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Benutzername: Bambisusuu
Danksagungen: 11 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 92 Bewertungen
Bewertung vom 13.05.2020
Die Mitte ist ein guter Anfang
Bloom, Franka

Die Mitte ist ein guter Anfang


sehr gut

Mit "Die Mitte ist ein guter Anfang" hat die Autorin Franka Bloom genau den Kern der Frau 45+ beschrieben. Aber auch als junge Leserin hatte ich amüsante und aufregende Lesemomente mit Eva.

20 Jahre war Eva glücklich unverheiratet und dann erhält sie ganz plötzlich einen Heiratsantrag von ihrem Freund Arne. Ihre gemeinsame Tochter ist begeistert. Was für Eva ganz überraschend kam, löst in ihr eine Skepsis aus, die sie noch nicht zuordnen kann. Ist denn eine Hochzeit mit fast 50 noch nötig? Eva vermutet einen Hintergrund und traut Arne nicht ganz. Außerdem scheinen sich alle um sie herum zu trennen. Ob ein Neuanfang das Richtige ist?

Ein wunderbarer Roman, der auf warmherzige, unterhaltsame, aber auch emotionale Weise, der zweiten Lebenshälfte auf den Grund geht. Mit einem leichten, aber dennoch angenehmen Schreibstil habe ich mich gut in die Geschichte eingefunden. Eva ist mir auf Anhieb sympathisch. Neben ihr lernt man noch ihren Freund Arne, ihre Tochter und viele weitere Charaktere kennen. Ganz authentisch fühlt man mit Evas Gedanken und Sorgen mit.

Das Buch beweist, dass es nie zu spät für Veränderungen und Neuanfänge ist. Die Höhen und Tiefen des Lebens kommen gut zur Geltung. Themen, wie Beziehungsprobleme, Verluste, Ängste und der Sinn des Lebens stehen bewusst im Fokus. Dabei ist der Roman dennoch locker zu lesen. Die Tiefgründigkeit ist nicht zu langatmig, sodass das Buch doch eher eine nette Lektüre für Zwischendurch ist.

Die authentischen Alltagssituation mit Eva haben mich begeistern können. Schritt für Schritt begleitet man sie auf ihr neues Abenteuer. Die Freude am Leben sorgt für gute Laune!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.04.2020
Thirty (eBook, ePUB)
Bradley, Christina

Thirty (eBook, ePUB)


gut

Der Liebesroman "Thirty" von Christina Bradley aus dem Forever Verlag und hat eine amüsante Idee, die mir sofort gefallen hat - innerhalb 30 Tage, 30 Dates zu haben, um den richtigen Mann an seiner Seite zu finden. Auf dieses außergewöhnliche Abenteuer habe ich Bella gespannt begleitet. Es konnte mich jedoch zum Schluss nicht ganz überzeugen.

Bella hat sich ihr Leben mit ihren fast dreißig Jahren anders vorgestellt. Ihren Traummann hat sie immer noch nicht gefunden und ihre Sterne sprechen nicht für sie. Ihre Freundin Esther hat aber die geniale Idee. Wie wäre es mit 30 Dates in 30 Tagen (bis genau zu ihrem 30. Geburtstag)? Bella entscheidet sich dafür und ist bereit den Mann an ihrer Seite zu finden bzw. zu suchen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr modern, locker und leicht. Während der Szenen hat man das Gefühl man sei Bellas beste Freundin. Ihre direkte Redensart und das ein oder andere Schimpfwort fliegt nur so durch die Zeilen. Bella nimmt keinen Blatt vor den Mund. So ist es auch bei ihren zahlreichen Dates. Fand ich ganz witzig!

30 Dates sind eine große Herausforderung. Um alles festzuhalten, führt Bella für ihre Freundin Esther Protokoll. Von Name, Ort bis hin zum genausten Ablauf erfährt sie somit alles. Dabei ist die Geschichte an vielen Stellen eine reinste Abhandlung des Protokolls. In Briefform berichtet Bella die Dates bis ins kleinste Detail. Als Leser zählt man dadurch förmlich die einzelnen Dates mit. Hier hätte ich mir mehr Abwechslung und Wendungen gewünscht.

Die Dates entwickeln sich ganz unterschiedlich. Bella wirkt manchmal etwas chaotisch, aber auch albern. Die Treffen sind amüsant, spannend, aber auch erschreckend. So kommt ein wenig Unterhaltung in die Geschichte. Die Idee hinter diesem Buch fand ich klasse, auch wenn so etwas nicht in die Realität stattfindet. Die Autorin kommt zu einem gelungenen Fazit (ohne zu viel zu verraten). Dennoch habe ich das Ende nach über 400 Seiten wirklich zu prompt gefunden.

Eine tolle Geschichte, die aufheitert, aber ich mir insgesamt anders vorgestellt habe. Die Abwechslung kam mir zu kurz und das Ende hätte ich mir genauer gewünscht. Trotzdem eine nette Lektüre!

Bewertung vom 23.04.2020
Die Frequenz des Todes / Jula Ansorge Bd.2
Kliesch, Vincent

Die Frequenz des Todes / Jula Ansorge Bd.2


ausgezeichnet

Der Thriller "Die Frequenz des Todes" ist der 2. Teil der Reihe "Auris von dem Autor Vincent Kliesch, den er nach der Idee von Sebastian Fitzek geschrieben hat. Klingt erst merkwürdig, aber wenn man die Fitzek Romane kennt, ist es verständlich. Man kann die Bücher unabhängig lesen, verpasst aber dadurch einen 1. spannenden Teil, der im 2. Teil fortgesetzt wird. Auch hier dreht wieder alles um Hegel, der durch sein gutes Gehör bekannt ist, und um die Podcasterin Jula Ansorge. Ihre diesmalige Mission ist ein verschwundenes Baby wiederzufinden.

Der Einstieg ist auch in diesem Buch wieder super spannend. Ein Notruf einer Mutter geht bei der Polizei ein. Ihr Kind sei weg und nur Blut ist vorzufinden, mehr erfährt die Polizei nicht. Da kann nur der forensische Phonetiker Matthias Hegel, der sich eigentlich als Mörder in Untersuchungshaft befindet, helfen. Auch Jula Ansorge wird gezwungenermaßen mit in die Ermittlungen involviert. Beide versuchen den Grund des Verschwinden auf die Suche zu gehen und bringen sich dabei in tödliche Gefahr.

Die Handlung knüpft spannend genau an dem ersten Roman an. Die Thriller-Reihe verspricht eine große Spannung, Aufregung und Nervenkitzel. Vincent Kliesch gelingt es geschickt mit der Psyche des Lesers zu spielen. Alles wird hinterfragt - was ist die Realität und warum passieren so viele seltsame Dinge?! Ich habe mich als Leser dadurch mitten im Geschehen gefühlt und konnte das Buch wieder kaum aus der Hand legen. Zudem zeigt der Autor in seinem Roman das Thema Phonetik auf ganz spannende Weise auf. Wem das kein Begriff ist, wird es in dieser Geschichte bis ins Detail kennenlernen, ohne dabei gelangweilt zu sein. Das Buch ist insgesamt auf Perspektivwechsel aufgebaut, sodass man von mutmaßlichen Tätern, Hegel, Jula oder der Polizei viel erfährt und an dem Geschehen noch näher dran ist.

Man tappt als Leser bis zum Schluss im Dunkeln. Immer wieder folgen überraschende Wendungen, neue Erkenntnisse und schreckliche Tatsachen. Das Buch ist an vielen Stellen nichts für schwache Nerven, dennoch nicht so brutal wie manch andere Thriller. Psycho-Thriller trifft es hier richtig. Blutige Szenen und brutale Morde sind hier kein Hauptbestandteil, was ich ganz gut fand.

Ein sehr außergewöhnlicher Thriller, mit ganz einzigartigen Charakteren und einer mitreißenden Handlung. Ich bin gespannt, ob es weitergeht, denn diese Bücher sind Suchtgefahr und für Fitzek-Fans ein absolutes Muss!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 12.04.2020
Rendezvous in zehn Jahren
Pinnow, Judith

Rendezvous in zehn Jahren


ausgezeichnet

Der Liebesroman "Rendezvous in zehn Jahren" ist mein erster gelesener Roman von der Autorin Judith Pinnow. Die Geschichte ist romantisch, unterhaltsam, aber auch spannend. Viele überraschende Wendungen sorgen innerhalb der Handlung für großen Nervenkitzel. Ich hatte dadurch viel Freude beim Lesen.

Valerie verbringt ihren Kurztrip mit ihrer Schwester in Amsterdam. In einem kleinen Café stößt sie auf den Holländer Ted. Ohne großes Kennenlernen fühlen sich Valerie und Ted ganz vertraut. Sie erzählen von ihren Träumen, Sehnsüchten und Wünschen. Ted liebt die Berge und Valerie mag nichts sehnlicher als das Meer. Kurzerhand entschließen sie sich für ein Wiedersehen. Aber nicht irgendwann, sondern genau in 10 Jahren zur selben Zeit. Eine sehr verrückte Idee! Beiden wird nach dem Treffen jedoch schnell klar, dass sie nicht 10 Jahre aufeinander warten wollen und versuchen das Schicksal zu verändern.

Die Idee der Geschichte hat mich sofort angesprochen. Es ist mal eine andere Art von Liebesromanze und dazu noch spannend. Valerie und Ted sind sympathische Charaktere und eigentlich ganz grundverschieden. Trotzdem erhoffen sie nicht nur auf die Erfüllung ihrer Träume, sondern auch die richtige Person an ihrer Seite zu finden. Es ist natürlich etwas überspitzt dargestellt, dass die beiden nach diesem kurzen Kennenlernen, ihren Weg wieder zueinander finden wollen. Aber die locker, leichte Geschichte macht das auch irgendwie aus.

So versuchen beide, mit dem selben Gedanken sich wiederzufinden, ihr Schicksal zu verändern. Ärgerlicherweise haben Valerie und Ted nicht mehr als ihr nächstes Treffen in 10 Jahren vereinbart und wissen somit nur die Wohnorte und das Café. Wie das Schicksal so ist, suchen sich Valerie und Ted gegenseitig und verpassen sich dadurch häufig nur ganz knapp. Ob durch Freunde oder Orte, immer kommt etwas dazwischen. Das sorgte bei mir natürlich für eine Menge Spannung. Immer wieder stellt man sich die Frage, werden sie je vor ihrem Treffen sich sehen und wann und wo ist dieser Moment?

Sowohl in Valeries als auch in Teds Lage habe ich mich als Leser hineinversetzen können. Die Autorin sorgt nämlich mit dem ständigen Perspektivswechsel für eine authentische Atmosphäre. Die Perspektiven wechseln häufig sogar nur mit einem kleinen Absatz mitten im Kapitel, was zu Beginn etwas ungewöhnlich ist, aber ich mich nach einer gewissen Zeit dran gewöhnt habe. Insgesamt eine leichte Lektüre, die mich aber dennoch sehr unterhalten und gefesselt hat! Ich werde die Autorin genauer verfolgen. Das Buch hat mir wirklich gefallen.

Bewertung vom 05.04.2020
Sylt oder Sahne
Thesenfitz, Claudia

Sylt oder Sahne


sehr gut

Die Autorin Claudia Thesenfitz überzeugt mich mit ihren unterhaltsamen und leichten Geschichten immer wieder. Auch mit "Sylt oder Sahne" wird für amüsante Lesestunden gesorgt. Ein perfekter Urlaubsroman, der auf Sylt spielt!

Die Liebe läuft bei Nele gar nicht rund. Schuld ist ihrer Meinung nach ihr Übergewicht. Deshalb beschließt sie kurzerhand sich zu einer Fastenkur auf Sylt anzumelden. Sie erhofft sich ihren Körper, aber auch ihre Seele damit zu detoxen und um danach einen Neustart wagen zu können.

Der Anfang fällt Nele nicht so einfach, wie erhofft. Dafür trifft sie aber auf nette Personen, wie Angela, die ebenfalls an der Kur teilnimmt. Zum ersten Mal kommt Nele durch die schöne Insel und das Meer auf andere Gedanken. Der Zweifel an der Kur bleibt dennoch bestehen. Mit der Zeit wird auch ihr klar, dass das Wohlfühlen im Körper nicht nur vom Essen bestimmt wird.

Mit der Hauptprotagonistin Nele hatte ich einige Szenen zum Schmunzeln. Ihre direkte und authentische Art hat mir gefallen. Nach kurzer Zeit konnte ich mich in ihre Lage hineinversetzen und habe ihre Einstellung zu der Kur in vielen Momenten verstehen können.

Die Autorin bringt mit der Fastenkur ein sehr aktuelles und brisantes Thema in den Vordergrund. Mittlerweile ist man absolut überladen von den ganzen Ernährungsweisen, Tipps und Routinen, was die Autorin gut getroffen hat. Nach diesem Roman hat man über die Fastenkur viele Kenntnisse gewonnen. Die Autorin macht vor keinen Details halt, was die Geschichte interessant und abwechslungsreich macht. Mir manchmal aber auch ein Tick zu viel war. Die Recherche ist dennoch gelungen!

Nele hat mich in vielen Szenen an Bridget Jones erinnert. Die Beschreibungen war tollpatschig und dennoch liebenswürdig. Neben der Fastenkur ist auch der Zusammenhalt, die Freundschaft und die Liebe vordergründige Themen in diesem Roman. Auch wenn ich viele Momente zum Lachen hatte, so hat die Spannung zum Ende etwas abgenommen. Viele Handlungen lassen sich frühzeitig erkennen und sind daher nicht immer so spannend. Lachen konnte ich trotzdem, deswegen ist es für mich eine leichte, sommerliche Urlaubslektüre!

Bewertung vom 16.03.2020
Die Farben der Schönheit - Sophias Hoffnung / Sophia Bd.1
Bomann, Corina

Die Farben der Schönheit - Sophias Hoffnung / Sophia Bd.1


ausgezeichnet

Der historische Roman "Die Farben der Schönheit - Sophias Hoffnung" wurde von der Bestseller-Autorin Corina Bomann geschrieben und ist der erste Band einer neuen Reihe. Alle drei Bände handeln von Sophia, eine mutige junge Frau in den 1920er/ 1930er Jahren.

Sophia Krohn steht mit zwanzig vor einem Scherbenhaufen. Ihre erste große Liebe ist in einem Skandal geendet, ihr Vater will sie nicht mehr sehen, das Studium kann sie sich nicht mehr leisten. Ihre Träume zerplatzen, und Sophia flüchtet nach Paris. Doch sie gibt nicht auf. Schon immer wollte sie die Frauen in ihrer Schönheit erstrahlen lassen. Helena Rubinstein erkennt Sophias Talent und gibt ihr eine Chance. Mutig folgt Sophia der Beauty-Pionierin nach New York, wo sie Erfolg und Glück findet. Aber Helena Rubinstein verlangt von ihr, zehn Jahre lang unverheiratet zu bleiben. Ein hoher Preis, denn gerade hat Sophia ihr Herz wieder geöffnet.

Von der Autorin habe ich auch schon einige Romane gelesen und ich finde den Schreibstil einfach immer wieder toll. Der erste Eindruck hat mir schon sehr gut gefallen. Das Cover sieht unglaublich schön aus und passt perfekt in die Zeit. Die Handlung spielt um 1926, was für Frauen wie Sophia keine einfache Zeit war. Nervenaufreibend und spanend erlebt man Sophias Situation mit. Denn gleich zu Beginn trifft sie sofort ein Schicksalsschlag und als Leser fiebert man ganz schön mit.

Sophia ist eine echt toll Hauptcharakterin, die mich mit ihrer Art mächtig beeindruckt hat. Für ihr junges Alter ist sie sehr mutig und stark. Gleich zu Anfang trifft sie ein Schicksal, welches sie emotional mitnimmt. Dennoch geht Sophia auch ohne ihre Familie ihren Weg. Ihr bei den Taten zu folgen, ist dabei absolut spannend. Sophia reist durch Berlin, Paris und New York, drei unglaublich traumhafte Orte. Es ist super spannend sie auf diese Reise zu begleiten. Die Zeit ist einfach wundervoll in den 1930er Jahren. Durch die Geschichte hatte ich die Städte absolut vor Augen und habe mich wie vor Ort gefühlt.

Das Buch hat mich von Beginn an begeistern und mich komplett in seinen Bann ziehen können. Der Schreibstil ist wunderschön und das Cover ist auch ein echter Hingucker. Sophia eine sympathische Frau, der ich gerne bei der Reise gefolgt bin. Ein perfekter historischer Roman! Am 29.Mai erscheint bereits der 2.Band der Reihe. Ich bin schon ganz gespannt.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 08.03.2020
Dolce Vesuvio. Ein Italien-Roman.
Wallat, Astrida

Dolce Vesuvio. Ein Italien-Roman.


sehr gut

Der Liebesroman "Dolce Vesuvio" wurde von der Autorin Astrida Wallat geschrieben und ist ein amüsanter und herzlicher Italien-Roman, der auf Anhieb mit dem wunderschönen Cover für tolle Sommerlaune sorgt!

Carlotta, auch Lollo genannt, liebt die Archäologie und nimmt dankend das Angebot auf eine Reise nach Pompeji an. Der Sommer verspricht viele Ausgrabungen. Doch neben der großen Freude steht ihr unerwartet ihr Konkurrent Alessandro Mategna zur Seite. Ob das wohl gut endet?



Die Autorin hat einen amüsanten, leichten Schreibstil, der Lust auf Urlaub macht. Der Einstieg verläuft locker und schnell sind einem die verschiedenen Charaktere vertraut. Als Hauptprotagonistin fand ich Lollo sympathisch und authentisch. Ihre Art ist direkt und ehrlich, was ich an ihr besonders geschätzt habe. Besonders in ihrem Liebesleben geht es innerhalb der Handlung drunter und drüber. Der gewisse Humor durfte hier natürlich nicht fehlen. Ich habe an vielen Stellen schmunzeln müssen.

Da es paar mehr Personen sind, hat man verschiedene Charaktere, die für gute Abwechslung sorgen. Insbesondere die Männer in Lollos Umgebung sind ganz grundverschieden und fand ich besonders unterhaltsam. Die Romantik kommt hierbei aber ebenfalls nicht zu kurz. Romantische Szenen sorgen für Spannung.

Am meisten hat mir aber tatsächlich die italienische Atmosphäre gefallen, die der Autorin wirklich gelungen ist. Man merkt sofort, diese Autorin kennt sich in dieser Gegend aus! Ob köstliche Restaurants, die tolle Stadt oder "typische" Verhaltensweisen, alles ist vertreten und kommt mir dabei keineswegs übertrieben vor. Zusätzlich hat jedes Kapitel ein lateinisches Zitat, was dem Leser bereits einen ersten Eindruck auf die folgenden Seiten gibt. Sehr schön gemacht!


Ein amüsanter und spannender Italien-Roman, der für gute Laune sorgt und Lust auf den Sommer macht! Perfekt für die verregneten Tage, wenn man in Urlaubsatmosphäre kommen möchte. Archäologie, Humor, Romantik und Familiendrama sorgt für eine tolle Mischung.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 28.02.2020
Wenn kleine Kinder müde sind
Reider, Katja

Wenn kleine Kinder müde sind


ausgezeichnet

Das Kinderbuch "Wenn kleine Kinder müde sind" ist von der Autorin Katja Reider und stammt aus dem Ravensburger Verlag. Es hat ein sehr stabiles Material und wird ab 12 Monaten empfohlen, was ich auch so empfunden habe. Eine Geschichte kann man es nicht unbedingt nennen, sondern eher niedliche, kurze Gute-Nacht-Reime. Perfekt für die ganz Kleinen!

In diesem Buch geht es speziell um besondere Gute-Nacht-Reime. Das Buch beinhaltet 24 Seiten und jede Seite hat einen eigenen Reim mit einem schönen Bild. Der Reim widmet sich einem Einschlafirtual. Denn jedes Kind hat seine eigene Vorstellung vom Einschlafen. Für das eine Kind ist es das Kuscheltier, für das andere das Nachtlicht.

Die Bilder sind bunt und einfach gehalten. Kleine Details sind dennoch versteckt. Für kleine Kinder ganz ideal, sodass sie nicht überfordert sind. Mit wenig Text bleibt die Illustration im Vordergrund. Das Kind hat somit die Chance sich die Bilder genau anzuschauen und seiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Die Kulisse ist dabei immer sehr eindeutig. Die Illustrationen fand ich sehr niedlich und kindgerecht. Die Reime fördern zudem die Sprachentwicklung, was ich sehr toll finde. Ein schönes Gute-Nacht-Buch zum kinderleichten Einschlafen!

Bewertung vom 27.02.2020
Das Haus der Frauen
Colombani, Laetitia

Das Haus der Frauen


ausgezeichnet

Das Buch "Das Haus der Frauen" ist bereits das zweite Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Nach "Der Zopf" war ich gespannt, wie diese Geschichte ist, die von der Handlung ganz anders ist. Ich kann sagen, es ist wieder ein gelungener Roman, der absolut tiefgründig und eine klare Leseempfehlung von mir ist.

Das Buch spielt in zwei unterschiedlichen Zeiten in Paris. Einmal befinden wir uns im Heute, wo wir die Frau Solène begleiten. Sie ist eine erfolgreiche Anwältin, die nach einem Suizid ihres Klienten einen Zusammenbruch erleidet. Um wieder in den Alltag zurückzufinden, fängt sie ehrenamtlich als Schreiberin in einem Frauenhaus an. Es ist das Haus, was die Zuflucht aller Frauen dieser Welt ermöglicht. Neben den Tätigkeiten lernt Solène, was Zusammenhalt für ein Glück sein kann und erkennt wieder den Sinn des Lebens.

Der andere Teil der Geschichte spielt in den 1920er Jahren und handelt von der Frau Blanche Peyron, die das Haus der Frauen gegründet hat. Ihren Mut und das Kämpfen gegen die Ungerechtigkeit macht sie zu einer besonderen Frau. Dass die Frau tatsächlich existiert hat, macht das Buch zu etwas ganz Besonderem.

Wie im "Der Zopf" schreibt auch hier die Autorin viel über verschiedene weibliche Charaktere. Ihre Unterschiedlichkeit und dennoch Verbundenheit schafft eine einzigartige Handlung. Laetitia Colombani bringt sowohl Solène und Blanche, aber auch die anderen Frauen mit einer beeindruckenden Tiefgründigkeit dem Leser näher. Ich konnte mich total in deren Lage hineinversetzen und fand besonders den Zeitwechsel interessant. Solènes und Blanches Alltag wird zu Beginn ganz separat behandelt und von Kapitel zu Kapitel erschließt sich die Verknüpfung. Das ist der Autorin wirklich gelungen!

Aber auch die Geschichten der Frauen im Haus sind facettenreich, sodass ich gebannt der Erzählung gefolgt bin. Die Geschichte baut große Spannung auf, ohne dass die Autorin die Geschichte großartig mit Adjektiven umschmückt. Der Schreibstil ist einmalig!

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.01.2020
Die Frauen vom Alexanderplatz
Schneefuß, Elke

Die Frauen vom Alexanderplatz


sehr gut

Der historische Roman "Die Frauen vom Alexanderplatz" wurde von der Autorin Elke Schneefuss geschrieben und spielt um 1918, also in der Nachkriegszeit des 1.Weltkriegs. Das Cover verspricht einen tollen Frauenroman, welches mit der spannenden Handlung nur bestätigt wird!

Die Geschichte spielt in Berlin 1918. Der Krieg ist vorbei, dennoch ist das Land erschüttert und trägt starke Folgen mit sich. Die drei Frauen Vera, Hanna und Fritzi möchten trotz allen Umständen ihre Träume wahr werden lassen und für ihre Liebe kämpfen. Die Schneiderstochter Vera verliebt sich nach einer Begegnung in den Matrosen Benno und trifft plötzlich auf ihren traumatisierten Bruder wieder. Fritzi befindet sich hingegen auf der Suche nach dem Vater ihres Kindes (Benno) und die reiche Fabrikantentochter Hanna will gegen den Willen ihrer Eltern Krankenschwester werden.

Die Geschichte beinhaltet viele Charaktere, was jedoch zu keinen Schwierigkeiten während des Lesens führt. Denn bereits nach wenigen Seiten hat man die atemberaubende Kulisse vor Augen und fühlt sich in die damalige Zeit versetzt. Für einen historischen Roman ist der Schreibstil hierbei recht locker und leicht gehalten, sodass man einfach in die Handlung eintauchen kann. Obwohl die Zeit sehr turbulent und ereignisreich war, lässt das Buch einen keineswegs nachdenklich stimmen. Es ist eher ein schönes Buch, welches die emotionalen und träumerischen Schicksale der drei Frauen auf spannende Weise näherbringt.

Mit wechselnden Perspektiven komme ich als Leser den drei Frauen sehr nah. Man erlebt die Gefühle, lernt die Hintergründe und Zukunftsabsichten kennen. Auch wenn die drei Frauen sich in der selben Zeit befinden, sind sie doch ziemlich unterschiedlich. Das sorgt für die gewisse Spannung, da jede für sich ihre eigenen Ziele versorgt. Im Laufe der Handlung treffen sie aufeinander, was für Ungeahntes sorgt. Als Leser habe ich das gebannt verfolgt.

Auch das Verhalten gegenüber den Frauen in der Nachkriegszeit kommt in dieser Geschichte gelungen zur Geltung. Vera, Fritzi und Hanna beweisen an vielen Stellen Mut, Zusammenhalt und hohe Intelligenz, was zu dieser Zeit nicht immer vertreten war. So müssen auch die drei Frauen zum Teil belästigende Bemerkungen über sich ergehen und sich gegenüber ihrer eigenen Familie behaupten.

Eine wirklich sehr interessante Zeit, über die ich gerne noch mehr erfahren hätte. Der Schreibstil war klasse und auch die Charaktere waren sehr spannend! Ich bin neugierig auf weitere Bücher der Autorin.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.