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Benutzername: StMoonlight
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Bewertungen

Insgesamt 125 Bewertungen
Bewertung vom 03.07.2018
Lonely Planet Reiseführer Italien
Bonetto, Cristian

Lonely Planet Reiseführer Italien


weniger gut

Ich muss gestehen, dass ich etwas verwundert darüber bin, dass dieses Buch als „Reiseführer“ deklariert ist. Vielmehr ist es ein richtiger Wälzer, mit seinen über 1.000 Seiten! Zum Mitnehmen finde ich ihn daher wirklich ungeeignet. Wer nur einen bestimmten Ort oder eine bestimmte Gegend des Landes anpeilt, ist mit diesem Exemplar auch nicht unbedingt gut beraten, denn viele spezialisierte Informationen gibt es nicht. Dafür aber breitflächig gestreute Info‘s, rund um Italien als Ganzes. Natürlich gibt es auch spezifischere Angaben: Von Rom und Latium über Turin und die italienische Rivera, bis hin nach Mailand und Südtirol. Aber auch Klassiker wie Venedig und Florenz bis Sizilien und Sardinien, gibt es eine lange Liste von allem was das Reiserherz braucht: Hotels, Restaurants, Sehenswürdigkeiten,… Kleine Auszüge von Straßenkarten helfen bei der Orientierung. Am Ende des Buches ist ein Faltplan eingeheftet, allerdings nur von Rom.
Was diesem „Reiseführer“ fehlt sind zum einen Fotos, die Anregen und Lust machen, das Land zu besuchen. (Es gibt zwar das eine oder andere, aber diese muss man schon suchen.) Zum anderen fehlt es an einer persönlichen Note. Vielleicht mag das daran liegen, dass mehrere Autoren zu Werk waren und die Individualität verloren ging. Mir fehlt es hier an „Geheimtipps“. Dieses Buch ist für mich eher eine Zusammenreihung von Fakten, als ein liebevoll zusammengestellter Reiseführer.

Bewertung vom 03.07.2018
Lonely Planet Reiseführer Florida
Campbell, Jeff

Lonely Planet Reiseführer Florida


sehr gut

Sommer, Sonne, Sonnenschein. Das ist, was den meisten bei Florida in den Sinn kommt - und doch hat es wesentlich mehr zu bieten, als „nur“ Strand und Palmen. Florida vereint hunderte von Welten: Da gibt es Feuchtgebiete, jede Menge Themenparks, Künstlerkolonien, Mangroveninseln,…
Allerdings ist es nicht gerade einfach bei dieser Vielfalt den Überblick zu behalten, daher ist ein übersichtlicher Reiseführer viel wert. Für alle die keinen konkreten Ort im Sinn haben, sondern die Vielfältigkeit erleben wollen, bietet sich dieser hier an. Unterteilt ist er in die einzelnen Staaten. Praktisch ist dabei, dass auch für jeden Staat die entsprechenden Daten angegeben werden. So können für Penhandle und Miami andere Reiseempfehlungen gelten, was z.B. die Temperatur angeht. Da der Autor selbst aus Florida kommt - und es liebt, wie in seinen Texten förmlich spürbar ist - schafft er es schnell den Leser mit seiner Begeisterung anzustecken. Besonders durch die kleinen aber feinen „Geheimtipps“ lassen sich vor Ort nicht nur jede Menge tolle Erlebnisse verbringen, sondern auch teils echte Schnäppchen machen. Viele Kartenausschnitte, so wie ein kleiner Faltplan von Miami, helfen den Überblick zu behalten.
Was mir hier etwas gefehlt hat sind Fotos. Es sind zwar einige vorhanden - und die sind auch wirklich gut. - Allerdings sind diese verhältnismäßig wenig. Ein paar mehr wären schon schön gewesen.
Ob nun ein Kajaktrip in den Everglades, Wandern im Ocala National Forest oder eine Fahrt durch die „Wizard World of Harry Potter“, wer Florida einfach mal von einer etwas anderen Seite kennenlernen möchte, ist mit diesem Reiseführer gut bedient.

Bewertung vom 03.07.2018
Sprichst du Schokolade?
Lester, Cas

Sprichst du Schokolade?


ausgezeichnet

Josie bekommt eine neue Mitschülerin und Banknachbarin. An sich eine tolle Sache, doch weder spricht Nadi viel Englisch, noch kann Josie kurdisch. Als wäre das nicht schon Hindernis genug, sollen die beiden zusammen nun auch noch ein Theaterstück schreiben und aufführen! Erst scheint es so, als würde das niemals etwas, doch dann entdecken die beiden einen einfachen und kreativen Weg, wie sie sich unterhalten können.

Das zentrale Thema des Buches sind die Flüchtlinge. Aber nicht nur ihr Leben in einem fremden Land, sondern auch ihre Sorgen und Ängste. Die Autorin stellt hier kein einseitiges Bild dar, sondern zeigt, dass auch Flüchtlinge Menschen sind. Auf der anderen Seite kommen auch die Vorurteile zur Geltung, sei es, weil andere Mitschüler Nadima aufziehen oder als das Mädchen über ihren Alltag spricht. Nebenher geht es aber auch um (Klassen)Kameradschaft und Freundschaft.

Der Schreibstil von Cas Lester ist flüssig und lässt sich gut lesen. Das empfohlene Lesealter liegt bei 10 bis 12 Jahre. Das finde ich durchaus angemessen, denn in diesem Alter, sollten die jungen Leser alles gut nachvollziehen können.
Ein wunderbares Buch über Toleranz - mit leckeren Rezepten. ;)

Bewertung vom 25.06.2018
Rich
Saxx, Sarah

Rich


gut

Rich, welcher von Beruf Sohn war, wurde der Geldhahn zudreht. Ab jetzt soll er in der Firma seines Vaters arbeiten, die er irgendwann mal übernehmen soll. Wirkliche Lust hat er dazu nicht, aber so pleite bleibt ihm keine andere Wahl. Die Marketingagentur ist seine letzte Chance. Und hier kommt Jazemine ins Spiel, die sich als Assistentin bewirbt. Rich, notorischer Frauenheld, ist sofort begeistert. Doch die neue Angestellte spielt ein falsches Spiel, denn in Wirklichkeit will sie ihrem Freund, der eine eigene Agentur besitzt, die Kundendaten beschaffen und „H. R. Scull“ damit in den Ruin treiben…

Sarah Saxx hat einen bildlichen und doch lockeren Schreibstil. Das Buch lässt sich ohne Schwierigkeiten schnell und flüssig lesen. Die Seiten flogen (gefühlt) nur so dahin. Auch an Spannung mangelte es nicht. Der Anfang war zwar etwas schleppend, aber dann nahm die Handlung richtig Fahrt auf.

Ich hatte das große Glück hier bereits den Vorgänger gelesen zu haben. (Nur deswegen war ich überhaupt so interessiert daran, auch diesen Roman zu lesen.) Zwar beziehen sich die Charaktere ab und an auf ein Ereignis oder eine Situation, welche im Vorgängerband stattfand, jedoch lässt sich „Rich“ auch ohne Vorkenntnisse gut lesen und verstehen. Ich kann allerdings nicht empfehlen mit diesem Band anzufangen und dann erst hinterher den ersten Teil zu lesen. Da würde der Leser sich selbst große Spannung nehmen. ;-)

~°~ Fazit ~°~
Mir persönlich hat „RICH“ nicht ganz so gut gefallen, als sein Vorgänger. Dieses mag sicher auch an dem Protagonisten selbst liegen. Dennoch ist dieses Buch spannend und erotisch zugleich.

Bewertung vom 11.06.2018
Miss Gladys und ihr Astronaut
Barnett, David M.

Miss Gladys und ihr Astronaut


sehr gut

Thomas Major arbeitet zwar bei der britischen Weltraumorganisation, doch nicht als Astronaut, sondern als Chemietechniker. Bis eines Tages eine Expedition zum Mars ansteht und einer der Astronauten ausfällt. Kurioserweise schafft es Thomas Major tatsächlich an Bord. Endlich, eine Umgebung ohne Menschen! Doch so ganz ohne geht es im Weltraum dann doch nicht. Blöd nur, dass kurz nach dem Start die Verbindung zur Erde ausfällt. Glücklicherweise hat Thomas eine Iridium-Telefon dabei, doch statt das Bodenpersonal zu informieren, ruft er kurzerhand seine Exfrau an. Aber statt ihr hat er eine nette ältere Dame am Telefon. Miss Gladys ist jedoch ein wenig dement und so entstehen schnell wirre - für den Leser aber teils durchaus amüsante - Gespräche. Zu allem Überfluss hat die gute Dame ihre Teenager-Enkel zur Aufsicht da, weil der Vater im Gefängnis sitzt. Sie hat auch Geld bekommen, um über die Runden zu kommen, doch hat sie an einen Betrüger verloren. Die drei sind kurz davor, ohne ein Dach über den Kopf dazustehen, haben aber auch schon eine Idee: Enkel James muss den Schüler-Wissenschafts-Wettbewerb gewinnen! Und mit einem echten Astronauten an der Seite, sollte das doch kein Problem sein! - Oder vielleicht doch?

Die Protagonisten sind wunderbar. Besonders Miss Gladys ist mir mit jeder Seite mehr ans Herz gewachsen. So ganz rund war mir die Geschichte leider nicht. Es gab immer wieder die eine oder andere Stelle, die ich als ein wenig unrealistisch empfand. Zum Ende hin wurde es dann etwas anstrengend, da die Geschichte bereits ein Ende gefunden hätte, vom Autor aber immer wieder künstlich verlängert wurde. Auch ist, gerade das Ende, nicht ganz glaubwürdig - aber schön! ;-)

Ich blicke auf dieses Buch mit gemischten Gefühlen. Der Roman an sich ist, besonders durch den lockeren Schreibstil, wirklich gut und die Handlung endlich mal etwas ganz anderes. (Respekt an den Autor für die Idee!) Letzten Endes handelt es sich jedoch bei Demenz um eine Krankheit, die alles andere als lustig ist. Weder für Betroffene, noch für Angehörige. Dieses Buch ist eine tolle Lektüre für alle, die den ersten Hintergrund nicht vergessen.

Bewertung vom 11.06.2018
Naturnahes Kochen - einfach, gut, gesund
Seitz, Erwin

Naturnahes Kochen - einfach, gut, gesund


weniger gut

Der erste Schock kam, als ich das Buch auspackte: Es roch extrem nach Farbe, stank förmlich. Im Übrigen stinken auch die Seiten im Inneren. Appetit anregend ist das leider nicht…
Das Cover ist, zumindest von der Optik, dann aber doch Natur nah, Eine Menge frisches Gemüse und Obst lacht dem Leser entgegen. Da es kein Glanzumschlag ist, leuchtet dieses zwar nicht knallbunt, sieht dafür aber in jedem Fall natürlich aus.
Bevor es ans Loskochen geht, führt Erwin Seitz, den Leser in die Warenkunde ein. Wer gut, lecker und vor allen Dingen gesund kochen möchte, braucht ein wenig Kenntnis der Zutaten. Der Autor hat so ziemlich alle Bereiche aus der Rubrik Nahrungsmittel gedacht: Von Obst und Nüssen über Kartoffeln und Hülsenfrüchte bis hin zu Kräutern und Getreide. Wirklich geholfen haben mir diese Seiten leider nicht. Da wir z.B. erzählt dass Bienen in den Leipziger Auwald gebracht werden oder der Handel mit Reise, im späten Mittelalter, nach Deutschland gebracht wurde. In wie fern mir das nun beim Kochen helfen soll, ist mir ein Rätsel. Vielmehr wirkt es hier wie Werbung für befreundete (?) Höfe. Die Adressen von Bio-Bauernhof, Gewürzhandel und Schlossimkerei gibt es nämlich direkt dazu und auch in den Rezepten findet sich immer wieder, dass man doch „vorzugweise Zutat X von Hof oder Marke Y“ verwenden soll…
Das Ausschlaggebende für mich, dieses Buch zu lesen, waren jedoch die Rezepte. (Diese beginnen übrigens ab Seite 107, was bedeutet dass sie etwa nur die Hälfte des Buches ausmachen.) Der Anspruch Seitz, laut seiner Aussage im Buch: „Speisen die leicht und bekömmlich sind, ohne langweilig zu schmecken“. Dabei eine „nicht allzu schwere Zubereitung“ und „vergleichsweise wenig Zeit in der Zubereitung, im Schnitte eine halbe Stunde“. An sich ja erst einmal alles eine gute Sache. Doch brauche ich nun wirklich kein Rezeot für „Haferflocken-Müsli mit Früchten, Nüssen und Ölsaaten“ oder „Sommerliches Obst mit Buttermilch und Balsamessig“. Wie eigentlich nicht anders zu erwarten, sind die meisten Rezepte leider eh nicht für Vegetarier geeignet. Was zwar schade ist, da es hier ja aber nicht expliziert als solches ausgewiesen wurde, bewerte ich diesen Punkt jedoch nicht negativ. Blöderweise gehen die Rezepte jedoch oft über vier Seiten. Völlig grundlos, denn hätte sich der Autor die lange Vorrede zu den einzelnen Rezepten (meist eine ganze Seite!) gespart, wäre alles schön übersichtlich. So steht der Titel auf der einen Seite und erst auf der nächsten kommen Zutaten und Rezept - ohne nochmalige Überschrift, was leider total verwirrend ist. Die Zubereitungsanleitung ist oft schlecht gegliedert, so dass man mit dem Lesen immer wieder von vorne beginnen muss. Hier hätte ich mir Absätze gewünscht. Zumindest sind die Anleitungen einfach und verständlich. - Was aber auch nicht schwer ist, da es keine wirklich spektakulären Rezepte gibt.
Jens Gyarmaty hat Fotos zu dem Buch beigesteuert. - Ein Kochbuch ohne optische Reize wäre ja auch wirklich eintönig und langweilig. - Das Verhältnis von Text und Bilder ist ausgewogen. Die Fotos sind meist ganz-, manchmal sogar zweiseitig. Doch auch die Natur bietet eine Menge frische und leuchtende Farben. Nicht wie hier alles total blass und unscheinbar. Teilweise sehen die Bilder, auch wenn sie meist gut gemacht sind, sogar etwas schmuddelig aus.
~°~ Fazit ~°~
Was der Leser hier bekommt ist vor allen Dingen viel Warenkunde. Wer sich nun eher nicht mit den Zutaten auseinander gesetzt hat, erhält mit diesem Buch einen guten Leitfaden. Die erklärenden Texte sind gut verständlich, allerdings finde ich sie ein wenig lang und zu wenig gegliedert. Ähnlich ist es bei dem Rezept. Hier fehlt eine Gliederung. So ist es viel geballter Text, der das Lesen doch recht schwer macht. Auch sind manche Rezepte irgendwie überflüssig. Die enthalten Fotos wirken teils leider etwas lieb- und kraftlos. Dieses Buch ist eine nette Idee, die Umsetzung ist leider nicht wirklich gelungen.

Bewertung vom 05.06.2018
Die Chiffren der Toten (eBook, ePUB)
Fischer, Kerstin

Die Chiffren der Toten (eBook, ePUB)


weniger gut

Kommissar Magnus Cassenbrock, ein Liebhaber knallharter Fakten und Schriftstellerin Laetitia Falck, in dessen Leben Esoterik eine bedeutende Rolle spielt. Zwei Charaktere, die fast unterschiedlicher nicht sein könnten. In einem Altenheim treffen sie aufeinander. Zusammen versuchen sie einen Mord aufzuklären. Der eine durch seine geliebten Takten, die andere durch Gespräche mit den Toten… Doch wo liegt die Grenze zwischen Wahn ung Wahrheit? Diese Frage stellen sich nicht nur die Ermittler…
Ich habe dieses Buch gelesen, weil ich es spannend fand, dass die Handlung in Bremen spielt und ich somit die Schauplätze kenne. Mein Gedanke war, dass ich mich so besser in die Geschichte hineinversetzen kann und sie dadurch echter, greifbarer wird. Leider war dieses nicht wirklich der Fall. Zwar kommt, ab und an, mal ein prägnanter Punkt der Stadt vor, aber dieser wird dann vielleicht mal mit einem Satz beschrieben und das war es. Besonders für Leser, welche Bremen nicht kennen, fehlt es dann an den „richtigen“ Eindrücken, was ich sehr schade finde.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, leider ab und an aber auch ein wenig zu ausschweifend und lahm. An vielen Stellen dachte ich mir: „Da hätte man das so und so viel spannender gestalten können.“ Genau das fehlt diesem Roman dadurch leider auch: Spannung. Tatsächlich ist es teilweise sogar eher etwas wirr, wenn z.B. Blut als roter Fischschwarm bezeichnet wird. Und auch das einer der Protagonisten eine Spinne zerquetscht und isst (zudem noch auf der Supermarkttoilette) oder die Stelle, an den er einen Hund erwürgen will, hat mein (Tierschützer)Herz eher bluten lassen, als meine bildliche Beschreibungen liebende Leseleidenschaft entfachen können. Natürlich ist es schwer ein Gleichgewicht zu finden, besonders dann, wenn es sich bei dem Hauptprotagonisten um eine psychisch gestörte Persönlichkeit handelt. Hier hat die Mischung aus Fiktion und Realität leider nicht wirklich geklappt. Schade, sich vorzustellen wie so ein „Irrer“ an einem vorbei geht, hätte schon seinen Reiz gehabt.

Bewertung vom 16.04.2018
Zeit für Wolke 7
Hammelmann, Winfried

Zeit für Wolke 7


weniger gut

Das Cover finde ich eher abschreckend. Auf Grund dessen, hätte ich das Buch wohl nie in die Hand genommen. Doch ich riskierte einen Blick auf den Klappentext und fand die Grundidee der Geschichte wirklich toll: Petrus hat sich verrechnet und dadurch Lena, viel zu früh, zu sich geholt. Wie gut das Nils, der unsterblich in eine 26jährige verliebt ist, aber vor allen Dingen ein absolutes Zahlengenie. Zahlen beruhigen ihn. Irgendwie. Er hat ausgerechnet, dass Lena noch 473352 Stunden geblieben wären. Diese muss er nun „einfach“ sammeln, um sie wieder zurück zu holen. Als wäre das noch nicht Herausforderung genug, hat Lena leider ganz andere Gefühle für Nils…
Nils ist wie der „Junge von nebenan“: Höflich, korrekt, aber unscheinbar. Er ist zwar immer da, aber doch nimmt man ihn einfach nicht bewusst wahr. Doch für seine Liebe überwindet er sich und kommt aus sich heraus, tritt auf andere zu. Es fällt ihm sichtlich schwer und diese „Schwäche“ macht ihn irgendwie sympathisch. Seine Beschäftigung mit Zahlen ist dagegen nicht so meines. (Aber gut, mit Zahlen kann ich persönlich auch nicht viel anfangen.) So toll die Idee der Handlung auch ist, leider konnte Winfried Hammelmann sie nicht richtig umsetzen. Oft wird vom eigentlichen Thema abgeschweift und alles wirkt wirr.
Auch dem Schreibstil konnte ich nicht wirklich etwas abgewinnen. Es wirkt oft gewollt witzig mit einem Klecks schwarzem Humor. Letzteres ist mir zwar sympathisch, aber hier wollte es einfach nicht recht passen.
Mit diesem Liebesroman schwelgte ich leider nicht auf Wolke 7, sondern blieb auf dem Boden der Tatsachen.

Bewertung vom 16.04.2018
Die Poesie des Fußballs

Die Poesie des Fußballs


sehr gut

Was an diesem Buch als erstes auffällt, ist die Hochwertigkeit. Auf Grund dessen finde ich es auch eine schöne Geschenkidee. Etwas irritiert haben mich die ausklappbaren Seiten in der Innenseite. Sie wirken wie ein Schutzumschlag, sind aber keiner und unter ihnen kommen nichts als Karos hervor. Vielleicht soll der Leser hier sein eigenes Fußballfeld zeichnen, vielleicht aber auch Notizen machen. Oder es ist einfach nur Kunst. Ich bin nicht dahinter gekommen.
Wie der Name des Buches bereits vermuten lässt, geht es in diesem Buch um Fußball. Dass das Runde in das Eckige muss, ist den meisten wohl bekannt und so sparen sich die Autoren irgendwelche Regelerklärungen. Stattdessen geht es direkt ans Eingemachte: An die Spiele selbst. Ob Göteburg, Tikitaka oder Ostzone gegen Westzone, die Mischung ist bunt. Beleuchtet wird meist eine, für das Spiel prägnante, Szene. Zu jedem der Texte gibt es eine ganzseitige Zeichnung. Mal als Skizze in Schwarz-Weiß, mal Farbig. (Fast) Immer aber sehr schön anzusehen.
Die Texte stammen nicht aus der Feder eines Autors, sondern sind von verschiedenen Fußballbegeisterten geschrieben. Entsprechend anders lesen sich die Texte. Während der eine eher sachlich formuliert, spürt man beim nächsten das Fieber. Die Mischung ist gut ausgewogen und es war kein Text zu trocken.

~°~ Fazit ~°~
Ein schönes Buch, rund um das runde (Kunst)Leder, bei dem der Leser die Vergangenheit noch einmal Revue passieren lassen kann.

Bewertung vom 16.04.2018
Der große Tag / Horse Club Bd.4
Walden, Emma

Der große Tag / Horse Club Bd.4


sehr gut

~ Cover ~
Das Cover zeigt Sofia mit ihrer Stute Blossom. Sehr eindrucksvoll wird hier die innige Beziehung der beiden zueinander dargestellt. Sowohl Pferd, als auch das Mädchen, sind etwas hervorgehoben, so dass sie „fühlbar“ sind. Leider fühlt sich das Cover insgesamt allerdings etwas ledrig und klebrig an, was so gar nicht mein Fall ist.

~ Darum geht’s (Eigene Zusammenfassung) ~
Hannah, Lisa, Sarah und Sofia sind absolute Pferdenarren und so verbringen sie jede freie Minute bei ihren Pferden. Zusammen haben die Freundinnen sogar einen supergeheimen Club gegründet, den „Horse Club“ – mit samt eigenem geheimem Wohnwagen!
Dem Reiterhof steht ein großen Fest bevor: Die jährliche Spenden-Show. Hier werden Spenden für den guten Zweck gesammelt, denn die Tierauffangstation benötigt dringend mehr Platz.
Die Mädchen sind total aufgeregt und diese Aufregung wird noch viel größer, als sie eine heruntergekommene Unterstellung finden. Sie sind schockiert, als sie erfahren, dass dort bis vor kurzem noch ein Pferd lebte. Wer macht so etwas nur? Gemeinsam mit Arun, dem Leiter der Tierauffangstation, machen sie sich auf die Suche nach den Hintergründen – und müssen bald feststellen, dass nicht immer alle so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

~ Storyline ~
Bei diesem Band handelt es sich bereits um den vierten Teil der „Horse Club“-Reihe. Ich selbst kenne die Vorgänger nicht, hatte aber auch nicht das Gefühl, dass mir Vorwissen fehlt. Es wird zwar zwischendurch auf ein Ereignis in der Vergangenheit angespielt, doch dieses lassen die Mädchen dann noch einmal Revue passieren, so dass niemanden etwas an Information fehlt.
Dadurch dass hier mehrere Ereignisse parallel (und schließlich zusammen) laufen, bietet die Geschichte viel Spannung. Zum einen gibt es da natürlich die Spendengala, für welche die Mädchen mit ihren Pferden hart trainieren, dann aber auch ein verwahrlostes Pferd, um das sich jemand kümmern muss und eine kleine Neiderin auf dem Reiterhof, die allen das Leben schwer macht. Die Protagonisten werden vor viele – kleine und große – Herausforderungen gestellt. – Ob sie alle meistern können?

~ Altersempfehlung ~
Die Altersempfehlung liegt bei 8 bis 10 Jahren. Das finde ich durchaus angemessen, denn in diesem Alter können die Leser bereits verstehen, was passiert. Allerdings denke ich, dass die Geschichte auch für (etwas) ältere Leser interessant sein kann, z.B. für Reitbegeisterte.

~ Schreibstil ~
Die große Schrift und der packende Schreibstil spornen förmlich zum (Weiter)Lesen an. Es macht Spaß die Mädchen zu begleiten. Durch die Beschreibungen fühlt man sich fast mit auf den Reitplatz versetzt. Auch die vielen Bilder sind wirklich klasse.

~°~ Fazit ~°~
Ein Buch (nicht nur) für kleine Pferdenarren. Mit Spannung erzählt und mit einem großen Quäntchen Lerngehalt: Über den Umgang mit Tieren, anderen Menschen und sich selbst.

~ Reihe ~
Der große Tag [Band 4]
Turnierträume [Band 3]
Spuren im Wald [Band 2]
Das Geheimnis um Lakeside [Band 1]