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foxydevil

Bewertungen

Insgesamt 135 Bewertungen
Bewertung vom 06.05.2022
Das Blut der Anhaltiner (eBook, ePUB)
Auerswald, Christina

Das Blut der Anhaltiner (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Ein Historischer Roman um die Anhaltiner

Gern lese ich mal Bücher mir geschichtlichem Inhalt.
Und auch wenn es sich hier um einen Roman handelt war ich sehr neugierig auf das Buch.
Da ich die Autorin Christina Auerswald bisher noch nicht kannte, war das ein weiterer Grund das Buch zu lesen.

Aus dem Inhalt:

Im Jahr 1698 will die Base von Magdalene heiraten.
Knapp mit dem Leben entkommt die Braut an einer Vergiftung.
Der Bräutigam benimmt sich merkwürdig und weicht den Blicken aus.
Ist diese Hochzeit eine gute Idee? Was hat es mit dem Bräutigam auf sich?
Hier ist Magdalene gefragt…

Meine Meinung:

Das Buchcover gefällt mir gut und ich finde es sehr passend zum Buchthema gestaltet.
Zuerst war ich interessiert, ob mir der Einstieg in den mittlerweile vierten Band dieser Serie gelingt.
Und ich muss sagen, dass es sehr gut durch die erwähnten Verbindungen funktioniert hat.
Die Schreibweise ist eingängig und gut zu lesen, ebenso sind die Protagonisten sehr gut geschildert und sie polarisieren.
Ich konnte das Buch durchweg gut lesen, da auch die Abschnitte gut aufgeteilt sind.
Ebenfalls hat mir die Beschreibung der Gegenden gut gefallen.
Gut gelöst finde ich die Möglichkeit des Miträtselns, ebenso das nachvollziehbare Ende.
Die „Kurze Geschichte von Anhalt“ am Ende des Buches hat mir als groben Überblick über das Fürstentum meiner Heimat gegeben, welches mein Interesse auf eine Vertiefung geweckt hat.

Fazit:

Ein sehr gelungenes Buch, welches Lust auf weitere Bände macht.
Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und vergebe gerne 5 von 5 Sterne!

Bewertung vom 05.05.2022
Der große Fehler
Lee, Jonathan

Der große Fehler


ausgezeichnet

Ganz anders als gedacht…

Ich wurde auf das Cover aufmerksam und nach lesen des Klappentextet wollte ich das Buch gern lesen.
Auch kannte ich bisher den Autor noch nicht und das mag ich immer gern.

Aus dem Inhalt:

Am Freitag den 13. stirbt Andrew Green im Alter von 83 Jahren.
Er wurde erschossen und es stellt sich die Frage aus welchen Hintergrund die Tat bestand.
Da Green in NY kein Unbekannter ist wird heftig spekuliert.
Inspector McClusky übernimmt die Ermittlungen, und fühlt so einigen Personen auf den Zahn.

Meine Meinung:
Das Buchcover gefiel mir von Anfang an.
Der Elefant mit der New Yorker Karte ist gelungen, allerdings hätte ich mir dazu mehr im Inhalt gewünscht.
Mir gefiel von Anfang an das der Autor hier eine Kombination aus Realität und Gedankenwelt geschaffen hat.
Sicher auch weil es nicht genug realen Stoff für das Buch gegeben hat.
Aus dem Grund hatte ich immer die Idee eines Films im Hinterkopf denn die Beschreibungen waren sehr vorstellbar.
Etwas schwer tat ich mich mit den einzelnen Sprüngen, denn das störte mich irgendwie im Lesen, denn ich fühlte die Handlung immer etwas abgerissen.
Aber das ist halt mein persönliches Empfinden und führte dazu das ich dem Buch nicht durchweg meine Aufmerksamkeit geschenkt habe und mit Unterbrechungen gelesen habe.
Auch wenn es ein Roman ist, es fehlte mir etwas Vitalität im Buch, was mir etwas langatmig erschien.
Mir gefiel die Beschreibung der alten Zeit in New York, denn da hatte ich gute Vorstellungen.

Fazit:
Ich hatte andere Erwartungen, daher gebe ich eine reservierte Empfehlung für Interessenten ab und vergebe 3 von 5 Sternen.

Bewertung vom 05.05.2022
Prost, auf die Nachbarn
Kalpenstein, Friedrich

Prost, auf die Nachbarn


ausgezeichnet

In Brunngries geht der Baum….nicht ab….ein herrlicher Provinzkrimi

Ich wurde auf das Cover neugierig da ich derzeit auch ein Prost auf meine Nachbarn probe…spätestens dann wenn ich umgezogen bin…
Da ich den Autor dieses Krimis von einem anderen Buch kenne welches ein völlig anderes Genre abdeckt wurde ich umso mehr neugierig.

Aus dem Inhalt:

Der Unfalltod des Rechtsanwalt Kurt Lehmann und dem einzigen Unfallbeteiligten in Form eines Baumes erweist sich nach weiteren Untersuchungen als nicht zu bestätigen, denn es hat vermutlich jemand am Auto des Verunglückten geschraubt.
Grund genug für Hauptkommissar Tischler dieser Sache auf den Grund zu gehen.
Doch wer und mit welchem Motiv steckt dahinter?

Meine Meinung:

Schon von Anfang an war ich mittendrin in der Handlung und ich hatte das Gefühl die Reihe kenne ich schon. Das ist aber nicht der Fall.
Der Beginn war schon herrlich und der sehr gut zu lesende Schreibstil zog sich durch das gesamte Buch.
Die Ermittler sind gut gezeichnet und deren Kommunikation einfach herrlich unterhaltsam.
Ich weiß gar nicht wen ich lieber mag.
Auch konnte ich herrlich mitraten und wurde herrlich auf die falsche Spur gelockt.
Ebenso war die Spannung vorbanden.
Wenn man mal an den Mechaniker denkt…oha….
Und da hier eine Dackeldame dabei ist macht das Buch in meinen Augen noch interessanter.
Der Autor scheint Dackel sehr zu mögen da ich mich erinnere das das andere mir bekannte Buchcover ebenfalls ein Dackel zierte ;o)
Das Ende ist auch gelungen.

Fazit:
Ein Provinzkrimi den ich gern gelesen habe und mich auf weitere Folgen freue!
Die Wartezeit verkürze ich mir mit dem Lesen der Vorgänger, vielleicht kommt da die Dackeldame noch mehr zur Geltung.
Gern empfehle ich das Buch allen Interessierten weiter und vergebe 5 von 5 Sternen!

Bewertung vom 05.05.2022
Mord im Nord-Ostsee-Express / Thies Detlefsen Bd.10
Koch, Krischan

Mord im Nord-Ostsee-Express / Thies Detlefsen Bd.10


ausgezeichnet

Wie immer …herrlich….

Zugegeben, mittlerweile bin ich ein Gern-Leser dieser mittlerweile Küsten Krimi Reihe.
Und so war es natürlich, das ich den neuen Teil Mord- im Nord – Ostsee – Express unbedingt lesen.

Aus dem Inhalt:

Für Polizeimeister Thies Detlefsen nebst Frau, den Teilnehmern des VHS- Französischkurses soll es im Zug nach Paris gehen.
Leider kommt die Reise durch einen Schneesturm ins Stocken und als eine Leiche auf der Toilette gefunden wird beginnen die Ermittlungen.
Wer wollte dem verhassten Opfer an den Kragen?

Meine Meinung:

Schon das wie immer schön gestaltete Buchcover des mittlerweile 10. Buches aus der Reihe verrät es…auch hier findet sich die Anlehnung an eine bekannte Krimipersönlichkeit.
Und schon ab der ersten Seite ist man mittendrin in der bunten Mischung an Personen und Gegebenheiten, die polarisieren.
Besonders wohl das Duell zwischen Detlefsen und Picon…ach ja…an wen erinnert wer mich gleich…;o)
Ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen was an vielen Dingen liegt!
Die Auflösung ist speziell und nicht vorhersehbar, was mich immer wieder erfreut!
Als Fan von Lokal Krimis bin ich immer wieder hin und hergerissen vom köstlichen Humor dieser Serie.
Ein besonderes Verwöhnerli ist das Friesisch – Französische Crossover aus „De Hidde
Kist“ im Anhang des Buches.
Das ist Unterhaltung wie ich sie gern mag das in meinen Augen alles vorhanden ist, und wo man nicht genug bekommen kann.
Daher hoffe ich doch sehr das es bald wieder einen neuen Teil geben wird.

Fazit:

Für Küsten Krimi Fans ein Lesegenuss, den man genießen kann ohne die anderen Teile zu kennen.
Erwähnen möchte ich allerdings das man dann echt was verpasst :o)
Daher vergebe ich sehr gern 5 von 5 Sternen und eine dicke Leseempfehlung!

Bewertung vom 07.03.2022
Flüchtiges Glück
Mothes, Ulla

Flüchtiges Glück


ausgezeichnet

Fiktive Geschichte – dennoch so real

Nachdem ich das Buch Geteilte Träume gelesen habe und es interessant aber für mich kleine Schwächen hatte, war ich auf das neue Buch sehr gespannt.
Auch weil das Thema Familiengeschichte und DDR Vergangenheit teilweise so weit weg aber dennoch so nah ist.

Aus dem Inhalt:

Milla ist schwanger und ihr Freund Navid animiert sie nach ihren familiären Wurzeln zu forschen.
Sie ist in Berlin bei ihrer Mutter ohne Vater aufgewachsen und das bietet die Möglichkeit, wenn da nicht andere Kräfte wären die die Vergangenheit lieber vergessen und verschweigen würden.
Aufgrund eines Vorfalls mit einem betrunkenem Mann welcher Millas Oma beschuldigt wird klar, hier ist so Einiges zu ergründen.
Was? Das lest selbst!

Meine Meinung:

Das Cover finde ich schön gestaltet und es fiel mir sofort ins Auge.
Von Anfang an hat sich das Buch gut lesen lassen was an dem flüssigen Schreibstil und auch an dem für mich sehr interessanten Thema liegt.
Die Handlung ist gespannt über 3 Generationen, ist durchaus vorstellbar und könnte so passiert sein.
Man merkt dem Werk die Vergangenheit der Autorin an.
Ich muss gestehen das ich ab und an auch Erinnerungen an meine Vergangenheit hatte da einiges auch in meinem Umfeld so gewesen ist.
Die Protagonisten sind gut vorstellbar gezeichnet und polarisieren.
Oftmals dachte ich mir das es nicht immer gut ist alles wissen zu wollen.
Aber was will man tun wenn nicht jeder über seine Vergangenheit reden will oder gar etwas verschweigt?
Mir persönlich fiel es damals wie heute schwer Verständnis für die staatstreuen Diener zu haben, ganz besonders wenn sie das Glück der eigenen Angehörigen hinter den Staatsinteressen gestellt haben.
Der Blick hinter die Kulissen des Lebens in der DDR ist hier gelungen, da nicht nur eine Familiengeschichte sondern auch andere Themen angesprochen werden.
Auch fühlte ich mich durch die Handlung mit meiner Familiengeschichte konfrontiert, und habe mich somit auch noch mal damit beschäftigt.
Das hat mir wieder mal verinnerlicht, das man Nichts ohne seine Wurzeln ist!

Fazit:

Ein gelungenes Buch welches ich jedem Interessierten weiterempfehlen möchte.
Gern vergebe ich 5 von 5 Sternen!

Bewertung vom 26.02.2022
Tage der Entscheidung / Palais Heiligendamm Bd.3 (eBook, ePUB)
Grünig, Michaela

Tage der Entscheidung / Palais Heiligendamm Bd.3 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Bietet unterhaltsame Lesestunden – Wunderbar!

Durch einige Berichte wurde ich sehr auf diese Reihe neugierig.
Denn ich kenne bisher von dieser Autorin das Buch Mordschnee und fand es gut.
Auch interessierte mich, ob ich dem Teil gut folgen kann ohne die anderen beiden zu kennen.


Aus dem Inhalt:

Das Buch startet im Jahr 1933 als die Nationalsozialisten immer mehr an Einfluss gewinnen.
Und das geht am dem Palais Heiligendamm nicht vorbei. Damalige Größen von Rang und Namen sind dort zu Gast.
Und das gestaltet sich für Elisabeth und ihre Tochter (mittlerweile die 3. Hotelgeneration) mehr und mehr als schwierig- ganz besonders als Julia jemanden aus Hitlers Umkreis kennenlernt.
Wie wird sich das weitere Handeln im Hotel gestalten? Wird es weitergeführt werden können? Was macht die Zeit mir den Protagonisten?
Fragen über Fragen welche man unbedingt erlesen sollte!

Meine Meinung:

Allein die Zeit finde ich für meinen Lesestart als sehr spannend und ich nehme es einmal vorweg- ich kam sehr gut mit dem lesen zurecht- auch ohne die anderen Teile zu kennen.
Am Anfang findet man ein Personenregister und das war mir ein guter Einstieg.
Von der ersten Seite war ich mitten in der Handlung was an einer sehr guten und eingängigen Erzählweise liegt, und das hat sich bis zum Ende gehalten.
Die Protagonisten sind vorstellbar und interessant gestaltet.
Diese damals schwere Zeit für Menschen welche nicht in ein Raster passen wird hier sehr gut dargestellt.
Und im Hotel kommt diese Zeit natürlich auch an und hinterlässt seine Spuren.
Auch wenn einige Figuren aus den Vorbänden eine Entwicklung durchmachen kann man aber gut folgen und mitempfinden.
Drei abwechselnde Perspektiven bestimmen den Band und ich bin eigentlich nicht so ein Freund davon, aber hier passt es sehr gut.
Hier ist Vieles vorhanden, die geschilderte Schwere der Zeit, der Kampf mit den Umständen, dem eigenen Ich aber auch Liebe.
Man hat das Gefühl bei damaligen Ereignissen lesend dabei zu sein.
Das Buch endet im Jahr 1939 und somit zum Beginn des Krieges und man kann nicht umhin als auf einen Folgeband zu hoffen, auch wenn es so nicht gedacht ist, denn so kann und darf die Handlung einfach nicht enden!

Fazit:

Eine wunderbar geschilderte Geschichte welche es geschafft hat mich zu packen, auch weil es so gut in den historischen Kontext gepackt ist.
Ich wurde durchweg gut unterhalten und hoffe auf einen Folgeband!
Bis dahin werde ich die Vorgänger lesen und vergebe 5 von 5 Sternen!

Bewertung vom 21.12.2021
Bis zum Mond und zurück
Atkins, Dani

Bis zum Mond und zurück


ausgezeichnet

Eine sehr berührende Geschichte

Ich wollte schon lange mal wieder ein Buch der Autorin lesen und als ich den Titel sah wurde ich sehr neugierig.
Der Klappentext und das sehr schön gestaltete Buchcover mit den aufgeworfenen Buchstaben traf genau meinen Nerv.

Aus dem Inhalt:

Alex und Lisa führen eine glückliche Beziehung mit ihrem kleinen Sohn Connor. Als sich durch den Unfall von Lisa alles ändert sich alles und plötzlich steht die Welt Kopf.
Plötzlich steht das Thema Organspende im Raum. Wie es weitergeht als dann auch noch Connor verschwindet sollte man selber erlesen.

Meine Meinung:

Ich war sofort in der Handlung und ahnte auch gleich wohin es gehen wird.
Das liegt an dem sehr schönen und eingängigen Schreibstil der Autorin.
Hier wird aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt und das ist nicht immer gelungen.
Hier allerdings ist es sehr gut umgesetzt.
Alex ist gut angelegt und die Umstände unter denen er Lisa loslassen muss sind arg berührend, da bei mir auch Erinnerungen persönlicher Erlebnisse hoch kamen.
Das hat dazu geführt das ich ab und an eine kurze Lesepause einlegen musste da ich es nicht in einem Rutsch geschafft habe zu lesen.
Wenn man persönlich ohne Hintergrund zu diesem Thema ist wäre das Buch schneller zu lesen gewesen.
Also wer emotional oft gepackt ist kommt um Taschentücher wohl nicht ganz vorbei.
Aber genau das macht das Buch sehr gelungen.
Molly ist eine zugängliche Person welche aufgrund ihrer Umstände die Hoffnung nicht aufgegeben hat und das ringt einem Respekt ab.
Da war es zu erwarten das Alex einen besonderen Zugang zu Molly bekommt.
Das Buch zeigt deutlich das aus der größten Trauer auch etwas Neues und Gutes entstehen kann.
Ein emotionales Buch mit Botschaft.
Der einzige Punkt welcher mich nachdenklich gestimmt hat ist, dass ich mich schwer mit dem Gedanken tue zu Organempfängern Kontakt zu haben, da ich immer dachte das so etwas nicht geschehen soll. Aber das ist ja ein persönlicher Gedanke.

Fazit:

Man sollte jeden Augenblick des Lebens schätzen und darüber nachdenken was wirklich wichtig ist. Auch habe ich über das Thema Organspende neu nachgedacht.
Das hat das Buch bei mir erreicht und daher empfehle ich es sehr gern weiter und vergebe 4,5 von 5 Sternen.

Bewertung vom 04.12.2021
Gold und Ehre
Weiß, Sabine

Gold und Ehre


ausgezeichnet

Eine Reise in eine andere Zeit

Da ich das Werk „Krone der Welt“ der Autorin gelesen habe und dieser mir gut gefallen hat, wurde ich auf diesen Teil sehr neugierig. Besonders da Hamburg eine nicht unwesentliche Rolle in diesem Roman spielt.

Aus dem Inhalt:

Im 17. Jahrhundert wo Amsterdam eine Blütezeit erlebt lebt der junge Architekt Benjamin und hat große Träume.
Das kommt ihm die Strafe seines Vaters derb in die Quere denn er schickt ihn nach Hamburg.
Und ab da beginnt eine Zeit des Auf und Ab bis er Lucia kennenlernt und sich eine Beziehung entwickelt. Doch durch die Rückbeorderung des Vaters nach Amsterdam scheint wieder alles im Umbruch.
Wie wird sich die Beziehung zwischen den beiden entwickeln? Kehrt er wieder zurück?
Was macht sein Handwerk? Fragen über Fragen welche in dem Buch beantwortet werden.

Meine Meinung:

Das Cover des Buches finde ich sehr gelungen, da es gut die Hamburgensie wiederspiegelt und in meinem Fall ein Eyecatcher war.
Ich musste mich auf den ersten Seiten lesend eingewöhnen und es war sehr schön in die Zeit des 17. Jahrhunderts in Amsterdam anzukommen.
Durch die verschiedenen Handlungsstränge im Laufe des Buches und viele geschichtliche Details war es nicht immer einfach für mich flüssig lesend fortzufahren.
Das lag aber nicht am gut zu lesenden Schreibstil, vielmehr daran das ich gern mal vertiefend zu den Inhalten nachgelesen habe da sie schon sehr interessant waren.
Denn die Niederlande sind für mich geschichtlich auch bisher meist untergegangen.
Der Protagonist Benjamin hat mir nicht so gut gefallen wie Lucia.
Die anderen Figuren wie zum Beispiel Theo oder Michiel sind interessant und lebendig angelegt auch wenn sie natürlich aufgrund ihrer Rolle nicht alle Sympathisanten sind.
Dennoch konnte ich in der Handlung gut mit mitfühlen und mitleiden.
Gefallen hat mir auch das man eine andere Seite von Hamburg kennenlernt, so ganz anders als die heute hochgelobte Stadt. ;o) und das der Bezug zum Heute wie dem Bau des Michel dargestellt ist.
Das vorhandene Personenverzeichnis ist leider nicht ganz vollständig.
Ich fühle mich gut unterhalten.
Fazit:

Ein unterhaltsamer historischer Roman welcher meiner Meinung nach geringfügig hinter „Krone der Welt“ anzusiedeln ist.
Gern empfehle ich ihn Interessierten weiter und freu mich auf ein weiteres Werk der Autorin.
Daher vergebe ich 4 von 5 Sternen.

Bewertung vom 13.10.2021
Das Erbe der Blumenmalerin
Lind, Christiane

Das Erbe der Blumenmalerin


ausgezeichnet

Die beeindruckende Geschichte um ein Familiengeheimnis eingebettet in malerische Kulissen

Ich bin durch dieses schön und ins Auge fallende Cover mit der Strelitzie neugierig auf das Buch geworden.
Nun liegt mein Focus eher auf andere Urlaubsregionen aber da ich die Autorin durch andere Werke kenne, wollte ich mehr aus dem Inhalt erfahren. Die Inhaltsbeschreibung traf meinen Lesenerv, also rein ins Lesevergnügen!

Aus dem Inhalt:

Laura möchte ihren Erinnerungen entkommen und kommt in das familieneigne Haus am Leuchtturm auf Madeira und ist sofort von der Insel gefangen.
Auf ihrer Bildersuche entdeckt sie Briefe welche von der Mutter an ihre Tochter geschrieben sind.
Diese Briefe sind sehr berührend und so beginnt Laura mit Nachforschungen. Diese führen sie zurück nach Cornwall in die Zeit um 1928 und hin zu einem Familiengeheimnis, als sich zwei Schwestern in den gleichen Mann verlieben. Denn das Schicksal nimmt eine derbe Wendung, eine der beiden Schwester eine tiefgreifende Entscheidung trifft.

Meine Meinung:

Kurz vorab: Wer es nicht weiß, erkennt nicht, dass es sich hier um eine neue Auflage mit neuem Titel handelt.
Allerdings wusste ich das zuerst nicht, und da ich die erste Auflage vor dem lesen nicht kannte war es im ersten Moment auch nicht wichtig.
Nach einem Vergleich hat die Autorin aber hier eine gelungene Überarbeitung abgeliefert, die schnell und sehr gut zu lesen ist.
Das geografische Band welches die Geschichte verbindet ist Madeira und Cornwall mit dem Familiensitz Tristyans Manor und die Bemühungen um dessen Erhalt. Zwei unterschiedliche Gegenden eine Familien - Geschichte.
Ich war über die ganze Geschichte gefesselt und wollte nicht aufhören zu lesen.
Denn ich war in den Bann gezogen von den Ränken und Geheimnissen die sich über Genrationen strecken und Auswirkungen bis jetzt haben.
Auch das diese aufgeklärt werden finde ich gut gelungen und hatte ich erhofft.
Die Protagonisten polarisieren und das in jede Richtung.
Auch gut gefallen mir die Landschaftsbeschreibungen, so dass ich eine gute Vorstellung von Madeira bekommen habe.
Und positiv erwähnen möchte ich die Auszählung der wichtigsten Figuren am Anfang des Buches, denn bei der Vielfalt vereinfacht es das Lesen schon.
Und sehr schön finde ich, dass die Autorin mit Oliver Twist ihrer Schreiblinie in punkto Protagonist treu bleibt ;o)

Fazit:
Ein unterhaltsamer Roman um eine generationsübergreifende Familiengeschichte, welche ich sehr gern gelesen habe und interessierten Lesern empfehle und sehr gerne 5 von 5 Sternen vergebe.

Bewertung vom 26.07.2021
Heldinnen werden wir dennoch sein
Wünsche, Christiane

Heldinnen werden wir dennoch sein


sehr gut

Spezielle Heldinnen ….und ihrer Definition von Freundschaft

Das schön gestaltete Cover, der Titel und der Klappentext machten mich sehr neugierig.
Ich war gespannt auf das Buch, denn wer hat keine Freundschaften?
Auch ist für mich das jetziger Alter der Protagonisten und die damalige Zeit Ende der 70er bis Mitte der 80er gut einzuordnen.
Und mir war bisher die Autorin nicht bekannt und ich war durch die positiven Aussagen zu ihrem vorigen Buch sehr interessiert.

Aus dem Inhalt:

Hier wird das Thema Freundschaft von 5 Freundinnen und einigen Jungen also der damaligen Clique angesprochen.
Die Freundinnen sind lange befreundet und haben eine ganz eigene Bindung.
Durch einen tragischen Verlust wurde ihr Leben verändert.
Es wird die Bedeutung von Freundschaft angesprochen und was einmal getroffene Entscheidungen bewirken können und wie lange sie nachhallen.
Als sich auf einem Brunch eine Aussage verbreitet welche den damaligen Verlust wieder in den Mittelpunkt rückt. beginnen 4 der noch lebenden Freundinnen mit einer Aufarbeitung.

Meine Meinung:

Der Einstieg gelang mir gut, denn das Buch ist in einem flüssig zu lesendem Schreibstil verfasst.
Jeder Beteiligte schildert im Wechsel seine Sicht.
Wobei ich der Vergangenheit im Gegensatz zur Gegenwart beim Lesen mehr abgewinnen konnte.
Die Handlung ist verständlich denn ein überraschender Verlust macht ja etwas mit einem.
Die Freundinnen entwickelten sich weiter und es wurde oberflächlicher oder sie entwickelten sich auch von einander weg.
Mir hat gefallen das viel Facetten und Belastungen angesprochen werden.
Klar gehört Verlust. Liebe, Angst oder eine Auseinanderentwicklung von Freundschaften und die damit verbundenen Gefühlslage dazu.
Allerdings muss ich sagen, dass ich etwas mit der Art und Weise der Frauen gehadert habe und so mit den vier Damen nicht ganz warm werden konnte.
Das mag daran liegen, dass meine Vorstellung von Freundschaft und der Umgang eine etwas andere ist.
Der Hintergrund des Verlustes als Erklärung ist in meinen Augen nicht hinreichend ausgearbeitet.
Das offene und recht schnell gestaltete Ende ist nicht ganz mein Fall und ich bin etwas gespalten was das und den Begriff Heldinnen betrifft.
Was mit gut gefallen hat ist die Beschreibung des Zeitgeistes bei allen erwähnten Zeiten.

Fazit:

Das Buch lässt mich nachdenklich zurück.
Trotzdem empfehle ich es Interessierten weiter, denn jeder hat seine eigene Sicht auf bestimmte Dinge.
Gern vergebe ich 3.5 von 5 Sternen.