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Benutzername: foxydevil
Danksagungen: 5 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 119 Bewertungen
Bewertung vom 04.06.2020
Die Frauen vom Alexanderplatz
Schneefuß, Elke

Die Frauen vom Alexanderplatz


ausgezeichnet

Historischer Roman einer vergangenen aber interessanten Zeit

Ich mag Berlin und auch die Historie.
Aus diesem Grund wurde ich auf den Titel aufmerksam und wollte mehr erlesen.
Ebenso war mir die Autorin bisher unbekannt.

Aus dem Inhalt:

In Berlin im Jahr 1918 ist man durch die Ereignisse des 1. Weltkrieges geprägt und die Novemberrevolution ist aktiv.
Dort begegnen sich Benno und Vera und verlieben sich ineinander.
Allerdings gibt es noch Fritzi die Jugendliebe von Benno welche auf der Suche nach ihm ist und ihn zurückhaben möchte.
Auch kommt Hanna nach Berlin um ihre Träume zu erfüllen.
Die Frauen träumen den Traum einer besseren Zukunft – doch wird sich dieser Traum erfüllen?

Meine Meinung:

Das Buch versetzt einen in ein Berlin welches durch die Geschichte geprägt ist.
Ich war sofort mittendrin im Geschehen und hatte direkte Bilder vor Augen.
Auch wenn mir im Ganzen etwas mehr Lokalkolorit gefehlt hat und der Alexanderplatz in der Handlung recht wenig Bezug hatte.
Der Schreibstil ist leicht zu lesen und das zieht sich durch das gesamte Buch.
Auch die abwechselnden Erzählstränge fand ich gut gelungen.
Eine ist Zeit wo es Frauen in ihrer Rolle eh schon schwer hatten und nun nach dem Krieg für Selbstverwirklichung kaum eine Lobby haben.
Alle müssen sich mit veränderten Umständen auseinandersetzen.
Bei den Tiefen zu den Charakteren wäre noch etwas mehr Hintergrund und Emotion möglich gewesen.
Der Blick auf die Frauen aus den unterschiedlichen sozialen Schichten und ihre Bemühungen ihr Leben zu gestalten hat mit trotzdem gefallen.
Auch der Ausblick am Ende ist gut gelungen und es wäre eine Möglichkeit einer Fortsetzung gegeben.

Fazit:

Ich empfehle das Buch gern weiter und vergebe 4 Lesesterne!

Bewertung vom 04.06.2020
Die Welt von morgen / Die Fotografin Bd.3
Durst-Benning, Petra

Die Welt von morgen / Die Fotografin Bd.3


ausgezeichnet

Ein toller Roman aus einer anderen Zeit – toller Fortsetzungsroman

Ich wurde auf diesen Roman aus dem Blanvalet Verlag aufgrund des sehr schönen Buchcovers und meines Leseinteresses aufmerksam.
Romane mit starken Menschen welche ihren Weg gehen in einer anderen Zeit finde ich immer spannend zu lesen.
Auch war mir die Autorin Petra Durst- Benning bisher unbekannt.

Aus dem Inhalt:

Mimi Reventlow nimmt nach dem Tod ihres Onkels ihre Tätigkeit als Wanderfotografin wieder auf.
Und dabei ist sie in Begleitung von dem Gastwirtssohn Anton welcher ihr Geschäftspartner wird.
Nach ihrem Aufenthalt in einer ländlichen Umgebung reizt das großstädtische Berlin.
Anton hat mit einer Idee ein guter Start während Mimi auf berufliche Schwierigkeiten stößt.
In der Zeit haben mehr und mehr Menschen eigene Möglichkeiten zu fotografieren.
Doch Mimi wäre nicht sie selbst wenn sie nicht als Macherin Wege finden würde diese Situation zu meistern.
Aber das ist nicht die einzige Herausforderung die das Leben stellt!

Meine Meinung:

Ich war sehr neugierig auf das Buch, welches nun mittlerweile der 3. Teil ist.
Und um es gleich vorwegzunehmen: ich hatte keine Schwierigkeiten mich auf Mimi oder die anderen Charaktere oder Situationen einzustellen, da kleine Rückblenden für ein gutes Verständnis beigetragen haben.
Auch passt das Cover sehr gut zum Buchinhalt!
Schon von der ersten Seite war ich von der Handlung gepackt und von den sehr gut zu lesenden Schreibstil!
Ich flog nur über die Seiten.
Ich hatte Kopfkino und das gefällt mir bei Büchern immer sehr!
Mimi gefällt mir sehr gut da sie wandlungsfähig ist, nicht aufgibt und ihren Weg versucht zu meistern.
Das war in der damaligen Zeit mit der Stellung der Frau mit Sicherheit eine große Herausforderung.
Auch gefällt mit bei allen Charakteren die ungeheure Vorstellbarkeit und das macht sie einem sehr nah.
Die Handlung ist rund und unterhaltsam und unerwarteten Ereignissen und man bekommt einen guten Einblick in die damalige Zeit.
Eines gefällt mir nicht….der Cliffhanger am Ende. ;o)
Denn es wird einen weiteren Band geben auf den ich mich jetzt schon sehr freue!
Die Wartezeit verkürze ich mir indem ich die Vorgängerbände.

Fazit:

Das Buch hat alles was ein historischer Roman beinhalten sollte!
Ich empfehle das Buch sehr gern weiter und vergebe 5 Lesesterne

Bewertung vom 03.06.2020
Hamish Macbeth hat ein Date mit dem Tod / Hamish Macbeth Bd.8
Beaton, M. C.

Hamish Macbeth hat ein Date mit dem Tod / Hamish Macbeth Bd.8


ausgezeichnet

Netter Cosy Krimi

Schon lange stand der Wunsch ein Hamsih MacBeth zu lesen.
Als ich das Cover sah wurde ich sehr neugierig habe ich doch in Schottland so einen Hirsch direkt vor der Nase- ok der Apfel fehlte damals.
Aber es soll ja zum Inhalt passen ;o)
Nun endlich hat es geklappt.

Aus dem Inhalt:

Im Tommel Castle Hotel dem ursprünglichen Herrenhaus von Priscillas Vater quartiert sich eine Partneragentur mit 8 ihrer Kunden für ein Wochenende ein.
Das Ziel ist es für jeden einen passenden Partner/in für den ausgesuchten Kreis zu finden.
Diese gehofft zueinander passenden Personen teilen leider die Gedanken der Agenturcheffin Maria nicht wirklich.
Obendrein ist Maria nicht gerade erfreut als ihre Teilhaberin Peta, welche sie gern aus der Agentur gekauft hätte, auftaucht.
Peta meint als Teilhaberin wäre es berechtigt wenn sie selbst Begehrlichkeiten bezüglich eines Mannes anmeldet.
Doch ihr spezielles Wesen macht es ihrer Umgebung nicht gerade leicht.
Und schon bald ist ein Opfer zu beklagen.
Für Hamish und Priscilla verläuft diese Zeit nicht wie erhofft!

Meine Meinung:

Das es sich hiermit um den bereits 8. Teil handelt war mir bewusst und ich nehme mal voraus das absolut nicht störend war der Handlung zu folgen da jede Handlung abgeschlossen ist.
Als Hamish Neuling ist das auch gut so.
Wer allerdings mehr zu den Charakteren wissen möchte welche die Bücher durchziehen dem seien die anderen Vorgängerbücher empfohlen.
Der Schreibstil ist gut zu lesen und man hat das Buch schnell durch.
Besonders schön finde ich an jedem Kapitelbeginn die Schriftstellerzitate.
Die Handlung ist erkennbar etwas her, aber es erklärt sich, wenn man weis das das Buch 1993 schon erschienen ist.
Heute würde man wohl weniger eine Partneragentur nutzen. :o)
Die Charaktere sind alle speziell und es ist alles dabei…vom Normalo bis zum blaublütigen Adel.
Und da kann man unterschiedlicher Meinung sein, denn einige sind arg überspitzt gezeichnet.
Zum Beispiel ein hemmungsloses Opfer und der Umgang der Anderen mit dessen Ableben.
Die Auflösung erklärt sich mir nicht gut - also ist für mich nicht unbedingt logisch.
Aber das ist Glaubenssache des Lesers.
Etwas vermisst habe ich spannende Wendungen, allerdings die Handlung plätscherte nur vor sich hin.
Leider ist mir Hamish auch etwas zu blass dargestellt.
Da werde ich mir einmal die anderen Bände zu Gemüte führen um mal zu vergleichen.

Fazit:
Ich hatte einen entspannten Cosy Krimi erwartet und das wurde geliefert.
Allerdings finde ich die Handlung irgendwie zu skurril und die Charaktere zu gewöhnungsbedürftig.
Daher vergebe ich 3,5 Sterne.

Bewertung vom 03.06.2020
Denn das Leben ist eine Reise
Miller, Hanna

Denn das Leben ist eine Reise


sehr gut

Einfach mal das Leben in die eigene Hand nehmen

Das Cover stach mir ins Auge denn die Farben sind herrlich sommerlich.
Auch der Titel klang zunächst interessant.
Und eine mir bisher unbekannte Autorin, das gefällt mir ja immer gut und reizt mein Leseinteresse.

Aus dem Inhalt:

Aimée ist mit ihrem Leben nicht so wirklich zufrieden.
Ihr Partner und Vater ihres Sohnes ist lehnt den Sohn ab und verhält sich auch so nicht unbedingt als Traumpartner und ihre heile Welt hat Risse.
Als Aimée in der Garage ihren alten Bully wieder entdeckt entflieht sie der erdrückenden Situation und macht sich mit ihrem Sohn auf die Reise.
So wie früher als sie mit Ihrer Mutter im Wohnmobil gelebt hat.
Ein neuer Anfang könnte in Südengland gelingen als plötzlich ihre Vergangenheit in Form einer Jugendliebe vor ihr steht.

Meine Meinung:

Dieser Roman aus dem Lübbe Verlag greift das Thema Sein Leben selber in die Hand nehmen und zu sich finden auf.
Der Einstieg gelang mir sehr gut, und das liegt auch an dem entspannt zu lesenden Schreibstil welcher einen durch das Buch fliegen lassen.
Auch möchte ich den positiven Eindruck von St. Ives erwähnen, denn dieser ist gut eingefangen und ich fühlte mich beim Lesen dorthin zurück versetzt.
Die Autorin webt eine Geschichte rund um Aimée.
Aus dem belastetem Verhältnis der Vergangenheit zu ihrer Mutter, aus der Gegenwart dem Vater ihres Sohnes welche sie dazu bringen ihr Leben hinter sich zu lassen und einfach los zu düsen.
Wer findet diesen Gedanken nicht gut?
Die Charaktere sind vorstellbar beschrieben, und einige polarisieren durch ihre gegensätzliche Art.
Auch wird das durch die diversen Ereignisse gekonnt untermalt ohne eine Schwere aufzubauen.
Im Buch wechseln die Zeiten und man bekommt einen guten Überblick über die Vergangenheit von Aimée und so erklären sich Hintergründe.
Trotzdem konnte ich nicht alle Sichtweisen von Aimée teilen.
Die Liebe spielt einen wichtigen Part und macht die Handlung etwas runder, allerdings wer große Gefühle erwartet wird leicht enttäuscht werden.
Der erste Teil des Buches gefiel mir etwas besser da mir der Teil nach dem Ankommen in Südengland etwas blass erschien.

Fazit:
Für die Liebe ist es nie zu spät oder auch eine Reise zu sich.
Ein unterhaltsames Buch welches ich jedem Interessierten empfehlen würde.
Gern vergebe ich 4 Sterne.

Bewertung vom 25.04.2020
Florence Nightingale
Herold-Schmidt, Hedwig

Florence Nightingale


sehr gut

Eine besonderer Blick auf das Leben dieser Frauenrechtlerin

Ich wurde auf das Buch aufmerksam, da ich neben dem Namen und einige Gedanken zur Krankenpflege sehr wenig über Florence Nightingale in Erinnerung hatte.
Dementsprechend war ich sehr neugierig.

Aus dem Inhalt:

Sie war eine besondere Persönlichkeit ihrer Zeit welche nicht ganz unumstritten war und würde in diesem Jahr ihren 200. Geburtstag feiern.
Hier bekommt man eine umfassende Biografie einer Frauenrechtlerin, Weggeberin in der Krankenpflege und im Gesundheitswesen zu lesen.
Eine Frau, welche sich nicht in die enge und der zugedachten Frauenrolle des 19. Jahrhundert einfand.

Meine Meinung:

Im Buch bekommt man einen Einblick in die damalige Welt und den gesellschaftlichen Normen in welcher Florence lebte.
Auch vom Hintergrund ihrer Familie, die Kindheit, Jugend, von Reisen, vom Krimkrieg, ihrer Gesundheit und Ihre Emporstieg als Expertin in Pflege und noch Vieles mehr.
Ihre lebenslange Arbeit für Reformen im Gesundheitswesen prägte das Bild um dieser Frauenrechtlerin.
Gut gefallen hat mir, dass nicht nur die Gesundheitsangelegenheiten, sondern auch auf die Kolonialfragen welche sie beschäftigt haben, angesprochen wurden.
Auch war mir ihr Hintergrund bezüglich der Statistik und Datensammlung neu, ebenso auch ihr ganzheitlicher Ansatz.
Das ihr Engagement für soziale Dinge und Frauenrechte nicht von allen gewürdigt wurde kann man mehr als gut nachvollziehen.
Trotzdem hielt sie standhaft an ihrem Kurs fest und Konventionen interessierten sie in dem Fall nicht sonderlich wenn sie ihren Ideen quer liefen.
Bewundernswert, denn das Rückgrat muss man erst mal haben!
Aber das Geschilderte hinterlässt auch einen gewissen strengen und unnahbaren Eindruck.
Es sind schon einige Informationen welche man erzählt bekommt und auch interessant sind, aber ich war das ein oder andere Mal etwas gefordert mir das alles zu behalten.
Aber man merkt dem Werk an, dass die Autorin sich sehr intensive mit der Person Florence beschäftigt hat.
Auch das ausgiebige Literaturverzeichnis zeugt davon.
Endlich wird mit der Verklärung um Florence Nightingale aufgeräumt, ohne ihre wichtige Rolle zu schmälern.
Ob man alle ihre kontrovers diskutierten Neigungen so Glauben schenken kann, muss wohl jeder für sich selber entscheiden, da ja Florence die Biografie nicht selbst verfassten hat.
Erwähnen möchte ich noch die Bilder im Buch welche mir gefallen haben.

Fazit:
Umfassende und dennoch nicht verklärende Biografie für die ich eine Leseempfehlung geben und mit 4 Sternen bewerten möchte!

Bewertung vom 23.04.2020
Masada
Magness, Jodi

Masada


ausgezeichnet

MASADA -Eine interessante Historie - verständlich und interessant zu lesen

Ich wurde auf dieses Buch aufgrund seiner Beschreibung und seines Titels aufmerksam.
Und da ich bisher wenig bis gar Nichts von ein paar Artikel aus dem Netz einmal abgesehen über dieses Thema weis wollte ich einfach mehr erfahren.

Aus dem Inhalt:

Wer sich etwas auskennt, weiß um die Festung Masada, welches ein Symbol Israels ist.
Dort fanden am Ende eines Aufstandes im Jahre 74 nach Christus viele Menschen den Tod.
Lieber starben sie als sich den Römern zu ergeben.
In diesem Buch gehrt die Archäologin Jodi Magness vielen Dingen auf den Grund.
Sie schlägt einen Bogen der Zeitgeschichte.
Von Herodes über die Zeit Jesu bis zur Verdrängung des jüdischen Volkes durch Rom.
Auch geht sie Fragen auf den Grund.
Warum ist Masada von so einer Bedeutung trotz nur einer Quelle?
Oder warum ist es das Symbol der Selbstbehauptung Israels?
Dieses und so viel Anderes erfährt man in dem Buch!

Meine Meinung:

Die Autorin ist eine anerkannte amerikanische Archäologin und hat viele Jahre die Ausgrabungen römischer Belagerungsanlagen geleitet.
Man merkt das dem Werk an!
Hier trifft eine enorme Sachkenntnis auf ein sehr spannendes Thema der Geschichte.
Und vor allem ist es so interessant und bildhaft geschrieben das man Fakten versteht- das ist nicht in jedem Fachbuch der Fall.
In den gut unterteilten Kapiteln bekommt eine gute Vorstellung von der Entstehung des Bauwerkes, dem Bauwerk selbst und seiner heutigen Bedeutung.
Auch bekommt man einen tiefen Einblick in die Vorgeschichte als Herodes herrschte.
Und so bekommt die Geschichte ein anderes, ein lebendiges Gesicht.
Ich bin nicht so in dem Thema, aber ich habe von allem eine klare Vorstellung gewonnen.
Interessant fand ich das Beschäftigen mit Flavius Josephus und den Funden.
Denn man hat keine weitere Quelle als die von Flavius Josephus Schreiben über den Massenselbstmord und daher auch diverse wissenschaftliche Zweifler!
Das Besondere zusätzlich sind die Pläne, Karten, Fotos welche Besucher der Stätte wie ein guter Schatten begleiten.
Fazit:

Ein wissenschaftliches Buch, mit vielen interessanten Fakten über eine ganze besondere Reise welche einem die jüdische Geschichte auf besondere Art erzählt.
Wo ich sehr gern für jeden Interessierten eine Leseempfehlung aussprechen möchte.
Auch vergebe ich sehr gerne 5 Sterne!

Bewertung vom 22.04.2020
Die letzte Flaschenpost / Prosathek Bd.3
Kemmeter, Annika

Die letzte Flaschenpost / Prosathek Bd.3


sehr gut

Eine seltsame Idee welche bewegt
Ich fand das Buch interessant und da ich auch zu den Romantikern gehöre welche gern mal eine Flaschenpost finden würden war ich sehr neugierig auf das Buch!
Auch mag ich immer gern mir unbekannte Autoren lesen.

Aus dem Inhalt:

Nach dem Tod von Otto schwimmen mehrere Flaschen als Flaschenpost den Rhein runter.
Seine Enkelin Angelina und der Kunstgeschichtsstudent Janis, machen sich auf die Suche nach diesem Flaschen.
Bei dieser Reise kommen sie pö a pö einem Familiengeheimnis auf die Spur.
Werden die beiden dieses Familiengeheimnis lösen?
Das sollte jeder selber lesen!

Meine Meinung:

Das Cover passt sehr gut zur beschriebenen Handlung da es die interessante Suche nach den Flaschen abbildet.
Der Einstieg gestaltete sich für mich etwas holprig.
Als ich mich dann aber gewöhnt habe – denn meiste habe ich Probleme mit Rückblenden- war der Lesefluss wieder gegeben.
Die Kapitel sind von der Länge her gut gewählt.
Die Protagonisten sich vorstellbar, allerdings fand ich Janis etwas zu ergeben und Angelina aufgrund ihrer Persönlichkeit schwierig, so dass es immer ein gewisses Herumkreisen bei den beiden gab.
Das wurde mir etwas zu viel, so dass ich mich nicht so recht mit ihnen arrangieren konnte.
Auch konnte ich mit Poesie nicht so viel anfangen.
Die Reise zum Finden der Flaschen finde ich gut umgesetzt, auch wenn ich Zweifel daran habe das alle ihre Flaschen so hergeben und das die Flaschen immer so zu finden sind.
Die Orte finde ich gut beschrieben.
Die Botschaft die der Roman rüberbringen will wie z.B. Ängste, Trauer, Zusammengehörigkeit kommt an.

Fazit:
Eine für mich nicht ganz runde Sache. Trotzdem ist es eine leichte Lektüre und darum lesenswert!
Darum vergebe ich 3,5 Sterne!

Bewertung vom 15.04.2020
Turmschatten
Grandl, Peter

Turmschatten


ausgezeichnet

Wehe man schlägt zurück - so real und aktuell geschrieben – fast erschreckend!

Ich wurde auf das Buch mit seinem ungewöhnlichen Titel aufmerksam.
Aber auch stach mir das auffällige und gut gestaltete Buchcover ins Auge und machte mich sofort auf den Inhalt neugierig.

Aus dem Inhalt:

Im heutigen Deutschland planen Neonazis den älteren Juden Ephraim Zamir in seinem Turm - welchen er als Privatwohnsitz nutzt - zu überfallen.
Zamir ist der Neonaziszene ein Dorn im Auge denn er soll vermögend und der Geldgeber für den Bau einer Synagoge sein.
Bei der Ausführung der Tat läuft allerdings nicht alles nach Plan und die 3 Täter werden von Zamir als Geiseln genommen und im Keller des Turmes gefangen gehalten.
Über die sozialen Medien wird die Öffentlichkeit aufgefordert im Voting über eine Freilassung oder eine Hinrichtung der drei Täter abstimmen.
Die Polizei will die Täter befreien, das TV freut sich über steigende Nutzerzahlen - ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Wie weit wird Zamir gehen? Bekommt die Polizei die Geiseln befreit?
Das sollte man selber erlesen!

Meine Meinung:

Der Prolog beginnt im Januar 1945 und liefert einen Hintergrund zum Turm.
Dann wechselt die Handlung zum Hier und Jetzt wo man pö a pö die betroffenen Protagonisten mit ihren Hintergründen kennenlernt.
Das geschieht auch in zeitlichen Rückblicken welche als Abschnitt unterteilt sind, so das man immer weis wo man sich gerade befindet.
Das liefert einen sehr guten Einblick in die Beweggründe der Protagonisten.
Alle Protagonisten sind vorstellbar und polarisieren im Guten wie im Bösen.
Auch ist es interessant, dass Zamir und nicht die Polizei die Straftäter unter die Fittiche nimmt.
Die Handlung ist besitzt einen hohen Spannungsborgen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Man ist irgendwie mittendrin und stellt sich unweigerlich die Frage welche Einstellung und Meinung man selber zu Geschehen hätte.
Die Themen wie Nationalsozialismus, Radikalismus, Faschismus sind sehr gut recherchiert und glaubhaft in die Handlung verwoben.
Ebenso ist die Verflechtung von Fiktion mit realen Ereignissen wie z.B. die Geiselnahme von Gladbeck sehr gelungen.
Trotz der Heftigkeit des Themas ist das Buch sehr gut zu lesen und eines der besten Bücher welche ich seit einiger Zeit gelesen habe.
Das Ende ist nicht wie gedacht und genau das ist sehr gelungen!

Fazit:
Kein typischer Thriller, da das Buch durch seine Realitätsnähe besticht!
Das Buch bietet eine gute Grundlage verfilmt zu werden.
Ich empfehle das Buch unbedingt und sehr gern weiter und vergebe Top 5 Sterne.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.03.2020
Zwölf ungezähmte Pflanzen fürs Leben
Engelmann, Monika; Riedmair, Hildegard; Langguth, Jeanette; Kainz, Ulrike; Maier, Angela; Demmel, Rita

Zwölf ungezähmte Pflanzen fürs Leben


ausgezeichnet

Ein wunderschönes und mit viel Liebe entstandenes Kräutersachbuch

Als ich das Buch gesehen habe, war ich sehr interessiert, denn ich habe aufgrund von Löwenzahn eine Verbesserung der Gesundheit in meiner Familie erlebt.
Mit diesem Hintergrund wollte ich natürlich mehr erfahren.

Aus dem Inhalt:

Hier stellen sich acht Kräuterkennerinnen und im Ganzen zwölf Wildpflanzen vor.
Sie sind überzeugt davon, dass allein diese Pflanzen ausreichen um ein gesundes und glückliches Leben zu führen!
Und diese Pflanzen werden einem mit Erklärungen, Geschichten, Rezepten vor allem aber mit viel Liebe nähergebracht: Große Brennessel, Frauenmantel, Giersch, Gundermann, Schwarzer Hollunder, Kornelkirsche, Löwenzahn, Rose, Schafgarbe, Schlehe, Spitzwegerich, Vogelmiere.


Meine Meinung:

Schon das sehr schön gestaltete Buchcover hat mir gefallen.
Man lernt auch jede einzelne Dame vom Kräuterkollektiv kennen und bekommt so einen lebendigen Eindruck der Autorinnen.
In guter und verständlicher Art wird jede Pflanze ausführlich in Wort und Bild vorgestellt.
Und diese Vorstellung erfolgt aus Pflanzensicht, was mir sehr gefallen hat!
Man erfährt Allgemeines, wofür man die Pflanze anwenden kann und auch tolle ungewöhnliche Rezepte.
Diese kann man einfach nachvollziehen und durch die reichliche Bebilderung regt es einem zum Nachmachen an!
Sehr schön empfinde ich auch den Teil um das Ernten und Konservieren.
Denn dieses ist für Einsteiger ein nützlicher und wichtiger Teil.
Einige Rezepte habe ich schon probiert und weiß nicht ob sie allein genügen ob ich gesund bleibe.
In jedem Fall aber kann ich die Aussage bestätigen: grün macht glücklich! ;o)

Fazit:

Selten macht ein Sachbuch so viel Spaß beim lesen und anwenden!
Man erkennt so viel Liebe die in diesem Werk steckt und daher möchte ich es gern mit 5 Sternen bewerten und eine klare Empfehlung für alle Interessierten geben!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.03.2020
Elbleichen / Kommissare Brandes und Kurtoglu Bd.2
Seemann, Regine

Elbleichen / Kommissare Brandes und Kurtoglu Bd.2


ausgezeichnet

Spannender Krimi aus dem Norden

Als ich das Buchcover sah erinnerte es mich gleich an eine Elbseite.
Der Titel und die Beschreibung passten auch dazu.
Auch war mir die Autorin bisher unbekannt, alles Fakten die mich sehr neugierig gemacht haben.

Aus dem Inhalt:

Auf der kleinen Elbinsel Neßsand welche im nördlichen 3 Ländereck des niedersächsischen Landkreises Stade, dem Schleswig - Holsteinischen Landkreis Pinneberg und der Hansestadt Hamburg befindet werden 2 Leichen entdeckt.
Die Kommissarinnen Stella und Banu werden mit dem Fall betraut und beginnen mit den Ermittlungen.
Die Ermittlungen werden arg erschwert, denn im Treppenviertel des noblen Stadtteil Blankenese bekommen sie es mit menschlichen Widerständen wie Schweigsamkeit und Gleichgültigkeit zu tun.
Als es voran geht ist ein weiteres Opfer zu beklagen welches zu einem Geheimnis aus vergangenen Zeiten führt und besser verborgen geblieben wäre.

Meine Meinung:

Dies ist der mittlerweile zweite Teil um die Ermittlerinnen Stella und Banu.
Der erste Teil ist mir nicht bekannt und ich habe auch beim Lesen nicht das Gefühl gehabt das mir etwas in punkto Verständnis fehlen würde.
Das es sich um einen Krimi mit zwei Ermittlerinnen handelt, hat mir sehr gut gefallen!
Der Krimi war sehr gut und eingängig zu lesen und der Spannungsbogen wurde gut gehalten.
Die beiden Ermittlerinnen sind gut gezeichnet, vorstellbar und polarisieren, besonders da sie so unterschiedlich sind.
Der Hintergrund des Krimis ist gut gewählt.
Die Auflösung ist nachvollziehbar.
Den Krimi habe ich an einen Wochenende sehr gern gelesen.
Ich freu mich jetzt schon wieder von Stella und Banu zu lesen!

Fazit:
Guter unterhaltsamer Krimi, welchen ich sehr gern weiterempfehle!
Aus diesem Grund vergebe ich 5 Sterne!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.