bewertung vom 09.09.2019
Die Stille des Todes / Inspector Ayala ermittelt Bd.1
Garcia Saenz, Eva

Die Stille des Todes / Inspector Ayala ermittelt Bd.1


gut

Kommissar Ayala, genannt Kraken, muss zusammen mit seiner Kollegin Gauna mehrere grausame Morde in seiner Stadt aufklären. Immer wird ein Pärchen nackter Menschen gefunden. Sie kennen sich nicht, aber sie sind immer gleich alt. Die Morde habe vor 20 Jahren angefangen. Damals wurde Tasio dafür verurteilt, ein bekannter und beliebter Fernsehmoderator und Archäologe. Sein Zwillingsbruder war bei der Polizei und hat bei der Verhaftung mitgewirkt. Jetzt soll Tasio erstmals Hafturlaub bekommen, als die Morde erneut beginnen. Er ist bereit, mit Kraken zusammenzuarbeiten. Doch sie können den Mörder nicht stoppen, zumal Kraken auch privat einige Probleme hat, denn er verliebt sich in seine Vorgesetzte.

Die Beurteilung des Buches ist ein wenig schwierig für mich. Vom Stil her ist es sehr gut beschrieben. Sehr ausführlich werden die Sitten und Gebräuche der Stadt und des Umlandes ausgeführt. Das war mir manchmal zu viel, denn in meinen Augen lenkte es von dem Fall stark ab. Insgesamt empfand ich das Buch weniger als einen Thriller, eher als einen soliden Krimi. Durch die eingestreuten Rückblenden wusste man als Leser schon ab etwa Mitte des Buches, wer der Täter ist. Auch die unbedingt notwendige Liebesgeschichte fand ich einfach zu viel. Das Ende birgt zumindest die Überraschung, dass die Person des Täters neu ist, auch wenn man die familiären Zusammenhänge kannte. Alles in allem musste ich mich zumindest in den ersten zwei Dritteln des Buches ein wenig zwingen zum Weiterlesen. Erst das letzte Drittel habe ich flüssig durchgelesen. Alles in allem ist damit das Buch für mich eher Durchschnitt mit Luft nach oben.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 06.09.2019
Über die Grenze
Lunde, Maja

Über die Grenze


ausgezeichnet

Die Handlung spielt im Jahr 1942 in Norwegen. Gerda ist 10 und träumt von den 3 Musketieren. Sie möchte auch solche Abenteuer erleben. Das wird sie auch, aber ganz anders als gedacht. Denn Norwegen ist von den Deutschen besetzt und Gerdas Eltern haben in ihrem Haus zwei jüdische Kinder versteckt. Dafür werden sie von der Wehrmacht und den mit ihr kollaborierenden Norwegern verhaftet. Gerade steht erst mal allein mit ihrem älteren Bruder da. Sie will die beiden Kinder nach Schweden zu ihrem Vater bringen. Ihr Bruder ist dagegen, lässt sich aber überreden. Damit beginnt eine Art Reise, die mehr als nur einfache Abenteuer birgt.

Ich fand das Buch sehr gut sowohl vom Thema her wie auch von der Umsetzung. Jedes Kapitel wird durch kleinere Zeichnungen unterstützt. So sind die Erlebnisse auch noch bildhaft dargestellt. Gut fand ich ebenso, dass die Kinder Kinder bleiben in ihren Entscheidungen, den guten wie den schlechten. Mein Vorschlag wäre allerdings, dass Eltern und Kinder dieses Buch gemeinsam lesen. Denn ich denke, da sollte vieles noch zusätzlich erklärt und erläutert werden. Es werden viele Fragen kommen. Doch unabhängig davon gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung

Bewertung vom 06.09.2019
Geblendet / Jenny Aaron Bd.3
Pflüger, Andreas

Geblendet / Jenny Aaron Bd.3


gut

Jenny Aaron ist in Behandlung. Es gibt eine Therapiemöglichkeit, um ihr Augenlicht zurückzuerhalten. Doch noch während der Behandlung kommt es zu einem Vorfall, bei dem fast die gesamte Abteilung ausgelöscht wird. Die wenigen noch verbliebenen Mitglieder versuchen, die Verursacherin zu finden. Jenny soll ihnen helfen. Doch damit riskiert sie den Abbruch der Behandlung und für immer blind zu bleiben.

Der dritte Teil um die blinde Spezialpolizisten Jenny Aaron ist der Abschluss der Reihe. Ich bin ehrlich gesagt froh darüber. Sprachlich ist an dem Buch relativ wenig auszusetzen. Doch für einen Thriller fehlte mir fast durchgehend die Spannung. Ich kam mit dem Lesen nicht so recht vorwärts, weil es unheimlich viele Rückblenden der verschiedensten Protagonisten gab, in denen die jeweiligen Befindlichkeiten beziehungsweise auch Gründe für ihre Arbeit dargelegt wurden. Dazu wurde noch viel über Kampfkunst ausgeführt, teilweise esoterische oder philosophische Weisheiten. Alles zusammen war mir einfach zu viel. Die Teile, in dem es um reine Aktionen gingen, fand ich wesentlich besser und auch leichter zu lesen. Alles in allem war es für mich am Ende ein eher durchschnittliches Buch. Das ist eigentlich schade, denn wie gesagt, der Stil des Autos gefällt mir gut.

Bewertung vom 06.09.2019
Messer / Harry Hole Bd.12
Nesbø, Jo

Messer / Harry Hole Bd.12


ausgezeichnet

Harry Hole ist jetzt wieder ganz unten. Nachdem ihn seine Frau aus dem Haus geworfen hat, verfällt er in seine alten Muster und trinkt sich quasi bis zur Besinnungslosigkeit. Seinen Job bei der Polizeihochschule hat er damit verloren und arbeitet jetzt wieder als ganz einfacher Ermittler bei der Kriminalpolizei. Und bekommt es gleich mit einem alten Bekannten zu tun, denn der mehrfache Vergewaltiger Svein Finne ist aus dem Gefängnis entlassen worden. Ist er auch der Mörder von Rakel!

Das neue Buch um Harry Hole hat mir sehr gut gefallen und ich empfand es als eines der besten dieser Reihe. Über die Qualität des Autos muss man nicht viele Worte verlieren. Mir hat aber gut gefallen, dass er Harry wieder zu seiner alten Schwäche und damit aber gleichzeitig zu seiner Stärke zurückgeführt hat. Harry als treusorgender Ehemann und Lehrer ohne Alkohol war auf Dauer nicht mehr der alte Harry. So musste etwas passieren, damit die Reihe nicht in Langeweile versinkt. Das ist dem Autor mit dem Tod von Harrys Frau gelungen. Die weiteren Ermittlungen waren vom Feinsten. Es wird ein Verdächtiger nach dem anderen präsentiert, um fast gleichzeitig wieder entlastet zu werden, und so hat man fast bis zum Ende keine Ahnung, wie die Sache wirklich ausgehen wird.

Bewertung vom 29.08.2019
Als uns Einstein vom Himmel fiel
Pfeffer, Anna

Als uns Einstein vom Himmel fiel


ausgezeichnet

Nia und Luke sind seit Ewigkeiten gute Freunde. Und auch ihre Mutter/Vater kennen sich seit Ewigkeiten. Sie sind beide alleinerziehend und beschließen, jetzt zusammenzuziehen und eine Familie zu werden. Anfangs freuen sich die beiden, doch im Alltag ergeben sich schnell Schwierigkeiten. Keiner der beiden steht wie vorher alleinig im Mittelpunkt. Entscheidungen müssen plötzlich abgesprochen werden. Die Eltern wirken etwas überrascht und überfordert. Und die Situation beginnt zu eskalieren.

Mir hat das Buch gut gefallen. Es beschreibt reale Situationen, die gerade in Zeiten der Patch-Work-Familien so oft vorkommen. Und es wertet nicht, sondern erklärt die Situation kindgerecht. Ein schwieriges Thema – für mich sehr gut umgesetzt. Man kann dem Geschehen problemlos folgen und ist sofort überzeugt von den Abläufen.
Als Hamster-Fan ist dieser natürlich im Buch für mich das Sahnehäubchen obenauf. Absolute Leseempfehlung von mir.

Bewertung vom 29.08.2019
Die besten Tantenretter der Welt
Schomburg, Andrea

Die besten Tantenretter der Welt


sehr gut

Jonas und Fabian leben bei ihrer Tante Erdmute. Die ist etwas verrückt (liebenswert gemeint), denn man hat oft den Eindruck, dass sie nicht lange überlegt und ihre Einfälle gleich umsetzt. So überfällt sie in einem knallroten Kleid eine Bank, denn sie braucht Geld.
Das geht natürlich nicht so richtig gut. Und so fahren sie relativ rasant mit dem Geld in ein einsames Waldhotel. Doch damit tritt keine Ruhe ein, denn die dort wohnenden Leute sind auch ziemlich speziell. Dann verschwindet ein Briefmarkenalbum und die Polizei schaltet sich ein. So haben die beiden Jungen ziemlich viel zu tun, um die Tante „rauszuhauen“.

Das Buch ist sehr lustig zu lesen (oder auch vorzulesen). Die Figuren haben viel Fantasie und es ist auch witzig, dass hier die erwachsene Tante kindlicher ist als ihre Neffen. Nicht so gut finde ich die Idee mit dem Banküberfall an sich, auch wenn es sich am Ende gut auflöst. Hier sollte man als Vorleser vielleicht noch ein paar pädagogische Worte fallen lassen. Ansonsten macht das Buch aber einfach viel Spaß.

Bewertung vom 29.08.2019
Otto
Suffrin, Dana von

Otto


sehr gut

Otto ist sehr alt und sehr krank. Er ist auf die Hilfe seiner zwei Töchter angewiesen. Doch schon während seines Lebens hat er sehr eigene Vorstellungen davon. Jetzt im hohen Alter und von der Krankheit gezeichnet, tyrannisiert er noch immer die Familie und speziell seine beiden Kinder. Er verlangt von ihnen, dass sie stets und ständig für ihn da sind. Obwohl er genug Geld hat, sollen die Kinder die Haushälterin zum Teil noch bezahlen. Immer wieder erzählt er von seinem Leben und dem Judentum.

Das Beste am Buch ist das Cover. Das ist jetzt ein wenig von mir überspitzt, doch ich musste mich verbissen schwer durch das Buch kämpfen. Es aus der Sicht der Tochter Timna geschrieben. In kurzen Kapiteln mit völlig unterschiedlichen Anekdoten hintereinander erzählt. Dies allerdings relativ zusammenhangslos, so dass ich oft überlegen musste, wer ist die Person, die da genannt wird. Warum werden manche Details episch ausgewalzt und so das ganze langatmig und langweilig gemacht? Alles in allem hatte ich mir von dem Buch mehr versprochen und auch etwas anderes vorgestellt.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.