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Top-Rezensenten Übersicht

Benutzername: 
raschke64
Wohnort: 
Dresden

Bewertungen

Insgesamt 588 Bewertungen
Bewertung vom 11.06.2022
Noctis / Oxen Bd.5
Jensen, Jens Henrik

Noctis / Oxen Bd.5


ausgezeichnet

Sieben ehemalige Soldaten werden erschossen aufgefunden. Der Schütze muss ebenfalls ein ausgebildeter Soldat sein. Die Suche nach ihm und vor allem nach den Gründen gestaltet sich äußerst schwierig. Ex-Elitesoldat Niels Oxen wird als Berater engagiert. Bald hat er auch eine Spur gefunden, doch dann verschwindet er selbst spurlos. Und sein Leben ist in höchster Gefahr.

Ich fand das Buch richtig gut und über große Strecken auch sehr spannend. Es ist gut lesbar und vermischt einen Thriller mit viel Spannung und Abenteuer gleichzeitig mit aktueller Weltpolitik, aber auch mit einfacher Kriminalität und mit dem Wirken diverser Geheimdienste. Auch die handelnden Personen sind vielschichtig und es geht vorwiegend um den Fall und nur am Rande um Privates. Das alles passt richtig gut zusammen und deshalb gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung.

Bewertung vom 11.06.2022
Affenhitze / Kommissar Kluftinger Bd.12
Klüpfel, Volker;Kobr, Michael

Affenhitze / Kommissar Kluftinger Bd.12


ausgezeichnet

Das Allgäu stöhnt unter einer Hitzewelle. Und gerade da müssen sich Kluftinger und sein Team mit einem Mord in einer Tongrube beschäftigen. Bei Ausgrabungen, die den Urzeitaffen Udo hervorbrachten, wurde Professor Brunner umgebracht. Es steht dann eine Menge Verdächtige an, doch Kluftinger muss sich noch um ganz andere Sachen kümmern. Zum einen ist er weiterhin Interims-Polizeipräsident mit vielen ungeliebten Aufgaben, zum anderen muss er die Tagesmutter seiner kleinen Enkelin observieren und außerdem seine Frau bei einem Flohmarkt für Flüchtlinge unterstützen. Er hat also voll zu tun.

Das Buch ist ein Kluftinger vom Feinsten. Der Fall und die Ermittlungen selbst sind nicht unbedingt hochspannend, aber das erwartet man bei der Reihe auch nicht. Stattdessen ist das Buch an vielen Stellen echt witzig und die Autoren sparen auch nicht mit Selbstironie. Klufti meistert seine altbekannten Probleme mit der modernen Technik erstaunlich gut, wenn er auch oft über das Ziel hinausschießt. Als Leser konnte ich mich darüber königlich amüsieren. Auch kleine Seitenhiebe in Richtung Wissenschaft, Modeerscheinungen und Gendern bleiben nicht aus. Alles in allem ein Buch, dass nicht nur die Herzen von den Kluftinger-Fans höher schlagen lässt.

Bewertung vom 07.06.2022
Die Leiche am Deich
Jensen, Joost

Die Leiche am Deich


gut

In dem kleinen ostfriesischen Ort Sünnum wird die Leiche einer Frau gefunden. Sie ist die Ehefrau des Landwirtes Burmeister. Dieser hat vor, eine große Milchviehanlage zu bauen. Damit ist der gesamte Ort nicht einverstanden und es gibt schon lange Proteste dagegen. In letzter Zeit hatte sich die Ermordete an diesen Protesten beteiligt. Ins Visier der Polizei als Verdächtiger gerät allerdings Enno, der diese Proteste geleitet hat. Daran glaubt die Friesenbrauerin Gesine allerdings nicht. Und ermittelt auf eigene Faust…

Das Buch ist ein typischer Regionalkrimi, der mit nicht zu viel Spannung, aber sehr viel Lokalkolorit arbeitet. Allerdings war es mir hier oft zu viel. Gefühlt die Hälfte des Buches handelte davon, so viel wie möglich des von Gesine gebrauten Bieres zu vertilgen. Die Figuren waren für mich oft gnadenlos überzeichnet. Es gab so gut wie nur schwarz und weiß und keine Zwischentöne und Gesine ging ohne Rücksicht auf Verluste durch die Geschichte, obwohl sie ihre Tochter damit fast ausschließlich große Schwierigkeiten bereitete. Das alles war für mich einfach zu übertrieben und, auch wenn ich natürlich weiß, dass ein Krimi nicht unbedingt Realität ist, zu unrealistisch. So ist mein Fazit für dieses Buch: man kann es als nette Unterhaltung lesen, aber es hinterlässt keinen wirklich bleibenden Eindruck.

Bewertung vom 07.06.2022
Freunde. Für immer.
McCreight, Kimberly

Freunde. Für immer.


gut

Fünf Freunde treffen sich für ein Wochenende in einer abgelegenen Region, um dort den Junggesellenabschied von Jonathan zu feiern. Doch bald müssen sie die Polizei rufen, denn zwei ihrer Freunde werden vermisst. Bald findet die Polizei ein Auto, allerdings nur mit einer Leiche und deren Gesicht ist komplett zertrümmert, so dass sie nicht wissen, um wen es sich handelt. Bei der Untersuchung des Falles merken sie schnell, dass die Leute ihnen nicht die Wahrheit sagen beziehungsweise vieles verschweigen.

Das Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Die Geschichte geht nur ganz ganz langsam los und ist doch nicht wirklich spannend. Die Kapitel werden aus wechselnder Perspektive der fünf Leute erzählt. Jeder hat seine eigene Sicht auf die Geschichte, vor allem hat jeder eigene Geheimnisse und versucht, seine sogenannten Freunde für sich auszunutzen. Das Ganze ist nicht schlecht geschrieben, aber es konnte mich auch nicht wirklich packen. Das Ende barg eine Überraschung, konnte das Buch für mich allerdings nicht so verbessern, dass es über den Durchschnitt hinausragte.

Bewertung vom 03.06.2022
Die Freundinnen vom Strandbad - Wellen des Schicksals / Die Müggelsee-Saga Bd.1
Heiland, Julie

Die Freundinnen vom Strandbad - Wellen des Schicksals / Die Müggelsee-Saga Bd.1


ausgezeichnet

Ost-Berlin Mitte der 1950er Jahre. Im Freibad am Müggelsee treffen sich zufällig drei junge Mädchen und retten einem alten Mann das Leben. Durch diese unerwartete Begegnung werden drei völlig gegensätzliche Charaktere zu Freundinnen. Die Freundschaft überdauert alle Probleme und wird mit den Jahren immer tiefer. Bis Anfang der 1960er Jahre auf einmal die Mauer gebaut wird und schwere Entscheidungen anstehen.

Ich empfand das Buch als richtig gut gelungen. Zuerst die Beschreibung des damaligen Lebens in der DDR. Die Probleme bei der Versorgung, die Schwierigkeiten in der Schule, die ständige Bespitzelung durch die Stasi. Ebenso gut beschrieben ist allerdings auch die Freundschaft zwischen den Mädchen, ihre Probleme im Teenageralter, die ersten Lieben, aber eben auch das ständige Überlegen, was man wo sagt und welche Möglichkeiten man überhaupt hat. Die oft vorhandenen Ungerechtigkeiten und Einschränkungen. Das alles ist verpackt in eine sehr persönliche Geschichte, die sich sehr gut lesen und die die damalige Zeit wieder aufleben lässt. Die Fortsetzung des Buches ist angekündigt und ich freue mich darauf. Von mir eine absolute Leseempfehlung.

Bewertung vom 03.06.2022
Tiefes, dunkles Blau
Kobler, Seraina

Tiefes, dunkles Blau


gut

Rosa ist Seepolizistin in Zürich und hat sich gerade einige Eizellen einfrieren lassen, da sie sich stark ein Kind wünscht, der Partner aber fehlt und sie immer älter wird. Ihr Arzt wird kurz danach tot im See aufgefunden und es stellt sich bald heraus, das ist Mord war.

Das Buch hat mich stark an ein Schweizer Klischee erinnert. Wenn Schweizer sprechen, klingt es sehr langsam, aber auch sehr gemütlich. So ähnlich war das Buch. Sehr gut zu lesen, es wirkte alles heimelig, gemütlich und angenehm. Die Beschreibungen sind gelungen. Was dem Buch als Krimi aber völlig fehlte, war die Spannung. So reizte es mich sehr wenig, es weiter und fertig zu lesen. Kurze Zeit nach dem Beenden wusste ich zwar den Täter noch, den endgültig richtigen Grund aber nicht mehr. Also ist sehr wenig hängengeblieben. Die Beschreibungen der diversen Gerichte machten Appetit, bei mir allerdings nicht auf eine Fortsetzung.

Bewertung vom 30.05.2022
Nordwestnacht / Soko St. Peter-Ording Bd.3
Jensen, Svea

Nordwestnacht / Soko St. Peter-Ording Bd.3


sehr gut

In St. Peter-Ording ist ein Filmteam unterwegs, um eine vierteilige Krimiserie für das Fernsehen zu drehen. Doch schon kurz nach Beginn wird der Aufnahmeleiter tot aufgefunden, ertrunken in der See, angekettet an einem Pfahlhaus. Kurze Zeit später ist die neue zweite Hauptdarstellerin verschwunden. Anna von der Vermisstenstelle und Hendrik von der örtlichen Polizeistation beginnen die Untersuchungen und stellen schnell fest, dass beide Fälle zusammenhängen.

Der dritte Teil der Reihe um St. Peter-Ording ist ein guter solider Krimi. Die Ermittlungen sind nachvollziehbar, die örtlichen Gegebenheiten werden geschickt eingebaut und die privaten Geschichten der Ermittler sind gut integriert, ohne in den Vordergrund zu kommen. Eine gewisse Spannung ist vorhanden und man tappt eine längere Zeit im Unklaren, was die Gründe der Fälle angeht. Die Hauptpersonen sind sympathisch, aber Menschen mit Ecken und Kanten, die auch Fehler machen. Alles in allem eine gute lokale Krimireihe, für die ich eine Leseempfehlung aussprechen.

Bewertung vom 30.05.2022
Die Knochenleser
Ross, Jacob

Die Knochenleser


gut

Michael Digson, genannt Digger, wird eher unfreiwillig Polizist und landet bei einer Spezialeinheit auf der Karibikinsel Camaho. Ein Jahr in England bleibt ihm, um sich weiterzubilden und eine Art Forensiker zu werden. Das braucht er auch bald, um mehrere Fälle aufzuklären.

Die Beurteilung des Buches ist für mich etwas schwierig. Es ist ganz anders als die üblichen Krimis. Zum einen spielt es in einer selten beschriebenen Gegend. Zum anderen sind die Hauptfiguren, wie überhaupt die gesamte Polizei, sehr speziell und anders. Ich habe mich durch die ersten zwei Drittel des Buches ziemlich durchgekämpft. Ich kam mit dem Stil nicht zurecht und vor allem der spezielle Slang, der geschriebene wirklich furchtbar zu lesen ist, hat mir nicht gefallen und mir viel Lesespaß genommen. Erst gegen Ende der Geschichte konnte ich flüssiger lesen. Alles in allem finde ich das Buch nicht richtig schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Ich weiß nicht, ob eine Fortsetzung angedacht ist. Ich glaube nicht, dass ich sie lesen möchte.

Bewertung vom 23.05.2022
Das Leben, ein wilder Tanz / Die Polizeiärztin Bd.3
Sommerfeld, Helene

Das Leben, ein wilder Tanz / Die Polizeiärztin Bd.3


ausgezeichnet

Berlin 1924. Magda ist weiterhin Polizeiärztin und führt ihre eigene Praxis. Doris wird immer erfolgreicher im Filmgeschäft und Celia hat Probleme in ihrer Ehe. Ein Mord an einer adeligen Holländerin wird untersucht und alle Beteiligten sind irgendwie mit der Geschichte verbunden. Denn sie zieht ihre Bahnen bis in die höchsten Kreise.

Das Buch ist der Abschluss der Trilogie um die Polizeiärztin Magda. Aber wie in den Vorgängerbänden auch schon geht es hier nicht ausschließlich um Magda, sondern auch um ihre Freundinnen, Bekannte und auch Angestellte. Durch diese vielen unterschiedlichen Personen ist es möglich, in jeweils andere Milieus einzutauchen und auf diese Art und Weise Menschen in verschiedenen Lebenssituationen kennenzulernen. Ob bitterarm oder steinreich – das alles ist wirklich sehr gut beschrieben und miteinander verbunden. Neben dem Lesevergnügen lernt man so eine wilde, aber auch sehr interessante Zeit kennen. Von mir eine absolute Leseempfehlung und ich freue mich auf die neue Reihe.

Bewertung vom 23.05.2022
Tod im Trödelladen
Grue, Anna

Tod im Trödelladen


gut

Eine kleine Stadt in Dänemark mit einem Trödelladen, der von einer Reihe Rentner ehrenamtlich betrieben wird. Als kurz hintereinander drei Leute davon sterben, wird Anne-Maj misstrauisch und beginnt eigenmächtig und teilweise gegen den Willen der Polizei, die Fälle zu untersuchen.

Das Buch hat mich ein wenig enttäuscht. Zum einen wird extrem viel Nebensächliches sehr ausführlich beschrieben und das Ganze wirkt dadurch langatmig und zum Teil auch sehr langweilig. Zum anderen hat man ganz schnell eine bestimmte Person in Verdacht, welche sich dann auch bestätigt, auch wenn man das Motiv nicht wirklich weiß. Alles in allem kann man das Buch lesen, es stellt keine besonderen Herausforderungen. Allerdings bleibt es auch nicht wirklich im Gedächtnis haften. Auch wenn das Genre schon mal prädestiniert dafür ist, mit wenig Spannung auszukommen, bei diesem Buch gab es gar keine.